Von personalisierter Werbung zur staatlichen Verfolgung

 

Verfassungsblog

"#Zweckbindung hindert uns daran, mit Daten das zu machen, was wir wollen"

Ja, und genau deshalb gibt es und braucht es sie.

#Palantir Whitewashing Versuch des LKA Bayern läuft in vollem Gang inkl. dpa Meldung!

Interessant:

"107 Mal sei das Analyse-Programm – mit vollem Namen „Verfahrensübergreifende Recherche- und Analyseplattform“ – bis Anfang Oktober genutzt worden, teilte das bayerische Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage mit."

Problematisch (offensichtlich #verfassungswidrig, da #Zweckbindung nicht eingehalten wird):

"Mit dem Programm lassen sich die verschiedenen..."

https://www.heise.de/news/So-soll-Missbrauch-von-Palantir-Software-verhindert-werden-10751012.html

@olaf_radicke Die #ePA wäre auch nützlich, um den aufwändigen Prozess der #Musterung schneller, günstiger und weniger manipulierbar zu gestalten.

Die #Bundeswehr könmte sich - womöglich #KI-gestützt - gezielt das #Menschenmaterial heran ziehen, was im Rahmen der #Wehrpflicht nun einmal notwendig ist für die #Kriegstauglichkeit, ohne Zuviel Staub bei allen anderen aufzuwirbeln.

Entdecke die Möglichkeiten und übrigens, #Zweckbindung up my ass.

Dobrindts gefährliches „Sicherheitspaket“ – #Pressemitteilung

Alexander #Dobrindt (#CSU) schlägt mit dem „#Sicherheitspaket" die Nutzung der Produkte der US-Firma #Palantir für das Bundeskriminalamt (#BKA) und die #Bundespolizei vor.

Aus der PM: „Diese #Militarisierung der Polizei und Auflösung der #Zweckbindung lehnen wir ab, weil ein Nutzen nie transparent dargelegt wurde und somit demokratische Verhältnismäßigkeitsüberlegungen unmöglich sind.

Sicherheit ist im Kern eine soziale Frage und genau in diesen Bereich wird gerade von den Regierungsparteien vielfach die Axt angelegt. Dieser Zusammenhang muss im Mittelpunkt der Diskussion stehen, nicht ein Paragraphenstreit.

[Zudem] ist gerade die Nutzung der Software von Palantir die kurzfristigste und schlechteste Wahl, weil sie nicht nur eine fatale Abhängigkeit festigt, sondern dieses ultra-rechte US-Projekt auch noch durch deutschen Steuermillionen mitfinanziert.“

Zur ganzen PM: https://blog.fiff.de/dobrindts-sicherheitspaket-palantir/

#Trump #Karp #Thiel #Gotham

Wenn Daten für einen Zweck gesammelt werden, dürfen sie nicht heimlich für andere genutzt werden. Sonst stirbt die Freiheit. #Zweckbindung #EinfacheSprache

Verfassungsbeschwerde

Das Problem heißt nicht nur Palantir

Bayern fängt sich wegen der automatisierten Datenanalyse im Polizeigesetz eine Verfassungsbeschwerde ein. Dass es ausgerechnet die Software des rechten Milliardärs Peter Thiel sein muss, ist dabei nicht der Kern des Problems, sondern das Zusammenführen und heimliche Rastern einer großen Datenfülle aus verschiedensten Polizeisystemen.

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte hat es wieder getan: In einer heute veröffentlichten Beschwerde an das Bundesverfassungsgericht legt sie im Namen von acht Beschwerdeführern dar, wo das bayerische Polizeiaufgabengesetz über die Grenzen des Erlaubten hinausreicht. Sie kommt zu dem Schluss, dass sich der Gesetzgeber im Freistaat nicht ausreichend an die bereits detailliert vorliegenden Vorgaben aus Karlsruhe gehalten hat.

Denn die GFF hatte bereits im Jahr 2023 ein Urteil des Bundesverfassungsgericht erkämpft, das damals ähnliche gesetzliche Befugnisse aus Hamburg und Hessen für verfassungswidrig erklärte. Diesem Urteil Geltung zu verschaffen, aber auch „klarere Grenzen für den Einsatz von Data-Mining-Software“ zu ziehen, ist das erklärte Ziel der Beschwerde.

Es geht also wieder um die automatisierte Datenanalyse durch die Polizei, die ihren Wildwuchs von Datenbanken nicht nur zähmen, sondern vor allem die Daten darin erschließen will. Dafür setzt sie aktuell auf das Softwareprodukt Gotham des US-Konzerns Palantir. Mit dieser Software werden in großem Umfang personenbezogene Polizeidaten aufbereitet und analysiert. Millionen Datenhäppchen über Menschen, die mit der Polizei irgendwann Kontakt hatten, fließen in diese Schattendatenbanken hinein. Oft diskriminierte Gruppen sind besonders betroffen und selbst Berufsgeheimnisträger wie Anwälte, Journalisten oder Ärzte werden nicht verschont und können mitgerastert werden.

“Rechter Verschwörungsideologe Peter Thiel”

Neben den massiven Eingriffen in die informationelle Selbstbestimmung aller dadurch betroffenen Menschen ist auch die starke Abhängigkeit problematisch, in die sich die Polizei begibt. Denn ohne die Palantir-Softwarehilfe ist das Auswerten der eigenen Datenbestände umständlich und zeitaufwendig. Darauf weisen Polizeivertreter bei jeder Gelegenheit hin.

Während die Abhängigkeit an sich bereits eine Herausforderung ist, weil man sich eben langfristig an einen kommerziellen Anbieter bindet, dessen Geschäftsinteressen von den Polizeiinteressen abweichen können oder der sein Geschäftsmodell ändern könnte, so ist speziell dieser US-Konzern als Partner der Polizei eine echte Zumutung. Denn nicht nur der Mitgründer und Großaktionär Peter Thiel, sondern auch der Palantir-Chef Alexander Karp fallen seit Jahren und in zunehmendem Maße durch öffentliche Aussagen auf, die Zweifel nähren, ob für sie Menschenrechte und Demokratie einen Wert haben.

Einer der acht Beschwerdeführer, der Musiker und Aktivist gegen des Polizeigesetz Johannes König, bringt es so auf den Punkt:

Als wäre das bayerische Polizeiaufgabengesetz noch nicht autoritär genug geprägt, setzt die Staatsregierung nun auch noch auf die Überwachungssoftware des rechten Verschwörungsideologen Peter Thiel.

Denn Milliardär Thiel ist ein offensiver rechts-libertärer Kulturkämpfer und Nationalist. Zudem hat der vor 22 Jahren gegründete Konzern dauerhafte und langjährige Verbindungen zu den US-Geheimdiensten und -Militärs, ohne deren Millionenverträge Palantir gar nicht existieren würde. Denn viele Jahre wurde der sektenartige Softwarekonzern von einem CIA-Ableger mitfinanziert und wies niemals Gewinne aus.

Auch zur Trump-Regierung gibt es enge Verbindungen und eine anbiedernde Position der prominenten Palantir-Gesichter Thiel und Karp. Dass Palantir-Software in Kriegsgebieten von Geheimdiensten und Militärs genutzt wird, unterstützt die Trump-Regierung nach Kräften.

Die Zweckbindung untergraben

Die Funktionsweise des Palantir-Produkts ist nur soweit öffentlich nachvollziehbar, wie es der Polizei-Vertragspartner erlaubt. Diese Undurchsichtigkeit könnte behoben werden, wenn ein anderer Vertragspartner zum Zuge käme oder eine eigene Softwarelösung genutzt würde. Aber das löst noch nicht das eigentliche Problem, nämlich welche Daten unter welchen Bedingungen in die automatisierte Analyse einfließen dürfen.

Denn so unverständlich es erscheint, dass im bayerischen Innenministerium auch nach jahrelangen Diskussionen auf den abgründigen Tech-Konzern gesetzt wird, so wenig sollte man sich den Blick auf das Wesentliche verstellen lassen: Palantir ist nicht der Kern des Problems, sondern das Ansinnen, die Zweckbindung polizeilich aufgenommener Daten zu untergraben und letztlich aufzulösen.

Das Zusammenführen und die Analyse von Daten aus polizeilichen Verbunddateien, aus großen Polizeidatenbanken und aus den verschiedenen Fallbearbeitungs- und Auskunftssystemen darf nicht dazu führen, dass aus bloßen praktischen Erwägungen oder weil im konkreten Fall ohnehin niemand genau weiß, wie die Palantir-Software arbeitet, wichtige rechtlichen Schranken wegfallen.

Denn es ist nicht nur eine heimliche, sondern eben auch eine gefährliche Ermittlungsmaßnahme, wenn hinter den Rücken der Menschen die Daten aus den Polizei-Datenbanken gerastert und analysiert werden, die im Vertrauen darauf an die Behörden gegeben wurden, dass mit ihnen sorgsam umgegangen wird. Tritt etwa ein Zeuge eines Diebstahls an die Polizei heran oder wird ein Verkehrsunfall polizeilich aufgenommen, dann sollte niemand der Beteiligten Angst haben müssen, automatisiert in Analysewerkzeugen zu landen, die ihn später mit anderen Straftaten in Verbindung bringen und ihm Überwachungsmaßnahmen bescheren können.

Offenlegung: Der Chaos Computer Club unterstützt die Verfassungsbeschwerde der GFF. Die Autorin ist ehrenamtlich Sprecherin des CCC. Constanze Kurz ist promovierte Informatikerin, Autorin und Herausgeberin von Büchern, zuletzt Cyberwar. Ihre Kolumne „Aus dem Maschinenraum“ erschien von 2010 bis 2019 im Feuilleton der FAZ. Sie lebt in Berlin und ist ehrenamtlich Sprecherin des Chaos Computer Clubs. Sie war Sachverständige der Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestags. Sie erhielt den Toleranz-Preis für Zivilcourage und die Theodor-Heuss-Medaille. Kontakt: E-Mail (OpenPGP). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

Verfassungsbeschwerde – Beueler-Extradienst

Kampf gegen Online-Betrug: Telefónica prüft Identität von O2-Kunden für Dritte - Golem.de

Telefónica will Onlineshops helfen, Kundendaten zu prüfen. Damit soll Betrug verhindert werden.

Golem.de
@olivetree @stephie_hamburg Das sollte sich bereits aus dem Grundsatz der #zweckbindung ergeben, dass das #jobcenter dieses Datum nicht allein deswegen erheben darf, weil es in irgendeinem anderen Zusammenhang eine Ausnahme gibt. Warum das Jobcenter das Geschlecht fuer jeden Antrag brauchen sollte, ist mir nicht klar. Frueher brauchte man den wohl, weil man pauschal jeder WG aus einem weiblichen und einem maennlichen Wesen das Vorliegen einer eheaehnlichen Gemeinschaft unterstellen wollte. Aber das sollte eigentlich mit der Reform der Eheschliessung nicht mehr zeitgemaess sein.

"Du willst einen #Ryanair-Flug buchen? Sei bereit für einen #Gesichtsscan!" #Datenminimierung #Zweckbindung

-> "#noyb hat heute eine DSGVO-Beschwerde gegen Ryanair eingebracht"

https://noyb.eu/de/want-book-ryanair-flight-prepare-face-scan

Du willst einen Ryanair-Flug buchen? Sei bereit für einen Gesichtsscan!

Um einen Ryanair-Flug zu buchen, muss man einen Account erstellen. Neukund:innen müssen sich außerdem verifizieren - oft mit biometrischem Gesichtsscan

noyb.eu