Heute stehe ich in der Apotheke, und plötzlich drückt mir ein Fremder 10 Euro in die Hand. „Für einen Kaffee“, sagt er mit diesem einen, triefend mitleidigen Blick.

Ich könnte kotzen.

Es ist nicht das Geld – es ist die Haltung. Dieser Blick macht mich in Sekunden vom Individuum zum bemitleidenswerten Bittsteller. Das ist kein Geschenk, das ist Ableismus in Reinform. Er kommt „gut gemeint“ daher, aber er tritt meine Würde mit Füßen, weil er keine Begegnung auf Augenhöhe zulässt, sondern ein Machtgefälle zementiert.

Diese 10 Euro sind das perfekte Symbol für die Mauern, gegen die wir täglich rennen: Nicht die Stufen aus Beton sind das Problem, sondern die Barrieren im Kopf.

Ab Jänner starte ich auf Substack meine neue Serie genau dazu. Weil es Zeit wird, dass wir Mitleid endlich durch echte Teilhabe ersetzen.

Immer hier: https://rollingsohn.substack.com/ - natürlich teile ich es auch hier im Fedivese.

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RollingSohn Writes | Roman Scamoni | Substack

Thriller, Kurzgeschichten & Klartext über die Barrieren in unseren Köpfen. Click to read RollingSohn Writes, by Roman Scamoni, a Substack publication with hundreds of subscribers.

@RollingSohn oh Mann.

Und wie gut ich diesen Blick kenne 🙄😡

@RollingSohn Danke fürs Teilen. Wenn man von etwas betroffen ist, kriegt man's ja nicht unbedingt mit und auf sowas... muss man erstmal kommen. Mannomann ey. Ich wäre ohne deinen Post schlicht nicht auf die Idee gekommen, dass irgendjemand sowas tun würde. Sorry, dass du das erleben musstest (und regelmäßig musst).
@ljrk Oft meinen es die Menschen ja auch wirklich gut. Aber sie sind dann auch nicht bereit, ihre HALTUNG zu hinterfragen. Als ich dem Kerl sagte, Danke, aber nein, ist er fast aggressiv geworden, weil ich das Geld nicht annehmen wollte ... das ist echt ungut!

@RollingSohn Sie wollen halt eigentlich nicht dir was gutes tun, sondern sich selbst eine reine Weste erkaufen. Dafür ist man dann als betroffene Person nicht Subjekt, sondern praktisches Objekt. Man wird in eine Rolle gecastet die man dann auch zu erfüllen hat: Die des bemitleidenswerten aber dankbar-zu-habenden {Behinderten, Armen, mehrfach diskriminierten, ...} Menschen.

Ich muss gerade aufpassen, dass ich nicht zu sehr abrante, aber das geht mir einfach unter die Haut. Aber es soll weniger um solch egozentrischen Typen gehen. Mehr darum, warum Betroffenen sowas nichts bringt.