IGBCE und CO2-Zertifikate
#Dünger, #Ammoniak, #Harnstoff und #Salpetersäure herzustellen, erfordert viel #Energie, steht in einem #taz-Bericht, einem aktuellen Porträt von #MichaelVassiliadis, dem langjährigen Vorsitzenden der 'Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie' ( #IGBCE ). Die Überschrift des Artikels "Grüner als gedacht?" https://taz.de/!6175568/ hat meine Aufmerksamkeit geweckt.
Sollte ich Vassiliadis bisher falsch eingeschätzt haben?
Die Geschichte der IGBCE hat/te zeitweise Überschneidungen mit der Geschichte der 'IG Metall' ( #IGM ), in der Arbeitnehmer:innen der Metall-, Elektro- und Elektronikindustrie organisiert sind.
Bis 2014 war ich Mitglied der IGM und trat dann unter Protest aus. Zu der Zeit solidarisierte sich die Führung der IGM mit der IGBCE, die sich damals für den Weiterbetrieb der deutschen #Braunkohletagebaue einsetzte. Es schien mir "blinde Solidarität" zu sein. Dieser Grund für die Solidarität ging gegen mein #Klima-Gewissen, nachdem ich in rund 20 Jahren Mitgliedschaft beim Solarenergie-Förderverein #SFV / @sfv genug von #Stromproduktion durch #ErneuerbareEnergien und dem Vorteil des #EEG gegenüber dem Zertifikatehandel erfahren hatte: Bei einer EEG(-geförderten) #EEAnlage sieht und mißt man unmittelbar, wie die ökologische #Transformation vorangeht, im eigenen Verantwortungsbereich, mit vielen anderen über viele Regionen verteilt.
Im Zertifikatehandel muß man GLAUBEN, daß es vorangeht. Beim EEG kann jede:r mitmachen, bei Zertifikaten geht es anonymer zu. Nachweispflichige, "Investoren" und Händler werden angesprochen https://stromtarifrechner.org/strom-lexikon/recs-zertikate/
https://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/recssyst
https://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/recssyst#abk .
Inzwischen gilt durch die 'Normative Kraft des Faktischen' der Zertifikatehandel im EU-Rahmen als Mittel der Wahl, um die #Klimaneutralität aller Wirtschaftssektoren zu erreichen.
Die Verfechter des 'freien Marktes' argumentieren damit auch genüßlich: "Wenn Deutschland schnell klimaneutral werden will und auf Erneuerbare setzt statt auf Kohle- und Gaskraftweke, nutzen andere die freiwerdenden Zertifikate, um weiter CO2 zu emittieren."
Im Energieerzeugungs- und Chemiesektor finden sich die Kosten des Zertifikatehandels auf der gewinnmindernden Seite der Bilanz wieder.
Michael Vassiliadis möchte nun erreichen, daß unter einer Bedingung keine CO2-Zertifikate gekauft werden müssen: "Unternehmen, denen der CO2-Preis erlassen wird, sollen die frei werdenden Mittel in Klimaschutz investieren müssen." (siehe taz-Bericht, oben verlinkt)
Warum lese ich sowas erst jetzt?
Im Grunde fordert er etwas wie ein Unterstützung von Maßnahmen, die sonst unter dem Namen EEG gefördert wurden:
Kosten bei der Transformation entstehen sowieso. Anstatt nur anonym zu zahlen (Zertifikate), könnte man konkrete Klimaschutz-Maßnahmen treffen. Doch in der Presse ist nur die Rede von "verfehlter Klimapolitik" https://www.how-green-works.de/energie/news/igbce-gewerkschaft-zaehlt-den-co2-emissionshandel-an-1180
https://www.welt.de/wirtschaft/article688ae04a8f091c7c8852f94a/Energiekosten-Klimaschutz-um-jeden-Preis-Gewerkschaft-spricht-deutliche-Warnung-aus.html .
Bestätigt er nachträglich die Bedenken des SFV?







