Auf dem Weg zur Fachtagung "Fahrradland Niedersachsen/Bremen 2023", u.a. mit @SheDrivesMobility.
Ich hoffe, wir sind dort auf der Höhe der Zeit.
Auf dem Weg zur Fachtagung "Fahrradland Niedersachsen/Bremen 2023", u.a. mit @SheDrivesMobility.
Ich hoffe, wir sind dort auf der Höhe der Zeit.
Alle Radfahrenden Niedersachsens haben sich eingefunden. Freue mich auf Input für unsere Studierenden.
Ist noch jemand vor Ort? Gerne die grell-gelbe Jacke ansprechen
Spannende Exkursionen zur Eröffnung. Als Bauliche Aspekte wurden vorgestellt
- eine LSA-beeinflussende Fahrradzählsäule mit Geschwindigkeitsempfehlung für Radfahrende zur Minimierung der Wartezeit,
- die Umsetzung einer #Fahrradstraße, anhand derer in der Gruppe eine Fachdiskussion um verwaltungstechnische Lösungen und Hindernisse entbrannte
- erstellen eines Schildkatasters auf #OpenSource-Basis mit #QGIS
Gleich dann Vorträge
#Positivbeispiel #Nordhorn
Durch gewollte radfreundliche #Stadtplanung hat der #Radverkehr am Modal Split einen Anteil von 40 % - Stand 2017!
Leitmotto: "Radfahren muss Spaß machen!"
@PalmAndNeedle
Daraus wird aber klar, dass es aufgrund des geringeren Aufkommens im ländlichen Raum schwieriger einen hohen ÖPNV-Anteil zu erreichen, ohne dass die Kosten explodieren. Hier ist das Fahrrad wichtig, um die kurzen Wege autofrei gestalten zu können.
In dichter Besiedelung resultiert der hohe ÖPNV-Anteil u.a. dadurch, dass auch kurze Wege bequem mit den Öffis zurück gelegt werden können.
@PalmAndNeedle
Die Messgröße ÖPNV-Anteil ist m.E. zu erhöhen auf Wegen ab 5 km, hier befinden wir uns in der Konkurrenz zum MIV.
In der Kategorie bis 5 km ist das Fahrrad die zu steigernde Zielgröße im Modal Split.
Problem ist: wir haben dazu keine Daten, die öffentlich und einfach verfügbar sind. Eine Auswertung der Mobilfunkdaten und öffentliche Verfügbarkeit der aggregierten Ergebnisse wäre hier wünschenswert.
@bahnkundenv @SheDrivesMobility
@PalmAndNeedle
Bezogen auf Nordhorn wäre die Aussage 2% ÖPNV also wenig erhellend.
Haben wir 2% im Bereich < 5 km? Oder haben wir 2% im Bereich > 5 km? Und wie schaut parallel der Rad- und MIV-Anteil aus?
Fakt ist: ca. 50% der Wege sind unter 5 km. Hier ist ein großer Hebel, um mit relativ geringem Aufwand in der Mobilitätswende erfolge zu erzielen, indem Rad fahren einfach wird und Spaß macht.
@bahnkundenv @SheDrivesMobility
@bahnkundenv @ehrba @PalmAndNeedle @SheDrivesMobility
"Die Kosten explodieren, weil insbesondere #Bahn strecken u Verkehr absichtlich schlecht gerechnet und dem System Eisenbahn Kosten aufgebürdet werden, die eigentlich zur Straße gehören (bei Bedarf gerne mehr hierzu)."
ich würde diesen Bedarf mal anmelden, das scheint was zu sein, das mir bisher nicht bewusst war
@sferics
Absolut!
Die Planungsstellen im ÖPNV und der Stadtplanung müssen eine Mobilität planen, die ohne eigenes Auto funktioniert - wenn sie die Mobilitätswende wollen.
Und es hat niemand gesagt, dass es leicht wird.
@PalmAndNeedle @bahnkundenv @SheDrivesMobility
@ehrba @sferics @bahnkundenv @SheDrivesMobility
Und da liegt meiner Ansicht nach der Hase im Pfeffer. Verkehr kann man planen. Mobilität nicht.
Damit Mobilitätswende funktioniert müssen wir raus aus der produktiv zentrieren Planwirtschaft, und hin zu flexibleren Systemen die da hin fahren wo die Menschen heute hin wollen. Nicht da wo vor zehn Jahren eine wir auch immer geartete Systematik prognostiziert hat dass sie hin wollen.
@ehrba @sferics @bahnkundenv @SheDrivesMobility Mit Echtzeitinformationen, Apps, Digitalen Fahrtanzeigern, und Mobilfunk, wer braucht da noch starre taktfahrpläne? Die Menschen die Fahrpläne planen, Tarife aushandeln, und sich am Ende darüber streiten wer von dem zu wenigen Geld wieviel bekommt.
Nicht die, für die die "Angebote" gemacht sind.
@bahnkundenv
Um fundierte Aussagen zu erhalten, müssten die Daten der Funklochkarte (https://breitbandmessung.de/gigabitgrundbuch/funkloch) mit der Schieneninfrastruktur verschnitten werden - evtl gibt es das auch schon.
Bei einer grundsätzlichen Abdeckung von >95% ist es unwahrscheinlich, dass "viele Regionen mit gar keiner Abdeckung" existieren.

@bahnkundenv @ehrba @sferics @SheDrivesMobility
#Verkehrswende ist eine andere Antwort auf die gleiche alte Frage: wie kommen die Menschen ans Ziel. #Mobilitätswende bringt die Ziele zum Menschen. Flexibel, bedarfsgerecht, chaotisch, nicht im starren Takt und sternförmigen Netzen, mit einheitlichen #Gefäßgrößen. Goddess wie ich dieses Wort hasse. Planerdeutsch ist so grauenvoll.
@bahnkundenv @ehrba @sferics @SheDrivesMobility Denn der Wechsel zu humaner Alltagsmobilität - Fuß, Fahrrad - funktioniert nur wenn die Geschwindigkeit im System sinkt. Und das geht nur wenn die zurückgelegten Entfernungen sinken. Denn Zeit ist konstant.
Es gibt keine #Zeitersparniss. Alles was leistungsfähigere Verkehrsinfrastruktur schafft ist Zersiedelung. Längere Pendelstrecken.
Deswegen kann #Wissing auch eigentlich gar nichts richtig machen, selbst wenn er wollte.
@reinhahn @bahnkundenv @ehrba @sferics @SheDrivesMobility und genau taugt mir das framing eben nicht. Mehr Mobilität mit kürzeren Strecken, die #15MinutenStadt, das Dorf in der Stadt, das ist positiv und für alle als Gewinn verständlich.
Verkehrsvermeidung ist Verzicht, der erhobene Zeigefinger, bröseliges Vollkornbrot, unsexy.
@PalmAndNeedle @reinhahn @ehrba @sferics @SheDrivesMobility Was ist denn "mehr" Mobilität für Dich? Mehr Qualität (kürzere Wege bedeuten ja auch mehr eigenverfügbare Zeit)? Nur Verkehrsvermeidung führt zur sofortigen Abnahme von CO2. Zur Verkehrsvermeidung zählen wir auch kürzere Wege.
P.S.: Was ist so schlimm an Verzicht?
@reinhahn @bahnkundenv @ehrba @sferics @SheDrivesMobility @ckemfert
Umsatz im Jahr über den Daumen
Mercedes Benz 200 Mrd
Siemens Mobility 9 Mrd
Mercedes hat 22 Mal soviel Umsatz wie einer der größten Schienenfahrzeughersteller der Welt, MIV hat 15 Mal soviel Anteil am Modal Split im Personenverkehr in #Deutschland. Mit Auto ist, genau weil es das ineffizienteste Verkehrsmittel ist (Mobilität pro ressourcen) das meiste Geld umzusetzen. So ist zumindest meine These.
@reinhahn @bahnkundenv @ehrba @sferics @SheDrivesMobility @ckemfert Und wenn du die extreme Spanne aufmachst: es gibt keine Branche die pro Personenkilometer mehr verdient als die Raumfahrt. Und kein Verkehrsmittel das mehr Ressourcen verbraucht als Rakete.
Am anderen Ende: an Fußverkehr verdienen... Die Schuhhersteller?
@bahnkundenv @sferics @PaRADikaldies @PalmAndNeedle @SheDrivesMobility
Zum Ausklingen des Tages danke ich für den regen Austausch und schließe in Anlehnung an Enrique Peñalosa (Bürgermeister von Bogotá):
A advanced city is not a place where the poor have cars. It's where the rich use their bike.
Edit: danke für den Hinweis auf scheinbar irrtümliche und nun korrigierte Zuweisung des Zitates.
https://kottke.org/21/11/where-the-rich-use-public-transportation