Gestern einige Stunden im Moorpflegeeinsaatz im Jeddeloher Moor in der Nähe von Oldenburg. Wir haben an verschiedenen Stellen junge Birkentriebe entfernt und größere Birkenwäldchen in Handarbeit gerodet - natürlich abgestimmt mit der Naturschutzbehörde. Die Birken entziehen dem Moor das Wasser, aber: Moor muss nass! Sonst entweichen große Mengen CO₂ aus dem trockenene Torf und der wertvolle Lebensraum geht verloren. Diese Moorpflege heißt: Entkusseln. Nasse Moore hingegen können große Mengen an CO₂ binden!

In Zeiten der eskalierenden Klimakatastrophe und des rasanten Artenschwunds frage ich mich immer wieder: warum müssen solche Moorpflegeeinsätze von Ehrenamtlichen in ihrer Freizeit erledigt werden? Wo ist die große staatliche Initiative und wo die staatlichen Mittel, um diese Arbeit großflächig und konsequent anzugehen? Ohne Moorschutz sind keine Klimaziele erreichbar!

#Moor #MoorMussNass #Oldenburg #Jeddeloh #Ammerland #mosstodon #Torfmoos #Sphagnum #entkusseln #Entkusselung #Moorschutz #Moorpflege #Naturschutz #Artenschutz #Klimaschutz #ClimateDiary

Emissions from European drained peatlands mapped in a 1x1km grid.
If this land is used for ruminant feed, the soil's CO2 emissions are worsened by adding burp-methane CH4.
https://www.nature.com/articles/s41467-025-65841-6
Worse still: drained lowland often can't return to peat growth. But ending drainage halts CO2.

The study also revealed "underreporting in National UNFCCC inventories, amounting to 59–113 Mt CO2e annually".

By the Godess Of Peat 😁 among others, Franziska Tanneberger.

Scotland's and Norway's peat is wet. 💞 So they not only do not emit forever-CO2, they actively remove carbon from the Earth system, and for far longer than trees do, near-forever for out intents and purposes.

Germany, UK, Ireland, Netherlands, Poland, Latvia, Lithuania, Estonia are the countries with systematic, close to 100% drained peatland. North-West Germany is the worst emitter from drained peatland AND all for grazing = CO2 plus burp-CH4.
Sweden and Finland grow trees on drained wetland so emissions balance temporarily.
While I haven't heard anything of Sweden's sink, Finland's forests turned from sink to source since around 2016, due to a combination of #climateChange with neoliberal politics where the guidance on sustainable forestry from a government body got privatised. The new forest management firms that now help private forest owners to make a profit, they just fell and forget to replant or something. I think, I posted about Finland's lost carbon sink a month ago?

#MoorMussNass #ClimateChange #Peatlands #UNFCCC #methane #ruminants #Wetlands

Identifying hotspots of greenhouse gas emissions from drained peatlands in the European Union - Nature Communications

An EU-wide analysis shows that drained peatlands are major, underreported sources of greenhouse gases. By mapping emission hotspots, the study provides guidance for targeted rewetting and strengthens the basis for climate policy and reporting.

Nature

A26 verhindert - als nächstes folgen A39 und A20!

Anfang Oktober hat das Bundesverwaltungsgericht die Planungen zur A26 kassiert - die Planungen haben Umweltauswirkungen und Klimaschutzbelange nicht ausreichend berücksichtigt.
Das Bundesverkehrsministerium hat das Milliardenprojekt nun von seiner Finanzierungsliste gestrichen. Damit rückt der Bau der seit Jahren umstrittenen Trasse, die die A1 mit der A7 verbinden sollte, in weite Ferne.

#stopa26ost
#moormussnass
#hamburg

Der #Heidbrook in #Oldenburg ist in Gefahr!

Am Donnerstag wird diese #Petition zur Unterschutzstellung dem Umweltausschuss der Stadt übergeben. Jetzt noch unterschreiben: https://weact.campact.de/petitions/offener-brief-fur-den-heidbrook-vereint-fur-die-unterschutzstellung

Die Stadt möchte eine Straße mitten durch das Gebiet bauen. Das muss verhindert werden!

Warum ist das wichtig?
🌱 Der Biotopverbund (Wald, Teiche, Feuchtwiesen) ist ein Hotspot der #Biodiversität
🐦‍⬛🦗🦇 In dem Gebiet konnten 47 Brutvogelarten nachgewiesen werden, außerdem mindestens 10 Fledermausarten und viele Heuschrecken, darunter auch seltene Arten wie die Sumpfschrecke und der Sumpf-Grashüpfer
🐸 Das Gebiet hat ein Amphibien-Vorkommen von landesweiter Bedeutung. Einige der Laich-Gebiete und viele der Wanderrouten der Amphibien würden durch die Straße zerstört
❗Mehrere der gefunden Arten sind #RoteListe Arten
🥾 Das Gebiet ist wichtig für die #Frischluftentstehung und dient der #Naherholung
💧 Die Böden (Podsol-Gley, z.T. Niedermoorauflage) sind wichtige #Kohlenstoffspeicher und #Wasserspeicher
🚲 Es gibt keine Notwendigkeit für den Straßenbau, alternative Verbindungen (für Rad, Bus und auch Auto) stehen zur Verfügung
📝📊 Das Bauvorhaben steht im direkten Widerspruch zu den Klimaschutzzielen der Stadt Oldenburg
🛣️ Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten - dabei will Oldenburg den #MIV reduzieren!

Mehr Infos: https://wald-wasser-wiesen-retten.jimdosite.com/

🧵 In diesem Thread werde ich einige Fotos posten, die ich allesamt in dem direkt betroffenen Gebiet geschossen habe.

#HeidiBleibt #WaldStattAsphalt #ClimateDiary #Artenschutz #NatürlicherKlimaschutz #Klimaschutz #Naturschutz #Klimakrise #Moor #MoorMussNass #Umweltschutz

Offener Brief für den Heidbrook: Vereint für die Unterschutzstellung!

Die ökologische Bedeutung des Heidbrooks Der Heidbrook, gelegen zwischen Oldenburg-Wechloy und Bürgerfelde südwestlich des Fliegerhorstes, ist ein Mosaik aus vielfältigen Lebensräumen: Teiche, Kesselmoor, Hecken, Nasswiesen und alte Baumbestände bilden einen Biotopverbund und bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Rückzugsort. Bereits 1994 wurde seine Bedeutung im Landschaftsrahmenplan als „landschaftsschutzgebietswürdig“ anerkannt. Als Schutzzweck für diesen „LWB 5...

WeAct

Warum werden aller Dringlichkeit des Natur- und Klimaschutzes zum Trotz seit Jahrzehnten immer mehr Autobahnen neu und bestehende immer weiter ausgebaut? Welche Rolle der #Bundesverkehrswegeplan dabei spielt, erläutert anschaulich dieser Hintergrund-Beitrag des #Deutschlandfunk:

https://www.deutschlandfunk.de/autobahn-ausbau-zukunft-100.html

Allen Urteilen und Gutachten des #BVerfG [1], des #EGMR [2] und des #IGH [3] hinsichtlich der unbedingten Notwendigkeit einer ambitionierten #Klimaschutzpolitik und der Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze hält die #Bundesregierung unbeirrt am bestehenden Verfahren der Bundesverkehrswegeplanung fest. Bei diesem spielen jedoch Klima- und Naturschutzziele und kaum eine Rolle, das ganze Verfahren ist vielmehr ein gigantisches Fehlanreizprogramm für Wahlkreisgeschenke von Abgeordneten und für induzierten Kfz-#Mehrverkehr.

Die der Planung zugrunde liegende Nutzen-Kosten-Analyse diente bisher dazu, möglichst viele Straßenbauprojekte wirtschaftlich erscheinen zu lassen. So können irreparable Klimaschäden mit potenziell aufsummierten angeblich eingesparten Zeitkosten ausgeglichen werden, z.B. von 15.000 Pkw, die über 80 Jahre Straßenlebensdauer am Tag jeweils durchschnittlich fünf Minuten Reisezeit einsparen). Die Auswirkungen des Straßenbau auf die Natur fließt bei der Nutzen-Kosten-Analyse gar nicht ein, die Klimafolgeschäden nur zu einem sehr geringen Teil. Und bezeichnenderweise wird eine Stunde Wartezeit eines Autofahrenden im Stau fünfmal höher bewertet als eine Stunde hochgerechneter Lebenszeit, die durch einen Unfall verloren geht [4].

Entsprechend fielen beim #BVWP2030 von 1.600 angemeldeten Projekten nur 15 als unwirtschaftlich durch – eine Erfolgsquote von über 99% [5]. Diese Rechnung war bisher schon unsinnig, aber mit den gestiegenem CO₂-Preis und Baukosten rentieren sich viele Projekte selbst nach dieser Rechnung nicht mehr.

All das interessiert Bund und Landesregierungen nicht: Die Interessen und Netzwerke der Auto- und #Straßenbaulobby wiegen schwerer [6].

Weitere Infos unter #BVWPNoFunFacts

Maßnahme zur Reform der Bundesverkehrswegeplanung bei #MappingZero: https://mappingzero.de/verkehr/verkehr-an-land/verkehr-an-land-ubergreifend/aufstellung-bvwp-gesetzlich-regeln

#BVWP #BVWP2030 #Bundesverkehrswegeplan #Verkehrsplanung #KleiKo #SchwarzRot #CDU #CSU #SPD #Klimaschutz #Naturschutz #Moorschutz #NatürlicherKlimaschutz #Renaturierung #MoorMussNass #Artenschutz #Rewilding #Straßenbaulobby #Autolobby #Naturzerstörung #Naturzerschneidung #Landschaftszerschneidung #Traffication #Waldzerstörung #WaldStattAsphalt #Autobahnbau #induzierterVerkehr #Fehlanreize #Wahlkreisgeschenke #NutzenKostenVerhältnis #NKV #NutzenKostenAnalyse #NKA #Verkehrswende #Mobilitätswende #ExterneKosten #CO2Preis #Klimafolgeschäden #Klimafolgekosten #Art20aGG #KlimaschutzIstMenschenrecht #A39 #KeineA39 #OlafLies #PatrickSchnieder #StoppAutobahnbau #AutobahnBaustopp #KeineAutobahnMehr

Ausbau der Autobahnen – Zwischen Wirtschaftsboom und Umweltsünde

Ein dichtes, intaktes Autobahnnetz gilt manchen als Geheimrezept für florierende Industrie und Wirtschaft. Andere befürchten vor allem Abgase und Klimasünden.

Deutschlandfunk
Moore als Teile der militärischen Verteidigung

Auch Natur kann eine Defensivwaffe sein: Moorforscher haben einen überraschenden Vorschlag, wie sich die Ostflanke der NATO sichern ließe.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

#moormussnass und wenn dann noch Strom produziert wird. Dufte!

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Forscher untersuchen Photovoltaik-Anlagen auf Moorböden bei Wiedervernässung – pv magazine Deutschland
https://www.pv-magazine.de/2025/03/17/forscher-untersuchen-photovoltaik-anlagen-auf-moorboeden-bei-wiedervernaessung/

Forscher untersuchen Photovoltaik-Anlagen auf Moorböden bei Wiedervernässung

Das Fraunhofer ISE und Partner erproben in einem Moor in Mecklenburg-Vorpommern verschiedene Anlagendesigns. Parallel dazu wird die Fläche wiedervernässt. Das Forschungsprojekt soll Aufschluss darüber geben, ob eine Wiedervernässung für Landwirte attraktiver wird, wenn dort zugleich Solarstrom erzeugt wird.

pv magazine Deutschland
Moore als Klimaschützer: Vom Kartoffelbauern zum Graswirt

Trockengelegte Moore sollen wieder unter Wasser gesetzt werden. Das ist effektiver Klimaschutz. Gibt es für Landwirte, die hier bisher Wiesen und Felder beackert haben, eine Zukunft?

Frankfurter Allgemeine Zeitung

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#moormussnass , dann klappt auch das Senken der Treibhausgase.

Das erste Bild zeigt fluffiges, nasses #torfmoos in einem restaurierten Abschnitt eines Moores,

das zweite Foto zeigt einen Acker im entwässerten Teil des selben Moores.
Der entwässerte Moorboden stößt permanent große Mengen CO² aus.
Die Erhöhung des Grundwasserpegels würde den Moorboden wiedervernässen und den Ausstoß an Treibhausgasen vermindern. Eine komplette Wiedervernässung würde ihn mittelfristig stoppen.

#klimaschutz

Durch die geplanten #BVWP Projekte würden Wald- und Moorgebiete zerstört, die zusammen ca. 2 Mio. t Kohlenstoff speichern, der sich bei Freisetzung zu 7,5 Mio. Tonnen CO2 verbinden würde

#BVWPNoFunFacts #Wälder #Moore #WaldStattAsphalt #MoorMussNass