«KI-Einführungen ohne Sicherheitsnetz:
Viele Schweizer Unternehmen implementieren KI schneller, als sie die damit verbundenen Risiken erkennen und verwalten können.»

…und wer zahlt dafür am Schluss? Genau alle und die Kunden sind dann am Klagen wegen den hohen Preisen im Alltag. Der naive Leichtglaube im Alltag.

🙄 https://www.inside-it.ch/ki-einfuehrungen-ohne-sicherheitsnetz-20260326

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KI-Einführungen ohne Sicherheitsnetz

Viele Schweizer Unternehmen implementieren KI schneller, als sie die damit verbundenen Risiken erkennen und verwalten können.

Nordhorn (ots) - Im Rahmen der bestehenden Kooperation hat die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim Vertreter der Ahmadiyya Muslim Jamaat-Gemeinde aus Nordhorn im Polizeikommissariat Nordhorn empfangen. Die Gäste wurden durch die Leiterin ...

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/104234/6243884

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POL-EL: Besuch der Ahmadiyya Muslim Jamaat-Gemeinde bei der Polizei in Nordhorn

Nordhorn (ots) - Im Rahmen der bestehenden Kooperation hat die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim Vertreter der Ahmadiyya Muslim Jamaat-Gemeinde aus Nordhorn im...

Presseportal.de

Nur wer in allem tut, was recht ist, wer stets die Wahrheit spricht, wer sich nicht durch Unterdrückung anderer bereichert, wer sich nicht durch Geschenke kaufen lässt, wer nicht zuhört und mitmacht, wo man Mordpläne ausheckt, wer nicht beifällig zusieht, wo Unrecht geschieht. Alle, die sich an diese Regel halten, werden auf sicheren Höhen wohnen und in Bergfestungen Zuflucht finden.
Jesaja 33,15-16 (GNB)

https://www.bibeltv.de/bibelthek/GNB/jes-33-15.16

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Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmet ihn nicht ins Haus auf und grüßet ihn nicht (Eig bietet ihm keinen Gruß; so auch v 11.)
Denn wer ihn grüßt, nimmt teil an seinen bösen Werken.
Elberfelder 1871 – 2.Johannes 10–11

Wenn also jemand zu euch kommt, der etwas anderes verkündet als diese Lehre (- oder als das, was Christus gelehrt hat. -), dann nehmt ihn nicht bei euch (- in eurem Haus. Entweder ein Privathaus (das dem Irrlehrer als Basis für seine Tätigkeit dienen würde) oder der Ort der Gemeindeversammlung (wo es zu einer offiziellen Begrüßung käme). -) auf und heißt ihn nicht willkommen! Denn wer ihn willkommen heißt, macht sich mitschuldig an seinem verwerflichen Tun.
Neue Genfer Übersetzung 2013 – 2.Johannes 10,11

Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, nehmt ihn nicht in die Wohnung und sagt ihm nicht: „Freue dich!“ (- einen Gruß, wie: „Freue dich!“ -),  denn wer ihm „Freue dich!“ sagt, nimmt teil an seinen bösen Werken.
Jantzen & Jettel – 2.Joh 10–11

Wenn jemand zu euch kommt und nicht die Wahrheit über Christus lehrt, dann ladet ihn nicht in euer Haus ein und ermutigt ihn auch sonst in keiner Weise. Wer ihn ermutigt, macht sich mitschuldig an seinem schlechten Tun.
Neues Leben – Bibel 2006 – 2.Joh 10,11

Sollte also jemand zu euch kommen, der euch etwas anderes erzählen will, den nehmt nicht bei euch auf und grüßt ihn nicht einmal.  Denn wer diesen Verführern auch nur Gutes wünscht, unterstützt sie und macht sich mitschuldig an all dem Bösen, was sie anrichten.
Hoffnung für Alle – 2.Johannesbrief 1:10,11

Da durch das Annehmen falscher Lehren alles auf dem Spiel steht, sogar die Gemeinschaft mit Gott, müssen ernste Warnungen vor denen folgen, die dies wollen, den Irrlehrern. Das Indefinitpronomen τις („jemand“) macht die Angabe nach der jeweiligen Person unbestimmt. Egal wer es ist, wenn die Kriterien zutreffen, nämlich, dass die Lehre Christi nicht gebracht wird, dann gelten die Aussagen, wie damit umzugehen ist. Mit dem Demonstrativpronomen ταύτην („diese“) nimmt Johannes Bezug auf die Lehre Christi, wie er sie im Vers davor genannt hatte (sog. Linksverweisung). Es wird sich nicht um ein generelles Verbot handeln, etwa Postboten etc., die keine Christen sind, in das Haus hereinlassen zu dürfen, obwohl diese i.d.R. auch nicht die Lehre Christi bringen. Vielmehr ist der Kontrast zu ταύτην („diese“) ja, irgendeine andere Lehre. D.h. es handelt sich um Personen, die eine falsche Lehre bringen und über das Wort Gottes, wie von Johannes beschrieben, hinausgehen bzw. etwas weglassen und nicht dabei geblieben sind, was von Anfang an in Gottes Wort gelehrt wurde. Durch die Verneinung mit μή statt mit οὐ wird klar, dass es kein Aussagesatz ist, sondern eine Feststellung, wie es de facto ist, also eine Aufforderung mittels eines Imperativs, obwohl λαμβάνετε („nehmt nicht auf!“) und λέγετε („sagt!“) formengleich mit dem Indikativ sind, jedoch aufgrund der Art der Verneinung als Imperative erkennbar sind. Flavius Josephus gebraucht die von Johannes gebrauchte Grußformel ebenfalls (Antiquitates Judaica 13.81): „Πτολεμαῖος δὲ προσδεξάμενος ἡδέως τὴν μνηστείαν ἀντιγράφει χαίρειν τε λέγων“. „Ptolemäus nun, nachdem er den Heiratsvorschlag wohlwollend erhielt, antwortete, indem er einen Gruß sagte“. Wie andere Beispiele im Neuen Testament zeigen (vgl. Matthäus 26,49; 27,29 etc.) wird es sich hier bereits um einen Willkommensgruß handeln, denn, da die Person gar nicht erst im Haus aufgenommen werden kann, kann es keine Verabschiedung in erster Linie beschreiben, obwohl es deutlich ist, dass diese ebenso wenig angebracht ist. Dies würden Mitteilungen bestätigen, wie etwa aus Attica (IG II.2 1099), die so überschrieben ist: „Πλωτεῖνα Σεβαστὴ πᾶσι τοῖς φίλοις χαίρειν“. „Plotina Augusta grüßt alle Freunde!“. Darauf folgt die Mitteilung. In den Anreden werden neben Freunden häufig auch höhergestellte und anerkannte Personen oder Institutionen in der Form gegrüßt: „Κόιντος Φάβιος […] τοῖς ἄρχουσι καὶ συνέδροις καὶ τῆι πόλει χαίρειν“. „Kointus Fabius […] grüßt die Führer und die Räte und das Volk“ (Rizakis, Achaïe III 5). In einem Grußwort in Delphi, Griechenland heißt es: „ἐπιφανέστατος Καῖσ̣αρ Δελφῶ[ν ἄρχουσι, βουλῇ], πόλει χαίρειν“. „Der allervortrefflichste Kaiser grüßt die Führer, den Rat, die Stadt der Delphier!“. Somit lässt sich sagen, dass in der Form Freunde, Autoritäten etc. gegrüßt werden und man wünscht ihnen damit Wohlergehen, all dies scheidet bei Johannes aus, wenn es sich um Gegner der Lehre Christi handelt. Ein Kontrastbeispiel zu dem, was Johannes schreibt, liest man in Homerus, Odysseia, 1.119ff „νεμεσσήθη δ’ ἐνὶ θυμῷ ξεῖνον δηθὰ θύρῃσιν ἐφεστάμεν· ἐγγύθι δὲ στὰς χεῖρ’ ἕλε δεξιτερὴν καὶ ἐδέξατο χάλκεον ἔγχος, καί μιν φωνήσας ἔπεα πτερόεντα προσηύδα· „χαῖρε, ξεῖνε, παρ’ ἄμμι φιλήσεαι· αὐτὰρ ἔπειτα δείπνου πασσάμενος μυθήσεαι ὅττεό σε χρή. ὣς εἰπὼν ἡγεῖθ’, ἡ δ’ ἕσπετο Παλλὰς Ἀθήνη“. „Besorgt aber im Inneren, dass ein Fremder lange vor den Türen steht, trat er nun herzu und ergriff ihre rechte Hand und nahm ihr den ehernen Speer ab und sprach zu ihr das geflügelte Wort: „Sei gegrüßt, Fremde, du sollst bei uns willkommen sein! Doch dann, wenn du das Essen genossen hast, sage, was immer du brauchst. Als er noch redete, ging er voran, Pallas Athene nun folgte“. Hier sieht man die normale Reihenfolge und nicht wie bei Johannes, nämlich erst die Aufnahme in das Haus und dann den Willkommensgruß. Somit kann man bei Johannes ein stilistisches Element Hysteron Proteron (ὕστερον πρότερον, d.h. das eigentlich Spätere kommt vorher) erkennen, wobei die übliche Reihenfolge vertauscht wird und offenbar Wichtigeres vorgezogen wird, obwohl dies der Abfolge nach üblicherweise danach geschieht. Ein Alltagsbeispiel davon ist etwa „sich Schuhe und Socken anziehen“. Dabei wird klar, dass dem Wichtigeren der Vorzug im Satz gegeben wird, obwohl der Ablauf sonst anders geschieht. Somit ist es Johannes wichtig, keine Aufnahme im Haus zu gewähren, aber sogar nicht einmal einen Gruß sagen. Obwohl beides untersagt ist, scheint es doch so zu sein, dass eine Aufnahme im Haus noch schwerwiegender falsch wäre als der Gruß allein. Jedoch drückt der Gruß, wörtlich genommen den Wunsch aus, der Gegenüber möge sich freuen (χαίρειν), das kann nicht die Intention sein, dies so zu wünschen, wenn dies bei einer Aktion geäußert wird, die gegen das Wort Gottes und die Lehre und die Person des Herrn Jesus gerichtet ist.

Mit γὰρ („denn“) begründet der Apostel, warum man falsche Arbeiter nicht grüßen oder gar aufnehmen kann, denn dies würde Identifikation und Einsmachung bedeuten. Der Böse könnte etwa sich ermutigt fühlen oder es als Bestätigung auffassen, was es auch de facto wäre, wenn er von Christen Unterstützung für sein falsches Tun bekäme, selbst wenn es nur ein Gruß ist. Damit sind nicht die brüderlichen Umarmungen gemeint, denn wie gezeigt, ist das hier gebrauchte Wort ja, die normale Begrüßungsformel, wie heute „Guten Tag“. Die Ablehnung des Herrn Jesus ist in den Augen Gottes so böse, dass nicht einmal die kleinsten Dinge der Unterstützung möglich sind. Diese Anweisung hat enorme praktische Bedeutungen, etwa wenn Sektierer an der Türe läuten oder in der Stadt auf Christen zukommen oder wie man sich Personen gegenüber verhalten muss, die als Böse aus der Mitte der Gläubigen hinausgetan wurden. In diesem Fällen können keine Nettigkeiten ausgetauscht werden.

P. Streitenberger – Der zweite Johannesbrief

εἰ m. Ind. indefiniter Fall (A342). λαμβάνετε Imp. εἰς οἰκίαν ins Haus (auch ohne Art. best., A106). χαίρειν Inf.; hier als griech. Grußformel: χαίρειν τινὶ λέγειν jmdm. den Gruß entbieten, jmdm. guten Tag sagen (B 2a). λέγετε Imp. 2Jh λέγων subst. κοινωνέω Anteil haben, erhalten od. nehmen τινί an etwas; hier sich mitschuldig machen an etwas (B 1bβ).

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Der gewöhnliche Gruß war der Friedensgruß, Richt. 19, 20 und andere, aber auch: „Gott sei dir gnädig“, 1Mos. 43, 29, oder: „Der Herr sei mit euch“, worauf entgegnet wird: „Der Herr segne dich“, Ruth 2, 4, sodass für grüßen auch segnen steht, 2Sam. 19, 40.
Näherstehende umarmen und küssen sich dabei 1Mos. 29, 11. 1Mos. 29, 13. Höherstehenden geht man entgegen, beugt sich bis zur Erde 1Mos. 18, 2, wirft sich zu Boden 2Sam. 9, 6, küsst die Füße 2Kön. 4, 27. Vielfach werden Begrüßungs- und Abschiedsgeschenke gegeben, besondere Ehrfurcht wird dem Alter bezeigt 3Mos. 19, 32. Aus der Umständlichkeit dieser Umgangsformen erklärt sich das Verbot 2Kön. 4, 29; Luk. 10, 4, während 2Joh. 10 damit den Abbruch der Gemeinschaft fordert, die sich auf „böse Werke“ nicht erstrecken darf, Vers 2Joh. 11.
Andererseits will Jesus, dass nicht nur die Brüder gegrüßt werden Matth. 5, 47. — Die Grußabschnitte in den neutestamentlichen Briefen, zum Beispiel Röm. 16, 1ff bezeugen die Innigkeit der persönlichen Verbundenheit in der Gemeinde. Die Grußformeln, Segenssprüche, zum Anfang und Schluss der Briefe lehnen sich an die allgemeine Briefform an, wie sie andererseits, die persönliche Ansprache in der Gemeindeversammlung vertretend, liturgisches Gepräge tragen, daher bei aller Mannigfaltigkeit der kasuellen Anwendung, die zum Teil den Grundton des ganzen Briefes voraus kundgibt (Gal. 1, 1 der Kampf um das Apostolat des Paulus, Röm. 1, 1–7 die Darlegung „seines“ Evangeliums), ihre wesentliche Übereinstimmung in sämtlichen paulinischen, 1. und 2. Petrus-, 2. Joh.-Brief der Wunsch der Gnade und des Friedens, das heißt der Gruß des Orients (siehe oben) und der griechischen Welt („Freude [chara] zuvor“, dafür charis = Gnade) in christlicher Vertiefung. Ohne Gruß ist der 1. Joh.-Brief, der Hebr.-Brief am Anfang.

Calwer Bibellexikon

Es geht hier bei der »Lehre« nicht um verschiedene theologische Standpunkte, sondern die Lehre macht deutlich, ob einer den Vater und den Sohn »hat« oder »nicht hat«, ob er also in seiner Lehre die Gemeinschaft mit dem Retter Christus ausruft oder von dem Retter Christus wegführt, die Christen also verführt und abführt in den ewigen Tod. Das ist die entscheidende Frage, und darüber muß es zur klaren Trennung kommen. Der Apostel sagt deshalb zu »der auserwählten Herrin« mit ihrem wohl gastfreundlichen Haus: »Nehmt ihn nicht ins Haus.« Die orientalische Sitte großen Gastfreundschaft bietet dem Gast das Haus als eigenes Heim auf Zeit an, was zu engster Gemeinschaft führt. Die kann es aber gegenüber den Irrlehrern nicht geben (Ps 26,4; 1. Kor 10,20; 2. Kor 6,14). »Wendet euch von ihnen ab«, schreibt auch Paulus (Röm 16,17), ja sogar: »Wenn jemand den Herrn nicht lieb hat, der sei verflucht« (1. Kor 16,22; vgl. auch 2. Thess 3,6; Tit 3,10). Auch der Gruß soll dem Irrlehrer verweigert werden, denn der Gruß ist Glück- und Segenszusage für den so Gegrüßten. Wie kann aber solches einem gewünscht werden, der zum Tod leitet? So würde sich der Christ mit dem Irrlehrer gemein machen und hätte »teil an seinen bösen Werken«, »würde teilhaben« (wörtlich). So hätte der Christ aber auch Anteil an der Schuld, die ein solcher Irrlehrer auf sich lädt, dadurch, daß er Menschen zum Verderben verführt. Da kann es nur eine klare Trennung geben, die sich auch äußerlich ganz konkret vollziehen muß.
Diese deutlichen Anweisungen klingen hart, aber so spricht die Liebe, gerade die christliche, vom Geist Gottes gewirkte Liebe. Beachten wir dabei viererlei: a) Es sind Anweisungen gegenüber Irrlehrern, gegenüber solchen also, die als Lehrer in der Gemeinde auftreten – damals wohl oft als reisende Wanderprediger –, die Einfluß in der Gemeinde gewinnen und Anhänger ihrer falschen Lehre sammeln wollen. Ihnen muß konsequent das öffentliche Auftreten verwehrt werden. Die Ablehnung ihnen gegenüber gilt ihrem Anspruch und ihrer Lehre, b) Die Christen sollen geschützt werden. Gerade in den jungen Gemeinden gab es sicher noch viele »Kinder im Glauben«, die noch nicht so gefestigt waren, daß sie diesen oft so volltönend auftretenden Irrlehrern gegenüber urteilen konnten. Das ist bis heute so. Auch die absurdeste Irrlehre, wo sie nur recht hochgestochen und theologisch verkleidet daherkommt, findet Anhänger. Es ist Aufgabe der »Hirten« der Gemeinde – und die »Herrin« ist dies für ihre Hausgemeinde –, die ihr Anvertrauten vor den »Wölfen im Schafspelz« zu schützen (vgl. Mt 7,15). c) Gerade die Liebe muß und kann deutlich und hart reden, nicht zuletzt um der Irrlehrer selbst willen. Ist das ein Tun der Liebe, wenn ihr verderbliches Handeln – das ihnen ja auch selbst zum Verderben wird – beschönigen, verdeckt oder gar gebilligt wird? Das wäre eine falsche Liebe, die die Bosheit nur noch wachsen und ausufern ließe. Die geistliche Liebe redet in suchender Härte zu dem, der sein und der anderen Verderben anrichtet, d) Das Gebot der Nächstenliebe ist ja nicht außer Kraft gesetzt. Käme solch ein Irrlehrer in äußere Not, gälte auch ihm das selbstverständliche Tun der barmherzigen Hilfe. Nur: Als Lehrer muß ihm gegenüber klare Distanzierung sein.

Krimmer – Edition C Bibelkommentar

Doch das Bleiben in der Wahrheit von Jesus Christus erfordert auch eine klare Absage an diejenigen, die falsche Lehren verbreiten. Deshalb setzt Johannes hinzu: Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, so nehmt ihn nicht ins Haus und grüßt ihn auch nicht. Zu Lebzeiten des Johannes waren Wanderphilosophen und umherziehende religiöse Lehrer ein vertrauter Anblick. Auch die christlichen Prediger reisten von Ort zu Ort und waren von der Unterstützung und Gastfreundschaft der verschiedenen Ortsgemeinden abhängig (3Joh 1,5-8). Doch die Leser des 2. Johannesbriefes werden dringend dazu aufgefordert, in solchen Fällen genau hinzusehen und zu -hören. Wenn jemand (in der Rolle eines Wanderapostels) zu ihnen „kommt“, ohne ihnen die gesunde Lehre (didachEn) zu bringen, so soll ihm keine Hilfe gewährt werden. Das griechische Verb für „bringen“ ist pherO („tragen“), ein Wort, das ebenfalls das Motiv des Reisens aufnimmt. Wenn die Wahrheit nicht zum „Reisegepäck“ gehört, so soll dem Reisenden von denen, die dieser Wahrheit treu bleiben, die Gastfreundschaft verweigert werden. (Den wahren Gläubigen dagegen muß in jedem Fall Gastfreundschaft gewährt werden; 3Joh 1,5.8.) Einem Verführer aber soll man nicht einmal den Willkommensgruß bieten, denn das würde bedeuten, an seinen bösen (ponErois; vgl. to ponEron, „der Böse“, 1Joh 2,13-14 ) Werken teilzuhaben. „Grüßt ihn“ (2Joh 1,10-11) heißt wörtlich „begrüßt ihn“. Das griechische Wort an dieser Stelle ist chairein, das mit chairO, „sich freuen, glücklich sein“, verwandt ist. Chairein war der übliche herzliche Willkommens- oderAbschiedsgruß, etwa im Sinne von „ich freue mich, dich zu sehen“ oder „Alles Gute“ (vgl. Apg 15,23; 23,26; Jak 1,1).
Für unsre heutigen Ohren klingt diese Anweisung unangemessen hart und engstirnig. Ein großer Teil der Probleme der modernen Welt liegen jedoch gerade darin, daß sie oft zu allzu großer Toleranz gegenüber religiösen Unterschieden neigt. Man muß der Tatsache ins Gesicht sehen, daß die Verfasser des Neuen Testamentes diese tolerante Haltung nicht teilten. Ihre Verpflichtung auf die Wahrheit und ihr Wissen um die Gefahren religiöser Irrtümer ließen sie mit äußerster Strenge gegen die Irrlehrer zu Felde ziehen. Es ist daher nicht verwunderlich, daß unsere moderne Zeit, die kein Gefühl mehr für die Gefahren der Häresie hat, auch ihre Überzeugung von der Wahrheit verloren hat.
Doch der Abschnitt darf auch nicht überinterpretiert werden. Johannes ging es um Irrlehrer, die sich aktiv dafür einsetzten, falsche Vorstellungen zu verbreiten. In dieser Tätigkeit sollen sie keinesfalls unterstützt werden. Schon ein simpler Gruß gab ihnen vielleicht ein Gefühl des Akzeptiertseins, das falsch verstanden werden konnte. Durch ihr abweisendes Verhalten sollten die Leser klarmachen, daß sie solchen Männern in keiner Weise in die Hände arbeiteten. Dieser Rat hat seine Gültigkeit bis heute nicht verloren. Johannes spricht die Frage, welche Bemühungen unternommen werden sollten, um diese Leute für die Erkenntnis der Wahrheit zu gewinnen, zwar nicht an. Doch es ist klar, daß alles getan werden muß, daß sie nicht durch eine Art Billigung ihres Irrtums noch tiefer in ihn hineingetrieben werden.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Der Autor verwendet den Begriff „Anti-Messias“ in Vers 7 als Neologismus (siehe auch 1. Johannes 2,18 und 4,3), um anzudeuten, dass die Gegner buchstäblich „gegen den Messias“ sind, und nicht als Hinweis auf einen bestimmten satanischen Vertreter.
Johannes warnt seine Leser davor, sich an ihren bösen Taten zu beteiligen (V. 11), indem sie ihre Überzeugungen annehmen oder ihre Propaganda in irgendeiner Weise unterstützen. Denn diese Lehrer, schreibt er, sind in die Welt hinausgegangen (V. 7 und 1 Joh 2,18-19), was darauf hindeutet, dass es sich um ehemalige Gemeindemitglieder handelt, die die Gemeinde verlassen haben und nun wahrscheinlich versuchen, andere für ihre Lehre zu gewinnen.

Die angesprochene Lehre ist dieselbe wie in 1. Johannes – die Verführer „erkennen das Kommen Jeschuas, des Messias, als Mensch nicht an (V. 7)“ und haben den Kreis der Gemeinschaften unter der Obhut und Autorität des Johannes verlassen (1. Johannes 2,19) und versuchen, andere zu beeinflussen. Es geht um den Glauben, dass Jeschua nicht leibhaftig gekommen ist.
Jobes weist darauf hin: „Das Partizip ‚kommen‘ (ἐρχόμενον) bezieht sich nicht auf ein zukünftiges Kommen, wie etwa das zweite Kommen Christi, sondern auf das vergangene Ereignis der Inkarnation.“ Sie fährt fort zu betonen:
Wahre Gotteserkenntnis findet sich nur in der Menschwerdung Jesu Christi, denn das Wort ist Fleisch geworden, um den sonst unsichtbaren Gott zu offenbaren (Joh 1,18). Daher erkennt jeder, der eine wahre Gotteserkenntnis hat, an, dass „Jesus Christus im Fleisch gekommen ist“, das heißt, dass der Sohn Gottes ein Mensch geworden ist. Diese Wahrheit spricht zweifellos gegen den Doketismus, aber auch allgemeiner gegen viele Formen des christologischen Irrtums.

Die besondere Formulierung „ist im Fleisch gekommen“ deutet darauf hin, dass die Debatte, die den Ältesten beschäftigte, wahrscheinlich mehr mit den Mitteln der Erlösung zu tun hatte als mit dem Wesen Jesu Christi … das Verb „kommen“ bedeutet in johanneischen christologischen Zusammenhängen nicht nur „auf der Bildfläche erscheinen“, sondern auch „heilsam handeln“ (siehe Johannes 5,43; 7,28; 8,42; 12,46; 16,28; 18,37). Während eine solide Christologie sicherlich auf der physischen Inkarnation Christi als ganzem Menschen besteht, war die volle Menschlichkeit Christi aufgrund seiner Rolle in Gottes Heilsplan als Sühneopfer für die Sünde notwendig.
Daher wird in Vers 11 davor gewarnt, eine Person, die das Gegenteil lehrt, auch nur zu grüßen, denn der Gruß war damals ein wesentlicher Bestandteil des sozialen Protokolls, und der Gruß (Shalom aleichem, „Friede sei mit dir“) war als Segen oder Gebet gedacht, um Frieden zu vermitteln.

Laut Keener:
In den Schriftrollen vom Toten Meer wurde derjenige, der einen Abtrünnigen aus der Gemeinschaft versorgte, als Sympathisant des Abtrünnigen betrachtet und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, ebenso wie der Abtrünnige selbst. Einen Irrlehrer zu beherbergen oder zu segnen, wurde daher als Kollaboration mit ihm angesehen.

Dies wird in ähnlicher Weise durch ein Zitat aus Avot von Rabbi Natan bestätigt:
Wer sich denen anschließt, die Übertretungen begehen, obwohl er nicht tut, was sie tun, wird dennoch wie einer von ihnen bestraft.

Rabbiner Joshua Brumbach – Die drei Briefe des Johannes – Hoffnung, Liebe und Bündnistreue

Nachdem diese falschen Lehrer von ihrem Herrn ausgesandt worden waren, um seine Leugnung des Vaters und des Sohnes zu verbreiten, trieben sie ihr böses Werk weiter und würden schließlich nach den Befürchtungen des Johannes zum Haus dieser Herrin kommen. Er hatte ihr die Möglichkeit mitgeteilt, wie sie die wahren von den falschen unterscheiden konnte. Deshalb sind, wenn sie erkennt, daß „jemand … diese Lehre nicht bringt“, die Anweisungen für sie eindeutig: „Nehmet ihn nicht ins Haus („in euer Haus“ GN) auf“. Welches Haus? Das Haus, wo sie Verantwortung und Autorität hat – nicht die Ortsgemeinde, sondern wörtlich „ihr eigenes Haus“. Dies deutet erneut darauf hin, daß sie Witwe war; kein Mann wird erwähnt, der in dieser Frage berücksichtigt werden mußte. Die Anweisungen für sie (und uns) lauten: „Nehmet ihn nicht ins Haus auf“, wenn er kommt; „Grüßet ihn nicht“ (Elberf), „bietet ihm auch keinen Gruß“ (Menge), wenn er weggeht. Einige argumentieren, daß dies unfreundlich, lieblos und unchristlich sei, doch sollten wir diejenigen aufnehmen, beherbergen und segnen, die Antichristen und Verführer sind sowie die Gottheit und das Menschsein des Herrn Jesus leugnen? Zweifellos hat man, wenn man sie empfängt, mit ihnen Gemeinschaft in ihrem bösen Werk der Leugnung des Christus. So müssen wir mit denjenigen umgehen, die in der festen Absicht ausgezogen sind, Menschen zu verführen und Ihn zu leugnen. Die von ihnen Irregeführten sind in Jud 1,22 angesprochen: „Und erbarmt euch der einen, die zweifeln“ (Rev.Elberf). Aber selbst hier müssen einfältige Gläubige vorsichtig handeln: „… der anderen aber erbarmt euch mit Furcht, indem ihr sogar das vom Fleisch befleckte Kleid haßt“ ( Jud 1,23 Rev.Elberf). Damit ist die Lehre eindeutig: solche nicht aufnehmen, nicht bewirten, nicht grüßen oder unterstützen. (Vergleichen wir das mit dem 3. Johannesbrief, wo Gajus für genau diese Aufmerksamkeiten gegenüber den wahren Dienern Gottes gelobt wird.) „Wenn die Anweisungen des Johannes anscheinend streng sind, liegt es vielleicht daran, daß seine Sorge um die Ehre des Sohnes und das Wohl der menschlichen Seele größer als unsere ist“ (Stott) oder daran, daß „die Toleranz, worauf wir stolz sind, in Wirklichkeit Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheit ist“ (Alexander). Möglicherweise ist es nur Feigheit – schämen wir uns des Herrn Jesus? Mangelt es an tiefer Überzeugung in Bezug auf die Ansprüche des Christus?
  „Zu dieser Zeit, als es keine Missionsorganisationen gab, um Unterstützung für die Mission weiterzuleiten, war die schlichte Wahrnehmung christlicher Gastfreundschaft gegenüber umherreisenden Lehrern und Evangelisten eine einfache Form missionarischer Hilfe“ (Burdick). Ist es nicht noch immer der beste, der schriftgemäße Weg? „Johannes untersagt eindeutig die Unterstützung aller, deren Lehre leugnet, daß Jesus der menschgewordene Sohn Gottes ist“ (Burdick).

„Wer ihn grüßt, nimmt teil an seinen bösen Werken.“ Teilnehmen ( koinoneo) bedeutet Anteil haben. Indem sie Unterkunft, Nahrung oder Proviant besorgte und Gottes Segen erbat, würde die Herrin unter Einsatz ihrer Kraft, Zeit und Mittel dazu beitragen bzw. daran beteiligt sein, die böse Lehre zu verbreiten und so dem Teufel bei seinem verwerflichen Werk helfen. Wenn man einen solchen Menschen in sein Haus aufnimmt, bietet man seiner falschen Lehre ein Zentrum, ein Hauptquartier, und bringt die eigenen Familienangehörigen in geistliche Gefahr. Das Wort für böse ( poneros) entspricht dem, was für „den Bösen“ benutzt wird (1Jo 2,13.14; 3,12; 5,18.19). Wir wollen lieber kein Komplize solch böser Taten sein. Einem Menschen „Gott sei mit dir“ (engl. Originaltext) zu sagen, läßt erkennen, daß wir den Wunsch zum Ausdruck bringen, daß Gott seinen Auftrag segnen möge. Der griechische Begriff entspricht dem normalen Gruß ( chairein, sich freuen; vgl. auch Konkordante: „Freuet euch!“). Das weist darauf hin, daß der Sprecher dem Reisenden Freude wünscht. Die Konkordante Übersetzung „Wer ihm sagt, sich zu freuen“ liegt daher dicht bei dem Gedanken, den Johannes meinte.

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

https://blog.thomas-pape.de/2026/03/26/wenn-jemand-zu-euch-kommt-und-nicht-die-wahrheit-ueber-christus-lehrt/ #Bibel #Glaube #Glauben #Gott
Evangelische Brüder-Unität

Diese Seiten informieren über die Herrnhuter Brüdergemeine, ihre Gemeinden, Ursprung, Glauben, weltweiten Beziehungen und heutigen Aufgaben.

@PC_Fluesterer

Das Wort #gullible bzw. #leichtgläubig ist auch zu hoch gegriffen. LLMs glauben gar nichts. Sie bewerten Wortfolgen statistisch und erzeugen daraus neue, wahrscheinliche Wortfolgen. #Glaube und #Wahrheit sind keine Kategorien für ein #LLM.

🎙️ Heute um 20 Uhr: Neue Ausgabe der „Musikschatzkiste“ mit Alfie Clown & Sven! Tauche ein in das Thema „Die dritte Seligpreisung“ – Kraft unter Kontrolle und Sanftmut als Stärke. Mit inspirierender Musik und tiefgehenden Gedanken. Jetzt reinhören: https://server33109.streamplus.de/stream.mp3 🎧✨

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Sie finden die #Welt ist ungerecht? Dann schauen Sie einmal auf die neue Website des Diözesanrates "Macht Kritisch Weltkirche" (https://www.dioezesanrat-freiburg.de/macht-kritisch-weltkirche-2/) Die Plattform richtet sich an alle, die #Gesellschaft und #Kirche aktiv und verantwortungsvoll mitgestalten wollen. Und die sich mit Verstrickungen in Machtstrukturen und globalen Ungleichheiten nicht abfinden wollen. #Gerechtigkeit #Macht #Glaube #Kirche

https://www.ebfr.de/detail/nachricht/id/239956-machtkritisch-handeln-kritisch-pruefen-und-urteilen-und-solidarisch-weltkirche-sein/?cb-id=12338390

MACHT KRITISCH WELTKIRCHE

Diözesanrat in der Erzdiözese Freiburg