Mal wieder der Peter @tazgetroete mit seiner Mitte-Rechts-These der Grünen. Und (wieder) sehe ich die Position nicht nur unbelegt, sondern an manchen Stellen schlicht dünn und brüchig:
❌ "Die wichtigste Erkenntnis: Die kulturelle Hegemonie des Linksliberalismus ist weg und kommt wohl auch nicht wieder." ▶️ woran macht er denn fest, dass sie nicht wieder kommt? Wenn in der skizzierten Gesamtgemengelage der gegebene grünschwarze Kandidat gegenüber einem fabulierlustigen, unwissendem, religiösem Fundamamentalisten gewonnen hat, heisst das doch lange nicht, dass das einzige Modell der Grünen ist? Dazu hätten, ceteris paribus, zwei Grüne Kandidaten der beiden Lager antreten müssen, oder es ist ggf. der Kandidat DIESER Konstallation der #ltw26bw, und Konstellationen ändern sich von mal zu mal! Das ist schlicht unbegründete Meinung!
❌ "Bevor jetzt alle auf CDU-Kanzler Friedrich Merz losgehen, sollte man vielleicht doch erst mal prüfen, welchen Anteil Reiche an der Auferstehung der Grünen hat" ▶️ Naja, Merz steht halt genau für seine #Gasministerin, hat sie ausgesucht, und betreibt den gleichen #Blackrock-Fossil-Investoren Kurs. Insofern sind Merz und #Gaskathi ein Stück weit beide Adressaten der gleichen Kritik!
❌ "Aber eben nicht, indem er alle anderen von der Richtigkeit grüner Positionen überzeugt –„Follow the science, follow the Greens“ –, sondern, indem er sozialökologische und physikalisch notwendige Positionen aus führender Position in die diskursive Aushandlung mit anderen Teilen von Gesellschaft und Regierung bringt. Anders geht das nicht" ▶️ Ad1: Immer wieder übersehenes Problem von #Unfried ist: Wenn am Ende ein grün-angemalter Kandiat gewinnt, aber keine grüne vulgo den Problemen der Polykrise angemessene Politik umsetzt, dann hilft es am Ende eben gar nicht, dass es ein Grüner ist. Außer vielleicht der Selbstzufriedenheit von Peter Unfried, dass seine Blase an der Macht ist. Ad 2: Anders geht das nicht: s. 1 Anstrich, das sind dünne Behauptungen, die nicht besser werden, wenn Mann sie wiederholt.

❌ "Er verlor nach links nicht, schrumpfte die darbende SPD weiter und gewann die Wahl dort, wo sie allein zu gewinnen ist, in Kretschmanns Mitte-Mitte.." ▶️ Die Analyse entbehrt mEn auch den Fakten: Die #CDUCSUinkompetent hat ja real mehr Stimmen bekommen als bei der vorigen #ltwbw! Insofern hat er offensichtlich nicht in der Mitte gewildert, sondern (auch wegen des zugespitzten Personenwahlkampfs) v.a. bei #SPD und #Linken Stimmen abgezogen! Das ist eben nicht in der Mitte, sondern im Grunde kanibalisiert er die #progressiveMehrheit! Ein Stück weit #R2G zur Unterstützung der großen Koalition. Diese duale Ausgangslage lässt sich aber nicht zwingend auf andere #ltw und schon gar nicht die #BTW übertragen, abgesehen davon dass sie auf Dauer ungesund ist, weil sie die #AfD stärkt, indem sie die demokratische, progressive Opposition kleinhält. Auch das unterschlägt #Unfried.

🔗 https://taz.de/Landtagswahl-in-Baden-Wuerttemberg/!6160829/

#PeterUnfried #ltw26bw #Cem #Verhagelt

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Wie Özdemir gelang, woran Habeck scheiterte

Supermann Özdemir, klar. Aber was nehmen wir sonst von der Landtagswahl in Baden-Württemberg mit?

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Erläuterungen zu seinem kontroversen Aufsatz


gibt #PeterUnfried nun in einem neuen Essay zum Besten: https://taz.de/!6154518/

Wie ich seine Frage "Wie verhindern wir eine progressive Mehrheit?" verstanden habe: https://climatejustice.social/@NichtVielZuSagen/115957868426405120


Auch mit diesem Aufsatztext aus Anlaß der Landtagswahl am nächsten Sonntag begibt sich Unfried wieder leicht auf Glatteis. Er schreibt: "Özdemir steht eben nicht für CDU-Politik, wie manche Grüne behaupten. Er steht aber auch nicht für Grüne Politik, wie manche CDUler behaupten."

Würde man diesen Ausschnitt für sich nehmen, wäre es kein Aufruf zur Wahl von #Grünen und #CemÖzdemir.

Aber er erklärt dies im Weiteren tautologisch: "[Özdemir] steht für Özdemir-Politik, die eine Fortsetzung der Kretschmann-Politik ist, also jenseits des klassischen Bedienens von „Lagern“ und Parteiprogrammatik. Diese Politik entsteht in der Wechselwirkung mit einer heterogenen Mehrheit. Es geht dabei um das Bewahren von sozialen, individuellen und gesellschaftlichen Errungenschaften, um das Bewahren des baden-württembergischen Wohlstandsmodells und das Bewahren der planetarischen Lebensgrundlagen."


Meine Nachgedanken:

Merkels "Wir schaffen das!" konnte nur scheitern, weil die Privatisierung von Wohnraum nach dem Auslaufenlassen des Sozialwohnungsbaus in den 1990ern PLUS die Arbeitsmarktreformen der frühen 2000er Jahre den 'kleinen Leuten' gezeigt hatten, daß sie sich auf die Hilfe des Staates nicht voll verlassen konnen und sich selbst helfen mußten.

Die #Transformationspolitik von #Habeck am konkreten Objekt der #Wärmepumpe konnte auch sehr leicht scheitern, weil "zu vernüntig" vorgegangen wurde: Erst das Gesamtkonzept mit den erforderlichen Komponenten (Technik) zusammenstellen und DANN die notwendigen Unterstützungsmaßnahmen - sprich: Förderung - festlegen.

Da hinein platzte der eingeplante Geldtopf, auf den sich die Koalitionäre noch verlassen hatten: Das Umetikettieren von Resten der Kreditermächtigungen ("#Sondervermögen") aus der #Corona-Zeit wurde vom #Bundesverfassungsgericht verboten - am 15. November 2023 wurden 60 Milliarden Euro aus dem Klimafonds - jetzt #KTF - gestrichen https://www.taz.de/!5969800
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Downloads/DE/2023/11/fs20231115_2bvf000122.pdf

Und nun haben wir eine Bundesministerin, die mit #Klimaschutz nichts am Hut hat. Da kann man über jedes bißchen Klimaschutz froh sein.

Wie gut Özdemir bei einer umfassenden #Klimatransformation wäre, ist noch schleierhaft. In einem taz-Interview beantwortete er die Frage "(..) Hängt Baden-Württemberg so sehr am Verbrenner?" mit "Nein, ich habe für mehr Flexibilität geworben und mich an der Lebenswirklichkeit orientiert. Wenn man einfach die Zuwachszahlen bei Elektromobilität hochrechnet, dann sieht man ein großes Delta bis 2035."
https://taz.de/Cem-Oezdemir-Gruene-Schwampel-Dafuer-ist-mir-Baden-Wuerttemberg-zu-schade/!6157254/

Die neuen Konservativen

Sind Ministerpräsident Winfried Kretschmann und sein möglicher Nachfolger Cem Özdemir gar keine „richtigen Grünen“? Eine Bestands­aufnahme vor der Baden-Württemberg-Wahl

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Kreuzberg ist nicht Baden-Württemberg


#PeterUnfried sieht das ganz richtig.
Und noch eins: #Özdemir ist nicht die #CDU.
"Wer das kleinere Übel nicht wählt, bekommt das größere Übel."

https://taz.de/Landtagswahl-in-Baden-Wuerttemberg/!6148104/

Mit Allgemeinplätzchen durch die Welt. Geht alles.

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Özdemir oder CDU?

Chancenlos? Von wegen! Cem Özdemirs Wahlkampf scheint zu fruchten. Das dürfte an seiner bundespolitischen Erfahrung liegen – und seinem Realo-Ansatz.

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Nee #PeterUnfried @tazgetroete. Die Realo-#Olivgrün-These hattest Du damals schon bei #Habeck bis zum Erbrechen (bzw.: über die Grenze des #Kampagnenjournalismus!) bemüht. Sie wird dadurch nicht stimmiger. Dies gilt erstens vor allem, nachdem gerade die letzte #BTW25 gezeigt hat, dass mit einem #Rechtsruck innerhalb der @GrueneBundestag eben kein Blumentopf zu gewinnen ist, sondern höchstens die Linke stark gemacht wird (was ja erstmal per se nicht schlecht ist). Zweitens: Ob die #Realo-Position von #Özdemir dazu beiträgt, dass "sein Wahlkampf" zu fruchten beginnt", lässt sich mangels starker linksgrüner Personalalternative empirisch doch gar nicht feststellen! Ganz abgesehen davon, dass es irgendwann auch egal ist, ob ein schwarzer mit grünem Anstrich wie #Kretsche dann auch regiert, wenn alle grünen Werte über Bord geworfen wurden. Drittens ist jedes Bundesland ein besonderer Mikrokosmos, dessen Besonderheiten sich kaum auf den Bund übertragen lassen. Das gilt für das saturierte behäbige #Ländle #TheLaend umso mehr!

🔗 https://taz.de/Landtagswahl-in-Baden-Wuerttemberg/!6148104/

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Özdemir oder CDU?

Chancenlos? Von wegen! Cem Özdemirs Wahlkampf scheint zu fruchten. Das dürfte an seiner bundespolitischen Erfahrung liegen – und seinem Realo-Ansatz.

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"Wie verhindern wir eine progressive Mehrheit?"


Da geht #PeterUnfried wieder in die Vollen.
https://taz.de/Wiederherstellende-Moderne/!6144289/

Ich muß zugeben, daß ich seine Kolumnen in der #taz oft nicht gut genug verstehe, um mich darüber zu äußern. Dann könnte ich das Überlegen ganz einstellen und schweigen. Aber in diesem Fall kommen mir #Assoziationen, die mit seinen Ideen kompatibel sein könnten.


Wenn er sagt: "Nicht die AfD ist das Problem, das gelöst werden muss, sondern die Bedürfnisse der Zeit sind es. Es braucht ordentliche konservative Politik", dürfte das vielen erstmal auf den Senkel gehen.

Seine Erklärung folgt bald darauf: "Denn die einzige progressive Partei ist die rechtspopulistische bis rechtsextreme AfD."
Eben verdauen.

Als "die Bedürfnisse der Zeit" sehe ich den alten Wunsch der westlich sozialisierten Menschen, nicht nur satt zu werden, sondern alle finanziell erreichbaren Ziele im Leben zu erreichen. Nicht nur zu Hause, sondern auch außerhalb.

Heute morgen hatte ich eine Werbebeilage des regionalen Wochenend-Blattes in der Hand. Eine *einzige* 4-tägige Englandtour mit dem #Bus mit #Fährüberfahrt war im Angebot; alle anderen rund zehn #Reisen begannen und endeten mit dem #Flugzeug. Ob niemand von denen, die den #Klimawandel zu verstehen meinen, schwach wird und eins dieser #Reiseziele bucht, weil man da noch nicht war?

Die vermeintlich Konservativen haben weniger Skrupel, alle Überreste früheren Lebens auf der Erde, konserviert unter einer dicken Erdschicht, in den #Ofen, den #Motor oder das #Triebwerk zu stecken - zum persönlichen Vorteil und ohne Rücksicht auf die #Gesundheit und Lebensperspektiven anderer.

"Macht euch die Erde untertan", könnte ein Motto der #Fossilisten sein wie der christlichen #Arbeitsethik.
https://www.katholisch.at/aktuelles/129458/die-erde-untertan-machen-und-andere-fehldeutungen-der-bibel
https://www.deutschlandfunk.de/natur-als-untertan-als-freund-oder-als-feind-100.html .
Auch die #Kernenergie ist in diesem Geist groß geworden.

Wenn die negativen Folgen des gesellschaftlichen und privaten Tuns offenbar werden, fällt es vielen schwer, sich einen Fehler einzugestehen. Dem Drang nach mehr zu widerstehen, ist dann nicht leicht.
Hier zu sagen "Es ist genug!", wäre im üblichen Denken nicht unbedingt #progressiv, sondern #konservativ. So ordne ich Unfrieds Text ein.


Ob #WinfriedKretschmann und #CemÖzdemir eine passende Illustration sind, weiß ich nicht. Aber in #BadenWürttemberg haben frühere #CDU-geführte Regierungen die Wohlstandslatte sehr hoch gehängt.
https://www.schwaebische.de/wirtschaft/wir-muessen-das-ernst-nehmen-grosse-sorgen-um-den-wohlstand-in-baden-wuerttemberg-4155783
Anm.: Das #Allensbach-Institut gilt als CDU-nah https://www.spiegel.de/politik/alte-freunde-a-c3486fcd-0002-0001-0000-000014018191 .
Wohlstand wird hierzulande mit dem #Bruttoinlandsprodukt (#BIP) gemessen. Das Problem: Das BIP-System kann nicht subtrahieren https://www.managementstudyguide.com/de/broken-window-fallacy.htm .

Das Gegenmodell zeigt der #Himalaya-Staat #Bhutan, der für seinen #Bruttoglücksindex bekannt ist https://www.managementstudyguide.com/de/bhutans-gross-happiness-index.htm . Was zur Vervollkommnung noch fehlen würde, wäre ein Bruttoglücksindex für die Menschheit.


Auf Unfrieds Text umgemünzt, hieße das:
Als konservativ soll die Einstellung angesehen werden, die das Erhaltenswerte auch erhalten will und weitere Verbesserungen anstrebt.
Unfried: "Das heißt nicht, dass wir progressive Bedürfnisse aufgeben müssten. Wir müssen sie lediglich zu konservativen Bedürfnissen machen. Das klingt lapidar, aber das ist seit 1968 der einzige Weg, der funktioniert."

Gerade haben Teile der CDU beschlossen, das Recht auf #Teilzeitarbeit abzuschaffen https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/cdu-wirtschaftsfluegel-ende-teilzeit-100.html

Wiederherstellende Moderne: Wie verhindern wir eine progressive Mehrheit?

Nicht die AfD ist das Problem, das gelöst werden muss, sondern die Bedürfnisse der Zeit sind es. Es braucht ordentliche konservative Politik.

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1/ Hier Interview mit #JuliZeh. Ich war die letzte Woche mit #WilliBredel beschäftigt, so habe ich das fast verpasst. Aber heute sind erregte Leser*innenbreife in der taz, da hab ich's doch gelesen.

„Sie haben nicht das geringste Vertrauen in die herkömmlichen Parteien, weil es an allen Ecken und Enden an der simplen Grundversorgung fehlt: Bildung, Mobilität, Gesundheit, Pflege, bezahlbarer Wohnraum.“

Jo. Es ist ein bisschen kompliziert, wenn man darüber nachdenkt, wieso die Bahn 2.500 km Strecke im Osten stillgelegt hat. Haben sich halt alle ein Auto gekauft. Aber vor der Wende gab es eine #Oderburchbahn, es gab einen Theaterbus usw.

„Mir hat eine Frau erzählt, dass ihrer Tochter ein Schulplatz zugewiesen wurde, den sie kaum erreichen konnte. Es gibt ja nicht wirklich öffentlichen Nahverkehr bei uns. Das Mädchen musste x-mal umsteigen. Die Mutter wollte nicht, dass ihr Kind alleine bei Kälte und Dunkelheit am Bahnhof steht. Also hat sie es immer gefahren. Deswegen kam die Mutter jeden Tag zu spät zur Arbeit. Nach zwei Wochen wurde ihr gekündigt. Ein halbes Jahr später haben sie doch noch einen Schulplatz etwas näher zum Wohnort bekommen, Gott sei Dank. Aber der Job der Mutter war weg. Dass Menschen, die so etwas erleben, AfD wählen, wundert mich nicht.“

Ich bin in der ersten Klasse von Frankfurter Allee nach Buch in die Schule gefahren, weil klar war, dass wir nach Buch ziehen würden, aber die Neubauten noch nicht fertig waren. Die mütterliche Liebe ist vielleicht etwas übertrieben, aber so einen Nahverkehr möchte man schon haben. Wird leider von der #AfD auch nicht kommen.

„taz: Moment mal. Die AfD-Wähler hier im Dorf erwarten nichts mehr von der liberaldemokratischen Regierung, aber die Demokratie an sich finden sie gut?“

(Lieberaldemokratische Nachtigall ick hör Dir trapsen. Die Frage kam sicher von #PeterUnfried.)

„Zeh: Ja, selbstverständlich. Das sind doch zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Die Leute, die AfD wählen, die wollen ja zum Teil sogar mehr Demokratie. Die wollen mehr Plebiszite, mehr Einfluss des Volkes. Die sind der Meinung, dass ein großer Teil der Bevölkerung ihre Auffassung teilt, zum Beispiel bei der Kritik an Zuwanderung, und dass die sogenannten Eliten in Wahrheit undemokratische Institutionen sind. Aus dieser Sicht haben die Eliten die Pressefreiheit eingeschränkt und einen homogenen medialen Diskurs geschaffen. Die Eliten treffen angeblich Entscheidungen, die nicht vom Volk getragen sind. Sie machen eine Top-down-Politik im Land, obwohl sie demokratisch gewählt sind.“

Der Soziologe Steffen Mau sagt auch, dass Bürgerräte das Ost-Problem lösen helfen können.

Wir haben diverse verschiedene Mega-Probleme, die alle eventuell durch Bürgerräte, durch Änderungen an unseren demokratischen Strukturen gelöst werden können. Nur will die CDU das gerade nicht mehr. Was irgendwie absurd ist, weil Schäuble und Köhler (beide CDU) große Fans (Schirmherren) waren.

https://www.taz.de/!6137251

Juli Zeh über Nachbarn, die AfD wählen: „Ich bin nicht der Heldinnen-Typ“

Viel wird geredet über die, die für die AfD stimmen, Schriftstellerin Juli Zeh lebt mit ihnen im Dorf. Ein Gespräch über Rechtspopulisten, Talkshows und durchtanzte Nächte.

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1/ Peter Unfried hatte nach dem letzten Ausfall, in dem er meinte, dass die Linken am Erstarken der AfD Schuld sein, ein bisschen Pause. Aber jetzt schreibt er wieder schöne Kommentare in der taz:

„Linkspopulisten nennen uns „#Arschlochgesellschaft“. Das halte ich für einen unangemessenen und sachlich falschen Vorwurf gegenüber Leuten, die im Großen und Ganzen im Rahmen ihrer menschlichen Möglichkeiten okay sind.“

Wenn man halt ein Arschloch ist und sich im Rahmen seiner Möglichkeiten verhält, ist das ok? Ist Neoliberalismus und Egoismus ok? Kann man nichts dafür? Ich denke doch. Seit ich #ImGrundeGut gelesen habe, denke ich, dass der Mensch #imGrundeGut ist. Neoliberale Egoist*innen sind nicht ok. Jede*r kann über sein Verhalten nachdenken. Ich würde die A-Wörter nicht verwenden, aber #PeterUnfired scheint sich in diese Gruppe von Menschen einzuordnen.

Das ist eigentlich recht lustig, denn beim letzten Aussetzer hat er sich selbst als verwirrt bezeichnet. Jetzt also als zugehörig zur Arschlochgesellschaft.

Es passiert mir immer wieder, dass ich statt #PeterUnfried #PeterUnfired schreibe. Das ist aus Versehen. Ich schwöre!

https://www.taz.de/!6138487

Was machen wir aus unserer Mehrheit?

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Ich habe mir einen Trick ausgedacht. Ich lese #PeterUnfired immer schon gleich am Freitag Abend, dann habe ich das geschafft und kann den Rest der Wochenendtaz und des Wochenendes genießen.

„Der Verabsolutierung von „Problem im Stadtbild“ durch Friedrich Merz als Einwanderungsproblem setzten sie die Verabsolutierung als Rassismus entgegen. Und als Kollateralschaden betreiben auch sie damit womöglich das Geschäft der AfD.“

Alter Verwalter. Das ist ja Schuldumkehr auf dem nächsten Level. Jetzt sind die Linken schuld am Erstarken der AfD?

Finden Sie auch, dass #PeterUnfried verwirrt ist?

„Und übrigens: Wenn wir weniger AfD-Wähler wollen, müssen wir so mit ihnen sprechen können, dass sie wieder eine liberaldemokratische Partei wählen. Mit Verachtung und Nazi-Beschimpfungen wird das nicht gehen.“

Ja, das ist genau richtig. Mit den Wähler*innen muss man reden, aber nicht mit Bernd Höcke oder Weidel. Und Merz muss man nicht gut finden. Wirklich nicht.

https://www.taz.de/!6127368

Sind Sie auch verwirrt?

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Irritierende Fragen


In der gedruckten wochen-taz vom 15.11.2025 lautet eine offene Frage:
"Warum braucht der Klimaschutz mehr Kapitalismus?" Huch, da stockt der Atem.

Im Internet knackig verkürzt zu:
"Was nun, Ökos?" Hier wird zumindest jemand direkt angesprochen.

https://taz.de/Kapitalismus-im-Klimaschutz/!6123682/

Peter Unfried schreibt:
"Die Ökos sind nicht schuld daran, dass es keine angemessene Klimapolitik gibt. Die Grünen und die Klima­aktivisten auch nicht. Sie haben vieles versucht, einiges erreicht, und dennoch: Der Planet geht auf 3 Grad Erderhitzung zu. Das konnten auch sie nicht verhindern. Und das ist das Problem. (..)"

Zum Glück hört er hier nicht auf. Man könnte ganz stumpf antworten, daß die globale Erwärmung ein Problem ist, das sich nicht so locker in Deutschland lösen läßt.

Aber dann hätte ich eine Gegenfrage: WELCHER ASPEKT des Schlagworts 'Kapitalismus' kommt denn zu kurz?

-- Daß MEHR GELD dafür eingesetzt werden müße? Was ohne großes Nachdenken bejaht werden kann. Wofür sind denn die vieldiskutierten Kreditermächtigungen ("Sondervermögen") gedacht? Die eigentlich für den Klimaschutz sehr knapp bemessen sind.

-- Daß mit Klimaschutz nicht viel RENDITE rausspringt? Das ist ja das, was Katherina Reiche auch beklagt https://www.welt.de/wirtschaft/article256301048/Tag-der-Industrie-Und-dann-stellt-die-neue-Wirtschaftsministerin-Reiche-das-Klimaziel-2045-infrage.html
Sollte nicht das bloße Ziel, den Schaden von späteren Generationen und fernen Unbeteiligten abzuwenden, als Grund reichen, um reinzuhauen? Schlag nach im Grundgesetz oder beim Bundesverfassungsgericht https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2021/03/rs20210324_1bvr265618.html

-- Daß fähige Mitarbeiter fehlen, die dem privaten Kapitalisten die Rendite erarbeiten? Welcher Elektrobetrieb weigert sich denn heute noch, eime PV-Anlage anzubieten? Oder welcher Heizungsbauer will keine Wärmepumpe installieren? Gibt's doch nicht. https://www.arbeitsagentur.de/datei/merkblatt-6-weiterbildung_ba015381.pdf
https://www.btb.info/bildungsgutschein/bildungsgutschein-und-azav-zertifizierung.html?piwik_campaign=Weiterbildungen (nur als Beispiel beim Suchen im Internet)

-- Daß kapitalistisch getriebene Innovation fehlt, wie es manche Politiker glauben machen wollen? "(..) in Brasilien hat Bundeskanzler Friedrich Merz die Bedeutung von Technologieoffenheit und Innovation für die Bekämpfung des Klimawandels betont." https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/rede-kanzler-world-climate-leaders-summit-2392986

Im Klartext:
Wir haben alle notwendigen Techniken - Solarenergie, Windenergie, Speichertechniken wie Batterien und Elektrolyse. Sie warten nur darauf, unbehindert ausgebaut zu werden. Wenn der bisher zurückhaltend aufgetretene Klimaschutzminister Carsten Schneider nicht verkündet hätte, daß das von Robert Habeck gegen viele Widerstände eingeführte Förderprogramm im GEG weitergeführt wird (z.B. bis zu 70% Zuschuß für Solarthermie- und Wärmepumpen-Anlagen, bezogen auf Rechnungswerte bis 30.000 Euro), wäre ich glatt verrückt geworden.

-- Wer eine Affinität zum Naturschutz hat, kann an der wichtigen Wiedervernässung von Mooren teilnehmen https://www.umweltbundesamt.de/themen/wiedervernaessung-von-mooren-eine-oekonomische


Besteht wirklich irgendwo ein Mangel? Einfach beheben!


Ach, da fällt mir noch etwas ganz Verrücktes zum Stichwort "Klimaschutz" ein: Einfach ein klimaschädigendes Verhalten unterlassen.
Blödes Beispiel: Nicht oder weniger Auto fahren https://climatejustice.social/@NichtVielZuSagen/112405082847113146 , weniger oder gar nicht fliegen. Leider ganz und gar nicht kapitalistisch, ich weiß; aber hin und wieder gegen den Strom schwimmen härtet ab.
Geld einsetzen, meinetwegen auch Rendite sichern, Arbeitslose und Mitarbeiter:innen schulen, Forschung und Entwicklung fortsetzen - alles ist eine Überlegung wert.


#Klimaschutz #Kapitalismus #Ökos #PeterUnfried
#Klimapolitik #Grüne #Klimaaktivisten
#Erderhitzung #Rendite #KatherinaReiche
#Kreditermächtigungen #Sondervermögen
#Grundgesetz #Bundesverfassungsgericht
#Elektrobetrieb #Heizungsbauer #PVAnlage #Wärmepumpe #Innovation #Techniken #Solarenergie #Windenergie
#Speichertechniken #Batterien #Elektrolyse #Klimaschutzminister #CarstenSchneider #RobertHabeck #FriedrichMerz #Förderprogramm #GEG #Solarthermie #Wärmepumpen
#Auto #fliegen
#Arbeitslose #Forschung #Entwicklung #Naturschutz #Moore

"Die Klimakrise nicht effektiv genug zu bekämpfen, ist ein Versagen. Aber den Weltuntergang aktiv voranzutreiben, ist ein Verbrechen."
https://mastodon.social/@tazgetroete/115547988358389760

Kapitalismus im Klimaschutz: Was nun, Ökos?

Links/rechts hilft hier nicht weiter: Um erfolgreich Klimaschutz zu machen, müssten Aktivisten sich mit denen zusammentun, die sie als Feinde erklären.

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Das kann jetzt nicht sein, oder?

#PeterUnfired fordert in der taz mehr #Kapitalismus zur Lösung der Klimaprobleme. Mehr Macher. Ich kenne einen Solarunternehmer, der seit Anfang der Neunziger im Bereich Solar unterwegs ist und erfolgreich Kraftwerke baut. Siehe auch #Sonnenmärchen. Menschen wie er könnten mehr machen, wenn der Kapitalismus sie ließe. Peter Altmaier hat die Solarindustrie in Deutschland getötet. 100.000 Arbeitsplätze vernichtet. Von Menschen ohne gewerkschaftliche Vertretung, ohne Lobby. Wisch und weg.

Der Kapitalismus sieht so aus, dass man mit der Vernichtung unserer Lebensgrundlagen mehr Geld verdienen kann als mit dem Erhalt. Es bleibt sogar noch Geld für Bestechung übrig. Viel Geld.

Es kann eigentlich nicht sein, dass #PeterUnfried das nicht weiß, wieso schreibt er dann solche Kommentare?

https://www.taz.de/!6123682

Warum braucht Klimaschutz mehr Kapitalismus?

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