Die Frage nach dem Abendessen.
Ein tägliches Tribunal.
Sie nennt drei verschiedene Restaurants. Bietet pragmatische Lösungsansätze.
Ich blockiere den Italiener. Die Stühle dort haben keine Filzgleiter. Ein akustischer Albtraum auf Terrakottaboden.
Sie schlägt den Inder vor.
Ich verweise auf die unsichere Parkplatzsituation. Dreimal den Block umrunden treibt meinen Puls sofort auf 128.
Dann eben der Grieche an der Ecke.
Ich atme flach. Der Kellner dort fragt immer, wie mein Tag war. Eine völlig inakzeptable Grenzüberschreitung.
Sie legt das Telefon weg. Reibt sich erschöpft die Nasenwurzel.
Zwei Stunden sind vergangen.
Wir haben immer noch nichts bestellt.
Ich betrachte sie von der Seite.
Frauen und ihre sagenumwobene Unentschlossenheit.
Es bleibt ein absolutes Mysterium der Natur.
Ich kaue stumm auf einer ungetoasteten Scheibe Graubrot.




