Der Trans* Day of Visibility am 31. März ist kein Feiertag. Er ist ein Tag des Gedenkens und der politischen Intervention.

Die alltägliche und strukturelle Gewalt gegen trans* Menschen ist ein Produkt der selben Systeme, die wir bekämpfen: Patriarchat, Staat und Kapital, die alle von der Kontrolle über Körper und Identitäten profitieren.

Unsere Antwort kann nur kollektiver, sichtbarer Widerstand sein. Die Befreiung von Geschlechterzwängen ist kein Nebenschauplatz, sondern ein Herzstück jeder anarchistischen Revolution.

Deshalb: Organisiert euch! Stellt euch am 31. März als lautstarker, schützender Block auf die Straße. Beteiligt euch an Demos oder organisiert sie selbst, von Mahnwachen bis zu informierenden Aktionen.

Solidarität praktisch machen: Hört trans* Stimmen. Bildet Schutzbegleitungen. Kämpft gegen Cisnormativität auch in eigenen Kreisen. Zeigt durch eure Aktion, dass die Kämpfe für soziale und geschlechtliche Befreiung untrennbar sind.

Unsere gemeinsame Präsenz macht aus individueller Verletzlichkeit kollektive Stärke. Für eine Gesellschaft jenseits von Zwang und Hass!

Auf die Straße zum Trans* Day of Visibility!

#trans #transgender #transdayofvisibility #tdov #anarchism #anarchismus #queer #transrights #translivesmatter #schwarzescharen

Wenn du weit kommen willst, geh gemeinsam oder: Mach eins nach dem anderen

Ich schreibe ständig über Hoffnung, darüber, wie man die Verzweiflung besiegt, und in manchen Wochen denke ich, ich muss die am wenigsten geeignete Person auf der Welt sein, um über dieses Thema zu schreiben. Denn in manchen Wochen ist die Verzweiflung so tiefsitzend, dass sie wie ein Dämon der Schlaflähmung auf meiner Brust lastet.

Ich war eigentlich nie ein verzweifelter Mensch. Die meiste Zeit meines Lebens haben mich das Bewusstsein für Ungerechtigkeit und Grausamkeit zum Handeln und zum Aktivismus angespornt. Im Moment fällt mir das schwerer. Die Krise ist schlimmer als je zuvor, und manchmal liege ich nachts da und versuche, eine Lösung für alle Probleme der Welt zu finden, und das ist eine unmögliche Aufgabe, und es überwältigt mich, und ich schalte ab und schlafe schließlich ein. Es ist wie Schafe zählen, wenn du Albträume statt Träume willst.

Vielleicht bin ich gerade deshalb qualifiziert, darüber zu schreiben, weil ich in letzter Zeit mit Hoffnung und Verzweiflung zu kämpfen habe. Ich hoffe es.

Es gibt eine Art Sprichwort, das mir in letzter Zeit oft durch den Kopf geht. „Wenn du schnell vorankommen willst, geh allein. Wenn du weit kommen willst, geh gemeinsam.“

Ich kann dieses Problem, das Problem des Faschismus, nicht alleine lösen. Ich kann mir nicht einmal alleine ausdenken, wie die Lösung aussehen könnte.

Das ist eine schwere Erkenntnis für mich, denn obwohl ich so etwas wie ein anarchistischer Kommunist oder Sozialist oder was auch immer bin, war ich schon immer ein Einzelgänger. Ich arbeite lieber alleine. Ich mag Projekte, die man alleine machen kann. Nur … nun ja, es gibt keine Projekte, die man alleine machen kann.

Oh, klar, ich schreibe Bücher, diese bekanntlich einsame Beschäftigung. Meine Freunde helfen mir beim Brainstorming, mein Agent hilft mir, einen Verlag zu finden, meine Lektoren helfen mir beim Überarbeiten, ein Designer gestaltet sie schön, und Bibliothekare und Buchhändler helfen dabei, dass sie die Leser erreichen. Das Schreiben selbst ist grundsätzlich eine einsame Tätigkeit (für mich und die meisten Autoren), aber alles, was es möglich und lohnenswert macht, ist eine kollektive Anstrengung.

Oh, klar, ich habe einmal „ganz allein“ eine Hütte gebaut. Auf dem Grundstück eines Freundes. Mit Ratschlägen von befreundeten Bauunternehmern und Fremden im #Baumarkt auf dem Land und aus einem halben Dutzend YouTube-Videos. Und Hilfe beim Setzen der Fundamentpfosten. Und Hilfe beim Verlegen des Fußbodens und der Wandpaneele. Und Hilfe beim Aufrichten der Dachsparren. Die meiste Zeit, die ich in dieses Haus gesteckt habe, war ich allein im Wald, oben auf einer Leiter, und habe die Litanei gegen die Angst wiederholt, aber ich habe diese Hütte nicht allein gebaut, obwohl ich sie allein gebaut habe.

Ich kann mich nicht allein durch den Faschismus hindurchdenken, und ich hasse das.

Schlimmer noch, ich weiß nicht, ob wir selbst alle zusammen in der Lage sein werden, alles zu tun, was wir tun müssen. Vielleicht ist die Aufgabe, die vor uns liegt, tatsächlich unüberwindbar, und ich mag es nicht, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Aber der Faschismus war schon immer der Miniboss. Der #Klimawandel wartet dahinter und droht.

Ein „Blue Ocean Event“ ist die Bezeichnung für einen Sommer ohne arktisches Eis – oder besser gesagt, einen Sommer, in dem das arktische Eis unter tausend Quadratkilometer fällt und das Wasser blau statt weiß hinterlässt. Vor etwa zehn Jahren sprach der #Weltklimarat der UN davon, dass dies bis zum Ende des Jahrhunderts möglich sein könnte, vielleicht sogar schon früher.

Einige #Klimamodelle (pessimistischere Modelle, aber nicht die pessimistischsten) deuten darauf hin, dass wir diesen Sommer ein Blue-Ocean-Event haben könnten. Wahrscheinlich wird es nicht dazu kommen, aber es ist eine ernstzunehmende Möglichkeit, wie sie früher in unserem Leben undenkbar gewesen wäre.

Wir warten größtenteils in dieser schrecklichen Schwebe zwischen Untätigkeit und Handeln. Die Probleme, mit denen wir konfrontiert sind, sind schwerwiegend genug, um ziemlich drastische Maßnahmen zu rechtfertigen, aber uns wird gesagt, wir sollen bis zu den Wahlen den Atem anhalten. Mehr noch: Wir wissen, dass die meisten drastischen Maßnahmen die Situation nicht wirklich verbessern werden, denn einzelne drastische Maßnahmen neigen nicht dazu, die Welt zum Besseren zu verändern, denn wenn man weit kommen will, muss man es gemeinsam angehen.

Wenn es etwas gibt, das mir Hoffnung gibt, dann ist es das, was ich vor ein paar Monaten in Minneapolis gesehen habe. Das Problem wurde nicht „gelöst“, nicht endgültig, aber Zehntausende von Menschen haben direkt gegen die Invasion von Bundestruppen in ihrer Stadt gehandelt (und handeln weiterhin). Sie kommen weit, weil sie gemeinsam vorangehen.

(...)

Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrags "If You Want to Go Far, Go Together or: doing one thing at a time" von Margaret Killjoy vom 24. März 2026

#Anarchismus #Faschismus #Klimakatastophe #Überleben #Prepping #CapitalismIsADeathCult #Eskapismus #BlueOceanEvent

GIVE THE ANARCHIST A SLEEPING PLACE

Kannst DU Schlafplätze in Mannheim oder Umgebung anbieten? Trag Dein Angebot bitte im Formular ein.

https://nc.anarchie-mannheim.de/apps/forms/s/3gy9sXWGfHeKsTnBa3rXrsB5

#AnarchistischeBuchmesse #ABM26 #Mannheim #Anarchismus #Schlafplätze #Anfrage #Treffen

k9 » größenwahn » politischer fiimabend: „Autour du Feu“- der Feuerkreis

In einem Wald treffen zwei ehemalige Mitglieder der bewaffneten antikapitalistischen Westschweizer Gruppierung La Bande à Fasel an nem Lagerfeuer auf drei junge Aktivistinnen der ZAD Le Mormont von XR Rebellion und in der #Schweiz aktiven antirassistischen Kollektiven. Eine Nacht lang diskutieren sie Fragen über den zivilen Ungehorsam und radikalere Formen des Widerstands. Wie weit darf man gehen, um seine Ideale zu verteidigen?

Weiterlesen bei uns im Blog.

#Anarchismus #OurHistory #CapitalismIsADeathCult #Berlin

Fad wirds net! Lernen ohne Imperium zu leben
Hier anhören: https://anarchieundcello.podbean.com/e/fad-wirds-net-lernen-ohne-imperium-zu-leben/

Es beginnt mit ein paar geschichtlichen Anekdoten zu Lenin und China, geht weiter über imperiale Erzählungen im Musical bei Maria Theresia und viel Ästhetik, aber kein Inhalt in One Battle after Another, um dann über den Vorschlag einer neuen Global South Front zu sprechen, die Teil von einem Multilateralismus von unten sein soll (und was das schon wieder eigentlich bedeuten soll), um dann noch über die Verantwortung von Männern zu sprechen, die eine neue männliche Kultur entwickeln müssen, um Jungs Orientierung in diesen Zeit bieten zu können.

Links zur Folge:

Der besprochene Text:
https://www.tni.org/en/article/towards-a-bandung-de-los-pueblos

Adrienne Maree Brown bei Dean Spade:
https://www.youtube.com/watch?v=Qzb8dHPxVd8

Übrigens:
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@anarchismus #Anarchie #Anarchismus #Imperialismus #GlobalSouth

Fad wirds net! Lernen ohne Imperium zu leben | Anarchie & Cello

Es beginnt mit ein paar geschichtlichen Anekdoten zu Lenin und China, geht weiter über imperiale Erzählungen im Musical bei Maria Theresia und viel Ästhetik, aber kein Inhalt in One Battle after Another, um dann über den Vorschlag einer neuen Global South Front zu sprechen, die Teil von einem Multilateralismus von unten sein soll (und was das schon wieder eigentlich bedeuten soll), um dann noch über die Verantwortung von Männern zu sprechen, die eine neue männliche Kultur entwickeln müssen, um Jungs Orientierung in diesen Zeit bieten zu können. * Links: https://www.tni.org/en/article/towards-a-bandung-de-los-pueblos https://www.youtube.com/watch?v=Qzb8dHPxVd8   * Mit eurer finanziellen Unterstützung kann ich laufende Kosten decken, Musiker:innen und Künstler:innen honorieren und das Programm vielfältiger gestalten. Wenn ihr also könnt und möchtet, dann: geht doch auf kofi und gib einen Kaffee aus oder schließt ein Abo ab und unterstützt den Podcast langfristig spendet über paypal @anarchieundcello oder schaut doch mal im kofi-shop vorbei, da gibt es vielleicht auch etwas für euch zu entdecken: Versende anarchistische Grüße mit einer Postkarte <3 Über eure Unterstützung würde ich mich sehr freuen! * Um auf den Laufenden zu bleiben, könnt ihr Anarchie&Cello folgen auf: Instagram: @aundtse Mastodon: @[email protected]

22/3/2026 – #saveprosfygika

22/3/2026 – #saveprosfygika - Gegeninformationen und Stellungnahmen zu aktuellen politischen Themen aus libertärer Sicht

Anarchistisches Radio

Buchtipp: Die vielköpfige Hydra. Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks - 3. Auflage

Eine absolute Leseempfehlung und nach einiger Zeit jetzt endlich wieder in der 3. Neuauflage erschienen: Die amerikanischen Historiker Peter #Linebaugh und Marcus #Rediker beleuchten in ihrem international gefeierten Standardwerk die Ursprünge und den atemberaubenden Aufstieg des frühen globalen #Kapitalismus im Gebiet des englisch dominierten Atlantiks vom Ende des 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, ohne den die Welt, wie sie heute ist, nicht zu verstehen ist.

Im Gegensatz zur gängigen #Geschichtsschreibung stellen die Autoren die Perspektive der multi-ethnischen #Proletarier, die der erlittenen Gewalt etwas entgegenzusetzen versuchten, in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung. Es ist dies die #Geschichte der verarmten Massen, der #Seeleute und #Sklaven, der #Schuldknechte, der einfachen #Frauen, der marginalisierten #Arbeiter und #Bauern. Sie treten hier als politische Subjekte in Erscheinung, anstatt als unberechenbare und politisch naive Masse abgetan zu werden, die den Gang der Geschichte durch plan- und hoffnungslose #Revolten vorübergehend aufhielt.

Aus einer Fülle historischer Überlieferungen rekonstruieren die Autoren #Aufstände, #Streiks und #Meutereien gegen das gewaltige #Kolonialisierungs- und #Siedlungsprojekt des #Empire. #Landlose, Sklaven und #Entrechtete entwickelten Formen kooperativer #Widerständigkeit, ohne dass dabei Fragen von nationaler Herkunft, Hautfarbe oder Geschlecht eine bestimmende Rolle spielten. Die #Deklassierten entwarfen durchaus eigene Entwürfe eines besseren Lebens. In den Augen der Obrigkeit handelte es sich bei dieser unberechenbaren amorphen Unterschicht um eine »vielköpfige Hydra«, der für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue wuchsen.

Dieses außergewöhnliche und glänzend geschriebene Werk zeichnet die untergründige Geschichte des transatlantischen Empires nach und rückt die revoltierenden Heerscharen afrikanischer Sklaven, städtischer Proletarier, der #Piraten und Indigenen der K#aribik in den Mittelpunkt. Im angelsächsischen Raum gilt es als Klassiker der neueren #Labor History. Im Jahr 2001 wurde es mit dem International Labor History Award ausgezeichnet.

Peter Linebaugh & Marcus Rediker Die vielköpfige Hydra Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks Aus dem Englischen von Sabine Bartel ISBN 978-3-86241-489-5, 480 Seiten, Paperback, 24 Euro

Verlagsinformation

#Allmende #Anarchismus #Literatur #Buch #Buchtipp

Das falsche bewusstsein ist nicht eine einmal verabreichte fix und fertige sache, sondern ein lebenslanger kampf der menschen um die gute Meinung von ihren existenzbedingungen.

Seht ihr das auch so?

#ideologie #anarchismus #marxismus #soziologie #psychologie #systemwandel #bewusstsein_und_revolution #demokratiekritik #kapitalismuskritik #gruene

Die #fcknzs der Freien Sachsen und der #noafd haben es diese Woche unter Beteiligung der Unabhängigen Wähler und der CDU mit wirren Thesen über #linksextremismus #anarchismus #antisemitismus und #antifa Arbeit geschafft das ich als Vorstandsvorsitzender des Jugendrings im Landkreis Leipzig nicht in den Jugendhilfeausschuss darf! Tja die Realitäten sind hart und werden noch härter, noch muss ich nicht untertauchen.

https://www.lvz.de/lokales/leipzig-lk/borna/tobias-burdukat-abgelehnt-kreistag-leipzig-verwehrt-sitz-im-jugendhilfe-ausschuss-34XWLMUCBNBQTLDGH6G7FZTTUI.html

51 Gegenstimmen: Kreistag lehnt Tobias Burdukat für Jugendhilfe-Ausschuss ab

Tobias Burdukat aus Grimma darf nicht im Jugendhilfe-Ausschuss des Landkreises Leipzig arbeiten. Der Kreistag lehnte seine Nachfolge für den verstorbenen Andreas Rauhut deutlich ab.

Leipziger Volkszeitung