https://www.raberalf.de/region/zionskirche-zeigt-den-vogel
@zionskirche @sabinemeyer
@carl Die Frage war, ob am 02.10.1990 auch Ostnazis im Westen unterwegs waren. Ich kann das nicht genau sagen, aber ich vermute, dass es nur andersrum war. Das es in der DDR Nazis gab, steht ganz außer Frage. 1987 gab es den Überfall auf die #Zionskirche:
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberfall_auf_die_Zionskirche
Die Stasiakten fliegen auch irgendwo im Netz rum. Kann man sich angucken. Die #BFC-Hools waren bekannt. In Weimar gab es #Nazi-Skins. Ich erwähne immer wieder, dass ich am 4.11.1989 bei der großen Wende-Demo in der DDR im #Antifa-Block gelaufen bin. Die Tatsache, dass es eine Antifa gab, legt nahe, dass es auch eine Fa gegeben haben musste. Und damit ist nicht die Seife gemeint.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Doku #GanzNormalRechtsradikal. Die gibt es leider nicht mehr in der Mediathek. Wenn die jemand irgendwo hochladen will, schicke ich gern die Datei. Darin kann man sehen, wie Nazi-Parteien gezielt in den Osten gegangen sind, um Strukturen aufzubauen. Und wie Bundeswher-General a.D. Schönebohm, dann Innenminister von Brandenburg Nazi-Skins in einem Jugendclub besucht und die ganz ok findet.
Ist hier ein bisschen beschrieben:
„Bei uns im damaligen West-Berlin sickerte irgendwie durch das #Rechte und #Hooligans aus dem Westen als "politische #Flüchtlinge" geduldet wurden. Es sollen auch nicht viele gewesen sein. Angeblich(!) sollen sie auch in #Trainingslager den Umgang mit #Waffen gelernt haben.“
Das halte ich für ein Gerücht. Davon hätte man inzwischen schon gehört. Die #Stasi-Unterlagen werden ja seit 35 Jahren aufgearbeitet.
„Doch das wurde nie bewiesen.“
Eben. Es scheint mir wenig plausibel. Warum sollte sich die DDR Nazis zurückholen? RAF ja, die destabilisierten das System im Westen.
„Ob es in der #DDR #Rechtsextremisten und #Gewalt gab, gut möglich.“
Ja, gab es. Mehrere Hundert. Meist Hools. Teilweise vom BFC, ironischerweise vom Stasi-Club. In Weimar gab es auch welche.
Es gab auch in der #DDR eine #Antifa. Ich bin am 4.11.1989 im Antifa-Block mitgelaufen.
Es gab den Überfall auf die #Zionskirche, bei denen West-Nazis gemeinsam mit Ostlern agiert haben.
„Nach der Wende gleich der Angriff auf das #Wohnhaus der Gastarbeiter in #Rostock. Und so zieht sich das dann quer durch #Ostdeutschland.“
Ich habe im letzten Jahr beim tazlab zum Osten von den #OssisOfColor von dieser Webseite erfahren:
https://zweiteroktober90.de/ueberblick/
Da kannst Du Dir ansehen, wo am Tag vor der Wiedervereinigung Anschläge stattfanden. Es ist auch beschrieben, dass West-Nazis in den Osten kamen und dort gemeinsam mit Ostlern agiert haben. Es ist auch zu lesen, dass klar war, dass die Polizei linke Hausprojekte nicht schützen würde, weil die in Berlin eingesetzt wurden. Die Nazis hatten also einen Freifahrtschein. Die angehängte Karte zeigt die Vorfälle im gesamten Bundesgebiet.
Zu #Lichtenhagen kannst Du gern den Wikipedia-Artikel lesen oder auch meine Blog-Beiträge zu #AnneRabe. Lichtenhagen war das größte Polizeiversagen der BRD. Die Krawalle waren Monate vorher in der Lokalpresse angekündigt worden, aber der Polizeichef war übers Wochenende nach Hause nach Bremen gefahren. Den Einsatz leitete ein unerfahrener Polizist. Zuständige Politiker waren ebenfalls aus dem Westen und nicht erreichbar.
Auch in Lichtenhagen waren prominente West-Nazis dabei:
Letztendlich passte das wohl manchen damals auch in den Kram. Danach wurden dann neue Asylreglungen verabschiedet.
Wenn Du möchtest, kannst Du Dir hier angucken, wer die führenden Köpfe in Gruppen wie Combat 18 oder den Sächsischen Separatisten sind.
https://so-isser-der-ossi.de/nazis/
„In der BRD gab es Angst das der #Faschismus schneller erneut #Realität wird, Immerhin hatte man erst ein #Regime mehr oder weniger hinter sich gelassen. Selbst heute ist die Vermeidung dieser #Reizwörter an der #Tagesordnung. Nur nicht den #Geist aus der #Flasche lassen.
#Erfurt 1975 war, wenn ich mich recht erinnere kein Thema im Westen, obwohl jede #Verfehlung der #SED genüßlich ausgeschlachtet wurde.“
Ja, genau deshalb wurde das ja unter den Teppich gekehrt.
'FAN-tastisch' !?
Ein Plakat des Konzertes in der Zinskirche, dass von prügelnden Neonazis gestürmt wurde und die Diskussion, um Neonazis, Skinheads und rechtsextreme Strukturen in der DDR ans Licht zerrte:
https://youtu.be/sHd_Tb93kXQ?si=YO0xdMuA2sPiGva6
"Er würde gerne wieder knüppeln, wie in der Vergangenheit ..."
(Die Firma)
Guck mal meinen #Holocaust-Artikel an.
https://so-isser-der-ossi.de/2019/09/01/der-ossi-und-der-holocaust/
Da ist alles feinstens dokumentiert. Straßennahmen, Briefmarken, Denkmäler, Schulnamen, Pflicht-Besuche in KZs, Literatur im Deutschunterricht. Filme und Romane in Massen.
Klar waren Kommunisten im Gedenken bevorzugt. Ist irgendwie logisch, das waren ja die Buddies der Regierenden gewesen. Dass es Nazis in der DDR gab, war auch bekannt. Ich habe ja schon öfter von der #Zionskirche gepostet. Ich hatte Kontakt zu #Firma und #Freygang. Das waren zwei DDR-Punk-Bands, die auch verprügelt wurden. Die Firma war dediziert antifaschistisch:
https://www.youtube.com/watch?v=5laOHMW2iG4
(Zwei Bilder im Innenteil des CD-Booklets sind von mir. Tatjana und Fabian)
Das Lied ist auf nem Demo-Tape von 1986 auch schon drauf. Die Tapes wurden in der Szene auf Konzerten verkauft.
Ich bin am 4.11.1989 im #Antifa-Block mitgelaufen. Die Antifa gab es natürlich, weil es Nazis gab. Die besetzten Häuser hatten nach der Wende dann auch mit Naziangriffen zu kämpfen. Wobei da heute nicht mehr klar ist, wer von den Nazis aus dem Osten kam und wer aus dem Westen. Auch beim Überfall auf die Zionskirche waren Westler dabei.
Ich wusste von ein paar Hundert Menschen. Dass es 1500 waren ... Vielleicht war es so. Weiß ich nicht. Ein Mensch aus meiner Schule hat mir erzählt, dass der „Gauleiter von Berlin“ der Sohn eines hohen Partei-Kaders war. Nazi war der größtmögliche Abstand vom System.
„Wenn du gute Lehrer:innen hattest: schön. Die Regel war das nicht.“
Es gab einheitliche Lehrpläne und es gab in jeder Klasse Genosseneltern, die Nazi-Lehrer sofort verpfiffen hätten.
Frage: Bist Du aus dem Osten?
Wird so lange weitergehen, wie es in meiner Lieblingszeitung entsprechende Bemerkungen gibt. (= Bis einer von uns stirbt. Der taz geht es eigentlich gerade sehr gut.)
Und ich habe es nie so gesagt, wie Du es geschrieben hast. (Ossis alle Antifaschisten, Wessis alle Nazis, aber wenn der Eindruck entsteht, dann kann das ja nur bedeuten, dass es im Westen echt viele Nazis gegeben hat/gibt. =:-p)
Ich schreibe zum Beispiel auch, dass ich am 4.11.1989 bei der großen Demo am Alexanderplatz im #Antifa-Block war. Warum gab es den wohl? Die Punks wurden in der #Zionskirche übel verprügelt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zionskirche_(Berlin)#Skinhead%C3%BCberfall_1987
Von Naziskins (lustigerweise auch wieder unter Beteiligung aus dem Westen). Ja, die gab es. Ein paar hundert Leute. Zum Teil Bonzen-Kinder.
Tut mir Leid, wenn ich nerve, aber die Kids von heute wissen das alles nicht. Sie können es nicht wissen. Der Westen schreibt die Geschichte.
Du bist nciht auf dem aktuellen Stand: #WessisRaus habe ich schon in meinem Wahlkampf 2021 gefordert. =;-) Etwas differenzierter in der Form #NazisRaus. Da ich für die Partei #DiePARTEI angetreten bin, musste ich mich mit deren Forderung, die #Mauer wieder aufzubauen, auseinandersetzen. Das Ergebnis längerer Überlegungen war, dass ich auch für den Wiederaufbau bin. Als #AntifaschistischerSchutzwall. Das macht natürlich nur Sinn, wenn man die Nazis vorher rausschmeißt.
Ich hoffe, Dir macht der Blog-Post Spaß:
https://stefanmueller.bayern/soll-die-mauer-wieder-aufgebaut-werden/
Zu dem Punkt noch: "Wir wurden unterrichtet, wir wussten alles"
Die sind anders, die wussten nichts"
Ich habe es schon mehrfach gesagt und es steht auch im About vom #Ostblog. Die DDR war nicht meins. Ich war kein Ossi nach der Wende. Ich habe Glück gehabt. Aber der Westen hat mich zum Ossi gemacht. #NaikaForoutan hat diesen Prozess beschrieben. Deswegen gibt es plötzlich ein Wir. Ein Wir, das auch Menschen einschließt, mit denen ich nie etwas zu tun haben wollte.
https://so-isser-der-ossi.de/ich-will-was-sagen/
Und ja, „wir“ wussten Bescheid. Das kann man so sagen, denn „wir“ hatten einheitliche Lehrpläne, die für die gesamte #DDR galten. Ich weiß also, was andere Ostler*innen in der Schule hatten. Und da war die #Frühlingssonate dabei und da kamen die Verbrechen der #Wehrmacht an den #Juden vor.
https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Babyn_Jar
Das wusste in der #DDR jedes Kind. Wir haben auch alle KZs besucht. Ich war in #Sachsenhausen, #Buchenwald und #Auschwitz.
Natürlich gab und gibt es im Westen Menschen, die diese Dinge wissen und wussten. Aber bitte lies den #Holocaust-Blogbeitrag durch, da ist die Wehrmachtsausstellung ein Thema. Auch die Holocaust-Fernsehfolge, wo sich einige Sendeanstalten weigerten, die auszustrahlen. Das ist schon sehr anders.
https://so-isser-der-ossi.de/2019/09/01/der-ossi-und-der-holocaust/
Tut mir Leid, wenn ich nerve, aber „ihr“ habt angefangen. Die West-Medien bestimmen den Diskurs, es gibt in den Redaktionen praktisch keine Ossis, weil man sich die Arbeit als Journalist (Freiberufler?) leisten können muss. Auch wegen dieser einseitigen Berichterstattung hat die #noAfD mit ihrem #Lügenpresse-Spruch Chancen. Gegen diese einseitigen Berichte versuche ich anzustinken. Sie sind Teil des Problems.
Ich hasse „ihr“ und „wir“. Das ist Mist. Ich weiß! Lass uns ein kleines „wir“ bilden. Nur aus @TheOneSwit und @stefanmuelller. OK?
Peace and love! =:-)
Nochmal zu wir und ihr. Letztendlich ist das eine Gruppenbildung, die Faschisten benutzen. Aus irgendwelchen Gründen sollen Schwarze Menschen anders sein. Und so ist es eben mit den Ossis auch. Schön, dass ich Euch die Schuld dafür geben kann. Ich hoffe, Du verstehst den Witz. =:-)
Dass es in der DDR keine Neonazis gab, habe ich nie behauptet. Es gab den Angriff von Naziskins auf die #Zionskirche, der von den DDR-Organen toleriert wurde. (Ich hatte Kontakt zur Punk-Gruppe #DieFirma, die dezidiert antifaschistisch war und nicht nur in der Zionskirche verdroschen wurde). In #Weimar gab es auch Neonazis.
Ich habe selbst Kassetten mit Naziliedern in der Hand gehabt. „Mein goldener Schlagring“ und „Töte deinen Nachbarn“ sind zwei Titel, die mir in Erinnerung geblieben sind.
Jemand kannte einen „Gauleiter“. Das war ein Sohn eines hohen Genossen. Das war deren Maximalopposition.
Was ich gesagt habe, ist: Dass man mit so einem Flugblatt kein Abitur mehr hätte machen können. Und das ist wohl wahr. Da wäre wohl schon bei Hitlerbart und -gruß Schluss gewesen. Hab mal in Dein Profil geguckt. Münsterland. Wahrscheinlich weißt Du nicht viel über den Alltag in der DDR. Ich habe ihn 21 Jahre miterlebt. 12 davon in der Schule und vier davon auf der EOS (Gymnasium). EOS war noch mal anders als die POS. Es kamen zwei Kinder pro Klasse zum Abitur. Da wurde gesiebt. Schon Kirchenmitgliedschaft konnte ein Ausschlusskriterium sein. Vor den Elternabenden gab es einen speziellen Elternabend für die Genosseneltern. Wenn da irgendein Schüler*in mit Nazi-Zeug angekommen wäre, wäre er/sie sehr schnell draußen gewesen. Der Punkt ist aber, dass man gar nicht erst draufgekommen wäre.
Hier habe ich mal früher über die Aufnahmeprozedur und die politische Kontrolle an den Schulen geschrieben:
Bei der Demo von der das Bild unten in dem Bericht ist, den Du zitierst, war ich auch. In eben dem auf dem Stasi-Foto abgebildeten #Antifa-Block. Vielleicht gibt es auch von mir noch Bilder in den Stasi-Unterlagen. Weiß nicht, ob ich da rankomme.
Und rate mal, warum es die Antifa im Osten schon vor der Wende gab. Und rate mal, warum ich da mitgelaufen bin und nicht z.B. bei der #SDP, die vor uns war. (Mit schön gedruckten Schildern aus dem Westen übrigens ...)
Ich höre jetzt immer öfter, dass der Druck der sich ergibt, wenn man wahrnimmt, dass das eigene Handeln nicht mit den eigenen Werten kompatibel ist, und der durch FridaysForFuture verstärkt wird, mit dem sozialen Druck verglichen wird, der in der … Weiterlesen →
3/ Also: Es gab in der #DDR #Nazis. Ganz zum Schluss sogar straff organisierte. Diese wurden von der Stasi geduldet. Lustigerweise waren Bonzen-Kinder ganz vorn dabei. Ein Vorfall, der recht gut dokumentiert ist, ist der Überfall von Skinheads auf ein Punkkonzert in der #Zionskirche. Das waren West-Nazis, die rübergekommen waren, zusammen mit Ostnazis.
Dass es in jeder #NVA-Kaserne faschistische Tendenzen gab, wird einfach so hingestellt. Dafür hätte ich gern Belege. Ich habe während meiner ganzen Armeezeit nichts Faschistisches gesehen. Ich war in #BadDüben. Dort fanden wir alle den kleinen Prinzen gut (und Armee scheiße).
Danach war ich in #Kamenz. Weil ich mich mit Computern auskannte, bin ich in die Computergruppe gekommen und war direkt dem stellvertretenden Kompaniechef unterstellt, der lustigerweise auch noch Martin Luther hieß. Ich hatte mit ihm und noch mehr mit einem weiteren Oberstleutnant zu tun. Dann noch mit dem FDJ-Sekretär, einem Oberleutnant, bei dem ich im Zimmer saß.
Ich habe mit Soldaten Tee getrunken (viel Tee, lange Jahre. Manchmal mit Rum), mit Unteroffizieren das Zimmer geteilt, mit Offizieren Kontakt gehabt. Nirgendwo war da irgendetwas von Faschismus und Nazis. Nix. Die Menschen dort waren ein Querschnitt durch die Gesellschaft, denn die NVA war eine Wehrpflichtigenarmee. Zivildienst gab es nicht. Totalverweigerer wurden eingesperrt.
Die Oberstleutnante kamen aus der Arbeiterklasse. Insgesamt waren im Osten 94% der Offiziere Parteimitglieder.
Also: Bevor ich das mit „allen NVA-Kasernen“ glaube, möchte ich irgendwelche nicht-impressionistischen Belege haben.
Über die Nazi-Netzwerke in der Bundeswehr weiß man übrigens recht gut Bescheid. Das ist alles aktenkundig.
Im Herbst 1987 attackierten mehrere Dutzend Neonazis die Gäste eines Punkkonzerts in der Ost-Berliner Zionskirche. Staatssicherheit und Volkspolizei waren vor Ort, griffen aber während des Überfalls nicht ein. Dieser Vorfall machte die gewaltbereite Neonazi-Szene der DDR erstmals öffentlich und bewegte die Stasi dazu, sich mit den rechtsextremen Skinheads auseinanderzusetzen. Anders als den Punks, hatte die Geheimpolizei ihnen bis dahin kaum Aufmerksamkeit gewidmet.