Was ich hier mache? Sitzen!
Was mache ich hier, fragt Sofasophia drüben und läd dann ein mitzumachen. Also etwas zu fantasieren zu diesem Satz. Der ja kaum ein Satz ist. Gerade einmal zwei Worte. Aber gute Worte. Gute Worte für eine kleine klitzekleine sitzende Geschichte:
Sie sitzt
Sie sitzt. Immerhin ist das etwas, das sie sich selbst ausgesucht hat. Sie ist nicht sitzen gelassen worden. Wie damals als Kind, als es immer hieß: setz dich hierher und bleib da sitzen, oder wie später als ihre Mitschülerinnen tuschelten, dass sie ja wohl schon wieder sitzengelassen worden ist. Nein, sie sitzt sehr selbstbestimmt auf diesem Sessel. Flaschengrün. Bequem. Nur ist dieses Sitzen, so selbstgewählt und angenehm es auch sein mag, ja nicht abendfüllend. Es dämmert gerade erst. Und sie sitzt. Das könnte den ganzen Abend so weitergehen. Das Sitzen. Sie und der Sessel. Warum eigentlich nicht? Der Sessel wird nach und nach ihre Körperform abbilden, sie werden miteinander verschmelzen. Er nimmt die Form ihres Körpers an und sie seine Farbe. Ein sprechender, denkender flaschengrüner Sitzkörper.
#Körper #Schreibspiel #Sessel #Sitzen