Glückselig der Mensch, der sich beständig fürchtet; wer aber sein Herz verhärtet, wird ins Unglück fallen.
Elberfelder 1871 – Sprüche 28,14
Glück ist des Menschen, der stets Scheu hegt,
wer aber sein Herz verhärtet, verfällt dem Bösgeschick.
Buber & Rosenzweig – Sprüche 28:14
Wohl dem Menschen, der stets in der Furcht (vor dem Ewigen) bleibt, wer aber sein Herz verhärtet, verfällt ins Unglück.
Die Philippson-Bibel – Spr 28,14
Wohl dem, der Gott fürchtet und ehrt!
Doch ins Unglück stürzt, wer sich ihm verschließt.
NeÜ bibel.heute Stand 2024 – Spr 28:14
Wen fürchtest du am meisten? Deine Verwandten, deine Glaubensbrüder oder nur Jehovah Gott?
Glück und Furcht sind doch Gegensätze. Wie kann der Mann glücklich sein, der sich ständig fürchtet? Hier ist nicht solche Furcht gemeint, die dem Menschen die Kehle zuschnürt, sondern der glückliche Mensch ist gottesfürchtig und fürchtet sich, Böses zu tun. Er scheut sich davor. Er achtet darauf, daß das Böse keine Gewalt über ihn gewinnt (14,16). Diese Furcht zernagt das Glück nicht, sondern während sie das Böse fernhält, verhilft sie dem Glück erst recht zur Herrschaft. Dieses Glück wird nicht gestört durch ein schlechtes Gewissen, durch den Fluch Unterdrückter oder durch die Schrecken eines Strafverfahrens. Weil dieser Mensch sorgsam darauf achtet, daß er nicht von dem schmalen Pfad abkommt, erreicht er hohe Gipfel und kann den beglükkenden Blick über das weite Tal genießen. Wer aber sein Herz gegen jeden Rat verhärtet und querfeldein über das Geröll kraxelt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er in die Tiefe stürzt, vielleicht auch in das Rote Meer wie der verstockte Pharao. Bedeutsam ist, daß auch Paulus in Phil 2,12 in engem Zusammenhang mit der Forderung: Schaffet, daß ihr selig werdet mit Furcht und Zittern! den Gehorsam fordert.
Dietrich – Wuppertaler Studienbibel
Die Worte der HERR werden in einigen Übersetzungen hinzugefügt, stehen aber nicht im Hebr. P AHaD , „sich ängstigen“, wird wie in Sprüche 1,33;3,24-25 mit „fürchten“ übersetzt. In Sprüche 1,7 und Sprüche 3,7 lautet das Wort für „Furcht“ yArE? , „Ehrfurcht haben“. Möglicherweise bezieht sich also Sprüche 28,14 auf die Furcht oder den Schrecken, der aus den Folgen der Sünde entsteht (vgl. V. 13 ). Wer diese Furcht hat, der wird glücklich sein ( gesegnet ; vgl. Ps 1,1 ); er wird sein Herz nicht verhärten und nicht in Schwierigkeiten geraten (vgl. Sprüche 29,1 ).
Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar
Wer bei Gott Vergebung gefunden hat, ist »glückselig«, und er wird sich fortan hüten, in der Sünde weiterzuleben. Er hat verstanden, was David zum HERRN sagte: »Bei dir ist Vergebung, damit du gefürchtet werdest« (Ps 130,4), und er wird sich »beständig« fürchten, d. h. davor scheuen, gegen den gnädigen Gott zu sündigen; er wird sich »allezeit um die Furcht Jahwes« bemühen (23,17). Wer Jahwe fürchtet, weicht vom Bösen (14,16; 16,6).
Ein Tor ist wiederum, »wer sein Herz verhärtet«, wer um seine Übertretungen weiß (V. 13), aber keine Vergebung sucht, wer sein Herz dem Reden Gottes verschließt (Hebr 3,7–8) und wer auf keine Ermahnung von Eltern oder Lehrern hört. Er wird »ins Unglück fallen«. Der Pharao verschloss sein Ohr dem Reden Jahwes (2Mo 5,1–2) und verhärtete sein Herz, je länger Gott zu ihm sprach (2Mo 7,14.22–23; 8,11 etc.), bis sein Herz hart war wie ein Stein und er wie ein Stein in den Fluten des Todes versank (2Mo 14,5.8; 15,5).
Benedikt Peters – Das Buch der Sprüche
https://blog.thomas-pape.de/2026/05/28/wohl-dem-der-gott-fuerchtet-und-ehrt/
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