Angesichts der explodierenden Spritpreise wird es höchste Zeit für den einzigen Tankrabatt, der in 🇩🇪 je funktioniert hat: Das 9 Euro Ticket.

Die Bilanz ist phänomenal: In nur drei Monaten hat es 1,8 Mio. Tonnen CO2 eingespart, in 23 von 26 untersuchten Städten den Stau reduziert, höhere Umsätze fürs Gewerbe gebracht, weder Ölkonzerne und Diktatoren finanziert und rund 30 Mio. Menschen zu 100% entlastet.

Höchste Zeit, dass das Ticket in unsicheren Zeiten wie diesen wieder reaktiviert wird💪

@Perowinger94 IMHO sollte es nicht nur permanent nen #9EuroTicket geben (bequem, anonym und gegen #Bargeld am Automaten & Schalter) sondern explizit nen #0EuroTicket dass auch #IX & #ICE sowie Drittanbieter inkludiert!

@kkarhan

Es wäre das falsche Signal, Fernverkehr gratis anzubieten. Subventionieren, gern. Neben dem Problem falscher Mobilität haben wir aber auch das Problem von zu viel Mobilität. Es ist ja nicht so, dass man im ICE nicht durchaus beachtliche Ressourcen in Anspruch nimmt.

@Perowinger94

@Saupreiss
Frage mich gerade, wo das falsche Signal dabei ist?
Es würde Inlandsflüge wirtschaftlich unsinnig machen
Es würde dazu führen, dass mehr Urlaub innerhalb von DE gemacht würde
Es würde den gesellschaftlichen und kulturellen Austausch fördern
Es würde mehr Schiene und weniger Autobahn geben
Es würde Land und Stadt mehr verknüpfen
Es würde Pendlern erlauben, sich beruflich mehr zu entfalten
Und bestimmt mehr…
@kkarhan @Perowinger94

@Mike_G_Hyrm

Jede beliebige Subvention gefällt wem; würde man etwa Inlandsflüge gratis machen, wäre es ja auch viel normaler, in Hamburg zu leben und nach München zu pendeln.

Nun ist Bahn fahren ungleich weniger schädlich als Inlandsflüge.

Aber eben keinesfalls unschädlich oder in unbegrenzter Skalierung verfügbar, selbst bei bestem politischen Willen nicht.

@kkarhan @Perowinger94

@Saupreiss
Wie ist es zum deutschen Wirtschaftswunder gekommen?
Und es geht nicht um Subventionen. Subventionierst du die Autoindustrie, Fluggesellschaften, wenn du ein Auto kaufst oder einen Flug machst?
Es geht darum Gesellschaftliche Einnahmen (Steuern) auch in die Gesellschaft zu investieren & das ist nicht gewollt, da wir ein Autoland sind & zu viele Jobs daran hängen & auch das liesse sich durch eine Transformation ändern
@kkarhan @Perowinger94

@Mike_G_Hyrm

Selbstverständlich ist die Bahn im Sinne von erforderlicher Infrastruktur auszubauen, und schädlichere Alternativen im Sinne der Steuerung stärker zu besteuern.

Stein des Anstoßes ist "Fernverkehr zum Nulltarif". Dabei gehe ich nicht mit, aus den genannten Gründen.

@kkarhan @Perowinger94

@Saupreiss @Mike_G_Hyrm @Perowinger94 ich schon, gerade weil dies sinnvoller, umweltschonender und vorallem für die Masse sinnvoller ist als "#Spritpreisbremse" die effektiv nur #Ölkonzerne subventioniert die ohnehin schon als #Kartell|e die #Verbraucher ausnehmen!

(video via @notjustbikes)

The Best Country in the World for Drivers

YouTube

@Saupreiss @Mike_G_Hyrm @Perowinger94 Ich meine, #Rechtsextremisten wie #Rechtsterroristen alla #NSAfD fordern ne Menge weitaus beschisseneren shice und goebbeln das ab.

@kkarhan

Beim #9EuroTicket gehe ich ja durchaus mit, bzw. bin was radikaler: Das kann man durchaus ähnlich des Rundfunkbeitrags verpflichtend für alle machen und spart damit direkt noch die Kontrollkosten ein. Ist eh gesünder für Zugbegleitende.... Oder KFZ-Steuer nur noch in Verbindung mit 9€-Ticket.

Wir reden hier aber vom höhenwertigen Fernverkehr.

@Mike_G_Hyrm @Perowinger94

@Saupreiss
Ich bedanke mich für die offene & schöne Diskussion & ich kann etwas auch deine Meinung nachvollziehen, dennoch bin ich überzeugt davon, dass wir durch eine Mobilitäts-Transformation (freie Öffis) & auch eine soziale Transformation (BGE), viel resistenter, gerechter, freier, gesünder, nachhaltiger & wertschätzender die Zukunft unserer Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur & unserer Umwelt gestalten & prägen können.
@kkarhan @Perowinger94

@Mike_G_Hyrm

Danke gleichfalls.

Da das hier immer mehr vermischt, noch ein Hinweis: Ich halte Öffis und Fernverkehr für sehr unterschiedliche Dinge, die durchaus unterschiedlich zu behandeln sind.

@kkarhan @Perowinger94

@Saupreiss

Ganz offiziell:
Personenverkehr, also die Beförderung von Menschen zwischen verschiedenen Orten, verbindet Menschen … Organisationsform unterteilen wir in Individualverkehr, z.B. Auto oder öffentlichen Verkehr, z.B. Eisenbahn. Öffentlichen Personenverkehr … über 50 km bzw. in Fernzügen …öffentlichen Personenfernverkehr zu, der Rest ist öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV).

https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Transport-Verkehr/Personenverkehr/_inhalt.html

@kkarhan @Perowinger94

Personenverkehr

Ergebnisse zur Statistik des Personenverkehrs. Kennzahlen, Tabellen, Publikationen, Grafiken und weitere Informationen zum Thema Personenverkehr.

Statistisches Bundesamt

@Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 wenn dinge nichts kosten, misst man ihnen auch keinen Wert zu.
Ich bin mal mit dem ice 4 h wo hin gefahren und dann mit dticket 8 h zurück. Das ist ein signifikanter Unterschied und das sollte auch entsprechenden Wert haben.

Gerne mehr Subventionen für Sparpreis Tickets, für junge Leute, für Bahncards. Aber Fernverkehr verhält sich zu ÖPNV wie Sekt zu Grundnahrungsmitteln. Ist ab und zu angebracht, aber eben ein Luxus.

@Nephele
Existenz? Leben? Geburt? Älter werden? Dazulernen? Hilfe geben? Nächstenliebe? Mitgefühl? Hilfe annehmen? In DE geboren zu sein? Westliche Privilegien? Umweltbewusstsein? Ohana? Liebe? Geduld? Denken? Fühlen? Atmen? Sich selbst finden? usw…
Kostet alles kein Geld, ist viel mit Glück verbunden und
hat keinen Wert für dich?

@Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

@Nephele

Genau diese Denke, führt meiner Meinung dazu, dass monetär reiche Personen in unserer Gesellschaft eher so bewundert und monetär arme Menschen tendenziell so verachtet behandelt werden und das unabhängig davon, ob geldreiche Personen geerbt oder es sich selbst erwirtschaftet haben.

Und Grundnahrungsmittel sollten meiner Meinung nach zumindest steuerfrei oder Steuer befreiter sein.

@Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

@Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

Das sehe ich auch so. Aber du merkst, keiner von uns würde dasselbe für Sekt fordern.

@Nephele
Alhohol mit Mobilität so zu verknüpfen, finde ich schwierig. Ich finde es aber schön, dass wir sprechen und zuhören (:

@Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

@Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 wenn dich das Beispiel stört, nimm meinetwegen Kaviar.

@Mike_G_Hyrm @Nephele @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

Wie ihr vielleicht wisst läuft in Deutschland seit 2020 ein "Experiment" bei dem ca 100 000 Menschen umsonst den DB Fernverkehr nutzen dürfen.

https://www.bundeswehr.de/de/meldungen/freie-bahnfahrt-soldatinnen-soldaten-regional-3045024

Auch wenn die seit dem deutlich häufiger auffallen (womit man so oder so halten kann), habe ich nichts von Missbrauch gehört.

Es ist eigentlich erstaunlich wie still es darum ist (ich habe keinen einzigen Presseartikel dazu gefunden 😳)

Ich glaube Menschen die ununterbrochen von A nach B fahren sind eine extrem kleiner Anteil.
Und die Transportkosten einer einzelnen Person sind im Zug marginal

Freie Bahnfahrt für Soldatinnen und Soldaten – Jetzt auch regional

Für Klimaschutz und mehr Sichtbarkeit: Freie Bahnfahrt für Soldatinnen und Soldaten – jetzt auch regional.

@realn2s
Superspannend und ist an mir bis Dato völlig vorbeigefahren (: Mahalo
@Nephele @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

@Mike_G_Hyrm @realn2s @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

Bei dem Projekt handelt es sich nicht um kostenlosen Fernverkehr, sondern um die vollständige Übernahme der Ticketkosten (ja, man muss trotzdem ein Ticket kaufen) durch den Arbeitgeber. Dürften inzwischen sogar über 100 Mio. Euro jährlich an Ticketkosten sein, die die Bundeswehr aus ihren eigenen Geldern bezahlt. Das ist vom Einnahmenmechanismus komplett anders als beim D-Ticket.

@Nephele

Für diejenigen, die es nutzen können, bleibt es am Ende kostenlos, auch wenn ein wenig zeitlicher Aufwand betrieben werden muss.
Und wird durch Steuern bezahlt (reinvestiert in die Motivation und Zufriedenheit der Truppe)

@realn2s @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

@Mike_G_Hyrm @realn2s @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 es wird eben nicht durch Steuern bezahlt. Die Bundeswehr bekommt Steuergeld und kann selbst entscheiden, wofür sie es ausgibt. Sie hat entschieden, es dafür auszugeben, aber das Geld kommt aus dem Verteidigungsbudget. Das ist Geld, was auch in Munition oder anderes fließen könnte.

Clarification: Dticket wäre ein Beispiel für direkte Steuermittel, wo das Geld vom Bund/Land direkt an die Verbünde fließt.

@Nephele
Und wird von Steuergeldern bezahlt. Die eben Situativ eingesetzt werden, in eine Investition in die Motivation der Truppe. Die EU verwaltet ebenso ihre Kompetenzen und Finanzen, wie DE, die Bundesländer, Kreise und Kommunen, wie auch eben Bundeswehr, Rentenkasse, Bundesämter, Polizei, Abgeordnete usw. Jede Instanz hat ihre Rechte und Pflichten und Möglichkeiten.

@realn2s @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

@Nephele

Du kannst es Banana nennen und lediglich die Schale essen oder du nennst es gelbe PowerStange mit Geschmack und isst lediglich das Innere. Oder du lässt sie verfaulen oder oder oder Wenn die Banane dir gehört oder du über sie bestimmen kannst, dann kannst du damit machen was du möchtest. Es bleibt im Endeffekt für mich eine Banane (:

@realn2s @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

@Nephele @Mike_G_Hyrm @realn2s @Saupreiss @Perowinger94 Naja, Verteidigungshaushalt wird schon als Mittelplanung bewilligt, bin hinab auf Kosten.

  • Nur sind die Sitzungen des Verteidigubgsausschusses der das Plant und vorlegt nicht auf Phoenix live.
    • Nennt sich, "Arbeitsparlament".

D.h. nein, die haben das explizit als Kostenaufstellung drin, wenngleich unter nem Punkt wie "Mobilitätskosten"...

Also nein, die Bundeswehr kriegt durchaus ein durchverwaltetes Budget mit größtenteils Zweckbindung, damit halt nicht Gelder veruntreuut oder zweckentfemdet werden.

@kkarhan @Mike_G_Hyrm @realn2s @Saupreiss @Perowinger94 das ist tatsächlich n großer Unterschied. Wenn die BW der Bahn Tickets regulär abkauft, ist das komplett anders zu bewerten, nämlich als zu versteuernde Fahrgeldeinnahme, als wenn sie Ausgleichsmittel zur Tarifauffüllung bekäme oder generell Zuschüsse (wie zb. aus der Schwerbehindertenbeförderung). Das ist der Punkt, wo ich drauf raus will.

@Nephele @Mike_G_Hyrm @realn2s @Saupreiss @Perowinger94 ändert nichts daran dass das auch #Steuergelder sind und dass dies, genauso wie die Firmierung der #DB als #Aktiengesellschaft (mit 100% der Aktien im Staatsbesitz!) unnötig Geld kostet als wenn dies ne #AöR wäre und die Leistungen als #Infrastruktur allen zur Verfügung gestellt würde, ohne Paywall.

@Mike_G_Hyrm @Nephele @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

Noch Mal eine Ergänzung

Die Aussage "was nicht kostet ist nichts wert" ist meiner Meinung nach eine Binsenweisheit, die viel zu selten hinterfragt wird.

In gewisser Hinsicht ist sie ja ein Spezialfall der Tragik der Allmende (Tragedy of the Commons)

Und die ist kein "Naturgesetz" sondern ist eher ein Gedankenspiel
https://aeon.co/essays/the-tragedy-of-the-commons-is-a-false-and-dangerous-myth

The tragedy of the commons is a false and dangerous myth | Aeon Essays

Far from being profoundly destructive, we humans have deep capacities for sharing resources with generosity and foresight

@realn2s @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

Wenn du jederzeit n Auto vor der Tür stehen hast, was du benutzen kannst, aber nicht bezahlen musst, wirst du es öfter benutzen als sein müsste, weil die Leistung die du bekommst, als Selbstverständlichkeit betrachtet wird.
Wenn etwas einen Preis hat, findet eine Abwägung über die Angemessenheit statt. Wenn ich jedes Mal 5 Euro zahlen muss, um mit dem Auto zum Bäcker zu fahren, dann nehm ich vielleicht ab und zu das Fahrrad.

@Nephele
Tax the Rich

Denn viele armutsbetroffene können kein eigenes Auto bezahlen, geschweige denn den Unterhalt, Reparatur oder Unterhaltung. Deswegen Öffis frei (Nah und fern). Denn die Rich People fahren selten Öffis, würde ich jetzt mal unterstellen und würden auch für ein Vielfaches zum Bäcker mit ihren Luxuswägelchen kutschieren. Denen ist das völlig egal.
@realn2s @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

@Mike_G_Hyrm @realn2s @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 zwischen rich people und armutsbetroffen liegen aber halt noch n paar Welten dazwischen.
Und dann ist die Frage, warum muss Fernverkehr dann überhaupt gratis sein, wenn die Alltagsmobilität schon kostenfrei ist und das Budget dafür plötzlich für den Fernverkehr zur Verfügung steht.

Also nochmal meine Frage, warum muss es kostenfrei sein, statt mehr Sparpreise und andere Vergünstigungen anzubieten?

@Nephele
Da drehen wir uns Argumentativ zusammen wunderbar im Kreis (: Denn da verweise ich gerne auf meinen Gedanken dazu hier (insgesamt geht es mir um Möglichkeiten-Gerechtigkeit, doch sind hierzu auch andere Transformation in Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur usw nötig. Meiner Meinung nach sollte ein Grundkonzept tiefer greifen):

https://literatur.social/@Mike_G_Hyrm/116189825111810396

@realn2s @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94

Mike G. Hyrm (@[email protected])

@[email protected] Frage mich gerade, wo das falsche Signal dabei ist? Es würde Inlandsflüge wirtschaftlich unsinnig machen Es würde dazu führen, dass mehr Urlaub innerhalb von DE gemacht würde Es würde den gesellschaftlichen und kulturellen Austausch fördern Es würde mehr Schiene und weniger Autobahn geben Es würde Land und Stadt mehr verknüpfen Es würde Pendlern erlauben, sich beruflich mehr zu entfalten Und bestimmt mehr… @[email protected] @[email protected]

literatur.social

@Mike_G_Hyrm @Nephele @realn2s @Saupreiss @Perowinger94 EBEN!

Siehe #Luxembourg: Die haben auch landesweit #ÖPNV & #ÖPFV kostenlos gemacht weil #Autosverkehr absurd extrem dort ist!

@Nephele @realn2s @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @Perowinger94 Allerdings wollen wir ja die Verkehrswende induzieren, und dazu muss #ÖPNV & #ÖPFV besser sein.

  • Inhärent wird ein Auto immer flexibler sein, also geht das nur über #Kosten!
@kkarhan @Nephele @realn2s @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @Perowinger94 die Kosten fürs Autofahren sind nur deshalb so gering, weil der Preis für die benötigte Fläche keine Rolle spielt. Sowohl fürs Parken als auch die Verkehrsfläche.

@Nephele @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94
Warum brauchen wir einen Preis zur "Abwägung der Angemessenheit"?

Beim Autoverkehr haben wir das auch nicht.
Autofahrer zahlen nicht pro gefahrenen Kilometer

Warum ist das dann fürs Atmen nicht nötig? Müssen wir dann noch innert zahlen wenn wir in Parks, den Wald oder generell die Natur gehen?

Ein fixer Preis ist außerdem aus anderen Gründen auch gefährlich

Es gab Mal die Geschichte eines Kindergarten, die warren genervt das Eltern immer wieder ihre Kinder zu spät abholten. Um das zu verbessern haben sie eine Gebühr eingeführt. Die Folge war, viel mehr Eltern kamen zu spät. Mit dem Preis hatten sie kein schlechtes Gewissen mehr, sie hatten ja dafür bezahlt.

Ein fixer Preis ist auch immer ungerecht. Für Reich genuge ist das immer Portokasse. Für finanzielle Schwache ist es exludierend.

Und bei Freiwilligen Organisationen führt Bezahlung auch innert zu Unzufriedenheit. Tätigkeiten die ohne Bezahlung gebe gemacht werden werden mit Preisschild zu unterbezahlten Zwängen

Ich halte das "Bepreisen" für kapitalistische Extraktion. Das steigert das Bruttonationaleinkommen und erzeugt fake Wachstum

@realn2s @Nephele @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @Perowinger94 +9001%

Das ist so wie mit #Falschparken:

Wenn etwas nur mit Geld bestraft wird ist es nur Armen verboten!

Dasselbe greift bei #Mobilität, und hier wäre gesamtgesellschaftlich #ÖPNV & #ÖPFV ausbaun und bereitstellen am sinnvollsten.

@realn2s @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 keine Ahnung, wie du hier auf einen fixen Preis kommst, das hab ich nirgends geschrieben.

Davon abgesehen, Autofahrer zahlen nicht pro km? Das erzähle ich das nächste Mal an der Tanke... Oder bei unserem Vereinstransporter, der auch pro km bezahlt wird.

Fürs Atmen zahlen, puh, wenn Sauerstoff verknappen würde, sodass dessen Marktpreis signifikant genug wird, haben wir noch ganze andere Probleme... Für Wasser zahlen wir ja bereits.

@kkarhan @realn2s @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @Perowinger94 "die transportkosten einer einzelnen Person im Zug sind marginal" ist auch nur eine Variante von "jeder kann es schaffen (aber halt nicht alle)". Kollektiv sind die Kosten eben nicht mehr marginal.

@Nephele @kkarhan @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @Perowinger94
Dem kann ich nicht folgen.
Marginal heisst für alle!

Während jede Autofahrt Individualkosten erzeugt (die sich nicht alle leisten können) aber gesellschaftliche Schäden (Umwelt, Lärmbelästigung, Verkehrstote) verursacht

Ich denke, wir werden hier nicht zusammen finden.

Wenn ich die Positionen plakativ zusammen fasse, komme ich auf die Gegensätze „Bahn(fern)Verkehr sollte was kosten, Auto halt mehr“ und auf der anderen Seite einer Neuauflage vom „Auto für alle“, jetzt dann halt nur auf der Schiene. (Das klingt womöglich wertender, als es gemeint ist.)

Und wie so oft müssten wir da mehr Grautöne finden.

@realn2s @Nephele @kkarhan @Mike_G_Hyrm @Perowinger94

@Saupreiss @Nephele @kkarhan @Mike_G_Hyrm @Perowinger94
Würde gerne noch Mal probieren ob wir noch doch näher Zusammenliegen

Aussagen von denen ich hoffe dass wir alle zustimmen.

  • Klimawandel gibt es und er ist großteils menschengemacht

  • Wie müssen was tun um die Klimakatastrophe möglichst abzuschwächen

  • Ein Teil davon ist weniger fossile Energieträger zu nutzen

  • Dazu müssen wir unter anderem die Mobilität ändern (d.h. nicht unbedingt weniger, mindestens aber anders)

  • Und hoffentlich auch

  • Das muss sozialverträglich geschehen. D.h. das finanziell schwache Menschen oder Menschen mit Behinderungen ist speziellen Bedürfnissen auch mitgenommen werden
  • Klärung meinerseits: falls der Eindruck entstanden ist, dass ich gegen "Einpreisung" bin. Das ist nicht so :-).
    Einpreisung ist ein valides Element im Anreize zu setzen.
    Ich halte im spezielle individuelle Einpreisung aber für komplex wenn sie sozialverträglich sein soll.
    Steuern sind auch eine (nicht individuelle sondern gesellschaftliche) Einpreisung 😁

    @Saupreiss @Nephele @kkarhan @Mike_G_Hyrm @Perowinger94

    Die International Energy Agency (iea) hat eine interessante Grafik über die verschiedenen Ansätze

    Quelle: https://www.iea.org/reports/a-10-point-plan-to-cut-oil-use

    (Thanks to @peterdutoit for the pointer)

    @realn2s @Saupreiss @Nephele @Mike_G_Hyrm @Perowinger94 @peterdutoit ich bin ja für #RechtaufHomeoffice (inkl. #RechAufGlasfader!), #4TageWoche, #RechtAufÖPNV & #RechtAufÖPFV sowie konsequenter #Ausbau von #ÖPNV, #ÖPFV, #Radinfrastrutur und #Gehwege.

    • Die <1% Fahrzeuge die auf <1% Spurkilometern >130 km/h fahren können sind das weitaus geringere Problem als die künstlich erzeugen #RushHour|s von #Bürofetischist|ischen Anzugträgern die allen Zeugs aufzwingen.
      • Klar gibt es tonnenweise Jobs die nicht #remote gehen aber dort wo es möglich ist sollte es machbar sein und hemacht werden!

    @kkarhan
    Gebe ich dir absolut Recht.
    Ich kann mir aber gut vorstellen dass ein Tempolimit (technisch und rechtlich) deutlich schneller umsetzbar ist als verpflichtendes Homeoffice für Unternehmen

    Quick Wins kann man ja gerne mitnehmen, zumal es ja auch parallel vorangetrieben werden kann

    @realn2s ich glaube Tempolimit kriegste politisch schlechter schlechter surch als WaffG & KWKG ersatzlos streichen.
    @realn2s @Saupreiss @kkarhan @Mike_G_Hyrm @Perowinger94 aber warum muss sozialverträglich heißen Freifernverkehr für alle? Die Milliarden, die man da versenkt, könnte man doch stattdessen direkt in Bafög, Wohngeld, Bürgergeld Erhöhung oder Ausweitung stecken und es profitieren nicht nur die vielfahrer und vor allem gezielt die, die es brauchen. Keine Gießkanne, wer will kann ICE fahren, wer lieber in n Sportverein will, macht das.

    @Nephele

    Ist halt auch so: Ist es gratis, wird entsprechend mit dieser Ressource umgegangen. Im Lokalbereich ist das absolut sinnvoll. Es denkt auch niemand drüber nach, dass das Fahrrad variable Kosten pro km hat und so sollte das auch bleiben.

    Es fährt aber auch niemand mit dem Fahrrad mal eben 50+km einfache Strecke, und auch mit dem Auto läuft bereits was falsch, wenn man da nicht über die Kosten nachdenkt.

    @realn2s @kkarhan @Mike_G_Hyrm @Perowinger94

    @Saupreiss @realn2s @kkarhan @Mike_G_Hyrm @Perowinger94 ich finde halt es entlastet im Fernverkehr die falschen. Wer sich 2-3 lange Wochenenden irgendwo leisten kann, der kann sich auch das zugticket leisten. Die, die das nicht können, werden halt auch nicht mit gratis ice irgendwo hin fahren. Und dann geht es eigentlich auch gar nicht mehr um Sozialverträglichkeit, sondern um Gießkannenpolitik.
    @Nephele
    Dann müssen „die Falschen“ eben woanders wieder belastet werde: Spekulations-, Erbschafts-, Vermögenssteuer, Pendlerpauschale usw. Es gibt genügend Möglichkeiten & wenn es getrennt würde, würde der Ausbau vom wirtschaftlich lukrativeren Fernverkehr (für die AG) hinterher hinken.
    @Saupreiss @realn2s @kkarhan @Perowinger94

    @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @realn2s @kkarhan @Perowinger94 dass db regio und db fernverkehr und db infrago unterschiedliche Unternehmen sind, ist bekannt. Was genau meinst du mit Trennung? Und warum sollte ausgerechnet der Fernverkehrsausbau hinterherhinken, wenn er doch lukrativ ist?

    Und zum Punkt Vermögenssteuer, ich glaube ohne die können wir nichtmal gratis ÖPNV machen

    @Nephele
    (: Da hatte ich einen spontanverwirrenden Gedankenabruch. Ich meine dann würde der Nahverkehr hinterherhinken (: und nicht gut behandelt werden.
    Trennung: Nah frei und Fern kostet.

    @Saupreiss @realn2s @kkarhan @Perowinger94

    @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @realn2s @kkarhan @Perowinger94 ist das nicht gerade ein Argument, statt Milliarden für kostenlose fernzüge auszugeben, die milliarden dem öpnv für den Angebotsausbau zu geben?

    Die nutzungsstrukturen in den verkehrsträgern sind wirklich extrem unterschiedlich, da würde auch nicht wirklich helfen, es zusammenzulegen.

    @Nephele
    Da sage ich zunächst nicht nein und es könnte im ersten Moment womöglich die geschicktere Herangehensweise sein. Ich kann das nicht beurteilen, ich kenne mich mit den Strukturen und auch den technischen und strukturellen Anforderungen und Herausforderungen viel zu wenig aus. Das ist dann schon Experten-Diskussion (: für mich.
    @Saupreiss @realn2s @kkarhan @Perowinger94
    @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @realn2s @kkarhan @Perowinger94 wie du schon schriebst, der Fernverkehr ist deutlich profitabler, der ÖPNV krebst rum und bettelt um mehr Geld bei den Aufgabenträgern. Dementsprechend werden Angebote gekürzt, statt es auszuweiten.

    @Nephele @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94
    Meiner Meinung nach gibt es einige Dinge bei denen es falsch ist zu versuchen die kostendeckend oder sogar gewinnorientiert zu betreiben (Kosteneffizienz ist natürlich gewünscht)

    ÖPNV und Gesundheitswesen sind da zwei Kandidaten. Die gesellschaftlichen Vorteile überwiegen da bei weitem
    Beim Straßenverkehr versuchen wir ja nicht Mal kostendeckend zu operiert

    Am deutlichsten wird die Absurdität wenn man ein Gewinn orientiertes Gesundheitssystem anschaut. Um Gewinner zu erwirtschaften muss es einer kranken Person mehr Geld abknöpfen, als die Behandlung kostet. Das finde ich per se schon moralisch äußerst bedenklich.
    Dazu kommt dann, dass die Mehrkosten von der Gemeinschaft der Versicherten getragen werden

    @Mike_G_Hyrm @Nephele @Saupreiss @realn2s @Perowinger94 alles kostet, nichts ist kostenlos!

    • Nur oft müssen halt Entscheidungen getroffen werden wo was investiert wird.
      • Und der #Autozentrismus der letzten 70+ Jahre ist halt weder nachhaltig noch mit Staats- und Klimazielen vereinbar!

    Daher ist es umso wichtiger die richtigen incentives zu setzen.

    • So wie #Japan, wobei dort #Auto-Besitz und -Fahren generell abseits vom Land extrem teuer und unflexibel ist.

    @kkarhan
    Ich denke auch, dass wir von anderen Ländern viel lernen können. Leider ist kein politischer und grossgesellschaftlicher Wille erkennbar, etwas grundlegend zu verändern. Und doch ist es schön, auch wenn Unterschiede da sind (und auch das ist toll), dass hier coole Leuchttürme auftauchen (: Vielleicht gibt es auch mehr als ich denke (:

    @Nephele @Saupreiss @realn2s @Perowinger94

    @Saupreiss @Nephele @realn2s @Mike_G_Hyrm @Perowinger94 jain.

    Wir paywallen ja auch nicht den primären Bildungsweg nur weil ein Großteil jener die Bundes-NCs schaffen aus privilegiertem & reichem Hause sind.

    Luxembourg kriegt das ja auch hin mit kosten- und fahrscheinlosem ÖPV hin…

    @kkarhan @Saupreiss @realn2s @Mike_G_Hyrm @Perowinger94 semesterbeitrag? Schon mal gehört?

    Abgesehen davon ist Bildung grundsätzlich andere Dienstleistung als Mobilität. Mobilität ist ein erneuerbares Bedürfnis, Bildung dagegen begrenzt.

    @Nephele @Saupreiss @realn2s @Mike_G_Hyrm @Perowinger94 ja, aber nach der Logik sind Schülertickets und Arbeitshefte auch paywalled…
    @kkarhan @Saupreiss @realn2s @Mike_G_Hyrm @Perowinger94 schon. Fände ich zb. Deutlich sinnvoller gratis zu machen als Fernverkehr.

    @Nephele @Saupreiss @realn2s @Mike_G_Hyrm @Perowinger94 duchaus, ändert aber nix daran.

    Leute verbringen auch nicht ganze Wochenenden und Ferien in öffentlichen Parkanlagen...

    @Saupreiss @Nephele @kkarhan @Mike_G_Hyrm @Perowinger94

    Und jetzt haben wir eine grundsätzliche Punkt an den wir anderer Meinung sind

    Habe ich hier auch schon beschrieben
    https://infosec.exchange/@realn2s/116192306447639069

    "Was nichts kostet ist nichts wert" ist der Grundmythos des Kapitalismus.
    Um das durchzusetzen muss alles einen Preis haben und alles jemanden gehören.
    Man muss also alles privatisieren will sich sonst ja niemand kümmert. ...

    Das ist Quatsch und Robert der Gründe wieso wir vor der Klimakatastrophe stehen.

    "Ich habe dafür bezahlt" führt wieder über wieder dazu dass jetzt auch das maximale rausgeholt wird.
    Egal was es für andere bedeutet oder was es für Folgen hat.

    Die Idee des "Eigentums" ist erst spät entstanden. Davor hattest du eher so was wie Nutzungsrechte die dir der Staat (in Eiche Form sich immer) gewährt hat
    Menschen haben 100 tausenden Jahr ohne ohne Eigentum und ohne Geld überlebt und tun es immer noch.

    Ich halte es für extrem wichtig solche Grundannahmen hinterfragen und nicht einfach als wahre annehmen will wie das schon "immer" gemacht haben

    Claudius Link (@[email protected])

    @[email protected] @[email protected] @[email protected] @[email protected] @[email protected] Noch Mal eine Ergänzung Die Aussage "was nicht kostet ist nichts wert" ist meiner Meinung nach eine Binsenweisheit, die viel zu selten hinterfragt wird. In gewisser Hinsicht ist sie ja ein Spezialfall der Tragik der Allmende (Tragedy of the Commons) Und die ist kein "Naturgesetz" sondern ist eher ein Gedankenspiel https://aeon.co/essays/the-tragedy-of-the-commons-is-a-false-and-dangerous-myth

    Infosec Exchange