Zwischen Wüste und Revolte!
Die politische und symbolische Kraft von Majas 40-tägigem Hungerstreik

Zum Jahrestag von Majas Hungerstreik ist die Broschüre „Majas Hungerstreik 2025“ erschienen. Auf 48 Seiten dokumentiert sie die Haftbedingungen in Ungarn, den 40-tägigen Hungerstreik, die Solidaritätsbewegung und die politischen Auseinandersetzungen darum.

In meiner Rezension argumentiere ich allerdings, dass die Broschüre von mehr erzählt als von einem vereinzelten Kampf einer nicht-binären Person.

Sie handelt von Solidarität. Von Angehörigen, Freund:innen und Genoss:innen. Von der Frage, wie Menschen unter Bedingungen von Isolation und Repression handlungsfähig bleiben. Und von der Frage, woran wir den Erfolg eines politischen Kampfes eigentlich messen.

Besonders spannend fand ich zwei Motive, die sich durch die Broschüre ziehen:

- Die immer wiederkehrenden 40 Tage des Hungerstreiks. Eine Zahl, die unweigerlich an Prüfung, Verwandlung und die „40 Tage in der Wüste“ erinnert.

- Majas Satz: „Es gibt das Risiko, dass du den Knast glücklicher verlässt, als du ihn betrittst.“ Ein Gedanke, der mich an Albert Camus und dessen berühmten Satz denken ließ: „Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“

Die Broschüre dokumentiert nicht nur einen Hungerstreik. Sie erzählt von Würde, Beharrlichkeit und der Weigerung, sich innerlich besiegen zu lassen.

Meine ausführliche Rezension gibt es hier:

https://breakdownthewalls.site36.net/2026/06/05/zwischen-wueste-und-revolte-die-politische-und-symbolische-kraft-von-majas-40-taegigem-hungerstreik-eine-rezension/

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Organisierte Vernachlässigung: Zwei Gefangene sterben innerhalb einer Woche in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee in #Berlin.

"Wenn ein Mensch in seiner Zelle einen Brand legt und anschließend in Todespanik vergeblich an die Tür hämmert, ohne dass ihm da irgendwie geholfen werden kann, dann offenbart das ein eklatantes Versagen baulicher, personeller und organisatorischer Sicherheitsvorkehrungen."

https://www.jungewelt.de/artikel/523668.organisierte-vernachl%C3%A4ssigung-opfer-der-hauptstadtjustiz.html #Haft #knast

Organisierte Vernachlässigung: Opfer der Hauptstadtjustiz

Organisierte Vernachlässigung: Zwei Gefangene sterben innerhalb einer Woche in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee. In Berliner Knästen brennt es durchschnittlich einmal im Monat.

junge Welt
Before you continue

5 Jahre Knast – 5 Jahre Entrechtung, Gewalt und Isolation
Abschiebeknäste abreißen!

Demo am Sonntag, 07.Juni

Wir stehen an der Seite aller Inhaftierten und tragen ihren Widerstand nach draußen. Jeder Hungerstreik, jeder Protest und jeder Ausbruchsversuch zeigt: Die Menschen im Knast akzeptieren ihre Gefangenschaft nicht. Solange dieses Gefängnis existiert, kämpfen wir für die Freiheit aller Inhaftierten. Kommt zur überregionalen Demonstration gegen den Abschiebeknast am 7. Juni 2026. Reißen wir die Mauern der Isolation nieder und zeigen wir den Gefangenen: Ihr seid nicht allein.

Poster und Flyer auch bei uns im #Infoladen zum weiterverbreiten!

https://glueckstadtohneabschiebehaft.noblogs.org/post/2026/05/31/demonstration-07-juni-2026/

#Glueckstadt #GlueckstadtOhneAbschiebehaft #Abschiebung #Knast #Demo

@tagesschau ich hoffe doch sehr das sven bald dort sitzt, wo er hingehört! #knast

Weichgezeichnetes Feature über Gefängnis im DLF

Heute wurde ein Feature über den Strafvollzug in NRW im DLF-Wochenendjournal gesendet, welches vorgibt zu klären "Was bei der Resozialisierung hilft".

Was dann folgt, sind 45min Highlightprojekte aus NRWs Gefängnissen, zB ein Konzert der Bläck Föös in einer Justizvollzugsanstalt. Oder Gefangene die ihre Kinder regelmäßig sehen können, oder Gefangene die Fußball im Hof der Anstalt spielen, mitunter mit externen Gäst:innen. Alle Gefangenen erzählen munter wie toll und grandios alles sei.

Ja, es gibt auch solche Momente, aber diese sind nicht mal für einen Bruchteil der Gefangenen repräsentativ. Das Problem, wer im DFL dieses Stück hört und sonst wenig weiß, bei ihr/ihm bleibt hängen: " Die haben es aber toll!".

Kein Fünkchen Kritik, als hätte das NRW-Justizministerium eine PR-Show in Auftrag gegebenen.

Schade, DLF!

https://www.deutschlandfunk.de/strafvollzug-was-bei-der-resozialisierung-hilft-100.html

#vivianleue #dlf #deutschlandradio #deutschland #samstag #wochenendjournal #knast #nrw #gefangnis #bielefeld #brackwede #castrop #castroprauxel #BläckFöös #jva #justiz #Justizvollzugsanstalt

Strafvollzug - Was bei der Resozialisierung hilft

Deutschlandfunk

@tagesschau

Im vorliegenden Fall hat zur Aufklärung und Skandalisierung sicher geholfen, dass eine ehemalige Gefängnisärztin ihr Schweigen gebrochen hat, denn erst dann wurde Gegangenen und deren Schilderungen geglaubt. Dass die Anstalt zudem vor Besuchen der Nationalen Stelle zur Verhütung von Folter nachweislich schnell alles schön hergerichtet hatte, um einen guten Eindruck zu machen, verstärkte dann auch für die bürgerliche Presse weiter die Glaubwürdigkeit der Betroffenen.

Zum Glück ist das was dort passierte nicht Alltag in allem deutschen Gefängnissen, aber ähnliche Strukturen gab und gibt es vielerorts. Insofern ist die Aussage von Leutheusser-Schnarrenberger, es handele sich um den größten Gefängnisskandal seit Gründung der BRD falsch, im Kern verharmlosend: in den 50'er, 60'er, 70'er, 80'er, 90'er Jahren wurden bundesweit in den Gefängnissen Insass:innen mißhandelt oder sogar getötet.

Ich erinnere exemplarisch an Mannheim, Pfingsten 1974. Schließer bringen einen Gefangenen um!

https://www.abc-berlin.net/2008/thomas-meyer-falk-mannheimer-gefaengnisskandal-vor-35-jahren

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Thomas Meyer-Falk: Mannheimer Gefängnisskandal vor 35 Jahren - Anarchist Black Cross Berlin

🏴 🚩Anti-Rep-Wochen in Leipzig starten!!!🏴 🚩

Mit großer Freude darf ich am morgigen Dienstag, um 19:00 Uhr die Anti-Rep-Wochen mit einem kleinen Vortrag zur Bedeutung von Solidarität sowie einem anschließenden Input zum Thema „Briefe-Schreiben-an-Gefangene“ eröffnen, mit anschließenden Möglichkeit gleich vor Ort Karten und Briefe zu schreiben.

Zu dem Vortrag: was bedeutet es für Gefangene und deren Überleben in Haft, Solidarität zu erfahren, wo können diese aber auch selbst solidarisch sein? Hier werde ich aus der Perspektive eines Menschen sprechen, der ununterbrochen fast 27 Jahre in Haft saß.

Aber was meint Soliarbeit für solidarische Menschen und Strukturen: welche Herausforderungen gibt es, wo und wie droht Überlastung? Hier möchte ich versuchen meine Erfahrungen insbesondere der letzten drei Jahre, seit meiner Haftentlassung bin ich selbst in solchen Strukturen aktiv, einbringen.

💌 Briefe-Schreiben-an-Gefangene: dazu gibt es einen kurzen Input um dann gemeinsam Karten und Briefe an Gefangene zu schreiben!

Wann: Dienstag, 26. Mai 2026
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Wo: Meuterei (Zollschuppenstr. 1, Leipzig-West)

Die Anti-Rep-Wochen, gehen bis in den Juli hinein mit vielen wichtigen Veranstaltungen rund um Repression und was wir dem entgegen setzen.
https://antirepression.noblogs.org/antirep-wochen/

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Gefangene der JVA Kleve kümmern sich um Wachteln. Was die Beschäftigung mit Vögeln für eine Resozialisation beitragen kann.#WDR #Gefängnis #Knast #JVA #Straftäter #Insasse #Tiere #Kleve #NRW
Wachteln hinter Gittern - Wie Straftäter Mitgefühl lernen
JVA Kleve | Wachteln für Häftlinge

Gefangene der JVA Kleve kümmern sich um Wachteln. Was die Beschäftigung mit Vögeln für eine Resozialisation beitragen kann.

WDR