Ein Tempolimit auf Autobahnen für E-Autos, die großteils mit PV-Strom geladen werden, ist ungefähr so sinnvoll wie 30er-Zonen für E-Autos zur Abgasvermeidung. Und ja, Reifenabrieb habe ich einbezogen. 🤡

Von Verkehrsforschern wie Andreas Knie, die ihr ganzes Leben in Großstädten verbracht haben, erwarte ich keine Differenzierung mehr. Hauptsache das eigene Nahverkehrsticket ist günstig, querfinanziert von Leuten auf dem Land, die den ÖPNV gar nicht nutzen können.

#Tempolimit #Verkehrswende

@jom Wer fordert denn ein Tempolimit nur für eAutos?

Verkehrsregeln müssen einfach und allgemein verständlich sein. Deshalb “30 wegen Lärmschutz / Abgas” auch für eAutos und deshalb haben sie auch eine Schadstoffplakette.

Ich wage zu behaupten, das die eAuto-Fahrer sich wohl am wenigsten über ein Tempolimit beschweren würden.

“Ich baller mit dem Coupé mit 240 über die Bahn, dat is meine Freiheit!” — oder findest du dich da wieder?

@web_martin Ein pauschales Tempolimit mit der CO2-Begründung greift zu kurz. Bei E-Autos ist dieses Argument nicht stichhaltig. Mit einem E-Auto lassen sich auf freier Strecke problemlos 200 km/h fahren. Andere Gründe, die dagegen sprechen, verlieren mit dem technologischen Fortschritt zunehmend an Gewicht. Auf 160 km/h könnte ich mich einlassen. 100 km/h hingegen würde meine Pendelzeit erheblich verlängern, zumal es auf meiner Strecke keine sinnvolle Öffi-Verbindung gibt.
@jom Nochmals: Verkehrsregeln müssen einfach und für alle verständlich und gleich sein.
Das ist nicht der Fall, wenn man einer Art Fahrzeuge etwas zugesteht, anderen aber nicht, ohne bauliche Veränderungen einzuführen.

@web_martin @jom

#Tempo100 auf der #Autobahn, #Tempo80 auf der #Landstraße und #Tempo30 in Ortschaften ist nicht nur für's #Klima gut, sondern auch für die #Verkehrssicherheit. Darum 👍 für ein generelles #Tempolimit, egal ob #Verbrenner, #Elektroauto oder #Fahrrad.

@lerk Sag mir, dass du in der Stadt wohnst, ohne mir zu sagen, dass du in der Stadt wohnst.

@web_martin @jom

Für die CO₂-Emissionen ist sowieso nicht relevant, ob ein bestimmtes #EAuto mit PV-Strom geladen wurde und ein anderes mit #Kohlestrom (für das dann doch #Tempolimit gilt?). Sondern nur die Emissionen bezogen auf den allgemeinen Strommix. Das waren 2024 noch 363 g/kWh, durch #ErneuerbareEnergien zum Glück mit fallender Tendenz. Daher für generell #Tempo100 auf der #Autobahn!

#Verkehrswende #Klimaschutz

@lerk @web_martin @jom

Ist das mit den 100km/h auf Autobahnen nun eine Verhandlungsnebelkerze, damit man was zum Verhandeln hat?

Warum wollt ihr denn sogar "besser" als z.B. Frankreich sein?

100 auf der Autobahn, wer's mag, ich mach's manchmal, um die Reichweite auszutesten. Aber das ist schon laaangsam.
Und die Akzeptanz, das durch zu setzen... ich weiss nicht...

Meine Meinung - wie Frankreich wäre super.
Und... ich mag Frankreich ;-)

@SaschaWenger @web_martin @jom

Ob es durchsetzbar ist? Im #Autoland DE vermutlich nicht so einfach. Aber sinnvoll wäre es.

"#Tempo100–80–30 fordert in #Deutschland ein Bündnis von @VCDeV, @ADFC, #VSF, #BUND, @greenpeace_de, #VerkehrsunfallOpferhilfe, #Klimaschutz im #Bundestag, GdP NRW und #HannovAIR. Initiator ist die @umwelthilfe"

https://de.wikipedia.org/wiki/Tempolimit#Deutschland

Schade, daß sich weder #Grüne noch #DieLínke zu 100-80-30 bekennen.

Tempolimit – Wikipedia

@lerk @web_martin @jom @VCDeV @ADFC @greenpeace_de @umwelthilfe

Ah, ok, Danke für die Info

Ich fände
130(oder 120)-90(oder 80)-30
schon super.

... und realistisch erreichbar.

@jom Okay, wir können ja die Quersubventionierung des ÖPNVs durch die Landbevölkerung einstellen wenn wir dafür auch die Kosten für den Straßenverkehr ausschliesslich von Autofahrern und nicht von der Allgemeinheit bezahlen lassen.

@343max Spannendes Gedankenexperiment! Wenn man die vollen Kosten des Straßenverkehrs (Infrastruktur, Unfallfolgen, Klimaschäden) wirklich komplett den Autofahrern aufbürden würde, wären das ganz andere Summen als das, was über KFZ- und Mineralölsteuer aktuell reinkommt. Da hast du einen Punkt.

Aber das ändert nichts am konkreten Problem: Das günstige Deutschlandticket zieht Mittel aus regionalen ÖPNV-Budgets ab, [1/2]

@343max [2/2] die auf dem Land dringend gebraucht würden. Bei einem Preis von z.B. 99 Euro wäre deutlich mehr Geld im System, um Taktung und Streckennetze dort auszubauen, wo es kaum Alternativen zum Auto gibt. Und „dann sollen Autofahrer halt alles selbst zahlen" geht an der Realität vieler Landbewohner vorbei, die schlicht keine echte Wahl haben, solange kein brauchbares ÖPNV-Angebot existiert.
@jom Man könnte problemlos auf dem Land Radikfrastruktur schaffen, mit E-Bikes könnte man da sehr viel reißen. Und ich glaube nicht, dass irgendeiner Autogegner hier irgendwas gegen eine deutlich fettere Subventionierung des ÖPNVs auf dem Land hat. Ein teureres Deutschlandticket würde das ganze noch mehr abwürgen und könnte ein Vorschlag der Autoindustrie sein.
@343max Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung: Sechs Monate lang musste ich aus medizinischen Gründen auf mein Auto verzichten. Der nächste Bahnhof liegt 7,7 Kilometer entfernt, dazwischen 300 Höhenmeter. Eine Busverbindung existiert nicht, Radwege gibt es genauso wenig. Wer glaubt, das sei im Winter irgendwie machbar, hat noch nie in einer solchen Lage gesteckt. Es schneit hier auch mehr, als in der Stadt.
@jom Schnee kann man von Radwegen räumen, kriegen wir bei Autostraßen ja auch ganz hervorragend hin. Und das es auf dem Land keine Alternativen zum Auto gibt ist mir klar, darum will ich sie ja schaffen. Was ist denn dein Argument dagegen?
@343max Dass Straßen hier im Winter geräumt sind, kann ich nicht bestätigen. Fahrradspuren halte ich für ausgeschlossen, Fläche ist zu teuer oder wird nicht verkauft. Realistisch passiert hier in zehn Jahren nichts, selbstfahrende Kleinbusse halte ich für wahrscheinlicher. Solange muss mir niemand erzählen, ein PV-betriebenes E-Auto stoße mehr CO₂ aus als ein halbleerer Dieselbus. Lieber Verbrenner dort verbieten, wo es Sinn ergibt, statt die Landbevölkerung auf dem Weg zum Arzt zu schikanieren.
@jom Du argumentierst nicht ehrlich. Du erzählst das man ja keine Alternative zum Auto hätte und nimmst das als Begründung warum man nicht in Alternativen zum Auto investieren dürfe. Das Auto ist mit großem Abstand das für die Allgemeinheit und das Individuum teuerste Verkehrsmittel, das sich bei weitem nicht alle leisten können. Es wäre so einfach gigantische Mengen Geld einzusparen indem man diese Alternativen ermöglicht. Das lehnst du aber ab.
@jom Selbstfahremde Kleinbuss gibt es zum einen nicht, zum anderen werden sie auf absehbare Zeit absurd teuer sein. Für den Preis eines solchen noch nicht existierenden Buses kann ich viele Kilometer Radweg bauen.
@jom Und für die Fläche haben wir eine einfach Lösung: Enteignung. Klar, das ist Kommunismus und darf nicht gemacht werden, außer es wird getan um eine Autobahn dann ist es richtig und gut.
@343max Ich stimme dir sogar zu. Aber erst muss die Alternative da sein, bevor beschränkt oder verboten wird. Eine realistische Alternative zum Auto ist auf dem Land nicht in Sicht. Investiert wird in Fernstrecken oder Prestigebahnhöfe in Großstädten wie Stuttgart, nicht in Öffi-Infrastruktur auf dem Land. Meine Familie würde lieber heute als morgen auf das Auto verzichten, aber davon sind wir weit entfernt. Und es ist keinerlei politischer Wille erkennbar, daran etwas zu ändern.
@jom Du hast gerade geschrieben, dass du die Alternative für „ausgeschlossen“ hältst. Selbstfahrende Busse werden nicht kommen, weil es die noch nicht gibt und Bus auch ohne Fahrer noch viel zu teuer ist. Die ländlichen Regionen haben sich über die letzten Jahrzehnte sehr erfolgreich zu Orten entwickelt wo man ohne Auto nicht überleben kann. Das war kein Versehen oder Zufall sondern war Politik, Politik die von den Leuten unterstützt und wiedergewählt wurde und wird.
@jom Und, man muss auch einfach sagen: die Definition von Land ist nun mal, dass es da keine Infrastruktur gibt. Wenn man da hinzieht wo es keine Infrastruktur gibt muss man sich am Ende nicht wundern, dass es da keine Infrastruktur gibt. Ich kann mir diesen Luxus nicht leisten und werde darum wohl oder übel (eher wohl) in der Stadt bleiben müssen. Aber mir ist klar, dass ich dafür von den meisten Bewohnern dieses Landes nur mit mitleidigem Kopfschptteln bedacht werde.
@343max @jom Hallo ihr beiden, ich war in meinem Leben auch schon Stadtbewohner, bin aber sehr gerne Landei. Ich wohne in einem Dorf an einer Kreis- und Landesgrenze, was bedeutet, wenn ich z. B. nach Hamburg will, muss ich erst einmal 40 min mit dem Bus in die falsche Richtung fahren, um zum Bahnhof zu kommen.
Ich trete bei der anstehenden Kommunalwahl an und hoffe, einiges verändern zu können. Wir haben hier schon gute Ansätze, die den ÖPNV günstiger machen, wie z. B. in den Randzeiten
@343max @jom einen On-Demand-Service durch die lokalen Taxi-Unternehmen für 2 € Aufpreis zum regulären Ticket.
Was ich mir wünsche und was sich bundesweit sehr einfach umsetzen ließe, wäre folgendes:
- Busse und On-Demand-Dienste müssen immer bis zu einer Umsteigemöglichkeit fahren. Auch wenn diese in einem anderen Kreis ist.
- BOStrab und EBO werden vereint, um einen dynamischen Übergang zwischen den Netzen zu ermöglichen. Das vereinfacht die Ausbildung und den Betrieb.

@343max @jom
- Stillgelegte oder wenig befahrene Eisenbahnstrecken auf dem Land werden für autonome Trams genutzt. Die haben wir schon, müssen aber noch an der Regulierung arbeiten. Dadurch senken wir die Betriebskosten dramatisch und können eine hohe Taktung anbieten.

So ließe sich auch auf dem Land die Qualität und Quantität des ÖPNVs verbessern.

@Seb1982 @jom Die die „autonomen Trams“ würde ich gerne mal die Rechnung sehen. Ich halte das für fast so unrealistisch wie Flugtaxis. Besonders in hoher Taktung. Wir müssen uns von der Idee verabschieden, dass sich alles (außer Autos) selbst tragen muss. (1/3)
Seit über 70 Jahren probieren wir Autos irgendwie erträglich zu machen indem wir noch mehr Milliarden reinpumpen, und seit über 70 Jahren sind wir dann überrascht, das sich ja doch wieder überall Stau bildet. (2/3)
@Seb1982 @jom
Und wenn man sich kein Auto leisten kann, oder ein Kind hat das gerne nach der Schule noch was machen würde, oder wenn man den Planeten nicht komplett gegen die Wand fahren will dann soll man entwender in die Stadt ziehen (so erzählen die Autofahrer auf dem Land) oder aufs Land zählen (so wie man immer von den Autofahrern in Berlin hört). (3/3)
@Seb1982 @jom
@Seb1982 @jom Und was genau mache ich eigentlich falsch, das ich offensichtlich zu den ganz wenigen in diesem Land gehöre für die 20, 30 oder 40k für ein Auto plus Unterhaltskosten doch tatsächlich eine Summe Geld gibt die ich nicht mal eben in der Sofaritze finde. Aber wann immer man mit Aurofahrern spricht sind die immer nur ganz baff und können sich gar nicht vorstellen, dass es Menschen gibt die nicht mal eben so viel Geld rumliegen haben. Woher kommt das eigentlich?
@343max @Seb1982 Wenn man nicht so viel Kulturangebot hat, dann kann man auch nicht so viel dafür ausgeben. 🙈 Ich kenne genügend Menschen mit ganz wenig Kultur inkl. Kino usw. im Leben, weil sie auf ein Auto angewiesen sind und dafür sparen. Menschen in der Stadt sind deutlich mehr Werbung, sozialen Druck und so weiter ausgesetzt. Das wirkt im Konsumverhalten.
@343max @jom Siemens und Škoda haben m. W. n. schon welche. Schienenfahrzeuge autonom fahren zu lassen, ist prinzipiell einfacher, als Straßenfahrzeuge, weil man nur eine Dimension hat.
Die Betriebskosten sind bei jedem Fahrzeug der Knackpunkt. Autos sind wahnsinnig teuer, und zumindest mein Ziel ist es, Menschen dazu eine Alternative zu bieten. Aber auch ÖPNV ist teuer, weil die Personalkosten so hoch sind.
@Seb1982 @jom Ich hielt ja mal autonome Autos für eine tolle Idee, aber der Traum war spätestens komplett tot als ich das erste Mal in einem Waymo saß und bemerkte, dass es nichts weiter ist als ein Uber dessen Fahrer gefeuert wurde. Und es war nicht billiger als Uber sondern teurer. Was auch Sinn macht: die Technik kostet mehrere Jahresgehälter, und nur weil niemand mehr drin sitzt muss es ja dennoch gewartet, gereinigt, videoüberwacht, etc. werden. Am Ende wird das kaum billiger werden.

@jom warum können Menschen auf dem "Land" den #ÖPNV nicht nutzen? In Kombination mit Auto/Fahrrad gibt es kaum Regionen, die keinen ÖPNV- Anschluss haben.

#Parkandride nennt man das. Geht bestimmt nicht für Alle und nicht für alle Wege, aber öfter als die "Landbevölkerung" rummimimit.

#verkehrswende

@To3o @jom
@SporkPeter
@riffreporter
@anreidl @SheDrivesMobility

So ist das. Es gibt fast überall Bahnhöfe und wo es sie nicht gibt, dort könnte die lokale Bevölkerung auch drum kämpfen, wenn es denen irgendwie wichtig wäre.

Na, stattdessen versauen wir die Welt lieber mit asoziale und asozial große, stinkende Blechkisten...

Nicht dazuzugehören ist alles für mich! Alles Andere ist sekundär.

#verkehrswende

@jom @To3o Medizinische Gründe sind natürlich ungut. Ich habe allerdings gar keinen Führerschein und lebe trotzdem im ländlichen Raum. Soviel zu "Theorie vs. Praxis"... Alles im Leben ist relativ.
@jom @sebastian genau, und so ist es IMMER auf dem "Land". Berge, Wind, Winter, schwere Verletzungen. Tja, dann können ja wirklich alle auf dem Land nicht ohne Auto.
Sorry, genau solch anekdotische Evidenz ist das Diskussionsproblem.
@To3o @jom Das Automobil gibt es in Massenverwendung seit ungefähr 100 Jahren. Menschen gibt es seit mehr als 10.000 Jahren. Wie haben wir die restliche 9900 Jahren überhaupt überlebt!? 🤯