#LINKSDERWOCHE | 19/2025: Produktivität, Agile, Management und LeadershipLINKSDERWOCHE |

PRODUKTIVITÄT

Schlechte Gewohnheiten | So wird es einfach sie wieder los zu werden

Schlechte Gewohnheiten erwirbt man oft unbewusst. Sie schleichen sich ein. Allmählich und hinterhältig. Wie wird man sie wieder los? Wenn man Dan Rockwells Ideen hierzu folgt, wird es etwas einfacher, aber es ist dennoch schwer genug. Ein Grund, das Handtuch zu werfen? Niemals.

https://leadershipfreak.blog/2026/05/08/break-the-habit-of-bad-habits/

PROJEKTMANAGEMENT

Dos und Don’ts | Damit das Projekt gelingt …

Wer es kurz und knackig mag: Ich bin normalerweise kein Freund von KI-Zusammenfassungen, mache hier aber eine Ausnahme, weil sie wirklich gut ist. Hier sind die Dos und Don’ts im Projektmanagement von Bernhard Schloss als grafische Zusammenfassung. Man sollte sie sich ausdrucken und in jeden Projektraum hängen 😉

https://www.bernhardschloss.de/blog/dos-und-donts-im-projektmanagement/

Projektstatusbericht | Wie man ihn besser macht

Ich persönlich würde, wann immer es möglich ist, direkt auf Obeya umsteigen. In einem gut gestalteten Obeya-Raum habe ich alle Schlüsselinformationen auf einen Blick und die Notwendigkeit eines Statusberichts, wie er im Projektmanagement üblich ist, entfällt. Nur leider liegt das nicht immer in meiner Hand und es wird wohl auch weiterhin Projekte geben, in denen jemand einen Statusbericht verlangt. Wenn er gut ist und Nutzen stiftet, ist das durchaus legitim. Leider ist das so eine Sache mit der Qualität. Aus verschiedenen, durchaus nachvollziehbaren Gründen, die auch im Artikel von Andrea Windolph ihren Niederschlag gefunden haben. Spannender sind allerdings die Hinweise, wie man es besser macht. Das lässt sich übrigens auch auf andere Kontexte gut übertragen. Und ja, Kommunikation ist nicht einfach.

https://projekte-leicht-gemacht.de/blog/projektmanagement/klassisch/projektsteuerung/projektstatus-fehler/

LEAN

Versteckte Kosten | Wenn man das System igorniert …

Mark Graban trifft damit einen Nerv. Viele begehen einen zentralen Fehler, wenn sie versuchen, Kosten zu optimieren. Sie betrachten nicht das Gesamtsystem, sondern nur Teilbereiche. Die Personalkosten stehen oft in der Kritik, weil sie als zu hoch angesehen werden. Was ich an Toyota Production System (TPS) schätze, ist, dass dort eben der ganzheitliche Blick vorherrscht. Dies haben viele bei ihrer Lean-Adaption leider übersehen. Das ist ein Grund, weshalb ich lange mit „Lean” gehadert habe (ich kannte zu dem Zeitpunkt nur die angelsächsische Lean-Variante und noch nicht Monozukuri). „Lokale Optimierung” verschiebt die Folgekosten lediglich und oft genug steigen die „Gesamtkosten” (besonders, wenn man Kunden, Lieferanten usw. mit einbezieht) dadurch deutlich. Als Kunde großer Telekommunikations-, Versicherungs- und Energiekonzerne kann ich darüber mittlerweile mehr als nur ein Lied singen. Daher freut es mich, dass Mark Graban das Thema aufgreift und verdeutlicht, dass man etwas mehr Hirnschmalz investieren muss, wenn man sinnvoll an das Thema „Kosten sparen” herangehen will. Auskömmlichkeit zu verbessern ist halt etwas anderes …

https://www.leanblog.org/2026/05/working-charge-nurse-hidden-cost/

Das System wirkt | Niemand kann einfach aus dem System ausbrechen

Wie oft musste ich schon hören, dass die Menschen schlicht und ergreifend nicht das richtige „Mindset“ haben und es deshalb nicht klappt! Bei näherer Betrachtung lag es jedoch nicht unbedingt an den Menschen und ihrer Haltung, sondern in weiten Teilen am System selbst und seiner Mechanik. Diese lässt sich nicht einfach dadurch ändern, dass man jetzt regelmäßige Retrospektiven durchführt. Götz Müller greift dieses Thema im Zusammenhang mit Lean und Verbesserung auf und verdeutlicht: Oft liegt es nicht an den Menschen, sondern am System.

https://www.geemco.de/artikel/warum-menschen-auf-systeme-reagieren-und-nicht-auf-leitbilder/

Pimär Metrik | Wie Metriken helfen Wirksamkeit von Verbesserungen zu prüfen

In John Knotts Blogartikel geht es um Verbesserung und Metriken. Interessanterweise beobachten wir häufig, was nicht gut läuft. Darauf basieren Annahmen und Hypothesen über die Ursachen und die mögliche Wirkung. Allerdings machen sich nur wenige Gedanken darüber, wie sie diese Vermutungen faktenbasiert, also empirisch, belegen können. Dabei geht es nicht darum, Zahlen zu erzeugen, sondern in erster Linie darum, transparent zu machen: Sind unsere Annahmen korrekt und zeigen unsere Maßnahmen daher Wirkung?

https://blog.gembaacademy.com/2026/05/08/start-every-process-improvement-effort-with-the-primary-metric/

AGILE

Zu viel Planung, zu wenig Fortschritt | Wenn es an der Basis klemmt

Obwohl viele von Agilität reden, kommt mir das, was Merlin Mechler unter dem Stichwort „zu viel Planung, zu wenig Fortschritt” zusammenfasst, doch sehr bekannt vor. Besonders gerne – sorry, ich kann es mir nicht verkneifen – fallen mir dazu Umfelder ein, in denen man sich skalierte Rahmenwerke auf die Fahne schreibt. Die Grundlagenarbeit passt noch nicht. Es fehlt der Fokus auf Wirksamkeit und kurze, echte Feedbackschleifen, die aufzeigen, wo die Probleme liegen. Wenn man das Ganze mit passenden Metriken ergänzt, die auch tatsächlich sinnvolle Veränderungen sichtbar machen und das „Lernen” als Organisation unterstützen, wird es definitiv besser. Aber Achtung: Auch mit Kennzahlen kann man viel Schindluder treiben, und „Controlling” ist kein Selbstzweck. Die Metriken dienen dazu, das Lernen als Organisation zu stärken. Sie sollten daher auch regelmäßig auf den Prüfstand gestellt werden.

https://t2informatik.de/blog/zu-viel-planung-zu-wenig-fortschritt/

Stakeholdermap | Immer noch ein Top-Werkzeug fürs Stakeholdermanagement

Die gute alte Stakeholder-Map ist nach wie vor ein hervorragendes Werkzeug, um den Überblick über die verschiedenen Anspruchsgruppen und ihre Bedürfnisse zu behalten. Leider erlebe ich in der Praxis sehr häufig, dass sie zwar begonnen, aber selten dauerhaft gepflegt wird. Das liegt vermutlich daran, dass sie nicht Teil der „alltäglichen” Arbeit ist und dann gerne mal vergessen wird. Abhilfe schafft hier ein guter Obeya-Raum, in den sie integriert ist, weil sie dann präsent bleibt und bei Bedarf schnell fortgeschrieben werden kann, wenn neue Erkenntnisse hinzukommen. Nur mal so am Rande. Wer jetzt nicht weiß, was ich meine, für den bietet der kleine, aber feine Artikel von Fadi Stephan eine schnelle Zusammenfassung des Werkzeugs Stakeholder-Map.

https://www.kaizenko.com/how-to-manage-stakeholders-using-the-power-interest-matrix/

Planung ist ein „gemeinsames Problem“ | Auch in der Planung gilt: echte Zusammenarbeit ist Trumpf

Ein Klassiker, den ich auch immer wieder erleben durfte: Product Owner:innen und Teams werden bei der Planung gar nicht groß gefragt. Das Management entscheidet irgendwo, wann was fertig zu sein hat, und dann gibt es ein böses Erwachen. Und das, obwohl es mehrfach Hinweise aus dem Team und vom Product Owner gab. Ein solches Projekt durfte ich vor geraumer Zeit als Scrum Master begleiten. Erst als es richtig geknarzt hat und wir kräftig investiert haben, lief es ähnlich wie von Mike Cohn als idealer Zustand beschrieben. Überraschung: Die Planung war nicht nur realistisch, sondern die dabei entstandene Transparenz im Dialog hat auch beim Management zu einem besseren Verständnis der Herausforderungen geführt, die es zu lösen galt. Leider endete kurz darauf meine Zeit in diesem Projekt – wie das bei Externen nun mal so ist. Soweit ich jedoch gehört habe, läuft es jetzt deutlich besser und reibungsfreier. Es lohnt sich wirklich, zusammenzuarbeiten, auch über „Hierarchieebenen” hinweg. Die Fachleute auf der operativen Ebene können dem Management nämlich realistischer zurückspiegeln, was machbar ist und was nicht. Ab und an den Ort des Geschehens zu besuchen, ist durchaus etwas, das man tun sollte. 😉

https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/when-planning-should-become-a-shared-problem

MANAGEMENT UND LEADERSHIP

Komplexität | Die 4 Hebel für den Umgang mit Komplexität

In den letzten „Links der Woche” hatte ich bereits auf Daniel Dubbel verwiesen, der zu Recht erklärt hat, dass Komplexität kein neues Phänomen ist. Unabhängig vom Rahmenwerk gibt es einige Dinge, die dabei helfen, die Zusammenarbeit in komplexen Situationen sinnvoll zu gestalten: Vernetzungsgrad gestalten, Abhängigkeiten klären, Transparenz herstellen, Geschwindigkeit takten, Informationsdichte filtern. Dabei ist Visualisierung, wie sich der geneigte Leser sicherlich denken kann, extrem hilfreich. Daniel Dubbel führt das Ganze noch ausführlicher aus, sodass man einen guten Rahmen erhält. Das Ganze gilt es dann auszugestalten. Zu einem Zusammenarbeitssystem, bei dem ein geeignetes Rahmenwerk Hilfe bieten kann – aber nicht muss.

https://www.inspectandadapt.de/komplexer-mythos-hier-sind-4-hebel/

#Agile #Fortschritt #Gewohnheiten #Komplexität #Leadership #Lean #Management #Metriken #Planung #Produktivität #Projektmanagement #Projektstatus #Scrum #Selbstmanagement #Selbstorganisation #Stakeholder #Systemdenken #Verbesserungen #VersteckteKosten

Warum gibt es eigentlich keine Kilometerzähler für die zurückgelegte Scrolldistanz in Feeds (Social, RSS, Suchergebnissen, sonst was)? Wäre doch ne schöne Metrik. 😄

#Metriken

Hach, dieser schöne Moment, wenn wieder ein weiteres altes legacy System nach dem Lauf von Ansible anfängt seine #Metriken ins #Monitoring aus diesem Jahrtausend zu schreiben <3

#Grafana und #Prometheus >>> #CheckMK

"KPIs sind unser Verderben"

Ein paar Gedanken mussten raus und ich hab sie in diesem kleinen #rant zu #Challenges #Metriken #Laufen #Running und #Softwareproduktion aufgeschrieben

https://michael-simons.eu/p/kpis-sind-unser-verderben.html

@gjmwoods you are in there my friend.

KPIs sind unser Verderben

#LINKSDERWOCHE 4/2025: Produktivität, Lean, Agile, Management und Leadership

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PRODUKTIVITÄT

Verlernen: Muster verlernen, neue Muster erlernen

Wir sind das Ergebnis dessen, was wir an Erfahrungen und Wissen gesammelt haben. Ganz im Sinne begrenzt-rationaler Individuen orientieren wir uns daher an dem, was wir kennen. Das ist auch gut nachvollziehbar. Allerdings hat das einen Haken. Wir laufen Gefahr, im eigenen Saft zu schmoren und Ideen zu verwerfen. Die Herausforderung, aus diesen Mustern auszubrechen und Dinge zu „verlernen”, um Neues zu erlernen, ist nicht ohne. Das merke ich an mir selbst immer wieder. Das Denken in Lösungen statt in Problemen kann dabei helfen, aus dem Muster auszubrechen. Damit trifft Dan Rockwell sicherlich einen Punkt, den der eine oder andere kennt. Daneben benennt er noch weitere Punkte, die dabei helfen können, uns immer wieder selbst zu hinterfragen und auch Dinge wieder zu verlernen.

https://leadershipfreak.blog/2026/01/21/average-ideas-are-dangerous/

Zettelkasten | Qualitätsmetriken für den digitalen Zettelkasten in Obsidian

In einem digitalen Zettelkasten, insbesondere in Obsidian, hat man sicherlich mehr Möglichkeiten, die Qualität der Vernetzung von Notizen zu messen. Ganz so, wie Thomas Mathoi es hier aufzeigt. Ich habe es nicht probiert und habe auch nicht vor, es zu tun. Mir ist das nicht so wichtig, da sich das für mich aus der praktischen Anwendung ergibt. Bekomme ich gute Ergebnisse? Dann ist alles gut. Wenn nicht, dann stimmt etwas nicht. Das ist allerdings eine Frage der persönlichen Gewohnheiten, des situativen Kontexts und des persönlichen Bedarfs. Daher bin ich mir sicher, dass der eine oder andere unter den hier Mitlesenden (es müssen mindestens zwei oder drei sein) Interesse daran hat, wie sich die Qualität der Vernetzung von Notizen im digitalen Zettelkasten messen lässt. Zumindest, wenn man Obsidian nutzt.

https://www.mathoi.at/2026/01/21/qualitaet-im-digitalen-zettelkasten-messen/

Einfach nur Browser | Ein Skript, dass Browser entschlacken will

Im Googlewatchblog bin ich auf einen Hinweis gestoßen, der sicherlich den einen oder anderen von euch interessieren könnte. Es gibt wohl die Möglichkeit, KI und Co. aus dem Browser zu verbannen. Das Ganze nennt sich „Just a Browser”. Ich traue mich allerdings selbst nicht ran, weil ich dazu ein Skript ausführen muss. Zunächst möchte ich Menschen fragen, die etwas von Softwareentwicklung verstehen, ob ich mir damit irgendetwas einfange. Dennoch werde ich es beobachten, da ich zunehmend den Eindruck habe, dass Browser immer mehr mit Dingen vollgepumpt werden, die kein Mensch braucht. Falls jemand bereits Erfahrungen mit „Just a Browser” gesammelt hat, kann er oder sie diese gerne hier als Kommentar hinterlassen oder mich anschreiben.

https://www.googlewatchblog.de/2026/01/google-chrome-einfach-nur-der-browser-kostenloses-neues-tool-entfernt-ki-tracking-apps-und-telemetrie/

KI-Modelle | Eine Artikelserie als Einordnungshilfe

Ich nutze hin und wieder auch mal KI als „Hilfestellung“ und aber immer mit kritischem Blick. Mehr aber auch nicht. Datenanalysen sind nicht mein Kerngeschäft. Da ist es sicherlich ein hilfreiches Werkzeug. Auch kann ich aus rechtlichen Gründen die „Maschine“ an viele Dinge nicht ran lassen. Aber als Ideengeber, Hilfe beim strukturieren einer Idee u. ä. Dinge kommt die KI gelegentlich zum Einsatz. Ich bevorzuge dabei europäischen Modell wie Mistral AI/LeChat. Das hier von Christian Müller (sozial-pr) vorgestellt als Auftakt einer Artikelreihe vorgestellt wird.

https://www.sozial-pr.net/le-chat-teil-1/

LEAN

Befähingen in de Fokus stellen | Menschen stärken für bessere Prozesse

Auch wenn Lean von manchen Menschen fälschlicherweise auf „Kosteneffizienz” reduziert wird, spielt im Lean Management ein positives und wachstumsorientiertes Menschenbild eine bedeutende Rolle. Es geht darum, Menschen zu befähigen, Probleme selbst zu erkennen und zu lösen, kontinuierlich zu lernen und sich sowie die Prozesse weiterzuentwickeln. Das kommt bei Alexander Ruderisch gut zum Ausdruck.

https://leanbase.de/publishing/post/b5pea-menschen-starken-prozesse-optimieren-positiv

AGILE

Scrum | Weshalb wir mehr den je Scrum brauchen werden

Ja, ich weiß. Manche behaupten, Agile sei angeblich tot. Und nein, das ist es nicht. Ganz im Gegenteil. Scrum ist beispielsweise ein exploratives Entwicklungsrahmenwerk, das gerade in Zeiten großer Umbrüche sehr hilfreich sein kann. Natürlich wird überall versprochen, die KI werde alles retten. Aber wann wurden diese Versprechen je eingelöst? Noch nie. Neue Technologie, neue Möglichkeiten. Aber auch neue Probleme und Hindernisse. Wir müssen erst noch lernen, wie wir sie sinnvoll einsetzen. Das bedeutet, dass wir explorativ unterwegs sind. Und genau da passt wieder Scrum. Genauso wie Mary Iqbal es schreibt: Scrum mehr denn je!

https://www.rebelscrum.site/post/scrum-more-than-ever

Enge und Lose Koppelung I| Wie das Portfolio und Organisationsdesign zusammenhängen

Cesario Ramos greift hier – ob er sich dessen bewusst ist, weiß ich nicht – eine Idee des Organisationstheoretikers Charles Perrow aus den 1980er/1990er Jahren wieder auf. Zumindest kenne ich sie von dort. Der Essay steht seit meiner Studienzeit im Buchregal, da er ein Klassiker der Organisationsoziologie ist. Enge und lose Koppelung von Prozessen bedürfen unterschiedlicher Herangehensweisen, und das gilt auch beim Stichwort Skalierung. Bei eng gekoppelten Prozessen können kleinste Fehler zu einer gefährlichen Verkettung führen (sein Beispiel waren damals Atomkraftwerke). Teams, die eng gekoppelt sind, benötigen daher mehr „Koordination” als lose gekoppelte Teams mit geringeren Abhängigkeiten. Eine Unterscheidung, die ich persönlich hilfreich finde. Übrigens gilt das auch, wenn wir von Wertströmen sprechen. In diesem Artikel geht es allerdings um skalierte Scrum-Teams in der Produktentwicklung. Daher auch die Annäherung über das Portfolio bei Ramos. Da sage noch jemand, die „alten” Klassiker hätten ausgedient. Ganz im Gegenteil! Es lohnt sich, sie hin und wieder aus dem Regal zu holen.

https://creatingagileorganizations.com/how-your-portfolio-determines-the-right-design/

Enge und lose Koppelung II | Die Wirkung der Kooppelung im Portfolio und ihre Wirkung

In eine ähnliche Kerbe wie Ramos scheint auch Ilia Pavlichenko zu schlagen. Er schlägt die Brücke zwischen der Ausrichtung des Geschäftsportfolios und der Koppelung seiner Bestandteile untereinander. Wir erinnern uns: Enge oder lockere Koppelung macht durchaus einen Unterschied und übertragen dies dann auf die Organisation im Sinne von Zentralisierung und Dezentralisierung. Dabei sprechen wir hier von Strategie und nicht von operativer Umsetzung. Mir wäre es daher zur besseren Unterscheidung lieber gewesen, wenn diese Dimension ebenfalls nochmals sauber unterschieden worden wäre (Pardon, der Verwaltungswissenschaftler in mir ging durch).

https://www.scrum.org/resources/blog/how-aligned-your-business-portfolio

Überlange Backlogs | Ursachenforschung und Auflösung

Ich mag keine überbordenden Backlogs. Sie sind unübersichtlich und bringen daher keinen Mehrwert. Leider findet man sie jedoch häufig. Was sollen eigentlich jahrealte Einträge im Backlog? Die braucht niemand. Die können weg. Sie versperren nur den Blick auf die wirklich wichtigen Dinge. Es gibt tolle Tipps, wie man ein Backlog entrümpelt. Ab und zu wird auch die Frage gestellt, weshalb die Backlogs immer wieder viel zu voll sind, aber wirklich tiefgehende Artikel dazu sind selten. Simon Flossmanns Beitrag fällt daher ein bisschen aus dem Rahmen. Er bohrt etwas tiefer, was mich freut. Er vermutet, dass fehlende regelmäßige Releases, keine Reviews und kein „echter” PO (gemeint ist, dass die Rolleninhaber kein effektives Mandat haben) die Gründe sind. Er versucht, alle drei Thesen zu untermauern. Ich würde jedoch nicht sagen, dass es an den Reviews liegt, sondern eher am fehlenden echten Austausch zwischen den Schlüsselanspruchsgruppen und den Entwicklern an sich. Bei großer Ferne zu den Endnutzern bringen mir regelmäßige Reviews wenig, denn mir fehlt das Feedback genau dieser Zielgruppe. Das lässt sich erstaunlich oft beobachten. Gerade in großen Organisationen erlebt man „Scrum-Teams”, die kaum echte Nutzer zu Gesicht bekommen. Bestenfalls kommen die Sponsoren zu den Reviews. Entsprechend fehlt das Feedback.

https://www.scrum.org/resources/blog/unbequeme-wahrheiten-uber-lange-product-backlogs-und-3-fragen-die-sich-scrum-master-stellen-sollten

KI und Scrum | Vermeintliche Effiienzgewinne, die in technische Schulden münden

Ich bin selbst kein Entwickler und kann daher in den technischen Tiefgründen nicht wirklich mitreden. Allerdings gefällt mir der Hinweis von Stefan Wolpers sehr gut, da er KI kritisch betrachtet, ohne sie zu verteufeln. Es geht um die Grenzen des KI-Einsatzes und darum, dass auch mit KI-Unterstützung „handwerkliches Können” nicht obsolet wird, sondern im Gegenteil von Bedeutung ist, um die Entstehung technischer Schulden zu minimieren. Natürlich kann ich mit KI schnell Software erzeugen, das Kernproblem bleibt jedoch bestehen. Mit anderen Worten: Wer glaubt, dass mit KI organisatorische Rahmenkonzepte wie Scrum und handwerkliches Können obsolet werden und man das alles abschaffen könnte (der feuchte Traum der Effizienzneurotiker), der irrt. Der Beitrag ist auf Englisch und Deutsch verfügbar. Allerdings ist die deutschsprachige Fassung eine KI-Übersetzung mit einigen Schwächen, was auch die Grenzen von KI-Systemen aufzeigt. 😉

Englische Version https://www.scrum.org/resources/blog/ralph-wiggum-ships-code-while-you-sleep-agile-asks-should-it

Deutche Version https://www.scrum.org/resources/blog/ralph-wiggum-liefert-neuen-code-wahrend-sie-schlafen-agile-fragt-sollte-das-so-sein

Metriken und KI | Sichtbar machen, ob und wie gut der KI-Einsatz funktioniert

Da wir gerade beim Thema sind, dass KI nicht immer einen Mehrwert bedeutet, gibt es hier noch einen Beitrag von Sanjay Saini zum Thema Metriken. Darin richtet er den Fokus auf die Mensch-KI-Interaktion und zeigt, wie sich die Auswirkungen dieser Interaktion messen lassen. Dabei spielt das Verhältnis zwischen dem Ergebnis der KI und der Nacharbeit durch den Menschen eine zentrale Rolle. Es gibt also bereits Menschen, die sich Gedanken darüber gemacht haben, wie sich das Ganze mit Zahlen, Daten und Fakten untermauern lässt. Das ist sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss, dennoch ein Ausgangspunkt.

https://agileleadershipdayindia.org/blogs/agentic-ai-agile-project-office/ai-agile-agent-kpis-metrics.html

MANAGEMENT UND LEADERSHIP

Mehr Leadership | Wenn alte Muster durchschlagen

„Mehr Leadership, weniger Management“ – damit ist eigentlich alles gesagt. Wenn es nur so einfach wäre! Zum einen haben wir oft nur „Verwalten“ gelernt und nicht, was es bedeutet, zu führen. Zum anderen gebe ich Marei Bauer recht: Alte Muster wirken lange nach. Das erklärt, weshalb der „Führungsabsolutismus“ gerade wieder häufiger zu beobachten ist. Wenn es klemmt, verfällt der Manager, wie jeder andere Mensch auch, gerne in alte Denkmuster zurück. Schade eigentlich um das ungenutzte Potenzial. Dennoch ist es allzu menschlich. Es muss aber nicht sein. Wenn wir uns dessen bewusst sind, gegensteuern und echtes Vertrauen mit Commitment auch dann in den Fokus stellen, wenn es mal ruckelt, und nicht sofort in alte Muster verfallen, ist das möglich. Es lohnt sich. Wirklich.

https://t2informatik.de/blog/trust-commit-verantwortung-fuehrungsprinzip/

Führungsrollen | Immer weniger streben sie an

Felix Stein weist auf eine erschreckende, aber auch interessante Studie hin. Führungsjobs sind ziemlich unattraktiv geworden. Und ja, ich kann die Gründe dafür sehr gut nachvollziehen. Aber lest selbst.

https://www.lean-agility.de/2026/01/fuehrungsrollen.html

Partizipation | Mut zu mehr Partizipation in Unternehmen

Zum Thema „Führungsrollen bleiben unbesetzt” könnte auch der folgende Impuls von Jörg Sommer passen. Darin geht es um die Frage, wie es um die Partizipation in deutschen Unternehmen steht. Meiner Wahrnehmung nach trägt Partizipation dazu bei, dass Menschen Verantwortung übernehmen und bereit sind, aktiv Rollen auszufüllen, weil sie dabei die Erfahrung gestalterischer Möglichkeiten machen können. Gerade diese Erfahrung scheint ja – siehe die erwähnte Studie – zu fehlen. Abgesehen davon tut eine Organisation, die Teil einer demokratischen Gesellschaft ist, gut daran, Demokratie nicht als die der anderen zu definieren, sondern selbst Partizipation zu wagen, wie Jörg Sommer es ausdrückt. Das bedeutet jedoch nicht, dass man gleich zur unternehmensdemokratischen Organisation wird und das Management abgeschafft wird. Etwas mehr strategische „Föderalisierung” und nicht nur operative Dezentralisierung würde vielen Organisationen gut tun, da sich dadurch Problemlösungskompetenz erlernen lässt, Verkrustungen in der Organisation aufgebrochen werden und die Innovationskraft gestärkt wird. Zumindestm eine These. Davon abgesehen vom gesellschaftlichen Beitrag, wenn dort wo wir die meiste Zeit des Tages verbringen, demokratische Diskursmuster täglich eingeübt werden.

https://demokratie.plus/316-die-demokratie-der-anderen/

#Agile #Backlogs #Browser #Demokratie #Fachrkäftemangel #Führungsrollen #KI #Leadership #Management #Metriken #Obsidian #Organisationsdesign #Partzipation #Portfolio #Scrum #Zettelkasten

#MeisterKonfus (64) | Niemals die Wirksamkeit messen

Achtung! Dieser Blogpost enthält Spuren schwarzen Humors.

Meister Konfus sagt, du sollst niemals die Wirksamkeit deines Handelns und Tuns messen. Metriken sind ausschließlich dazu da, den Schein zu wahren und um sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen. Wer die Wirksamkeit misst, läuft Gefahr, Dinge zu hinterfragen und Verbesserungspotenziale zu entwickeln. Das müssen wir auf jeden Fall unterbinden.

Meister Konfus ist einer der leider in Vergessenheit geratenen Lehrmeister der Konfusion. Der Philosoph und Denker hatte sich zu seinen Lebzeiten das Ziel gesetzt, die Konfusion zu maximieren und so einen Beitrag zur Steigerung von nicht-wertschöpfender Arbeit zu leisten. Seine Lehren wurden hauptsächlich von seinen Schüler*innen als Lehrsätze überliefert.

#MeisterKonfus #Messen #Metriken #Muda #Reflexion #Verbesserung #Wirksamkeit

Scobel: Wissenschaft in der Vertrauenskrise

https://www.3sat.de/wissen/scobel/scobel---wissenschaft-in-der-vertrauenskrise-100.html

"Künstliche Intelligenz erleichtert wissenschaftlichen Betrug – gefälschte Studien bedrohen Vertrauen und Integrität der Forschung."

Drei eloquente Gäste zum Thema (und einer hat Regenbogensocken 👍)

Und das war dann auch die letzte Scobel-Ausgabe

#FakeScience #PaperMills #generativeKi #wissenschaft #PublishOrPerish #metriken #reproduzierbarkeit #scobel #wissenschaftskommunikation

KI macht Studienfälschung leicht – das Vertrauen in die Wissenschaft steht auf dem Spiel.

KI erleichtert das Fälschen wissenschaftlicher Studien enorm. Paper Mills produzieren massenhaft gefälschte Artikel, die Vertrauen und Integrität der Forschung bedrohen.

3sat
Bei Open-Access-Publikationen werden #Metriken im Sinne von Nutzungsstatistiken fragwürdig fragwürdig findet @YPaulsen und listet Probleme mit maschinellen Zugriffen auf. #DSpacePT25

🚀 Nächste Woche ist #BaselOne24 🎉

Am 16. und 17. Oktober 2024 erwarten Euch viele spannende Workshops und Vorträge von bekannten Speaker:innen und Newcomer:innen. Dabei bringen Sie Euch auf den neuesten Stand in Sachen #KünstlicheIntelligenz, #Deserialization, #Metriken, #TeamBuilding, #Java, #Kafka, #Testing, und vieles mehr.

👉🏻 Hier geht's zum Programm: https://lnkd.in/egfakuP5

🐸 https://lnkd.in/ggjmzerN

#communityrocks #BaselOne #TechEvent #CleanCode #AI #Kafka #Java

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⏳Wer hat an der Uhr gedreht... Nur noch 3 Wochen bis zur #BaselOne24... 😊

🔊 Am 16. und 17. Oktober 2024 erwarten Euch Gerrit Grunwald, Grace Jansen, Falk Sippach, Nadine Broghammer, Simon Martinelli und Patrick Baumgartner. Dabei bringen Sie Euch auf den neuesten Stand in Sachen #KünstlicheIntelligenz, #Deserialization, #Metriken, #TeamBuilding, hashtag#Java, #Kafka, #Testing, und vieles mehr.

🐸 unter https://lnkd.in/ggjmzerN.

#Communityrocks #SoftwareDevelopment #TechConference #AI

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