Indem Gott in #Jesus Mensch wurde, hat er die Materie, den Leib aufgewertet, entgegen den philosophischen, neuplatonischen, fernöstlichen oder gnostischen Weltbildern, die den Leib oft als Gefängnis des Geistes betrachten. So ist #Christentum niemals leibfeindlich.

In der christlichen Mystik trifft deshalb auch die Individualität Gottes auf jene des Menschen. Das von Gott geschenkte individuelle Sein des Menschen fördert die Vielfalt an Gotteserfahrungen.

Jesus nahm sein Menschsein in sein Gottsein mit in die Ewigkeit. Die Materie und so der Mensch können nun teilhaben an der Unendlichkeit Gottes. Daher ist jedes Leben unendlich wichtig, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.

Allein im Christentum wird die Ganzheit des Menschen in Leib, Seele, Geist, seine Individualität, seine Beziehung zur Natur, aber auch darüber hinaus in eine göttliche Ewigkeit der Liebe hineingenommen.

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Der Mensch Jesus Christus ist nicht Symbol für Gott, er ist Gott. Darin wird sichtbar, dass auch unsere Welt nicht nur ein unselbständiger Widerschein des göttlichen Lichts ist, was manche esoterische Weltbilder behaupten, sondern Licht- und Seinswahrheit in sich selbst hat.

Die Blickrichtung christlicher Mystik geht immer in die Geschichte hinein auf Jesus. Der Fokus ist eine Du-Mystik, der Mensch Jesus, der mit Zeit-Raum-Koordinaten umgrenzt ist.

Gottes Einmaligkeit und Einzigkeit würde zu Beliebigkeit, würde man diese persönliche, menschliche Nähe Gottes multiplizieren zu einer Vielheit von Menschen-Avataren, wie im Buddhismus oder Hinduismus, in denen sich Gottes Nähe ebenso zeigen soll.

Nur in Jesus, im Christentum, ist die Einmaligkeit Gottes zusammengefügt mit der Individualität des Menschen.

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Die einzige Freiheit, die wir nutzen können,
ist die Freiheit zur Rück-Besinnung.

Uns der Natur unseres Wesens gewahr werden.

Das gelingt jedem nur allein.

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Das allumfassende Eine, das Christen Gott und Vater nennen, und außerhalb dessen nichts existiert, existieren kann, wird in #Jesus, seinem Sohn, Teil der Materie. Diese göttliche Gutheit liebt alles aus Liebe.

Christliche Glaubenserfahrung, kirchliche Tradition und biblischer Glaube sagen, dass sich das Unbegrenzte in das Begrenzte manifestiert, das Ewige in der Zeit, einer konkreten historischen Zeit, in menschliche Geschichte. Das ist ein wesentlicher Unterschied zur Auffassung etwa von Hindus und Buddhisten, deshalb muss die Mystik auch eine völlig andere sein.

Jesus ist nicht einfach ein Avatar, der immer wiederkehrt, kein Buddha, vor und nach dem andere exisitiert haben. Jesus ist der Eine, Sinn und Zweck des Universums. Das ist das eigentlich Skandalöse christlicher Botschaft, aber auch das Frohe: Denn es ist der den Menschen liebende Gott, der bei ihm wohnen will, ihn erlösen.

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Im Unterschied zu anderer religiöser Mystik ist bei der christlichen Mystik das Eine das Einswerden der Seele mit Gott. Das ereignet sich jedoch nicht zwischen Mensch und Gott, sondern im Menschen, weil es von Gott kommt. Ohne ihn ist es als Werk des Geistes untauglich.

Das Andere ist der unausforschliche Beziehungsakt selbst, weil christliche Mystik sich an eine göttliche Person wendet. Man wähnt darin, dass Zwei Eins werden, der Mensch in Gott aufgeht. Dies jedoch ist nicht eine in der Weltzeit entstehende Einheit, sondern die Dynamik der Beziehung selbst. Sie ist es, die vehement empfunden wird und sie bleibt somit individuell.

Die eine Erfahrung von Einheit ist so ein Selbstwerden in der Gotteserkenntnis, die zu Selbsterkenntnis führt. Die andere Erfahrung kennen auch Verliebte: ein sich Vergessen im anderen, in Zeit und Raum. Nicht das Einswerden ist entscheidend, sondern Selbstwerdung und Liebesbegegnung.

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#Christentum ist personale Gottesbeziehung. Anfang als Begegnung, wie das wirkliche Leben. Das Ich wird am Du, im Ich werden spricht man das Du. Kein vorrangiges "Sein, Einheit, Ganzheit", sondern Begegnung, Beziehung.

Nicht der Abfall von der Einheit zur Vielheit ist der Sündenfall, eine mentale Zergliederung, sondern der Abfall von der Ich-Du-Begegnung zum Ich-Es-Verhalten: Sowohl hin zu Gott, als auch zu den Mitmenschen. Das Personale wird dinghaft, entliebt.

#fedikirche #mystik #katholisch

#Jesus ist nicht irgendwann Gott geworden, er war es schon vor dem Anfang. Doch sein Leben bestand darin, sein eigenes Gott-Sein menschlich zu vollziehen: die göttliche Wirklichkeit, deren Sinn, in menschliches Bewusstsein zu heben, Gotteskraft in seinen Willen zu nehmen, heilige Reinheit in seiner Gesinnung zu vollbringen, ewige Liebe mit seinem Herzen zu tun, unendliche Gottesfülle in Menschengestalt zu holen.

#fedikirche #katholischekirche #dreieinigkeit #katechese #mystik #theologie

@stepano @BlumeEvolution

"...Mystischen Strömungen, die fast jede Religion hervor gebracht hat. Diese sind beim Christentum leider durch die Inquisition im Mittelalter fast vollständig vernichtet worden..."

Theresa von Avila, Johannes vom Kreuz, Angelus Silesius etc..

Und der Theologe Rahner (1904 - 1984) meinte: "Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein – oder er wird kein Christ mehr sein."

#Christentum #Mystik #Mystiker

@stepano

Das freut mich.

Das Interesse an #Mystik bzw. Spiritualität verbindet uns. Wobei ich das auch im Christentum & in voller Blüte sehe und immer wieder z.B. an Meister Eckhart und dessen Prägung von #Bildung erinnere. Mystik ist (auch) in die christliche Lehre tief eingewoben. Aber dazu gerne mal ein eigener Blogpost extra.

https://youtube.com/shorts/p-9Bd0oj9hs

Stephen Colbert Shares A Powerful Message Of Suffering With Anderson Cooper (CNN)

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