Debatte über 100.000-Euro-Grenze: Sollen Kinder künftig für die Pflege ihrer Eltern zahlen, Frau Zeulner?

Weniger Schonvermögen und Zugriff auf Omas Häuschen: Zuletzt haben Unionspolitiker harte Sparvorschläge für Pflege und Gesundheit gemacht. Emmi Zeulner von der CSU gibt Kontra.

DER SPIEGEL
@AwetTesfaiesus Hmm ... als "Südländerin" vertrete ich primär den Standpunkt, Familie sollte stets zusammenhalten. Eltern für ihre Kinder da sein & umgekehrt.
Es gibt sicherlich Situationen, wo das nicht möglich ist, weil die Kinder selber pflegebedürftig oder mittellos sind. Da sollte die Solidargemeinschaft greifen.
Was mir schon seit Jahren auffällt: Politik, Wirtschaft & SOZIALSYSTEM begünstigen hierzulande Egoismus & Vermögensungleichheit. Scheint nur keiner sehen zu wollen? 🤔

@die_Leo @AwetTesfaiesus „Selber pflegebedürftig oder mittellos“ klingt danach, dass Du Dir _sehr_ strikte Einschränkungen vorstellst, was für Dich als Grund nicht zu pflegen „okay“ ist.

Was ist mit völlig entfremdeten Eltern und Kindern? Was ist, wenn sich eine von beiden Parteien das aber auch überhaupt nicht vorstellen kann? Was, wenn sie hunderte oder tausende Kilometer voneinander entfernt wohnen?

„Dann müssen sie halt zahlen.“ wäre dann natürlich eine gangbare Antwort.

@HeptaSean @AwetTesfaiesus Hmm ... ich möchte nicht ausschließen, daß es evtl. auch andere gewichtige Gründe gibt, warum Kinder nicht für Eltern einstehen können. Bei meinem Vater, der mich in meiner Kindheit mißbraucht hatte, hätte ich mir das auch nicht vorstellen können.
Unterschiedliche Wohnorte stellen für mich nicht gleich einen solchen Grund dar, wenn Kinder z.B. ausreichend Möglichkeiten haben.
Wenn Eltern für ihre Kinder gesorgt haben, sollte es umgekehrt durchaus auch sein, oder? 🤔

@die_Leo @AwetTesfaiesus Kommt drauf an, was „sorgen“ alles umfasst. Ich liebe meine Eltern sehr, kann mir aber körperliche Pflege schwer bis gar nicht vorstellen. Wir sind alles erwachsene Menschen, die schon seit Jahrzehnten nichts mehr in der Intimsphäre der Anderen zu suchen haben.

Weniger intensive Tätigkeiten würden gehen, aber ich finde es ehrlich weder angemessen, sie dafür drei Bundesländer weit irgendwohin umzuziehen, wo sie nichts und niemanden kennen, noch, dafür den Job zu kündigen und die Partnerin auf unbestimmte Zeit zu verlassen, um zu ihnen zu ziehen.

@die_Leo @AwetTesfaiesus Wieviel Selbstbeteiligung sie und ich für diese Entscheidungen zahlen sollten, bevor Sozialsysteme greifen, kann man sicher diskutieren, aber eigentlich finde ich, dass wir verdammt noch mal eine Pflegeversicherung haben, die so gut ausgestattet sein sollte, dass sie entweder professionelle Pflege voll bezahlt (und nicht so viel unbezahlt lässt, dass dieses Problem überhaupt auftritt) oder alternativ pflegende Angehörige mit wesentlich großzügigerer Unterstützung ausstattet als heute (und damit auch die Entscheidung, das zu zun, wieder leichter macht).