Neue Abhängigkeiten

Für 250 Millionen Euro: Bund schafft neue Abhängigkeiten von IT-Konzernen

Für eine dreistellige Millionensumme sollen SAP und Telekom eine „KI-Cloud“ für die öffentliche Verwaltung bauen. Digitalminister Karsten Wildberger nennt das souverän. Unabhängig wird Deutschlands Verwaltung damit nicht, warnen Opposition und Fachleute.

Für 250 Millionen Euro sollen deutsche Konzerne IT-Infrastruktur für die öffentliche Verwaltung aufbauen. Im Mittelpunkt steht eine „KI-Cloud“. Das sind Server, auf denen KI-Software laufen soll.

Damit setzt Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) seinen KI-freundlichen Kurs fort. Zuletzt hatte er den Agentic AI Hub gestartet. Sogenannte KI-Agenten sollen Beamt*innen zum Beispiel dabei helfen, Dokumente auf Vollständigkeit zu prüfen. Im Gegensatz zu Sprachmodellen wie ChatGPT geben KI-Agenten nicht nur Antworten, sondern erfüllen Aufgaben mit digitalen Werkzeugen.

Die neue „KI-Cloud“ soll nun „zur zentralen Schaltstelle für die öffentliche Verwaltung werden“, erklärt das Digitalministerium. Zunächst soll die KI-Plattform KIPITZ dorthin umziehen. Die Cloud sei das „Rückgrat einer souveränen, digitalen und KI-fähigen Verwaltung“, sagt der Digitalminister. Die dafür veranschlagten 250 Millionen Euro will sein Ministerium an zwei Konsortien verteilen: 70 Prozent erhalten die Telekom-Tochter T‑Systems und SAP; weitere 30 Prozent ein Konsortium um den Wiesbadener IT-Dienstleister SVA.

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, sei der Auftrag „bewusst zweigeteilt“ worden, um die Abhängigkeit von nur einem Anbieter zu umgehen. Wildberger sprach von einer „Infrastruktur, die wir selbst kontrollieren“. Telekom-Chef Tim Höttges sagte: „Zusammen sorgen wir dafür, dass Deutschland und Europa die digitale Zukunft selbst in der Hand haben.“ Das soll unter anderem mit SAPs „Business AI Platform“ geschehen. SAP-Chef Christian Klein zeigte sich zufrieden, dass seine KI-Cloud „Teil des Deutschland-Stacks“ werden soll.

Bund zahlt hunderte Millionen für Lizenzen

SAP profitiert bereits in großem Stil von Steuergeldern: Allein im Haushaltsjahr 2025 überwies der Bund an das deutsche Softwareunternehmen 110 Millionen Euro für Lizenzen und weitere 71 Millionen Euro für Produkte und Dienstleistungen. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Schriftliche Frage von Sonja Lemke von der Linksfraktion, die netzpolitik.org vorliegt.

Zum Vergleich: Im selben Jahr hat der Bund 481 Millionen Euro für Microsoft-Lizenzen ausgegeben. Die Kosten sind im Vergleich zu den beiden Vorjahren stetig gestiegen: 2023 waren es noch rund 274 Millionen Euro, ein Jahr später bereits rund 348 Millionen.

Nicht nur Lizenzen großer US-Unternehmen sind „ein wahnsinniger Kostenfaktor“, kommentiert die Abgeordnete gegenüber netzpolitik.org.

Warnung vor Lock-in-Effekt

Die Projekte aus dem Digitalministerium zeigen: Künftig könnte vermehrt Geld an deutsche oder europäische Konzerne fließen. Das entspricht dem Tenor aus dem Gipfel zur europäischen digitalen Souveränität im November: „buy european“, kauft in Europa ein. Kritik daran gibt es von der Opposition und von Fachleuten. Sie warnen vor neuen Abhängigkeiten durch andere Konzerne.

So kritisiert Linken-Abgeordnete Lemke: US-Konzerne hätten kein Patent darauf, Kunden von sich abhängig zu machen. Sie warnt vor dem Lock-in-Effekt – also davor, dass die Verwaltung von einem einmal gewählten Anbieter nicht mehr loskommt. Dieser Effekt richtet sich nicht danach, wo ein Unternehmen sitzt, sondern danach, wie das IT-Produkt gestaltet ist. „Wer einmal SAP nutzt, kann die eigenen Daten nicht mehr einfach zu einem anderen Anbieter umziehen“, warnt Lemke.

Deshalb fordert sie ein Umdenken: „Digitalisierung muss endlich heißen, eigene Infrastrukturen aufzubauen.“ Dafür brauche es eigene Rechenzentren sowie eigene Betriebssysteme und Software, über die die öffentliche Hand selbst verfügen kann. Die Verwaltung brauche mehr IT-Kompetenz, um weniger von externen Beraterfirmen abhängig zu sein.

Ähnlich argumentiert die Free Software Foundation Europe. Mit Blick auf die Debatte um digitale Souveränität in Deutschland pocht der gemeinnützige Verein auf das Credo „Public Money, Public Code“.

Dahinter steht der Gedanke: Wenn Bürger*innen mit ihren Steuern eine Software zahlen, dann sollte sie allen gehören und öffentlich einsehbar sein. „Nur so lässt sich die strukturelle Abhängigkeit öffentlicher Verwaltungen von proprietärer Software und ihren Herstellern beenden und technologische Souveränität erreichen.“<

Esther Menhard ist freie Autorin bei netzpolitik.org. Sie recherchiert zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und nimmt dazu gerne Hinweise entgegen. Von Haus aus Philosophin, interessiert sie sich für Datenethik, die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Digitalität, AdTech, Open Access und Open Source. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Bluesky. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

Neue Abhängigkeiten – Beueler-Extradienst

Ich schreibe Bücher, weil …

... gute Frage! Die stellt Stephanie 'kleiner Komet' in ihrer Blogparade. Meine Antwort darauf ist ... vielfältig. Ich erzähle dir also davon, was mich zum Schreiben treibt, von meinen Inspirationen und Vorbildern und vom Dranbleiben. Denn letzteres ist wichtig, damit aus einer Idee und Textfragmenten ein Buch für andere Menschen wird. […]

https://doschu.com/2026/05/ich-schreibe-buecher-weil/

Die Princeton University beendet ab dem 1. Juli 2025 ihre 133-jährige Tradition unbeaufsichtigter Präsenzklausuren und führt eine Prüfungsaufsicht ein.

Laut einer Umfrage gaben 29,9 % der angehenden Absolventen Betrug bei Klausuren zu, bei Ingenieursstudenten waren es 40,8 %. 44,6 % meldeten beobachtete Verstöße nicht. Das Lehrpersonal wird künftig Verdachtsfälle dokumentieren.

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https://www.all-ai.de/news/news26top/princeton-university-tradition-ki

Wie KI eine 133 Jahre alte Uni-Tradition bricht

Eine Eliteuniversität muss ihr gesamtes Prüfungssystem umbauen. Erschreckende Umfragewerte unter Studenten führten zu dieser drastischen Entscheidung.

All-AI.de

Vor 11 Jahren haben wir Rayaworx Coworking Mallorca in Santanyí eröffnet -- also habe ich NotebookLM / Gemini gebeten, eine Infografik auf der Basis unserer Website zu gestalten ... erst mal in Deutsch und dann nach Korrektur-Upload in Englisch.
🎉 Schön wie es leicht übertrieben dargestellt wird, hm?
😎 Welche Variante gefällt dir besser?

cc: @RayMoz

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Generative KI kann Effizienz schaffen, aber auch neue Angriffsflächen, Abhängigkeiten und Datenrisiken erzeugen. Dr. Daniel Gille, komm. Abteilungsleiter Schlüsseltechnologie der @Cyberagentur und Leiter Künstliche Intelligenz, wirkte als Gastautor am Whitepaper der Plattform Lernende Systeme mit. Fokus: Security-by-Design, KI-Governance und digitale Souveränität. https://t1p.de/m25c9
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🤖🔒 Letzte Woche im Workshop: Wie nutze ich Generative KI – und bleibe datenschutzkonform?

Mit Einsteiger*innen aus der Zivilgesellschaft haben wir erarbeitet:
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Generative KI braucht klare Leitplanken. Dr. Daniel Gille von @Cyberagentur.de wirkte als Gastautor am Whitepaper der Plattform Lernende Systeme mit. Im Fokus: Security-by-Design, KI-Governance, Datenschutz und digitale Souveränität. https://t1p.de/m25c9
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https://nachrichten.idw-online.de/2026/05/26/whitepaper-der-pls-sichere-ki-fuer-industrie-und-wirtschaft

Vibecoden kann jede*r. Aber auf die rechtlichen Fallstricke schauen die wenigsten. Ich habe das mit einem Anwalt mal ein bisschen aufgedröselt. (+) https://t3n.de/news/vorsicht-bei-code-aus-der-ki-warum-vibecoder-rechtlich-haftbar-sind-1743422/

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Vorsicht bei Code aus der KI: Warum Vibecoder rechtlich haftbar sind | t3n

KI-gestütztes Programmieren verhilft der Softwarebranche zu mehr Effizienz. Doch wer beim Vibecoding einfach drauflos entwickelt, geht enorme rechtliche Risiken ein. Was ein Anwalt empfiehlt. Im Februar 2025 prägt Andrej Karpathy einen Begriff, der seitdem nicht mehr aus den Schlagzeilen wegzudenken ist: Vibecoding. Auf X beschrieb der Softwareentwickler und ehemalige KI-Chef von Tesla das Konzept als […]

t3n Magazin

Die Google-Suche wird immer mehr zu einem Spielplatz für generative KI(-Agenten). Warum das nicht nur für uns alle, sondern eigentlich sogar für die Firma selbst dumm ist: https://t3n.de/news/die-google-suche-braucht-dringend-ein-upgrade-aber-ki-ist-der-falsche-weg-1743309/

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Die Google-Suche braucht dringend ein Upgrade – aber KI ist der falsche Weg | t3n

Nach KI-Übersichten und KI-Modus will die Tech-Firma ihre Kernfunktion auf lange Sicht immer mehr an große Sprachmodelle übergeben. Unser Autor hält das für eine schlechte Idee und eine Gefahr für Googles Geschäftsmodell. Millennials und jüngere Mitglieder der Gen X werden sich vielleicht an die MTV-Sendung Pimp my Ride erinnern, in der Rapper Xzibit Schrottkarren in […]

t3n Magazin
"Nachhaltig mit Verantwortung" im Themenkreis "Dialoge" ist diesmal der Rahmen, in dem @SemAntiKast und ich euch auf der #BiblioCon26 diese Woche ein Update zur klima- und sozialverträglichen Nutzung von KI in Bibliotheken geben.

Ich finde, das könnte nicht besser passen. Denn wir brauchen jetzt wie nie einen Dialog darüber, dass auch #Bibliotheken in Bezug auf ökologische, ethische, gesellschaftliche Aspekte von KI Verantwortung übernehmen müssen, insbesondere was generative KI im Sinne von großen Diffusions- und Sprachmodellen anbetrifft.

Für mich ist es etwas ganz Besonderes in diesem Rahmen zusammen mit den Wegbereiterinnen der grünen Bibliotheksbewegung Petra Hauke (stellt in ihrem Beitrag die deutsche Übersetzung der IFLA Guidelines for Green Libraries vor und arbeitet schon jahrzehntelange in diesem Bereich) und Claudia Lux (moderiert das Format, hat 2008 als IFLA-Präsidentin erstmals unsere Rolle als Bibliothekswesen im Kontext der Klimakrise hervorgehoben) sprechen zu dürfen.

All das wurde möglich durch die engagierten Menschen des @netzwerkgruenebibliothek, die uns zusammengebracht haben, nach ihrer scharfsinnigen Feststellung, dass im Call der diesjährigen #BiblioCon das Thema #Nachhaltigkeit ausgespart wurde.

Umso mehr freut es mich, hier als ein Teil meinen Beitrag leisten zu können, damit auch die ethischen Dimensionen von #KI in einem grünen Bibliothekskontext beleuchtet werden und bleiben. Es gibt auch mindestens zwei erfreuliche Entwicklungen, von denen ich es kaum erwarten kann, sie euch mitzuteilen 😄🦜🌱

https://bibliocon2026.abstractserver.com/program/#/details/sessions/315

#GenerativeKI #Klimawandel #Klimaschutz #SDGs #BNE #LLMs #ChatGPT #KIinBibliotheken
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