Lebt denn dr alte Holzmichl noch?

Freiheitsenergie: Erneuerbar warm

Pellets aus Sägeabfällen sind nicht CO2‑frei, aber klimaneutral. Sie helfen, CO2 langfristig zu speichern sowie Sägewerke wirtschaftlicher zu nützen. Die Energiewende in Deutschland mit dem starken Ausbau der Erneuerbaren schützt das Klima, schafft Arbeit und Wachstum. Sie hat die Grundlage für eine globale Energierevolution gelegt. In Zeiten von Öl- und Gaskrisen sind Pellets, Wärmepumpen, Wind, Solar und Speicher Freiheitsenergien. Meine Rede zu 25 Jahren DEPV.

Lieber Helmuth Schellinger, Lieber Martin Bentele, meine Damen und Herren, herzlichen Glückwunsch zu einem Vierteljahrhundert DEPV. Seit 25 Jahren vertreten Sie die Interessen der Energieholz- und Pellet-Branche.

1 Klimaneutral

„Lebt denn der alte Holzmichl noch?“ Diese Frage der sächsischen Band De Randfichten kann für Ihre Branche mit einem klaren „Ja“ beantworten, „und wie“. Der DEPV ist weder krank noch siech. Und mit 25 schon gar nicht alt.

Was Anfang dieses Jahrhunderts noch als exotisch galt, ist schon lange im Alltag angekommen. Selbst in Norddeutschland wird mit Holz und Pellets aus Sägeabfällen geheizt.

Das ist nicht unumstritten. Denn auch beim Verbrennen von Pellets wird CO2 freigesetzt. Aber eben nicht mehr, als das Holz im Laufe seines Wachstums selbst aus der Atmosphäre gespeichert hat.

Heizen mit Pellets und Holz ist nicht C02-frei – aber klimaneutral.

Es ist ein Beitrag zur Erreichung der Klimaziele. Klimaschutz ist Verfassungsauftrag. In seinem Urteil zur Verfassungswidrigkeit des damals geltenden deutschen Klimaschutzgesetzes berief sich das Bundesverfassungsgericht bereits in Ziffer 3 auf das Pariser Abkommen von 2015. Es will die globale Erhitzung auf „deutlich unter 2 °C“ begrenzen. Die Nichteinhaltung des sogenannten 1,5-Grad-Ziel droht nach Karlsruhe die Rechte künftiger Generationen in verfassungswidriger Weise einzuschränken.

Wollen wir bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden, muss nicht nur der größte Emittent, Deutschland, um 2045 klimaneutral sein. Wir müssen dafür nicht nur den Ausstoß von Treibhausgasen auf Null mindern. Wir müssen auch CO2 aus der Atmosphäre speichern.

Wälder spielen als CO2-Speicher eine zentrale Rolle.

Nachhaltige Holzwirtschaft muss dem gerecht werden. In unseren Mittelgebirgen lässt die Klimakrise Millionen Fichten sterben. Die Entwaldung von Forstplantagen drohten 2024 Harz und Solling zu Quellen von Treibhausgasen zu machen. Das ist im letzten Jahr wieder anders geworden. Die Wälder funktionieren wieder als Senken.

Jede Speicherung von Treibhausgasen, ob im, ob unter dem Meer, oder in Wäldern muss möglichst dauerhaft erfolgen. Es macht keinen Sinn ganze Bäume zu verfeuern. Es macht aber Sinn, mit Holz zu bauen und so den Speicher sehr lange zu erhalten.

Hier kommen die Pellets ins Spiel. Wie mein Ex-Kollege Franz Untersteller gerne anmerkt: Der Baum wächst rund und nicht quadratisch – auch die sächsische Randfichte nicht.

Die bei der Herstellung von Bauholz anfallenden Späne als Pellets zu verwenden, ersetzt Öl oder Gas klimaneutral – und verbessern die Rentabilität von Sägewerken.

Aus Sägeabfällen gewonnene Pellets helfen so bei der Speicherung von CO2.

Aber nur die.

2 Erfolgsgeschichte Energiewende

„Lebt denn dr alte Holzmichl noch?“, könnten wir auch die Energiewende fragen.

Kurz gesagt: Und wie. Die Energiewende ist zerzaust, sie hat Narben. Aber sie ist quicklebendig.

Die Energiewende hat 16 Jahre Schwarz-Rot und Schwarz-Gelb überstanden. Es waren 16 Jahre des Versuchs sie abzuwickeln. Die Energiewende ist in der Ampel wieder aufgepäppelt worden.

– Heute liefern beim größten Energieverbraucher der EU Erneuerbare gut 60% des Stroms

– Noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik wurde in Deutschland so wenig Kohle verstromt.

– Gegenüber 1990 hat der Energiesektor über ein Drittel seiner Emissionen eingespart und die Ziele des Klimagesetzes übertroffen.

– Es wird kein neuer Atommüll produziert, von dem man nicht weiß, wo man ihn lagern soll.

– In den Erneuerbaren arbeiten heute rund 400.000 Menschen

– Erneuerbare sind ein Wachstumsmotor – 2024 wurden 32 Mrd. in neue Anlagen mit Wind, Sonne und Biomasse investiert.

Die größten Veränderungen gab es im Strombereich. Hier wurden die Klimaziele übererfüllt. Dagegen haben der Wärmesektor und der Verkehr ihre Klimaziele verfehlt.

Doch auch hier tut sich einiges. Die Zahl der Pelletheizungen hat sich in zehn Jahren verdoppelt – auf fast 800.000.

Der Zubau Erneuerbarer ist ein zentraler Schlüssel für den Klimaschutz in allen anderen Sektoren.

Dekarbonisierung ist Elektrifizierung.

Man sieht es im Verkehr. Und die Zahl der Wärmepumpen hat sich trotz des Einbruchs 2024 innerhalb von 20 Jahren versiebenfacht.

Die Energiewende ist moderne Industriepolitik – und gut für das Klima.

3 Reiches Technologieoffenheit

Lebt denn die fossile Energiekrise noch? Sie ist zurück, mit Macht.

Deutschland ist zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren mit einer Öl- und Gaskrise konfrontiert. Nach Putins Überfall auf die Ukraine treibt nun Trumps ebenso völkerrechtswidriger Irankrieg die Preise für Öl und Gas in die Höhe.

Es war der vierte Tag, an dem das Barrel Öl über 100 $ kostete. Da forderte die CSU neue Subventionen für Atomkraftwerke. Katherina Reiche wollte in Deutschland Fracken wieder erlauben. Verkehrsminister Schnieder wollte erneut Millionen Steuergelder im Transrapid versenken.

Die Union will die fossile Energiekrise mit dem Rückgriff auf gescheiterte Technologien beantworten.

Lebt denn der alte Transrapid noch? Sehr klein und schlecht in Shanghai. An ihm vorbei rauschen moderne ICEs nach Peking und Shenzhen.

Die von der Union geforderten Technologien haben nicht nur ihr Scheitern gemeinsam. Sie hätten alle Jahrzehnte vor sich, bis sie marktfähig sind – wenn sie es überhaupt jemals werden. Sie helfen uns nicht einmal mittelfristig resilienter zu werden und die Klimaziele zu erreichen.

Die Liebe zu gescheiterten Retro-Technologien wird gerne mit dem Wort von der „Technologieoffenheit“ bemäntelt. Doch für welche Technologien sind Reiche, Söder und Schnieder wirklich offen?

1. Infrastruktur setzt Technologien Grenzen

Gibt es im ländlichen Raum keinen ÖPNV und keine Schiene, gibt es keine Offenheit für die Technologie Bus und Bahn. Es gibt jenseits des Autos keine Wahlfreiheit.

Sind in einem Stadtviertel die Hälfte der Häuser mit einer Wärmepumpe und über ein Drittel mit Pelletheizungen ausgestattet, ist der Betrieb eines Gasnetzes wenig rentabel. Der Neubau eines Fernwärmenetzes lohnt erst recht nicht.

Jens Spahns proklamierte „Freiheit im Heizungskeller“ scheitert an der Infrastruktur. Da hilft es auch nicht, die 65% Erneuerbare Vorgabe aus dem Gesetz zu streichen. Mit dem heutigen Strommix erfüllen alle Wärmepumpen sie – und Pelletheizungen sowieso.

Das gilt nicht nur im kommunalen Bereich. Neben einem Gasnetz, ein Fernwärmenetz ein Wasserstoffnetz und ein Netz zur CO2-Abscheidung für Fracking zu betreiben, wird eine extrem kostspielige Angelegenheit. Und das mit ungewissem Ausgang:

2. Markt ist nicht technologieoffen. Markt ist effizient.

Dass Marktwirtschaft effizienter Ressourcen nutzt, als Planwirtschaft scheint die ehemalige Partei von Ludwig Erhard vergessen zu haben.

Wenn ich mit einer Kilowattstunde Strom ein Auto direkt antreiben kann, warum soll ich mit Ihr erst Wasserstoff produzieren und dann gar in eine Brennstoffzelle erneut aus dem Wasserstoff Strom erzeugen? Oder diesen dann in einem Motor verbrennen? So weit zur Physik.

Eine Primärenergienutzung von 20 Prozent hat Konsequenzen auf dem Markt. Die LKW-Hersteller etwa setzen auf batterieelektrische Fahrzeuge.

Eine Wärmepumpe liefert aus einer Kilowattstunde Strom dreieinhalb Kilowattstunden Wärme. Will eine Gasheizung mithalten, muss sie dreieinhalb Kilowattstunden Gas verbrennen. Um den Wettbewerb mit der Wärmepumpe zu gewinnen, muss das Gas sehr, sehr billig bleiben. Ist es aber nicht. Am 20. März – nach der Bombardierung iranischer und qatarischer Gasfelder – notierte der Gaspreis bei 66 € pro Megawattstunde.

Diesem Gas will Schwarz-Rot nun blauen Wasserstoff beimischen. Der wird mit Gas produziert. Das dabei entstehende CO2 soll abgeschieden und gespeichert werden. Diese Speicherung ist so teuer, dass alle Kohlekraftwerksbetreiber sich von dieser Idee schon vor Jahren verabschiedet haben.

Die Idee, aus Gas gewonnenen Wasserstoff erneut dem Gas als Grüngas beizumischen, ist nicht nur irre. Es ist das Ende jeder Wettbewerbsfähigkeit.

Katherina Reiche hat von Verona Pooth gelernt. Die gibt sich doof – und macht so glänzende Geschäfte. Auch Katherina Reiche weiß, dass die von ihr proklamierten Technologien nicht liefern werden.

Gerade deshalb fordert sie diese Technologien: Solange neue AKWs, Fracking und der Transrapid noch nicht kommen, muss man leider, leider an Öl und Gas festhalten.

Diese Technologieoffenheit ist die Offenheit zur Laufzeitverlängerung für fossile Energien.

Doch da macht ihr Trumps Krieg einen Strich durch die Rechnung.

4 Freiheitsenergie

Futtert denn der Markus Söder noch? Tut er. Und zwischen Döner und Weißwurst forderte er bei einem Ölpreis über 100 $ tapfer das „Aus vom Verbrenner-Aus“. Söder will also Deutschlands Abhängigkeit von Öl und Gas verlängern und nicht verkürzen.

Dabei waren wir auf einem guten Weg. Dank der Energiewende sank unsere Energie-Importabhängigkeit in 25 Jahren um ein Drittel.

Die Energiewende macht resilient gegen die Erpressung durch Petrostaaten.

Nicht nur Europa. Die Energiewende in Deutschland hat die Grundlage für eine globale Energierevolution gelegt.

Der jährliche weltweite Zubau erneuerbarer Energien stieg von 152 GW in 2015 auf 666 GW in 2024. Erneuerbare Energien dominieren mittlerweile den Neubau von Stromkapazitäten.

2024 gingen gut 585 GW Erneuerbare neu ans Netz. Das waren 92,5% aller neu installierten Leistung. 2025 sieht es ähnlich aus. Bei Neuanlagen werden Kohle und Gaskraftwerke ebenso wie Atomkraftwerke zur Nischentechnologie.

Das spiegelt sich in den globalen Energieinvestitionen. 780 Mrd. $ wurden im letzten Jahr weltweit in Erneuerbare investiert, 50% mehr als in Öl, doppelt so viel wie in Gas und dreimal so viel wie in Kohle, zehnmal so viel wie in Atomkraftwerke. Hinzu kommen fast so viele Investitionen in Netze und Speicher wie in Öl, sowie rund 350 Milliarden in Elektrifizierung.

Die Welt macht sich unabhängig von Öl und Gas.

Aber Markus Söder kämpft für die Freiheit, sich von Autokraten wie Putin und Trump den Tank füllen zu lassen.

Das alles, nachdem innerhalb vier Jahren erneut der Überfall eines Petrostaates auf ein anderes Land die Preise für Öl und Gas weltweit durch die Decken gehen lässt. 2022 Russland in der Ukraine, 2026 die USA im Iran. Offensichtlich schädigt zu viel Gas und das beim Goldenen Lenkrad der Bild gerne beschworene „Benzin im Blut“ schwer auf die Denkfähigkeit.

Der Irankrieg ist das Fukushima der fossilen Energien.

Öl und Gas gefährden Deutschlands Souveränität. Sie untergraben unsere Wettbewerbsfähigkeit und schaden unserer Industrie. Die Hälfte der genannten Milliarden für Erneuerbare, Speicher und Netze wurden in China getätigt. China setzt voll auf Elektrifizierung.

Mit beachtlichem Erfolg. Im letzten Jahr war jeder zweite neue LKW in China ein E-Truck. Seine E-Autos ließen China innerhalb von fünf Jahren zum größten Autoexporteur der Welt werden. Erst überholte China die USA, dann Japan und dann Deutschland.

Anstatt in diesem Wettlauf endlich Gas zu geben, tritt die Bundesregierung auf die Bremse und verlängert so die Krise nicht nur der Automobilindustrie. Die Regierung Merz betreibt palliative Wirtschaftspolitik.

Es scheint, als habe China den Peak seiner Treibhausgasemissionen überwunden. Doch Klimaschutz ist nicht sein Hauptmotiv. Es geht China um geostrategische Macht. Dazu muss es sich von fossilen Energieimporten unabhängiger machen.

Wir steuern auf eine neue Blockkonfrontation zu: Petrostaaten gegen Elektrostaaten

Europa hat da keine Wahl. Es hat keine fossilen Ressourcen. Es kann kein Petrostaat werden. Entweder wir werden Vasallen von Trump und Putin oder wir emanzipieren uns von Kohle, Öl und Gas.

Dann müssen wir heimische Erneuerbare, dann müssen wir Wind, Sonne und Biomasse beschleunigt ausbauen. Wenn man nicht von China lernen will, sollte man einmal, nur dieses eine Mal auf Christian Lindner hören: „Erneuerbare Energien sind Freiheitsenergien.“

Freiheitsenergien stärken Europas Souveränität. Europas Souveränität – sie hat Friedrich Merz zu Recht auf seiner diesjährigen Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz eingefordert.

5 Erneuerbar warm

Pelletheizungen sind gelebte Freiheitsenergie.

Qatar hat verkündet, dass die volle Produktionsleistung seines Gasfeldes erst in fünf Jahren wieder hergestellt sein wird. Das Ende der hohen Gaspreise ist nicht in Sicht.

Besitzer einer Pelletheizung werden das gelassen zur Kenntnis nehmen. Gelassen sind auch die Menschen, die nach dem Ukrainekrieg in eine PV-Anlage investiert und sich für eine Wärmepumpe entschieden haben. .

Das können sich nicht alle leisten. Aber gerade dehalb darf man sie nicht zu Investitionen verleiten, die sich schon nach zwei Jahren als Fehlinvestitionen herausstellen, bei der Heizung wie beim Auto.

Es ist Aufgabe von Politik den Rahmen so zu setzen, dass sich mehr Menschen mehr leisten können. Dass auch Mieter von der Wärmewende profitieren können und nicht länger der Willkür von Vermietern und Gaskonzernen hilflos ausgeliefert sind.

Allein im letzten Jahr gab es über 1000 Stunden, an denen der Strompreis unter 1 Cent die Kilowattstunde oder sogar negativ war. Entlasten wir gerade einkommensschwache Familien, indem wir jedem Haushalt jedes Jahr 600 Kilowattstunden gratis geben.

Für die Wärmewende brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Pelletheizungen, mehr kleine und große Wärmepumpen, mehr Windturbinen, mehr Balkonkraftwerke und mehr Speicher.

Dass das möglich ist, dazu haben Sie mit ihrem Beitrag zur Energiewende einen großen Beitrag geleistet. Ohne Pellets und Energieholz wäre die Wärmewende nicht möglich.

Dafür herzlichen Dank.

Für all das wurde vor einem Vierteljahrhundert die Grundlage gelegt. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Zukunft.

Auf die nächsten 25 Jahre.

Dieser Beitrag ist eine Übernahme von der Homepage des Autors, mit seiner freundlichen Genehmigung. Links wurden nachträglich eingefügt.

CDU wird “Brandmauer” öffnen

Politische Tabubrüche auf allen Ebenen: Warum die CDU die längst durchlöcherte „Brandmauer“ zur AfD bald öffnen wird

„Es wird auch auf kommunaler Ebene keine Zusammenarbeit mit der AfD geben“ (Friedrich Merz 2023, nachdem er zuvor im Sommerinterview nur in Gesetzgebungsorganen eine Zusammenarbeit verneinte)

„Rechtsextreme in demokratische Prozesse einzubinden, wird der Anfang vom Ende der liberalen Demokratien in Europa sein“ (Erik Marquardt, Europa-Abgeordneter der Grünen)

Fällt nun auch in der Halterner Kommunalpolitik die Brandmauer zur AfD? Von gemeinsamen Beschlüssen und „guter Zusammenarbeit“ zwischen AfD und CDU im Halterner Stadtrat war dieser Tage in der Lokalzeitung zu lesen. Gemeinsam lehnten beide die wirksame und schnelle Entfernung rechtsextremistischer Aufkleber im Stadtgebiet ab, wie von den Grünen vergeblich beantragt. Läuft nun wie in Ostdeutschland die Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD auf kommunaler Ebene reibungslos – oder war es nur eine “Zufallsmehrheit” aufgrund “gleicher Meinung”, wie der CDU-Fraktionschef rechtfertigt? Bahnt sich womöglich eine Mitte-Rechts-Koalition an, da die CDU zwischen “rechts” und “rechtsextrem” unterscheidet? Noch in 2020 war man froh, dass die AfD in der Halterner Kommunalpolitik keine Rolle spielte, doch bei der Kommunalwahl 2025 kam sie dann mit 11,3% erstmalig in den Rat mit 5 Sitzen.

Schon vergessen, dass noch vor 2 Jahren auf einer „Großdemo gegen rechts“ 5000 Halterner – zehnmal so viele als angemeldet – gegen die AfD protestiert hatten? Darunter auch CDU-Kommunalpolitiker. Und nochmal im Februar 2025 bei frostiger Kälte demonstrierten fast 3.000 Halterner mit den „Omas gegen rechts“ und 80 unterstützenden Organisationen für Demokratie, einschließlich Halterner CDU auf der Unterstützer-Liste. Bahnt sich nun eine Trendumkehr an – mit einer Abkehr vom bisherigen Konsens in der Abwehr der rechtsradikalen Partei auf ihrem ungebrochenen Erfolgskurs?

Auf allen politischen Ebenen hat die CDU die Brandmauer längst durchlöchert

Noch in 2024 hatte der Halterner Ex-Bürgermeister und amtierende Landrat Bodo Klimpel (CDU) in Recklinghausen vor 12.000 Protestteilnehmern „gegen rechts“ diejenigen CDU-Parteifreunde öffentlich als „Vollidioten“ gebrandmarkt, die sich damals am skandalösen „Remigrations-Treffen“ der Rechtspopulisten in Potsdam beteiligten. Wen er damit meinte, ist nachfolgend dokumentiert. Der Rechtspopulismus reicht also bis weit in die politische Mitte, so dass sich insbesondere die dafür besonders anfällige Volkspartei CDU eigenen Fehlentwicklungen an ihren Rändern selbstkritisch zuwenden sollte.

Denn von der kommunalen Ebene über die Landes- und Bundespolitik bis hin zur Europapolitik in der EU ist es vor allem die Union, die immer ungenierter auf allen Ebenen die von ihr scheinheilig beschworene Brandmauer zu den Rechtspopulisten und -extremisten durchlöchert und demnächst wohl umwirft, wie zuletzt im EU-Parlament bereits erfolgt und auch im Bundestag bei der Migrationspolitik 2025 praktiziert. Dies verwundert nicht, denn die ideologische und personelle Nähe und Übereinstimmung zwischen der CDU- und AfD-Politik tritt immer offener zu Tage, wie hier anhand von Fakten dokumentiert. Deshalb ist Wachheit und Abgrenzung gefordert, vor allem auch hier in einer Region, die sich im nördlichen Ruhrgebiet zur AfD-Hochburg des Westens entwickelt.

In vielen Kommunen ist die Zusammenarbeit mit der AfD längst Realität

Die Redaktion der Zeitung „DIE ZEIT“ hatte bereits im Juli 2023 eine Übersicht aus den Bundesländern veröffentlicht, in denen eine Zusammenarbeit mit der AfD auf kommunaler Ebene schon längst Realität ist, sogar bei der Wahl von Spitzenämtern wie Bürgermeister oder Stadtratsvorsitzender oder bei der Zustimmung von AfD-Anträgen zur Flüchtlingspolitik im Kreistag. Auch gemeinsame Anträge von CDU und AfD sind an der Tagesordnung. CDU-Chef Friedrich Merz hatte für einen „pragmatischen Umgang“ mit der AfD auf kommunaler Ebene plädiert, aber wegen der daraufhin erfolgten öffentlichen Kritik war er zurückgerudert und hatte dann eine Zusammenarbeit auch auf kommunaler Ebene strikt ausgeschlossen.

Noch als Bundeskanzler in spe konnte sich Friedrich Merz sogar die Vergabe des Vorsitzes von Bundestagsausschüssen oder Stellvertreterposten im Bundestagspräsidium an AfD-Abgeordnete vorstellen. Doch bei der CDU-Klausur im Oktober 2025 wurde in Vorbereitung der Landtagswahlen die neu entfachte Debatte in der Partei, ob die strikte Abgrenzung von der AfD noch zeitgemäß sein, laut Tagesschau mit einem klaren Abgrenzungskurs beantwortet. Friedrich Merz verdeutlichte seine daraufhin korrigierte Position: „Es gibt zwischen der CDU und der AfD keine Gemeinsamkeiten. (…) Eine Zusammenarbeit wird es nicht geben, jedenfalls nicht mit mir als Parteivorsitzendem“. Wie lange hält diese Grundsatzerklärung – und folgt ihr die Parteibasis?

Wie CDU-Funktionäre mit Rechtsextremen anbändeln

Die von CDU-Landrat Bodo Klimpel 2024 öffentlich als „Vollidioten“ gebrandmarkten Parteifreunde lassen sich namentlich benennen: Darunter befindet sich Berlins früherer CDU-Finanzsenator Kurth, der auch als OB-Kandidat der CDU in Köln antrat und zugleich rechtsextreme Netzwerke mit sechsstelligen Summen unterstützte. Mit ihm auf dem umstrittenen Potsdamer Geheimtreffen der Rechten war auch der bekannte Jurist Ulrich Vosgerau mit CDU-Parteibuch, der die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung vor dem Bundesverfassungsgericht vertrat.

Und weitere CDU-Größen drifteten nach Rechtsaußen: Der frühere Verfassungsschutz-Präsident Georg Maaßen wechselte von der CDU in seine eigene rechtspopulistische Partei „Bündnis Deutschland“, die eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht ausschließt. Vorher war er Vorsitzender der CDU-nahen „Werteunion“, die lange Zeit von der CDU und einigen Spitzenpolitikern wie Jens Spahn hofiert wurde und die auch Friedrich Merz protegierte, bevor es zum Bruch kam.

Noch 2018 schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn einen Unterstützungsbrief zur Eröffnung eines Treffens der nach Rechtsaußen abgedrifteten “Werteunion”. Vor nicht allzu langer Zeit hatte der heutige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann den Werteunions-Vorsitzenden Maaßen vor rechtem Gedankengut in Schutz genommen. Von den 4.000 Mitgliedern der umstrittenen Werte-Union am äußerst rechten Rand kommt ein Großteil aus der CDU-Mittelstandsvereinigung, deren Vorsitzender Carsten Linnemann war.

Die CDU als Quelle für Neumitglieder bei der AfD-Gründung

In der AfD-Gründungsphase war die CDU übrigens die größte Quelle für Neumitglieder: Jedes zehnte AfD-Mitglied war zuvor Mitglied der CDU. Allein in der AfD-Gründungsphase zwischen 2013 und 2016 wechselten (laut dpa) etwa 2.300 CDU-Mitglieder und 354 CSU-Mitglieder zur AfD. Auch wenn der überwiegende Anteil der AfD-Mitglieder vorher keiner anderen Partei angehörte, lässt sich zusammenfassend sagen, dass die CDU (zusammen mit der FDP, die schon immer einen starken rechtsnationalen Flügel hatte), in der Anfangsphase die Geburtshelferin der AfD war, teils auch aus Protest gegen die Politik von CDU-Chefin Angela Merkel, aber auch wegen latenter rechter Gesinnung im konservativen CDU-Flügel, nicht nur in der äußerst rechten „Werte-Union“. Heute sind es noch über 6% der inzwischen auf ca. 50.000 Mitglieder angewachsenen AfD, die vorher in der CDU oder CSU waren.

Die AfD ist somit „Fleisch vom Fleische der CDU“ wie es Politikwissenschaftler und Journalisten ausdrückten, folglich wendet sich auch vor allem die bisherige CDU-Wählerschaft der AfD zu und verhilft ihr zu den Wahlerfolgen, wie die Wählerwanderungen zeigen: allein 1 Mio. Stimmen bei der letzten Bundestagswahl gingen durch die Wechselwähler von CDU zur AfD, die fast 21% bei der Bundestagswahl bekam und jetzt mit prognostizierten 25% mit der CDU nahezu gleichauf liegt. Statt Halbierung der AfD, wie von CDU-Chef Friedrich Merz großspurig angekündigt, kam es im Gegenteil zur Verdoppelung der AfD mit Rekordergebnissen.

Der CDU half es nicht, Ausländer rauszuwerfen und den Rechten nach dem Mund zu reden. Kann man die sozialen Probleme lösen und den Rechtsextremismus in den Köpfen bekämpfen, indem man die Zuwanderer bekämpft? Ist es klug, in einem “Überbietungswettbewerb” die Migration zur „Mutter aller politischen Probleme“ zu erklären, ohne die eigentlichen Wählermotive einzubeziehen? Die Wähler entscheiden sich lieber für das Original statt für die Fälschung beim Wettbewerb um die radikalste Migrationswende und den größtmöglichen Sozialabbau. Und sie finden in der AfD altbekannte CDU-Größen wieder.

Ehemalige CDU-Funktionäre als heutige Leitfiguren der AfD

Mehrere der heutigen Spitzenfunktionäre und Leitfiguren der AfD an führender Stelle rekrutieren sich zum Teil aus ehemaligen CDU-Funktionären: Der AfD-Ehrenvorsitzende und frühere AfD- Bundesvorsitzende und Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alexander Gauland, war zuvor 40 Jahre CDU-Mitglied und hessischer Spitzenpolitiker als Chef der dortigen Staatskanzlei unter CDU-Ministerpräsident Roland Koch, der schon damals umstrittene Wahlkampagnen gegen Ausländer und Migranten startete. Der neue AfD-Fraktionschef in Rheinland-Pfalz nach der Landtagswahl im März 2026, Michael Büge, war zuvor CDU-Spitzenfunktionär in Berlin als Beigeordneter, Bezirksbürgermeister und Staatssekretär unter CDU-Senator Mario Caja, dem zeitweiligen Generalsekretär der Bundes-CDU. In 2017 koordinierte Michael Büge den AfD-Bundestagswahlkampf.

Der baden-württembergische AfD-Spitzenpolitiker Rainer Balzer war ebenfalls vorher langjähriges CDU-Mitglied und unter Günther Oettinger im Landesvorstand der Jungen Union. Ebenso war der saarländische AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzende und vormalige CDU-Kreisvorsitzende Josef Dörr 23 Jahre lang in der CDU (der allerdings danach auch jahrelang Kreisvorsitzender und Landesschatzmeister bei den Grünen war) und unterhält Kontakte zu NPD-Kadern. In 2022 wechselte die langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach zur AfD und führt seitdem die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung. Für die Büroleiter- und Mitarbeiter-Stellen in den Abgeordnetenbüros der AfD-Bundestagsabgeordneten bewarben sich auch zahlreiche Mitarbeiter, die vorher für die Unionsabgeordneten tätig waren.

Der frühere Vorsitzende der Werteunion, Max Otte, Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und Berater des Bundeswirtschaftsministeriums, wurde in 2022 noch als CDU-Mitglied zum Bundespräsidenten-Kandidaten der AfD aufgestellt und erst danach aus der CDU geworfen. In 2020 war er zuvor auf Querdenker-Demos aufgetreten und hatte mit umstrittenen Äußerungen versucht, Rechtsextreme mit Opfern des Nationalsozialismus gleichzusetzen, wie das Zentrum für Antisemitismus-Forschung der TU Berlin kritisierte. Umstrittene Äußerungen gab es aber auch wiederholt durch CDU-Spitzenpolitiker, wie nachfolgend erinnert.

Konservative bis reaktionäre Positionen des wandlungsfähigen CDU-Spitzenmannes

Die geistige Verwandtschaft zwischen manchen CDU-Politikern und der AfD wurde immer wieder sichtbar: Betrachtet man zurückliegende Aussagen von CDU-Spitzenmann Friedrich Merz von 2000 bis 2002, aus seiner Zeit als CDU-Fraktionsvorsitzender im Bundestag (vor seiner politischen Auszeit und seinem Wechsel in die Finanzwirtschaft als Lobbyist), so bleibt manches im öffentlichen Gedächtnis: Der wandlungsfähige Friedrich Merz forderte sehr früh Grenzkontrollen und Obergrenzen für Einwanderer und lehnte doppelte Staatsbürgerschaft ab. Das „großzügige deutsche Asylrecht“ hinterfragte er wiederholt. Er verteidigte den Begriff der Leitkultur und positionierte sich in der Kopftuchdebatte.

Noch im November 2021 warnte er vor “unkontrollierter Einwanderung in unsere Sozialsysteme”. (Damit macht er sich eine AfD-Wahlparole zu eigen). Er war damals Gegner einer Frauenquote und war gegen die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe. Auch lehnte er zunächst die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ab. Er trat für ein „Werbeverbot für Abtreibungen“ ein und sprach sich 2001 gegen Präimplantationsdiagnostik aus. Homosexuelle rückte er in die Nähe von Pädophilen. Schon vergessen? Manches kommt einem bekannt vor aus den Sprüchen und Programmaussagen der AfD.

Tabubrüche durch die CDU-Spitzenpolitiker

Noch als Bundeskanzler in spe konnte sich Friedrich Merz sogar die Vergabe des Vorsitzes von Bundestagsausschüssen an AfD-Abgeordnete oder einen AfD-Vertreter als stellvertretenden Bundestagspräsidenten vorstellen, ruderte aber später zurück. In der Kommunalpolitik empfahl er pragmatischen Umgang mit der AfD, bis er auch hier zurückruderte. Und im Bundestag brach er ein Tabu: Noch vor seiner Wahl als Bundeskanzler im Mai 2025 im zweiten Anlauf ließ der CDU-Chef im Januar 2025 bei einem Antrag zur Migrationspolitik seine CDU-Fraktion mit der AfD-Fraktion gemeinsam abstimmen und erhielt so eine Mehrheit für die Zurückweisung der Migranten an der deutschen Grenze. Dieser Tabubruch führte zu heftiger öffentlicher und oppositioneller Kritik.

Erst daraufhin verdeutlichte der in die Kritik geratene Friedrich Merz seine veränderte Position: „Es gibt zwischen der CDU und der AfD keine Gemeinsamkeiten. (…) Eine Zusammenarbeit wird es nicht geben, jedenfalls nicht mit mir als Parteivorsitzendem“ (Quelle: Tagesschau). Ihm pflichtete ausgerechnet Unions-Fraktionschef Jens Spahn bei, der Kontakte zu den rechten Republikanern in den USA sowie zum österreichischen Politiker Sebastian Kurz pflegte, der als Kanzler eine Mitte-Rechts-Regierung anführte und sich nach Korruptionsvorwürfen aus der Politik zurückzog. Selbst eigene Parteifreunde des Merkel-Flügels hatten Jens Spahn in Verdacht, mit einer Mitte-Rechts-Koalition nach österreichischem Vorbild zu liebäugeln. Später ruderte er zurück, um als neuer CDU-Fraktionsvorsitzender wählbar zu sein.

CDU debattierte 2025 über Öffnung zur AfD auf Landes- und Bundesebene

Doch bei der CDU-Klausur im Oktober 2025 wurde in Vorbereitung der Landtagswahlen die Debatte in der Partei durch prominente CDU-Politiker wieder neu entfacht, ob die strikte Abgrenzung von der AfD noch zeitgemäß sei. Dies sei aber (laut Tagesschau) am Ende „mit einem klaren Abgrenzungskurs“ beantwortet worden, auch mit Verweis auf den beizubehaltenden Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU von 2018. Doch immer wieder wird dieser Beschluss parteiintern hinterfragt, nicht nur von ostdeutschen CDU-Politikern wie dem thüringischen CDU-Fraktionsvorsitzenden Andreas Bühl oder dem sächsischen CDU-Generalsekretär Tom Unger. Einige CDU- Landes- und Kreisverbände (z.B. aus Sachsen-Anhalt) forderten angesichts hoher Umfragewerte für die AfD weiterhin ein Ende der so genannten „Brandmauer“ und eine „Lockerung des Unvereinbarkeits-Beschlusses“ von 2018.

Zuvor hatten sich mehrere westdeutsche CDU-Spitzenpolitiker wie der frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber und der frühere CDU-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg sowie Andreas Rödder als ehemaliger Vorsitzender der CDU-Grundwerte-Kommission öffentlich für eine Öffnung zur AfD auch auf Landes- und Bundeseben stark gemacht. Sie plädierten für eine Normalisierung der Beziehungen, unterstützt von Spitzenpolitikern aus ostdeutschen Bundesländern. Derweil bezeichnete CDU-Vize Karl Josef Laumann die AfD als Nazi-Partei.

Zweifel am liberalen Gesellschaftsbild der CDU wegen Annäherung an die AfD

Schon in den 90-er Jahren hatten CDU-Politiker wie der ehemalige sächsische Justizminister Steffen Heitmann, der zeitweilig sogar als Bundespräsidenten-Kandidat der CDU im Gespräch war, durch ultra-konservative Aussagen zur Geschlechter- oder zur Einwanderungsfrage kurzzeitig Empörung erregt. Nicht zuletzt Friedrich Merz nährte mit fragwürdigen Aussagen selber immer wieder Zweifel an einem liberalen Gesellschaftsbild der CDU. Er rief wiederholt Empörung hervor mit seinen Aussagen zur Asylpolitik, zur Migration und mit seinen als rassistisch und diskriminierend empfundenen Aussagen zum „Stadtbild“. Im September 2023 bekam er einen Shitstorm für seine diskriminierende und wahrheitswidrige Kritik, dass abgelehnte Asylbewerber sich angeblich beim Arzt „die Zähne neu machen lassen, während deutsche Bürger nebenan keine Termine bekämen.“

Und CDU-Spitzenpolitiker Jens Spahn überholte sogar die AfD von rechts mit seiner empörenden Forderung, Flüchtlinge an den europäischen Außengrenzen gegebenenfalls „mit physischer Gewalt aufzuhalten“. Der Beifall der AfD war ihm gewiss, doch Kritiker warfen ihm vor, damit „am rechten Rand zu fischen“ und rechtsstaatliche Grundsätze zu verlassen. Die Migrationspolitik der CDU/CSU, insbesondere die von Friedrich Merz vertretenen Positionen, steht seit 2025 unter scharfer Kritik, da ihr von Menschenrechtsorganisationen vorgeworfen wird, rechtsstaatliche Grundsätze, europäisches Recht und völkerrechtliche Verpflichtungen zu verletzen. CSU-Innenminister Dobrindt hält dies nicht zurück, so weiterzumachen

Kooperation mit Rechtsaußen im EU-Parlament – Risse in der Brandmauer

Unverfroren treibt es vor allem der Koalitionschef der konservativen EVP im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU): Seine EVP-Fraktion kooperiert laut dpa-Recherchen viel enger mit Rechtsaußen-Parteien, einschließlich der AfD, als bisher bekannt geworden. Chatprotokolle und Treffen belegen eine inhaltliche Zusammenarbeit bei der Migrationspolitik, was die Brandmauer gegen rechts bröckeln lässt, auch wenn Weber eine strategische Zusammenarbeit bei einem Gesetzesvorschlag zur Verschärfung der Migrationspolitik leugnet. „Die Brandmauer hat tiefe Risse“, sagte ZDF-Korrespondent Röller.

Weber redete sich damit heraus, er setze damit nur die Politik durch, die auch die Bundesregierung vertrete. Dies war aber nicht der einzige Fall einer Allianz mit Rechtsaußen, denn schon beim Handelsabkommen Mercosur sowie beim Lieferkettengesetz kam eine Mehrheit im EU-Parlament nur mit Stimmen des rechten Blocks zustande. Die EVP-Fraktion der konservativen Parteien im EU-Parlament, zu der auch die Unionsparteien gehören, hat zuvor unter dem Fraktionsvorsitzenden Manfred Weber (CSU) allzu lange mit Orbans Fidesz-Partei kooperiert und schielte schon seit längerem für die Zeit nach der zurückliegenden Europawahl nach möglichen Partnern rechts von der Union als Mitte-Rechts-Koalition, im Gleichklang mit Ursula von der Leyen.

Dies verwundert nicht, denn zum autokratischen und korrupten Rechtspopulisten Viktor Orban aus Ungarn hielten CDU und CSU jahrelange freundschaftliche Verbindungen, z.B. bei Orbans Freundschafts-Besuch auf der CSU-Klausur 2019, mit inhaltlicher Übereinstimmung in der Asylpolitik. Dafür lobte auch Donald Trump damals den ungarischen Autokraten und empfing ihn in Washington. Auf dem Parteitag der Republikaner war 2024 auch Jens Spahn (CDU) willkommen und warb danach dafür, gemeinsame Interessen und Übereinstimmungen mit Donald Trump zu suchen. Spahn traf sich auch mit dessen rechten Wahlkampfmanager Bannon, der eine rechte Bewegung in Europa aufbauen möchte und sich dazu auch mit der AfD-Spitzenfrau Alice Weidel traf.

Verbrüderung der EU-Kommissionspräsidentin mit den Rechtsextremen

Besonders dreist treibt es in der EU vor allem auch die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU), die sich im EU-Parlament zweimal mit den Stimmen von Rechtsaußen in ihr Spitzenamt wählen und auch mit Hilfe der Rechten wiederwählen ließ und somit den Rechtsextremen ihren Posten zu verdanken hat. Die machtbewusste „Wiederholungstäterin“ auf der Suche nach Bündnispartnern rechts von der CDU im neuen EU-Parlament verdankte schon in der letzten Wahlperiode der Fidesz-Partei des ungarischen Rechtspopulisten Orban und den polnischen Nationalisten der PIS-Partei in 2019 ihre Wahl als Kommissionspräsidentin mit hauchdünner Mehrheit und verärgerte damit das EU-Parlament.

CDU-Chefin Angela Merkel hatte dazu im Vorfeld eigens den damaligen CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nach Polen geschickt, um bei PIS-Parteichef Kaczyński für die deutsche Kommissionskandidatin zu werben; sie selber führte dazu Telefongespräche mit Victor Orban. In den meisten Medien wurde dies nicht skandalisiert (anders als beim Tabubruch im Thüringer Landesparlament im Fall Thomas Kemmerich, der sogar zum Rücktritt von CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer führte). Bei ihrer Wiederwahl zur zweiten Amtszeit benötigte und bekam Ursula von der Leyen wieder Stimmen von rechts.

Mitte-Rechts-Bündnis durch Unionspolitiker im EU-Parlament etabliert

Als geeignete Bündnispartnerin betrachtet EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) längst die umworbene postfaschistische Partei „Fratelli d`Italia“ der italienischen Regierungschefin Meloni, mit der sie eng befreundet ist. Auch hatte die französische Rechtsnationalistin Marine Le Pen von der rechtsnationalen und europa-skeptischen Partei „Rassamblement National“ (vormals Front National) ebenfalls eine Zusammenarbeit angeboten.

Mit einem solchen Dreierbündnis würde die CDU-Führung die Brandmauer zwischen Konservativen und Rechtsaußenparteien nach rechts von Giorgia Melonis Partei verschieben, um mit einem „Mitte-Rechts-Bündnis“ die Machtposition ihrer Spitzenkandidatin Ursula von der Leyen zu sichern, wie die ARD-Sendung Monitor am 23. Mai 2024 berichtete. Erstaunlich waren die sehr verhaltenen Kommentare in den meisten Medien auf die Ankündigung der CDU-Spitzenkandidatin, die postfaschistische italienische Partei Melonis, in der es auch Mussolini-Anhänger gibt und vereinzelt der Hitlergruß gezeigt wird, als künftige (geläuterte) Bündnispartnerin im EU-Parlament zu betrachten.

AfD braucht nur zuschauen, um zu ernten – Brandmauer fällt!

Mit dieser Anbiederungs- und Bündnispolitik führender CDU-Politiker auf allen politischen Ebenen braucht die AfD nur zuzuschauen, um in den nächsten Jahren zu ernten? Gerade erlebt sie, wie sich nach der FDP ein weiterer Konkurrent in der Parteienlandschaft, nämlich die SPD zerlegt und verzwergt. Spätestens nach den bevorstehenden Landtagswahlen wird die AfD wohl das erreichen, was sie in den ostdeutschen Bundesländern und sogar in der einstigen SPD-Hochburg Gelsenkirchen auf lokaler Ebene schon erreicht hat: Sie übertrumpft SPD und CDU und wird stärkste Kraft, getragen von enttäuschten Wählern und sozialen Verlieren, die danach erst recht ihr „blaues Wunder“ erleben werden.

Die Sorge aller Demokraten: Die CDU wird dann ihre einzige Machtoption nutzen, nämlich mit der geistverwandten AfD zu kooperieren in einem Mitte-rechts-Bündnis zunächst in den ostdeutschen Ländern und schließlich auch in der Bundespolitik. Nach den aktuell bevorstehenden Landtagswahlen in mehreren Bundesländern wird die Verführung für die CDU groß sein, sich mit der erstarkenden AfD zu arrangieren, um die eigene Macht zu erhalten. Ein Albtraum, aus dem uns allen ein böses Erwachen droht!

Auch die Kleinstadt Haltern am See bleibt nicht vom Rechtstrend verschont

Vor diesem Albtraum und Rechtstrend bleibt auch die bürgerliche und wehrhafte Kleinstadt Haltern am See nicht verschont, deren Ratsmitglieder sich tunlichst vor Tabubrüchen hüten sollten! Es sei daran erinnert: In Haltern, wo immer noch eine Willkommenskultur für Flüchtlinge und Migranten gepflegt wird, auch wenn Rechtsradikale mit Aufklebern im Stadtgebiet ihren Protest kundtun, konnte die AfD von Wahl zu Wahl stetig zulegen: Bei der Bundestagswahl 2021 gewann sie 4,5% hinzu, bei der Landtagswahl 2022 fast 6%, bei der Europawahl 2024 wiederum fast 3%, und bei der Bundestagswahl 2025 um 8,1% gegenüber der letzten Bundestagswahl, so dass sie sich von 5,5% auf 13,6 % steigerte. Bei der Kommunalwahl bekam sie dann auf Anhieb über 11% und erhielt damit 5 Sitze! Dies ist alarmierend. (In der Nachbargemeinde Olfen wurde die AfD mit über 19% sogar zweitstärkste Partei).

Ihren Durchbruch in dieser Region erlangte die AfD hier vor allem bei der zurückliegenden Europawahl, obwohl zigtausende Menschen wochenlang in allen Ruhrgebietsstädten gegen Rechtsextremismus auf die Straße gegangen waren – offenbar vergeblich, denn der Rechtsruck ist trotzdem eingetreten: Im benachbarten Gelsenkirchen hat die AfD zuletzt bei den Europawahlen mit 21,7% sogar die SPD überholt. Auch in mehreren Städten des Kreises Recklinghausen holte sie ihre landesweit besten Resultate über dem Landes- und Bundesdurchschnitt, z.B. In Marl und Gladbeck mit fast 20%, aber auch in den anderen Städten zwischen 17 bis 19%, weit über dem Landes- und Bundesdurchschnitt von 12,65 bis 15,9%. In Marl hält sie zudem gerne ihre Landesparteitage ab.

Mehrere tausend Bürger in Haltern wählen rechts

Bei der letzten Bundestagswahl, wo die AfD in der Vergangenheit in Haltern nicht über 10% hinauskam, erreichte sie diesmal in Haltern fast 14 %, (im Ortsteil Hullern sogar fast 23% !), obwohl CDU und SPD hier deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegen und auch die Grünen leicht darüber. Während einerseits mehrere tausend Halterner zweimal gegen die AfD demonstriert hatten, wählten andererseits über 3.600 Halterner dennoch die AfD. (Das ist vergleichsweise so viel wie die gesamte Einwohnerzahl des Halterner Stadtteils Lippramsdorf).

Der AfD-Wahlkreiskandidat im Wahlkreis 121 (Recklinghausen II mit Haltern) lag sogar mit fast 21% im AfD-Bundesdurchschnitt und deutlich vor dem grünen Direktkandidaten, der nur 7% erhielt. (Die mit 88% hohe Wahlbeteiligung in Haltern brachte auch bisherige Nichtwähler an die Urne, überwiegend auch zugunsten der AfD.) Es ist auch hier in Haltern „5 vor Zwölf“, wenn nicht sogar bald “5 nach 12”, wie auf einem Plakat bei der örtlichen Demo für Demokratie und gegen rechts zu lesen war. Allein mit Gegen-Demonstrationen „gegen rechts“ ist es auch in Haltern nicht getan, ebenso wenig mit dem Fingerzeig auf die verantwortliche Landes- oder Bundespolitik.

Gute Kommunalpolitik vor Ort als Bollwerk gegen rechts

In anderen Regionen des Landes sind die dort viel niedrigeren AfD-Wahlergebnissen im nur einstelligen Bereich auch auf erfolgreiche Regional- und Kommunalpolitik vor Ort zurückzuführen, die dort offenbar besser gelingt als im nördlichen Ruhrgebiet, wie das Beispiel Münster zeigt mit unter 5% für die AfD. Bei der Kommunalwahl 2025 erreichte die AfD auch in Städten wie Bonn, Aachen und Köln nur einstellige Werte zwischen 6% und 7% bis 9%. Im benachbarten Kreis Coesfeld lag sie bei nur 9,2%. In zahlreichen weiteren Städten erreicht die AfD nur unter 10%, wie z.B. in Freiburg, Heidelberg, Tübingen, Stuttgart und Karlsruhe, ebenso in Teilen von Hamburg und München.

Urbane Städte mit Studenten und vielen akademisch gebildeten Menschen (sowie mit hohem Anteil Grünen-Wählern) und bürgernaher Kommunal- und Wohnungspolitik auch für soziale benachteiligte Schichten können sich dem AfD-Zuwachs erfolgreich erwehren. Auch die urbane Kleinstadt Haltern hat eine einkommensstarke Bevölkerung mit überwiegend hohem Bildungsstand und sozialem Engagement, aber mit enormen Problemen auf einem nicht bezahlbaren Wohnungsmarkt, der ein aktives Gegensteuern erfordert, um keine frustrierten Wählerinnen und Wähler zu erzeugen.

Keine Normalisierung der lokalen Zusammenarbeit mit der AfD

Völlig verkehrt und kontraproduktiv wäre hingegen eine „Normalisierung“ der Zusammenarbeit mit der AfD im Stadtrat oder eine Wiederholung dessen, was eine Halterner CDU-Ratsfrau und ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete aus Haltern während der „Bauernproteste“ im Januar 2024 sich unter Billigung der Halterner CDU geleistet hat – als sie im Gleichklang mit den Rechtspopulisten mit einem skandalösen Plakat gegen den vom Pöbel bedrängten Bundesumweltminister die „Umsturz-Phantasien“ des Bauernprotestes unterstützte. Rechte Umtriebe in der „Haltern-Partei“ kommen nur denen zugute, die man zu bekämpfen vorgibt, aber die Brandmauer damit auch vor Ort weiter ins Wanken bringt. Wenn in Kürze bei den bevorstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland die verbleibenden Machtoptionen für die CDU nur mit der obsiegenden AfD realisierbar wären, wie positioniert sich dann die CDU hier vor Ort zu den richtungspolitischen Klimmzügen?

Dieser Beitrag erschien zuerst im “Lokalkompass”, hier mit freundlicher Genehmigung des Autors. Einige Links wurden nachträglich eingefügt.

CDU wird “Brandmauer” öffnen – Beueler-Extradienst

@janboehm
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@arthurdent wieso erwähnst du nicht den #jensspahn?

Er hatte ein gesetzt erlassen, dass die Krankenkassen alle Rücklagen aufzubrauchen haben. Somit konnten für Beiträge auf niedrigen Niveau gehalten werden. Das diese Blase anschließend Platzt war von vorhinein klar!
https://istspahnnochimamt.de/

Des weiteren gibt es heute weniger Krankenkassen als noch vor vielen Jahren.

Ist Spahn noch im Amt?

Leider ist Spahn noch im Amt ☹️