#Greenpeace Investigativ hat die Verflechtungen der #Straßenbaulobby in Deutschland recherchiert und analysiert. Eines ihrer wesentlchen Werkzeuge ist der #Bundesverkehrswegeplan.

„Den aktuellen #Bundesverkehrswegeplan hat der #Bundestag am 2. Dezember 2016 beschlossen – und damit ein Jahr nachdem die #Bundesregierung sich mit der Unterschrift unter das #PariserKlimaabkommen zu entschlossenem Klimaschutz verpflichtet hatte. Mehr Straßen für mehr Autos und LKWs, die auf immer längeren Strecken Benzin und Diesel verbrennen: Für das ungebremste „Weiter so“ sollen #Wälder, #Moore, Acker- und Weideland geopfert, zusammenhängende Naturräume zerschnitten und Lebens- und Erholungsräume für Mensch und Tier zerstört werden. Kurz: Der weitere #Infrastrukturausbau ist das genaue Gegenteil von Klima- und #Biodiversitätsschutz.“ (S. 5)

„Darüber hinaus trieben die #CSU-#Verkehrsminister den Bundesverkehrswegeplan 2030 (#BVWP) voran, in dem über 1300 #Straßenbauprojekte mit einer Gesamtlänge von fast 10.000 Kilometer Platz fanden. Die Methodik des BVWP unterschätzt den induzierten Verkehr und die #Umweltauswirkungen der Projekte massiv (siehe auch Kapitel 3.1).“
(S. 30)

„Jedes noch so gute Netzwerk, jede engagierte Politik, jeder noch so effektive #Lobbyismus braucht ein Fundament als Basis, einen theoretischen Unterbau als Legitimation. Für die Befürworter:innen des ungebremsten Fernstraßenbaus ist diese Basis der Bundesverkehrswegeplan (BVWP). Der BVWP ist das wichtigste Planungsinstrument der Bundesregierung für die deutsche Infrastruktur. Der aktuelle Plan umfasst den Zeitraum 2016 bis 2030, sein Investitionsvolumen beträgt 270 Milliarden Euro.

Die Grundlage für den BVWP 2030 bildet eine langfristige #Verkehrsprognose, die die bisherigen Trends im #Verkehrssektor als Grundlage für die Berechnung von Verkehrsmengen in der Zukunft nimmt. Die Infrastrukturplanung auf Basis dieses Vorgehens wird „#PredictAndProvide“ genannt, zu Deutsch in etwa „Vorhersagen und Bereitstellen“. Dieses starre System wird inzwischen vielfach kritisiert. So empfiehlt etwa das #InternationalTransportForum (#ITF), ein an die #OECD angegliederter Thinktank, in seinem „Verkehrsausblick 2023“ einen Paradigmenwechsel bei der Infrastrukturplanung: „Um die zunehmende Verkehrsaktivität so nachhaltig wie möglich zu gestalten, sollten die Regierungen ihren Planungsansatz ändern. Anstatt Infrastruktur als Reaktion auf die prognostizierte Nachfrage bereitzustellen, investiert der ‚#DecideAndProvide‘-Ansatz in Infrastruktur geleitet von einer Vision, um bestimmte politische Ziele zu erreichen.

Der BVWP 2030 jedoch basiert noch auf dem Dogma „Vorhersagen und Bereitstellen“. Er geht folglich von einem massiv steigenden Pkw- und Lkw-Verkehr aus und beinhaltet mehr als 1300 Straßenbauprojekte, die als „bauwürdig“ gelten. Der Infrastrukturplan ist damit die Überlebensgarantie der #Straßenbauindustrie, er ist die Lizenz zum immerwährenden Autobahn- und Bundesstraßenbau.“
(S. 43)

„Dank der zahlreichen angenommenen vorteilhaften Nutzenkategorien – im letzten BVWP ist beispielsweise noch der „implizite Nutzen“ hinzugekommen, der zusätzliche Fahrten mit dem Pkw positiv bewertet – ist es nahezu unmöglich, ein Projekt vorzuschlagen, das nicht die Schwelle für die Umsetzbarkeit, ein Nutzen-Kosten-Verhältnis größer 1 (Nutzen > Kosten), erreicht. Der Idealzustand gemäß BVWP-Bewertungsschema wird somit zur grauen #Dystopie: eine vollständig betonierte Fläche, auf der sich ein Maximum an #Verkehr abwickeln und in dem sich jeder Weg von A nach B auf kürzester Strecke und unter minimalem Zeitaufwand realisieren lässt.“ (S. 44)

@verkehrswende

https://www.greenpeace.de/publikationen/asphalt-statt-alternativen via @gpinvestigativ

#Verkehrswende #Mobilitätswende #RethinkMobility
#Autolobby #induzierterVerkehr #induzierteNachfrage #ZerschnitteneWelt #Landschaftszerschneidung #Artenvielfalt #Biodiversität #Klimaschutz #Klimakrise #Weltverkehrsforum

Asphalt statt Alternativen

Das Interessengeflecht beim Fernstraßenbau ist ähnlich dicht wie das deutsche Straßennetz und reicht von der Bauindustrie über die Autokonzerne bis zu den Hochschulen.

Verkehrsforscher über #Straßenbau: Für die #Biodiversität eine Katastrophe

Helmut Holzapfel fordert im Interview mit der @FR ein Ende des weiteren Straßenbaus, um die Folgen für die Pflanzen- und #Tierwelt sowie das #Klima zu begrenzen

»Für Straßen werden Naturflächen versiegelt und dadurch entwertet. Die Folge ist ein luftdichter Abschluss des Bodens, wodurch das Leben darunter erstickt wird. Zudem verändert sich das Kleinklima, Asphaltflächen heizen sich stärker auf, und es wird weniger Wasser im Boden gespeichert. Eine aktuelle, als Buch veröffentlichte Studie des britischen Naturwissenschaftlers und renommierten Vogelexperten Paul F. Donald zeigt, dass Straßen und die darauf fahrenden Autos einen erheblichen, bisher völlig unterschätzten Beitrag zur Zerstörung von Biotopen und der Ausrottung von Tierarten leisten. Die Tiere erhalten aber unsere Landschaft und helfen, unsere Lebensgrundlagen zu bewahren. […]

Donald hat es für England bilanziert, wo die #Straßendichte vergleichbar mit der in Deutschland ist. Dort werden laut den von ihm ausgewerteten Untersuchungen pro Jahr etwa 30 Millionen Vögel, 200 000 bis 300 000 Igel, 100 000 Füchse, 74 000 Rehe und Hirsche sowie 50 000 Dachse durch Automobile getötet. Er schätzt aufgrund weiterer internationaler Quellen, dass in Europa jährlich insgesamt 200 Millionen Vögel auf Straßen sterben. Zahlen aus Schweden, wo ebenfalls genauere Werte vorliegen, bestätigen diese Schätzungen. Donald nennt das „#Roadkill“. […]

Ich halte die Klimaschäden durch Straßenbau für ein wesentlicheres Problem als die Schäden durch die Autotechnik, wenn man neben #Versiegelung und #Flächenverbrauch die negativen Einflüsse auf die Biodiversität mitberücksichtigt. […]

Tatsächlich gibt es weiterhin viele Kilometer Neubaupläne, doch auch Verbreiterungen wirken sich auf die Pflanzen- und Tierwelt aus. Tunnel oder Brücken für Tiere werden, wie die Erfahrung zeigt, nur wenig angenommen, und direkte Querungen der Straßen durch Tiere verlaufen meist tödlich. Die Rückzugsgebiete zwischen den #Autobahnschneisen werden kleiner; es kommt zu einer „#Verinselung“ des Landes. Für die Biodiversität ist das ein Desaster. In den Fragmenten zwischen den Straßen findet eine genetische Verarmung der Arten statt, etwa bei Schlangen bis hin zum Aussterben durch fehlende Vermehrung. […]

Der renommierte Klimaforscher Johan #Rockström, Direktor des @PIK_climate, hat jüngst bei einem Vortrag im #Senckenberg-Museum in Frankfurt auch aus Klimagründen eine sofortige „positive Naturbilanz“ gefordert. Das bedeutet, die Abnahme der Biodiversität zu stoppen und sie ab 2030 sogar auf null zu bringen*. Das heißt: Angesichts des sehr großen Verlusts von Biodiversität durch Verkehrswege darf eigentlich kein Meter Naturraum mehr für neue Straßen zerstört werden.«

https://www.fr.de/wirtschaft/fuer-die-biodiversitaet-ist-das-eine-katastrophe-92783330.html

@verkehrswende
#Bundesverkehrswegeplan #BVWP #Straßenbau #Traffication #Artenvielfalt #Biodiversität #SechstesMassenaussterben #Biodiversitätskrise #Verkehrswende #Autokorrektur #Mobilitätswende #RethinkMobility #Zündung

Verkehrsforscher über Straßenbau: „Für die Biodiversität eine Katastrophe“

Verkehrsforscher Helmut Holzapfel fordert im Interview ein Ende des weiteren Straßenbaus, um die Folgen für die Pflanzen- und Tierwelt sowie das Klima zu begrenzen.

@NDR

#Tschentscher sagt in dem Interview, wir bräuchten nicht überall #Tempo30 (ab Minute 5:35) im Beitrag).
Vielleicht nicht überall, aber überall dort, wo es eine gemischte Nutzung von Straßen durch Kfz-, Rad- und Fußverkehr gibt. Das hat u.a. die #WHO in ihrem globalen Aktionsplan für #Verkehrssicherheit klargestellt.

https://www.who.int/publications/m/item/global-plan-for-the-decade-of-action-for-road-safety-2021-2030

@verkehrswende
#Verkehrswende
#RoadSafety #VisionZero #Love30 #StreetsForLife #LebenswerteStädte #RethinkMobility

Global Plan for the Decade of Action for Road Safety 2021-2030

Publications of the World Health Organization

Bevor Autos begannen, die Städte zu dominieren, konnten Menschen sich auf den Straßen frei bewegen. Mit der Ausbreitung des Autoverkehrs wurden viele von ihnen an- und totgefahren. Der #Autoindustrie in den USA ist es mit Hilfe einer #Framing-Kampagne gelungen, im öffentlichen Bewusstsein eine Schuldumkehr zu erreichen: Schuld am Tod von überfahrenen Menschen seien nicht die Autofahrenden, sondern die Überfahrenen selbst, da sie angeblich zu unachtsam über die für Autos bestimmten Straßen gehen.

Justine Underhill berichtet in diesem Video über die Eroberung der Städte durch den #Autoverkehr, über Maßnahmen dagegen und widerlegt einige Mythen der Verteidiger:innen der autogerechten Stadt; mit Fokus auf die USA, aber vielen global gültigen Aussagen.

#Verkehrswende #Autokorrektur
@verkehrswende #Motonormativität
#AutogerechteStadt
#LebenswerteStädte
#StreetsForLife #VisionZero
#WalkableCities
#StädteFürMenschen
#RethinkMobility
#induzierterVerkehr
#Verkehrsverpuffung
#RoadDiet
#Parkraumumwidmung

https://youtu.be/GKRaNyvMxjU

Who Owns the Streets? How Cars Took Over Our Shared Spaces

YouTube

@bmdv

#WorldDayOfRemembrance
#WDoR2023

The Day Our World Crumbled: the Human Impact of Inaction on Road Safety

"RECOMMENDATIONS FOR POLITICIANS
[…]
We call on our politicians to put people at the heart of road and transport systems — in planning, design, and implementation — focusing on reducing speed as a first priority." (p. 40)

#VisionZero #RoadSafety #StreetsForLife #RethinkMobility #Tempolimit #Love30 #Tempo30
#RoadSafetyNGOs
#Verkehrswende
@verkehrswende

https://www.roadsafetyngos.org/what-we-do/resources/publications/the-day-our-world-crumbled-the-human-impact-of-inaction-on-road-safety/

@bmdv

Voraussetzung für das Erreichen des Ziels 0⃣ Verkehrstote sind ausreichende #Tempolimit​s 💪

Mehr im Video. 👇

https://youtu.be/SFRVUlbb1gU

#VisionZero #RoadSafety #StreetsForLife #RethinkMobility

Rasergedicht - Thomas Gsella - Neues aus der Anstalt

YouTube

@bmdv

Wenn Ihr Ziel #VisionZero wäre, würden Sie den Kommunen erlauben, frei über die Einführung von #Tempo30 entscheiden zu können!

Sind Ihnen wenige Minuten Zeitersparnis für Autofahrende wirklich wichtiger als Menschenleben?

#RethinkMobility #StVO #StVG #RoadSafety #StreetsForLife #Love30 #20splenty #Verkehrswende
@verkehrswende

https://mastodon.social/@peterjelinek/111359235880485776

Bereits in seinem PR-Video vom #Weltverkehrsforum #ITF23 in #Leipzig hat Volker #Wissing wesentliche Fakten ausgelassen, um seine völkerrechts- und verfassungswidrige Politik zu rechtfertigen. Der
#ITF Transport Outlook empfiehlt das genaue Gegenteil seiner Politik: #decideandprovide statt #predictandprovide!
4/4

#induzierterVerkehr
#Verkehrswende
@verkehrswende
@verkehrswendelive
#Autokorrektur
#RethinkMobility
#ITF23
#PariserAbkommen
#Art20aGG

https://climatejustice.global/@GermanZeroHH/110451578322721358

GermanZero Hamburg (@[email protected])

@[email protected] Sie verschweigen die Folgerung im Bericht: "Der weitere Bau von Infrastrukturen auf der Grundlage von Wachstumsprognosen für die bestehenden Nachfragemuster … wird die Probleme, die die autoorientierte Planung mit sich gebracht hat, nur noch verstärken." https://climatejustice.global/@GermanZeroHH/110441307249183760

Climate Justice Global

Elementary school teachers 👩‍🏫 in Poland were smiling as they took an #escooter course 🛴 in support of #RethinkMobility and new government requirements. 😍Great teachers aren't afraid to learn! https://ow.ly/3M1J50OIMRy #MicroMobility #ElectricVehicles

🐦🔗: https://n.respublicae.eu/ERSCharter/status/1668197748833697792

TEACHERS AND E-SCOOTERS | European Road Safety Charter

Primary school teachers took an electric scooter course.

Die Studie, die das #ITF - International Transport Forum vorgelegt hat, bestätigt unsere gleitende #Langfristprognose, die wir im März in Berlin vorgestellt haben: Verkehr wird WELTWEIT zunehmen. 🌍

Mehr dazu im Video mit Volker Wissing!

#RethinkMobility #ITF23