Viele sagen: „Das kann ich nicht.“ Aber was heißt eigentlich können?
Nehmen wir ein ganz simples Beispiel: Ein Bild aufhängen.
Auf den ersten Blick wirkt das banal. In Wirklichkeit steckt darin eine ganze Kette von Voraussetzungen.
1️⃣ Rechtlich Darf ich überhaupt ein Loch in die Wand machen? (Mietvertrag, Eigentum, Hausordnung …)
2️⃣ Naturwissenschaftlich Ist die Wand dafür geeignet? Beton, Ziegel, Gipskarton – jedes Material braucht eine andere Befestigung.
3️⃣ Werkzeug Habe ich Hammer, Bohrmaschine, Dübel, Wasserwaage? Und weiß ich, welches Werkzeug hier sinnvoll ist?
4️⃣ Material Habe ich Nägel oder Schrauben? Welche Größe trägt das Gewicht des Bildes?
5️⃣ Der eigentliche Zweck Gibt es überhaupt ein Bild – und will ich es wirklich genau dort aufhängen?
6️⃣ Praktische Hindernisse Zeit, Lust, Erfahrung, Mut, Unsicherheit. Vielleicht fehlt nur ein einziger kleiner Schritt.
➡️ „Können“ bedeutet fast nie nur Fähigkeit. Es ist eine Kombination aus:
Erlaubnis
Möglichkeit
Wissen
Werkzeug
Material
Motivation
Wenn also jemand sagt „Ich kann das nicht“, heißt das oft nur:
Eine dieser Bedingungen fehlt noch.
Und manchmal reicht es schon, genau diese eine fehlende Stelle zu finden.
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