Ich habe es gestern schon mal dazu gepostet. Aber dieser Artikel lässt mich nicht mehr los. Er zeigt für mich perfekt die bürgerliche Ignoranz gegenüber den Problemen in diesem Land und die Komplizenschaft mit Rechtsextremen.
Blome ist dabei ein Sinnbild des Selbstverständnisses wohlsituierter Linksliberaler, die keinerlei Verständnis für die Sorgen und Nöte prekarisierter Menschen haben und sich dann wundern, dass diese die AfD wählen statt "linke" oder bürgerliche Parteien.
Was ist denn die Lösung der Linksliberalen (gemeint sind Grüne und SPD) für die Probleme dieses Landes außer einem AfD-Verbot? Für sie funktioniert der Status quo gut. Viele Grünen-Wähler sind Besserverdiener. Viele SPD-Wähler sind alt und konnten vom starken Sozialstaat der 80er und 90er profitieren. Nichts liegt weiter entfernt als die Lebensrealität von AfD-Wählern, die überwiegend aus einer prekarisierten Arbeiterschaft stammen.
Wer ernsthaft glaubt, den Status quo verteidigen und gleichzeitig den Faschismus bekämpfen zu können, hat den Schuss nicht gehört und macht sich zwangsläufig zum Helfer der Rechtsextremen. Wenn nun Forderungen, die teilweise nicht mal marxistisch sind, sondern durchaus mal Teil der "sozialen Marktwirtschaft" waren, dann ist das nicht nur dumm und fahrlässig, sondern eine böswillige Verschiebung des Overton Windows zugunsten der Rechtsextremen.






