Die Aufzüge am Bahnhof Neugraben gehören der Stadt Hamburg. Und genau diese Aufzüge sind abgeschaltet. Rot-Grün lässt sie bewusst stillstehen, bis die Bahn irgendwann saniert. Heißt übersetzt: Menschen mit Behinderung sollen gefälligst warten oder verschwinden. Das ist blanke Behindertenfeindlichkeit. SPD und Grüne plakatieren „All Inclusive“ für Olympia, während sie Barrierefreiheit im Alltag einfach abschalten. Wer Inklusion predigt und Aufzüge stilllegt, betreibt ekelhafte Heuchelei. Diese Parteien treten Menschen mit Behinderung mit voller Absicht in den Rücken.

#Hamburg #Barrierefreiheit #Inklusion #Neugraben #SPD #Grüne #Behindertenrechte

Warum der geplante Rechtskreiswechsel für Geflüchtete aus der Ukraine problematisch ist – Flüchtlingsrat MV e.V.

BGG-Reform: Ein vergiftetes Geschenk – Bundeskabinett zementiert Diskriminierung in der Privatwirtschaft | Abilitywatch

Heute stehe ich in der Apotheke, und plötzlich drückt mir ein Fremder 10 Euro in die Hand. „Für einen Kaffee“, sagt er mit diesem einen, triefend mitleidigen Blick.

Ich könnte kotzen.

Es ist nicht das Geld – es ist die Haltung. Dieser Blick macht mich in Sekunden vom Individuum zum bemitleidenswerten Bittsteller. Das ist kein Geschenk, das ist Ableismus in Reinform. Er kommt „gut gemeint“ daher, aber er tritt meine Würde mit Füßen, weil er keine Begegnung auf Augenhöhe zulässt, sondern ein Machtgefälle zementiert.

Diese 10 Euro sind das perfekte Symbol für die Mauern, gegen die wir täglich rennen: Nicht die Stufen aus Beton sind das Problem, sondern die Barrieren im Kopf.

Ab Jänner starte ich auf Substack meine neue Serie genau dazu. Weil es Zeit wird, dass wir Mitleid endlich durch echte Teilhabe ersetzen.

Immer hier: https://rollingsohn.substack.com/ - natürlich teile ich es auch hier im Fedivese.

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RollingSohn Writes | Roman Scamoni | Substack

Thriller, Kurzgeschichten & Klartext über die Barrieren in unseren Köpfen. Click to read RollingSohn Writes, by Roman Scamoni, a Substack publication with hundreds of subscribers.

Ich habe gestern einen Gastbeitrag von Kristina Schröder auf WELT online gelesen. Darin geht es um den Sozialstaat – und um persönliche Assistenz für behinderte Menschen. Und ehrlich gesagt: Er hat mich tief getroffen.

Denn wenn über Assistenz als „nicht mehr tragbare Kosten“ gesprochen wird, dann geht es nicht abstrakt um Haushaltszahlen. Dann geht es um mein Leben.

Assistenz ist für mich kein Luxus. Kein Extra. Kein Wunschkonzert.
Assistenz ist das, was mich morgens aufstehen lässt. Was mir erlaubt zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen, mich einzubringen, selbstbestimmt zu leben.
Ohne Assistenz wäre mein Leben kleiner. Abhängiger. Fremdbestimmt. Vielleicht sogar institutionell verwahrt statt frei.

Ich brauche Assistenz 24 Stunden am Tag, weil Behinderung keinen Feierabend kennt. Weil Notfälle keine Bürozeiten haben. Weil Würde nicht um 22 Uhr endet.

Wenn Politik und Medien darüber diskutieren, ob Menschen wie ich „zu teuer“ sind, dann erzeugt das Angst. Die Angst, dass meine Freiheit an einem Verwaltungsakt hängt. Dass mein Leben jedes Jahr neu infrage gestellt wird. Dass ich mich rechtfertigen muss, warum ich so leben darf wie andere ganz selbstverständlich.

Dabei zeigt die Geschichte etwas anderes:
Stephen Hawking, Helen Keller, viele andere – ihre Leistungen waren nur möglich, weil Assistenz und Unterstützung ihnen Zugang zur Welt gegeben haben. Nicht trotz Assistenz. Sondern wegen ihr.

Ja, Assistenz kostet Geld.
Aber die eigentliche Frage ist: **Was kostet es uns als Gesellschaft, wenn wir anfangen, Menschenwürde zu kürzen?**

Ich bin keine Kostenstelle.
Ich bin ein Mensch.
Und mein Leben ist kein Sparposten.

Quelle: Kristina Schröder, „Sozialstaat: Was wir uns künftig nicht mehr leisten können“, WELT, 11.12.2025.

#Inklusion #Assistenz #Selbstbestimmung #Behindertenrechte #Teilhabe #Menschenwürde

Willi darf nicht mit: Uber-Fahrer verweigern mehrfach Beförderung von Paar aus Stein wegen Assistenzhund

Link zum gesamten Online-Artikel mit der Antwort von Uber: https://fuerthaktuell.de/?p=7647

#assistenzhund #behindertenrechte #barrierefreiheit #diskriminierung #uber #inklusion #mobilitaet #willi #stadt_stein #landkreisfürth #franken #mittelfranken #bayern #news

Buchtipp: Frech und frei

50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung

»Behindertsein ist schön!«, »Lieber lebendig als normal!« oder »Nichts über uns – ohne uns!« – diese Ausrufe sind kennzeichnend für ein starkes #Selbstbewusstsein behinderter Menschen. Doch der Aufbruch vom dankbaren Objekt der #Fürsorge zum Ziel der #Autonomie und #Selbstbestimmung erforderte Kämpfe, die in Vergessenheit zu geraten drohen. Die übliche Perspektive der »​#Sonderkarriere« von der #Sonderschule bis zum #Sonderfriedhof zu durchbrechen, erforderte Mut und einen langen Atem. Denn festgefügte Strukturen der #Aussonderung, vielfältige #Diskriminierungen und alltägliche #Entrechtung gehörten zur unhinterfragten #Tradition im Umgang mit behinderten Menschen.

»Frech und frei« erzählt vom #Widerstand einer sich entwickelnden Selbstbestimmt-Leben-Bewegung seit der Mitte der 1970er-Jahre. Es berichtet von der permanenten Auseinandersetzung mit gängigen #Norm​en, #Werte​n und #Körperideale​n, die noch oft die Prägungen der nationalsozialistischen Vergangenheit aufwiesen. Es erinnert an #Demonstrationen gegen behindertenfeindliche #Gerichtsurteile und an Bühnen- und #Rathausbesetzungen. Es dokumentiert #Proteste für die barrierefreie Nutzung von Bus und B#ahn und zeichnet die Gegenwehr gegen neue »​#Euthanasie«-Forderungen und die #Selektion durch humangenetische Techniken nach. Es skizziert den steinigen Weg, bis die #Behindertenrechte Eingang in das #Grundgesetz fanden, und warnt vor einem drohenden #Rollback durch das Erstarken rechtsradikaler Denkweisen.

Das mit Plakaten, Flugblättern und Zeitungsartikeln bebilderte Buch unterstreicht die Erkenntnis: Ohne die bewusste Verletzung von Regeln und Gesetzen wären die Erfolge der emanzipatorischen #Behindertenbewegung undenkbar gewesen.

Erschienen bei Assoziation A

Mehr dazu.

#Behinderung #disabled #Humangenetik #Eugenik #Buch

Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht sagt offen, er wolle gerade einen schwerbehinderten Betriebsrat rausbekommen und sei „auf einem guten Weg“. Dieser Mann ist nicht irgendwer: Alexander Birkhahn ist Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Koblenz. ⬇️

#Ableismus #Klassismus #Arbeitsrecht #Inklusion #Inkluencer #Solidarität #Betriebsrat #Barrierefreiheit #DisabilityJustice #Behindertenrechte #Behinderung #Disability #DisabilityAwareness #Gewerkschaft #Antikapitalismus #Menschenrechte

Kassel: Verdi ruft zur Demo gegen Kürzungen bei Behindertenhilfe auf

Weil die Betreuung von Menschen mit Behinderung immer teurer geworden ist, wollen Bund, Land und Kommunen sparen. Zehntausende Menschen könnte das in Hessen betreffen. Dagegen ruft die Gewerkschaft Verdi zu einer Demo am Nachmittag in Kassel auf.

tagesschau.de