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*#Russische Agenten aus der #Ukraine fĂŒr #Sprengstoffanschlag auf polnische Eisenbahn: *

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"Der polnische MinisterprĂ€sident #DonaldTusk bestĂ€tigte im Parlament, dass zwei #ukrainische Staatsangehörige, die seit langem Verbindungen zum russischen #Geheimdienst haben, die jĂŒngsten Sabotageakte an #Eisenbahnstrecken verĂŒbt haben. Einer von ihnen war zuvor wegen #Sabotage in #Lemberg verurteilt worden, der andere stammt aus dem #Donbass...

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Attached: 1 image Polish PM Donald Tusk confirmed in parliament that two Ukrainian nationals, long linked to Russian intelligence, carried out the recent railway sabotage. One was previously convicted for sabotage in Lviv, the other is from Donbas. Both were living in Belarus and entered Poland this fall. C4 explosives were used in at least one successful attack.

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Russland: Anarchistische Partisanen sabotieren die Kriegsmaschinerie

Der Prozess und die Verurteilung von Ruslan Sidiki haben sowohl den Terror eines autoritÀren Staates als auch die Macht heimlicher direkter Aktionen offenbart.

Am 23. Mai hat Richter Oleg Shishov am MilitĂ€rgericht der Garnison #Rjasan Ruslan #Sidiki wegen #BombenanschlĂ€gen auf #Eisenbahnschienen, die zur Front fĂŒhren, und wegen eines #Drohnenangriffs auf eine #MilitĂ€rbasis zu 29 Jahren Haft verurteilt. Sidiki muss die ersten sieben Jahre in einem #HochsicherheitsgefĂ€ngnis verbringen und danach in einer #Hochsicherheitsstrafkolonie. Außerdem muss er rund 58 Millionen Rubel (etwa 640.000 Euro) an Geldstrafen und Schadensersatz zahlen.

Die Russische #Eisenbahn meldete SchĂ€den in Höhe von mehr als 17 Millionen Rubel und die Unterbrechung des Betriebs von 61 ZĂŒgen, die dieselbe Strecke befuhren. Das petrochemische Unternehmen #Apatit gab an, dass 700 Tonnen Beton zerbröckelten und sich mit dem Boden vermischten, wodurch SchĂ€den in Höhe von 38 Millionen Rubel entstanden seien. Bogdan Fedak, ein Vertreter des #Verteidigungsministeriums, bestĂ€tigte, dass die #Drohne auf dem Flugplatz #Dyagilyevo nur minimalen Schaden angerichtet habe, aber „die #Kampfbereitschaft der #MilitĂ€reinheit“ gefĂ€hrdet habe, obwohl er auf Nachfrage nicht sagen konnte, worin die Gefahr bestand.

„NatĂŒrlich kann jeder laute Knall und die Nachricht von einer Explosion jemanden erschrecken“, sagte Sidiki in seinem abschließenden Statement vor Gericht. „Genauso wie #Raketen, die ĂŒber HĂ€user fliegen, und der Beginn militĂ€rischer Operationen die Bevölkerung des Landes, gegen das diese Aktionen gerichtet sind, einschĂŒchtern.“

Sabotageakte an #Eisenbahnstrecken, ĂŒber die militĂ€rische AusrĂŒstung durch #Russland in die #Ukraine transportiert wird, nahmen nach der AnkĂŒndigung des umfassenden Krieges im Jahr 2022 stark zu. Die gewaltsame UnterdrĂŒckung von #Straßenprotesten und #Antikriegsdemonstrationen hat keine andere Möglichkeit gelassen als heimliche direkte Aktionen.

„Am frĂŒhen Morgen des 24. Februar“, schrieb Sidiki, „fuhr ich im Zug von Rjasan nach Moskau 
 Ich begann, die Nachrichten zu verfolgen und sah, dass eine groß angelegte #Invasion begonnen hatte. Es war ein sehr unangenehmes GefĂŒhl (zu wissen), dass man nichts tun konnte. Ich sah, wie ZĂŒge mit militĂ€rischer AusrĂŒstung fuhren, und aus Verzweiflung wollte ich die Waffenlastwagen beschatten“.

Anfang MĂ€rz schrieb Sidiki an einen Kameraden in der Ukraine und fragte ihn, ob er in der Armee kĂ€mpfen wĂŒrde. Der Kamerad antwortete: „Wir verbrennen ihre AusrĂŒstung zu Hunderten, und sie löschen unsere StĂ€dte von der Landkarte.“

„Vorsicht, Moskau“

In den ersten vier Monaten des Krieges sind laut Medienberichten, die The Insider gesehen hat, 63 ZĂŒge in Russland entgleist. Mehrere #Untergrundgruppen haben sich dazu bekannt, Berichte in sozialen Medien gepostet und Rezepte fĂŒr #Sprengstoff geteilt. Die Russische Eisenbahn hat behauptet, dass die HĂ€lfte dieser Entgleisungen auf technische Probleme zurĂŒckzufĂŒhren sei und nicht auf politische Sabotage – lieber wird man der fahrlĂ€ssigen Tötung beschuldigt, als das Ausmaß der Aktionen zuzugeben.

Bereits 2020 waren die „Rail Guerrillas“ in #Belarus im Rahmen des Aufstands gegen die #Diktatur im Land aktiv an der #Sabotage staatlicher #Infrastruktur beteiligt. Im Jahr 2022 verlagerte sich der Schwerpunkt hauptsĂ€chlich auf die Sabotage der russischen #Kriegsmaschinerie in Belarus. Im selben Jahr verabschiedete das belarussische Regime ein Gesetz, das die #Todesstrafe fĂŒr versuchte Sabotageakte vorsieht, und ging gewaltsam gegen die Bewegung im Land vor.

Im April 2022 gab der russische Sicherheitsdienst (FSB) bekannt, dass er zwei Russen festgenommen habe, die „AnhĂ€nger des ukrainischen #Nazismus” seien und wegen Sabotage angeklagt wĂŒrden. Als „Beweis“ fĂŒr ihre Verbrechen wurde ein Video veröffentlicht, in dem ein Mann mit unkenntlich gemachtem Gesicht, der ein T-Shirt mit Union Jacks trug, in die Kamera sprach. Ihre Namen wurden nicht bekannt gegeben, aber selbst nach einer Untersuchung durch The Insider konnten keine Daten ĂŒber Anklagen in der Region gefunden werden.

Die AnkĂŒndigung des #FSB passte ein bisschen zu gut in die öffentliche Darstellung der „Entnazifizierung der Ukraine“, wie sie von der russischen FĂŒhrung propagiert wurde. Hinter den Kulissen suchte der FSB nach den #Anarchisten und anderen politischen Aktivisten. Im öffentlichen Chat „Beware, Moscow” warnte eine Nachricht, dass der #Sicherheitsdienst nach einer „militanten Organisation von #Anarchokommunisten” fahndete.

Den Ermittlern zufolge handelte es sich bei der Gruppe, die fĂŒr mehrere #Sabotageakte verantwortlich war, nicht um AnhĂ€nger des ukrainischen #Faschismus, sondern um deren politische Gegenkraft: die Combat Organisation of Anarcho-Communists (BOAK). Die militante #Untergrundgruppe hatte es geschafft, #MilitĂ€rgĂŒterzĂŒge aufzuhalten, indem sie acht Schrauben gelöst, eine Schienenverbindung gespalten und die Gleise teilweise verschoben hatte. „Als Anarchisten und #RevolutionĂ€re“, schrieb ein Mitglied der #BOAK im Februar 2025, „war es fĂŒr uns klar, dass wir die Gesellschaft verteidigen mĂŒssen, wenn sie mit faschistischer imperialistischer Aggression konfrontiert ist“.

„Die Niederlage der Ukraine wird den Triumph der reaktionĂ€rsten KrĂ€fte in Russland bedeuten“, heißt es in einer weiteren ErklĂ€rung der BOAK, „und damit ihre Verwandlung in ein neostalinistisches Konzentrationslager mit unbegrenzter Macht in den HĂ€nden des FSB und einer totalitĂ€ren orthodoxen imperialistischen Ideologie besiegeln“.

Mehrere BOAK-Genossen gingen in den Widerstand in der Ukraine, darunter einer der GrĂŒnder der Kampforganisation Dmitry #Petrov. Vom ersten Tag der Invasion der Ukraine an arbeitete Petrov am Aufbau antiautoritĂ€rer und autonomer MilitĂ€reinheiten, darunter der Anti-AutoritĂ€re Zug, der bis zum Sommer 2022 kĂ€mpfte.

„Wir befinden uns gerade an einem Wendepunkt in der Geschichte Osteuropas“, schrieb Petrow in „To be an independent force“. „Inmitten des Abgrunds der Ereignisse ist das kleine schwarze Segel der anarchistischen Bewegung deutlich zu sehen.“

Im folgenden Jahr wurde Dmitry Petrow zusammen mit Finbar #Cafferly und Cooper #Andrews getötet, als sie in der NÀhe von #Bachmut in der Ukraine kÀmpften.

Terrorstaat

Wie Sidiki vor Gericht sagte, musste er untertauchen, als „alle Möglichkeiten, die Situation friedlich zu beeinflussen“, abgeschnitten wurden. „Wer sich dem Krieg widersetzt, wird zum VerrĂ€ter erklĂ€rt und unterdrĂŒckt ... Es ist nicht ĂŒberraschend, dass manche lieber das Land verlassen und andere zu Sprengstoff greifen.“

Sidiki's Verteidiger hatte argumentiert, dass die Anklage wegen terroristischer Ausbildung fallen gelassen werden sollte, und verwies dabei sowohl auf die Vorkenntnisse des Angeklagten im Umgang mit Sprengstoff und Drohnen als auch auf die Anerkennung des Angeklagten als #Kriegsgefangener durch das #Gericht. Die Zerstörung von Eigentum des MilitĂ€rs sei Sabotage, so Sidiki, wĂ€hrend die gezielten Angriffe des russischen MilitĂ€rs auf die #Energieinfrastruktur der Ukraine der rechtlichen Definition von #Terrorismus entsprĂ€chen – „die VerĂŒbung einer Explosion oder anderer Handlungen, die die Bevölkerung in Angst versetzen, um die Entscheidungsfindung der Behörden zu beeinflussen“. Der Zugang zu Wasser, Strom und Gas wurde stark eingeschrĂ€nkt, um Druck auf die FĂŒhrung der Ukraine auszuĂŒben.

Wie #Mediazona berichtet, sagte Sidiki zuvor aus dem GefĂ€ngnis: „Habe ich mich wie ein GuerillakĂ€mpfer gefĂŒhlt? Ich denke, man könnte mich so bezeichnen. Wenn im Zweiten Weltkrieg Menschen, die sich auf dem Territorium des Dritten Reiches gegen dieses Regime stellten, als #Partisanen bezeichnet wurden, dann kann man mich auch dazu zĂ€hlen ...“

„Mit Strom zu foltern und eine gefesselte Person zu schlagen, ist eine extrem niedertrĂ€chtige Tat“, sagte Sidiki bei seiner letzten Anhörung. „Hier liegt die Verantwortung nicht nur bei denen, die diese Methoden angewandt haben, sondern auch bei denen, die davon wissen und nicht reagieren und helfen, sie zu vertuschen.“

In einem KĂ€fig stehend, waren seine letzten Worte an das Gericht ein Auszug aus einem Gedicht von Nestor Machno:

Lasst sie uns jetzt begraben, aber unser Wesen wird nicht in Vergessenheit geraten. Es wird zur richtigen Zeit wieder aufstehen und siegen. Daran glaube ich. Quelle: Josie Ó SĂșileabhĂĄin,  in freedomnews.org.uk: "Russia: Anarchist partisans sabotage the war machine", 9. Juni 2025 Fotos: Ebenda

Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]