„Geistiges eigentum“ des tages

«Wir zeichnen KI auch dann nicht aus, wenn sie zu 95 Prozent den Text geschrieben hätte» […] Auf der Website des «Tages-Anzeigers» stellt ein kurzer Erklärtext den Umgang von Tamedia mit der KI dar. Diese könne «beim Formulieren helfen», heisst es dort. Nadia Kohler sagt gegenüber der WOZ, es sei nicht entscheidend, wie gross der Anteil der KI an einem Text sei, sondern «dass Journalist:innen die Verantwortung für den Inhalt tragen». Das sei der Fall, solange sie jeden Text kritisch prüften, Fakten verifizierten und die «endgültige Entscheidung» träfen […] Bei Tamedia glaubt man, sich mit einem Begriff aus der Bredouille ziehen zu können, der rasend schnell Einzug in den Redaktionsalltag gehalten hat: dem Prompten. Gemeint sind damit die Anweisungen, die man etwa in das Eingabefeld der Google-KI Gemini gibt, um einen Text zu erstellen. Kohler behauptet: «Das Prompten von Texten wird auch urheberrechtlich zunehmend anerkannt.» Bei Pro Litteris gelte es bereits seit geraumer Zeit als eigenständige schöpferische Leistung

[Archivversjon, hevorhebung von mir]

Einen prompt für den gnobbelmatschgenerator mit angelerntem neuronalen netzwerk zu formulieren, ist jetzt für contentindustrielle scheißjornalisten der neue, eigenständige, jornalistische und schöpferische akt. Müsst ihr verstehen, damit macht der prompttschätter so richtige werke mit so richtiger schöpfungshöhe. Und zwar seine werke, nicht die werke der softwäjhr. Ja, vor meinem arsch ist auch kein gitter!

Na gut, weils so schön ist, mache ich hier jetzt auch mal frisches „geistiges eigentum“ nach den wirren rechtsvisjonen der scheißjornalisten und scheißPResseverleger, so als schöpferischen akt:

Ich: Begründe mir bitte kurz, warum der Text, den du mir nach Formulieren eines Prompts ausgibst, keine eigenständige Leistung von mir ist.

Qwen VL 30B: Der Text, den ich auf deinen Prompt hin generiere, ist aus mehreren Gründen keine eigenständige Leistung von dir:

  • Ich bin der Erzeuger des Textes. Du gibst eine Anfrage ein, aber die eigentliche sprachliche Ausformulierung, Strukturierung und inhaltliche Ausarbeitung übernehme ich.
  • Dein Beitrag ist die Eingabe, nicht das Ergebnis. Ein Prompt ist vergleichbar mit einer Arbeitsanweisung an jemand anderen – wer die Anweisung gibt, hat das fertige Produkt nicht selbst erstellt.
  • Kreative und intellektuelle Leistung liegt im Ausführen, nicht im Beauftragen. Wenn jemand einen Architekten beauftragt, ein Haus zu entwerfen, ist der Entwurf nicht die Leistung des Auftraggebers.
  • Fehlende eigene geistige Schöpfung. Eigenständige Leistung setzt voraus, dass du selbst Gedanken formuliert, strukturiert und sprachlich umgesetzt hast – das ist hier nicht der Fall.

Das bedeutet nicht, dass das Formulieren eines guten Prompts wertlos ist – es erfordert durchaus Überlegung. Aber der Output ist meine Leistung, nicht deine.

Das ist besonders relevant in Kontexten wie Schule, Studium oder Beruf, wo das Einreichen solcher Texte als eigene Arbeit als Täuschung gewertet werden kann.

Das gilt dann wohl auch für den beruf des jornalisten, oder? Probier es selbst mal aus, jornalist. Vielleicht haben die anderen angelernten neuronalen netzwerke ja eine andere auffassung als dieses dingens aus der zweiten reihe. Ach, da promptet ihr lieber nicht, weil ihr genau wisst, dass ihr gekwirlte lügenscheiße erzählt? Das habe ich mir doch gleich gedacht. 😁️

Schade, dass dieses PRessesterben so langsam geht. Obwohl es nur noch jornalistische diepfäjhks aus der gnobbelmatschhölle verkaufen will.

Gut, einer noch:

Bei der NZZ heisst es, man setze KI als Werkzeug ein

Ach, deshalb wird die neue zürcher seit jahren zunehmend ungenießbarer. Die benutzen das werkzeug wohl an immer mehr stellen, wo vorher gar nix reparaturbedürftig war. Und das war mal eine halbwegs seriöse, wenn auch rußstaubig-schwarze zeitung, eine gute ergänzung oder gar alternative zum tintengeklexe der BRD-PResseverleger. Na ja, immerhin scheint es dort noch ein lektorat zu geben, das die schlimmsten und missverständlichsten formulierungen vor der veröffentlichung glättet und die vielen verschreiber rausmacht. Das ist in der BRD längst überall wegrazjonalisiert (nur beim Claas-Relotius-magazin bin ich mir nicht sicher).

Na, da bin ich aber froh, dass wenigstens die wicked pedia noch reste von kwalitätsanspruch hat. Noch.

#Blick #contentindustrie #GeistigesEigentum #Gnobbelmatsch #Journalismus #KünstlicheIntelligenz #Schweiz #TagesAnzeiger #Tamedia
Tamedia: 95 Prozent von der KI

Mit künstlicher Intelligenz wollen Schweizer Medienhäuser Kosten senken. Dabei wird ein zentraler publizistischer Prozess wegrationalisiert.

Nicht Nett Flix: Stoppt den Stimmen-Klau bei Netflix!

Ein weiteres mögliches geschäftsmodell für angelernte neuronale netzwerke in den USA existiert (zum glück für uns alle) einfach nicht

Urheberrechtsstreit um KI-generierte Kunst:
US Supreme Court winkt ab

Ein von einer KI-Technologie geschaffenes visuelles Kunstwerk erhält in den USA keinen Urheberrechtsschutz, weil dem Werk ein menschlicher Schöpfer fehlt […] Kreative Werke müssen menschliche Urheber haben, um in den Vereinigten Staaten urheberrechtlich geschützt zu sein, so der Bescheid. Ein Bundesrichter in Washington bestätigte im Jahr 2023 die Entscheidung des Urheberrechtsamtes und nannte menschliche Urheberschaft eine „grundlegende Voraussetzung des Urheberrechts“ […] Ähnlich wie im aktuellen Fall um von einer KI geschaffene Kunst argumentierten untergeordnete Gerichte, dass Patente nur menschlichen Erfindern erteilt werden können

Schade, das wäre so ein tolles geschäft geworden, wenn der ganze gnobbelmatsch zu wertvollem „geistigen eigentum“ erklärt werden könnte!!1! Vollmechanische weltenteignung, ein paradies des vampirismus zum ausschlürfen!

#GeistigesEigentum #Heise #KünstlicheIntelligenz #Link #USA
Urheberrechtsstreit um KI-generierte Kunst: US Supreme Court winkt ab

Ein von einer KI-Technologie geschaffenes visuelles Kunstwerk erhält in den USA keinen Urheberrechtsschutz, weil dem Werk ein menschlicher Schöpfer fehlt.

heise online

Hier beschweren sich amerikanische Unternehmen darüber, dass ByteDance für das Training ihrer KI ungefragt ihr geistiges Eigentum verwenden.
Aber ich muss hinnehmen, dass u.a. amerikanische KI-Firmen wohl auch mit meinen (wenigen) Inhalten ihre Modelle trainieren.
Mich hat noch nie jemand gefragt, ob das Ok ist.

#KI #Urheberrecht #GeistigesEigentum #IntellectualProperty

https://www.1e9.community/magazin/wieso-das-ki-videomodell-seedance-2-0-von-bytedance-f%C3%BCr-panik-und-klagen-sorgt

Wieso das KI-Videomodell Seedance 2.0 von ByteDance für Panik und Klagen sorgt

Das KI-Videomodell Seedance 2.0 sorgt derzeit sowohl für Begeisterung als auch für Ärger. Denn es ermöglicht eine bislang ungekannte Bildqualität ...

1E9
Kommerz mit bei Olympia: NS-Propaganda als T-Shirt-Motiv

Das Internationale Olympische Komitee verkauft in seinem Onlineshop T-Shirts. Einige davon zeigen das Plakat der Nazi-Spiele von 1936.

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

Spannender Gedanke: #GenAI beruht eigentlich auf Diebstahl! Viele hypen #KI, noch mehr nutzen sie und viele (Firmen) geben Unsummen dafür aus. Was ist das perfekte Verbrechen? Wenn niemand mehr das Verbrechen als Verbrechen bezeichnet.

#AI #geistigesEigentum
https://www.spiegel.de/netzwelt/google-meta-openai-autoren-um-john-carreyrou-verklagen-technologiekonzerne-a-5e2e898d-5c18-4996-820c-23e9d53d6883

Trainingsdaten für KI: Autorengruppe verklagt Google, Meta und OpenAI

Der Vorwurf: Die US-Technologieriesen nutzen urheberrechtlich geschützte Bücher, um ihre künstlichen Intelligenzen zu trainieren. Mehrere Autoren in den USA wollen das unterbinden, darunter auch ein Gewinner des Pulitzerpreises.

DER SPIEGEL

Und nun zum geistigen eigentum zur förderung der kreativen

Oh, heute morgen sitzt als weihnachtsvertretung wohl mal der klartextexperte bei heise onlein am gerät:

Finanziell wird es für die weit überwiegende Mehrheit der Rechteinhaber keinen Unterschied machen, ob sie von Spotify oder von Anna’s Archive keine Tantiemen erhalten

‼️

Den sollten sie da hinten in der karl-wiechert-allee viel öfter mal ranlassen!

#contentindustrie #DanielAJSokolov #Enteignung #Feudalismus20 #GeistigesEigentum #Handy #Heise #Link #Spotify #Streaming #Zitat

300 Terabyte Musik und Metadaten von Spotify heruntergeladen

Spotify ist ungehalten, weil Anna’s Archive einen Teil der Spotify-Datenbank heruntergeladen hat und veröffentlichen möchte. 300 Terabyte.

heise online

Lacherchen des tages

Eine Firma aus den USA hat das Patentamt der Vereinigten Staaten aufgefordert, alle Rechte der Marke „Twitter“ und den Begriff „Tweet“ aufzuheben, damit diese für die Verwendung durch ein neues soziales Netzwerk zur Verfügung stehen. Das geht aus dem „Antrag auf Löschung“ hervor, den die Nachrichtenagentur Reuters öffentlich gemacht hat. Gestellt hat ihn die Firma „Operation Bluebird“, die ein Internetangebot unter „twitter.new“ ins Leben rufen will. Nach der Umbenennung der ursprünglichen Twitters in X habe die Firma des US-Milliardärs Elon Musk die fraglichen Begriffe von allen Produkten, Diensten und der Werbung „ausgelöscht“ und „keine Absicht, die Nutzung der Marken wieder aufzunehmen“, heißt es in dem Antrag […] Gegenüber Reuters hat der für den Antrag verantwortliche Markenrechtsanwalt Stephen Coates erklärt, dass die Angelegenheit „einfach“ sei. X habe die kommerzielle Nutzung der Marken eingestellt, und diese „rechtmäßig aufgegeben“ […] Gegenüber Reuters hat ein unbeteiligter Experte zugestimmt, dass es X schwerfallen dürfte, die Rechte an „Twitter“ und „Tweet“ zu verteidigen, da sie nicht mehr genutzt werden. Verhindern könnte der Dienst eventuell die kommerzielle Nutzung. Interessant sei die Frage, ob Musk die Markenrechte überhaupt verteidigen will

Bwahahahahaha!

Der tote blaue vogel könnte zum wiedergänger werden. Und weia, wird diese (immer noch gut eingeführte und immer noch milljardenfach im web genannte) marke billig. War wohl doch keine so gute idee mit der ziemlich sinnlosen umbenennung zu „𝕏“.

Bwahahahahaha!

#elonMusk #fail #geistigesEigentum #heise #lacherchen #link #sM #twitter

Markenrechte von X aufgegeben: Neues soziales Netzwerk soll „Twitter“ heißen

Vor zwei Jahren hat Elon Musk Twitter in X umbenannt, danach hat er deutlich gemacht, dass er kein Interesse an der Marke hat. Ein Konkurrent verlangt sie nun.

heise online
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