Pen&Paper „Vorsätze“ für das kommende Jahr… ich mag den Begriff nicht: „Wünsche“ ist schöner. Also:
- Online: #RuneQuest, #HyperboreaRPG und #SwordsAndWizardry weiterspielen
Die #WorldsWithoutNumbers und #Pathfinder will ich gut abschließen.
- Offline: Ich habe eine toll funktionierende #SwordsoftheSerpentine Tischrunde zu haben, die sogar regelmäßig stattfindet. Mehr davon.
- mehr #Talislanta, eh @nisjasper
?
- Endlich Wieder selber leiten, gern #mythicbastionland
- Kram schreiben
Gute Vorsätze oder einfach nur Wünsche fürs #pnp #ttrpg nächstes Jahr:
Habe einen Open Table für #stonehelldungeon gestartet und hoffe, der tuckert einfach entspannt weiter.
Bei #valravn wäre ich gern öfter dabei. #ardenvul war große Klasse, und das Tal der Thani gibt's ja auch noch.
Ansonsten reizt mich mal wieder #talislanta, da kann ich auch die famose #dcc #DyingEarth -Box reinpacken.
Ganz famos wäre piu-piu #spaceopera, so Richtung #starwars meets Becky Chambers. #starswithoutnumber
Ahem...*taps mic*
This here be my beige.party #Introduction
I'm a Gen X (1967) American who works in security for a living. I feel fortunate to have grown up through the 70s, 80s, and the 90s. I kinda look at that as the Yahtzee! of pop culture. What a time to be a nerd!
Music defines me. I don't have just a soundtrack to my life, I have a boxed set, including rare demos and unreleased live recordings. Wanna get to know me? Hang around for my music posts.
A song that's...me?
I am ADHD, and have Dysthymia to boot. I live an unmedicated life, and am kind of a mess as a result. I'm not anti-medication, it's just that I can't seem to stay on the wagon. If you follow me, and I don't immediately follow you back, don't take it personal. I'm trying to deal with over stimulation.
Politically...jeebus. To make it easy, I'm a Democratic Socialist. Honestly, I hate trying to define myself.
What I am (consider the following "AF"): Pro-choice, Pro trans rights, as well as a firm believer that women can do whatever the blue hell they want. I'm pro-sexwork, and pro pineapple on pizza (DO NOT COME AT ME ON THAT ONE).
I DO NOT. LIKE. NAZIS.
If you are a nazi, I do not like you. My great uncle put bushels of you in the ground in WW II. Follow Hitler's example and suck on the end of a loaded Luger.
I'm religious, and by that, I shall refer to a quote attributed to Gandhi: "I consider him religious who recognizes the suffering of others." I am a bit all over the place, and do not blindly follow any specific dogma. I have my thing. It's not everybody's thing, but that's okay. Everybody else has their thing. It may not necessarily be my thing, but that's okay. Whatever your thing is, may it bring you comfort and peace of mind. Just don't be a wanker.
I am very pro Fediverse, and pro FOSS. Technology can be very cool and wondrous, if we choose to make it that way. I'm a Linux user, and have shed all but two mainstream social media platforms. I am attempting to de-google my life. I am VERY anti-AI.
Be kind. Always.
Lord, but I did ramble a one. That's ADHD for ya, folks: LOADS of bonus content!
And now, hashtags...
#Introductions #Mastodon #adhd #MentalHealth #Dysthymia #Music #FreePalestine #FuckCapitalism #FOSS #Android #GrapheneOS #FuckAI #AnarchoCooperativism #Kropotkin #KurtVonnegut #WilliamGibson #EmmaGoldman #TTRPG #StarTrek #GraphicNovels #Comics #Languages #History #Ireland #IrishHeritage #CelticLanguages #DnD2e #GURPS #Skyrim #ElderScrolls #ElderScrollsOnline #Battletech #MechWarriorOnline #CozyGaming #WilliamGibson #Linux #LinuxMint #PopOS #Ubuntu #PCGaming #Tolkien #LOTR #Film #Runequest #Talislanta #HeroSystem #ChampionsRPG #Writing #France #French #Spirituality #Religion #Agnosticism #Books #PhysicalMedia #SciFi #Fantasy
#Talislanta is seriously great. Not only does it feel like "The Star Wars cantina on a fantasy planetary scale"(@moonmoth), it was also, much like #starwarsd6, so far ahead of its time as a rules light system with a unified mechanic, that it still plays smooth and fresh today. Check out the gorgeous new Epic Edition (or find the older, largely compatible versions online) and if you, like most people, are at a loss on where to start, grab my free scenario:
http://lazermeduza.de/uncategorized/the-first-inhospitable-house-in-the-west/
Talislanta – Epic Edition (Everything Epic)
Als großer Fan der Bücher von Jack Vance, bizarrer Settings und Liebhaber einfacher Spielregeln und jemand, der sich an die Inserate in zahlreichen Wizard-Ausgaben erinnern konnte, war ich wohl Teil der Zielgruppe des Crowdfunding-Projektes für eine vollfarbige sechste Edition des unverwüstlichen Außenseitersystems beim Verlag Everything Epic. Wie in allen (!) anderen Ausgaben des Spiels hatte mit Steve Sechi der Erfinder des Systems die Fäden in der Hand, dessen Schreiben mir bisher […]
https://moonmoth.de/2025/06/09/talislanta-epic-edition-everything-epic/
Auszüge aus den Reiseberichten des berühmten Feinschmeckers, Diebs und Schwertkämpfers Sirdan von Zanth. Mehr über ihn findest Du unter Figuren. Seine Abenteuer beginnen hier.
Wie sich meine ergebene Leserinnenschaft erinnern mag, begann sich unsere Reise in eine erfreuliche Richtung zu entwickeln, vor allem nachdem wir nach dem eisigen L’Haan das noch viel kältere Narandu durchwandert hatten: Es ging in Richtung Süden! Die weiße Hexe, L’Harin, hatte von ihrem Gott Boreans die Position des havarierten Windschiffs in einer Vision erfahren und angeblich wusste sie den Weg ganz genau. Zwischen uns und unserem Ziel befanden sich zum allgemeinen Leidwesen gleich zwei hohe Gebirgszüge.
Glücklicherweise hatten wir uns im Laufe der Zeit mit den Kristallmottensammlern angefreundet – oder sie waren bestrebt, uns zum Schweigen über ihre sicherlich legalen Geschäfte zu bewegen, oder L’harin hat es ihnen befohlen – mir war das einerlei.
Wir mussten das Gebirge nicht besteigen, sondern ein enormer Wurm würde einen Tunnel für uns graben, angeleitet von seinem Führer, der das träge Tier mit einem Geschirr kontrollierte. Das Biest erzeugte knirschende Geräusche, als es sich im Schritttempo durch den Untergrund nagte. Der Gedanke daran, wie sich das an den Zähnen anfühlen musste, war mir ein wenig unbehaglich, aber am Ende war ich dankbar, nicht die landschaftlichen Reize der Berglandschaft zu genießen, sondern einen bequemen Tunnel ohne jeglichen Schneesturm zu durchschreiten. Ich habe bis heute nicht erfahren, welcher Spezies dieses Wurmwesen angehört. Es hinterließ ein geruchloses Sekret im frisch genagten Tunnel, das nach einer Stunde zu einer festen Form aushärtete. Damals habe ich nicht gefragt, was es damit auf sich hatte. Diesen Fehler hätte ich heute nicht wiederholt.
Wir machten Rast, wenn unsere Beine müde wurden, unser Zeitgefühl verlor sich in der Finsternis schnell, jedenfalls galt das für mich und die Mirin, für den Callidier und den Arianer konnte ich nichts dergleichen feststellen, aber die verschlossenen Gelehrten zu deuten fiel mir damals schwer. Der Wurm brauchte keinen Schlaf, sein Wärter schien sich in der Hinsicht nicht zu unterscheiden. Bei jedem Aufwachen erwartete uns ein frischer Tunnel, der uns weiter in die Finsternis führte.
Nach einer sehr, sehr, sehr langen Zeit – die aber wohl nur zwei Rasten umfasste – sahen wir endlich Tageslicht vor uns und… den nächsten Bergkamm. Wir würden ab hier auf der Oberfläche weiterwandern und verabschiedeten uns bei Wurm und Wärter. Für einen Moment konnte ich die Vorderseite des Wurms sehen und wurde seiner enormen Nagewerkzeuge gewahr, dann verschwand er wieder unter der Erdoberfläche. Der Tunnel schloss sich hinter ihm.
Die eisigen Winde schlugen mir aufs Nachdrücklichste ins Gesicht, wie um die letzten Tage ohne Frieren wiedergutzumachen. Ich schauderte.
L’harin konnte uns den Weg weisen, sie war allerdings ganz und gar nicht bereit, sicherere Routen abweichend von der ihres Gottes zuzulassen. Mit ihr Diskussionen über die Genauigkeit von Boreans Visionen zu führen hatte sich in der Vergangenheit als frustrierend fruchtlos erwiesen. Für mich waren das wohlwollende Vorschläge, aber um ehrlich zu sein, sind wir es in Zanth nicht gewohnt, dass die 10000 uns Eingebungen liefern. Da ein paar von uns nicht trittsicher waren wie Merin oder ich, seilten wir einander an.
Im Laufe der Wanderung kamen wir überein, dass jemand vorab die Strecke auskundschaften sollte und am Besten konnte das unser Kundschafter Merin tun, oder? Oh, ich ahnte ja nicht wie gut er geeignet war! Er warf L’amer einen Blick zu und danach seine Kleidung, was mich durchaus ein wenig überraschte. Er verschwand um die nächste Wegbiegung und L’amer gebot uns zu warten. Nicht lange darauf lief ein kleiner, struppiger Wolf auf uns zu und ließ sich von L’amer das zottige Fell kraulen. Ein Blick genügte: Das war Merin und eindeutig war L’amer nicht vom Blut her seine große Schwester, sondern ihre Zuneigung war anderer Natur. Ich lernte später, dass er ein Manra aus den Dschungeln von Chana war, weit weg von seiner Heimat. Ein Gestaltwandler. Seine wahre Gestalt lernte ich erst viel später kennen, aber ich wusste schon jetzt, dass es einiges an Vertrauen bedeutete, uns sein Geheimnis zu offenbaren. Seine scharfen Sinne halfen uns sehr bei der Überquerung des Gebirgskamms in den folgenden kalten, aber ereignisarmen Tagen.
Eines Nachmittags kam während des Abstiegs ein Plateau in Sichtweite, das sich perfekt für das Nachtlager eignen würde. Spuren früherer Feuerstellen waren von Weitem zu sehen und im Fels ein dunkler Höhleneingang.
Merin-Wolf ging voran und witterte. Dann kam er zurück und stellte sich uns in den Weg, winselnd. Später berichtete er uns, dass er einen starken Raubtiergeruch gerochen habe und dann war da noch ein unbestimmtes, aber dafür um so stärkeres unwohles Gefühl.
L’harin weigerte sich standhaft, einen anderen Weg zu wählen. Wir bissen die Zähne zusammen, verfluchten den Starrsinn der Hexe, zogen die Waffen und wagten uns vor. Nichts fiel uns aus dem Schatten heraus an, die Nackenhaare von Merin-Wolf stellten sich dennoch auf. Dann hörten wir die Stimme aus der Finsternis, leise und triefend vor öliger Niedertracht.
„Nahrung!“ wisperte die Stimme.
Wir konnten unseren Gegenüber nicht genau erkennen, da war nachtschwarz glänzende glatte Haut, die sich über sehnige Muskeln spannte und Maul voller rasiermesserscharfer Zähne, von denen schleimiger Speichel troff. Augen fand ich keine, aber es konnte uns nur zu gut sehen. Ich spürte, wie es uns zu mustern schien.
„Wartet, bis es dunkel ist. Dann werde ich euch holen.“
Es folgte ein Geräusch wie zischendes Lachen, dann verschwand es im Tunnel.
Damit verschwand das Wesen im Dunkel. Die anderen hielten mich zurück, als ich gleich nachsetzen wollte. Calidus verriet, dass die Tunnelsysteme unter diesen Bergen sehr tief sein sollen, aber er wusste auch, dass das Wesen ein Einzelgänger sein sollte oder höchstens in kleine Gruppen auftrat. Es war ein Malathrope, eine künstliche Art gezüchtet zur Jagd. Ihr Speichel war giftig und versetzte ihre Opfer in unbändige Furcht.
Gegen meinen Willen entschied sich die Gruppe hier das Lager aufzuschlagen und das Feuer vor dem Höhleneingang zu entfachen. Ich wusste, dass es andere Ausgänge geben musste, aber auf mehr ließen sie sich nicht ein. Wenn niemand Schlaf riskieren konnte, dann hätten wir auch die Nacht durchmarschieren können, wenn ihr mich fragt.
Der Angriff kam von oben.
Merin-Wolf versuchte auszuweichen, aber der Malathrope stürzte sich gefeirnd auf ihn und verbiss sich in seine Schulter. Merin schrie panisch auf, erstarrt vor Angst, aber er alarmierte auf diese Weise den Rest und wir stellten uns der Jägerzüchtung. Das Wesen war gewandt und äußerst schnell, und selbst ich steckte einige Kratzer ein, aber ich schaffte es, dem gefährlicheren Biss zu entgehen. L’Harin versuchte ihre Magie einzusetzen, aber ein Zauber blieb ohne Wirkung und als sie ihre Lichtlanze versuchen wollte, verschwand sie in einem Lichtblitz. Es blieb nichts von ihr zurück. Ich unterdrückte ein paar ausgesuchte Flüche.
Die Tapferkeit der Alchimistin werde ich niemals in Zweifel ziehen, aber L’amer war ohne ihre Pulver und Mittelchen glücklos im Kampf und schaffe es beinahe, ihren Speer in den Abgrund fallen zu lassen.
Ohne Calidus und Tharlin wären wir verloren gewesen, daran kann es keine Zweifel geben. Der eine zeichnete mit den Fingern Schutzrunen auf unsere Kleidung, der andere schien dem Malathrope unsichtbare Schläge zu versetzen. Wir ließen eine Menge Blut auf dem Plateau, aber am Ende fand ich die entscheidende Lücke in der Ausweichmanövern unseres Gegners und stieß im die schlanke Klinge direkt in den Schlund. Mit einem Laut wie einem verächtlichen Lachen starb die Kreatur auf meinem Schwert.
Mit einem Blitz erschien L’Harin dort, wo sie wenige Augenblicke zuvor verschwunden war. Sie schien peinlich berührt und wir vermieden tunlich, auf mögliche Fehlbarkeiten der stolzen Hexe anzuspielen.
Wir hatten genug mit unseren Wunden zu tun und verloren nicht mehr viele Worte, bevor wir uns zur Nacht legten.
Tief unter uns sahen wir eine dichte Nebeldecke, der Schnee machte nacktem grauen Fels Platz, auf dem nicht mehr als Flechten und Moose wuchsen.
Das waren die Schattenlande. Ein Reich von Teufeln und Dämonen – „und Schlimmerem“, ergänzte Calidus, der uns dringend riet, hier nicht lange zu verweilen.
Unter dem Nebel machten die Schattenlande ihrem Namen alle Ehre. Wir wurden nach nur wenigen Stunden Zeugen eines rätselhaften Rituals in einem Steinkreis. Unsere Gelehrten schienen überzeugt, dass an diesem Ort Blutopfer stattgefunden hatten, aber mehr konnten sie nicht erklären.
Dies war ein übler Ort.
→ Fortsetzung folgt
#pnpDE #Talislanta
Auszüge aus den Reiseberichten des berühmten Feinschmeckers, Diebs und Schwertkämpfers Sirdan von Zanth. Mehr über ihn findest Du unter Figuren. Seine Abenteuer beginnen hier.
Ich kam nicht umhin, unser Scheitern anzuerkennen: Wir konnten das Leben des verlorenen Arianers nicht retten. Ich lernte seinen Namen erst später: Semir. Zudem waren die gesuchten blauen Diamanten offensichtlich nicht mehr hier: Spuren eines Schlittens führten in den Süden.
Ich lernte L’Amer, warum diese blauen Diamanten derart wichtig für Mirin wie sie waren: Sie kommen exklusiv in L’Haan vor und aus ihnen kann von Alchimistinnen wie L’Amer Adamantium hergestellt werden – und Waffen aus Adamantium schneiden durch die Panzerung von Eisriesen wie ein heißes Messer durch Butter. Ohne Adamantiumwaffen wäre das Reich den Eisriesen ausgeliefert, was ich verstand, der Wert der Diamanten für ihr Volk war offensichtlich. Dass mir die Mirin keine dieser Waffen als Dank für meine Dienste und meine angenehme Gesellschaft anboten, fand ich durchaus weniger nachvollziehbar, aber ich wollte es an dieser Stelle nicht ansprechen. Ein Schlitten blauer Diamanten war für Ausländer viele Vermögen wert, aber für die Mirin bedeuteten sie ihr Überleben.
Der verbliebene Arianer, Tharlin – unser Auftraggeber – war in tiefer Trauer und ich versuchte mich erneut darin, Worte des Mitgefühls zu finden, nicht ohne Hintergedanken: Ich hatte mich daran erinnert, dass die Arianer in ihren Themar Erinnerungen aufbewahren konnten und wollte herausfinden, ob er das Ziel von Semirs eigener Reise aus dessen verbliebenen Erinnerungen herausfinden konnte. Ich war mir halb bewusst, dass ein solches Unterfangen nicht ohne Schmerz unternommen werden konnte, ich war aber nicht auf die Pein in seinem Gesicht vorbereitet, als er sich auf Semira Themar konzentrierte. Er erklärte mir später, dass er zuerst die letzten Momente seines Bruders durchleben musste, um ein paar von dessen früheren Erinnerungen zu erfahren. Als ich diese Zeilen zu Papier bringe, lässt mich der Gedanke an Tharlins Gesichtsausdruck noch schaudern. Die Wege der Arianer sind fremd, aber ihre Gefühle sind nicht anders als unsere, ebenso wie lediglich die blaue Haut der Mirin kalt ist, aber nicht ihre Herzen.
Das war die Erinnerung, die Tharlin uns berichte: Er konnte sehen, wie Semir sich die Unterstützung des Sprachgelehrten Kalidus heranzog und sich nach langem Studium alter Schriften gemeinsam mit ihm auf die Suche nach einer vergessenen Stadt nördlich von hier machte, die von Eisriesen überrannt worden war und unter einer dicken Schicht aus Eis überzogen war. Was exakt Semir dort suchte, konnte Tharlin uns nicht sagen. Wie du als begeisterte Leserin oder möglicherweise Leser meiner Abenteuer wohl verstehen kannst, war ich hingerissen: Eine vergessene Stadt, unerhörte Geheimnisse, Abenteuer! M’erin war ebenso begeistert wie ich und vergass beinahe seine Aufgabe, die verlorenen Diamanten zurückzubringen, aber die Alchemistin an seiner Seite konnte ihn dann noch überzeugen, zuerst seine Arbeit zu erledigen. Wir beschlossen alle, L’Amer und ihn zu begleiten, der Kallidier Calidus entschied sich ebenfalls, mit uns zu kommen.
Es war kalt und wurde kälter, als wir weiter westlich nach Narandu vordrangen, der Heimat der schrecklichen Eisriesen. Die Geschichten über riesige Ogrifanten, die in hier in kurzer Zeit starr gefroren waren – ich hatte keinerlei Zweifel an ihrem Wahrheitsgehalt und beglückwünschte mich täglich neu für meine teure Winterkleidung.
Der Kallidier litt ebenso wie ich unter der bitteren Kälte, aber sobald wir das Nachtlager vorbereiteten, zeichnete er ein magisches Zeichen in die Luft und für uns alle wurde es angenehm warm. Das waren die ersten Nächte, in denen ich ohne zu frieren einschlafen konnte und ich bin ihm bis heute dankbar. Die Mirin betrachteten den Zauber als sinnlose Verschwendung von Wärme, was ich gern in Kauf nahm. Dass die Wärme Eisriesen anlocken könnte, liess mich nachdenklicher zurück.
Im Laufe unseres zweiten Tages kamen wir an einen Abgrund von sicher 15 bis 20 Schritten tiefe, über den eine Brücke aus reinem Eis führte. L’harin sagte, dass dies das Werk von Magie sein musste. Merin schaute mich lange an und sagte: „Du möchtest, dass ich vorgehe.“ und ging wie angeboten voran. Die Brücke erwies sich als stabil, aber ein gutes Gefühl hatte ich nicht.
In der Ferne sahen wir ein eisige Windhose, die wie in eine weiße Säule in den Himmel ragt. Zu unserem Glück waren wir in sicherer Entfernung, aber ich konnte die noch tiefere Kälte aus Richtung des Tornados deutlich spüren.
In der nächten Nacht bemerkte L’Amer auf ihrer Wache Lichter wie Feuer, nicht weit entfernt. Sie weckte uns nacheinander und wir beratschlagten, was zu tun sei. Calidus gab zu bedenken, dass es sich um Illusionen handeln könne, die uns in eine Falle locken konnten, aber am Ende siegte unsere Neugierde und wir näherten uns später, bei besserer Sicht vorsichtig den Lichtern. Wir kamen an eine kleine Senke, in der jemand Eislilien angebaut hatte – und darüber schwebten funkelnde, leuchtende Juwelen: Kristallmotten. Es war einer der schönsten Anblicke seit langem.
Merin fing eines der Tiere in einer hohlen Hand und seine Gefährtin L’Amer erklärte, dass die Flügel dieser filigranen Wesen tatsächlich aus Kristall bestanden, aus denen man ein Pulver herstellen konnte – eine kostbare Zutat für alchemistische Mixturen. Sie verzichtete darauf, zuzugreifen, denn das Feld war von jemandem angelegt worden und wir wollten keinen weiteren Ärger.
Wir folgten weiter den Schlittenspuren. Mir fiel auf, dass wir zwar Spuren des Schlittens und des Zugtiers sehen konnten – besser gesagt, Merin konnte ihnen folgen – aber es gab weder Fußabdrücke des Fahrers noch irgendwelche andern Anzeichen dafür, dass dieser jemand den Boden berührte, um Rast zu halten. Der Schlitten schien Tag und Nacht gefahren zu sein. Nach einigen Stunden hörten die Schlittenspuren einfach auf, nur die Hufe des Zugtiers verloren sich im Schnee. Es war wohl freigelassen worden, mutmasste Merin.
Aber der Schlitten und sein Führer? Keine Spur.
Wir waren erneut gescheitert. Langsam gewöhnte ich mich daran. Wir fassten den Entschluss, die Besitzer des Kristallmottenfeldes zu finden und zu befragen, anstelle einfach mit leeren Händen zurückzukehren.
Die Mottenernter waren erstaunlich gastfreundlich, wenngleich ihr erstaunlich ausgedehntes unterirdisches Lager mich mit seinen fast luxuriösen Annehmlichkeiten und beachtlichen Ausmaßen misstrauisch machte. Wir genossen ein hervorragendes warmes Mahl aus Pilzsuppe und einem Getränk aus fermentierter Milch – ich hätte hier nur zu gern die Namen des Vorstehers und seines ausländischen Kochs genannt, aber sie baten mich um Verschwiegenheit: Ihre Handelsware war zu kostbar und sie arbeiteten im Geheimen.
Ein bunt beflaggtes Windschiff hatte vor guten 10 Tagen über einer Stelle in der Nähe gekreist, als ob es gewartet hätte. Das passte genau mit dem Alter der Schlittenspuren zusammen! Die blauen Diamanten hatten sich zwar nicht in Luft aufgelöst, aber sie waren in der Tat auf dem Luftweg verschwunden. Schnell war uns klar, dass es sich um ein faradisches Windschiff handeln musste, dass die Diamanten ins Ausland bringen sollte. Keine Chance, dass wir ihm folgen konnten.
Wir genossen eine komfortable Nacht und am kommenden Morgen machten wir uns daran, unverrichteter Dinge die Rückreise anzutreten. Aber da erhob L’harin ihre Stimme. Sie hatte in der Nacht ihren Gott Boreans unter den Sternenhimmel um Rat angerufen und sie beschrieb, wie ihr Geist über das Land und das schroffe Kristallgebirge gereist sei, dass das Land unter ihr erst öde und wüst und dann grün geworden sei, dann habe sie den Absturz des Windschiffs gesehen. Schnell waren wir uns einig, dass sie die Pestlande und die Kharakan Ödlande, auch die Ruinen der Stadt Kharakhan und dann die Ebenen von Golarin beschrieb. Gebiete die ich auf meinen Reisen gesehen hatte.
Die Hexe bestand darauf, dass sie das Schiff finden würde. „Na großartig!“,dachte ich – und „jetzt rennen wir zum zweiten Mal jemandem hinterher, der einfach so ein Gefühl hat.“
Natürlich kam es so. L’Amer gaben den Kristallsammlern eine Nachricht an ihre Vorgesetzten mit, die von einem Boten zum Brückenkopf und von dort nach Myr gelangen würde.
Unsere Reise war noch lange nicht an ihrem Ende. Aber ich hatte die Hoffnung, dass wir bald wärmere Gefilde besuchen würden!
#pnpDE #Talislanta
Moonmoth: Schamlose Eigenwerbung oder: Ein paar Updates
Ein paar Sachen sind in letzter Zeit passiert, die keinen eigenen Eintrag rechtfertigen, aber nicht unter den virtuellen Tisch fallen sollen. Hier:
Was die Mondmotte sah (…war eine Menge!)
Mein kleines Nebenprojekt um subjektive Spielberichte aus meinen eigenen Runden ist in Letzter Zeit deutlich gewachsen. Das gab es in letzter Zeitr an schludrig bis nicht lektorierten Schundgeschichten mit den folgenden Hauptfiguren:
Was die Mondmotte sah betrachte ich als meine Serie von pulpigen Groschenromanen.
Con Matters 2025
In Gelsenkirchen fand die offiziell erste Haus-Convention von System Matters statt und ich war dabei – falls ich euch übersehen haben sollte, stand das bestimmt mit meiner Brillenproblematik in Zusammenhang – ich konnte nicht weit sehen und dann unscharf. (Vermutlich sah ich auch entsprechend verpeilt aus). Auf jeden Fall hatte ich eine Menge Spaß und bei der nächsten Gelegenheit werde ich weder meine Pizzabestellung noch meine gute Brille vergessen.
Und sonst so?
Vielen Dank, dass ihr mir treu geblieben seid!
#Pnpde #Internes #Rollenspiel #RuneQuest #swordsandwizardry #Talislanta
Schamlose Eigenwerbung oder: Ein paar Updates
Ein paar Sachen sind in letzter Zeit passiert, die keinen eigenen Eintrag rechtfertigen, aber nicht unter den virtuellen Tisch fallen sollen. Hier:
Was die Mondmotte sah (…war eine Menge!)
Mein kleines Nebenprojekt um subjektive Spielberichte aus meinen eigenen Runden ist in letzter Zeit deutlich gewachsen. Das gab in der jüngsten Vergangenheit an schludrig bis nicht lektorierten Schundgeschichten mit folgenden Hauptfiguren:
Was die Mondmotte sah betrachte ich als meine Serie von pulpigen Groschenromanen.
Con Matters 2025
In Gelsenkirchen fand die offiziell erste Haus-Convention von System Matters statt und ich war dabei - falls ich euch übersehen haben sollte, stand das bestimmt mit meiner Brillenproblematik in Zusammenhang - ich konnte nicht weit sehen und dann unscharf. (Vermutlich sah ich auch entsprechend verpeilt aus). Auf jeden Fall hatte ich eine Menge Spaß und bei der nächsten Gelegenheit werde ich weder meine Pizzabestellung noch meine gute Brille vergessen.
Und sonst so?
Vielen Dank, dass ihr mir treu geblieben seid!