Ich bin nicht gekommen, solche Menschen in Gottes neue Welt einzuladen, bei denen alles in Ordnung ist, sondern solche, die Gott den Rücken gekehrt haben. Sie soll ich dazu aufrufen, ihr Leben zu ändern.« (- solche Menschen …: wörtlich Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Umkehr. #Bibel
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https://blog.thomas-pape.de/2023/11/27/gerecht-oder-ungerechte-ii/

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen nicht eines Arztes, sondern die Kranken;
ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.

Elberfelder Bibel 1905 - Lk 5,31–32

Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: „Nicht die Gesunden benötigen5 einen Arzt, sondern die Kranken! #Bibel
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https://blog.thomas-pape.de/2020/04/17/gerecht-oder-ungerechte/

Laßt euch von niemand auf irgend eine Weise verführen, denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, daß zuerst der Abfall komme und geoffenbart worden sei der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens,
Elberfelder 1871 – 2.Thessalonicher 2,3

Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise irreführen! Denn ´vor dem Tag des Herrn` muss es zuerst noch zur großen Auflehnung gegen Gott kommen, und jener Mensch muss in Erscheinung treten, der alle Gesetzlosigkeit in sich vereinigt und der zum Verderben bestimmt ist (- der Verderben bringt. wörtlich und der Mensch der Gesetzlosigkeit wird offenbart werden, der Sohn des Verderbens. -).
Neue Genfer Übersetzung 2013 – 2.Thessalonicher 2:3

Es soll euch doch niemand in die Irre führen, in keiner Art und Weise! Denn dieser Tag kommt nicht, bevor nicht zuerst die allgemeine Abwendung von Gott kommt, und bevor nicht der Mensch, der die völlige Gesetzlosigkeit verkörpert, aus der Verborgenheit hervortritt. Er ist es, der das Verderben mit sich bringt, er,
Das Buch – neues Testament und Psalmen – 2009 – 2.Thess 2,3

ἐξ-απατήσῃ Aor. Konj. -απατάω betrügen, täuschen; prohibitiver Konj. (A256). τρόπος Art und Weise; μή τις … κατὰ μηδένα τρόπον niemand … auf irgendeine Weise (Neg. verstärken einander, A310). ὅτε denn; erg.: dies wird nicht geschehen. ἔλθῃ Aor. Konj. ἔρχομαι. ἀπο-στασία Abfall, Auflehnung (gegen Gott). ἀπο-καλυφθῇ Aor. Konj. Pass. -καλύπτω54 offenbaren, enthüllen. ἀνομία Gesetzlosigkeit (als Gesinnung); gesetzwidrige Tat; gen. qualitatis (A160): der Mensch der Gesetzlosigkeit (d. h. der Mensch, der alles Böse in sich vereint [GN]). ἀπ-ώλεια (< ἀπ-όλλυμι) Verderben; υἱὸς τῆς ἀπωλείας Sem. (A157) Sohn des Verderbens, d. h. der, dessen Untergang besiegelt ist.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

2, 3 A: Wenn nicht zuvor der Abfall gekommen.

Die Zeit unmittelbar vor den Tagen des Messias wird nach altsynagogaler Anschauung eine Zeit völliger Entartung sein, s. den Exkurs: Vorzeichen u. Berechnung der Tage des Messias. Ein Zeichen dieser Entartung wird unter andrem der Abfall von Gott u. seiner Tora sein.

Henoch 93, 9: Darnach wird sich in der siebenten (Welt-) Woche ein abtrünniges Geschlecht erheben; zahlreich werden seine Taten sein u. alle seine Taten werden Abfall sein. — Vgl. das. 90, 26: Man brachte jene verblendeten Schafe (die abtrünnigen Israeliten); alle wurden gerichtet, für schuldig befunden u. in jenen Feuerpfuhl geworfen. ‖ Jubil 23, 16 ff.: In diesem Geschlechte werden die Kinder ihre Eltern u. ihre alten Leute schelten, … weil sie den Bund verlassen, den Gott zwischen ihnen u. sich geschlossen hat … Denn sie haben Gebot u. Bund u. Fest u. Monat u. Sabbat u. Jubiläen u. alle Rechtsbestimmung vergessen … ‖ Philo, De execrat § 6 s. bei Röm 11, 17 S. 291 Anm. b. ‖ Schab 138b s. bei 1 Kor 1, 19 Nr. 2 S. 324; die Fortsetzung Schab 138b Bar s. bei Mt 5, 6 S. 202 unten. Vgl. auch Mekh Ex 12, 26 (16a).


2, 3 B: Und der Mensch der Ruchlosigkeit offenbar geworden ist.

Mit dem ἄνθρωπος τῆς ἀνομίας ist nach dem übereinstimmenden Urteil der Ausleger der „Antichrist“ gemeint. — ἀντίχριστος α. allgemein = „Gegner, Widersacher des Christus“; so der Plural ἀντίχριστοι 1 Joh 2, 18, ferner 1 Joh 2, 22 u. 2 Joh 7; β. speziell = „Gegenmessias“, also einer, der sich an Christi Stelle setzt; so der Singular 1 Joh 2, 18 u. 4, 3. Nach der Schilderung, die der Apostel an unsrer Stelle in Vers 4 u. 9 ff. gibt, hat auch er in dem „Menschen der Ruchlosigkeit“ eine Persönlichkeit gesehen, die mit dem Anspruch auftreten wird, der rechte Messias zu sein. — Die altjüdische Literatur hat keinen Ausdruck, der dem ἀντίχριστος entspricht;a auch in sachlicher Hinsicht bietet sie so gut wie keine Berührungspunkte mit der neutestamentlichen Vorstellung vom Antichrist. Das hängt damit zusammen, daß die Gegnerschaft gegen den Messias der Synagoge ausschließlich auf dem politischen Gebiet liegt — als sein Widersacher kommt in Betracht meist der letzte Regent Roms,b vielfach auch Gog u. Magogc —, während ein religiöser Gegenmessias, also der Antichrist im neutestamentlichen Sinn, der alten Synagoge überhaupt nicht bekannt ist.d Erst die nachtalmudische Zeit hat die zwiefache Vorstellung von dem letzten Tyrannen der Endzeit u. von dem antimessianischen Lügenpropheten in der Person des Armilos zusammengefaßt, der als letzter u. gefährlichster Gegner des jüdischen Volks u. seiner Messiasse am Ende der Tage hervortreten wird. Dieser Armilos,e von Leuten der Weltvölker, nach einer andren Tradition vom Satan selbst, aus der Marmorstatue einer schönen Jungfrau in Rom erzeugt, tritt mit der Behauptung auf, daß er der Christus der Weltvölker sei. Nachdem er als solcher allgemein anerkannt ist, verlangt er die gleiche Anerkennung von den Juden. Der Messias b. Joseph (s. bei Lk 24, 26 S. 292) versagt ihm dieselbe u. fällt im Kampf gegen ihn. Darauf zieht Armilos gegen Jerusalem, um Rache zu nehmen, findet aber hier sein Ende, indem der Messias b. David ihn mit dem Hauch seines Mundes tötet (Jes 11, 4).f — Der Christus der Christenheit also dereinst der unterliegende Antimessias des jüdischen Messias.

a. Der Ausdruck אַנְטִיקְרִישְׂטוֹ = ἀντίχριστος erst in der nachtalmudischen Literatur. Othoth ha-Maschiach (Beth ha-Midr 2, 60, 20): Dieser Widersacher השמן זה (Armilos), den die Völker „Antichrist“ nennen usw.
b. Apok Bar 39, 7; 40, 1 f. s. bei Mt 1, 1 S. 11 Anm. c.
c. Zu Gog u. Magog s. bei Apg 4, 25 B S. 633 u. bei Offb 20, 8 f. — Einigemal wird vom Tyrannen der Endzeit geredet, ohne daß des Messias Erwähnung geschieht. So Ass Mos 8, 1 ff.; 4 Esra 5, 6; pTaʿan 1, 1 (63d); die letzte Stelle s. bei Mt 4, 17 A Nr. 1 S. 162.
d. Die Stelle Orac Sib 3, 63 ff. rührt von christlicher Hand her (s. Schürer 34, 579): Von den Sebastenern (Sebaste = Samaria) wird nachher Beliar kommen u. wird hohe Berge erstehen machen, stillstehen machen das Meer, die feurige große Sonne u. den glänzenden Mond, u. auch die Toten wird er erstehen machen, u. viele Zeichen bei den Menschen tun. Aber nicht Vollendung wird in ihm sein, sondern (nur) Irreführung, u. so wird er viele Menschen irremachen, sowohl gläubige u. auserwählte Hebräer als auch andre gesetzlose Männer, die noch nie die Rede Gottes gehört haben. — Während hier Beliar (= Satan) selbst als der Lügenprophet der Endzeit erscheint, sieht der Apostel nach 2 Thess 2, 9 in dem ἄνθρωπος τῆς ἀνομίας ein Werkzeug des Satans; Beliar = Satan auch 2 Kor 6, 15. — Ebenso ist als christliche Interpolation anzusehen Sib 2, 165 ff.: Die Vernichtung ist nahe, wenn statt der Propheten lügenhafte Betrüger sich nahen, auf Erden redend. Und auch Beliar wird kommen u. den Menschen viele Wunder tun. Dann wird Unruhe sein den heiligen Männern u. auserwählten Gläubigen, u. geschehen wird ihre u. auch der Hebräer Ausplünderung.
e. אַרְמִילוֹס, auch ארמילאוס (Nistaroth RSchim b. Jochai in Beth ha-Midr 3, 80, 9), ist gedeutet worden α. aus ἐρημόω u. λαός = „Volksverderber“, worin einige zugleich eine Anspielung auf Bilʿam gefunden haben; β. = Ῥωμύλος (Romulus), so daß der erste König Roms als Typus aller römischen Regenten gedacht wäre; γ. = Ἀρειμάνης (Ahriman); δ. = Armillatus, als Anspielung auf den Kaiser Gaius Caligula, der zuweilen Frauenarmbänder (armillae) trug; ε. = Ἕρμιλος, griech. Eigenname, der syrisch Armilos lautet. An diese Deutung anknüpfend, sagt Dalman, Der leidende u. der sterbende Messias der Synagoge S. 14 Fußnote 1: „Ἕρμιλος … stellt den so benannten in Beziehung zu Hermes. Der Völkerfürst führt den Namen, weil von einer Bildsäule (Herme) geboren.“ Hierzu s. in Anm. f.
f. Die früheste Stelle, die den Armilos erwähnt, ist Targ Jes 11, 4: Er (der Messias) wird richten in Gerechtigkeit die Dürftigen (Armen) u. in Treue (Wahrhaftigkeit) zurechtweisen die, die Leute des Landes elend machen; er wird die Schuldbeladenen des Landes mit dem Wort seines Mundes schlagen, u. mit dem Reden seiner Lippen wird er Armilos, den Gottlosen, töten. — Doch ist אַרְמִילוֹס hier eine spätere in den Text eingedrungene Glosse, s. Dalman, Aram. Dialektproben, in Monatsschrift für Gesch. u. Wissensch. des Judentums 1897 S. 328. ‖ Targ Jerusch I Dt 34, 3: (Gott zeigte dem Mose vom Nebo aus die Ereignisse der Zukunft, die an die einzelnen Örtlichkeiten des Landes sich knüpfen werden; dabei auch) den König Roms, der sich mit dem König des Nordens verbünden wird, um die Bewohner des Landes (Israel) zu verderben, … u. die Bestrafung des gottlosen Armalgos (ארמלגוס = ארמילוס, s. Krauß, Lehnwörter 1, 243) u. die Schlachtreihen Gogs, u. zur Zeit dieser großen Not wird Mikhaël sich erheben mit seinem Arm als Erlöser. ‖ Midrasch Vajjoschaʿ (Beth ha-Midr 1, 56, 13): Nach ihm (Gog) wird ein andrer König aufkommen, ein gottloser u. frechen Angesichts (vgl. Dn 8, 23), u. er wird mit Israel drei Monate Krieg führen, u. sein Name ist Armilos ארמילוס. Und dies sind seine Kennzeichen: er wird kahlköpfig sein, u. von seinen Augen ist das eine klein u. das andre groß; sein rechter Arm ist eine Handbreite lang u. sein linker 2½ Ellen. Und er wird Aussatz auf seiner Stirn haben, u. sein rechtes Ohr ist taub (verschlossen) u. das andre geöffnet. Wenn jemand kommt, um ihm Gutes zu sagen, neigt er ihm sein geschlossenes Ohr zu, u. wenn ihm jemand Schlechtes sagen will, neigt er ihm sein offenes Ohr zu (er hat also nur an Bösem Wohlgefallen). Und er wird nach Jerusalem hinaufziehen u. den Messias b. Joseph töten, s. Sach 12, 10. Darauf wird der Messias b. David kommen, wie es heißt: Siehe, mit den Wolken des Himmels kam ein Menschenähnlicher Dn 7, 13, u. hinterher steht geschrieben: „Und ihm wird sein (so wird Dn 7, 14 zitiert) Macht u. Ehre u. Herrschaft“, u. er wird den Armilos, den Gottlosen, töten, wie es heißt: Und mit dem Hauch seiner Lippen wird er den Gottlosen (Bösewicht, רָשָׁע) töten Jes 11, 4. ‖ Ausführlich handeln von Armilos Sepher Zerubbabel (Beth ha-Midr 2, 55, 11), Othoth ha-Maschiach (das. 2, 60, 16), Nistaroth R. Schimʿon b. Jochai (das. 3, 80, 8) u. Tephillath R. Schimʿon b. Jochai (das. 4, 124, 25). Wir geben hier die letzte Stelle wieder: Man hat gesagt, daß es in Rom eine Marmorstatue אבן של שיש (wörtlich: Marmorstein) gibt, die das Aussehen einer schönen Jungfrau hat u. erschaffen ist seit den sechs Schöpfungstagen. Und es werden nichtsnutzige Menschen von den Völkern der Welt kommen u. sie beschlafen, u. sie wird schwanger werden u. am Ende von neun Monaten platzen, u. es wird hervorgehn ein Männliches in Menschengestalt; seine Länge beträgt 12 Ellen u. seine Breite 2 Ellen; seine Augen sind rot, tückisch עקומות (in Othoth ha-Maschiach [2, 60, 22] עמוקות = tiefliegend), das Haar seines Kopfes ist rot wie Gold u. die Schritte seiner Füße sind ירוקים (= grün oder gelb, sinnlos; vielleicht zu lesen רהוקים = weit), u. er wird zwei Scheitel haben, u. man wird ihn Armilos nennen. Dieser wird zu den Römern (eigentlich: zu Edom = Esau = Rom) gehn u. zu ihnen sagen: „Ich bin euer Messias, ich bin euer Gott“, u. er wird sie irreführen. Sofort glauben sie an ihn u. machen ihn zum König; u. alle Kinder Esaus (Kinder Roms = christliche Welt) verbünden sich mit ihm u. kommen zu ihm. Und er geht u. verkündet allen Ländern u. spricht zu den Kindern Esaus: Bringet mir meine Tora, die ich euch gegeben habe! Und während die Völker der Welt noch kommen, bringen diese das Buch (folgt in der Handschrift ein getilgtes Wort; nach Othoth ha-Maschiach wäre zu ergänzen: תפליתם = „ihrer Albernheit“, Bezeichnung des NT.s). Und er spricht zu ihnen: Das ist es, was ich euch gegeben habe! Und weiter sagt er zu ihnen: Ich bin euer Gott u. ich bin euer Messias u. euer Gott! In jener Stunde sendet er zu Nechemja (b. Chuschiël, Name des Messias b. Joseph) u. zu ganz Israel u. läßt ihnen sagen: Bringet mir eure Tora u. bezeuget mir, daß ich Gott bin! Und alsbald geraten alle Israeliten in Staunen u. in Furcht. Aufmachen aber wird sich in jener Stunde Nechemja u. drei Männer mit ihm von den Söhnen Ephraims, u. sie gehen mit ihm, indem sie das Buch der Tora bei sich führen; u. sie lesen vor ihm: „Ich bin Jahve dein Gott“, „Nicht sollst du einen andren Gott außer mir haben“ Ex 20, 2 f. Dann wird er zu ihnen sagen: In eurer Tora steht überhaupt nichts von diesem, u. ich lasse euch nicht eher los, als bis ihr glaubt, daß ich Gott bin, gleichwie die Völker der Welt an mich glauben. Sofort erhebt sich Nechemja gegen ihn u. sagt zu ihm: Du bist nicht Gott, sondern der Satan! Da wird er zu ihnen sagen: Warum belügt ihr mich? Ich werde befehlen euch zu töten. Und er spricht zu seinen Dienern: Ergreifet den Nechemja! Aber sofort wird sich dieser u. 30 000 Helden aus Israel erheben u. mit ihm kämpfen, u. er tötet vom Heere des Armilos 200 000. Da wird der Zorn des Armilos entbrennen, u. er versammelt alle Streitkräfte der Völker der Welt u. führt mit den Kindern Israel Krieg u. tötet von den Israeliten tausendmaltausend, u. auch den Nechemja wird er töten zur Mittagszeit, s. Am 8, 9. (Israel flieht darauf in die Wüste, Armilos zieht gegen Ägypten nach Dn 11, 42 u. wendet sich dann wiederum gegen Jerusalem, um es zu zerstören Dn 11, 45. Da offenbart sich der Messias b. David u. Gott selbst kämpft gegen Armilos u. seine Scharen. In diesem Kampf wird nach den Parallelen auch Armilos getötet.)

Strack & Billerbeck – Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch

Zuerst wird es einen »Abfall« geben. Was bedeutet das? Wir können nur annehmen, dass es sich um ein völliges Aufgeben des christlichen Glaubens handelt und man ganz bewusst biblische Inhalte ablehnt.
Dann erhebt sich ein großartiger Weltpolitiker. Vom Charakter her ist er der »Mensch der Sünde« (Schl 2000) oder »der Gesetzlosigkeit«8, d. h. die Verkörperung der Sünde und der Auflehnung. Von der Bestimmung her ist er »der Sohn des Verderbens«, er ist auf ewig verurteilt.
In der Schrift finden wir viele Beschreibungen von wichtigen Persönlichkeiten, die sich während der Großen Trübsal erheben werden. Es ist schwer zu entscheiden, welche Namen sich auf dieselbe Person beziehen. Einige Exegeten glauben, dass der Mensch der Sünde ein jüdischer Antichrist sein wird. Andere lehren, dass er der heidnische Herrscher des wiedererstandenen Römischen Reiches sein wird. Hier folgen die Namen einiger der großen Herrscher der Endzeit:
… der Mensch der Sünde und Sohn des Verderbens (2. Thess 2,3)
… der Antichrist (1. Joh 2,18)
… das kleine Horn (Dan 7,8.24b–26)
… der König mit dem harten Gesicht (Dan 8,23–25)
… der kommende Fürst (Dan 9,26)
… der König, der nach seinem Belieben handelt (Dan 11,36)
… der nichtige Hirte (Sach 11,17)
… das Tier aus dem Meer (Offb 13,1–10)
… das Tier aus der Erde (Offb 13,11–17)
… das scharlachrote Tier mit sieben Köpfen und zehn Hörnern (Offb 17,4.8–14)
… der König des Nordens (Dan 11,6)
… der König des Südens (Dan 11,40)
… der falsche Prophet (Offb 19,20; 20,10)
… Gog aus Magog (Hes 38,2–39,11) [nicht zu verwechseln mit dem in Offenbarung 20,8 vorkommenden Gog, der sich nach dem Tausendjährigen Reich erhebt]
… der in seinem eigenen Namen kommt (Joh 5,43)
»Der Mensch der Sünde« ist durch die Jahrhunderte schon auf viele historische Institutionen oder Menschen gedeutet worden. Er ist mit der katholischen Kirche, dem Papst, dem Römischen Reich und der endzeitlichen Form des abgefallenen Christentums gleichgesetzt worden. Infrage kamen auch der wiederauferstandene Judas, der wiederauferstandene Nero, der jüdische Staat, Mohammed, Luther, Napoleon, Mussolini, Hitler und der fleischgewordene Satan.

MacDonald – Kommentar zum Neuen Testament

Irrlehre kann nicht nur Unruhe erzeugen; letztlich verführt sie, bringt vom rechten Weg ab und stürzt den Menschen ins Unheil. Daher spricht Paulus eine deutliche Warnung aus: »Keiner soll euch täuschen auf irgendeine Weise.« In ähnlicher Weise hatte Jesus von der irreführenden Behauptung gesprochen, der Messias sei bereits gekommen: Mk 13,5f. Hier wie dort ist davon die Rede, daß die Erwartung der Gemeinde durch eine verführerisches »Siehe hier! Siehe da!« angefochten wird. Daraus erwächst die Gefahr, den Betrüger für den Herrn der Gemeinde zu halten.
Vor dem Kommen Jesu ereignen sich gewisse Geschehnisse (vgl. erneut Mk 13,7f.). Der Satz in V. 3b und 4 bildet im Griechischen einen Anakoluth, d.h. einen Satz, der plötzlich abbricht und daher unvollständig bleibt. So wäre sinngemäß am Ende von V. 4 etwa zu ergänzen: »…, so kommt der Tag des Herrn noch nicht.«
Was der Wiederkunft vorauszugehen hat, wird in doppelter Weise beschrieben: »Wenn nicht zuerst der Abfall kommt, und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der Sohn des Verderbens, offenbart wird«.
Es ist möglich, hierin zwei getrennte Vorgänge zu sehen: das Kommen des Abfalls und die Offenbarung des Menschen der Gesetzlosigkeit. Näher liegt, den »Abfall« (griech. »apostasia«) im Zusammenhang mit dem Hervortreten dieser geheimnisvollen Figur zu sehen. »Zuerst« bezieht sich dann darauf, daß dieses Ereignis vor Jesu Kommen eintreten wird.
»Abfall« ist im säkularen Bereich die militärische Revolte. In der LXX wird damit die Rebellion gegen Gott ausgedrückt (Jos 22,22; 2. Chr 29,19; Jer 2,19), insbesondere die Mißachtung des göttlichen Gebots in der Zeit der Makkabäer (1. Makk 2,15). Im NT ist davon die Rede, daß am Ende der Zeiten die Feindschaft gegen Gott, wie auch die Ungerechtigkeit insgesamt zunehmen werden (Mt 24,12; 2. Tim 3,1–9).
Der »Mensch der Gesetzlosigkeit« (vgl. Ps 89,13 LXX: der Sohn der Gesetzlosigkeit) ist ein Ausdruck, der uns nur hier begegnet. Offenbar handelt es sich um einen menschlichen Gegenspieler Gottes, der von Satan zu unterscheiden ist (vgl. V. 9). Zu erinnern ist an den Antichristen (1. Joh 2,18.22; 4,3; 2. Joh 7), sowie an die Tiere von Offb 13.
»Gesetzlosigkeit« meint damit in diesem Zusammenhang nicht die Übertretung einzelner Gesetze, sondern wird zur umfassenden Bezeichnung für die Rebellion gegen Gott insgesamt. Die so charakterisierte Person stellt demnach den Inbegriff des Gegenspielers Gottes dar. Obwohl schon vorhanden, wird diese Figur am Ende der Zeiten »offenbart« werden.
Eine weitere Umschreibung kennzeichnet sie als den »Sohn des Verderbens«, der Verderben bringt und selbst dem Untergang geweiht ist (vgl. Jes 57,4; Joh 17,12).

Hahn – Edition C Bibelkommentar

Sie sollten sich von niemand verführen oder betrügen lassen, auf keinen Fall. Beachten wir die doppelte Verneinung als Ausdruck der Betonung. Der Herr Jesus kommentierte diese grundsätzlichen Ereignisse in Mt 24,4-6 mit ähnlichen Worten. Betrügen oder verführen, wie im Fall Evas in 1.Tim 2,14, steht oft in Verbindung mit Satan. »Auf irgendeine Weise« erweitert das Spektrum hinsichtlich der in V. 2 erwähnten Methoden. Paulus war sich ständig des möglichen Wirkens betrügerischer Arbeiter (2.Kor 4,2; 11,13) bewußt und derer, die viele »verführen« (2.Tim 3,13). 2.Joh 1,7 verbindet zutreffend Verführung mit dem Antichristen, in Übereinstimmung mit 2.Thess 2,10. »Dieser Tag kommt nicht« (obwohl nicht im Grundtext) ist hier zu Recht eingefügt worden (so auch bei Luther ’12 und ’56, Rev Elberf, Wilckens) um den Sinn der Stelle zu verdeutlichen. »Es sei denn, daß zuerst der Abfall komme« ist wörtlich »weil wenn nicht der Abfall zuerst kommt«. Die Majestät dieses Ausdrucks sollte uns deutlich werden: alle hier detailliert genannten Geschehnisse sind Gottes Zeitplan unterworfen.
Das Wort »denn« oder »weil« ( hoti ) ist bedeutsam für die Darlegung des Grundes für Paulus‘ Behauptung, daß »der Tag« noch nicht über sie gekommen sei, ja in der Tat überhaupt nicht über sie kommen könne. Beachten wir den bestimmten Artikel vor »Abfall«, der deutlich macht, daß es nicht nur ein den Thessalonichern bekanntes Ereignis war, aber auch weit mehr als eine einzelne Person, die vom Glauben abfiel wie in 1.Tim 4,1, ja viel mehr sogar als der teilweise Abfall im Zeitalter der Gemeinde. Es war das, was Paulus ihnen, als er noch unter ihnen war, über den schrecklichen letzten Akt der trotzigen Herausforderung des Menschen gegenüber Gott gesagt hatte; die Rebellion gegen jedes Wort, Werk, ja jeden Gedanken von und über Gott. Es ist ein Geschehnis, ebenso gekennzeichnet, spezifisch und einzigartig wie jenes andere große Geschehen, das noch kommen muß und ebenso den bestimmten Artikel zur besonderen Kennzeichnung trägt, nämlich »die Drangsal«. Es stellt ein Ereignis ohne jede Präzedenz und Beispiel dar. Im Griechischen wird das Wort »Abfall« ( apostasia ) im militärischen Sinn für die Fahnenflucht eines Soldaten von seiner Armee gebraucht; in der politischen Sphäre für Rebellion gegen die Autorität; in der Schrift spricht es vom Verlassen oder der Abkehr von einmal gekannter Wahrheit über Gott, einer totalen Absage an die Wahrheit. Dies ist der abschließende Akt des »Tages des Menschen«, der seinen Keim in der Versuchung in Eden hatte, sich deutlich in Babel zeigte (wo Nimrod der große Typus des Antichristen ist), dessen Bekenntnis: »Es gibt keinen Gott für mich!« (Ps 14,1) ist und dessen Kurs in Röm 1 beschrieben ist.
Einige vertreten die Auffasung, daß das griechische prôton (»zuerst«) das erste von zwei aufeinanderfolgenden Ereignissen andeute, und zitieren Apg 1,1 als Beispiel. Während dies im allgemeinen die Bedeutung des Wortes ist, so ist es doch nicht korrekt, daraus abzuleiten, wie es einige getan haben, daß »der Abfall« und »das Geoffenbartwerden des Menschen der Sünde« die beiden angedeuteten Ereignisse wären, denn es sind »der Abfall« und »der Tag des Herrn«.
Der Apostel zeigt nun das letztendliche und schreckliche Resultat der Abkehr von Gott, indem er es in einer einzigen Person gipfeln läßt. Der Mensch muß einen Gegenstand der Verehrung haben. Röm 1 macht dies klar, denn als er sich von der Verehrung Gottes abwandte, tauschte er die Herrlichkeit seines Schöpfers gegen ein in Gleichheit des Geschöpfs gemachtes Götzenbild ein, wenn er auch in gewissem Sinn mit diesem Götzenbild Gott gedanklich verband (2.Mo 32,5); daraus folgen zwangsläufig furchtbare moralische Konsequenzen. Aber einige mußten noch weitergehen; der Mensch gab seinem Unwillen Gott gegenüber Ausdruck, indem er die Wahrheit Gottes gegen »die Lüge« eintauschte (Röm 1,25). Gott war bis zu einem gewissen Grad beiseitegesetzt und ersetzt, die Sünde vertieft worden, und doch, das Herz des Menschen verlangte nach Anbetung, und Satan füllte das Vakuum aus, und lieferte dem Menschen ständig eine Alternative für sein Herz, bis zu dieser Zeit absoluten Niedergangs, wenn der Mensch sein tiefstes Tief der Schande erreicht, die Frucht seiner Abkehr von Gott und das Ziel allen Götzendienstes, das Auftauchen des Menschen der Sünde.
Der Ausdruck »der Mensch der Sünde« wird besser übersetzt mit »Mensch der Gesetzlosigkeit«, denn das Wort ist anomia, zusammengesetzt aus dem Wort für »Gesetz« und dem Alpha privativum (das Zeichen für »Abwesenheit, Nichtvorhandensein von«). Vgl. Einh. (»Gesetzwidrigkeit«) Interlinear (»Ungesetzlichkeit«), Jerusalemer, Konkordante, Menge, MNT, Rev Elberf (»Gesetzlosigkeit«), Zink (»gesetzlos«), Zürcher (»Gesetzesfeindschaft«).
Wer ist dieser »Mensch der Gesetzlosigkeit«? Wenn wir uns mit der Frage beschäftigen, müssen wir natürlich die vielen phantasievollen Auslegungen berücksichtigen, die im Lauf der Kirchengeschichte entstanden sind, besonders wenn die Heiligen es genauso wie die Thessalonicher gemacht haben, nämlich die Prophetie im Licht ihrer eigenen Erfahrung bestimmter Geschehnisse auszulegen. Darin liegt aber eine große Gefahr, die Schrift allein muß ihre eigene Auslegerin sein. Doch kamen selbst unter dieser Voraussetzung gottesfürchtige Gelehrte zu verschiedenen Ergebnissen, obgleich allgemeine Übereinstimmung darüber herrscht, daß der Apostel in den folgenden Versen ausreichende Hinweise liefert, aufgrund derer diese schreckliche Persönlichkeit identifiziert werden kann, obgleich die Antwort nicht direkt auf der Hand liegt. Es wird weithin akzeptiert, daß sich diese Stelle auf das in Offenbarung erwähnte »Tier« bezieht, aber dies kann keine vollständige Antwort sein, denn dort wird von zwei Tieren gesprochen, und man muß zugeben, daß die Züge und Eigenschaften von beiden in großem Maß zu der in unserem Kapitel gegebenen Beschreibung passen. Dies hat zu einiger Verwirrung geführt, aber es gibt unterscheidende Faktoren, die die Frage mit ausreichender Klarheit beantworten. Wenn wir Schriftwort mit Schriftwort vergleichen, scheint es klar, daß der »Mensch der Gesetzlosigkeit« das zweite Tier von Offb 13 ist, das Tier aus der Erde. Uns ist bewußt, daß viele das andere Tier in Entsprechung zu dieser furchtbaren Person sehen. Aber welche Ansicht man auch vertreten mag, muß es jedenfalls in dem Bewußtsein geschehen, daß in Fragen der Auslegung von Prophetie keiner ein besonderes Vorrecht genießt, und es deshalb auch keinen Platz für einen Parteigeist gibt. Wie in allen Fragen christlichen Wandels sind auch hier Takt und Langmut angebracht (siehe den Anhang hinsichtlich des »Menschen der Gesetzlosigkeit«),
Dieser Mensch der Gesetzlosigkeit, und wir wollen deutlich sagen, daß er ein Mensch ist und nicht ein System, ist die Inkarnation des Bösen, wie Christus die Fleischwerdung alles Heiligen, Guten und Wahren ist. Der Ausdruck »Gesetzlosigkeit« zeigt seinen Charakter. Anomia bedeutet ohne jegliches Gesetz, und dies wird auch in seiner Beschreibung durch Daniel als »nach seinem Gutdünken handelnd« (Dan 11,3.36) deutlich, was bewußte, arrogante Perversion und Eigenwillen andeutet. Der Mensch am Tiefpunkt seines Irrwegs, die Sünde ohne Begrenzung, das Fleisch ohne Schranken, die Bosheit wie ein tosender Strom ohne Ufer, keinerlei Zurückhaltung mehr, der Mensch, seinen Machenschaften überlassen, völlig ohne Gott, und Satan das Vakuum mit sich selbst ausfüllend.
»Geoffenbart« ( apokalyptô ) steht in diesem Satz an der Stelle der Betonung und bedeutet, wie bei Christus in 1,7 eine plötzliche Offenbarung von jemand, der bisher verborgen war; der Ausdruck vermittelt ganz und gar den Eindruck der Handlung einer übermenschlichen Macht. Ebenso wie Gottes Sohn geoffenbart werden wird, so wird auch Satan sein abscheuliches Gegenstück offenbaren (siehe V. 9). »Der Sohn des Verderbens« ( apôleia ) wird für Judas Iskariot in Joh 17,12 gebraucht; »Sohn« ist ein Hebraismus zur Bezeichnung von Charakter und Schicksal, hier des Verderbens (Zugrundegehens); er wird durch Aktivität charakterisiert, die ihn als für das Verderben bestimmt kennzeichnet (siehe V. 8).
Die Frage wurde gestellt, ob der »Mensch der Gesetzlosigkeit« identisch ist mit »dem Abfall«. Während wir dies verneinen müssen, denn jeder Ausdruck hat den bestimmten Artikel, ist es doch notwendig, das Geschehen und die Person als eng miteinander verknüpft zu sehen. Abfall zeigte sich bereits seit den frühesten Zeiten der Gemeinde (1.Joh 2,18), ebenso wie in Israel; doch in der Endzeit wird er sich beschleunigen und seinen furchtbaren Gipfelpunkt erreichen, wenn die Gemeinde heim in die Herrlichkeit gerufen worden ist. Die extreme Abscheulichkeit dieses Gott verwerfenden Zustands wird dann so reifen (wenn für solch schreckliche Umstände dieses Wort gebraucht werden darf), daß sie das Auftauchen des Mannes nötig macht, der sie personifiziert. So ist also »der Abfall« das Geschehen selbst, der »Mensch der Gesetzlosigkeit« das Ziel, das sein Anstifter, Satan, im Auge hatte bei der Verfolgung seiner Absicht, Gott zu entthronen und sich selbst weltweit verehren zu lassen (Jes 14,12-15). Der Geist des Antichristen verleugnet den Vater und den Sohn in jedem Zeitalter, aber zu jener Zeit wird dies einen derartigen Grad erreichen, daß diese Leugnung ihren Mittelpunkt in einer Person hat, die sie durch öffentliches Gesetz geschehen läßt. Dann wird einerseits Israel Jahwe Gott und Seinen Messias verleugnen, und andererseits die Hurenkirche Christus und den Vater, den Er geoffenbart hat. Auf diese Weise steht der Weg offen für das Tier und seinen Anspruch, Gott zu sein und für Juden und Nationen einheitlich einen falschen Christus zu proklamieren.

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Unser zwanzigstes Jahrhundert hat den Höhepunkt dieses Verderbungsprozesses erreicht. Während der neunzehnhundert Jahre seit den Tagen der Apostel Christi gab es einen grossen Abfall von dem „Glauben, der ein für allemal den Heiligen überliefert worden ist“. (Judas 3, NW) Die treuen Apostel und die hebräischen Propheten vor ihnen, und in der Tat die Vorbildgeschichte der Nation Israel, sagten insgesamt voraus, dass es einen grossen „Abfall“ vom ursprünglichen reinen Glauben und seiner Ausübung geben werde. Um die Mitte des ersten Jahrhunderts erklärte der Apostel Paulus, dass das „Geheimnis der Gesetzlosigkeit“ schon in seinen Tagen wirksam sei, und er warnte wiederholt vor dem zu Erwartenden. (2 Thessalonicher 2:3, 7) Die Prophezeiungen dieser Dinge haben sich als inspiriert erwiesen, denn sie haben sich bewahrheitet, wie alle geschichtlichen Tatsachen es zeigen.
10 Männer, welche die Verantwortlichkeit, die Christengemeinde zu lehren und zu führen, angenommen oder ergriffen hatten, missachteten die apostolischen Warnungen. Sie erlagen gerade dem, wovor gewarnt wurde: der Philosophie dieser Welt, besonders der Platonischen Philosophie der griechischen Kultur, die mit weltlicher Weisheit eine grosse Schaustellung machte, und ferner den religiösen Überlieferungen der Menschen, die den biblischen Lehren widersprechen, sie ungültig machen und verdrängen. Schlau führten sie diese religiösen Traditionen und weltlichen Philosophien in die Christengemeinden nach und nach ein und befleckten damit deren religiösen Glauben. Davor hatte der Apostel Paulus in seinem Abschiedsbrief gerade gewarnt: „Böse Männer und Betrüger werden vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten, indem sie irreführen und irregeführt werden.“ (2 Timotheus 3:13, NW) Nur eine kleine Minderheit folgte der Anweisung, ‚einen harten Kampf für den Glauben zu führen‘, der ursprünglich von Jesus Christus durch seine Apostel und Jünger übermittelt worden war, die unter der Inspiration des göttlichen Geistes der Wahrheit schrieben.

Wachtturm November 1950

DER Ausdruck Antichrist ist auf verschiedene Personen, Organisationen und Lehren angewandt worden. Einige bezeichneten den ausschweifenden, mörderischen römischen Kaiser Nero, der die Christen so grausam verfolgte und von dem angenommen wird, er habe den Tod des Apostels Paulus verursacht, als den Antichristen. Andere wandten die Bezeichnung auf Domitian an, der den Apostel Johannes auf die Insel Patmos verbannte. Einige bezeichneten Mohammed als den Antichristen, während viele der Reformatoren, wie die Waldenser, die Hussiten und Lollarden die Bezeichnung auf das Papsttum anwandten.
Höhere Kritik sät heute Zweifel am wirklichen Vorhandensein des Antichristen, den Gottes Wort erwähnt. So heißt es in Harpers Bible Dictionary (1952) unter dem Titel „Antichrist“: „Die Idee von einem Konflikt zwischen den Mächten des Guten und des Bösen erschien schon in einer sehr frühen babylonischen Mythe, wurde im persischen Denken vorherrschend und fand ihren Weg in jüdische Glaubensansichten und in die christliche Lehre über den Zweiten Advent.“ Doch führen jene, die an die Bibel als Gottes Wort glauben, den Antichristen nicht auf eine babylonische Mythe zurück, sondern auf den Garten Eden, wo Gott gesagt hatte, er werde Feindschaft setzen zwischen dem Samen seiner Organisation, „dem Weibe“, und dem Samen der Schlange, Satans, des Teufels. — 1 Mose 3:15.
Der Ausdruck „Antichrist(en)“ ist nur fünfmal in der Bibel zu finden, und dies nur in den Schriften des Apostels Johannes. Den Antichristen seiner Tage kennzeichnend, schrieb Johannes: „Viele Verführer [Irreführer] sind in die Welt ausgegangen, Personen, die nicht Jesus Christus als im Fleische kommend bekennen. Dies ist der Verführer und der Antichrist.“ Und den Antichristen noch weiter kennzeichnend: „Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, daß Jesus der Christus ist? Dieser ist der Antichrist.“ — 2 Johannes 7; 1 Johannes 2:22, 18, NW.
Jesus sagte das Kommen des Antichristen voraus: „Denn falsche Christusse und falsche Propheten werden aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, auch die Auserwählten irrezuführen.“ Auch der Apostel Paulus sagte es voraus: „Laßt euch von niemand auf irgendeine Weise verführen, denn [der Tag Jehovas] wird nicht kommen, es sei denn, daß zuerst der Abfall komme und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart werde, der Sohn des Verderbens.“ Gleichwie Johannes tat Paulus kund: „Das Geheimnis dieser Gesetzlosigkeit ist schon am Werk“, nämlich schon in seinen Tagen, und sagte, daß es „gemäß der Wirksamkeit Satans“ war. — Matthäus 24:24; 2 Thessalonicher 2:3, 7, 9, NW.

Wachtturm 15.August 1955

https://blog.thomas-pape.de/2026/04/16/bevor-das-abgehen-wird-muss-noch-einiges-passieren/ #Bibel #Glaube #Glauben

Und der Mensch sprach: Diese ist einmal Gebein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleische; diese soll Männin heißen, denn vom Manne ist diese genommen.
Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden ein Fleisch sein. #Bibel
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#Gott
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In meiner Bedrängnis rief ich zu Jehova, und ich schrie zu meinem Gott; er hörte aus seinem Tempel (Eig Palast) meine Stimme, und mein Schrei vor ihm kam in seine Ohren.
Elberfelder 1871 - Psalm 18,7

In meiner Verzweiflung schrie ich zum HERRN,
zu ihm, meinem Gott, rief ich um Hilfe. #Bibel
#Jehova
#FediKirche
#Bibelstudium
#Gott
#Glauben

https://blog.thomas-pape.de/2025/06/11/von-seiner-halle-hoert-er-meine-stimme/

Und die Herrlichkeit Jehovas hatte sich von dem Cherub auf die Schwelle des Hauses hin erhoben; und das Haus war von der Wolke erfüllt, und der Vorhof war voll von dem Glanze der Herrlichkeit Jehovas.
Und das Rauschen der Flügel der Cherubim wurde bis in den äußeren Vorhof gehört wie die Stimme Gottes, des Allmächtigen, wenn er redet. #Bibel
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#Gott
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Gesucht wurden für den „Credo·Collab“-Song-Contest Songs, die sich mit #Glauben, Identität und Lebensfragen auseinandersetzen. Was gefunden wurde? Das zeigen die Projektverantwortlichen Tobias Aldinger und Jan Eisele aus der Erzdiözese #Freiburg im Gespräch auf. https://www.ebfr.de/detail/nachricht/id/241179-musikalisches-kunstwerk-mit-tiefgang/?cb-id=12338390
Beim Finale des Wettbewerbs am 25. April um 19 Uhr in der Popakademie Baden-Württemberg in #Mannheim präsentieren fünf junge Künstlerinnen und Künstler ihre Antworten: in eigenen Popsongs, live auf der Bühne. #Pop

Dies ist mein Gebot, daß ihr einander liebet, gleichwie ich euch geliebt habe. Größere Liebe hat niemand, als diese, daß jemand sein Leben läßt (Eig eingesetzt, darlegt) für seine Freunde.
Elberfelder 1871 - Joh 15,12–13

. «DIES ist Mein Gebot-a-, daß ihr euch untereinander liebt-b-, gleichwie Ich euch geliebt habe! #Bibel
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#Glauben

https://blog.thomas-pape.de/2020/11/26/liebt-einander/

Das ist das Innenzielgebot, das Meine, dass ihr opferfähig liebet einander, so wie Ich liebte opferfähig euch.
Pfleiderer - Johannes 15,12

Dies ist meine Anweisung, dass ihr in Liebe füreinander da seid, wie auch ich euch Liebe erwiesen habe. #Bibel
#Jehova
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#Bibelstudium
#Gott
#Glauben

https://blog.thomas-pape.de/2024/02/01/liebt-einander-ii/

Meine Weisung an euch lautet: ‚Liebt einander so, wie ich euch geliebt habe!‘ Die größte Liebe beweist der, der sein Leben für seine Freunde hingibt.
Neue evangelistische Übersetzung - Joh 15,12–13

Eine ganz wichtige Regel habe ich für euch: Liebt euch gegenseitig genauso, wie ich euch geliebt habe! #Bibel
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