Wie ich so nachdenke, erinnere ich mich an ein paar sprachliche Fettnäpfchen,
in die ich, als Deutscher, in der Schweiz voll hineintrat
PUFF
CH = ein Durcheinander, eine Verwirrung
D = ein Bordell
MÜSSEN
CH = "Du musst nicht" => "Du darfst nicht"
D = "Du musst nicht" => "Es ist freiwillig"
BRAUCHEN
CH = bei einer Umarmung: "Du brauchst es aber fest" => "Du hast es aber nötig"
D = bei einer Umarmung: "Du brauchst es aber fest" => "Du wirst wohl gern kräftig gedrückt"
Seit den Wahlen 1991 segelte die SVP von einem Wahlsieg zum nächsten.
Ich habe, geboren 1988, nie eine andere Partei als sie an der Spitze erlebt.
Aber ich habe die Hoffnung, dass die braune Rakete SVP mit Erfolgen in Kantonen nur noch ein letztes Mal zündet, bevor sie in die Bedeutungslosigkeit abstürzt – analog zu Orbán.
Wer glaubt denn noch die Lügen dieser rechtsextremen Partei der Alten und Überreichen, dass sie die Probleme des Landes lösen könne?
Als die Schweiz kurz vor dem EG- bzw. EU-Beitritt stand und die Befürchtung gross war, dass die Schweiz sich mit einem Alleingang isolierte und wirtschaftlich abhängte, was dann auch eintrat, bis die Schweiz die Bilateralen ratifizierte...
Der Gegensatz zur gehässigen Debatte von heute, sobald es um die EU geht, könnte nicht grösser sein.
Ich habe es satt, in einem Land zu leben, das sich mit Schaum vor dem Mund und Hellebarden gegen die EU ereifert.
🇪🇺
@gereonas So macht es die #Schweiz. Die gillt bekanntlich nicht als linksgrünversifft.
„Wer rast, nimmt in Kauf, dass durch sein Verhalten andere Menschen getötet werden könnten. Als Raser gilt, wer
- innerorts mindestens 40 km/h zu schnell fährt;
- ausserorts mindestens 60 km/h zu schnell fährt;
- auf der Autobahn mindestens 80 km/h zu schnell fährt.“
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Seit ich auf der Welt bin (geboren 1988) erlebe ich eine Schweiz, die sich von einer SVP treiben lässt und ihrem Hass auf Europa und dessen Organisationen wie die EU oder den Europarat anheimfällt – mit immer grösserem Erfolg.
Ich möchte, dass wir in der Schweiz wieder stolz sind, uns als Europäer zu sehen, während wir Europaflaggen schwenken, sie raushängen und den 9. Mai feiern.
Denn ich war 1992 zu klein, um sowas mitzuerleben.
Da wurde noch für den EU-Beitritt demonstriert.