@sutaio No moje antiteze je,že Tvůj pohled,což je dle mého názoru (DMN) to maoistické "Political power grows out of the barrel of a gun (枪杆子里面出政权)", Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Political_power_grows_out_of_the_barrel_of_a_gun ,platí spíš pro takové ty tvrdší diktaturní DMN maoistické režimy jako Čína, Kambodža, Severní Korea apod.

A pro lehčí,DMN semi-maoistické režimy jako např.ČR,EU platí nějaká směs toho co říkáš a právního státu (rule of law).

I když třeba v Kambodži daňová pobočka chtěla abych jim dal 10 otisků prstů (identity theft hazard) a nenapsali to v dopisu (v něm jen "otisk prstu") a vyhledal jsem v khmérsky psaných zákonech (kterým na rozdíl od toho DMN šrotu v České Sbírce většinou rozumím,co přesně znamenají),že na to nemají nárok když to nenapíšou v dopise,tak jsem jin napsal 5-stránkový elaborát v Khmérštině s obrázky,kde jsem argumentoval že se snažím chránit svá citlivá privátní data a že nejsem podle zákona povinen a jestli mi to napíšou dopisem tak jim to dám,a babenki v kanceláři byly najednou zřejmě rády že dostaly něco co můžou archivovat, že je nadřízený nemůže kritizovat že ode mě nevymohly 10 otisků,přestaly po mě chtít i ty jiné byrokratické DMN šikany co po mě chtěly,začly se hihňat a srotily se kolem nějakého Facebooku nebo Tiktoku co tam měla jedna na mobilu,a když jsem jim vnucoval ty zbylé dokumenty co po mě chtěly,tak si je vzaly ale tvářily se jako ať je už neotravujou,že teď mají FB/Tiktok😂. Tak ani ta Kambodža není očividně čistě maoistická.

Fig.1:1.stránka z 5 mého dopisu Generálnímu direktorátu daní(Google Translate app to přeloží i když blbě, např. oslovení není Dear Sirs, ale Dear úřednice a úředníci, takže to DMN sexisticky vycenzuruje ženy z jejich existence).

Ještě jsem si z nich dělal srandu že jsem to napsal přesně stejným fontem a formát. jako zákony v té jejich Sbírce(Královská gazeta).

#maoismus #ruleoflaw #právnístát #arogancemoci #argumentace #elaborát #khmérština #ភាសាខ្មែរ #khmer #cambodia #kambodža #កម្ពុជា #maoism #dictatorship #authoritarianism

Nepalesische #Anarchisten über den Sturz der Regierung: Ein Interview mit Black Book Distro

In Nepal eskalierte Anfang September 2025 eine #Protestbewegung als Reaktion auf #Polizeigewalt zu einem spontanen #Aufstand, der mit der #Brandstiftung des #Parlament​s und einer Reihe von #Regierungsgebäude​n, #Polizeistation​en, #Parteizentrale​n und #Villen von #Politiker​n gipfelte. Innerhalb von anderthalb Tagen war #Premierminister Khadga Prasad Oli geflohen und die Regierung war zusammengebrochen. Aber der Sturz einer Regierung ist nur die erste Phase eines viel längeren Kampfes; inmitten dieser #Unruhen konkurrieren #Monarchisten, #Neoliberale und #Radikale um die Zukunft Nepals. Um ein klareres Verständnis für den #Hintergrund des Aufstands und die Dynamik innerhalb desselben zu bekommen, haben wir Black Book Distro interviewt, ein anarchistisches #Kollektiv und eine #Bibliothek in #Kathmandu.

Der Aufstand in Nepal ist Teil einer Reihe von Aufständen, die Asien in den letzten Jahren erschüttert haben. Wir können die Spuren der Funken vom Sturz des Präsidenten von Sri Lanka im Jahr 2022 bis zum Aufstand in #Bangladesch im Jahr 2024 und dem Aufstand in #Indonesien im August 2025 verfolgen, ganz zu schweigen vom anhaltenden Bürgerkrieg in #Myanmar.

Seit dem Sturz der nepalesischen Regierung sind auch auf den #Philippinen heftige #Proteste ausgebrochen. All dies ist eine Reaktion auf die weit verbreitete wirtschaftliche Not und das Versagen der Versprechen der Politiker. Die #Komplizenschaft der institutionellen kommunistischen Parteien bei dem #Massaker, das den Aufstand ausgelöst hat, sollte alle angehenden Revolutionäre daran erinnern, dass es unmöglich ist, die Probleme des #Kapitalismus allein durch die Gewalt des Staates zu lösen – selbst wenn man „kommunistisch” im Namen seiner Partei hat.

Die Herausforderungen, die der Kapitalismus für die Menschen mit sich bringt, erfordern radikalere Veränderungen, als sie mit #Polizeiausrüstung und politischen Vorschlägen in den Machtzentralen erreicht werden können.

Ebenso sollte dieser Aufstand Politikern und #Polizisten auf der ganzen Welt zu denken geben, die glauben, sie könnten ungestraft plündern und terrorisieren. Heute mag das Geld, das sie erhalten, sie vor den Folgen ihrer Handlungen schützen – aber morgen ist alles möglich.

Keine dieser Revolten hat bisher alle ihre Ziele erreicht, aber während Menschen auf der ganzen Welt mit #Oligarchie und staatlicher #Unterdrückung zu kämpfen haben, bietet jede von ihnen Lehren.

Wie ein Kommentator in den sozialen Medien es ausdrückte: „Nur ein junger Mann, der die Haut des Feindes trägt.“

Stell dein Projekt vor. Wer bist du und was machst du?

Wir sind Black Book Distro, ein anarchistisches Kollektiv und eine Bibliothek mit Sitz in Kathmandu, Nepal, die sich der Radikalisierung durch Aufklärung über die Geschichte der #Linke​n sowie der aktiven Beteiligung an Volkskämpfen und Bewegungen widmet, die wir für mit unseren Zielen vereinbar halten (die Proteste der Generation Z, die Meter-Byaj-Bewegung,1 die Guthi-Bewegung2). Wir sprechen zu euch als anarchistische Bewegung, die unter der Unterdrückung eines gescheiterten und korrupten kommunistischen #Regime​s und #Kongress​es steht.

Gib uns einen kurzen Überblick über die sozialen Bewegungen und Kämpfe in Nepal in den letzten ein oder zwei Jahrzehnten. Was waren die wichtigsten Anliegen, die zu den Unruhen in der #Bevölkerung geführt haben?

Nach der maoistischen Revolution hat Nepal mehrere Wellen sozialer, wirtschaftlicher, geografischer und politischer Umbrüche erlebt. Zu den wichtigsten Problemen gehören die weit verbreitete #Kasten​diskriminierung, eine tödliche Epidemie des #Menschenhande​ls mit #Wanderarbeiter​n, die durch den Mangel an Möglichkeiten im eigenen Land angeheizt wird, regelmäßige #Grenzkonflikte mit unseren atomar bewaffneten Nachbarn und eine politische #Korruption, die so dreist ist, dass sie zu einem erschreckend starken Wiederaufleben monarchistischer Gefühle im Land geführt hat.

Zu den #Volksbewegung​en für Veränderungen gehörten der Kampf der #Madhesh um Rechte und Würde, Proteste gegen die Korruption in der #COVID-Ära unter dem Motto „Enough Is Enough” (Genug ist genug), nationalistische Streitigkeiten über Grenzgebiete wie #Lipulekh, die #Hungerstreik​s von Dr. KC für eine bessere #Gesundheitsinfrastruktur, der Widerstand gegen räuberische #Hypothekenzinsen und die Verteidigung der #Gemeinschaftsflächen des Volkes der #Newar.

Diese Kämpfe werden von einem komplexen sozialen Gefüge angetrieben, das immer noch von #Patriarchat, #Kastenwesen und #Religion geprägt ist, während gleichzeitig verfassungsrechtliche Bemühungen um Repräsentation, #Meinungsfreiheit, wirtschaftliche Freiheit und #Föderalismus unternommen werden. Die wichtigsten politischen Organisationen sind die #Kongresspartei, maoistische und marxistisch-leninistische Parteien sowie royalistische Fraktionen. Darunter gibt es unabhängige Jugendgruppen, linke Räume und indigene Gemeinschaftsgruppen.

Historisch gesehen wurden die meisten Proteste von den großen politischen Parteien angeführt oder beeinflusst, obwohl spontane Jugend- und #Basisinitiativen zunehmend unabhängig agieren (einschließlich des jüngsten Aufstands der „Generation Z“).

Heute wurden scharfe Munition gegen #Zivilisten, darunter auch #Kinder eingesetzt. Wir waren an vorderster Front. Wir haben gesehen, wie viele Menschen erschossen wurden.“

(...)

Weiterlesen in meiner Übersetzung des Interviews mit Black Book Distro, 22.09.2025, bei @CrimethInc

#Insurrection #Nepal #Uprising #Revolt #CapitalimsIsADeathCult #Maoismus #Anarchismus

@decolon

Stimmt natürlich, im real existierenden #Sozialismus wie auch dem #Stalinismus, #Maoismus usw. hatten "Abgeordnete" nicht nur ihre Privilegien zu verteidigen, sondern auch ihre Freiheit & ggf. sogar ihre Köpfe...

@cyb3rrunn3r @ElisabethK

https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/elinor-ostrom-und-diskussionen-mit-marxismus-glaeubigen/

Elinor Ostrom und Diskussionen mit Marxismus-Gläubigen

Dr. Michael Blume schaut auf Erfahrungen zurück, die er nach Postings zur Wirtschafts-Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom immer wieder macht.

Natur des Glaubens
Die linke Seite des politischen Spektrums in Deutschland hat schon lange zwei Probleme.

Das eine: Es klafft eine riesengroße Lücke zwischen den Grünen – wo beinahe jeder, der ein Parteibuch hat, längst bürgerlich geworden ist – und den Radikalen.

Das andere: Die Radikalen sind so verbohrt, die kämpfen eher gegeneinander als miteinander – und zwar teilweise sehr kleinteilig.

Jüngere Linksradikale sind häufig über soziale Medien politisch geprägt. So jung, wie sie sind, so heißspornig sind sie auch. Nur das extremstmögliche Extrem ist ausreichend. Wenn so jemand Anarchosyndikalist ist, dann ist das schon ein Glücksfall.

Nein, wenn, dann ist man gleich radikaler Anarchokommunist.

Dann fordert man natürlich die Abschaffung von Nationalstaaten – Deutschland zuerst, dann die USA und erst ganz am Ende Israel^W^W^W^W^W^W, dann Israel, gleichzeitig wird ein Staat Palästina gegründet, auf dessen Territorium sich keine Juden mehr aufhalten dürfen, und der wird dann als letztes aufgelöst, wenn überhaupt. Aber nein, sie sind keine Antisemiten. Das wäre ja faschistisch.

Räterepubliken, wie sie sich die Anarchosyndikalisten vorstellen, lehnt man natürlich auch ab, weil man Regierungen, Administrationen und überhaupt das wie auch immer geartete Bestimmen irgendeiner Person über irgendeine andere Person ablehnt. Somit fordert man natürlich auch die ersatzlose Abschaffung jeglicher Rechtssysteme und jeglicher irgendwie vordefinierter Regeln. Wenn überhaupt, sollen maximal zwei Menschen auf rein freiwilliger Basis vorübergehend einzelne Regeln untereinander ausmachen.

Religionen und Glaubensgemeinschaften wollen sie auch zwangsweise abschaffen, das Christentum wahrscheinlich zuerst. Am längsten bleiben darf das Judentum^W^Wder Pastafarianismus^W^Wder Islam aus Solidarität mit Gaza. Das Judentum hat zeitgleich mit dem Christentum aufzuhören zu existieren.

Sogar die Konzepte Eigentum, Besitz und Handel wollen sie restlos und ersatzlos abschaffen. Niemandem darf mehr irgendetwas gehören. Die Unterhose auf deinem Arsch darf buchstäblich nicht mehr dein Eigentum sein. Jedem soll alles und nichts gehören.

Kurioserweise merken sie selbst gar nicht, was das eigentlich alles für ein Humbug ist. Zum einen fordern sie die sofortige weltweite Schaffung einer Situation, die nur deshalb keine totale Anomie und kein absolutes Endzeitchaos ist, weil alle freiwillig mitmachen und alle freiwillig nett zueinander sind. Zum andere stellen sie selbst damit sehr strikte Regeln auf. Das merken sie aber nicht, das werden sie vehement abstreiten. Und ein Konzept für den Umgang mit denen, die sich nicht dran halten, haben sie auch nicht, weil Leute, die nicht den totalen Anarchokommunismus leben wollen, in ihrer Vorstellung gar nicht vorkommen.

Im allgemeinen denken sie nämlich nicht aus logischer politischer Überzeugung so. Nein, das ist rein emotional begründet: Sie glauben, sie müssen in jeglicher Hinsicht so links und so extrem sein wie nur irgend möglich. Für sie ist das politische Spektrum eine eindimensionale Achse mit dem Anarchokommunismus ganz links und dem Nationalsozialismus ganz rechts. Und alles rechts vom Anarchokommunismus ist faschistisch, weil es nicht so weit links ist wie möglich.

Von solchen Leuten ist politisch nichts zu erwarten, schon deshalb, weil sie eben Politik als solche ablehnen und am liebsten alle „Bonzen“ getötet sehen wollen. Genau wie alle „Bullen“. Womöglich gar alle „Faschos“, also alle, die nicht wie sie selbst radikalstmögliche Anarchokommunisten sind. Sie sind äußerst reizbar und lassen sich durch Kleinigkeiten in ihren Aktivismus-Modus triggern.

Noch dazu würden sie nie irgendeine heutige Mehrheit unterstützen. Statt dessen haben sie „Intersektionalität“ für sich selbst umdefiniert: Früher haben sie gegen alles gekämpft, was keiner Minderheit angehörte. Heute tolerieren sie nur diejenigen, die mindestens zwei, besser drei oder mehr möglichst kleinen Minderheiten gleichzeitig angehören. Und um nicht von ihresgleichen auf den Deckel zu bekommen, definieren sie sich selbst als gleich einem ganzen Bündel an geschlechtlichen, sexuellen und sogar ethnischen Minderheiten angehörig. Je „intersektionaler“, desto linker.

Schlimmer noch: Wo es nun immer mehr und immer kleinere Minderheiten gibt, kooperieren die nicht etwa. Nein, die kämpfen gegeneinander und versuchen, sich gegenseitig auszuspielen. Erstens kämpfen sie schlicht und ergreifend um Aufmerksamkeit. Zweitens kämpfen sie gegeneinander, weil ihre Ideologien sich gegenseitig widersprechen, z. B. Transaktivismus gegen Feminismus. Und drittens will unterschwellig wieder einmal jeder für sich beanspruchen, von allen am weitesten links zu sein – womit dann aber alle anderen automatisch Faschos wären.

In gesetzterem Alter gibt es sehr wohl auch emotionsgetriebene radikalanarchistische Heißsporne, die nie erwachsen geworden sind. Aber selbst der klassische Punk, der tatsächlich Chaos und Anomie will, auch weil er glaubt, das „Stärkere“ in „Recht des Stärkeren“ beziehe sich auf ihn, ist fast ausgestorben.

Ältere Anarchisten sind eher Alt- oder Späthippies, die den Anarchismus nicht mit sofortiger Wirkung und absolut überall auf der Welt in einer Riesenrevolution weltweit durchsetzen wollen. Lieber haben sie ihre Nischen, z. B. Kommunen. Denn da wissen sie von schon existierenden Beispielen, das funktioniert tatsächlich. Auch ihre Attitüde zur Polizei ist entspannt, solange sie selbst in Ruhe gelassen werden. Wo junge Anarchokommunisten vom Anblick einer Uniform sofort in einen Blutrausch getriggert werden, kann der Altanarchist sich durchaus selbst der Dienste der Ordnungshüter bedienen, wenn er sie mal braucht.

Was es unter den Älteren mehr gibt als unter den Jüngeren, sind Kommunisten. Da gibt es allerdings solche und solche. Relativ selten sind die mit Realitätssinn, die durchaus umgänglich sein können und nicht den sofortigen politischen Umsturz fordern. Die identifizieren sich aber auch nicht bei jeder Gelegenheit als Kommunisten.

Dann gibt es die Altkommunisten. Das sind praktisch durchweg Baby Boomers oder älter. Die einen sind Alt-68er und waren damals schon stramm auf der Seite des Vietcong, also die Sorte Mensch, der vor Jahrzehnten von rechtskonservativen Mitbürgern nahegelegt wurde, „doch nach drüben“ zu gehen. Einige von ihnen sind ja tatsächlich „nach drüben“ gegangen. Aber wohl nur Wolf Biermann war wahnsinnig und verblendet genug, dann auch noch zu versuchen, die DDR zu dem kommunistischen Utopia zu reformieren, das er wohl unironischerweise im Osten bis zu seiner Ankunft erwartet hatte.

Viele Alt-68er-Kommunisten haben auch durchaus Realitätssinn und das Wohl der Arbeiterklasse im Sinn. Was ihnen aber fehlt und vielfach früher schon fehlte, ist die Fähigkeit, auch zur Arbeiterklasse zu sprechen. Dafür waren sie schon immer zu gebildet und zu belesen. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang haben etwa Liedermacher wie Hannes Wader oder Franz Josef Degenhardt versucht, mit ihren Texten die breite Masse zu erreichen. Die aber verstand häufig noch nicht einmal, was Rio Reiser in seiner Zeit bei Ton Steine Scherben sang. Die Liedermacher hatten derweil als Publikum nur diejenigen, die eh schon dachten wie sie selbst – und die ähnlich gebildet und belesen waren wie sie selbst.

Dann gibt’s aber auch noch die, die ihr SED-Parteibuch nie abgegeben haben, auch im Kopf nicht. Und die – dazu zählen auch ein paar Alt-68er –, die so wirken, als hätten sie noch ein SED-Parteibuch oder gar eines der DKP. Das sind die, denen jeglicher Realitätssinn abgeht. Putin ist für sie der eigentliche Gute. Nicht nur hat der Dezember 1991 für sie nie stattgefunden, sondern für sie ist jeder Slawe automatisch ein überzeugter, fahnentreuer Kommunist – und jeder Russe schon mal erst recht. Für sie ist „Towarischtsch Putin“ der Staatschef der nach wie vor existierenden Sowjetunion und der Parteichef der KPdSU. Die Ukraine sehen sie als abtrünnige Sowjetrepublik. Am liebsten würden sie die Bundesrepublik Deutschland aus der NATO herausholen und an den Warschauer Pakt anschließen – bis ihnen jemand in der Wikipedia zeigt, wann der Warschauer Pakt aufgelöst wurde. Im übrigen liegt jetzt Warschau selbst auf NATO-Territorium.

Sollten irgendwann einmal russische Panzer in einer Invasion durch Deutschland rollen, dürften diese Gestalten am Straßenrand stehen und die Russen willkommen heißen, weil sie die für die sowjetische Rote Armee halten. Gekleidet in einen NVA- oder Rote-Armee-Mantel. Auf dem Kopf ein Barett oder eine Ushanka mit einem roten Stern drauf. Die linke Hand haben sie zur Faust geballt und zum Rotfront-Gruß erhoben. Mit der rechten schwenken sie eine rote Hammer-und-Sichel-Fahne. Dazu singen sie voller Inbrunst die „Internationale“ – nicht etwa, weil die sowieso auch in SPD-Kreisen gesungen wird, sondern weil sie allen Ernstes glauben, jetzt kommen die Kommunisten und befreien sie vom Kapitalismus. Dann singen sie „Bella ciao“ – so bekloppt es auch ist, in Gegenwart schwer bewaffneter Soldaten im Zuge einer Invasion ausgerechnet ein Partisanenlied zu singen. Aber sie glauben eben, es sei „irgendwas mit Kommunismus“. Und wenn sie dann die sowjetische Nationalhymne anstimmen, wundern sie sich, warum sie ausgerechnet dann von einem „Rotarmisten“ im Vorbeifahren abgeknallt werden.

Wie sich gerade gezeigt hat, gibt es solche Leute sogar in der Bundestagsfraktion der SPD – derselben SPD, die sonst den Eindruck macht, als hätte jemand die Merkel-CDU rot angemalt. Wenn das sogar in der taz kritisiert wird, dann spricht das Bände. Eigentlich wurde für genau solche Leute – und von genau solchen Leuten – das BSW gegründet, dessen Ziel mit nicht zu unterschätzender Wahrscheinlichkeit die „Freie Demokratische Volksrepublik Deutschland“ (= eine totalitäre stalinistische Diktatur) oder gar die „Германская Советская Социалистическая Республика“ („Deutsche Sozialistische Sowjetrepublik“) als russischer Satellitenstaat ist. Aber bei der SPD kann man eben leichter und besser Karriere machen.

Und dann gibt’s noch die „Marxisten-Leninisten“. Wohlgemerkt, diejenigen, die tatsächlich einigermaßene Marxisten-Leninisten sind, reden nicht drüber, die sind es einfach. Wer sich selbst so bezeichnet, ist weder noch. Statt dessen sind selbsterklärte „Marxisten-Leninisten“ entweder noch schlimmere Stalinisten, als man sie im BSW vorfindet, oder Maoisten oder in seltenen Fällen Trotzkisten. Alle sind gleichermaßen Tankies, die sogar noch jegliche Greueltaten in der Sowjetunion, China, Kuba usw. entweder relativieren oder bestreiten oder gleich verteidigen. Selbst die Altkommunisten sehen diese Leute als komplett durchgeknallt an. Trotzdem wird man selbst diese Leute nie unter einen Hut bekommen.

So ist eine starke, vereinte Linke links von den Grünen noch undenkbarer. Kommunisten und Anarchisten sind sowieso nicht vereinbar. Die radikalen Anarchisten bezeichnen die Kommunisten als Faschos, weil Kommunismus nicht so weit links ist wie Anarchokommunismus. Die Kommunisten wiederum argumentieren, Anarchismus an sich ist überhaupt nicht links, sondern eigentlich rechts, weil er das Extrem des klassisch rechten „kleinen Staates“ ist, nämlich gar kein Staat. Und im übrigen verträgt sich radikaler Anarchokommunismus eh nicht mit Regierungspolitik, weil er sowohl das Konzept „Regierung“ als auch das Konzept „Politik“ ersatzlos zu vernichten sucht.

Bei so einem Aufeinandertreffen dürften beide Seiten sich auch noch um die Definition von „Kommunismus“ kloppen. Und beide liegen falsch: „Kommunismus“ ist für die einen die totale Abschaffung von Eigentum in jeglicher Form, also auch von allem Privateigentum. Für die anderen ist er gleichbedeutend mit Stalinismus^WMaoismus^WStalinismus^WMaoismus^WStalinismus^WMaoismus^WStalinismus^WMaoismus^W… Diejenigen, die wirklich wissen, was „Kommunismus“ bedeutet bzw. wie Karl Marx ihn definiert hat, bleiben ungehört, weil sie ganz einfach nicht laut und aggressiv genug sind.

Was gibt es also überhaupt noch links von den Grünen?

Erstens sind das unterm Strich nicht nur einfach konservative, sondern regressive (Zeit-)Genossen, die in Deutschland ein politisches System einführen wollen, das nachweislich in der Vergangenheit nicht funktioniert hat. Außer für die Machteliten und auch das nur, indem sie ihr eigenes Volk auch schon mal zu zig Millionen abschlachten ließen. Das heißt, am Ende nicht einmal für die.

Zweitens sind das diejenigen, die fast alles, was die menschliche Zivilisation in den letzten zigtausend Jahren erfunden hat, um das eigene Zusammenleben zu ermöglichen und verbessern, abschaffen wollen. Und zwar ersatzlos und von jetzt auf sofort. Die nicht einmal merken, wie sie sich eigentlich selbst widersprechen: Der Zwang zum totalen, absoluten, radikalen Anarchismus beinhaltet die gleichermaßen zwangsweise totale Abschaffung jeglicher Regeln, ist aber selbst ein neues Regelwerk. Und wie und von wem dieses Regelwerk in einem weltumspannenden radikalst-anarchischen System durchgesetzt werden soll, darauf haben sie auch keine Antwort.

Diese beiden Gruppen sind schon in sich zerstritten – untereinander, wie gesagt, erst recht. Noch dazu wird sich die breite Masse nicht für eine neue Unterdrückungsdiktatur wie die DDR begeistern können – und übrigens auch nicht für etwas, das sich von endzeitlicher Anomie nur durch das freiwillige und unentgeltliche Anpacken der ganzen Weltbevölkerung unterscheidet, das so eh nie eintreten wird. Und wer impliziert, man sei als weißer deutscher Cishet-Mann schon auf fünffache Art und Weise ein Faschist, wird definitiv nicht die zig Millionen weißen deutschen Cishet-Männer für die eigene Sache gewinnen können.

Drittens sind das die, die zwischen ihrer eigenen gutbürgerlich-akademischen Herkunft einerseits und andererseits dem Getriebenwerden durch realitätsferne Stalinisten und geifernde Social Justice Warriors, für die alle Cispersonen Faschisten sind und alle Weißen auch, komplett verlernt zu haben scheinen, wie linke Tagespolitik für die breite Masse in der Praxis eigentlich funktioniert.

Der klägliche Rest weiß zwar, was zu machen wäre und wie, ist aber chancenlos, weil linke Politik links der Grünen – oder gar nur links des Seeheimer Kreises – inzwischen als fast durchweg extremistisch und „von Spinnern für Spinner“ gebrandmarkt ist.

Genau deshalb hat es doch die AfD so leicht, die Bundesbürger massenhaft zu tiefstbraunen Faschisten umzuerziehen: Sie ist buchstäblich die einzige Partei, die noch den Eindruck erweckt, wirklich den „kleinen Mann auf der Straße“ anzusprechen. Sie erweckt zwar nur den Eindruck, was lange Zeit auch die SPD tat, aber inzwischen kann selbst die SPD das nicht mehr.

Überhaupt kommt „rechts“ bei vielen Menschen besser an als „links“ – und nicht etwa, weil sie glaubten, „links“ würde ihnen ihren Wohlstand wegnehmen und den Kommunismus wie in der DDR einführen wollen. Nein, das liegt vor allem am professionelleren und längst nicht so emotionalisierteren Auftritt der Rechten.

Erstens gibt es keinen Rechter-als-du-Wettstreit. Es geht nicht darum, möglichst weit rechts zu sein, und schon gar nicht gibt es ein weitverbreitetes „wer nicht so rechts ist wie ich, ist ein Kommunist“. Ansonsten würden große Teile der AfD nicht nur eine massive Aufrüstung fordern, sondern eine Aufrüstung mit „Wunderwaffen“ aus den 40ern, und damit die Nord- und Westgrenzen von 1943 und die Ostgrenzen von 1941 wiederherstellen wollen. Außerdem würden sie Vernichtungslager für Nichtdeutsche, BIPoC, die komplette 2SLGBTQQIA+-Szene, Andersdenkende usw. usf. etc. pp. fordern, gleichzeitig aber vehementestens die Existenz solcher Einrichtungen im Dritten Reich bestreiten. Der Wunsch nach einer neuen SS kam bisher ebenfalls nur von wenigen Einzelpersonen.

Bisher gab es auch noch keine weitverbreiteten Forderungen, sämtliche verfassungsfeindlichen Begriffe und Symbole aus der NS-Zeit wieder zu legalisieren, dafür aber alle Parteien links der AfD zu verbieten – mit Ausnahme der NSDAP, die tatsächlich weniger weit rechts war als die AfD. Und letztlich wird in der AfD das „R“ nicht durchweg mit der Zungenspitze gerollt, wie es nämlich im Dritten Reich tatsächlich üblich war.

Zweitens: Weil die Rechten gerade eben gegen Minderheiten sind, sind sie selbst nicht in unzählige Grüppchen zersplittert, die sich bis aufs Blut bekämpfen.

Meinungsverschiedenheiten und Zwistigkeiten gibt es auch bei den Rechten. Aber drittens tragen sie die nicht als lautstarkes, emotionsgeladenes Drama in aller Öffentlichkeit aus, schon gar nicht in sozialen Medien, sondern schön hinter verschlossenen Türen. Nach außen stehen sie alle schön adrett stramm in Reih’ und Glied wie die Wehrmachtssoldaten auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg. Das wird sich erst ändern, wenn sie wirklich Macht haben. Aber dann wird es zu spät sein.

#DEPol #Linke #Linke Politik #Linksextremismus #Anarchismus #Anarchokommunismus #Kommunismus #Stalinismus #Maoismus #Trotzkismus #Altkommunisten #Tankies #AfD #Faschismus
Die bemerkenswerte Fehleinschätzung des mörderischen russischen Regimes von der SPD

Einige SPD-Politiker fordern „gemeinsame Sicherheit“ mit Russland. Dem zugrunde liegt eine Fehleinschätzung des mörderischen russischen Regimes.

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH
@giesbert - nochmal ausführlicher zu Rushkoff: Geschmäcker sind oft verschieden, ich will gar nicht so entschieden abraten. Am interessantesten fand ich die ersten 70 Seiten (inkl. Vorwort), wo er die Aufbruchstimmung beschrieb, die mit mit dem aufkommenden Internet verbunden war (ich (wir) kenne(n) das wohl noch: Begeisterung ob der demokratischen Möglichkeiten - jeder konnte seine Meinung kundtun, das erste Programmieren ...). 1/8
#rushkoff
#philosophie
#marxismus
#maoismus
#kapitalismus
Wird auch in diesem Jahr wieder eine Gedenkdemonstration in Hamburg für den Schlächter und Vorsitzenden des Leuchtenden Pfads Gonzalo veranstaltet, welcher »sein Leben für den unvergänglichen Marxismus-Leninismus-Maoismus, die Partei, den Volkskrieg und die proletarische Weltrevolution im ultimativen Leuchtenden Schützengraben« gab? #Maoismus #Peru #SenderoLuminoso #LeuchtenderPfad

Maoismus-Abrechnung für heute

Die Denkweise ist gegenwärtig geblieben
Ich bin bis heute stolz und zufrieden, dass mein politisches Menschen- und Weltbild bei den Jungdemokraten linksliberal geprägt wurde. Das hat mich vor vielen persönlichen Krisen geschützt, in die ich zahlreiche Freund*inn*e*n und Bündnispartner*innen habe stürzen sehen. Manche wurden Konvertit*inn*en – von einstigen […]

https://extradienst.net/2023/07/13/maoismus-abrechnung-fuer-heute/

Maoismus-Abrechnung für heute

Die Denkweise ist gegenwärtig geblieben Ich bin bis heute stolz und zufrieden, dass mein politisches Menschen- und Weltbild bei den Jungdemokraten linksliberal geprägt wurde.

Beueler Extradienst

Kennt ihr schon unsere Folge 8 zum Maoismus aus unserem ersten Podcast Jahr von März 2021?

Die Audioqualität ist nicht so toll wie heutzutage, aber immer noch eine spannende Folge zu einem Thema, zu dem es sehr wenig aus anarchistischer Perspektive gibt.

Streamen auf Spotify: https://open.spotify.com/episode/3hLdBBYVoJULzJtvx6gGVt?si=S_qrElJFSQSEG-8JxuYJkQ

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=n1E_caEY_zw

iTunes:
https://podcasts.apple.com/de/podcast/folge-8-anarchismus-und-maoismus/id1550473827?i=1000512866529

#Anarchismus #Anarchie #Sozialismus #Maoismus #Podcast #Podcastdeutsch #Übertage

Folge 8: Anarchismus und Maoismus

Listen to this episode from Übertage on Spotify. In dieser längeren, nunmehr achten Folge unseres Podcast widmen wir uns intensiver dem Maoismus aus anarchistischer Perspektive. Dafür erläutern wir zu Beginn ausführlicher, was der Maoismus ist und aus welcher Perspektive wir über ihn reden. Im Anschluss greifen wir die wichtigsten Eckpunkte des Maoismus, den Anti-Revisionismus, die Massenlinie und das Kadermodel, die Kulturrevolution und den Volkskrieg auf und sprechen darüber, was wir kritisch sehen sowie was wir davon lernen können. Zum Schluss versuchen wir noch einen Überblick zu geben über die vorhandenen maoistischen Ansätze in Deutschland und einer Einordnung ihrer stärker im Vergleich zum organisiertem Anarchismus. --- Send in a voice message: https://anchor.fm/uebertage/message

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