Zeitzeichen - Im Jahr 1681: Johannes Schreyer wendet erstmals die "Lungenschwimmprobe" an

1681 prüft ein Arzt mit Wasser, ob ein Neugeborenes gelebt hat. Die "Lungenschwimmprobe" ist eine revolutionäre Methode - und der Beginn moderner Gerichtsmedizin.

Redakteure des "Neuen Landboten" haben sich auf die Spuren der revolutionären Flugschrift "Hessischer Landbote" und seiner Verfasser Georg #Büchner und Friedrich Ludwig #Weidig sowie ihrer Kampfgefährten begeben.

In einem 55 Seiten umfassenden Buch erzählen sie, wie die Flugschrift entstand, wie es Büchner, Weidig und ihren Freunden erging, welche Nachwirkungen der #Landbote hatte und welchen Einfluss der #Adel, gegen den die #Revolutionäre ankämpften, heute noch hat.

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Das Buch vom Landboten - landbote.info

Redakteure des neuen Landboten haben ein Buch über den Hessischen Landboten und seine Verfasser Georg Büchner und Friedrich Ludwig Weidig geschrieben

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Ist euch auch schon aufgefallen, daß sehr viel Content im #Fediverse, der angeblich von #Links kommen soll, sich ausschließlich auf den #Tod linker #Revolutionäre konzentriert und nie auf die begangenen #Denkfehler, die dazu geführt haben?

Russland: Anarchistische Partisanen sabotieren die Kriegsmaschinerie

Der Prozess und die Verurteilung von Ruslan Sidiki haben sowohl den Terror eines autoritären Staates als auch die Macht heimlicher direkter Aktionen offenbart.

Am 23. Mai hat Richter Oleg Shishov am Militärgericht der Garnison #Rjasan Ruslan #Sidiki wegen #Bombenanschlägen auf #Eisenbahnschienen, die zur Front führen, und wegen eines #Drohnenangriffs auf eine #Militärbasis zu 29 Jahren Haft verurteilt. Sidiki muss die ersten sieben Jahre in einem #Hochsicherheitsgefängnis verbringen und danach in einer #Hochsicherheitsstrafkolonie. Außerdem muss er rund 58 Millionen Rubel (etwa 640.000 Euro) an Geldstrafen und Schadensersatz zahlen.

Die Russische #Eisenbahn meldete Schäden in Höhe von mehr als 17 Millionen Rubel und die Unterbrechung des Betriebs von 61 Zügen, die dieselbe Strecke befuhren. Das petrochemische Unternehmen #Apatit gab an, dass 700 Tonnen Beton zerbröckelten und sich mit dem Boden vermischten, wodurch Schäden in Höhe von 38 Millionen Rubel entstanden seien. Bogdan Fedak, ein Vertreter des #Verteidigungsministeriums, bestätigte, dass die #Drohne auf dem Flugplatz #Dyagilyevo nur minimalen Schaden angerichtet habe, aber „die #Kampfbereitschaft der #Militäreinheitgefährdet habe, obwohl er auf Nachfrage nicht sagen konnte, worin die Gefahr bestand.

„Natürlich kann jeder laute Knall und die Nachricht von einer Explosion jemanden erschrecken“, sagte Sidiki in seinem abschließenden Statement vor Gericht. „Genauso wie #Raketen, die über Häuser fliegen, und der Beginn militärischer Operationen die Bevölkerung des Landes, gegen das diese Aktionen gerichtet sind, einschüchtern.“

Sabotageakte an #Eisenbahnstrecken, über die militärische Ausrüstung durch #Russland in die #Ukraine transportiert wird, nahmen nach der Ankündigung des umfassenden Krieges im Jahr 2022 stark zu. Die gewaltsame Unterdrückung von #Straßenprotesten und #Antikriegsdemonstrationen hat keine andere Möglichkeit gelassen als heimliche direkte Aktionen.

„Am frühen Morgen des 24. Februar“, schrieb Sidiki, „fuhr ich im Zug von Rjasan nach Moskau … Ich begann, die Nachrichten zu verfolgen und sah, dass eine groß angelegte #Invasion begonnen hatte. Es war ein sehr unangenehmes Gefühl (zu wissen), dass man nichts tun konnte. Ich sah, wie Züge mit militärischer Ausrüstung fuhren, und aus Verzweiflung wollte ich die Waffenlastwagen beschatten“.

Anfang März schrieb Sidiki an einen Kameraden in der Ukraine und fragte ihn, ob er in der Armee kämpfen würde. Der Kamerad antwortete: „Wir verbrennen ihre Ausrüstung zu Hunderten, und sie löschen unsere Städte von der Landkarte.“

„Vorsicht, Moskau“

In den ersten vier Monaten des Krieges sind laut Medienberichten, die The Insider gesehen hat, 63 Züge in Russland entgleist. Mehrere #Untergrundgruppen haben sich dazu bekannt, Berichte in sozialen Medien gepostet und Rezepte für #Sprengstoff geteilt. Die Russische Eisenbahn hat behauptet, dass die Hälfte dieser Entgleisungen auf technische Probleme zurückzuführen sei und nicht auf politische Sabotage – lieber wird man der fahrlässigen Tötung beschuldigt, als das Ausmaß der Aktionen zuzugeben.

Bereits 2020 waren die „Rail Guerrillas“ in #Belarus im Rahmen des Aufstands gegen die #Diktatur im Land aktiv an der #Sabotage staatlicher #Infrastruktur beteiligt. Im Jahr 2022 verlagerte sich der Schwerpunkt hauptsächlich auf die Sabotage der russischen #Kriegsmaschinerie in Belarus. Im selben Jahr verabschiedete das belarussische Regime ein Gesetz, das die #Todesstrafe für versuchte Sabotageakte vorsieht, und ging gewaltsam gegen die Bewegung im Land vor.

Im April 2022 gab der russische Sicherheitsdienst (FSB) bekannt, dass er zwei Russen festgenommen habe, die „Anhänger des ukrainischen #Nazismus seien und wegen Sabotage angeklagt würden. Als „Beweis“ für ihre Verbrechen wurde ein Video veröffentlicht, in dem ein Mann mit unkenntlich gemachtem Gesicht, der ein T-Shirt mit Union Jacks trug, in die Kamera sprach. Ihre Namen wurden nicht bekannt gegeben, aber selbst nach einer Untersuchung durch The Insider konnten keine Daten über Anklagen in der Region gefunden werden.

Die Ankündigung des #FSB passte ein bisschen zu gut in die öffentliche Darstellung der „Entnazifizierung der Ukraine“, wie sie von der russischen Führung propagiert wurde. Hinter den Kulissen suchte der FSB nach den #Anarchisten und anderen politischen Aktivisten. Im öffentlichen Chat „Beware, Moscow” warnte eine Nachricht, dass der #Sicherheitsdienst nach einer „militanten Organisation von #Anarchokommunistenfahndete.

Den Ermittlern zufolge handelte es sich bei der Gruppe, die für mehrere #Sabotageakte verantwortlich war, nicht um Anhänger des ukrainischen #Faschismus, sondern um deren politische Gegenkraft: die Combat Organisation of Anarcho-Communists (BOAK). Die militante #Untergrundgruppe hatte es geschafft, #Militärgüterzüge aufzuhalten, indem sie acht Schrauben gelöst, eine Schienenverbindung gespalten und die Gleise teilweise verschoben hatte. „Als Anarchisten und #Revolutionäre, schrieb ein Mitglied der #BOAK im Februar 2025, „war es für uns klar, dass wir die Gesellschaft verteidigen müssen, wenn sie mit faschistischer imperialistischer Aggression konfrontiert ist“.

„Die Niederlage der Ukraine wird den Triumph der reaktionärsten Kräfte in Russland bedeuten“, heißt es in einer weiteren Erklärung der BOAK, „und damit ihre Verwandlung in ein neostalinistisches Konzentrationslager mit unbegrenzter Macht in den Händen des FSB und einer totalitären orthodoxen imperialistischen Ideologie besiegeln“.

Mehrere BOAK-Genossen gingen in den Widerstand in der Ukraine, darunter einer der Gründer der Kampforganisation Dmitry #Petrov. Vom ersten Tag der Invasion der Ukraine an arbeitete Petrov am Aufbau antiautoritärer und autonomer Militäreinheiten, darunter der Anti-Autoritäre Zug, der bis zum Sommer 2022 kämpfte.

„Wir befinden uns gerade an einem Wendepunkt in der Geschichte Osteuropas“, schrieb Petrow in „To be an independent force“. „Inmitten des Abgrunds der Ereignisse ist das kleine schwarze Segel der anarchistischen Bewegung deutlich zu sehen.“

Im folgenden Jahr wurde Dmitry Petrow zusammen mit Finbar #Cafferly und Cooper #Andrews getötet, als sie in der Nähe von #Bachmut in der Ukraine kämpften.

Terrorstaat

Wie Sidiki vor Gericht sagte, musste er untertauchen, als „alle Möglichkeiten, die Situation friedlich zu beeinflussen“, abgeschnitten wurden. „Wer sich dem Krieg widersetzt, wird zum Verräter erklärt und unterdrückt ... Es ist nicht überraschend, dass manche lieber das Land verlassen und andere zu Sprengstoff greifen.“

Sidiki's Verteidiger hatte argumentiert, dass die Anklage wegen terroristischer Ausbildung fallen gelassen werden sollte, und verwies dabei sowohl auf die Vorkenntnisse des Angeklagten im Umgang mit Sprengstoff und Drohnen als auch auf die Anerkennung des Angeklagten als #Kriegsgefangener durch das #Gericht. Die Zerstörung von Eigentum des Militärs sei Sabotage, so Sidiki, während die gezielten Angriffe des russischen Militärs auf die #Energieinfrastruktur der Ukraine der rechtlichen Definition von #Terrorismus entsprächen – „die Verübung einer Explosion oder anderer Handlungen, die die Bevölkerung in Angst versetzen, um die Entscheidungsfindung der Behörden zu beeinflussen“. Der Zugang zu Wasser, Strom und Gas wurde stark eingeschränkt, um Druck auf die Führung der Ukraine auszuüben.

Wie #Mediazona berichtet, sagte Sidiki zuvor aus dem Gefängnis: „Habe ich mich wie ein Guerillakämpfer gefühlt? Ich denke, man könnte mich so bezeichnen. Wenn im Zweiten Weltkrieg Menschen, die sich auf dem Territorium des Dritten Reiches gegen dieses Regime stellten, als #Partisanen bezeichnet wurden, dann kann man mich auch dazu zählen ...“

„Mit Strom zu foltern und eine gefesselte Person zu schlagen, ist eine extrem niederträchtige Tat“, sagte Sidiki bei seiner letzten Anhörung. „Hier liegt die Verantwortung nicht nur bei denen, die diese Methoden angewandt haben, sondern auch bei denen, die davon wissen und nicht reagieren und helfen, sie zu vertuschen.“

In einem Käfig stehend, waren seine letzten Worte an das Gericht ein Auszug aus einem Gedicht von Nestor Machno:

Lasst sie uns jetzt begraben, aber unser Wesen wird nicht in Vergessenheit geraten. Es wird zur richtigen Zeit wieder aufstehen und siegen. Daran glaube ich. Quelle: Josie Ó Súileabháin,  in freedomnews.org.uk: "Russia: Anarchist partisans sabotage the war machine", 9. Juni 2025 Fotos: Ebenda

Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]

Wenn es zu viel Luftwiderstand gibt oder: Die Romantisierung der Revolution Das ist eine Geschichte über „Andor“, diese #StarWars-Serie, aber du musst sie nicht gesehen haben, und ich glaube, ich kann darüber reden, ohne was zu verraten. Es geht um eine Revolution und wird von einem Sender (#Disney+) gemacht, der auf der #BDS-Liste steht, weil er Schauspieler engagiert, die den #Völkermord an den Palästinensern direkt unterstützen. Es gibt eine Szene und eine Rede, und wenn du die zweite Staffel gesehen hast, weißt du, von welcher ich rede. Es ist ganz am Ende von Folge fünf. Alles, was du wissen musst, ist, dass zwei #Revolutionäre, ein alter und ein junger, dabei sind, Weltraum-Benzin zu klauen, was für sie ein großes Risiko bedeutet. Die Pipeline, die sie angezapft haben, explodiert, wenn sie auch nur einen einzigen Fehler machen. Das Weltraumbenzin („Rhydo“) ist giftig, wenn man es einatmet, und der jüngere Revolutionär trägt eine Maske. Der ältere nicht. Er nähert sich und atmet tief ein. Der jüngere, Wilmon, der schon mehr Scheiße gesehen hat, als ich jemals sehen werde, fragt: „Wie kannst du das tun?“ Der Ältere, Saw Gerrera, ist ein Revolutionär, der sich weigert, die Revolution auf die nette Art zu machen, wie es der Rest der offiziellen „Rebellion“ will. Er antwortet: Weil ich es verstehe. Weil sie meine Schwester Rhydo ist und mich liebt! Dieses Jucken, dieses Brennen ... Spürst du, wie sehr sie explodieren will? Merke dir das. Merke dir diesen Moment! Diese perfekte Nacht. Du denkst, ich bin verrückt? Ja, das bin ich. Revolution ist nichts für Vernünftige. Schau uns an: ungeliebt, gejagt, Kanonenfutter. Wir werden alle tot sein, bevor die Republik zurück ist, und doch ... sind wir hier. Wo bist du, Junge? Du bist hier! Du bist nicht bei Luthen [dem Anführer der traditionelleren Rebellion]. Du bist hier! Du bist genau hier, und du bist bereit zu kämpfen! Wir sind das Rhydo, Junge. Wir sind der Treibstoff. Wir sind das, was explodiert, wenn die Spannung in der Luft zu groß wird. Lass es rein, Junge! Das ist die Freiheit, die dich ruft! Lass es rein! Lass es laufen! Lass es wild laufen!“ Ich habe mir das diese Woche angesehen und die Szene dreimal zurückgespult, um sie dreimal zu hören.Die Vorstellung, dass wir die Revolution nicht erleben werden, aber dass unser Leben trotzdem schön ist, dass wir Momente wie „diese perfekte Nacht“ haben, ist berauschend. Ist es gut, so berauscht zu sein? Ich weiß es nicht. Ich denke viel über die #Romantisierung des Leidens nach. Als ich in einem Van lebte, tat ich das nicht, weil ich ein „Vanlife“ führen wollte, sondern weil ich fast kein Geld hatte und einen trockenen Platz zum Schlafen und eine Möglichkeit brauchte, von Ort zu Ort zu kommen, um meine #Aktivistenarbeit fortzusetzen. Ich hasste die Romantisierung des Van-Lebens, die makellosen Fotos von perfekten Stränden und 50.000-Dollar-Vans. Nicht, dass mein eigenes Leben nicht schön gewesen wäre. Wenn überhaupt, hatte ich das Gefühl, dass die Leute auf #Instagram eine blasse Imitation dessen lebten, was ich tat, und nicht umgekehrt. Ich schlief in besetzten #Landprojekten in der Wüste, ließ Leute bei #EarthFirst!-Versammlungen in meinem Van vor dem Regen Schutz suchen und fuhr mit diesem Van auf #Lesereisen für Bücher und politische Anliegen. Dieses Leben war auch verdammt hart. Mein Van ging immer wieder kaputt und ich saß in dieser oder jener Stadt, in dieser oder jener Einfahrt fest. In einem Winter in #Olympia schimmelte mein Van und alles darin. Das Leben auf engstem Raum war hart für meinen Körper und ich hatte Probleme, einige #Verletzungen zu heilen. Schließlich, nach Jahren, zog ich in eine netzunabhängige Scheune und sparte langsam Geld, um auf dem Grundstück eines Freundes eine 12 x 12 Fuß große, netzunabhängige Hütte mit A-Rahmen zu bauen. Vom Leben im Van zum Tiny House. Alles, was man romantisieren sollte. Ein #TinyHouse ist meiner Meinung nach nur dann eine Verbesserung, wenn man vorher kein Haus hatte. Die meisten Menschen sind nicht glücklicher, wenn sie netzunabhängig leben. Die meisten Menschen sind nicht glücklicher, wenn sie in ihren Fahrzeugen leben. Aber wenn es das ist, was man hat, ist es sinnvoll, das Schöne daran zu sehen. Es ist sinnvoll, es zu romantisieren. An manchen Nächten im Van, wenn der Wind durch die Bäume rauschte, war ich glücklich. An manchen Sommertagen in der Hängematte vor meiner Hütte war ich glücklich. Wenn zwei Revolutionäre, die sich der ethischen Verpflichtung verschrieben haben, das galaktische #Imperium zu stürzen, Dämpfe einatmen und poetisch über ihre perfekte Nacht des Verbrechens schwärmen, treffen sie die richtige Entscheidung. Wenn du sterben wirst, bevor du den Erfolg deiner Revolution erleben kannst, kannst du genauso gut das Beste daraus machen. Du kannst genauso gut dein kurzes Leben mit so viel Sinn füllen, wie du nur kannst. Das ist sicher eine schöne Art zu leben. Es ist wichtig, dass wir lernen, das Schöne in unserer Situation zu sehen, egal wie schlimm sie ist, auch wenn es nur die Schönheit eines sinnlosen Kampfes ist. Es gibt dieses alte Buch, „Katechismus eines Revolutionärs“, aus dem Jahr 1869. Es stammt von einem russischen #Nihilisten namens Sergej #Nechajew. Manchmal sind Leute ziemlich begeistert von diesem Buch. Es ist berauschend. Der Revolutionär ist ein zum Scheitern verurteilter Mann, heißt es gleich im ersten Satz. Schauen wir uns doch mal den ganzen ersten Absatz an: Der Revolutionär ist ein zum Scheitern verurteilter Mann. Er hat keine privaten Interessen, keine Affären, keine Gefühle, keine Bindungen, keinen Besitz und nicht einmal einen eigenen Namen. Sein ganzes Wesen wird von einem einzigen Ziel, einem einzigen Gedanken, einer einzigen Leidenschaft verschlungen – der Revolution. Mit Leib und Seele, nicht nur mit Worten, sondern mit Taten, hat er alle Verbindungen zur sozialen #Ordnung und zur gesamten zivilisierten Welt, zu den Gesetzen, guten #Sitten, #Konventionen und #Moralvorstellungen dieser Welt abgebrochen. Er ist ihr gnadenloser Feind und lebt nur noch mit einem einzigen Ziel: sie zu zerstören. Ein weiteres Zitat aus dem Buch, der Revolutionär: Er muss alle sozialen Strukturen, einschließlich der #Polizei, infiltrieren. Er muss reiche und einflussreiche Leute ausnutzen und sie sich unterwerfen. Er muss das Elend der einfachen Leute verschlimmern, um ihre Geduld zu erschöpfen und sie zum #Aufstand anzustacheln. Und schließlich muss er sich mit der brutalen Welt der #Gewaltverbrecher verbünden, den einzigen wahren Revolutionären in #Russland. Nach dem #Katechismus ist im Namen der Revolution im Grunde alles gerechtfertigt. Das wurde in der Zeit der Zaren geschrieben, weniger als ein Jahrzehnt nach dem Ende der #Leibeigenschaft, in einer Zeit, in der viele Leute verzweifelt nach einem Weg suchten, den Zaren von einer ganzen Person in viele kleine Stücke zu verwandeln, meist mit #Sprengstoff. Was natürlich eine vernünftige Maßnahme gegenüber #Autokraten ist. Aber man muss wissen, dass der Typ, der dieses Buch geschrieben hat, Nechayev, ein Stück Scheiße war. Das ist, glaube ich, der Fachbegriff dafür. Nicht nur „er war so der Revolution verschrieben, dass er gegenüber Menschen gefühllos war“, sondern einfach ein aggressiver schlechter Mensch, der meiner Meinung nach eher schädlich für die Bewegung war, die er angeblich liebte. Er war in eine andere russische Nihilistin verliebt, eine Frau namens Vera, aber sie wollte nichts von ihm wissen, also floh er in die #Schweiz. Dort traf er den berühmten Anarchisten Michail Bakunin und betrog den alten Mann, soweit ich das beurteilen kann. Nechayev sagte so etwas wie: „Hey, ich bin Teil dieser riesigen, absolut echten #Geheimgesellschaft in Russland, und du solltest uns finanziell unterstützen.“ Also gab #Bakunin, gegen den Rat seiner Freunde, Nechayev Kontakte und half ihm, eine Menge #Propaganda zu drucken. Und Nechayevs konkreter Plan war, seine eigenen Freunde ohne deren Einverständnis verhaften zu lassen, um sie zu radikalisieren. Vor allem Vera, die Frau, die ihn abgelehnt hatte... (...) Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages "When There's Too Much Friction in the Air or: The Romanticization of Revolution" von @[email protected]@kolektiva.social vom 04. Juni 2025 #Anarchismus #Revolution #Romantik #Verrat
Karl #Marx, Max #Stirner, Rahel #Varnhagen, E.T.A. #Hoffmann, Fanny #Lewald, Theodor #Fontane, Alexander von #Humboldt und noch so mache andere. Heute ein schöne #Stadtführung zum Thema '#Literaten, #Philosophen und #Revolutionäre rund um den #Gendarmenmarkt' in #Berlin #Mitte. Schön, dass ihr trotz schlechten Wetters so zahlreich da ward und fleißig mitdiskutieren habt. #Stadtrundfahrt #Geschichte
Der kaum noch leserliche #Gedenkstein auf dem #Jüdischen #Friedhof in der Schönhauser Alle in #Berlin am #Prenzlauer Berg für die beiden #Revolutionäre Alexander #Goldmann und Simon #Barthold, die bei den Barrikadenkämpfen im März 1848 gefallen sind. Über ihr Leben ist kaum etwas bekannt. #Geschichte #Stadtführung #Stadtrundgang #Judentum #Demokratie
Machiavelli über Verschwörungen, Attentate, Tyrannenmorde und andere Umsturzversuche (- Teil 1)

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#Dankbarkeit ist eine #revolutionäre #Handlung. Sie befreit dich aus der #Konsumgesellschaft.
Ernst Tollers politisches Vermächtnis „Eine Jugend in Deutschland“ erschien 1933 im Exilverlag Querido. Nur wird es reanimiert.#wochentaz #Literatur #Revolutionäre #Judentum #WeimarerRepublik #ErsterWeltkrieg #Buch #Kultur #Schwerpunkt
Ernst Tollers „Jugend in Deutschland“: Krieg und Revolution
Ernst Tollers „Jugend in Deutschland“: Krieg und Revolution

Ernst Tollers politisches Vermächtnis „Eine Jugend in Deutschland“ erschien 1933 im Exilverlag Querido. Nur wird es reanimiert.