Fulminante Aufholjagd

Der Wahlsieger als  Persönlichkeit der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg heisst Cem Özdemir. Monatelang lag die CDU im “Ländle” drei bis fünf Prozent vor den Grünen, deren Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit 32 plus Prozent einen Maßstab gesetzt hat. Mit einem fulminanten Finish hat Cem Özdemir die CDU und ihren doch recht blassen Spitzenkandidaten Manuel Hagel auf der Zielgraden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit überholt.

Was ist passiert? Die Hochrechnung von gestern 21:48 Uhr sah die Grünen bei 30,3%, die CDU bei 29,7%, die SPD bei 5,5%, die FDP 4,4%, Die Linke 4,3% und die rechtsextreme AfD mit 18,7%. Die Grünen haben offensichtlich bei der Wirtschaftspolitik und aufgrund der Persönlichkeit ihres Spitzenkandidaten so gut abgeschnitten. Als er die Kandidatur annahm, lagen die Grünen bei 17% – nun liegt er vorne.  Dessen Auftritt gestern um 19.00 war bereits professionell ganz der kommende Landesvater. Zunächst müsse man als Schwabe abwarten, wie das Endergebnis wirklich aussieht, zum anderen, so Özdemir, sei der Wahlkampf nun vorbei, und man müsse gemeinsam auf Augenhöhe unter Koalitionspartnern – nicht Gegnern –  ab “morgen” die schweren Aufgaben in schwierigen Zeiten ernsthaft angehen. Er stellt – ganz im Stil Winfreid Kretschmanns –  Landeswohl vor Parteiinteresse und versichert, mit dem zukünftig allein realistischen Partner CDU schnell faire Gespräche zu führen.

Endlich mal wieder ein überraschender Wahlausgang

mit gravierenden Folgen. Dominierender Faktor über alle Kommentator:inn:en und Analysten hinweg war offensichtlich die Machtfrage als beherrschender Faktor der Wahlentscheidung.  Da war zum einen die dominante Polarisiierung zwischen den beiden Kandidaten, die Nachfolgende einer seit 10 Jahren erfolgreich regierenden Koalition werden wollten. Hier ein bekannter ehemaliger Bundesminister und Parteivorsitzender, dort ein Newcomer auf Landesebene – von Anfang an eine asymmetrische Beziehung, die sich zu keinem Zeitpunkt zugunsten von Hagel veränderte.

SPD Ba-Wü am Ende, SPD-Wählende haben stattdessen machtpolitisch gewählt

Da ist zunächst das katastrophale Ergebnis der SPD von  5,5%. Was haben sie nur falsch gemacht? Wenig, was sie beeinflussen konnten. Eine SPD, die keinerlei Regierungsoption hat, wie die in Baden-Württemberg, hat gleichwohl intelligente Wähler:innen. Weil sie einstellig war, zwang die SPD ihre Wähler:innen, sich Gedanken über machtpolitische Optionen zu machen. Die Wählerwanderungen lassen Rückschlüsse auf die Motivationen der Wähler:innen zu. So wählten offensichtlich 110.000 Wähler:innen der SPD diesmal Grün, um einen CDU-Kandidaten Hagel zu verhindern, 50.000 SPD- Wähler:innen gingen zur CDU, um wiederum einen grünen Ministerpräsidenten zu verhindern. Die Entscheidung der SPD-Wähler:innen gegen die SPD erfolgte, um machtpolitisch im Land eine als noch schlimmer empfundene Konstellation zu verhindern – nicht grundsätzlich gegen die SPD, sondern vor allem Dingen auch, weil sich diese fatalerweise für eine Koalition mit FDP und CDU ausgesprochen hatte, ohne das inhaltlich irgendwie begründen zu können. Das kam einer Selbstaufgabe der SPD-Programmatik gleich und sollte den Sozis zu denken geben.

Die FDP ist in ihrem Stammland selbstverschuldet existenziell vernichtet

Reinhold Maier, erster baden-württembergischer Ministerpräsident, müsste sich im Grabe herumdrehen, würde er sehen, was seine Urenkel derzeit anrichten. So haben sogar 15.000 FDP-Wähler:innen entschieden, die diesmal die Grünen wählten und zum erstmaligen Ausscheiden der FDP in ihrem einst liberalen Stammland mit 4,4%  beitrugen. Auch sie wählten die Grünen, während 150.000 Wähler:innen der FDP ebenfalls aufgrund der Polarisierung der Kandidaten diesmal CDU wählten. Das spricht Bände über eine FDP. die keinerlei politische Inhalte, weder im Land Baden-Württemberg, noch darüber hinaus anzubieten hatte. “Ich vermisse den sozialen Liberalsismus” hat einmal Gerhart R. Baum vor einigen Jahren gesagt. Dass sich die FDP inzwischen selbst zur Klientel-, Hotelbesitzer-  und Steuersenkungspartei degeneriert hat, ist die eigentliche Ursache des Desasters. Allein – weder “Junge Liberale”, noch der dominierende wirtschaftsliberale Flügel der einstigen Partei der “Freiburger Thesen” und des sozialen Liberalismus haben die notwendige politische Substanz und Breite, der es bedürfe, um auch nur in die Nähe der 5% Klausel zu kommen. D66 in den Niederlanden zeigen, dass es anders geht.

“Die Linke” – den Einzug knapp verpasst, aber sie lebt

Monatelang hatte auch “Die Linke” in Ba-Wü sicher mit dem Einzug in den Landtag gerechnet. Aber auch ihre Wähler:innen standen vor der Frage, ihre Partei zu unterstützen oder machtpolitisch auf die Frage, ob die Grünen als kleineres Übel oder die CDU das Land regieren würden, die richtige Antwort zu geben.  Und haben sich für die Machtoption Grüne entschieden. Das bedeutet nicht, dass die von vielen Jungwähler:innen unterstützte Linke in Baden-Württemberg nicht auf lange Sicht etablieren wird.

CDU: Kampagne beleidigte Leberwurst, um den Preis hochzutreiben?

Es ist schon erstaunlich, wie die CDU auf die knappe Wahlniederlage reagiert. So wird nun das Endergebnis der Wahl, in der die Grünen klar vorne liegen, aber aufgrund des neuen Wahlrechts mit Erst- und Zweitstimme beide Parteien nun über 54 und damit gleichviel Landtagsmandate verfügen, von einigen CDU-Leuten dahingehend uminterpretiert, dass nun besondere Zugeständnisse der Grünen notwendig seien. Im übrigen sei Spitzenkandidat Hagel “Opfer” einer “Schmutzkampagne” geworden, die die Grünen geführt hätten, weil sie die sexistischen Äußerungen von Manuel Hagel über die “schönen braunen Augen” einer Minderjährigen öffentlich gemacht und damit seine “Ehre verletzt” hätten.

Natürlich lässt sich darüber streiten, ob die Veröffentlichung durch eine grüne Bundestagsabgeordnete ein hilfreicher Wahlkampfbeitrag war. Aber nun betreibt die CDU nach der Wahl eine gezielte Kampagne der Täter-Opfer-Umkehr und versucht damit offensichtlich, die Preise für Koalitionsverhandlungen hochzutreiben. Bemerkenswert, dass ein Präsidiumsmitglied der CDU im Deutschlandfunk formulierte: “sollte es denn zu Sondierungsgesprächen kommen…”. Offensichtlich spielen  an der Basis der baden-württembergischen CDU nun doch rechte Kreise mit dem Gedanken, man könne es doch vielleicht mit der AfD versuchen.

 

Fulminante Aufholjagd – Beueler-Extradienst

Il Tempo: Germania, Ozdemir trionfa nel Baden-Wurttemberg: serve economia forte

Stoccarda, 9 mar. (askanews) - Da figlio di "lavoratori ospiti" (Gastarbeiter) turchi al trionfo come Ministro-Presidente del Baden-Wurttemberg. In Germania, Cem Ozdemir, 61enne candidato di punta dei Verdi e simbolo dell'integrazione turca, erediterà la poltrona da Winfried Kretschmann: dopo 15 anni e a 77 anni, quest'ultimo si è ritirato, mentre i Verdi hanno conquistato una storica vittoria alle elezioni regionali nel Land.
Nato il 21 dicembre 1965 a Bad Urach (distretto di Reutlingen) in Svevia, Ozdemir è cresciuto come figlio unico. I suoi genitori arrivarono in Germania come "Gastarbeiter" all'inizio degli anni '60, dove si conobbero e si innamorarono. Dopo il diploma di scuola secondaria, completò un apprendistato come assistente all'infanzia a Reutlingen nel 1987; inizialmente orientato al mondo del lavoro, optò poi per il titolo di ammissione universitaria in una scuola professionale di N rtingen, seguito da un percorso accademico e un'esperienza come giornalista freelance.
I "Gastarbeiter" erano immigrati - soprattutto italiani, spagnoli, jugoslavi, greci e turchi - reclutati dalla Germania Ovest tra il 1955 e il 1973 per far fronte alla carenza di manodopera durante il boom economico.

Germany, Ozdemir triumphs in Baden-Württemberg: a strong economy is needed.

Stuttgart, March 9 (askanews) – From being the son of Turkish “guest workers” (Gastarbeiter) to triumph as Minister-President of Baden-Württemberg. In Germany, Cem Ozdemir, a 61-year-old leading candidate for the Greens and symbol of Turkish integration, will inherit the seat from Winfried Kretschmann: after 15 years and at 77 years old, the latter retired, while the Greens have won a historic victory in the regional elections in the Land.

Born December 21, 1965, in Bad Urach (Reutlingen district) in Swabia, Ozdemir grew up as a single child. His parents arrived in Germany as “Gastarbeiter” at the beginning of the 1960s, where they met and fell in love. After completing secondary school, he completed an apprenticeship as a childcare assistant in Reutlingen in 1987; initially oriented towards the world of work, he then opted for the admission title to university at a vocational school in N rtingen, followed by an academic path and experience as a freelance journalist.

The “Gastarbeiter” were immigrants – primarily Italians, Spaniards, Yugoslavs, Greeks, and Turks – recruited by West Germany between 1955 and 1973 to address the labor shortage during the economic boom.

#Germany #Ozdemir #Baden-Württemberg #Stuttgart #Turkish #Gastarbeiter #CemOzdemir #Greens #WinfriedKretschmann #Swabia #Reutlingen #Italians #Spaniards #Yugoslavs #Turks #WestGermany

https://www.iltempo.it/tv-news/2026/03/09/video/germania-ozdemir-trionfa-nel-baden-wurttemberg-serve-economia-forte-46722646/

Germania, Ozdemir trionfa nel Baden-Wurttemberg: serve economia forte

Stoccarda, 9 mar. (askanews) - Da figlio di

Germany’s Greens set to win key state vote in blow to Merz’s coalition – POLITICO

“What a tremendous comeback!” Özdemir told his cheering supporters after the polls closed. The Greens’ victory was due…
#NewsBeep #News #Headlines #CemÖzdemir #Germanpolitics #Germany #JensSpahn #ManuelHagel #UnitedStates #Us #USA #WinfriedKretschmann
https://www.newsbeep.com/425441/

#Özdemir oder #CDU? – taz Wahl Talk mit #DanyalBayaz, #GüntherOettinger und KONTEXT

https://www.youtube.com/watch?v=KPORCBA_p3k

> Nach 15 Jahren mit #WinfriedKretschmann muss sich #BadenWürttemberg einen neuen Ministerpräsidenten wählen. Ist der Ampel-Minister Cem Özdemir der logische N...
#DieGrünen #LTWbw

Momentum

Landtagswahl BaWü: Wahlforscher sehen Momentum bei Grün

Die starken Zuwächse bei den BaWü-Umfragen für Grün haben zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen im Landtagswahlkampf geführt. Sie zeugen auch von einem Momentum für Grün, das sich bis zum Wahltag noch verstärken könnte. Denn 30% der Wahlberechtigten sind noch unentschieden und entscheiden sich erst kurzfristig.

Ein wichtiger Punkt im Wahlkampf ist die relative Unbekanntheit des CDU-Kandidaten in Verbindung mit der bisherigen Unauffälligkeit und Passivität seiner Wahlkampfführung. Aufgrund des zeitweise großen demoskopischen Vorsprungs vor der grünen Konkurrenz hatten die CDU-Strategen offensichtlich auf einen „Schlafwagenwahlkampf“ gesetzt: bloß nicht auffallen, keine großen Konflikte, still und leise den erwarteten Erfolg in die Scheuer fahren – das war der Plan. Er hat Partei und Kandidaten weitgehend unvorbereitet in die nun eingetretene Kopf-an-Kopf-Situation gestürzt. Da politische Kommunikation meist Wochen, oft sogar Monate benötigt, um wirkungsvoll durchzudringen, könnte es deutlich zu spät sein, um das Ruder eine Woche vor der Wahl noch einmal herumzureißen.

Es wäre das zweite Mal hintereinander, dass die BW-CDU einen Wahlkampf gehörig versemmelt. 2021 hatte die damalige Kandidatin Eisenmann auf Angriff gesetzt und sich als „Macherin“ präsentiert, gegenüber einem beliebten Amtsinhaber, den sie als einen „Schöngeist“ zu labeln versuchte, der nur „herumphilosophiert“. Sie hatte vollkommen unterschätzt, dass das Zuhören zusammen mit dem Erklären und Kommunizieren von Politik eine besondere Fähigkeit von Ministerpräsident Kretschmann darstellt, die in Krisensituationen (Corona u.a.) besonders geschätzt und benötigt wird.

Ein zusätzlicher Punkt, der nun gegen die CDU ausschlägt, ist die große politische Erfahrung des grünen Kandidaten Özdemir und das Vertrauen, das er sich in BW erarbeitet hat. Der junge CDU-Kandidat wirkt dagegen unerfahren und kann auch das traditionell sehr wirksame Versprechen der Union, in schwierigen Zeiten für Sicherheit und Solidität zu stehen, nicht überzeugend in die Waagschale werfen. Dem Migrantensohn Özdemir gelingt es stattdessen, urschwäbische Anmutungen und Erwartungen wirkungsvoll mit Modernisierungsanliegen zu verbinden. Er wirkt bodenständig, vertrauenswürdig und modern. Damit hat er inzwischen gute Chancen, in die Villa Reitzenstein, dem Sitz der baden-württembergischen Ministerpräsidenten, einzuziehen.

Das letzte Wort haben am Sonntag die Wählerinnen und Wähler.

Momentum – Beueler-Extradienst

Letztes Jahr hab ich den Podcast hotel matze entdeckt und war überrascht, wie sehr es mich bereichert, zuzuhören, was andere zu sagen haben, wie Leute ticken. Manche kannte ich nicht, von manchen hatte ich eine tendenziell negative Assoziation, von manchen eine positive.
Den Podcast hab ich kürzlich wieder für mich reaktiviert.
Empfehlenswert finde ich die Folgen mit #larsklingbeil, #winfriedkretschmann, #markussoder,

#giuliaenders

Friedemann Schulz von #thun

Und einige mehr.

Morgen spiel ich für den scheidenden Ministerpräsidenten #winfriedkretschmann, 1500 Influencer aus Politik und Wirtschaft, die Bundestagspräsidentin und die gesamte Politprominenz Baden-Württembergs. Der #swr zeichnet auf. #kabarett #show #live #liveKultur #comedy #tv

#Lesenswert !

"Da gehen Sie wie in einem Rausch einfach rein"
15 Jahre als grüner Ministerpräsident: Wie oft lag #WinfriedKretschmann wach, wann hat er gebetet und was denkt er heute über Autos? Ein Abschiedsgespräch
Interview: #TinaHildebrandt und #MaxHägler #dieZeit

https://www.zeit.de/2026/06/winfried-kretschmann-ministerpraesident-baden-wuerttemberg-gruene/komplettansicht

Winfried Kretschmann: "Ich bin froh, dass ich aufhöre"

15 Jahre als grüner Ministerpräsident: Wie oft lag Winfried Kretschmann wach, wann hat er gebetet und was denkt er heute über Autos? Ein Abschiedsgespräch

DIE ZEIT

"Wie verhindern wir eine progressive Mehrheit?"


Da geht #PeterUnfried wieder in die Vollen.
https://taz.de/Wiederherstellende-Moderne/!6144289/

Ich muß zugeben, daß ich seine Kolumnen in der #taz oft nicht gut genug verstehe, um mich darüber zu äußern. Dann könnte ich das Überlegen ganz einstellen und schweigen. Aber in diesem Fall kommen mir #Assoziationen, die mit seinen Ideen kompatibel sein könnten.


Wenn er sagt: "Nicht die AfD ist das Problem, das gelöst werden muss, sondern die Bedürfnisse der Zeit sind es. Es braucht ordentliche konservative Politik", dürfte das vielen erstmal auf den Senkel gehen.

Seine Erklärung folgt bald darauf: "Denn die einzige progressive Partei ist die rechtspopulistische bis rechtsextreme AfD."
Eben verdauen.

Als "die Bedürfnisse der Zeit" sehe ich den alten Wunsch der westlich sozialisierten Menschen, nicht nur satt zu werden, sondern alle finanziell erreichbaren Ziele im Leben zu erreichen. Nicht nur zu Hause, sondern auch außerhalb.

Heute morgen hatte ich eine Werbebeilage des regionalen Wochenend-Blattes in der Hand. Eine *einzige* 4-tägige Englandtour mit dem #Bus mit #Fährüberfahrt war im Angebot; alle anderen rund zehn #Reisen begannen und endeten mit dem #Flugzeug. Ob niemand von denen, die den #Klimawandel zu verstehen meinen, schwach wird und eins dieser #Reiseziele bucht, weil man da noch nicht war?

Die vermeintlich Konservativen haben weniger Skrupel, alle Überreste früheren Lebens auf der Erde, konserviert unter einer dicken Erdschicht, in den #Ofen, den #Motor oder das #Triebwerk zu stecken - zum persönlichen Vorteil und ohne Rücksicht auf die #Gesundheit und Lebensperspektiven anderer.

"Macht euch die Erde untertan", könnte ein Motto der #Fossilisten sein wie der christlichen #Arbeitsethik.
https://www.katholisch.at/aktuelles/129458/die-erde-untertan-machen-und-andere-fehldeutungen-der-bibel
https://www.deutschlandfunk.de/natur-als-untertan-als-freund-oder-als-feind-100.html .
Auch die #Kernenergie ist in diesem Geist groß geworden.

Wenn die negativen Folgen des gesellschaftlichen und privaten Tuns offenbar werden, fällt es vielen schwer, sich einen Fehler einzugestehen. Dem Drang nach mehr zu widerstehen, ist dann nicht leicht.
Hier zu sagen "Es ist genug!", wäre im üblichen Denken nicht unbedingt #progressiv, sondern #konservativ. So ordne ich Unfrieds Text ein.


Ob #WinfriedKretschmann und #CemÖzdemir eine passende Illustration sind, weiß ich nicht. Aber in #BadenWürttemberg haben frühere #CDU-geführte Regierungen die Wohlstandslatte sehr hoch gehängt.
https://www.schwaebische.de/wirtschaft/wir-muessen-das-ernst-nehmen-grosse-sorgen-um-den-wohlstand-in-baden-wuerttemberg-4155783
Anm.: Das #Allensbach-Institut gilt als CDU-nah https://www.spiegel.de/politik/alte-freunde-a-c3486fcd-0002-0001-0000-000014018191 .
Wohlstand wird hierzulande mit dem #Bruttoinlandsprodukt (#BIP) gemessen. Das Problem: Das BIP-System kann nicht subtrahieren https://www.managementstudyguide.com/de/broken-window-fallacy.htm .

Das Gegenmodell zeigt der #Himalaya-Staat #Bhutan, der für seinen #Bruttoglücksindex bekannt ist https://www.managementstudyguide.com/de/bhutans-gross-happiness-index.htm . Was zur Vervollkommnung noch fehlen würde, wäre ein Bruttoglücksindex für die Menschheit.


Auf Unfrieds Text umgemünzt, hieße das:
Als konservativ soll die Einstellung angesehen werden, die das Erhaltenswerte auch erhalten will und weitere Verbesserungen anstrebt.
Unfried: "Das heißt nicht, dass wir progressive Bedürfnisse aufgeben müssten. Wir müssen sie lediglich zu konservativen Bedürfnissen machen. Das klingt lapidar, aber das ist seit 1968 der einzige Weg, der funktioniert."

Gerade haben Teile der CDU beschlossen, das Recht auf #Teilzeitarbeit abzuschaffen https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/cdu-wirtschaftsfluegel-ende-teilzeit-100.html

Wiederherstellende Moderne: Wie verhindern wir eine progressive Mehrheit?

Nicht die AfD ist das Problem, das gelöst werden muss, sondern die Bedürfnisse der Zeit sind es. Es braucht ordentliche konservative Politik.

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

Die AfD sitzt schon drin


So wie #WinfriedKretschmann in den letzten Jahren gibt sich #CemÖzdemir sehr #Autoindustrie-freundlich. Und wie Kretschmann https://www.zeit.de/mobilitaet/2025-09/verbrenner-aus-winfried-kretschmann-elektroauto-iaa will Özdemir in Sachen #VerbrennerAus
"nichts überstürzen, verwies vielmehr darauf, dass die Zeit noch nicht reif für die Abkehr vom Verbrenner zugunsten des Elektroautos sei."
https://www.merkur.de/politik/verbrenner-aus-oezdemir-unterbreitet-angebot-an-cdu-und-laesst-sich-nicht-locken-zr-94080340.html

"Özdemir zeigte sich prinzipiell offen für eine geringfügige Verschiebung des Termins für das Verbot neuer Autos mit Verbrennungsmotoren."
https://www.verkehrsrundschau.de/nachrichten/nfz-fuhrpark/neue-debatte-um-das-verbrenner-aus-3708812

Auch "Katharina Dröge, Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, zeigte sich im Gespräch mit der ARD am Sonntagabend zunächst offen dafür, das Verbrenner-Aus ein wenig zu verschieben. Ihr Parteikollege Cem Özdemir, Grünen-Spitzenkandidat zur Landtagswahl in Baden-Württemberg, habe recht, wenn er sage, dass es auf ein Jahr früher oder später nicht ankomme."
https://taz.de/Deutsche-Autoindustrie/!6109085/
Am Tag danach galt wieder 2035 als Auslaufjahr.

So ein Hin und Her nützt nichts.
Im Verbrennerauto sitzt schon jemand:
"Zehntausende Jobs wurden im Automobil-Land Baden-Würt-
temberg bereits vernichtet und die Existenz vieler Familien ist
bedroht – das Verbrennerverbot wurde von der Kretschmann-Re-
gierung mitgetragen."
https://afd-bw.de/afd-bw/downloads/2026/landtagswahl-2026/AfD_WAHLPROGRAMM_BaWue_2026_DS_N.pdf

Elektroautos: Winfried Kretschmann für Flexibilisierung des Verbrenner-Aus

Die Autoindustrie fordert, die EU-Regeln für das Ende von Benzin- und Dieselmotoren aufzuweichen. Der Grünenpolitiker Kretschmann schließt sich dem nun an.

DIE ZEIT