https://idll.htwk-leipzig.de/was-war-was-kommt/lunch-listen/lunch-listen-2026-clever-recherchieren
KI-gestützte #Literaturrecherche in der #Romanistik – ein Erfahrungsbericht.
#Ki -gestützt erfordern wiss. Recherchen nicht weniger Kompetenzen, aber zum Teil andere.
Ein Gastbeitrag von Ursula Winter (Romanistin & Bibliothekarin an der UB Marburg) im Romanistik-Blog: https://blog.fid-romanistik.de/?p=8759
OpenAlex 2026: Was die neuen Entwicklungen für uns als Bibliothek bedeuten
2021 wurde bekannt gegeben, dass der Microsoft Academic Graph nicht mehr weiterentwickelt wird.
OpenAlex trat an, die Lücke zu füllen, und entwickelte sich im Laufe der letzten Jahre zu einer ernstzunehmenden Alternative zu Zitationsdatenbanken wie Dimensions, Scopus oder Web of Science (siehe auch diesen früheren Blogbeitrag).
Auch in den letzten Monaten hat sich OpenAlex deutlich weiterentwickelt: neue technische Grundlagen, ein erweiterter Datenbestand, verbesserte Suchfunktionen und ein neues Nutzungsmodell. Für uns als Deutsche Zentralbibliothek für Technik und Naturwissenschaften sowie als Universitätsbibliothek sind das keine abstrakten Neuigkeiten – wir sind seit Sommer 2025 Mitglied bei OpenAlex (siehe Supporting Members hier) und gestalten aktiv mit, wie diese Infrastruktur für Forschung und Lehre genutzt werden kann.
Was OpenAlex heute kann – und warum das für uns relevant ist
OpenAlex verbindet Publikationen, Autor:innen, Institutionen, Fördermittel und Konzepte in einem offenen Forschungsgraphen. Der Datenbestand ist in letzter Zeit stark gewachsen auf eine Größe von aktuell etwa 450 Millionen Werken und deckt neben klassischen Verlagspublikationen zunehmend auch Preprints, Repositorieninhalte und graue Literatur ab. Für uns bedeutet das: Wir können die Publikationslandschaft unserer Universität – einschließlich des Open-Access-Outputs – besser im globalen Kontext verfolgen und sichtbar machen.
Verbesserte Suche: neue Möglichkeiten für Forschende und Studierende
Die Suchfunktion von OpenAlex wurde deutlich ausgebaut. Präzisere Schlagwortsuche, bessere Verarbeitung langer Suchstrings und erste semantische Ansätze machen die Plattform zu einem ernstzunehmenden Werkzeug – insbesondere für systematische Literaturrecherchen und thematische Explorationen. Wir begleiten diese Entwicklung aktiv: In unseren Beratungsangeboten (TIBgefragt) zeigen wir, wie OpenAlex sinnvoll neben den oben erwähnten klassischen Datenbanken eingesetzt werden kann. Interessiert? Buche gleich einen Termin bei unserer Fachreferentin hier.
Die bibliografische Datenbank OpenAlexFördermittel-Metadaten: Chancen für Reporting und Analyse
OpenAlex baut einen eigenen Datenzweig für Grants und Förderorganisationen auf. Für uns als Bibliothek eröffnet das konkrete Perspektiven: Publikationen lassen sich verlässlicher den zugehörigen Projekten zuordnen, Förderlandschaften werden transparenter. Wir prüfen derzeit, wie sich diese Daten ergänzend zu unseren CRIS- und Berichtssystemen nutzen lassen.
Affiliation Curation: Wir können aktiv mitgestalten
Besonders relevant für uns ist die geplante Affiliation Curation. OpenAlex entwickelt Werkzeuge, mit denen Institutionen ihre eigenen Zuordnungsdaten direkt pflegen können – also prüfen und korrigieren, ob Autor:innen und Publikationen korrekt mit unserer Institution verknüpft sind. Als Bibliothek, die bereits Repositorium, Publikationslisten und CRIS-Systeme betreut, sind wir gut aufgestellt, diesen Prozess zu koordinieren. Korrekte Affiliationsdaten in OpenAlex verbessern direkt die Qualität externer Analysen und Rankings, die auf diesen Daten aufbauen. Wir erwarten hier gezielte Onboarding-Angebote und freuen uns darauf, langfristig an der Datenqualität mitzuwirken
Unsere Mitgliedschaft – und was wir daraus machen
Mit der Unterzeichnung der Barcelona Declaration On Open Research Information hat die TIB erklärt, offene und nicht-kommerzielle wissenschaftliche Infrastrukturen zu fördern. Dies tun wir mit unserer Mitgliedschaft bei OpenAlex. Das neue Nutzungsmodell sieht API-Keys und nutzungsbasierte Kontingente vor; als Mitglied haben wir erweiterten Zugang und gestalten die Plattform mit. Neben der Affiliation Curation nutzen wir die Mitgliedschaft für weitere Projekte:
Unsere nächsten Schritte
Wir möchten gemeinsam mit Forschenden, Lehrenden und Data Stewards ausloten, wie OpenAlex am sinnvollsten in bestehende Workflows eingebunden werden kann – von Publikationsmonitoring und Open-Access-Berichten über Datenanreicherungen im Repositorium bis hin zu automatisierten Analysen.
Haben Sie konkrete Ideen oder Bedarfe? Sprechen Sie uns an.
Weiterführende Ressourcen zu OpenAlex
Wer die Entwicklung von OpenAlex selbst verfolgen möchte, findet hier die wichtigsten Anlaufstellen:
Internationals bei der Literatursuche unterstützen - mit dem Online-Seminar „Englisch für Schulungen und Beratungen zur Literaturrecherche in Bibliotheken“ am 22.04.2026 geht es besser!
Voraussetzung: Teilnahme am ZBIW-Seminar „Englisch in der Bibliothek – Library Vocabulary...“ oder sichere Kenntnisse des englischen Bibliotheksvokabulars (B1+).
Anmeldung bis 11.03.
#ZBIW #THKoeln #Bibliothek #Weiterbildung #Literaturrecherche #LibrarySkills #English
Ein spannender Aspekt fürs wissenschaftliche Arbeiten sind ja zurückgezogene Artikel. Wer in einer ersten Recherche etwas Interessantes gefunden hat, das dann später zurückgezogen wurde, kann das schon mal übersehen. Das Problem wird hier behandelt - mit Tool-Tipps, um solche Fehler zu vermeiden:
https://www.tub.tuhh.de/blog/2026/02/23/retraction-watch-zurueckgezogene-artikel/
#FediCampus, #WissenschaftlichesARbeiten #Literaturrecherche #Retraction
🔍 Datenbank des Monats: OpenAlex
OpenAlex umfasst aktuell mehr als 474 Mio. wissenschaftliche Werke. Komplett kostenlos und offen zugänglich. Eine perfekte Ergänzung zu etablierten Datenbanken: transparente Methodik, starker Fokus auf Offenheit, Datasets, Software und internationale Forschung inklusive.
Mehr dazu in unserem Blogbeitrag.
#DatabaseOfTheMonth #DatenbankDesMonats #OpenAlex #OpenScience #Literaturrecherche
Neuer Workshop in der UB: #Literaturrecherche mit #KI für alle Interessierten.
Donnerstag, 12.02.2026
von 14 Uhr bis 16 Uhr
3. OG im Schulungsraum der UB
Können #ChatGPT und Co optimale Suchbegriffe für die Literaturrecherche liefern und dabei auch eine Literaturliste mit der relevanten Forschung erstellen? Inklusive Praxisphasen zu Recherchestrategien und Recherche-Tools.
Anmeldungen per E-Mail:
ub-informationskompetenz@
tu-braunschweig.de
Alle Infos: https://www.tu-braunschweig.de/ub/veranstaltungen