Debatte über 100.000-Euro-Grenze: Sollen Kinder künftig für die Pflege ihrer Eltern zahlen, Frau Zeulner?

Weniger Schonvermögen und Zugriff auf Omas Häuschen: Zuletzt haben Unionspolitiker harte Sparvorschläge für Pflege und Gesundheit gemacht. Emmi Zeulner von der CSU gibt Kontra.

DER SPIEGEL

Ein Aspekt, der migrantische Familien weniger stark betrifft: Pflege bei den Kindern herrscht deutlich vor.

Auch aus Angst, die Eltern könnten rassistischer Gewalt in der Einrichtung ausgesetzt sein.

@AwetTesfaiesus ich denke auch die Anzeigen für Pflegedienste wo es heißt „türkischsprachiges Personal“ oder „kurdischsprachiges Personal“ sprechen genau das im Subtext an
@nicolai Tigrinya ist ja eh Standard 🤭
@AwetTesfaiesus Nicht erst Gewalt - versuche mal, in so einer Einrichtung genießbares halal Essen zu bekommen.
@AwetTesfaiesus Und ich Dummerchen dachte immer, das Sozialsystem sei eine solidarische Versicherung der Daseinsfürsorge ... aber was weiß ich schon.
@regineheidorn @AwetTesfaiesus
Aber schau doch Mal, mit einer privatwirtschaftliche Versicherung kann man da noch Gewinne abschöpfen 🤬

@AwetTesfaiesus Statt dass wir "Antisoziale Kackshice" diskutieren sollte @Bundesregierung lieber sämtliche Ausnahmen von Lohnsteuer & Sozialabgaben ersatzlos streichen und im Gegenzug alle leistungsberechtigt machen.

  • Schweden kriegt das ja auch hin!

Die Ungleichbehandung von Lohnarbeiter*innen und solchen die nur von Leistungslosem Einkommen (aka. Kapitalertrag) und dem Diebstahl von Steuergeldern (CumEx!) leben zerstört den Sozialen Frieden und gefärdet den Fortbestand der FDGO!

  • Ende der Gefärderansprache an die Bundesregierung

#OffenerBrief #DEpol #AntisozialeKackshice #Sarkasmus #Kommentar #Lohnsteuer #Kapitalertragssteuer #Sozialabgaben #Deutschland #Schweden #Pflege #PflegeBrennt #MedizinBrennt #Ungleichheit #Lohnarbeit #Lohnarbeiter #Kapitalertrag #Millionär #Milliardär #Steuergeld #CumEx #CumCum #StrafvereitelungImAmt #SozialerFrieden #FDGO #Gefärderansprache

@AwetTesfaiesus

Hab's mal für alle Fälle archiviert:
https://archive.ph/lTsan

Die Debatte ist auf sehr vielen Ebenen hoch relevant.

@AwetTesfaiesus 100K ist übrigens auch die Grenze für eine (mittlerweile teure) Hausfinanzierung.

<= Millennials haben dann halt absolut keine Chance mehr auf eine eigene Immobilie… nicht mal auf dem platten Land (es sei denn, sie erben sie).

Die jungen zahlen dann also: Pflegeversicherung (für fremde Eltern), die Pflege für die eigenen Eltern und sorgen für die eigene Rente privat vor, damit sie nicht selbst in die Altersarmut fallen + sie zahlen ein Haus ab?

That's some crazy idea!

@guy_bockamp so kann man das wohl auch sehen.
@AwetTesfaiesus Wie man unter 40 sein und alle Tassen im Schrank haben kann, ohne gerade komplett durchzudrehen … ist mir ein Rätsel.

@guy_bockamp @AwetTesfaiesus

Selbst über 40 schaffe ich das nur, in dem ich die Zuversicht daran behalte, dass wir das System ändern können.

Es ist kein Naturgesetz, sondern das Ergbenis des gesellschaftlichen Aushandlungsprozesses.

Warum allerdings derzeit so viele (auch junge) Menschen nicht für ihre Interessen arbeiten/wählen oder sogar explizit dagegen handeln, erschließt sich mir nicht.

@Der_zuversichtliche_Daniel @AwetTesfaiesus Weil wir sie in die kollektive Agonie getrieben haben?

Wenn hierneben auf eins Verlass ist, dann dass große Vermögen von der SPD nichts zu befürchten haben.

@guy_bockamp @AwetTesfaiesus

Ja, aber warum wählt denn eine Mehrheit #CDU #CSU #SPD und #noAfD ?

Wir haben viele Parteien - #Grüne #Volt #Piraten #Tierschutzpartei #Linke um nur ein paar zu nennen - die sich ganz offensichtlich mehr um die Interessen der Mehrheit der Menschen kümmern würden als die oben Genannten und dennoch waren das die Favoriten des Volkes - ich versteh es nicht.

Haben wir als Volk die Fähigkeit oder gar die Lust zum eigenen Denken verloren?

@Der_zuversichtliche_Daniel @AwetTesfaiesus Weil sie demographisch halt ohnehin keine Rolle spiele … selbst wenn sie entsprechend ihrer Interessen wählen würden

@guy_bockamp @AwetTesfaiesus

Ich habe in Erinneurng, dass gerade junge Leute zuletzt verstärkt #noAfD wählen wollen. Würden sie vermehrt #Grüne #Volt etc. wählen, würde die #CDU womöglich in diese Richtung hinterher rennen und die #SPD sich daran anpassen.

@Der_zuversichtliche_Daniel hat schon jemand den folgenden Erklärungsansatz präsentiert:

Erst treiben wir sie alle in den Wahnsinn und dann wählen sie entsprechend?

Wenn nicht, würde ich ihn hiermit einreichen.

@guy_bockamp

Das klingt überraschend plausibel 😂 😢

@Der_zuversichtliche_Daniel @guy_bockamp
Weil "Grüne und Linke nicht konservativ genug sind" z.B.
Und "weil sie total das Problem mit Kriminalität nach Herkunft bzw. Hautfarbe/Kultur ignorieren"
Oder "weil die AfD die Familie stärken möchte und gegen kriminelle Ausländer ist"
Und das oftmals unter Nichterkennen der aktiv destruktiven Handlungen der genannten Parteien.

@Der_zuversichtliche_Daniel

Hier kannst du nachlesen, wer den Spitzensteuersatz unter das Niveau der Regierungszeit von Kohl gesenkt hat und zu wessen Lasten das ging. Und woher denkst du, soll das Vertrauen kommen?
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/serie-schroeders-wahlversprechen-7-viel-reform-wenig-gerechtigkeit-a-179269.html

@guy_bockamp @AwetTesfaiesus

Serie Schröders Wahlversprechen (7): Viel Reform, wenig Gerechtigkeit

Die Steuerreform sollte der größte Wurf der Regierung Schröder werden. Doch das Versprechen für "mehr Steuergerechtigkeit" wurde nicht eingelöst. Die Arbeitnehmer tragen den Hauptteil der Steuerlast, die Unternehmen zahlen sogar noch weniger als zu Zeiten der Kohl-Regierung.

DER SPIEGEL
@guy_bockamp
Von den Grünen allerdings auch nicht.
@Der_zuversichtliche_Daniel @AwetTesfaiesus
@Jerschte @Der_zuversichtliche_Daniel @AwetTesfaiesus Du meinst, die Grünen, die den CO2-Preis überhaupt erst durchgeboxt haben… und die Ticketsteuer? IDK
@guy_bockamp
Ich meine die Grünen die mit Pauken und Trompeten und jungen Wilden und großer Fresse in den letzten Bundestag eingezogen sind, denen dann aber bei der ersten Abstimmung über Vermögenssteuer dann doch wieder der aussichtsreiche Listenplatz zur nächsten Wahl wichtiger waren.
@Der_zuversichtliche_Daniel @AwetTesfaiesus
@guy_bockamp Wir Älteren mit Kindern um die 30/40 sind auch nicht gerade zukunftsoptimistisch. Vor allem, weil wir noch einen anderen Sozialstaat kennen. Und ein Gesundheitswesen, das nicht total der Abzocke in der Privatisierung zum Opfer fiel. Beispiel: die Lobby der Pharma, wird Warken massive Änderungen abtrotzen, wetten?
Vor den 90ern war gesellschaftlich vieles schlimmer. Aber die Privatisierung war noch ganz am Anfang. Familien hatten noch ne Chance. Heute? Grauenhaft.
@AwetTesfaiesus
@guy_bockamp Entweder alle Hoffnung aufgeben, reich erben, krank werden, es konsequent ignorieren + AfD wählen oder einfach komplett aufgeben
@guy_bockamp @AwetTesfaiesus Ich bin Ü60 und glaube nicht an ein angenehmes Ende.

@guy_bockamp @AwetTesfaiesus Ich rechne auch schon nicht mehr damit. Ich hoffe nur, dass ich meiner Frau und mir wenigstens irgendwann mal eine 3-Zimmer-Wohnung erarbeiten kann.
Aber davon gehe ich ehrlich gesagt nicht aus.

Ich werde nichts erben und brauche mir keine Gedanken um die Rente zu machen, weil ich garantiert keine mehr haben werde. Und Geld zum Vorsorgen hab ich nicht, außer man kommt mit 10€ im Monat bedeutend weiter? (Ich mein, bis 65 hätte ich 37 * 12 * 10 = 4400€ beisammen, yay)

@guy_bockamp ??? Die 100k EUR sind doch eine _Einkommens_-Grenze, keine Schonvermögens-Grenze. Oder meinst Du tatsächlich, dass man sich nur mit 100k Einkommen ein Haus leisten kann? @AwetTesfaiesus
@HeptaSean @guy_bockamp So sagte es mir vor kurzem ein Bank-Mensch. Nur mit 100K kannst Du das Eigenkapital ansparen und erst ab 100K ist die Bank halbwegs sicher, dass du das auch weiter finanzieren kannst.
@AwetTesfaiesus @HeptaSean Same. Übrigens verwechselt sie unten im Beitrag auch Vermögen und Einkommen
@HeptaSean @guy_bockamp Es mag sehr ländlich gelegen mit weniger gehen
@HeptaSean @AwetTesfaiesus Unter 100K Einkommen schaffst Du doch realistisch gar nicht das Down Payment; wenn doch, extremer Respekt für die Deine Ausgabendisziplin.

@guy_bockamp Weiß nicht, ob ich das schaffen würde. Ich habe aus anderen Gründen überhaupt kein Interesse, ein Eigenheim zu erwerben/finanzieren.

Als ich das letzte Mal geguckt habe, war ich aber mit weit unter 100k trotzdem schon in den den Top 20%. Wenn nur noch die sich Immobilienfinanzierung leisten können, wäre das wirklich erschreckend.

Entspricht aber auch echt nicht meinem Eindruck. Diejenigen, die ich kenne, die sich ein Haus anschaffen, verdienen eher noch mal weniger. @AwetTesfaiesus

@HeptaSean @AwetTesfaiesus pretty sure that's a scam. Abzahlen unmöglich und die Bank denkt sich: steigender Immomarkt, also können wir nicht falsch liegen.

@guy_bockamp @AwetTesfaiesus

Während die Regierung peinlich genau darauf achtet, dass bei allem noch Banken und Versicherungen eingebunden sind und mitverdienen, damit sie weiterhin horrende Management-Boni und Dividenden an Menschen ausschütten können, die ohnehin schon mehr haben als sie in 5 Leben sinnvoll ausgeben können und sich damit natürlich nicht an den Sozialsystemen beteiligen müssen...

Ceterum censeo afdem esse damnandum

@guy_bockamp
Würden gesetzlich TinyHäuser als Erstwohnsitz zugelassen - nicht als Ausnahme, sondern Regel - könnten zumindest Singles sich relativ günstige Wohnimmobilien leisten.

(Ja, mir ist schon klar, dass nicht jede:r in einem TinyHouse leben möchte, und ggf. Familienplanung da auch eine Rolle spielt.)

Abgesehen davon ist die Frage, ob überhaupt so viel neue EFH gebaut werden *müssen*, wo doch sehr viele (auch Eigentumswohnungen) zum Verkauf stehen?

@AwetTesfaiesus
@fasnix @AwetTesfaiesus 1. würde ich genauso auch. 2. für komplexe Familienrealitäten eigentlich ideal. Stell Dir nur mal vor, wie easy das für Scheidungsfamilien sein könnte (oder gar die Scheidung ganz vermeiden).
@guy_bockamp
In den USA, wo das Ganze sehr viel relaxter betrachtet wird, gibt es Familien, bspw mit zwei Kindern, die sich drei Wohncontainer, oder "TinyHäuser auf Rädern" aufs Grundstück stellen: einen für die Eltern, einen für jedes Kind.

"Wohncontainer", hochwertig ausgebaut, natürlich!

Wenn die Kinder dann ausziehen, und zB aufs College in einem anderen Bundesstaat gehen, nehmen sie ihr "Häuschen" einfach mit.

Nicht in Deutschland, wo Bürokrat:innen regieren!

@AwetTesfaiesus

@fasnix @AwetTesfaiesus aber lange nicht in allen Landesteilen. In Californien : viel Spass mit den Behörden.

Aber im Kern, ist der Ansatz m.E. richtig.

@guy_bockamp
Ja, hab verallgemeinert, das unterscheidet sich sicherlich zwischen den Bundesstaaten.

Dennoch: die Geburtsstätte moderner TinyHouses liegt nicht umsonst in den Vereinigten Staaten.

@AwetTesfaiesus

@AwetTesfaiesus und da verschwindet der Traum vom Eigenheim.

Ist den Leuten nicht klar, dass sie so sozialen Sterbedruck erzeugen oder soll das so? https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/pflegekosten-landkreistag-haelt-100-000-euro-grenze-fuer-kinder-zu-hoch-a-d857df01-81b9-4e8f-af39-26428c4406a1

Schnellere Beteiligung von Kindern: Landkreistag hält 100.000-Euro-Grenze bei Pflegekosten für zu hoch

Im Streit über die Kosten der Pflegeversicherung geraten die Kinder der Betroffenen stärker in den Fokus. Der Landkreistag hält das Schoneinkommen für zu hoch, genauso wie die Gesundheitsministerin.

DER SPIEGEL
@AwetTesfaiesus Hmm ... als "Südländerin" vertrete ich primär den Standpunkt, Familie sollte stets zusammenhalten. Eltern für ihre Kinder da sein & umgekehrt.
Es gibt sicherlich Situationen, wo das nicht möglich ist, weil die Kinder selber pflegebedürftig oder mittellos sind. Da sollte die Solidargemeinschaft greifen.
Was mir schon seit Jahren auffällt: Politik, Wirtschaft & SOZIALSYSTEM begünstigen hierzulande Egoismus & Vermögensungleichheit. Scheint nur keiner sehen zu wollen? 🤔

@die_Leo Als ebenfalls "Südländerin": ja, aber mit den Realitäten im modernen, kapitalistischen Westen passt das nicht zusammen.

Wenn die Alten auf dem Hof schlicht "mit lelaufen" bis sie es nicht mehr tun: kein Problem.

Wenn der Kapitalismus Dir klar gesagt hat, dass Du bitte zum Überleben dahin ziehen musst, wo Milliardäre sind (und sei es auf einen anderen Kontinent), dann wird die Sache schon sehr kompliziert.

Viele Migrantys schicken halt Geld, damit die Eltern zuhause ok leben können.

@AwetTesfaiesus Hmm ... der westl. Kapitalismus ist nicht für alles verantwortlich! Als meine Schwiegermutter nach dem Tod ihres Gatten ihr Zuhause aufgeben musste, hatten wir ihr bei uns ein eigenes Zimmer eingerichtet. Erdgeschoß, ebenerdig, Zugang zu Garten, Hund & Katze, einer von uns ist immer zu Hause usw. Leider (??) haben wir nur 1 Bad & sie wollte unbedingt ein eigenes. Also ist sie in ein Pflegeheim. Das Sozialamt hat das mitgemacht & die Kosten getragen, weil wir unter den ...

1/2 ⬇️

@die_Leo glaubst Du das wäre gegangen, wenn ihr in München gelebt hättet… oder Zürich?
@AwetTesfaiesus Hmm .. sorry, was hat das mit dem Wohnort zu tun, WENN Kinder die MÖGLICHKEIT & den Wunsch HABEN, Eltern zu Hause zu pflegen? Das Sozialämter u.U. die Kosten einer Senioreneinrichtung übernehmen müßen, SELBST WENN die Kinder die häusliche Pflege übernehmen wollen(!) & können (!), gilt (soweit mir bekannt) in ganz DE. Im übrigen hatte ich bereits erwähnt, daß nicht alle die Mittel haben, für ihre Eltern zu sorgen (s.o.)!
Zürich = Schweiz = andere Rechtslage/ andere Verhältnisse?

@AwetTesfaiesus ⬆️ ... unter den betreffenden Einkommens- & Vermögens-Grenzwerten lagen. Bis heute haben wir DAFÜR kein Verständnis. Meine Schwiegermutter hätte hier perfekt wohnen können. Auch eine Pflege wäre hier uneingeschränkt möglich gewesen. NUR weil wir nur 1 Bad haben, mußte das Sozialamt über Jahre die Kosten eines Seniorenwohnheims tragen?! Sorry, aber dafür haben wir kein Verständnis!! 😠 Da läuft einiges grundlegend falsch in unserer Gesellschaft voller Ego-Empfindlichkeiten.

2/2

@die_Leo @AwetTesfaiesus „Selber pflegebedürftig oder mittellos“ klingt danach, dass Du Dir _sehr_ strikte Einschränkungen vorstellst, was für Dich als Grund nicht zu pflegen „okay“ ist.

Was ist mit völlig entfremdeten Eltern und Kindern? Was ist, wenn sich eine von beiden Parteien das aber auch überhaupt nicht vorstellen kann? Was, wenn sie hunderte oder tausende Kilometer voneinander entfernt wohnen?

„Dann müssen sie halt zahlen.“ wäre dann natürlich eine gangbare Antwort.

@HeptaSean @AwetTesfaiesus Hmm ... ich möchte nicht ausschließen, daß es evtl. auch andere gewichtige Gründe gibt, warum Kinder nicht für Eltern einstehen können. Bei meinem Vater, der mich in meiner Kindheit mißbraucht hatte, hätte ich mir das auch nicht vorstellen können.
Unterschiedliche Wohnorte stellen für mich nicht gleich einen solchen Grund dar, wenn Kinder z.B. ausreichend Möglichkeiten haben.
Wenn Eltern für ihre Kinder gesorgt haben, sollte es umgekehrt durchaus auch sein, oder? 🤔

@die_Leo @AwetTesfaiesus Kommt drauf an, was „sorgen“ alles umfasst. Ich liebe meine Eltern sehr, kann mir aber körperliche Pflege schwer bis gar nicht vorstellen. Wir sind alles erwachsene Menschen, die schon seit Jahrzehnten nichts mehr in der Intimsphäre der Anderen zu suchen haben.

Weniger intensive Tätigkeiten würden gehen, aber ich finde es ehrlich weder angemessen, sie dafür drei Bundesländer weit irgendwohin umzuziehen, wo sie nichts und niemanden kennen, noch, dafür den Job zu kündigen und die Partnerin auf unbestimmte Zeit zu verlassen, um zu ihnen zu ziehen.

@die_Leo @AwetTesfaiesus Wieviel Selbstbeteiligung sie und ich für diese Entscheidungen zahlen sollten, bevor Sozialsysteme greifen, kann man sicher diskutieren, aber eigentlich finde ich, dass wir verdammt noch mal eine Pflegeversicherung haben, die so gut ausgestattet sein sollte, dass sie entweder professionelle Pflege voll bezahlt (und nicht so viel unbezahlt lässt, dass dieses Problem überhaupt auftritt) oder alternativ pflegende Angehörige mit wesentlich großzügigerer Unterstützung ausstattet als heute (und damit auch die Entscheidung, das zu zun, wieder leichter macht).
@AwetTesfaiesus …, wobei die dort interviewte Unions-Politikerin sich ja ziemlich klar gegen noch mehr Selbstbeteiligung ausspricht.
@AwetTesfaiesus Könnt' man eigentlich auch auf die Krankenversicherung ausweiten: Wenn Menschen genug Erspartes haben oder ihre Angehörigen genug verdienen, warum nicht an Krebsbehandlung, Bypass und künstlichem Hüftgelenk selbst-beteiligen statt diese Kosten „der Allgemeinheit aufzubürden“? /s

@HeptaSean Als zynisches Argument eigentlich nicht falsch. Wenn die eine "Versicherungs"-Leistung so funktionieren soll, warum dann nicht auch andersherum.

Sozialsystem wäre ja halt genau eher umgekehrt.

@AwetTesfaiesus Naja, nee, stimmt schon. Sozialsysteme zahlen oft nur, wenn tatsächliche Bedürftigkeit vorliegt, Versicherungen dagegen bedingungslos, auch wenn man es sich auch ohne Versicherung (irgendwie, vielleicht mit Ach und Krach, vielleicht sogar locker) leisten könnte.

Wobei es hier ja um das geht, was _nicht_ von der Pflegeversicherung gedeckt wird.

Die Alternative, dass die Pflegeversicherung dann vielleicht so weit vergrößert werden muss, dass sie tatsächlich für die gesamten Kosten reicht, wird seltsamerweise gar nicht diskutiert.

@AwetTesfaiesus
Emmi Zeulner ist Pflegefachfrau. Das wird in dem Interview nirgendwo erwähnt.
Hört auf Pflegefachfrauen und ihre Expertise! Wir hätten viele Probleme gar nicht.
Ich vermisse Cordula Schulz-Asche, die bei den Grünen ihre pflegerische Expertise bis zur letzten Legislatur eingebracht hat.
#Pflege ist bei der Linken stark vertreten. Das sollte nicht so bleiben. Schaut auf Kevin Galuszka aus Duisburg. Guter Mann.