Wegen zahlreicher Anfragen zu Religion & Politik in den USA plane ich bald über den US-amerikanischen Christdemokraten James Talarico (Texas) zu bloggen.

#JamesTalarico #Texas #USA #Christentum #Demokratie

Frage daher, wer ihn schon wahrgenommen hat (& gerne auch per Druko, was interessiert).

Also: Von James Talarico…

…habe ich schon Reden wahrgenommen.
17.2%
…schon mal gehört.
20.3%
…noch nie gehört.
62.1%
Andere / Keine Meinung.
0.4%
Poll ended at .

@BlumeEvolution Ich habe schon Ausschnitte seiner Reden gehört. Das ist für mich problematisch, weil man ja nie weiß, wie die ausgewählt, geschnitten und in Zusammenhang gestellt werden.

Aber das Problem habe ich mit amerikanischer Politik und Interessenlagen immer. Ich kann daher bei manchen mal sagen, ob sie falsch zitiert werden. Aber ich kann so nie sicher sein, was tatsächlich der vertretene Standpunkt jeweils ist und wie weit diejenigen mit diesen gehen würden.

Grundsätzlich geht mir aber die Vermengung von Religion und Staat gewaltig auf den Senkel und ich halte es *immer* für einen Fehler einen politischen Standpunkt religiös zu begründen. Was nicht bereits durch Menschenwürde und die Gleichheit aller begründet werden kann ist nach meiner Erfahrung schon im Ansatz falsch.

Tja, @Ulan_KA - dann freut es mich, Dich informieren zu dürfen, dass James #Talarico - ebenso wie übrigens auch ich - die Unterscheidung von Kirche & Staat BEFÜRWORTEN, WEIL wir Christen sind.

Ich kann nur immer wieder darüber staunen, wie viele Deutsche glauben, ihre Vor-Urteile über Religionen wären Wissen.

Lass es mich freundlich sagen: Du hast ganz offensichtlich keine näheren Kenntnisse von #Christentum & dessen Zwei-Reiche-Lehren, von den #USA und von #JamesTalarico .

Aber das macht nix - denn wenn Du ehrlich möchtest, kannst Du das auch schnell ändern! 🤓🙌 https://youtu.be/oiTJ7Pz_59A

Rep. James Talarico On Confronting Christian Nationalism, And Strange Days In The Texas Legislature

YouTube

@BlumeEvolution diese Episode hatte ich schon damals gesehen, als die auf Youtube herauskam, vor fast 4 Wochen am 17.2.
James Talarico hat darin ja praktisch exakt meine Haltung gezeigt - nach dem was ich da über ihn gelernt habe, würde ich ihn bedenkenlos wählen.

Obwohl ich mit seiner Begründung nichts anfangen kann, die für mich vom falschen Ende her argumentiert ist: Er beschreibt ja, dass Religion sich nicht als Grundlage für politische Positionen eignet und sich daher nicht anmaßen soll Politik zu machen.
Ich bin dagegen der Meinung, dass Politik und Politiker sich nicht auf Religion berufen dürfen (sogar dann wenn es eine Staatsreligion gäbe).

(Edit: Grammatik)

Nein, @Ulan_KA - James #Talarico erklärt die Trennung / Unterscheidung von #Religion & #Staat für „sacred“ - und gerade NICHT von Religion & #Politik. Und das ist auch genau meine Haltung.

In einer freiheitlichen Demokratie hast auch Du kein Recht, ihm oder mir unsere christlich-demokratischen Überzeugungen und Argumente zu verbieten. Umgekehrt darfst Du gerne nichtreligiös argumentieren und wir stimmen Dir zu, dass es keine - auch keine christliche - #Staatsreligion geben sollte.

Ich bin für eine säkulare #Demokratie mit positiver & negativer #Religionsfreiheit. Mich überzeugt weder ein dualistischer #Theismus noch ein laizistischer #Antitheismus . Ich bleibe beim dialogischen & also demokratischen #Monismus samt der Akzeptanz von Vielfalt.

@BlumeEvolution ich will niemandem eine Religion oder Argumente daraus verbieten. Aber eine Religion kann und darf nicht Grundlage für Politik und Staatswesen sein (notorisches aber albernes Beispiel das staatliche Tanzverbot an religiösen Feiertagen). Andererseits muss Politik Religionen Dinge verbieten, wenn diese grundrechtlich falsch sind und nicht bewusst und frei von Zwang von den Betroffenen selbst entschieden werden (ebenso notorisches aber gar nicht albernes Beispiel der Beschneidung).

Das ist für mich weder antitheistisch noch dual theistisch, das ist pur laizistisch - und in keiner Weise undemokratisch, aber strikt ablehnend gegenüber Theokratie oder auf göttliche Bestimmung fußendem Herrschaftsanspruch (Feudalwesen).

@Ulan_KA

Es ist halt einfach falsch. Unser Grundgesetz unterscheidet #Religion und #Staat, "verbietet" aber Religionen und auch religiös-demokratische #Politik ausdrücklich nicht.

Es ist "In Verantwortung vor Gott und den Menschen" formuliert, achtet die Sonn- und Feiertage, die Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, den Religionsunterricht, die Religions- und Gewissensfreiheit u.v.m. Du hast kein Recht, mir - oder auch jüdischen, muslimischen, buddhistischen usw. Menschen - Argumente und die Mitgliedschaft zum Beispiel in einer christlich-demokratischen Partei zu verbieten.

Meine Eltern haben im real existierenden #Sozialismus der #DDR genug gelitten - auch heutige Linke werdet uns unsere Menschenrechte nie wieder nehmen.

Und wenn Du das & also unser #Grundgesetz sowie unsere #Geschichte nicht akzeptieren kannst, dann entfolge mir gerne. Unsere #Demokratie samt #Menschenwürde gebe ich nicht auf. 🤓🙏🙌

https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meinem-vater-falko-blume-1950-2012/

Meinem Vater, Falko Blume (1950 - 2012) » Natur des Glaubens » SciLogs - Wissenschaftsblogs

Am Samstag unterlag mein Vater nach langem Kampf dem Krebs. Einer von zwei Gründen, warum ich mich entschlossen habe, ihm auch hier zu gedenken, ist, dass es ohne ihn diesen Blog gar nicht gegeben hätte. …

Natur des Glaubens

@BlumeEvolution ich verstehe nicht, wieso Du mir unterstellst ich wollte Religion und religiöse fundierte Argumente in der Politik „verbieten“, nur weil ich solche Argumente in einem primär der Menschenwürde und -rechten verpflichteten Staatswesen für irrelevant erachte. (Während ich aber aus GG folgende Gesetzgebung gegenüber religiösen Geboten für übergeordnet halte.)

„Jeder soll nach seiner Fasson seelig werden“ gilt in unserem Staat universell (und das ist gut so), zumindest solange das im Einklang mit dem GG geschieht und alle anderen nicht gegen deren Willen beeinträchtigt. Aber ich bin in meiner Würde und Recht durch Tanzverbot und Beschneidung beeinträchtigt, übrigens ebenso wie durch den Indoktrinations- (oder Religions-)unterricht in den besuchten staatlichen Schulen.