#Meloni ist mit ihrer #Justizreform am italienischen Volk gescheitert. Beide Parlamentskammern hatten schon zugestimmt. Der Verdacht, die #Justiz solle "auf Linie" gebracht werden, war sicher berechtigt. Dennoch lohnt ein genauer Blick auf geplante Reform.

Kernpunkte waren:
- Trennung der Laufbahnen von #Staatsanwält*innen und #Richter*innen: das ist in vielen Ländern schon heute Standard, selbst in #Deutschland je nach Bundesland ganz normal.
- Beteiligung von #Abgeordneten an der Einstellung von Richter*innen und Staatsanwält*innen: weil jede #Staatsgewalt vom Volk ausgehen muss, braucht auch jede Berufung in ein öffentliches #Amt demokratische Legitimation, muss sich also zumindest mittelbar auf eine demokratische #Wahl zurückführen lassen. Das kann durch Beteiligung von Parlamentarier*innen erfolgen.

Das zeigt, dass die abstrakten Regeln oft nicht erkennen lassen, ob sich eine "Justizreform" gegen die #Unabhängigkeit der Justiz richtet. Dass dies hier der Fall war wird klar, wenn man sich Aussagen von italienischen Regierungsmitgliedern vor Augen führt. Bei vielen #Urteilen - zu der Verbringung von #Asylsuchenden in Albanien über #Seenotrettung bis zu Bedenken des Rechnungshofs gegen ein Brücke über die Meerenge von Messina - wurde stets unterstellt, die Richter*innen seien "links", ihre Entscheidungen politisch motiviert. Deshalb müsse das System geändert werden.

Wer so redet, statt rechtlich zu argumentieren, entlarvt sich.

Und hier schließt sich der Kreis: auch in Deutschland gibt es Regierungsmitglieder - auf Bundes- wie Landesebene - die Urteile unabhängiger Gerichte genau in der Weise framen.

Genau hinhören ist daher wichtig. Auch bei uns.

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/italien-justizrefom-100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=tagesschau.de

Melonis gescheiterte Justizreform in Italien und die Folgen

Italien hat bei einem Referendum gegen die geplante Justizreform gestimmt. Es ist eine herbe Niederlage für Ministerpräsidentin Meloni. Was bedeutet das für die weiteren Reformpläne der Regierungschefin?

tagesschau.de

RE: https://mastodon.social/@oekoinstitut/116170427050119106

Es ist ja nicht so, als wäre #Gaskathi, und die #CDUCSUinkompetent bzw. -#korrupt (Spahn) und #SPDbeton (Miersch) mit ihren Fraktionen nicht gewarnt. Im Vorfeld mit verschiedenen #Urteilen (z.B. zur Unzulänglichkeit des #KSP), mit Gutachten und #Projektionen, und jetzt mit der konkreten Modellierung in der Studie des @oekoinstitut!

Werte Ministerien @BMWK und #BMUKN: Setzt diese #Eckpunkte des #GMG NICHT um. Es handelt sich um eine rechtswidrige Abwicklung des #GEG, die gegen das #Verschlechterungsverbot beim #Klimaschutz verstößt! Und an alle #MdBs: Falls das #GMG doch ins parlamentarische Verfahren geht: Nicht zustimmen sondern ändern!
#Klimaschutzlücke #Wärmewende #FossilLobby #FuelSwitch #Energiesicherheit #Effizienzwende

@echo_pbreyer

Die freie und kostenlose Verfügbarkeit von #Urteilen ist tatsächlich ein wichtiger Aspekt der #Transparenz staatlichen Handelns, hier der #Justiz. Dass bislang eher wenig #Entscheidungen veröffentlicht werden, hat aber nichts mit Heimlichtuerei oder #Geheimjustiz zu tun. Vielmehr gibt es dafür v.a. zwei Gründe, die aber aktuell an Relevanz verlieren:

1. Bislang war die #Anonymisierung #personenbezogener Daten in Urteilen sehr aufwändig, weil von Hand vorzunehmen. In Kürze werden KI-Tools hierfür marktreif sein. Dann reduziert sich der händische Aufwand darauf, zu kontrollieren, ob auch alle relevanten Daten anonymisiert wurden.

2. Bislang haben #Richter*innen Urteile v.a. dann veröffentlicht, wenn darin "juritische Neuigkeiten" enthalten waren, also eine Änderung der #Rechtsprechung, erstmalige Auslegung neuer Normen u.ä. In Zeiten von KI werden Urteile aber auch als #Trainingsdaten interessant und für eine quantitative Auswertung. Von daher entwickelt die Justiz auch selbst ein größeres und in der Zielrichtung neues Interesse an steigenden Veröffentlichungsquoten.

Super wäre es, wenn damit auch ein Wandel in der Urteilssprache einhergehen könnte. Denn wenn Urteile auch für Nicht-Jurist*innen verständlich werden, ist das noch einmal ein wichtiger Beitrag zur Transparenz.

Im öffentlichen Sektor wird beim Thema #Digitalisierung stark für das #EfA-Prinzip geworben:

Die Idee ist theoretisch genial: eine/r entwickelt #Software, die alle brauchen (#EfA - einer für alle) - alle dürfen sie dann nutzen (#Nachnutzung). Geht schneller ⏱️ , braucht weniger Personal 🧍 , die Kosten 💵 können geteilt werden.

Trotzdem wird in der Praxis vieles mehrfach parallel entwickelt. In der #Justiz weiß ich von mindestens drei Tools zur #Anonymisierung von #Urteilen (wichtig für Veröffentlichung und als Datenbasis für #KI-Training), die zur Zeit parallel entwickelt werden.

Warum?

Weil alle Politiker*innen gern mit Foto 📸 in der Zeitung 📰 neue Software-Projekte verkünden, am liebsten mit KI.

Ärgerlich.
Aber es gibt eine Lösung.
Und zwar mit KI.

Ganz einfach: eine KI, die dem Einheits-Software-Projekt einen landes-, regions- oder kommunalspezifischen Namen gibt und in das Standardfoto der Presseerklärung einen lokal passenden Hintergrund einfügt sowie das Gesicht der verantwortlichen Politiker*innen.

Wetten, dass #efa und #Nachnutzung dann deutlich öfter klappen?

https://nachnutzung.info/articles/js2ej-hello-nachnutzung

#Rechtsstaat #Demokratie #Haushalt #Finanzierung #Digitalisierung #Justiz #Gerichte #JuraBubble #TeamResopal

@Orkan_der_rechtspflege

Hello Nachnutzung!

"Hello World!" Diese zwei Worte und das Ausrufezeichen haben mich seit Jahrzehnten begleitet. Und auch dieses Mal sollen sie an den Anfang.

Ist Dummheit gefährlicher als Bosheit? Bonhoeffer hatte Recht

Dr. Michael Blume schildert, warum er den 80. Jahrestag der NS-Ermordung von Dietrich Bonhoeffer als sehr belastend erlebte.

Natur des Glaubens

@kami_kadse @Saupreiss @BastaBerlin @gegenhartz EXAKT DAS IST DAS PROBLEM!

Was #Turbokapitalisten und #Antisoziale Arschgeigen nicht verstehen ist dass jener #SozialeFriede vorallem jene Schützt, die mehr haben as diese verkonsumieren können!

  • Eine Gesellschaft muss danach bewertet werden, wie diese #Marginalisierte behandelt.

Ein Staat, welcher nur jenen Menschen, die sich per #Lohnarbeit profitabel ausbeuten lassen #Grundrechte zuspricht ist genauso,#sozialdarwinistisch wie das NS-Regime und gehört genauso bekämpft.

Dass #Kapitalertrag nicht mindestens genauso hoch mit #Steuern und #Sozialabgaben belegt ist wie Lohnarbeit verstärkt die #Ungleichheit und gefärdet den #SozialenFrieden noch weiter.

Denn #WasDuErlaubstWirtWeiterGetanWerden trifft hier ganz besonders zu!

@openjur

Der Fall zeigt ein Dilemma:
- #OpenJur trägt zur Demokratisierung von #Recht bei + kann nix für mangelhafte #Anonymisierung in zugelieferten #Urteilen
- fehlende #DSGVO-Haftung bei bloßer Veröffentlichung könnte Tor für Missbrauch öffnen: nicht greifbare Quelle erstellt Inhalt + anderer veröffentlicht nur.

Lösungen?
- #Justiz veröffentlicht alle Urteile selbst
- im Übrigen: nur wenn Quelle voll haftet, ist Veröffentlicher frei.

Nicht banal.

Es ist wirklich schlimm, wie wenig Geschichtswissen in der Gesellschaft existiert. Wer die Geschichte der #RAF kennt, wird erkennen, dass die naechste Generation unweigerlich zu anderen Mitteln greifen wird.

Mit solchen #geschichtsvergessenen #Urteilen und der Reaktion von Politik und Exekutive wird eine kriminelle Generation unweigerlich herangezogen.

Das #Bürgergeld nur ein anderes Wort für #Nichtachtung von #Menschenrechten.

Wer nicht davon leben muss, hat #nicht das #Recht zu #urteilen ❗️

Bislang wird der Einsatz von künstlicher Intelligenz #KI vor allem im #Zivilrecht diskutiert. Es könnte aber auch Anwendungsfälle im #Strafrecht geben (kluger Artikel von #Janisch in der #Sueddeutsche anbei). KI kann im Trainingsdatenset vorhandene #Diskriminierung verstärken (#algorithm_bias). KI kann aber auch genau diese Diskriminierung in den menschengemachten #Urteilen aufdecken. Das sollte der erste Schritt sein, bevor KI Vorschläge für #Strafen machen darf.

https://www.sueddeutsche.de/politik/strafrecht-kuenstliche-intelligenz-strafen-urteile-justiz-1.5723941

Wie künstliche Intelligenz die Rechtsprechung gerechter machen kann

Das Projekt "Smart Sentencing" soll helfen, die bundesweit sehr unterschiedliche Strafpraxis einheitlicher zu machen.

Süddeutsche Zeitung