Mit Essen spielt man (nicht)

Essen und Nahrungsmittel im Rollenspiel: Einsatzmöglichkeiten, Abenteueraufhänger und Beispielrezepte

Ein Gastbeitrag von Brigitte Massek aka Carabas Crafts.  Vielen lieben Dank an dieser Stelle.

Wenn ich an meine Rollenspielrunden zurückdenke, erinnere ich mich an Berge von Knabberkram am Tisch, Essenspausen mit bestellter Pizza oder das gemeinsame Kochen an einem langen Rollenspielwochenende. Ob das gesund war oder nicht, sei dahingestellt, aber es ist auch unbestreitbar, dass die meisten von uns ziemlich ähnliche Erinnerungen an Rollenspiel haben. Auch das Spielen am Tisch selbst erinnert häufig an eine große Familie, die sich zum gemeinsamen Essen und Austausch trifft.

Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass Schokolinsen als Gummipunkte oder Gummitiere, die sogar farbkodiert werden können (besonders Kreative mod-en sie sogar), als Gegner auf den Karten Verwendung finden. Schließlich darf die Person, die den finalen Schlag ausführt, auch den süßen (oder sauren) Platzhalter essen.

Genauso wenig überrascht es, dass auch in den Spielen selbst Essen bzw. Nahrung oft eine Rolle spielt. Manchmal ist es eine Hungersnot, die Held*innen dazu zwingt auf die Jagd zu gehen oder wie bei einigen Survival Games Buch über die eigenen Vorräte zu führen. Auch die Beschaffung von bestimmten Lebensmitteln kann ein guter Aufhänger für einen Plot sein:

  • Auf Grund einer Hungersnot, die durch die Folgen eines Krieges ausgelöst wurde, können sich die wenigen Bewohner*innen von Dorf X nicht mehr selbst versorgen und brauchen eine neue Nahrungsquelle. Vorbeikommende Reisende sind daher eine willkommene Hilfe, denn sie haben vielleicht auf ihrem Weg etwas entdeckt, das dem Dorf helfen kann.
  • Da der böse Y jedes Jahr mehrere Menschen für seine Gottheit opfern lässt, um seine unheilige Macht zu erneuern, wird eine Lotterie unter allen Anwesenden im Königreich ausgerichtet. Das Schicksal meint es nicht gut mit den Held*innen und sie sollen beim nächsten Neumond am Schafott enden. Am Abend vor der Zeremonie soll ein großes Bankett für alle ausgerichtet werden, an dem auch der König teilnehmen wird (hier gerne exotische Lebensmittel verwenden, damit der König seine Macht demonstrieren kann). Die letzte Chance das Essen zu vergiften oder Schlafmittel darunter zu mischen und zu entkommen oder den Bösewicht seiner gerechten Strafe zuzuführen.
  • Die Gruppe bekommt den Auftrag ein Rezept zu finden, um das Lieblingsessen der sterbenden W zuzubereiten, um sie glücklich in die nächste Welt gehen zu lassen, damit sie auf Grund ihrer besonderen Magie nicht als Banshi/ böser Geist/ [untotes Monster hier einfügen] wiederkehrt. Doch das Rezept ist verschwunden und die Held*innen müssen sich beeilen, bevor es zu spät ist.
  • Im Wald verschwinden immer wieder Personen, weswegen die Abenteurergruppe gebeten werden nach dem Grund zu suchen. Nach mehreren Stunden werden sie von einem süßen Duft überrascht und finden wenige Zeit später eine Lichtung, auf deren Mitte ein Baum wächst. Seine Äste hängen schwer von Süßigkeiten und anderen Leckereien herab, ideal um nur die Hände nach dem leckeren Essen auszustrecken. Doch sollten sie das wagen, werden sie erkennen, was der Baum wirklich ist: ein gefräßiges Monster, an dem sie kleben bleiben werden und dass sie langsam in seine Krone zu seinem Mund führen wird, um sie zu verspeisen…
  • Die Tochter eines Verwanden eines Spieler*innencharakters ist krank geworden. Die Ärzt*innen sind ratlos, aber eine alte Legende spricht von einem mythischen Wesen in den Bergen, dessen Fleisch alle Krankheiten heilen kann. Gemeinsam machen sich die Abenteurer*innen auf die Suche, um diese Wesen zu erlegen und das Mädchen wieder gesund zu machen.

Aber Nahrungsmittel können noch viel mehr. Sie und die Art wie sie zubereitet werden zeigen auch den Unterschied zwischen den Ständen auf: so werden sich Bauer*innen hauptsächlich von Getreidebrei und schnell wachsendem Gemüse ernähren, Sklav*innen hingegen erhalten nur den Brei, während Soldat*innen sich ihre Mahlzeiten gelegentlich mit Fleisch aufbessern können und die Oberschicht alles essen kann, was und wann sie will und nicht einmal weiß, was auf ihren Tellern liegt. Reisendes Volk benötigt hingegen lang haltbare Lebensmittel, die sich gut transportieren und einfach verarbeiten lassen. Die Zubereitung einfacher Rezepte findet dabei am Lagerfeuer statt.

Eintopf

Ein Klassiker für jedes Lagerfeuer. Kann leicht mit ein paar anderen Zutaten abgewandelt werden.

Zutaten: Fleisch von einem Tier mit Klauen (ganz und fein zerkleinert), getrocknetes Fleisch in Gedärm, mehrschichtige Knollen, Knollen zur Ungeheuer Abwehr, Blut von Nachtschatten, Kräuter der Gegend, Bier, rote Bohnen, lange Feuerbohnen, aromatische Körner

Zubereitung: Beide Sorten Knollen und die Feuerbohnen hacken, Fleisch würfeln. Das Fleisch im heißen Feuertopf anbraten und bei Seite stellen. Die Knollen mit dem noch rohen, fein zerkleinerten Fleisch anrösten und anschließend alle anderen Zutaten, die das Feuer ertragen, hinzufügen, umrühren und mit geschlossenen Deckel 2 Stunden köcheln lassen. Anschließend Kräuter mit zarten Blättern hinzufügen und die Schüsseln gemeinsam leeren.

Energiespender

Perfekt um Energie nach einer Schlacht zurückzuerlangen oder die Batterien nach einer durchgearbeiteten Nacht in der Bibliothek wieder aufzuladen. Ebenfalls für das Kochen am Lagerfeuer geeignet.

Zutaten: gestockte Milch, Öl, Eier, süßes Pulver, Mehl, Backpulver, Verkaufsschlager des Alchemisten (weißes Pulver; findet man häufig bei Bäckern), 4 Äpfel, süße Gewürze nach Wahl

Zubereitung: Alle Zutaten, außer die Äpfel, glattrühren. Die eine Hälfte der Äpfel würfeln und in die Masse geben, die andere in Scheiben schneiden und darauflegen. Mit geschlossenen Deckel 45 Minuten backen bis der Teig braun ist.

Anmerkung für die Spielleitung

Sollten SCs sich dazu entschließen Monsterteile zu verwenden, liste je 3 positive und 3 negative Eigenschaften des Monsters abwechselnd auf und würfle mit 1W6. Das fertige Mahl verleiht nach dem Verzehr für mindestens eine Stunde die erwürfelte Eigenschaft. Um daraus einen Abenteueraufhänger zu spinnen, kann diese Zeit jedoch gerne ausgeweitet werden.
Kleiner Tipp: Es ist besonders schön, wenn ihr im Anschluss die Rezepte gemeinsam (im Dutch Oven oder Kochtopf) nachkocht.

Zutatenerklärung

Eintopf (Chili con Carne) Rindfleisch und Hack, Wurst, Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Kräuter, Bier, Kidneybohnen, Chilischoten, Kümmel

Energiespender (Apfelkuchen) Joghurt, Öl, Eier, Zucker, Mehl, Backpulver, Natron, Äpfel, z.B. Zimt

Bestimmte Gerichte können auch Erinnerungen und Gefühle hervorrufen. Vielleicht überlegt ihr euch beim nächsten Mal ein paar Gerichte, die euren Charakteren wichtig sind und welche, die sie gar nicht ausstehen können. Wie würde es sich anfühlen in einem niederschmetternden Moment von einem NSC oder einem SC das Lieblingsgericht zu erhalten? Oder was wäre, wenn euer Charakter Kartoffeln nicht ausstehen kann, weil er oder sie in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist und diese jeden Tag essen musste, die Held*innengruppe aber in ein Dorf gelangt, wo das Kartoffelfest gefeiert wird und eine Woche nur Kartoffelgerichte serviert werden?

Wie ihr seht, ist Essen mehr als Nahrung: es ist Nostalgie, Erinnerung, lebensnotwendig und das, was uns mit unseren Mitmenschen verbindet. Und hin und wieder dürfen wir gerne auch damit spielen.

#Essen #Nostalgie #PenPaper #penandpaper #pnp

Ölbaumplantage #29: Archipel der Helden

Für das Archipel der Helden benötigt eine verzweifelte/uninspirierte Spielleitung die folgenden Zutaten:

  • 3-5 Inselmassen auf hoher See, ich persönlich bevorzuge solche in einem mediterranen oder antiken Setting von eigener oder offizieller Machart aber das ist am Ende Geschmackssache.
    • Die Inseln selbst sollten überschaubar klein sein, zb höchstens 1-2 Städte aufweisen und ansonsten nur Siedlungen oder Wildnis – Kleinste Königreiche eben.
  • 3-5 ehemalige oder ungenutzte SC-Konzepte, denn die übliche Spielleitung neigt erfahrungsgemäß gern dazu, mehr Charaktere zum Spielen zu kreieren als sie spielen könnte.
    • Gerne auch gerade die SC-Konzepte, deren dramatische Vergangenheit oder außergewöhnliche Eigenheiten/Persönlichkeiten oftmals den restlichen Spieltisch überschatten können und sich viel eher als NSCs eignen denn SCs.

Diese Zutaten bereiten wir wie folgt vor:

  • Erinnert euch an die Ideen oder Erlebnisse die ihr einst mit diesen Konzepten hattet und schwelgt darin. Fähigkeiten, Persönlichkeit, Hoffnungen und Ängste – Je mehr ihr sie wiedererkennt desto besser.
  • Erhebt eure ehemaligen/ungenutzten SC-Konzepte zu den jeweiligen Herrschern der einzelnen Inseln. Als ehemalige Heldenfiguren haben sie (gerade in einem antiken Setting) Ruhm und Reichtum erlangt und sich aufgeschwungen in die herrschende Kaste.
  • Entscheidet euch, ob ihr eure Charaktere Wort-für-Wort übernehmt oder die Inselherrschenden nur nach ihnen modelliert/inspirieren lasst. Manchen Spielleitungen fällt es leichter, lieber nur zu transkribieren, als eine geliebte ehemalige SC den Launen der Spieltische auszusetzen.
    • Es ist auch durchaus ein spaßiger Prozess, eine ehemals heldenhafte SC nun als NSC-Widersacherin zu interpretieren, die Machtgier oÄ vorzieht.
  • Lasst euch von den Charakteristika eurer Inselherrscher inspirieren wenn ihr deren Hoheitsgebiet ausarbeitet. Gerade auf kleinen Inseln färbt es sehr auf die Untertanen ab, was ihre Königin möchte und was nicht.
    • Ist sie zB eine Priesterin, kann das Volk sehr gläubig sein und einen Tempel errichtet haben.
    • Ist sie zB eine Kriegerin, mag ihre Insel die größte Bootsflotte besitzen und Piraten jagen (oder sein).
  • Arbeitet Beziehungen zwischen den einzelnen Herrschenden aus. Selbst unter Verbündeten gibt es unterschiedliche Meinungen und Wertvorstellungen während Rivalen und Feinde stets für Unterhaltung der Spieltische sorgen werden.
    • Da die Herrschenden ehemalige SC-Konzepte der geneigten Spielleitung waren, kann sie diese sehr gut einschätzen und sich schnell Meinungsverschiedenheiten, Komplikationen oder Romanzen zwischen den einzelnen Herrschenden überlegen. Quests sind vorprogrammiert.
  • Lasst die Spieltische zwischen 2 der 3-5 Inseln aussuchen, wo sie ihre Abenteuer beginnen wollen. Dafür müssen sie natürlich auch bereits Informationen der zwei Auswahlen erhalten, um eine spannende Entscheidung fällen zu können.
    • Ideallerweise werden sie in ihren ersten Aufgaben bereits von dem Herrscher der ausgesuchten Insel beauftragt oder sind vielleicht befreundet, verwandt oder verschwägert!
  • Was das Archipel der Helden schafft, ist eine schnelle Erstellung eines Hintergrundsettings, das ganz ohne Zufallstabellen funktioniert (auch wenn man die natürlich noch zusätzlich zu Rate ziehen kann).

    Die geneigte Spielleitung kann nicht nur spontaner auf Hintergrundfragen oder Pläne der Spielenden reagieren, sondern auch Teile ihrer eigenen Konzepte in einer Weise ausleben, die ihr als Spielende vielleicht sogar verwehrt geblieben wäre.

    Hinzu kommt, dass die SCs nicht komplett in der Fremde verbleiben können und von Dorf zu Dorf ziehen, da sie früher oder später in See stechen müssen um andere Orte zu besuchen. Dann sind sie meist auf seefahrende NSCs angewiesen und bauen regelmäßig neue Beziehungen zu den einfachen Leuten wie auch den herrschenden Questgebern auf.

    Unterschiedliche Inseln kommen auch in einer Weise Themenparks nahe, die auch den Spielenden bei ihrer Charaktererstellung helfen können. Denn gibt es eine „Magierinsel“, wird der obligatorische Magierspieler sich durchaus überlegen, ob sein Charakter von eben jener Insel stammt und vielleicht sogar unter deren Herrscher gelernt hat.

    Insel-Archipele sind auch ein bisschen gestaltgewordene „Points-of-Light“-Settings, denn niemand weiß, ob auf hoher See nicht plötzlich doch eine weitere Insel auftaucht, die nicht auf den offiziellen Karten verzeichnet war.

    Die Möglichkeiten sind mannigfaltig. Eure SCs auch.

    Bis dahin!
    ~Eure Ölbaumpflanze

    #AbenteuerDesign #DIY #PenPaper #pnpde #Rollenspiel

    [OSR-Regeln] Der tote Niederländer raunt aus dem Grab: „Hätte ich daraus mal mehr gelernt!“

    Im Discord sprach Tintenteufel:

    Gestern einen schönen OSR-Moment in der Kampagne gehabt:
    Zufallsbegegnung auf der Hexfeldkarte. Zwei 1er = Remorhaz! 7+1W5 TW = 7+3 = 10 TW!! Gruppe Stufe 1.

    Wache in Angst und Schrecken, läuft weg und wirft die auf dem Hexfeld zuvor gefangenen Fische als Ablenkungsmanöver in den vereisten Wald. Ich lasse den Spieler die Monsterreaktion würfeln. 11!
    Remorhaz schluckt den Köder und ist gechillt.

    Die Gruppe zieht weiter in die eiskalte Nacht hinaus. Zelte weg, aber am Leben.

    Dafür erhielt die Gruppe 50% der Erfahrungspunkte.

    Ziemlich heftig für Stufe 1

    Als Reaktion auf diese Erzählung kam Rackhir auf die Überlegung

    XP für Nahtoderfahrungen

    Ziemlich spannender Gedanke. Wir kennen Erfahrungspunkte für Gold, Kampagnenmilestones, aber auch für das Erkundung von Orten (habe ich durch Jeff Rients kennen gelernt). Und natürlich für das profane Töten von Monstern.

    Doch aus der Entwicklung des Menschen wissen wir auch, dass wir ebenfalls am Scheitern lernen, am Versagen. Die Evolution zeigt, dass durch Nahtoderfahrungen ganz schön was eingehen kann auf das Erfahrungspunktekonto. Deswegen möchte ich in diesem Artikel etwas über diese Idee schwadronieren. Was mir daran gefällt, welche Stolpersteine ich sehe und wie die Umsetzung aussehen könnte.

    Die Gruppe hatte gerade beschlossen, die Expedition hier zu beenden, da begann Heinz auf der Orgel zu spielen. Das Notenblatt konnte er hervorragend lesen und so begab die okkulte Musik ihre Wirkung zu entfalten. Zuletzt, vielleicht auch aufgrund seines tierischen Intellekt, sprang der arme Alfred tanzend und mit einigen hundert Silbermünzen in die Grube hinab.
    Die Gruppe richteten böse Worte an Heinz und verabschiedende Worte, fast liebevoll, an den Niederländer. Dann ging man zurück an die Oberfläche.

    (Auszug aus unserem Spielbericht zu Der Ruf der Kröte – Gazerpress

    Diese Situation kam mir als erstes durch den Sinn. Sieht man von der Lehre „SPIEL NIEMALS EINE GOTTVERDAMMTE ORGEL IM DUNGEON!“ wäre es auch möglich gewesen, die übrigen Spielfiguren mit Erfahrungspunkte zu versehen. Immerhin sind sie selbst dem Tod knapp von der Schippe gesprungen, während der arme Alfred wortwörtlich dem Tod in die Arme gesprungen war. Davon leite ich ab:

    Regeloption 1

    Stirbt eine Spielfigur durch einen Gegner, Falle, Gift, Steinschlag etc., so erhält die Gruppe die Hälfte der Erfahrungspunkte des Verstorbenen als XP.

    Der arme Alfred hätte mit seinem Absprung der Gruppe immerhin 400 Erfahrungspunkte einbringen können. Bei sechs verliebenen Spielfiguren nicht viel, aber immerhin.

    Nun gibt es jedoch noch Situationen, in denen niemand sterben muss, wie man am Beispiel vom Tintenteufel sehen kann. Seine Herangehensweise finde ich völlig in Ordnung.

    Regeloption 2

    Kommt die Gruppe und folgenden Situationen nur knapp und durch schieres Glück mit dem Leben davon, so belohne sie mit den Hälfte  der Erfahrungspunkten für den Quell der Gefahr.

    Beide Regeloptionen sollten nach Bauchgefühl der Spielleitung angewendet werden. Tintenteufel hat es gespürt und angemessen gehandelt. Mein Innerstes sträubt sich dagegen, diese Gedanken in feste Regeln und Zahlen zu gießen. Auf alle Fälle sollten diese Regeln nicht in die gierigen Griffel von Spieler gelangen. Ansonsten wird vielleicht nur eine Spielfigur übrig bleiben, während alle anderen in abstrusen Unfällen sterben.

    -grannus-

    #17Jahrhundert #DungeonsDragons #Hausregeln #oldhammer #OSR #PenPaper #penandpaper #SwordsWizardry

    Kritischer Fehlschlag goes RollenspielWelten

    Seba und ich hatten die große Freude, mit Carl (nein, nicht unserem Carl) von den RollenspielWelten über alles Mögliche rund um den Kritischen Fehlschlag zu sprechen. Neben dem Blog ging es vor allem um:

    • Slumdogs, everyone’s favorite Cyberpunk-Rollenspiel, dessen Neuauflage gerade bei Uhrwerk erschienen ist. Denkt auch an den Abenteuerwettbewerb – bis 30.5. kann man noch was einreichen!
    • Erde & Wasser, das 5E-Megadungeon. Heft #1 ist gerade erschienen!
    • MiniD20, das schnelle Rollenspiel mit modernen Regeln für coole OSR-Abenteuer. Und auch das – SPOILER – erscheint bei Uhrwerk! Und gleich zwei neue Mini-Kampagnen gibt es auch auf der Spielseite!

    Hier ist das Video. Das Gespräch war echt gut und Carl (nein, nicht der Carl, der andere Carl) war ein freundlicher und interessierter Gastgeber, mit dem die Zeit wie im Fluge verging.

    Und wenn ihr noch mehr von Carl (nein, nicht der Carl, jetzt passt doch mal auf!) sehen wollt, sein Kanal RollenspielWelten ist sehr sehenswert! Er macht Videos zu allen möglichen Systemen und Themen, von D&D und Daggerheart bis Beyond the Wall und Splittermond und hat ein Herz für die Indie-Szene.

    #DD #DIY #ErdeUndWasser #Minid20 #PenPaper #pnpde #Rollenspiel #Slumdogs
    Das Team

    Seba Ich bin Jahrgang 84 und habe in den 90ern sehr jung mit DSA 2, DnD Basis und ein bisschen Shadowrun mit Rollenspiel angefangen. Dann gab es irgendwann eine ziemlich lange Pause und als ich wie…

    Kritischer Fehlschlag

    Erde & Wasser #1: Der Einstieg ins Abenteuer – Coming Soon!

    Erde & Wasser ist ein Megadungeon für D&D 5E 2014, das ich seit Jahren schreibe und playteste:

    • 38 Level mit über 350 Räumen
    • Pointcrawls mit über 100 Locations
    • Viele Storyfäden einer tiefen Sandbox

    Der Text ist größtenteils fertig, zurzeit läuft der zweite Playtest. Aber bei dieser Menge an Material war mir klar, dass ich das nicht alles auf einmal veröffentlichen könnte. Daran würde ich jahrelang herumfeilen und wahrscheinlich nie zum Ende kommen.

    Also ist der Plan jetzt, das Megadungeon über eine Serie von Booklets herauszugeben. Alles unter der OGL und einer CC-BY 4.0 Lizenz. Alles Human Made und ohne KI. Mit einem schicken Cover von Christian Laugsch!

    Das erste Booklet ist jetzt so gut wie fertig. Die letzte Korrekturschleife läuft und noch diesen Monat kommt es als kostenloses pdf hierher zum Download. Herunterladbare Karten-Dateien wird auf der Übersichtsseite geben, auch mit separaten Versionen für die Spielenden, die nicht alle Geheimnisse zeigen.

    Und als kleine Spoiler hier ein paar Eindrücke aus dem Heft.

    • EPSON MFP image

    Kommt mit in die Berge von Yar und ergründet die Geheimnisse von Erde und Wasser!

    #AbenteuerDesign #DD #DD5E #ErdeUndWasser #Megadungeon #PenPaper #pnpde #Rollenspiel

    Gratis-Rollenspiel-Tage 2026

    Die Gratis-Rollenspiel-Tage (GRT) sind dieses Jahr zum ersten Mal über ein knappe Woche verteilt. Das Event startet am Montag, 23. März und findet seinen Abschluss am Samstag, den 28. März. An dem Tag nehmen wir mit der Dungeon-Crawl-Classic-Kampagne "Helden von Ludovicum" an den GRT teil.

    Am Samstag, 2 ...

    https://www.bellator-aleae.de/2026/03/gratis-rollenspiel-tage-2026/

    #DCC #OffeneVeranstaltung #PenPaper #Rollenspiel #Veranstaltung #Vereinstreff

    Die Bramtaler Geschichten gehen weiter.
    Die Abenteurer reisten durch ein Portal, durchsuchten eine schwarze Dschungelpyramide, kämpften gegen Mischwesen und entdeckten, dass eine Göttin einen Makel hat. Sie kehrten mit mehr Fragen zurück.
    #swordandwizardry #penpaperde #ttrpg #penpaper #pnp

    Anhang KF: Wie Ihr Wünscht!

    Dieser Monat ist, wie ihr, die verehrte Leserschaft es vielleicht bemerkt habt, geprägt von unseren persönlichen Inspirationsquellen. Was bewegt uns, kreativ zu werden, zu schreiben, zu zeichnen oder einfach nur… zu sein!

    Die Brautprinzessin

    Ich war, vermutlich, ca. 10 Jahre alt, als ich in einem kleinen Kino im Saarland, in den Ferien, den Film „Die Braut des Prinzen“ gesehen habe. Der Film war nicht neu, der Kinostart war 1988 und es müsste so 1992 gewesen sein als ich den Film das erste mal gesehen habe. Aber ich war direkt begeistert, Abenteuer, Schwertkämpfe (Die besten der Filmgeschichte, versucht mich vom Gegenteil zu überzeugen), Monster, Riesen, Wunder und natürlich: „Wahre Liebe“

    Das Buch war nicht mein erstes Buch das ich gelesen habe, aber der Film hat mich schon absolut fasziniert und das Buch noch um längen mehr. Es greift klassische Tropes auf und dreht sie auf 11. Der Witz, Charme und die Spannung sind für mich eine perfekte Blaupause für Abenteuer Geschichten.

    DuckTales – Neues aus Entenhausen

    Meine liebe zu Pulpigen Abenteuergeschichten kommt jedoch aus einer ganz anderen Ecke. Onkel Dagobert, Tick, Trick und Track und Quack der Bruchpilot waren meine wahren Helden der Kindheit. Die Geschichten waren zwar Kindgerecht, aber trotzdem voller Abenteuer. Ich erinnere mich noch genau an die Erstausstrahlung von „Das geheimnisvolle Schiff“ im April 1989. Dort finden die Neffen ein mysteriöses altes Holzschiff in Onkel Dagoberts Besitz, auf das es die Panzerknacker abgesehen hatten. Das Holzschiff selbst war eine Schatzkarte und führte die Familie Duck durch Dagoberts Schokoladenfabrik, nach Südamerika, in die Anden, rüber in die Antarktis bis sie endlich in Folge 5 das Tal der goldenen Sonne finden.

    Ich meine, was bitte ist das für ein Abenteuer und ab da war ich als Kind gehooked. Und die Neuinterpretation mit DuckTales (2017) ist nochmal besser. Wer Ideen für Pulp Abenteuer brauch, diese Serie ist Gold Wert.

    Der dunkle Kristall

    Ich geb es zu, als ich den Film zum ersten mal gesehen habe, hab ich ihn nicht verstanden und auch sehr gruselig gefunden. Aber der Film hat einen gewaltigen Eindruck hinterlassen und mir gezeigt, das man auch ernsthafte Geschichten mit Handpuppen erzählen kann. Das führte mich direkt zu Labyrinth, ebenfalls ein Meisterwerk von Jim Henson und mit den Muppet Filmen und Serien hat mich das wohl am meisten in meinem Stil geprägt. Weird and Whimsical wie es im englischen heißt.

    Gehen wir mal weg von den Filmen und Büchern und gehen hin zur Musik

    Musik verbindet

    Ich werde hier von diversen Musikalischen Einflüssen schwadronieren, die mich motiviert oder sogar inspiriert haben, das wird ein wilder Ritt durch diverse Genres.

    Soundtracks

    Soundtracks haben mich, dank der Bilder die ich durch die Filme dazu im Kopf hatte, immer wieder inspiriert und motiviert, auch wenn ich am Spieltisch nur selten Musik laufen habe.

    Beginnen wir mit einem Klassiker: Basil Poledouris epische Filmmusik zu „Conan der Barbar“. Über das geniale Intro mit dem Prolog müssen wir denke ich nicht reden. Aber auch Riddle of Steel ist großartig. Ach, das ganze Album ist einfach ein Meisterwerk für Fans der Sword and Sorcery.

    Machen wir weiter mit James Horner und dem Willow Soundtrack, schlägt bei mir in eine ähnliche Kerbe wie Conan, jedesmal wenn ich Willow’s Theme höre schreit es in meinem Kopf nach Abenteuer.

    Und weil wir nicht nur in der Fantasy Ecke bleiben wollen, noch schnell einen Abstecher zu Vangelis „Blade Runner“ Main Theme. Die Megacity immer im Hintergrund, die dystopische Zukunft die durch die Musik bedrohlich über allem liegt. Gänsehaut pur.

    Heavy Metal

    Ich hab durch meinen älteren Bruder sehr viel Heavy Metal Einflüsse bekommen, beim Hausaufgaben knechten hab ich den Plattenspieler angeworfen und mir die Platten von meinem großen Bruder geschnappt. Ein paar der Bands und Songs haben mich in andere Welten entführt und mir Bilder im Kopf gezauber.

    Running Wild: Port Royal – Durch den Film „Die Braut des Prinzen“ (Aber auch „A Pirat Movie“) war ich ein großer Piraten Fan. Da lag es nicht fern das ich Running Wild sehr inspirierend fand, besonders Port Royal hat es mir damals sehr angetan, weil es ja Anfangs eine Geschichte erzählt.

    Iron Maiden: Aces High – Schlug in eine ähnliche Kerbe wie Running Wild. Durch Churchills Speech am Anfang des Live Albums wurde eine Geschichte erzählt und der Sound von Maiden brachte mich ins Cockpit einer Spitfire im zweiten Weltkrieg. Ich hatte direkt Bilder im Kopf, es war episch.

    Rhapsody: Emerald Sword – Blind Guardian wäre jetzt zu einfach gewesen, darum geh ich zu einem Album das mich zu meiner DSA Hochzeit begleitet hat, Rhapsody mit Emerald Sword war High Fantasy wie ich es zu der Zeit brauchte. Auch mit einer Geschichte die erzählt wird, heute find ich die Musik etwas „Crinch“ wie es die Jugend betiteln würde, aber es gehört zu meiner Inspiration.

    Rap

    Okay, dieser Abstecher wird kurz, aber definitiv sehr Mächtig. Wir bewegen uns jetzt in einen Bereich der mir erst die letzten 2 Jahre, und nur mit einem Künstler, viel Inspiration verschafft hat.

    Ren

    Warnung: Die Songs und Videos von Ren sind sehr graphisch, es werden sehr viele schwierige Themen angesprochen, Depressionen, Bipolare Störungen, Krankheit, Gewalt, bitte informiert euch erst vorher bevor ihr wild in die Videos klickt.

    Aber: Es gibt für mich keinen größeren Künstler unserer Zeit als Ren. Viele betiteln ihn als den Shakespear unserer Zeit, und das ist nicht übertrieben. Ren erzählt Geschichten, teils von seinem Leben, teils Fiktion die aber wahr sein könnte. Seine Liedtexte sind genial geschrieben, emotional und treffen genau den Punkt.

    Sein neuestes Werk „Ren – Vincent’s Tale – Starry Night“ (Polit- und Gesellschaftskritik, Gewalt durch Exekutive) ist ein Teil seiner Vincent’s Tale Storyline (Ja, seine Songs bauen aufeinander auf) und hat in Akt III sein absolutes hoch. Dieser Song hat mich zu einem Projekt inspiriert an dem ich aktuell arbeite.

    We are the Bug – Inspiration umgesetzt

    „We are the Bug“ ist ein Cyberpunk Rollenspiel in dem es wirklich mal um den Widerstand gegen die Mächtigen geht. Viele Cyberpunk spiele vergessen den Punk in ihrem Setting, das will ich mit „We are the Bug“ ändern. Der Titel ist eine direkte Anspielung auf Ren’s leben, er wurde in jungen Jahren von einer Zecke gebissen und hat seit dem Lyme-Borreliose weil er falsch diagnostiziert und behandelt wurde. Jetzt sind wir dran die Zecke zu sein und die Mächtigen krank zu machen.

    Das nur als kurzer Abstecher um zu zeigen was aus einem Anhang KF werden kann.

    Fazit

    Inspiration kann von überall her kommen. Seien es Filme, Bücher, Comics, Soundtracks oder aus einer ganz schrägen Richtung. Ich kann euch hier nur einen kleinen Auszug meiner Quellen geben, dafür versuche ich sie mit meinen Emotionen zu verbinden.

    Es gibt noch viel mehr was mich Inspiriert, das alles aufzuzählen würde die Seiten sprengen. Aber jetzt seid auch mal ihr gefragt, schreibt doch mal in die Kommentare was euch so inspiriert.

    Bis dahin: Bunt ist das Dasein… Uuuund… VOLLE KANNE HOSCHIS! (Wer diese Inspirierenden Worte erkennt, ist ein voll krass alter Hoschi!)

    #AnhangKF #AnhangKF #DIY #PenPaper #pnpde #Rollenspiel
    Die Brautprinzessin – Wikipedia

    Anhang KF: Seba – gut geklaut ist halb gewonnen

    Machen wir uns nichts vor: Anhang N, beziehungsweise Anhang KF ist nichts weiter als die Offenlegung, dass Kreativität zu 90 Prozent Illusion ist. Zum Glück ist mein Gedächtnis ziemlich selektiv, sodass ich mir manchmal einbilden kann, ich hätte mir etwas selbst ausgedacht. Das hält einer kritischen Prüfung nicht oft stand. Ich remixe Ideen. Das ist auch nicht schlimm, denn das machen alle anderen ja auch.

    Leo Tolstoy sagte sinngemäß: „Es gibt zwei Geschichten: Jemand geht auf eine Reise und Jemand Fremdes kommt in die Stadt.“ Man könnte sogar sagen, dass das die gleiche Geschichte, nur aus unterschiedlichen Perspektiven ist.

    Inspiration von Rollenspielen

    Rackhir, der alte Fuchs, wollte kategorisch ausschließen, dass wir anderes Rollenspielmaterial als Inspirationsquelle nennen. Das ist für mich schwierig, weil das tendenziell meine größte Quelle ist.

    Dabei geht es weniger darum, das Gleiche zu machen, was es schon gibt, sondern um den Vibe von Szenen. Wenn ich als Spieler oder Spielleiter in einer Rollenspielrunde sitze, passieren manchmal Dinge, die noch ein bisschen cooler sind als der Rest des Spiels. Solche Momente seziere ich im Nachgang und versuche zu begreifen, warum das gut funktioniert oder besonders Spaß gemacht hat. Und dann versuche ich, etwas zu schreiben, was möglichst einen ähnlichen oder den gleichen Effekt hat, ohne genau das gleiche zu sein.

    Wow, Seba verfehlt das Thema komplett. Jetzt kommen aber Sachen, die irgendwie im Sinne des Anhang N (bzw. KF) sind. Ich wollte das nur einmal klären, weil das oben genannte VIEL mehr mein Modus Operandi ist, als das folgende.

    Seba und die Literatur

    Der Legende nach ist das erste Buch, das meine Mutter mir vorgelesen hat, „Der kleine Hobbit“. Das erklärt eine Menge. Auch mein Vater ist Fantasy-Fan. Ich hatte nie eine Chance.

    Meine ersten selbstgelesenen Autoren sind zwei Terrys: Terry Brooks und Terry Pratchett. Ich hatte als Kind ziemlich schlimme Migräne, die Gott sei Dank in der Pubertät einfach verschwand, nachdem vorher niemand helfen konnte. Ich habe sehr viel gelesen, weil ich Sonnenlicht nicht gut ertragen konnte. Ich habe eigentlich alles gelesen, was es bei meinen Eltern gab. Das war ziemlich viel. Und dann hab ich noch mehr gelesen.

    Ich hab dann später Literaturwissenschaft studiert. Seitdem lese ich deutlich weniger. Immerhin kann ich mich Magister nennen, was irgendwie auch ziemlich Fantasy-mäßig ist.

    Ich möchte damit sagen: Ich habe wirklich sehr sehr viel gelesen und dann ungefähr im Jahr 2010 fast komplett damit aufgehört. Ideen, Emotionen, Erzählstile und Methoden verschwimmen ein wenig in meinem Kopf.

    Wenn ich mich auf etwas festlegen müsste, lande ich insgesamt bei britischem Stil. Ernste Themen mit humoristischem Zynismus betrachten ist mein Ding. Das schlägt sich relativ stark in meinem Krams nieder. Mein liebstes Buch von Pratchett ist „Jingo“ oder zu deutsch „Fliegende Fetzen“. Es geht um Rassismus. Es ist schreiend komisch.

    Seba und die Cineastik

    Ich würde sagen, Filme haben einen größeren Einfluss auf mein Rollenspiel als Bücher. Ich mag Gangster-Kram. Am liebsten britisch. Snatch, Departed, Gentlemen, Goodfellas. All sowas. Wenn ihr ein gutes Stadt-Abenteuer spielen wollt, guckt euch diese Filme an und überlegt euch, wie man sie in eine Gruppenaktivität verwandeln kann. Egal ob Fantasy oder Cyberpunk. Das geht immer.

    Fantasy-Filme mag ich schon auch, aber die sind zu railroady 😀

    Seba und die Musik

    Punk, Hardcore und Heavy Metal sind mein Ding. Da halte ich es so ähnlich wie bei den Filmen oben. Die Fantasy-Power-Metal-Sachen SCHEINEN erstmal offensichtlicher für Einflüsse zu sein. Ist aber nicht so.

    Vielmehr die sozialkritischen, wütenden Hardcore-Songs verschaffen mir Ideen. Ich bin eigentlich viel zu privilegiert, um das wirklich nachfühlen zu können, aber Vieles zupft da einfach an meiner Seele.

    Platten-Empfehlungen: Sick of it all – Death to Tyrants / Blood for Blood – Outlaw Anthems / Bad Brains – I Against

    Es gibt eine erhebliche Ausnahme. Das Rollenspiel Rock & Stone habe ich zu hundert Prozent nur geschrieben, weil ich das Lied „Diggy Hole“ von Windrose ungefähr 48 Stunden in Dauerschleife gehört habe. Ihr findet fast die komplette erste Strophe des Lieds in den Regeln. Wer am meisten findet, kriegt ein Druck-Exemplar geschenkt 🙂

    Seba und die Videospiele

    Wir sind Anno dazumal von DSA zu AD&D gewechselt, weil wir Baldur’s Gate so toll fanden. Ja, das alte, nicht Baldur’s Gate 3. Mein Dungeon-Design ist noch immer ERHEBLICH von den PC-Spielen beeinflusst. Mir wird deshalb mitunter vorgeworfen, dass es in meinen OSR-Abenteuern viel zu viel magische Waffen und mächtige Gegenstände gibt. So war das halt in den PC-Spielen. Hinter jedem Baum lag ein Schutzring oder ein Flammenschwert. So mag ich das und so bleibt das auch.

    Ansonsten LIEBE ich ARPGs. Also Diablo und solchen Kram. Ich liebe Powergaming und Min-Maxing. Ich bin bei Pen & Paper nur zu faul dafür. Und für die komplexeren Spielsysteme irgendwie zu blöd.

    Sebas Schlusswort

    Alles, was da oben steht bildet in meinem Kopf ein großes Mischmasch. Ich kann wirklich selten sagen, woher ich eine Idee konkret habe. Hin und wieder nehme ich etwas aus einem Medium und versuche es, für Rollenspiel nutzbar zu machen. Manchmal funktioniert das sogar. Aber ich glaube, die größte Inspirationsquelle für Rollenspiel ist und bleibt bei mir Rollenspiel.

    Also: Wenn ihr gut darin werden wollt, Abenteuer für Rollenspiele oder die Spiele selbst zu entwerfen: Spielt mehr. Alles andere ist Hintergrundrauschen.

    Viel Erfolg,

    -Seba

    #AnhangKF #DIY #penPaper #pnpde #Rollenspiel
    Der Anhang KF

    „Anhang N“ ist inzwischen so ein geflügelter Begriff geworden, der mancher und manchem bekannt ist, der oder die nicht den AD&D Dungeon Master’s Guide von 1979 gelesen hat. In…

    Kritischer Fehlschlag

    Der Anhang KF

    „Anhang N“ ist inzwischen so ein geflügelter Begriff geworden, der mancher und manchem bekannt ist, der oder die nicht den AD&D Dungeon Master’s Guide von 1979 gelesen hat. In diesem Anhang N mit der Überschrift „Inspirational and Educational Reading“ gab Gary Gygax den Lesenden eine Liste mit Autoren und Autorinnen sowie deren Bücher und Buchreihen mit, die er als Lektüre zur Inspiration empfahl. Diese Werke, so darf man annehmen, standen bei der Entwicklung von D&D Pate.

    Wir fanden die Idee toll, so etwas für uns auch einmal zu machen. Zum einen lernt man dabei ein bisschen was über die eigenen Inspirationen, zum anderen kann man dann ganz viele coole Anregungen von anderen mitnehmen. Also werden wir im Februar eine kleine Blogreihe herausgeben, in der Autor:innen des Kritischen Fehlschlags ihren persönlichen „Anhang KF“ präsentieren: mit den Werken, die sie inspirieren und zum Rollenspielen und Spielleiten anregen und motivieren.

    Wir wollen uns dabei nicht nur auf Bücher beschränken, sondern sind für alle Medien offen, inklusive Filme, Musik, Computerspiele usw. – bloß keine Rollenspielwerke im engeren Sinne. Es soll dabei weniger darum gehen, warum ein bestimmtes Werk lesens-, sehens- oder hörenswert ist (das setzen wir voraus!), sondern was sie in uns zum Klingen bringen, wie sie uns anregen und warum wir gerne zu ihnen zurückkehren.

    Freut euch also auf die folgenden Beiträge:

    • 4.2. – grannus
    • 7.2. – kiki
    • 9.2. – Ölbaumpflanze
    • 11.2.- jakob
    • 14.2. – Seba
    • 16.2. – Rackhir
    • 18.2. – Jocke
    • 21.2. – Azradamus

    #AnhangKF #DIY #PenPaper #pnpde #Rollenspiel