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#LINKSDERWOCHE | 14/2026: ProduktivitĂ€t, Lean, Agile und Leadership

PRODUKTIVIÄT

Klares Ja oder Nein | Schluss mit „Vielleicht“

Ich bin ein Freund klarer Zu- und Absagen. Das ist vermutlich dem einen oder anderen schon aufgefallen, der meinem Blog schon lĂ€nger folgt. Ein klares „Nein” ist immer noch höflicher als ein „Jein”. Ähnlich sieht es Dan Rockwell. Er ĂŒbertrĂ€gt dies allerdings nicht auf das VerhĂ€ltnis zu anderen, sondern zu uns selbst. Und das halte ich nicht fĂŒr weniger wichtig. Gemeint ist die Frage, wozu wir uns selbst verpflichten. Zu einem klaren Ja, Nein oder Vielleicht? Er plĂ€diert fĂŒr ein klares „Ja” als Selbstverpflichtung und alles andere gehört fĂŒr ihn in die Kategorie „Nein”. FĂŒr „Vielleicht” ist kein Platz, denn „Vielleicht” bedeutet in der Regel „Nie”. Wenn wir uns auf das fokussieren, was wir klar bejahen, setzen wir es auch mit mehr Energie um. Es ist also durchaus sinnvoll, die Frage aufzuwerfen, was wir wirklich erreichen wollen und wozu wir aus Überzeugung „Ja” sagen.

https://leadershipfreak.blog/2026/03/31/the-destruction-of-maybe/

Fokus | Ein Fundament und drei SĂ€ulen

Lars Bobach versucht hier zu erklĂ€ren, was Fokus wirklich ist. FĂŒr viele sicherlich ĂŒberraschend: Es sind nicht unbedingt die Methoden, die zum Ziel fĂŒhren. Das ist eine schmerzhafte Erfahrung, die ich selbst schon machen durfte. Seiner Meinung nach bildet die Geisteshaltung das Fundament, auf dem die SĂ€ulen TrĂ€ume, Motivation und Organisation aufbauen. Zusammen erzeugen sie das Ergebnis Fokus. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Man muss schon einiges an Reflexion leisten, um die echten TrĂ€ume und die echte Motivation zu erkunden. Organisation finde ich persönlich relativ einfach. Das mag bei anderen anders sein.

https://larsbobach.de/was-fokus-wirklich-ist/

Meetings | Mit nur fĂŒnf Fragen zum Ziel

Mit den fĂŒnf einfachen W-Fragen wĂ€re bei der Vorbereitung vieler Meetings bereits viel geholfen. Da kann ich Tim Themann nur zustimmen. Erstaunlicherweise begegnet mir dieser Ansatz immer wieder, und ich wundere mich, dass er so wenig Anwendung findet. Er ist einfach. Er ist leicht anzuwenden. Und er ist hocheffektiv. Also sorgen wir dafĂŒr, dass er große Verbreitung findet. Das wĂŒrde vieles einfacher machen. Davon bin ich ĂŒberzeugt.

https://die-computermaler.de/mit-5w-zu-schlankeren-lean-meetings/

LEAN

Lean Daily Management | Was ist das und wie startet man damit?

Ich bin bei Mark Graban auf das „Lean Daily Management“ gestoßen. Es erinnert mich ein bisschen an die agilen Dailys und Obeya. 😉 Es ist nichts wirklich Überraschendes, was ich nicht schon von vergleichbaren AnsĂ€tzen kenne. Bis auf eine Ausnahme: „Leader Standard Work”. Da bin ich hellhörig geworden. Die „ritualisierte“ FĂŒhrungsarbeit transparent zu machen, indem die FĂŒhrung an den Ort des Geschehens geht und mit standardisierten Routinen Beobachtungen und Reflexionen durchfĂŒhrt, fand ich sehr spannend. Ich kenne wenige Organisationen, in denen vergleichbare AnsĂ€tze ĂŒblich sind, und wĂŒrde mir davon mehr wĂŒnschen. Auch, weil ich den Eindruck habe, dass viel zu oft aus dem Elfenbeinturm heraus FĂŒhrung betrieben wird (und naheliegenderweise nicht die QualitĂ€t liefert, die es brĂ€uchte).

https://www.leanblog.org/2026/04/lean-daily-management-what-how-start/

Methoden allein reichen nicht | Das Betriebssystem auf dem PrĂŒfstand

Methoden allein reichen nicht aus. Da steckt schon etwas mehr dahinter. NĂ€mlich bestimmte PrĂ€missen und Annahmen. Keine Sorge, es wird kein Mindset-Bashing geben. Auch wenn es ein wenig in diese Richtung geht. Methoden einfach auf ein bestehendes System aufzusetzen, bedeutet, sie ĂŒberzustĂŒlpen, ohne die zugrundeliegenden PrĂ€missen zu hinterfragen. Wenn ich Selbstorganisation in einem Team einfĂŒhren möchte, kann das nicht funktionieren, wenn die strukturellen Voraussetzungen noch nicht vorhanden sind. Wenn alle verinnerlicht haben, dass sie darauf warten mĂŒssen, dass ihnen gesagt wird, was sie zu tun haben, wird niemand loslaufen. Wenn niemand gelernt hat, dass es gut ist, aus Fehlern zu lernen und Verbesserungen umzusetzen, helfen Fehleranalyse-Methoden wenig. All dies sind tief in der Organisation verankerte „Verhaltensweisen” im Sinne von Gewohnheiten, die nicht einfach so abgeschafft werden können. Ganz im Gegenteil. Interessant finde ich, dass Götz MĂŒller vom Betriebssystem spricht, auf dem Werkzeuge aufbauen. Ein schönes Bild. Wenn es also mit den Methoden nicht klappt, muss hinterfragt werden, ob die Voraussetzungen fĂŒr die Anwendung der Methodik gegeben sind..

https://www.geemco.de/artikel/lean-auf-dem-falschen-betriebssystem/

Zusammenhang zw. Daily Management und Strategie | Aus Lean-Sicht auf die Wechselwirkung geschaut

Ich bin ein großer Freund von Obeya geworden, weil ich dort die Möglichkeit sehe, die verschiedenen Ebenen der Organisation und ihre gegenseitige Beeinflussung bzw. Wirkung aufeinander sichtbar zu machen. Gerade dieses Zusammenspiel wird meiner Meinung nach viel zu wenig beachtet und kommt viel zu oft zu kurz. Das ist mir bei der LektĂŒre des Beitrags von JosĂ© R. Ferro und Mark Reich noch einmal bewusst geworden. Die beiden haben aus Lean-Sicht die Verbindung zwischen operativer Tagesarbeit und strategischer Entwicklung der Organisation aufgegriffen.

https://www.lean.org/the-lean-post/articles/bridging-strategy-and-execution-how-daily-management-and-hoshin-kanri-work-together/

AGILE

Product Owner | Fallstrickt fĂŒr die Karriere

Simon Flossmann sinniert ĂŒber Fallstricke fĂŒr die Karriere von Product Owner:innen. Einige der von ihm benannten Fallstricke sind meines Erachtens struktureller Art. Andere wiederum haben die jeweiligen Rolleninhaber:innen selbst in der Hand. Alle genannten Fallstricke kommen in der Praxis oft genug vor und sind keineswegs aus der Luft gegriffen. Der Beitrag legt den Finger in die richtige Wunde und gibt Hinweise, wo es oft klemmt. Die Erkenntnis ist allerdings nur der erste Schritt. Die Umsetzung ist oft herausfordernder, besonders bei strukturellen EinflussgrĂ¶ĂŸen, die sich nicht so einfach Ă€ndern lassen. Aber davon abschrecken zu lassen, ist keine Alternative.

https://www.scrum.org/resources/blog/5-fallstricke-die-product-owner-karrieren-sabotieren

Scrum Master | Effektives Servant Leadership

Ich bin nach wie vor ein großer Freund davon, erwachsene Menschen als mĂŒndige Personen zu betrachten, die man im Sinne des Servant Leadership dazu befĂ€higt, Probleme selbst zu lösen und sich weiterzuentwickeln. Ich finde den Artikel von Stephanie Ockerman daher interessant, weil sie darin versucht, zu verdeutlichen, was effektives Servant Leadership ist und sein sollte. Sie benennt klar, dass Product Owner:innen und Scrum Master:innen zwar Servant Leaders sind, Servant Leadership aber unabhĂ€ngig von agilen Rollen funktioniert. Davon wĂŒrde ich mir in der Tat mehr wĂŒnschen. Das setzt entsprechende Strukturen voraus. Können und Wollen erlebe ich oft, beim DĂŒrfen im Sinne von Strukturen, Regeln etc. sieht es leider oft genug bescheiden aus.

https://www.agilesocks.com/scrum-mastery-5-actions-effective-servant-leader/

Scrum-Team | Buisness- und Tech-Menschen arbeiten in einem Team zusammen

Der Blogpost von Mary Iqbal hat echte interdisziplinĂ€re Teams im Fokus, in denen beispielsweise Vertreter der „Fachseite” mit „Entwicklern” ein Team bilden. So wĂŒnscht man sich das. Auch wenn es herausfordernd zu sein scheint, ist dies aus meiner Sicht oft der beste Weg, um schnell Feedback zu generieren und die Kommunikationswege kurz zu halten. Sie benennt dabei einige Punkte, die das Leben eines solchen Teams einfacher machen. Es sind wertvolle Anregungen fĂŒr die Praxis, damit es reibungsfreier funktioniert.

https://www.rebelscrum.site/post/how-to-deal-with-biz-and-tech-people-on-the-same-scrum-team

Highperformance Teams | 10 Prinzipien, die den Unterschied machen

Was zeichnet ein richtiges Highperformer-Team aus? Manche werden sagen, es bestehe aus lauter Überfliegern. Doch das ist nicht das Geheimnis. Es sind zehn gelebte Prinzipien, die Pierre Smits vorstellt und hervorhebt. Sie ermöglichen erst das Zusammenspiel als Team und unterstĂŒtzen die ergebnisorientierte Zusammenarbeit. Und genau darauf kommt es an. Es bringt nichts, lauter „Überflieger” in ein Team zu packen, wenn sie keinen verlĂ€sslichen Modus finden, um gut zusammenzuarbeiten. Teamarbeit bedeutet eben Zusammenarbeit im Sinne eines guten Zusammenspiels der gesamten Mannschaft.

https://www.teamworkblog.de/2026/03/high-performance-teams-10-prinzipien.html

Kanban | Wenn Worflow-Visualisierung zum Aha-Effekt fĂŒhrt

Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Kanban-Fan bin und Kanban gerne – auch in Scrum-Teams – nutze, um bestimmte Aspekte sichtbar zu machen. Gerade wenn es darum geht, den Arbeitsfluss abzubilden und Blockaden zu erkennen, ist Kanban ein echter Game Changer mit Aha-Effekten. Das zeigt Rudolf „Ruedi” Gysi sehr gut in seinem Blogartikel. Darin geht es nicht um eine große Kanban-Implementierung mit allem Schnickschnack. Sondern um die Visualisierung des Arbeitsflusses und die daraus resultierenden ĂŒberraschenden Erkenntnisse, die zu schlankeren Teamprozessen fĂŒhren.

https://agilereflection.org/vom-task-dschungel-zum-flow-fluss-wie-kanban-teams-befreit-ein-aha-moment/

AbhÀngigkeiten | AbhÀngigkeiten gehören nicht in einen Sprint

Ein großes Problem bei grĂ¶ĂŸeren Organisationen sind: AbhĂ€ngigkeiten. Ich sehe den Vorteil von Kanban darin, dass die Prozessvisualisierung dazu beitrĂ€gt, AbhĂ€ngigkeiten Down- und Upstream des eigentlichen Kanban-Systems sichtbar zu machen. Das ist jedoch nicht das Thema von Jan Fischbach. Wie er richtig erkannt hat, gehört die zugehörige Arbeit nicht in den Sprint, solange eine AbhĂ€ngigkeit im Sinne einer nicht erfolgten Zulieferung besteht. Das ist nicht immer angenehm, aber konsequent. Ich kann nichts zusagen, das ich nicht liefern kann, wenn die Voraussetzungen hierfĂŒr nicht erfĂŒllt sind. In der Regel gibt es genug andere Arbeit, um die LĂŒcke zu fĂŒllen. Und wenn es darum geht, wie man kĂŒnftig Verzögerungen durch AbhĂ€ngigkeiten vermeiden kann. UnabhĂ€ngig davon, ob ihr nach Scrum oder Kanban arbeitet, geht es am Ende darum, wertschöpfende Arbeit durchzufĂŒhren und zu erkennen, wo es im System stockt, um in Zukunft besser liefern zu können.

https://www.teamworkblog.de/2026/04/abhangigkeiten-im-sprint-warum-dein.html

LEADERSHIP

Fitness to Lead | Nur wer folgen kann, kann auch fĂŒhren

Eine interessante Idee von Dan Rockwell. Man könnte sagen, es ist der ultimative Test fĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte. Seine These, dass nur, wer bereit ist, anderen zu folgen, auch fĂŒhren kann, gefĂ€llt mir ĂŒbrigens sehr gut. Tschaka! Der Grund ist simpel. Wer seine SchwĂ€chen erkennt und in diesen FĂ€llen lieber denjenigen den Vortritt lĂ€sst, die es besser können, besitzt die ReflexionsfĂ€higkeit und Demut, um andere Menschen zu unterstĂŒtzen und zu Leistung zu animieren. Damit bin ich voll d’accord. Ich bin mir aber auch sicher, dass bei diesem Test sehr viele FĂŒhrungskrĂ€fte – wenn sie ehrlich antworten wĂŒrden – durchfallen wĂŒrden.

https://leadershipfreak.blog/2026/04/02/absolutely-fit-to-lead/

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That's why they abbreviate a Community of Practice as "CoP".

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unFIX (mit Kim Nena Duggen) - Mein Scrum ist kaputt!

In manchen Organisationen ist Scrum gar nicht so kaputt. Die Rollen sind klar, Events sind im Kalender, Artefakte werden gepflegt. Aber die Zusammenarbeit fĂŒhlt sich trotz agiler Methoden immer noch ziemlich zĂ€h an. Verantwortung wird weitergereicht, Entscheidungen dauern und Teams warten. Irgendwas passt strukturell nicht. In diesem Zusammenhang taucht seit einiger Zeit immer hĂ€ufiger ein Begriff auf: unFIX. Was steckt eigentlich dahinter? WofĂŒr ist unFIX gedacht? Und was könnte es fĂŒr unsere Scrum-Teams bedeuten?

Mein Scrum ist kaputt!