Nyanaponika
„Liebe, die nicht besitzen will, weil sie weiß, dass es in Wirklichkeit keinen Besitz und keinen Besitzer gibt, das ist die höchste Liebe. Liebe, die nicht `ich` sagt, weil sie das `ich` als Täuschung weiß. Liebe, die nicht sondert, wählt und ausschließt, wohl wissend, dass sie damit nur ihren Gegensatz erzeugt: Missgunst, Abneigung, Widerwillen und Hass.
Liebe, die alle Lebewesen, alle Wesen umfasst, wohl wissend, dass sie alle unsere Weggefährten sind auf der Weltwanderschaft, Genossen unseres Leidens. Gemeinsames Erleiden ist ein starkes Band unter den Wesen. Liebe – doch nicht jene verzehrende, brennende Glut der Sinne, die mehr Wunden zufügt als heilt; die jetzt aufflackert, im nächsten Augenblick verlischt und nur umso stärkere Kälte zurücklässt. – Belebende Wärme dem, den die Kälte der Verlassenheit angerührt hat, der im Frost einer lieblosen Welt erzittert, dessen Herz leer geworden ist über Hilferuf und Verzweiflung“.
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