So beeindruckend! Gestern wurde in Helsinki einfach die längste autofreie Brücke der Welt und gleichzeitig die längste Brücke Finnlands eröffnet und das früher als geplant. Auf 1,2 Km verbindet die Kruunuvuorensilta das Zentrum mit den Außenbezirken und erlaubt nur Fußgänger, Fahrräder und die Tram❤️. Was für ein Meisterwerk ökologischer Stadtentwicklung🙏 Können wir uns in 🇩🇪 bitte mal von sowas inspirieren lassen?
Was ich jetzt „gelernt“ habe:
Eingriffe in den Markt sind Sozialismus, außer es geht um Spritpreise.
Dass Menschen auf dem Land das D-Ticket mitbezahlen ist ungerecht, aber das alle den Tankrabatt für Verbrenner mitbezahlen, jetzt oberste Bürgerpflicht.
Damit Geringverdiener entlastet werden, muss der Sprit für 44 Mio Verbrenner-Besitzer billiger werden.
Und 1,5 Mrd. € für ein Jahr D-Ticket sind zu viel, aber 1,6 Mrd. € für 2 Mon Tankrabatt genau die Investition, die es jetzt braucht.
Der Tankrabatt kostet für 2 Mon. 1,6 Mrd. €. Dafür, dass sich die Öl-Konzerne weiter bereichern, SUV-Fahrer besonders entlastet und fossile Kriege finanziert werden.
Das Deutschlandticket kostet für 12 Mon. 1,5 Mrd.€. Dafür, dass 14 Mio. Menschen entlastet, Stau reduziert, das Klima geschützt & fossile Unabhängigkeit gestärkt wird.
2 Monate Tankrabatt ist also teurer als 1 Jahr Deutschland- ticket. Nie wieder soll es heißen, dass für letzteres kein Geld da ist und es leider teurer werden muss!
Man stelle sich nur für einen Augenblick vor, der aktuelle Spritpreis-Fail der Bundesregierung wäre unter einem Wirtschaftsminister Robert Habeck geschehen. Springer und Co. hätten schon längst eine Kampagne epischen Ausmaßes gestartet und würde jeden Tag lautstark seinen Rücktritt fordern. Die tatsächliche Ministerin Katherina Reiche hingegen wird mit Samthandschuhen angefasst. Kein einziger Artikel, der sich kritisch mit ihrer Politik auseinandersetzt. Woran das wohl liegen könnte?🤔
Der Spiegel berichtet jetzt, dass Katherina Reiche Kernaufgaben ihres Wirtschaftsministeriums an externe Berater auslagern muss, weil es laut der offiziellen Begründung die eigenen Leute nicht können.
Ich hätte da eine Idee, wer gerade Zeit hätte, qualifiziert wäre, spontan aushelfen und im Notfall übernehmen könnte🤔
Mir geht diese Spritpreis-Paranoia so auf die Nerven. Live-Ticker, Reporter vor Ort und Live-Cams vor den Preistafeln. Wo ist die Empörung, wenn das Deutschlandticket teurer wird? Und wo ist der Krisenstab, weil das WG-Zimmer nicht mehr 300€ sondern 600€/Monat kostet? Autofahrer haben oft Alternativen, Mieter nicht. Und wenn wie jetzt dann das Tempolimit oder autofreie Sonntage abgelehnt werden, obwohl es die Preise senken würde, dann hält sich mein Mitleid ehrlich gesagt ziemlich in Grenzen.
Wer alles aus Gründen der aktuellen Ölkrise und der allgemeinen Verkehrsicherheit ein Tempolimit fordert:
- Die Internationale Energie Agentur
- Die Europäische Union
- Die Gewerkschaft der Polizei
- Die Evangelische Kirche
- Die Wirtschaftsweisen
- Die Mehrheit des ADAC
- Der deutsche Ärztetag
Oder wie es in der Union heißt: „Links grüne Ideologen gegen jeden gesunden Menschenverstand“
Yeah🚀 Mein Dokumentarfilm Cycling Cities über die schönsten Fahrradstädte Europas hat es tatsächlich in die Tagesschau geschafft. Das macht mich gerade sehr froh, weil es ein schönes und ermutigendes Zeichen dafür ist, dass die fahrradgerechte, lebenswerte Stadt immer mehr auch in den großen Medien ankommt😊 Der Film ist frei auf Youtube😊
Hier zum Beitrag:
https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-damit-freiburg-von-anderen-fahrradstaedten-lernt-radelt-filmemacher-quer-durch-europa-100.htmlDie 🇩🇪 Wirtschaft ächzt wegen der hohen Spritpreise. Nicht so die badische Brauerei Rothaus. Sie liefert seit über zwei Jahren ihr Bier mit 6 E-LKWs aus, die mit hauseigenem Solarstrom betankt werden. Seitdem haben die Trucks rund 200.000 km zurückgelegt und 100.000 Liter Diesel eingespart. Ein tolles Beispiel, das zeigt, wie auch Unternehmen sich von fossilen Diktaturen befreien, das Klima schützen und gleichzeitig bares Geld sparen können❤️💪
Krass: Nach Norwegen bricht jetzt auch der dänische Markt für unsere Vebrenner-Autos weg. Der Anteil von E-Autos bei Neuzulassungen lag bei Privatkunden bei 94,4%! Der Grund: In Dänemark gibt eine „Luxussteuer“ für Verbrenner. Diese beträgt je nach Modell 25-150% des Fahrzeugswert. Für E-Autos fällt diese Steuer weg, daher der Run.
Die Dänen schaffen es, mit Anreizen, die Menschen zu klimanfreundlichem Verhalten zu bringen. Warum muss das bei uns immer so ein völlig blöder Kulturkampf sein?