Die Evolutionstheorie besagt, dass sich das Leben in seiner ganzen Vielfalt entwickelt hat. Der Schöpfungsglaube besagt, dass es für diese Entwicklung einen Grund geben muss. Naturwissenschaftliche Erkenntnis und theologisches Verständnis schaffen keine Widersprüche, denn sie sprechen unterschiedliche Kategorien einer Weltanschauung an: Prozesse und Ursachen, Mechanismen und Gründe. Es ist die unterschiedliche Frage nach dem Wie? und dem Warum?

Der Schöpfungsglaube widerlegt nicht die Evolutionstheorie, da täuschen sich manche Kreationisten, aber die Evolutionstheorie widerlegt auch nicht den Schöpfungsglauben, wie manche Atheisten meinen.

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Gott schafft prozessual. Dem Menschen erscheint die Welt sinnvoll, er erfährt aber nichts von diesem Sinn durch die Naturwissenschaft. Diese ist aber für die Beschreibung und Erklärung der Prozesse selbst sehr hilfreich und es können befriedigende Theorien aufgestellt werden. Entweder unterliegt demnach der Mensch einer Täuschung und bildet sich die Zwecke der Natur und den Sinn der Welt nur ein oder es gibt Sinn und Zweck tatsächlich und man findet sie nur außerhalb der Natur.

Denn Gott ist die Ursache seiner selbst, wird so zur Ursache der Potentialität, die in der Natur eingesenkt ist. Gott legt seine Kreativität in die Natur hinein, dabei bedient er sich seiner göttlichen Vernunft. Diese ist es, an welcher der Mensch, das Ebenbild Gottes, Anteil hat und so mit ihr die Welt erforschen kann.

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Wie kann man Schöpfung „begreifen“? Wie kann Schöpfung aufgezeigt werden? Man hat dazu nur Geschaffenes zur Verfügung. Niemand wird aus einem Film heraus Existenz und Ursächlichkeit des Projektors nachweisen können, der den Film projiziert. Es bedarf unbedingt eines transzendenten Urgrunds, ein kreatives Prinzip. Philosophie und christlicher Glaube nennt ihn Gott. So ist Gott nicht lieb, sondern die Liebe, nicht gütig, sondern die Güte. Gott weiß, weil er die Weisheit schlechthin ist, Gott heilt, weil er das Heil ist und er liebt, weil er die Liebe ist.

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Gott ist für den Menschen auch die Vernunft, die unsere Rationalität begründet. Damit ist er auch Grund aller Erkenntnis des Menschen, in Struktur und Ordnung, weshalb wir die Welt erforschen können. Denn in ihr herrschen kausale Gesetzmäßigkeiten, die wir zu begreifen befähigt sind, ebenso wie die Erkenntnis der Wahrheit, die gleichfalls Gott ist. Gott ist dabei der finale Grund außerhalb von Kausalität, denn er steht außerhalb von Raum und Zeit, was des Menschen denken in Kausalität erst möglich macht.

Gott untersteht nicht dem Prinzip von Ursache und Wirkung, das in der Natur vorherrscht. Gott ist nämlich nicht Teil der Natur, sondern ihr Herz. Der Raumzeitbegriff „Anfang“ passt deshalb nicht auf Gott und das logische Konzept von „Grund“ nur dann, wenn es außerhalb von Raum und Zeit gestellt, als „Urgrund“ verstanden wird.

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Im Schöpfer, Gott, ist Anfang und Grund zu unterscheiden. Gott ist als zeitloser Grund aller Dinge nicht auf konkrete zeitliche Momente festgelegt, etwa einem Anfang, der Entstehung des Lebens, des Menschen. Kreationismus, Intelligent-Design und Deismus sind deshalb falsche Schöpfungsvorstellungen.

Zeit und Raum spielen für Gott keine Rolle, er steht außerhalb der Zeit. Seine Schöpfung hat ihren Ursprung außerhalb der Zeit. Erst mit und im Schöpfungsakt Gottes entsteht Zeit. So ist Schöpfung kein kausaler Anfang, sondern finaler Ursprung. Gott ist nicht Beginn, sondern Grund der Welt.

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Die Kirche ist nach Gottes Willen hierarchisch, aber dennoch gibt es demokratische Strukturen: Bei Fragen, die nicht den Glauben betreffen. Das Kirchenvolk beteiligt sich durch Wahlen von Kirchenvorständen, Gremien und Pfarrgemeinderäte an der Verwaltungsstruktur der Kirche. Für die Kirche gilt in Sachen Hierarchie: marianisch werden, aber bei Petrus bleiben.

Christus muss immer wieder neu zur Welt gebracht werden, zu Königen wie Hirten, zu Stolzen und Ahnungslosen, aber durch die bewährte und tradierte Lehre, die sich aus der göttlichen Offenbarung erschließt. Das ist der Auftrag aller Christen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

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Die katholische Kirche gibt mit ihrer Sexualmoral nur eine Menschheitserfahrung weiter: eine glückliche Ehe zwischen Mann und Frau basiert auf dem Willen zum Leben und zur Treue. Auch ist in ihr immer eine Verantwortung für das Fremde des Partners und für das möglicherweise entstehende neue Leben da, aber auch für die Familie als Ganzes. Kinder wären die potentiellen Opfer einer Trennung, denn sie sind auf die Treue ihrer Eltern angewiesen.

Diese Sexualmoral ist Garant des Lebensrechts eines jeden Menschen. #Abtreibung oder Kindstötung waren schon in der frühen Christenheit undenkbar. Es wurde von den Zeitgenossen der antiken Gesellschaft als Differenz zu anderen Religionen so wahrgenommen. Christen standen immer auf der Seite des Lebens, weil ihr Gott das Leben ist. Das christliche Menschenbild kennt keine Dualität zwischen Geist und Leib und das Leben ist ein Geschenk für eine ewige Zukunft.
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Die Geschichte hinter dem Heidelberger Katechismus - TheoBlog.de

Michael Horton hat mir R. Scott Clark über die Entstehung des Heidelberger Katechismus (lat. Catechesis Palatina) besprochen. 

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