Das allumfassende Eine, das Christen Gott und Vater nennen, und außerhalb dessen nichts existiert, existieren kann, wird in #Jesus, seinem Sohn, Teil der Materie. Diese göttliche Gutheit liebt alles aus Liebe.

Christliche Glaubenserfahrung, kirchliche Tradition und biblischer Glaube sagen, dass sich das Unbegrenzte in das Begrenzte manifestiert, das Ewige in der Zeit, einer konkreten historischen Zeit, in menschliche Geschichte. Das ist ein wesentlicher Unterschied zur Auffassung etwa von Hindus und Buddhisten, deshalb muss die Mystik auch eine völlig andere sein.

Jesus ist nicht einfach ein Avatar, der immer wiederkehrt, kein Buddha, vor und nach dem andere exisitiert haben. Jesus ist der Eine, Sinn und Zweck des Universums. Das ist das eigentlich Skandalöse christlicher Botschaft, aber auch das Frohe: Denn es ist der den Menschen liebende Gott, der bei ihm wohnen will, ihn erlösen.

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Wer sanftmütig ist, hat eine innere Stille erlangt, wurde demütig und gütig. Er sieht seine Sündhaftigkeit, die der anderen und weiß sie vor dem allmächtigen Gott und seinem Erlösungswillen gestellt. Sanftmut ist nicht Schwäche, sondern mild gewordene Kraft, die fähig ist, aus der Wahrheit heraus zu herrschen.

Sanftmut und Reinheit des Herzens gehen zusammen. Man wird auch frei von den Trübungen der Sinne, aber erhält besonders eine innere Lauterkeit, einen guten Willen vor Gott, sucht seine Liebe weiterzuschenken. Diese richtet sich dann gerade auf die Verfolgten, Entbehrenden, Trauernden.

Jesus fügt zu Menschenerkenntnisse keine weitere hinzu, ein neues Ideal, will eine neue Weltordnung aufrichten, sondern er schenkt überhaupt ein neues Dasein aus heiliger Wrklichkeit "von oben". Daran darf der sich dafür öffnende Mensch als Christ teilhaben.

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Jesus nimmt nicht Partei für die Ausgestoßenen wider die Geordneten und Geachteten. Er schürt nicht Neid oder ist sozialer Revolutionär im modernen Sinn. Die Sünder als solche hält er nicht für wertvoller als die Tugendhaften, das alles wäre Romantik für die Leidenschaft oder moderne Ressentiments des Moralismus. Jesus sucht stets den Menschen und stellt ihn vor Gott: den Reichen wie den Armen, den vermeintlich Gerechten wie den Sünder.

Nur Jesus, niemand sonst, ist gekommen, um die Umwertung der Werte zu bringen, indem Gott die Welt anredet und auf sich bezieht. Die Welt sorgt selbst dafür, dass Sünder, Arme, Neider, Ungerechte etc. sehen, wie es wirklich um sie steht. Gott sorgt dafür, dass die Ausgeschlossenen und Armen leichter und tiefer den Trug des irdischen Daseins erfahren, dass alles einer endgültigen Gerechtigkeit zugeführt wird, dass weder Hoffnung noch Liebe inmitten der Sünde sterben wird.

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Jesus spricht kein Wort, das ihn als Idealisten ausweist: Jemand, der meint, er könne das Leid, das Böse in der Welt zum verschwinden bringen. Aber er verliert nie den Mut, wird müde oder ist enttäuscht, wenn er die Wirklichkeit sieht.

Jesus ist nicht zuerst der Helfer, der alle Not wegschafft. Er ist nicht jener, der Menschenleid nachgeht und überwindet. Er ist kein sozial Empfindender, der Missstände ordnen will, sich gegen Unterschiede auflehnt, für Gerechtigkeit kämpft, Leid beseitigt. Jesus geht tiefer in die Wurzeln des menschlichen Daseins, in Sünde und Gottesfremdheit.

Jesus weicht dem Leid nicht aus, hat es nicht übersehen, sich davor geschützt, er hat es in sein Herz aufgenommen. Und damit die Leidenden, in ihrem eigentlichen Zustand, in ihrer Bedrängnis, Not, Sünde.

Gottes Liebe ist nämlich von heiligem Ernst, ein Tun der Wahrheit in Liebe, eine Heilung immer im Zusammenhang mit dem Glauben an Gott.

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Das Reich Gottes drängt im Geist stets heran. #Christen sind die Staunenden über Jesu Lehre, Schauererregten vor Gottes Gewalt, Erschütterten über Gottes Wort. Weil sie es erfahren, es sie aus ihrer vermeintlichen in Gottes vollkommene Sicherheit führt, es ihr Herz beruhigt durch Gottes Frieden, es befiehlt, schöpft und sie liebt. Das Wort Gottes kann man nicht auf sich beruhen lassen.

An #Fronleichnam drängt es diese Erlösten, von Gott Geliebten, von ihm Erschütterten aus den Kirchgebäuden heraus, damit jeder an ihrer Freude teilhaben kann. Sie feiern Gott, der sein Leben für sie gab, in ihnen wohnen will. Jesus ist leiblich in der Monstranz als Hostie anwesend, denn es gibt für Gott keine Lücke zwischen Außer- und Übernatürlichen, in das er dann besonders hineintritt. Für Gott ist alles natürlich, der Zusammenhang reißt nicht ab. So wie das Wunder, wenn Christen Sünder bleiben, aber zur Heiligkeit berufen sind.

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Das Reich Gottes ist keine feste Ordnung, sondern etwas Lebendiges, das ständig herankommt. Dort herrscht Gott und herrschen nicht Menschen oder Dinge, schon gar nicht in einem selbst.

Gott steht im Reich Gottes als Ausgang, Ziel und Sinn, der Werte richtet und Sinn gibt. Der Mensch ist der, wie er von Gott gerufen ist und darauf antwortet. Von daher wird das Gewissen und seine Pflicht geweckt.

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Der Wille des Vaters, der im Menschensohn Jesus lebte, war keine feststehende Anweisung, die alles enthielt, was irgendwann zu tun sein würde. Er entwickelte sich im Fortgang des Geschehens, er trägt, erfüllt, umgibt und drängt, er wird zur Heimat. Er wird zur Fügung und Forderung in der jeweiligen Situation, er wird zu "seiner Stunde". Genau wie Jesus kann ein Christ durch den Hl. Geist den Willen des Vaters leben.

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#Jesus ist nicht irgendwann Gott geworden, er war es schon vor dem Anfang. Doch sein Leben bestand darin, sein eigenes Gott-Sein menschlich zu vollziehen: die göttliche Wirklichkeit, deren Sinn, in menschliches Bewusstsein zu heben, Gotteskraft in seinen Willen zu nehmen, heilige Reinheit in seiner Gesinnung zu vollbringen, ewige Liebe mit seinem Herzen zu tun, unendliche Gottesfülle in Menschengestalt zu holen.

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Nicht im bloßen Geist, erst im Leib wird Geschichte und Schicksal. Im Erlöser Jesus Christus ist Gott gekommen, um Geschichte und Schicksal zu haben, damit der Mensch Glaube an diese Erlösung habe.

In seiner Auferstehung nahm Jesus die Geschichte und Schicksal mit in die Ewigkeit in die göttliche Dimension, das Reich Gottes, damit der Mensch Hoffnung habe.

In der Herabkunft des Hl. Geistes zu Pfingsten schenkte er den Menschen die Möglichkeit ihre Geschichte und ihr Schicksal von dieser Ewigkeit her zu leben, in diesem Frieden, Glück im Reich Gottes, das schon im Jetzt beginnt, damit der Mensch Gottes Liebe habe.

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Im #Christentum will Gott Beziehung zum Menschen: in Stille, Dialog, ohne Gewalt. Doch nicht alles kommt von selber, wie in jeder Beziehung. Der Mensch muss bereit sein, sich überwinden, an sich ständig arbeiten wollen, Opfer bringen, anerkennen. Unfruchtbar bleibt dabei immer das alles selber Machen wollen, Aktivismus, gewalttätige Übergriffigkeit, Reizbarkeit, Ungeduld.

Was Gott in jeden Menschen gelegt hat, ist dem Geschehen anvertraut, das Christen Gottes liebevolle Vorsehung nennen, die aus der Ewigkeit kommt.

So ist auch seine Kirche kein Verwalten des Glaubens, in Gremien, Stuhlkreisen, ein Immobilien-/ Personalmanagement, Workshops zur Anpassung seiner Lehre an den Zeitgeist. Kirche ist missionarisch, biblisch, in ihrer Tradition gefestigt, lebendig durch und im Hl. Geist, dessen Wirken an Pfingsten gefeiert wird. Es ist das stets neue Geschenk Gottes in der Liebesbeziehung zum Menschen.

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