Registrierung und Anmeldung im TIB-Portal

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie Sie sich im TIB-Portal registrieren und anmelden können. Dies ist abhängig davon, zu welcher Nutzenden-Gruppe Sie sich zuordnen, welche Dienste der TIB Sie nutzen und wie Sie auf Literatur und Fachinformationen zugreifen möchten und können.

Die TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek hat unterschiedliche Rollen und Aufgaben, von denen für die Registrierung und Anmeldung im Folgenden zwei näher betrachtet werden müssen.

TIB als Zentrale Fachbibliothek für Technik und Naturwissenschaften

Registrierung zur Nutzung des TIB-Portals und zur Nutzung der TIB-Dokumentlieferung

Als Deutsche Zentrale Fachbibliothek für Technik sowie Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik versorgt die TIB deutschlandweit Wissenschaft und Industrie mit Literatur und Fachinformationen aus ihren Fachgebieten und unterstützt Forschende in allen Phasen des wissenschaftlichen Arbeitens. Aber auch weltweit kann die überregionale Literaturversorgung genutzt werden. Zentraler Dienst ist dabei die TIB-Dokumentlieferung, die unter anderem die Lieferung von Kopien aus Veröffentlichungen, die Ausleihe und Zusendung verleihbarer Medien der TIB und den direkten Zugriff auf elektronische Volltexte über einen Einzelartikelverkauf ermöglicht. Neben diesen kostenpflichtigen Lieferwegen bietet die TIB aber auch kostenlosen Zugriff auf frei zugängliche Inhalte (unter anderem Open-Access-Inhalte) und für bestimmte Nutzenden-Gruppen (i.d.R. akademische und private Nutzende) zum Beispiel auf Inhalte von National-, Allianz- und Konsortiallizenzen, wie auch auf Inhalte der Verlage mit denen im Rahmen von DEAL Verträge abgeschlossen wurden.

Um das TIB-Portal für die Recherche und den Zugriff auf gefundene Inhalte optimal nutzen zu können, müssen Sie sich im TIB-Portal registrieren und anmelden. Damit wir Ihnen bei der Recherche im TIB-Portal an kostenpflichten Inhalten Preisinformationen anzeigen bzw. den ggf. für Sie freien Zugriff auf die genannten lizenzierten Inhalte ermöglichen können, ist bei der Registrierung die Angabe Ihres Wohnsitzlandes und Ihre Zuordnung zu einer Kundengruppe zwingend notwendig.

Bei der Zuordnung zu den Kundengruppen Mitarbeitende und Angehörige öffentlich finanzierter Einrichtungen, Studierende, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Privatpersonen sowie für Unternehmen/Selbstständige haben Sie die Wahl, ob Sie sich zunächst mit nur wenigen Informationen registrieren, oder ob Sie gleich weitere Angaben zur (optionalen) Nutzung der kostenpflichten TIB-Dokumentlieferung machen möchten. Die für eine kostenpflichte Dokumentlieferung notwendigen Angaben (Liefer- und Rechnungsadresse sowie Lieferoptionen) können Sie bei Bedarf auch später in Ihren Profileinstellungen oder im Rahmen eines Bestellprozesses im TIB-Portal ergänzen.

Nach erfolgreicher Registrierung können Sie sich im TIB-Portal mit Ihrem selbst gewählten Loginnamen oder der Ihrem Profil zugeordneten TIB-Kundennummer und Ihrem selbst gewählten Passwort im TIB-Portal anmelden.

Übrigens: auch Bibliotheken können sich im Rahmen des TIB Library Service im TIB-Portal für die Dokumentlieferung registrieren und für ihre Kund:innen Literatur bestellen. Als Vertreter:in einer Bibliothek müssen Sie bei der Registrierung alle für die Dokumentlieferung notwendigen Angaben machen.

Das Registrierungsformular für das TIB-Portal und die optionale TIB-Dokumentlieferung finden Sie über „Anmelden„.
Informationen zur TIB-Dokumentlieferung
finden Sie hier.

Im folgenden Video wird die Registrierung im TIB-Portal erklärt:

Gärtner, Xenia; Jung, Carsten; Olf, Jens: Vereinfachte Registrierung im TIB-Portal.
Technische Informationsbibliothek (TIB), 2025. https://doi.org/10.5446/72108

 

Anmeldung mit Loginnamen oder TIB-Kundennummer

Ihr Benutzungskonto und Ihre Nutzungsmöglichkeiten

Wenn Sie im TIB-Portal mit Ihrem Loginnamen oder Ihrer TIB-Kundennummer angemeldet sind, können Sie in Ihren Profileinstellungen Ihre persönlichen Daten einsehen und ergänzen sowie Ihr Passwort ändern. Sie haben die Möglichkeit, Suchanfragen in Ihrem Profil zu speichern und für diese Suchanfragen E-Mail-Alerts einzurichten. Sie können auch Treffer aus der Suche im TIB-Portal in Ihrer Merkliste speichern und Merkleisteneinträge über Themenlisten verwalten und exportieren. In der Suche im TIB-Portal erhalten Sie Preisinformationen für kostenpflichtige Inhalte.
Wenn Sie die TIB-Dokumentlieferung nutzen, können Sie Ihre Angaben zu Liefer- und Rechnungsadresse und den Lieferoptionen anpassen und Ihre Bestellungen einsehen, einzelne Bestellungen ggf. stornieren und Ihre Bestellübersicht exportieren.

TIB als Universitätsbibliothek

Registrierung zur Nutzung der TIB als Universitätsbibliothek vor Ort und online

Als Universitätsbibliothek der Leibniz Universität Hannover (LUH) versorgt die TIB insbesondere Studierende, Lehrende und Forschende der LUH mit wissenschaftlichen Informationen und vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangeboten. Aber auch akademische Nutzende aus anderen wissenschaftlichen Einrichtungen aus und um Hannover sowie Privatpersonen aus der Region nutzen die TIB häufig und in der Regel in ihrer Funktion als Universitätsbibliothek.

Um die TIB als Universitätsbibliothek mit ihren Angeboten vor Ort und online nutzen zu können, benötigen Sie einen gültigen Bibliotheksausweis. Um diesen zu erhalten müssen Sie sich zunächst online und persönlich zur Benutzung der TIB registrieren. Dabei ist es möglich, dass Sie Ihre LeibnizCard (Studierendenausweis der LUH) oder den Bibliotheksausweis einer anderen Bibliothek aus dem HOBSY-Verbund als Bibliotheksausweis der TIB freischalten lassen.

Bei der Registrierung geben Sie in einem ersten Schritt Ihre persönlichen Angaben und Ihren Status (Studierende, Mitarbeitende, Sonstige) in unserem Online-Formular an und melden Sich dann persönlich mit Ihrem Personalausweis oder einem Reisepass und einer Meldebescheinigung an einem der Bibliotheksstandorte.

Nach erfolgreicher Registrierung zur Benutzung der TIB können Sie sich sowohl im TIB-Portal als auch im klassischen Katalog der TIB (OPAC) mit Ihrer Bibliotheksausweisnummer und dem festgelegten Passwort anmelden. So erhalten Sie Zugriff auf Ihr Benutzungskonto bei der TIB.

Für die Benutzung der TIB registrieren“ und Bildunterschrift „Das Formular für die Registrierung zur Benutzung der TIB als Universitätsbibliothek finden Sie über „Anmelden„.
Weitere Informationen zum Bibliotheksausweis
finden Sie hier.

 

Anmeldung mit Bibliotheksausweisnummer

Ihr Benutzungskonto und Ihre Nutzungsmöglichkeiten

Wenn Sie im TIB-Portal mit Ihrer Bibliotheksausweisnummer angemeldet sind, können Sie in Ihrem Benutzungskonto Ihre persönlichen Daten einsehen und Ihr Passwort ändern. Sie erhalten einen Überblick über Ihre aktuellen Entleihungen (mit der Möglichkeit die Leihfrist zu verlängern), über Ihre Vormerkungen (mit der Möglichkeit diese zu stornieren) sowie über ausstehende Gebühren (z.B. Mahngebühren oder Kosten für Kopiebestellungen). Sie haben die Möglichkeit, Suchanfragen in Ihrem Profil zu speichern und für diese Suchanfragen E-Mail-Alerts einzurichten. Sie können auch Treffer aus der Suche im TIB-Portal in Ihrer Merkliste speichern und Merkleisteneinträge über Themenlisten verwalten und exportieren.
Als Mitarbeitende:r der Leibniz Universität Hannover (LUH) können Sie einzelne Themenlisten öffentlich machen. Als Studierende:r der LUH können in Sie in Ihrem Benutzungskonto auch Ihre Raum- und Arbeitsplatzbuchungen einsehen.

TIPP für Nutzende der TIB als Universitätsbibliothek: Auf bestimmte im TIB-Portal nachgewiesene Inhalte haben Sie als Nutzende:r der TIB als Universitätsbibliothek aufgrund der Lizenzsituation ggf. keinen direkten Zugriff, obwohl diese für die akademische oder private Nutzung in Deutschland frei zugänglich wären. Hier kann es unter Umständen hilfreich sein, sich zusätzlich zum Bibliotheksausweis für die Nutzung des TIB-Portals zu registrieren. Dies können Sie dann datensparsam ohne Dokumentliefer-Angaben machen. Die Zuordnung zur richtigen Kundengruppe ermöglicht Ihnen dann ggf. den Zugriff auf diese Inhalte. Wenden Sie sich im Zweifel auch gerne an die Kolleg:innen der Auskunftsbereiche, um Zugriffsoptionen zu prüfen.

 

Beitragsbild von Gerd Altmann auf Pixabay

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Ein Quanten-Preis zum Quantenjahr

Im letzten Jahr hat die Entscheidung des Preiskomitees, den Physik-Nobelpreis 2024 an John J. Hopfield und Geoffrey E. Hinton für ihre wegweisenden Entdeckungen und Entwicklungen, die maschinelles Lernen mit künstlichen neuronalen Netzen ermöglichen, zu verleihen, die Bandbreite der Physik und ihrer interdisziplinären Bedeutung für Fortschritt und Gesellschaft verdeutlicht: Physik ist mehr.

In diesem Jahr scheint das Komitee zu den Wurzeln der Physik zurückzukehren, ohne dabei die Zukunft aus den Augen zu verlieren: Am 10. Dezember 2025 wird John Clarke, Michel H. Devoret und John M. Martinis der Nobelpreis für Physik 2025 „for the discovery of macroscopic quantum mechanical tunnelling and energy quantisation in an electric circuit“ verliehen werden, also letztlich für die sehr konkrete Erforschung und Anwendung physikalischer Grundkonzepte, die dann auch zur Entstehung der Quantentechnologie als neues Fachgebiet beigetragen haben. Selten habe ich beim Lesen des wissenschaftlichen Hintergrunds zum Preis so viel verstanden wie in diesem Jahr. Selten ist so deutlich geworden, wie diese Grundlagen und Konzepte in die Arbeit der Preisträger eingeflossen sind, in Teilen auch eine Reise durch die Geschichte des Nobelpreises und seiner Träger (und viel zu wenigen Trägerinnen).

Die Physik-Nobelpreisträger 2025: John Clarke, Michel Devoret und John Martinis. // Illustration: Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach

In ihren Experimenten, die die drei Preisträger gemeinsam an der University of California durchführten und deren Ergebnisse sie unter anderem in

veröffentlichten, zeigten sie, wie Quantentunneln auf makroskopischer Skala in einem elektrischen Schaltkreis mit zwei Josephson-Kontakten messbar wird.

Basis für diese Experimente war das Wissen um

  • den Tunneleffekt als solchen, wie ihn George Gamow 1928 als quantenmechanischen Prozess beim Alpha-Zerfall eines Atomkerns beschrieben hatte,
  • die Erklärung des Phänomens der Supraleiter durch Cooper-Paare in der B(ardeen)C(ooper)S(chrieffer)-Theorie (Nobelpreis für Physik 1972),
  • die Arbeiten von Leo Esaki und Ivar Giaeve zu Tunneleffekten in Halb- und Supraleitern, sowie von Brian David Josephson zur theoretischen Vorhersage des inzwischen nach ihm benannten Josephson-Effektes (Nobelpreis für Physik 1973 und
  • die Beiträge von Alexei A. Abrikosov, Vitaly L. Ginzburg and Anthony J. Leggett zur Theorie der Supraleitung und Suprafluidität (Nobelpreis für Physik 2003).

Insbesondere die theoretischen Arbeiten von Anthony Legget über makroskopisches Quantentunneln in Josephson-Kontakten gaben den Anstoß zu den von Clarke, Devoret und Martinis durchgeführten Experimenten. Last but not least wurde und wird das von den Preisträgern experimentell geschaffene makroskopische Quantensystem gerne mit dem von Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) in einem Artikel von 1935 ersonnenen Gedankenexperiment zur Übertragung quantenmechanischer Begriffe auf die makroskopische Welt, Schrödingers Katze, verglichen.

Soweit die geschichtlichen Aspekte des Preises, letztlich haben die Arbeiten der diesjährigen Preisträger aber Tür und Tor für neuere und zukünftige (quantentechnologische) Entwicklungen geöffnet:

  • Künstlichen „Atome“ auf makroskopischer Skala, durch die weitere Quantensysteme simuliert werden konnten und können, was zu einem tieferen Verständnis quantenphysikalischer (mikroskopischer) Effekte führt.
  • Qubits (Quantum Bits) in Supraleiter-Schaltungen sowie die cQED (circuit Quantum Elektrodynamics) als Bauelemente von Quantencomputern.

Fachgebiete, wie z.B. die Quantenoptik, konnten ihr Forschungsspektrum auf Bereiche ausdehnen, die atomphysikalisch nicht zugänglich sind, was sehr schön in der Arbeit des Exzellenzclusters PhoenixD am Beispiel konkreter Demonstratoren zu sehen ist.

Eine eigene Zusammenfassung ihrer Arbeiten geben Clarke, Devoret und Martinis mit einem 2020 erschienenen Artikel in Nature Physics: Quantum Josephson junction circuits and the dawn of artificial atoms.

Wer darüber hinaus weitere Fachliteratur zu den Forschungsthemen des Physik-Nobelpreises 2025 erkunden will, wird selbstverständlich im TIB-Portal fündig, z.B. mit Suchanfragen nach den Schlagworten

Auch die freie Suche nach Qubit Josephson liefert viele interessante Treffer und zeigt mit der hohen Zahl an Patentinformationen die Relevanz dieser Themen für industrielle Anwendungen.

Wie in jedem Jahr teste ich die arXiv-Affinität der Preisträger und bin 2025 erfreut: Sowohl John Clarke als auch Michel H. Devoret und John M. Martinis sind mit einer großen Zahl an Papern auf arXiv vertreten.

Umfangreiche Publikationslisten der drei Autoren lassen sich selbstverständlich in kostenpflichtigen Literaturdatenbanken, wie zum Beispiel Web of Science oder Scopus erfragen, eine „offene“ Variante ist die Nutzung von OpenAlex. Hier sind von John Clarke über 700, von Michel H. Devoret mehr als 500 und von John M. Martinis über 600 Veröffentlichungen nachgewiesen. Dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die richtigen Autoren handelt, lässt sich über die ausgezeichneten Filterfunktionen in OpenAlex feststellen.

Die 2025 Nobel Prize Lectures in Physics können wir am 8. Dezember 2025 ab 9 Uhr live verfolgen.

Für eine funktionierende Wissenschafts- und Publikationskultur

Auf eine weitere wichtige Aktivität der den Nobelpreis für Physik zu verantwortenden Organisation, der Royal Swedish Academy of Sciences, möchte ich an dieser Stelle hinweisen: Im Sommer 2025 hat diese einen Workshop veranstaltet, der sich mit dem zunehmenden Problem von Fake Science in Publikationen befasst hat. Entstanden ist dabei die Stockholm Declaration, die neben einer guten Übersicht bisheriger Deklarationen für Reformen im wissenschaftlichen Publikationswesen kurz und prägnant wesentlichen Punkte zur Sicherstellung einer auch in Zukunft (und in Zeiten Generativer AI) funktionierenden Wissenschafts- und Publikationskultur aufführt. Mögen sie in den Communities Gehör finden!

Wer die Stockholm Declaration unterschreiben möchte, kann das hier tun: https://sciii-it.org/stockholm-declaration/

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Mit öffentlichen Themenlisten im TIB-Konto Semesterliteratur verwalten (und Semesterapparate einreichen)

Alle Nutzenden der TIB können in ihrem Bibliothekskonto Merklisten mit Titeln aus dem TIB-Portal anlegen und sie mithilfe von einem oder mehreren Tags in einzelne Themenlisten strukturieren. Seit ein paar Wochen ist die Funktion nun für eine Nutzer:innengruppe erweitert: Nutzende mit dem Status „Mitarbeitende der LUH“ können eine so angelegte Themenliste öffentlich zugänglich machen. Dabei wird eine permanente URL erzeugt, die weitergegeben oder verlinkt werden kann. Die Themenliste kann dann über diese URL als eigene Seite des TIB-Portals aufgerufen werden. Wie Sie eine solche Liste erstellen können, lesen Sie in diesem Beitrag.

Wir bilden über diese Funktion nun auch die von uns eingerichteten Semesterapparate ab. So möchten wir die zunehmende Anzahl an elektronisch vorhandenen Titeln auch für Semesterapparate nutzerfreundlicher ermöglichen.

Bisher konnte über den klassischen Bibliothekskatalog (OPAC) nur die Literatur als Zusammenstellung abgebildet werden, die gedruckt vorhanden und im konventionellen Teil des Semesterapparates in der Bibliothek aufgestellt war. Der elektronisch vorhandene Teil konnte in der Veranstaltung in Stud.IP abgebildet werden. Dabei mussten entweder eigenständig bibliographische Angaben eingegeben oder vorhandene, bisunter rudimentäre Metadaten verwendet werden. Zudem musste die korrekte Lizenzform ausgewählt werden.

Durch Nutzung der im TIB-Portal nachgewiesenen Literatur und Fachinformation erweitern sich nun die Möglichkeiten. Im TIB-Portal sind neben dem gedruckten und elektronischen Bestand der TIB mehrere Millionen Nachweise aus weiteren 75 Datenquellen zu finden. Darunter z.B. auch Titel im Bestand der Gottfried-Wilhelm-Leibniz Bibliothek (GWLB), Metadaten lizenzierter Inhalte und viele frei verfügbare Inhalte (Open Access), wissenschaftliche Videos, freie Bildungsmaterialien (OER) und einiges mehr.

Indem wir die Literatur für einen Semesterapparat in einer öffentlichen Themenliste zusammenstellen, kann nun in einer Liste die gesamte Literatur aus dem Bibliotheksbestand für eine Lehrveranstaltung und ihre Verfügbarkeit in der Bibliothek aufgeführt werden. Ob gedruckt oder elektronisch verfügbar, ob Monografie oder Zeitschriftenaufsatz, ob TIB-Besitz/-Lizenz oder aus einer andere Datenquelle.
Handelt es sich um einen unselbstständig erschienenen Titel, also einen Zeitschriftenaufsatz oder einen Beitrag in einem Sammelband, der nicht separat im Portal nachgewiesen ist, wird im Notizfeld der Gesamtaufnahme des Titels darauf verwiesen. Das kann zugleich die Medienkompetenz der Studierenden fördern, indem diese z.B. einen elektronisch verfügbaren Aufsatz selbstständig im Verlagsangebot der in der Liste aufgeführten Zeitschrift recherchieren können.

Übersicht der eingerichteten Semesterapparate und Beispiel eines Semesterapparats in Form einer öffentlichen Themenliste

Digitalisate von gedruckt vorhandener Literatur, die auf Wunsch unter Beachtung des geltenden Urheberrechts von uns angefertigt werden, können allerdings nicht als Datei in einer öffentlichen Themenliste eingestellt werden. Den Service, Digitalisate für eine Lehrveranstaltung anzufertigen, bieten wir selbstverständlich weiter an. Die Lehrenden bekommen die Datei(en) zugeschickt und können diese im Dateibereich ihrer geschlossenen Veranstaltung in Stud.IP zur Verfügung stellen. Wir fügen dem entsprechenden Titel auf der Literaturliste dann eine Notiz hinzu, dass auf Stud.IP ein Auszug als Digitalisat zur Verfügung steht.

Als Lehrende der Leibniz Universität können Sie eigene Themenlisten gerne verwenden, um die Einrichtung eines Semesterapparates bei uns zu beantragen. Nutzen Sie dafür wie bisher auch unser Online-Formular und lassen Sie uns so die URL zu einer von Ihnen erstellten und veröffentlichten Themenliste mit der gewünschten Literatur zukommen. Nicht im Bestand der TIB vorhandene Titel können Sie im Formular weiterhin separat als Anschaffungsvorschlag aufführen. Alle Informationen zum Einrichten von Semesterapparaten finden Sie hier.

Und natürlich können Sie mit der Veröffentlichung von Themenlisten auch eigenständig Literaturlisten und -empfehlungen für Ihre Veranstaltungen erstellen, unabhängig von der Einrichtung eines Semesterapparates.

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Meine Merkliste und öffentliche Themenlisten im TIB-Portal

Alle Nutzenden der TIB können über das TIB-Portal gefundene Literatur und Fachinformation in ihrer persönlichen Merkliste speichern, sofern sie einen entsprechenden Account haben (Bibliotheksausweis oder Kundennummer). Jeder in der Merkliste gespeicherte Treffer kann dann einem oder mehreren Themen zugeordnet werden. Mithilfe der so entstehenden Themenlisten können insbesondere längere Merklisten gut strukturiert werden. Zudem können Merklisteneinträge nach Themen gefiltert in Formate für Literaturverwaltungsprogramme exportiert werden.

Nutzende der TIB mit dem Status „Mitarbeitende der LUH“ haben nun seit ein paar Wochen die Möglichkeit, solche Themenlisten aus ihrer Merkliste unter einer permanenten URL zu veröffentlichen und in ihrem Profil zu verwalten. Lehrende der Leibniz Universität Hannover (LUH) können sich so zum Beispiel Literaturlisten für eine Veranstaltung oder zu einem Thema im TIB-Portal selbst zusammenstellen und durch die Veröffentlichung ihren Studierenden direkt zur Verfügung stellen. Eine solche Liste kann aber auch zur Einrichtung von Semesterapparaten genutzt werden. Statt Literaturangeben einzeln über das entsprechende Online-Formular einzugeben, kann nun alternativ die URL einer öffentlichen Themenliste an die TIB übermittelt werden.

Per Default ist eine Themenliste natürlich nicht öffentlich. Beim Klick auf den entsprechenden Button wird zunächst nachgefragt, ob die Liste tatsächlich veröffentlicht und mit anderen geteilt werden soll. Nach Bestätigung wird eine permanente URL zum Kopieren angeboten, unter der die Themenliste dann auch öffentlich als eigene Seite im TIB-Portal erreichbar ist.

Der Titel einer Themenliste ist bearbeitbar. Es können zudem eine kurze Beschreibung sowie ein Link hinzugefügt werden, die dann auch auf der öffentlichen Seite angezeigt werden. So können zum Beispiel Informationen zur Veranstaltung, für die die Literaturliste erstellt wurde, mit veröffentlicht werden. Verlinkungen sind hier allerdings nur auf bestimmte zugelassene Domains möglich.

Neben einer Themenzuordnung kann – ganz neu – zu jeden Treffer in der Merkliste eine kurze Notiz hinzugefügt werden. Diese Notizen werden dann auch in den öffentlichen Themenlisten angezeigt. Auf diese Weise kann zum Beispiel auf relevante Kapitel in einem Buch oder alternative Zugriffsmöglichkeiten hingewiesen werden.

Neu ist auch, dass nun bei der Übernahme eines Treffers in die Merkliste (Klick auf das Stern-Symbol) eine direkte Zuordnung zu einem Thema möglich ist.

Der weitere Ausbau der Funktion Merkliste und öffentlichen Themenlisten ist geplant. Unter anderem soll in der öffentlichen Themenliste noch eine Export- und Teilen-Funktion implementiert werden. Auch denken wir darüber nach, die Veröffentlichung von Themenlisten für weitere Nutzungsgruppen (zum Beispiel Studierende der LUH) zu öffnen. Vorschläge für weitere Verbesserungen sind herzlich willkommen, zum Beispiel als Kommentar unter diesem Blogpost.

Über das TIB-Portal

Im TIB-Portal, dem Such- und Bestellportal der TIB, sind mehr als 163 Millionen Nachweise aus über 75 Datenquellen zu finden. Darunter sind natürlich der Bibliothekskatalog der TIB, aber auch Metadaten lizenzierter Inhalte und viele frei verfügbare Inhalte (Open Access), Forschungsdaten oder Patentinformationen. Über die indexierten Inhalte von weiteren TIB-eigenen Diensten und Portalen wie zum Beispiel dem TIB AV-Portal, Renate, OERSI und ORKG lassen sich unter anderem auch wissenschaftliche Videos, Konferenzaufzeichnungen, Forschungsberichte, freie Bildungsmaterialien (OER) und Literaturvergleiche (sogenannte Comparisons) im TIB-Portal zu finden.

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Exzellente (Quanten)Forschung an der Leibniz Universität Hannover

Ende Mai ist es in einer Pressemitteilung bekannt gegeben worden: Die drei Exzellenzcluster an der Leibniz Universität Hannover (LUH) PhoenixD, QuantumFrontiers und Hearing4all.connects gehen in die Verlängerung. Herzliche Glückwünsche! Ein schöner Anlass, um hier im TIB-Blog die Exzellenzcluster mit ihren Forschungsschwerpunkten kurz vorzustellen und der Quantenphysik in ihren Forschungsinhalten nachzuspüren.

QuantumFrontiers

Bei QuantumFrontiers wird der Quantenbezug ziemlich offensichtlich im Namen des Clusters hergestellt. In der Presseinformation lesen wir über den Exzellenzcluster: „Zentrales Ziel ist, Messungen an der Quantengrenze mit bisher unerreichter Präzision durchzuführen – und sowohl die Grundlagenforschung voranzutreiben, als auch Anwendungen in der Quantentechnologie zu erschließen“ und „Mit der Quantenmetrologie dringen wir in unerforschtes Gebiet vor und erreichen nie dagewesene Präzision.“ Das zentrale Thema und gemeinsamer Nenner der sehr speziellen Forschungsprojekte in QuantumFrontiers ist also die Quantenmetrologie. Die Anwendungen sind dann erstaunlich vielfältig: von der Optischen Uhr über Gravitationswellendetektoren, Quantensensoren und Quantencomputern bis hin zu Kalten Atomen im Weltall, um nur einige wenige zu nennen. Salopp gesagt: Wenn die Menschheit Technologien basierend auf Quanteneffekten entwickeln und nutzen will, muss sie natürlich auch auf Quantenebene messen können!

Suche ich im TIB-Portal nach Quantenmetrologie, erlebe ich einen kleine Überraschung: Dachte ich doch, dass die Quantenmetrologie ein eher neues Thema sei, was auch die zeitliche Entwicklung der Treffer zeigt. Erst ab Mitte der 2000er Jahre steigt die jährliche Zahl der Treffer auf Werte über zehn, ab 2013 dann auf dreistellige Werte. ABER: Der Begriff Quantum Metrology wurde bereits Ende der 1960er Jahre eingeführt und bereits 1983 erschien eine umfangreiche Abhandlung mit dem Titel Quantum Metrology and Fundamental Physical Constants.

PhoenixD

Der Exzellenzcluster PhoenixD macht es mir etwas schwerer, auf den Quantenpfad zu kommen. Erstmal bin ich etwas erschlagen angesichts des Spektrums seiner Forschung unter dem Label Photonics, Optics, Engineering Innovation – Across Disciplines. Ich irre über die PhoenixD-Website, sehe viel Optik, sehe vor allem die Beiträge aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik, der Werkstoffkunde und der Chemie, der Mathematik und der Informatik zu den Forschungsschwerpunkten Simulation und Fertigung in PhoenixD. Die Physik oder gar die Quantenphysik vermute ich dann in den Bereichen, die sich mit Aspekten der Licht-Materie-Wechselwirkung beschäftigen. Glücklicherweise hilft hier auch die Presseinformation weiter:

„Ziel ist es, optische Präzisionsgeräte schnell und kostengünstig zu entwickeln, um neuartige Anwendungen in der medizinischen Diagnostik, der Lebensmittelproduktion sowie der Telekommunikation- und Quantenkommunikation zu ermöglichen. Dafür arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den sechs Fachgebieten Maschinenbau, Physik, Elektrotechnik, Informatik, Mathematik und Chemie zusammen und erforschen die Manipulation und Detektion von Laserlicht.“

Da sind sie, die wichtigen Begriffe Quantenkommunikation und Laserlicht, Quantenphysik und Quantenoptik! Wenn ich in Web of  Science, einer der von der TIB für die LUH bereitgestellten Fachdatenbanken nach Veröffentlichungen des Exzellenzclusters 2122 suche, erhalte ich 600 Treffer, die sich irgendwo in ihren Metadaten auf EXC-2122 beziehen. Jetzt geht der Spaß erst richtig los. Die Filterfunktion ermöglicht mir, diese Treffer nach bestimmten Aspekten zu analysieren:

  • Aus welchen Einrichtungen stammen die Paper? LUH, TU Braunschweig, Laser Zentrum Hannover, …
  • Aus welchen Departments und Instituten? Fakultät für Mathematik und Physik, Institut für Quantenoptik(!), Hannoversches Zentrum für Optische Technologien, Fakultät für Naturwissenschaften, Institut für Anorganische Chemie, Institut für Organische Chemie, Fakultät für Maschinenbau, … Tatsächlich viel Quantenoptik wenn man nach der Zahl der dem IQO zugeordneten Paper geht.
  • Aus welchen WoS-Fachgebieten? Materials Science Multidisciplinary, Optics, Physics Applied, Nanoscience Nanotechnology, Chemistry Physical, Chemistry Multidisciplinary, Engineering Electrical Electronic, Physics Condensed Matter, Computer Science Artificial Intelligence, Mechanics, Mathematics Interdisciplinary Applications, … und last but not least
  • Wo sind die Paper erschienen? Proceedings of SPIE, Optics Express, Sensors, Optics Letters, Scientific Reports, Carbon, Physical Review B, Computer Methods in Applied Mechanics and Engineering, Physical Review A, … Dieses Ergebnis erfreut mich besonders, da ich mich vor Jahren gemeinsam mit meinen Kolleg:innen dafür eingesetzt habe, dass die SPIE Digital Library als Allianzlizenz angeboten wurde, weil unser Eindruck war, dass sie u.a. in Hannover aufgrund der Forschungsschwerpunkte gut genutzt würde. Sic! Auch dass eifrig in den Journals von Optica publiziert wird, passt.

Web of Science beantwortet auch die Frage nach den am stärksten zitierten Papern aus der Forschung von EXC-2122:

Wer eine vollständige Übersicht aller über 900 Paper von PhoenixD möchte, der sei auf die PhoenixD-Seite im Fachinformationssystem der LUH verwiesen. Leider ist hier die Analyse der Paper nicht so möglich wie in einschlägigen Fachdatenbanken.

Hearing4All

Hearing4All, das inzwischen seine dritte Förderperiode erreicht hat, hat zum Ziel, „die Prognose, Diagnostik und Behandlung von Hörverlust zu verbessern.“ Insbesondere die Nutzung von KI-basierten Systemem steht in der neuen Förderperiode im Fokus. Beteiligt an Hearing4All sind Wissenschaftler:innen aus der Medizinischen Physik, Psychologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, den Neurowissenschaften, Ingenieurwissenschaften und der Linguistik.

In diesem Cluster ist die LUH nach der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Medizinischen Hochschule Hannover eher der kleine Bruder: Suche ich die Paper des Clusters in der Fachdatenbank Scopus an, so finde ich über 300 Treffer, die EXC-2177 als Funding information tragen. Filtere ich dann nach den Fachgebiet Physics and Astronomy, reduziert sich die Zahl der Paper auf 49, die überwiegend in Konferenzbänden oder Journals stammen, die Audio und Speech oder Acoustic im Namen tragen. Aber immerhin: Sieben der Paper haben Autor:innen, die am Institut für Quantenoptik der LUH arbeiten, eines davon hat einen Titel, der auch mir verständlich macht, was die Quantenoptik für die Forschung zur Behandlung von Hörverlust tun kann: Optoacoustic tones generated by nanosecond laser pulses can cover the entire human hearing range.

The Map of (Quantum) Physics

Zum Schluss dieses Beitrags ein kleines Fundstück, das ich kürzlich in Form eines Bildes abgedruckt auf der letzten Seite eine Buches sah, das aber eigentlich ein YouTube-Video ist und sehr anschaulich zeigt, wo sich die Quantenphysik warum in der Map of Physics verorten lässt. Ab Sekunde 302 ist es soweit:

 

Vorgeschichte mit QUEST

Bereits zwischen 2007 und 2012 (mit Auslauffinanzierung bis 2014) wurde im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern der Exzellenzcluster QUEST – Centre for Quantum Engineering and Space-Time Research gefördert. Der Abschlussbericht und auch andere Beiträge zum Cluster sind im TIB Portal zu finden. Zentrale Forschungsthemen spiegeln sich etwa anschaulich in der Videoserie „QUEST Cluster of Excellence“ im TIB AV-Portal wieder. Seit 2015 findet die Forschungsarbeit des Clusters in Form der QUEST-Leibniz-Forschungsschule (gegründet 2009) ihre Fortführung. Mit dem Exzellenzcluster QuantumFrontiers gibt es eine direkte Verbindung zur Forschungsschule.

 

 

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Die Physik der Schöpfung

Manchmal gibt es sie, diese Gelegenheiten, bei denen sich Beruf (Fachreferat Physik) und Privates (kirchliches Ehrenamt) auf schönste Art und Weise begegnen. Eine solche Begegnung wird im Rahmen der Themenwochen „Aus dem Vollen schöpfen“ der evangelisch-lutherischen Emmaus-Kirchengemeinde Hannover stattfinden, wenn am Montag, den 12. Mai 2025 um 19 Uhr im Kirchsaal der Herrenhäuser Kirche mit dem theologischen Vizepräsidenten des Landeskirchenamtes Hannover Dipl. Ing. Dr. theol. Ralph Charbonnier und Prof. Dr. Christian Ospelkaus vom Institut für Quantenoptik der Leibniz Universität Hannover ein Theologe und ein Physiker über die Schöpfung ins Gespräch kommen werden.

Religion und Physik?

Religion und Physik? Für manche nicht auf den ersten Blick vereinbar, trifft da offenbar wissenschaftliche Beweisführung auf etwas, was sich rational nicht beweisen lässt. Dennoch: „Glauben“ steht nicht für „nicht wissen“, sondern für „vertrauen“! Letzlich vertrauen auch Naturwissenschaftler:innen darauf, dass ihre Interpretation, ihre Auslegung von Forschungsergebnissen die wahre ist. In der Geschichte der Physik gibt es einige bekannte Namen, die Wissenschaft und Glauben gut vereinen konnten, zu nennen wären da unter anderem Albert Einstein und Max Planck, zu dem ich bereits 2018 einen Beitrag hier im Blog geschrieben habe. Menschen, die sich auch zu ihren Zweifeln bekannt haben. In Quantum questions: mystical writings of the world‘s great physicists zum Beispiel lässt sich nachlesen, zu welchen Erkenntnissen die Größen der Physik von Heisenberg bis Eddington auf diesem Gebiet, wie der Frage der Wahrheit in Naturwissenschaften und Religion, gekommen sind.

Leider sind die Informationen zum Inhalt der Diskussion etwas dürftig (das steigert bekanntlich die Spannung und die Vorfreude), also mache ich mich im TIB-Portal auf die Suche nach Schnittpunkten zwischen Physik und Theologie bzw. von Literatur zur Physik der Schöpfung.

Mit einer Suche nach der Systemstelle 11 Theologie, Religionswissenschaft unserer Basisklassifikation kombiniert mit den Systemstellen 33 Physik und 39 Astronomie (hier findet sich die 39.30 Kosmologie) erhalte ich 66 Treffer aus dem Bestand der TIB und siehe da, es wird schnell ersichtlich, wo der Weg hinführt: Schöpfung, Kosmologie, Urknall sind wichtige Themen im Grenzgebiet Physik und Theologie sowie tatsächlich auch Titel, die der Frage der Vereinbarkeit von Physik und Glauben nachgehen. Im Bestand der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) wiederum findet sich ein Titel, der sogar die Frage aufwirft, ob die Kirche die Mutter der Physik sein könnte. Spannend finde ich auch den Begriff der Trinitätsphysik, den das Werk Trinitätsphysik: von der Physik zur Trinität, vom Wissen zum Glauben; Gedanken zur Theorienwelt des 21. Jahrhunderts zum Inhalt hat.

Quantenphysik und Theologie?

Da wir uns im Quantenjahr befinden, spiele ich weiter und kombiniere jetzt die Systemstelle 11 mit der 33.23 und der 33.24 für die Quantenphysik bzw. die Quantenfeldtheorien und erhalte genau einen Treffer: Die Evolution des Geistigen: Quantenphysik – Bewusstsein – Religion. Immerhin. Erweitere ich meine Suche, indem ich nach Quanten* OR Quantum* suche und auf Treffer aus der Theologie, Religionswissenschaft einschränke, taucht bei den 120 Treffern dieser Titel an erster Stelle wieder auf, aber auch weitere Titel, die zeigen, dass immer wieder über die Beziehung zwischen Quantenphysik und Theologie nachgedacht wurde, wie zum Beispiel der Dialogue in the crisis of representation: realism and antirealism in the context of the conversation between theologians and quantum physicists in Göttingen 1949 1961. In Quantum und Lotus: vom Urknall zur Erleuchtung begegnen sich ein buddhistischer Mönch und ein Astrophysiker und locken mit nichts weniger als Erleuchtung. Krass.

Suche ich nach dem Stichwort „Schöpfung“ erhalte ich mehr als 500.000 Treffer. Ehrlich? Ah! (und Achtung Falle): Durch die parallele Suche nach dem Synonym „Creation“ erhalte ich viele Treffer, in denen es um die Erzeugung von XYZ geht … Auch eine Form der Schöpfung, aber nicht Schöpfung im eigentlichen Sinne und im Sinne des Gespräches. Also klicke ich auf die Suche ohne Synonyme. Jetzt kommen wir der Sache näher, wenn auch unter dem Verlust englischer Titel. Einer der ersten Treffer bringt uns gleich zu einem aktuellen Artikel, der sich mit Schöpfung und Kosmologie befasst. Wie passend.

Prima, jetzt habe ich einen ersten Eindruck, um was es am 12. Mai gehen könnte, ein bisschen Spannung bleibt. Sehen wir uns?

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Ev.-luth. Emmaus-Kirchengemeinde Hannover – 7 Wochen aus dem Vollen schöpfen