#LINKSDERWOCHE | 20/2026: ProduktivitÀt, Projektmanagement, Lean, Agile, Management und Leadership, Politik und Gesellschaft
PRODUKTIVITĂT
Entscheidungen | 3-Zeitlinsen fĂŒr mehr Richtung
Bei Entscheidungen ist es ratsam, sich der drei Zeitlinien â Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft â bewusst zu sein. Die Vergangenheit liefert uns Informationen, aus denen wir lernen können, was gut und was weniger gut funktioniert hat. In der Gegenwart betrachten wir, was aktuell akut ist und uns zur VerfĂŒgung steht. Die Zukunft ist offen: Hier geht es darum, welche Wirkung wir kĂŒnftig erreichen wollen. Wie Dan Rockwell zu Recht anmerkt, sollten alle drei Aspekte bei Entscheidungen einbezogen werden. Meiner Meinung nach blicken wir viel zu oft und zu lange zurĂŒck oder sind zu sehr auf die Gegenwart fixiert. Selten jedoch machen wir uns bewusst, was wir kĂŒnftig erreichen wollen.
https://leadershipfreak.blog/2026/05/14/your-time-lens-shapes-direction/
KI | Was muss man wissen, um informiert zu bleiben
Theoretisch gehe ich davon aus, dass zum Thema KI bereits genug von vielen geschrieben und erzĂ€hlt wurde und somit zumindest quantitativ genug Material vorhanden ist, um sich zunĂ€chst damit zu beschĂ€ftigen, was die âWundertechnikâ kann und was nicht. Die Spreu vom Weizen zu trennen ist jedoch mitunter eine Herausforderung. Und daher erlaube ich mir, auf einen Artikel zu verweisen, der dabei helfen kann. Auch wenn ich mittlerweile der Meinung bin, dass es bei diesem Thema bereits zugeht wie auf einem Delegiertenkongress irgendeiner Partei, bei dem bereits alles gesagt wurde, aber halt noch nicht von jedem. Entschuldigung, wenn ich etwas genervt klinge, aber die Flut an KI-Artikeln geht mir langsam auf die Nerven, insbesondere, weil mir der Mehrwert fehlt. Das gilt auch fĂŒr die wachsende Zahl KI-generierter Blogartikel, die klingen, als wĂŒrde jeder von jedem abschreiben. Da die Ausnahme auch die Regel bestĂ€tigt, möchte ich einen Beitrag von Jan Fischbach empfehlen, der einen Ăberblick ĂŒber die diversen Modelle bietet und nicht allzu techniklastig ist.
https://www.teamworkblog.de/2026/05/wie-informiert-man-sich-uber-kunstliche.html
Obsidian | Die tÀgliche Notiz
Ăhnlich wie Thomas Mathoi nutze ich Obsidian â zwischenzeitlich auch beruflich â fĂŒr meine tĂ€glichen Notizen und bin damit sehr zufrieden. DafĂŒr braucht es keine zig Add-ons und Co., es funktioniert gut mit Bordmitteln. Zwar habe ich mein Setup gefunden, beim Feintuning schaue ich dennoch gerne immer wieder Menschen wie meinem Namensvetter ĂŒber die Schulter, um das Ganze noch besser zu machen.
https://www.mathoi.at/2026/05/10/die-taegliche-notiz-neu-ueberdacht/
Obsidian | Projektstukturnotiz als Teil der ProjektĂŒbersicht
Und hier ist noch ein Tipp fĂŒr Obsidian von Thomas Mathoi. Er zeigt, wie er das Thema ProjektĂŒbersicht fĂŒr sich gelöst hat. Ich bin persönlich einen anderen Weg gegangen und nutze #-Filter und die Erweiterung TaskBoard, um meine Projekte/Themen zu âtrackenâ. Allerdings ziehe ich auch eine GesamtĂŒbersicht auf einem Board vor und nehme dafĂŒr gerne Abstriche an anderer Stelle in Kauf. Dennoch werde ich mir seinen Ansatz fĂŒr die Zukunft nochmal ansehen. Im nĂ€chsten âMultiprojekt-Kontextâ könnte er hilfreich sein. Daher freue ich mich schon auf die FolgebeitrĂ€ge, die sicherlich noch weitere Ideen und Impulse liefern werden.
https://www.mathoi.at/2026/05/13/projektuebersichten-in-obsidian-teil-1-die-projektstrukturnotiz/
PROJEKTMANAGEMENT
Koginitive Verzerrungen | Wie Biases im Kontext von Projekten wirken
Jeder Mensch â ich kenne niemanden, der mir das Gegenteil glaubhaft vermitteln könnte â hat seine âkognitiven Verzerrungenâ (Bias), die er mit sich herumtrĂ€gt. Ist so. War so. Und es wird immer so sein. Die einen sind sich dessen bewusst und reflektieren deshalb regelmĂ€Ăig selbstkritisch, die anderen wiederum nicht (darunter offenbar viele WĂ€hler der Nicht-Alternative â diesen Seitenhieb konnte ich mir nicht verkneifen). Sich regelmĂ€Ăig oder ĂŒberhaupt damit auseinanderzusetzen, halte ich daher fĂŒr ein sehr wichtiges Thema. Und das nicht nur in Bezug auf Projektmanagement. Wichtig dabei ist die kritische Reflexion unserer Entscheidungen. Um mögliche Fehler zu vermeiden. Ein Punkt, auf den Irene Timmers verweist.
https://t2informatik.de/blog/kognitive-verzerrung-in-projekten/
Zu viele Abstimmungen | Zu viele Meetings als Zeichen von MĂ€ngeln in der Organisation
Zu wenige Abstimmungen sind genauso schlecht wie zu viele. Woran scheitert es so oft? Unklare Ziele, zu viele Beteiligte, unklare Verantwortlichkeiten und eine mangelnde Entscheidungskultur können dabei eine Rolle spielen. All das sind Punkte, die Andrea Windolph ins Spiel bringt, und alles sind Indizien fĂŒr Verbesserungspotenziale im Zusammenarbeitssystem. Wenn wir wissen, wo es klemmt, ist das der erste Schritt hin zur Lösung. Wenn das nĂ€chste Mal wieder ĂŒber zu viele Abstimmungsschleifen gejammert wird, ist es sinnvoll, sich nĂ€her mit den Ursachen zu befassen und das Problem an der Wurzel zu packen.
https://projekte-leicht-gemacht.de/blog/projektmanagement-praxis/abstimmungen-als-zeitfresser-im-projekt/
LEAN
Wenn Lean scheitert | FĂŒnf Muster, die zum Scheitern von Lean beitragen
Wenn man die Verhaltensweisen und Muster kennt, die sich langsam einschleichen und immer mehr Sand ins Getriebe der VerĂ€nderungen bringen, hat man gute Chancen, dem mit reflektiertem Vorgehen entgegenzuwirken. Daher finde ich die Idee hinter den â5+S des Lean Scheiternsâ, die Götz MĂŒller in seinem folgenden Blogartikel in den Fokus stellt, sehr informativ. Dazu gehören Klassiker wie Silo-Denken, Symbolpolitik (die Manager genauso gut können wie Spitzenpolitiker), SchnellschĂŒsse (einer meiner Favoriten) und weitere. Was soll ich sagen, sie alle kommen mir recht bekannt vor und ja, auch ich falle immer wieder auf sie herein. Wenn man sie allerdings kennt, hat man gute Chancen, sie schneller zu erkennen und frĂŒher entgegenzusteuern. Vorausgesetzt, man will und kann und darf âŠ
https://www.geemco.de/artikel/die-5s-des-lean-scheitern
AGILE
Sprint abschlieĂen | Weshalb wir jeden Sprint abschlieĂen (mĂŒssen)
Warum arbeitet man in Scrum mit Sprints? Und warum ist es fĂŒr Scrum-AnhĂ€nger so wichtig, jeden Sprint neu zu planen? Diese Frage hĂ€ngt eng mit dem Thema zusammen, einen alten Sprint nicht offen zu lassen. Wenn Arbeit in einem Sprint nicht wie geplant fertiggestellt wird, wird sie nicht einfach in den nĂ€chsten Sprint ĂŒbernommen oder der Sprint gar ganz offen gelassen. Nein, der Sprint wird beendet. Der nĂ€chste wird neu geplant. Ganz neu. Fertig. Was wie eine gnadenlose, dogmatische Regel klingt, hat einen ganz einfachen Grund. Wir erzeugen damit âpositiven Stressâ, der dazu zwingt, zu reflektieren. Wir reflektieren, ob unsere Annahmen zur LieferfĂ€higkeit korrekt sind, und gehen bei Bedarf Ursachenforschung betreiben. Es geht nicht darum, Schuldige zu finden oder jemanden öffentlich hinzurichten, sondern darum, gemeinsam zu lernen, was bremst und wie wir besser werden können. Und es geht darum, zu entscheiden, was uns aktuell vorwĂ€rtsbringt. Das kann sich Ă€ndern, denn wir arbeiten im Kontext von Scrum explorativ. Dazu mehr von Mary Iqbal:
https://www.scrum.org/resources/blog/dont-leave-old-sprints-open
MANAGEMENT UND LEADERSHIP
Beteiligung | Beteiligung braucht Klarheit und Transparenz
Das Thema Beteiligung sollte man ernst nehmen. Und nicht nur dort, wo man es originĂ€r verorten wĂŒrde â in BĂŒrgerbeteiligung und Ăhnlichem â, sondern auch im professionellen Kontext. Gute FĂŒhrungskrĂ€fte wissen genau, dass Beteiligung dazu beitrĂ€gt, dass die Organisation richtig ârocktâ und ein Erfolgsbaustein in VerĂ€nderungsprozessen ist. Da ich der Meinung bin, dass sich eine Organisation bestĂ€ndig weiterentwickeln und verĂ€ndern muss, gehört Beteiligung fĂŒr mich zum âDauergeschĂ€ftâ. Doch wann und in welchem MaĂ ist Beteiligung sinnvoll? Das kann variieren. DafĂŒr braucht es einen Rahmen und Klarheit. Hilfreich dabei können die Stufen der Beteiligung sein, die Dorothea Herrmann hier gut beschreibt.
https://verwaltungsrebellen.de/stufen-der-beteiligung/
Informeller Einfluss | Weshalb wir Menschen brauchen, die informell fĂŒhren
Zum Thema âVerĂ€nderungenâ passt auch die Rolle der informellen Einflussnehmer, die Dan Rockwell in einem Blogartikel als wichtige VerbĂŒndete herausstellt. Sie sind jedoch schwer zu greifen, da sie nicht an formellen Rollen und Strukturen âanknĂŒpfenâ. Und doch spielen sie eine enorme Rolle. Oft genug sind sie das âSchmierfettâ im Getriebe der Organisation und sorgen dafĂŒr, dass alles reibungsfreier lĂ€uft, weil sie vieles auffangen, was die formale Struktur nicht schafft. Sie tragen auch bei fast jeder Initiative dazu bei, dass sie gelingt, weil sie die Energie in Form von Motivation liefern, die kein formalistischer Ansatz vermag. Und doch werden informelle Strukturen viel zu wenig beachtet.
https://leadershipfreak.blog/2026/05/12/secret-powers-of-informal-influencers/
JTBD | Es gibt mehr als nur den âtechnischeâ Job
Ich bin ein groĂer Fan des JTBD-Konzepts und weise in meinen Projekten gerne darauf hin, dass es darum geht, dass eine Lösung einen bestimmten Job besser erledigen soll als andere, um fĂŒr die Nutzer attraktiv zu sein. Was dabei jedoch hĂ€ufig beobachtet wird, ist, dass sich alle auf den âtechnischen Jobâ konzentrieren, dabei aber vergessen, dass es neben dem technischen Job auch eine emotionale und soziale Funktion geben kann, die nicht unterschĂ€tzt werden sollte. Ein Beispiel: Wenn es beim Autofahren wirklich nur darum ginge, von A nach B zu kommen, dann wĂŒrden wir alle einfache, zweckmĂ€Ăige Autos fahren oder gar den ĂPNV nutzen. Aber offenbar gibt es da noch eine weitere Komponente. Zumindest fĂŒr manche Menschen hat das Auto auch eine soziale Funktion, weswegen unter der Haube ein Hochleistungsmotor stecken muss, den wir nicht mal ansatzweise brauchen, und als Hingucker muss noch ein extravagantes Fahrzeugdesign her. Lars Richter hat ĂŒbrigens noch ein anderes Beispiel.
https://scamper.blog/tod-aus-der-dose
POLITIK UND GESELLSCHAFT
Gegen die Medienmacht der Neuen Rechten | Netzwerk recherchiert, informiert und klÀrt auf
Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich bestimmte Gruppierungen und ihre Ansichten fĂŒr mehr als zweifelhaft halte. Ich bin sogar der Meinung, dass die âAlternative fĂŒr gegen Deutschlandâ als rechtsextremistische und verfassungsfeindliche Organisation verboten gehört. Ihre AnhĂ€nger schmĂŒcken sich bekanntermaĂen gerne mit den Farben der Frankfurter Paulskirche, der Weimarer Republik und des Grundgesetzes, wĂ€hrend sie die zugehörigen Werte mit FĂŒĂen treten. Als AnhĂ€nger der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, die es mit aller Macht zu schĂŒtzen gilt, beobachte ich genau, was gerade geschieht, und bin immer wieder fĂŒr gute, verlĂ€ssliche Informationen dankbar. ZufĂ€lligerweise hat mir diese Woche jemand einen Tipp gegeben und mich auf das EdelweiĂ-Netzwerk aufmerksam gemacht. Es stellt sich der Normalisierung der menschenverachtenden Thesen der Autokratiefetischisten entgegen.
https://edelweissnetzwerk.de/artikel
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