Zur Diskussion: Vom privaten zum gesellschaftlichen Nutzen (PV plus Batterie)
Diese Antwort auf einen Einwurf von mir nehme ich zum Ausgangspunkt einer möglichen Diskussion:
Und hier muß ich in letzter Minute umdisponieren.
Unter dem Beitrag https://mastodon.green/@VQuaschning/116696530750229323 hatte jemand seinen privaten Weg zur elektrischen Teilautarkie (PV+Akku) beschrieben.
Dessen Beitrag hatte ich kommentiert.
Seine wohl verständliche Reaktion war die Frage, was ich mit den vielen Worten sagen wolle; er denke selbstverständlich auch an das gesellschaftliche Umfeld.
Heute morgen wollte ich seine Frage an dieser Stelle zur Diskussion stellen. Doch das ging gründlich schief.
Der Poster löschte die Beiträge, die Antworten an mich enthielten.
Das tut mir leid.
Ich bitte ihn und @VQuaschning um Entschuldigung.
Ich wollte ihn nicht bloßstellen und auch hiermit nicht.
Daß die Kette der nachfolgenden Kommentare nun auch nicht mehr erreichbar ist, dürfte ein ungeahnter Nebeneffekt sein, den andere anderswo ebenfalls erleben könnten. Ich werde mich in Zukunft hüten, eigene Kommentare zu löschen.
Nochmals: Verzeihung, Poster und @VQuaschning !
Nun weiter.
Ausgangspunkt ist die Abschaffung der #Einspeisevergütung für kleine #PVAnlagen (< 25kWp) durch #KatherinaReiche, weil die sich angeblich durch den #Eigenverbrauch rentieren https://www.pv-magazine.de/2026/02/27/geleakter-eeg-entwurf-abschaffung-der-solarfoerderung-fuer-photovoltaik-anlagen-bis-25-kilowatt/ .
"Mit den beschriebenen Regelungen sollen Investitionen in Batteriespeicher gefördert werden. Nach Ansicht des Ministerium sollten Speicher gerade für Photovoltaik-Anlagen der Regelfall sein. Daher sei auch vorgesehen, dass mit dem EEG 2027 eine dauerhafte Kappung der Einspeisespitzen auf 50 Prozent bei kleineren Photovoltaik-Anlagen erfolgen soll."
Erzwungene Speicherinstallation durch Nicht-Vergütung und Einspeise-Kappung!
Dagegen kann man eine private Lösung einsetzen: Die Größe einer #Pufferbatterie so hoch schrauben, daß man für den größten Teil des Jahres quasi autark wird.
Nun habe ich persönlich gelernt, sparsam mit #Ressourcen umzugehen.
Unsere #Solarthermie-Anlage macht uns für ein halbes Jahr thermisch unabhängiger - früher von der #Gasheizung, jetzt vom Heizungszweig der #Wärmepumpe.
Elektrisch könnten wir aber NIE autark werden. Das heißt, wir sind IMMER mal aufs öffentliche Netz angewiesen.
Im Jahr 2025 lag unser gesamter #Stromverbrauch (Haushalt und WP) unter 3800kWh, die Jahreseinspeisung bei knapp 4300kWh. Für eine komplette Autarkie inkl. Trennung vom öffentlichen #Stromnetz schätze ich die Größe eines Akkus auf über 2000kWh bei geringer Selbstentladung. Wo sollten wir so einen Oschi unterbringen? Über #Elektrolyse (H2) mit #Brennstoffzellen-Generator denke ich gar nicht nach.
Die Anwesenheit eines Akkus erleichtert einen unbemerkten #ReboundEffekt - wohlgemerkt: den ich niemand mit PV+Akku gleich unterstelle. Dagegen sehe ich über die private Befassung mit so einer Ausstattung hinaus die Notwendigkeit einer öffentlichen Speicherung des eingespeisten Stroms, der angeblich "nicht gebraucht" wird und die Netze "verstopft".
Das ursprüngliche #EEG aus dem Jahr 2000 spricht Klartext:
"§ 3
Abnahme- und Vergütungspflicht
(1) Netzbetreiber sind verpflichtet, Anlagen zur Erzeugung von Strom nach § 2 an ihr Netz anzuschließen, den gesamten angebotenen Strom aus diesen Anlagen vorrangig abzunehmen und den eingespeisten Strom nach §§ 4 bis 8 zu vergüten."
https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/sites/default/files/2021-05/5-EEG_2000_BGBl-I-305.pdf
"Den gesamten angebotenen Strom": Da war elektrischer Strom noch etwas Wertvolles!
Nix mit Abregeln oder Abschalten.
Bis wir alle Wirtschaftssektoren ausreichend sicher elektrisch versorgen, dauert es bei der Gesinnung der jetzigen Politiker und der Geschwindigkeit des #PV- und #Windanlagen-Ausbaus wohl noch einige Zeit. Der #Klimawandel wartet aber nicht.
Würden sich alle #Privatmenschen persönlich autark machen, bliebe eine große Lücke. Versorgt werden müssen auch
--- Menschen, die nicht die Möglichkeit zur Installation von PV+Akku haben, allenfalls die Unterstützung/Gründung einer #Bürgerenergiegenossenschaft, wozu ich ausdrücklich aufrufen möchte!
--- Handel und Gewerbe
--- Industrie
--- Verkehr.
Am besten wären die Speicher bei den Netzbetreibern angesiedelt (#Quartierspeicher in Siedlungsnähe und größere verteilte Speicher in Regionen hohen Bedarfs). Die #Netzbetreiber haben den momentanen Bedarf und die momentane #Einspeisung im Blick. Private Speicher sind keine Störenfriede, aber nur Teil der Lösung einer größeren Aufgabe.
Die energetische #Transformation könnte schon geschafft sein: https://waffenschmidt-aachen.de/100pro/waffenschmidt-100prozent_erneuerbare-2008-02-21-web.ppt (Seite 37)

Volker Quaschning (@[email protected])
Attached: 1 video Wirtschaftsministerin Reiche will die Förderung kleiner #Solaranlagen streichen. 🏠🚫 Private PV-Anlagen rechnen sich nicht nur durch #Eigenverbrauch, sondern auch durch die #Einspeisevergütung. Fällt diese weg, werden viele Dächer nicht mehr voll belegt, Anlagen kleiner oder gar nicht gebaut. Die Folge: Wir brauchen mehr Freiflächenanlagen und Leitungen - die Akzeptanz der #Energiewende sinkt. Wer profitiert? Große Unternehmen aber nicht wir Bürgerinnen und Bürger.

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