Auf rechtsdrehenden #Medien wird oft die #Klimakrise tabuisiert, auf linksdrehenden bisweilen die #Demografie.

Ich wage hier dennoch die #These, dass eine schnelle #Alterung von Bevölkerungen in Demokratien den Fokus von #Investitionen auf #Ausgaben & #Schulden verschiebt.

#Rechtsdualismus & #Fossilismus werden interessanter, auch für einige Jüngere. So werden fossile Regime & Kriege weiterfinanziert, gleichzeitig junge Menschen wieder zum Wehr- & Waffendienst verpflichtet.

Nachvollziehbar?

Nein, da besteht kein Zusammenhang!
7.4%
Ja, da bestehen (leider) Zusammenhänge.
52.6%
Muss erst drüber nachdenken.
30.5%
Andere / keine Meinung.
9.5%
Poll ended at .
@BlumeEvolution Hast Du da ein Beispiel bezüglich "Tabuisierung der Demografie"? Ich nehme eigentlich eher wahr dass *mehr* Zuwanderung als Lösung des Demografieproblems propagiert wird.

@giggls

Ja & das teile ich nicht nur, sondern habe auch verschiedentlich auf die implodierenden #Geburtenraten auch außerhalb Europas hingewiesen. Dabei ziehen wir EU-Ländern wie #Griechenland, #Italien, #Spanien usw. längst die Jugend weg.

Zumindest bislang habe ich dazu bislang ehrliche Diskussionen vermisst. Obwohl auch viele hier längst "privat" über die sog. #Anthropodizee nachdenken. Beobachte ich. https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-polarisierende-macht-der-saekularen-demografischen-traditionalismusfalle/

Die polarisierende Macht der säkularen, demografischen Traditionalismusfalle

Dr. Michael Blume beschreibt hier demografische Erkenntnisse am Beispiel von Südkorea, Japan, Taiwan - und Israel.

Natur des Glaubens
@BlumeEvolution Ich denke das wird halt nicht als Problem wahrgenommen weil es ja durch Zuwanderung recht einfach lösbar scheint. Ich störe mich an der Bezeichnung Tabuisierung die trifft das einfach nicht.

@giggls

Aber ein Problem wie den Einbruch der Geburtenraten nicht wahrnehmen wollen, obwohl dieses längst fast alle Demokratien erfasst hat (Ausnahme #Israel …) - das ist doch #Tabuisierung ?! Sogar in #Japan , wo es kaum #Zuwanderung & jüdisches Leben gibt, die Bevölkerung um ca. 3.000 Menschen pro Tag (!) implodiert, wächst eine rechtsdualistische, antisemitische & rassistische Partei! 🇯🇵🤔🇪🇺 https://www.tagesspiegel.de/internationales/japanese-first-und-auslanderfeindlich-wie-eine-kleine-rechte-partei-japans-regierung-aufmischt-14058785.html

„Japanese First“ und ausländerfeindlich: Wie eine kleine, rechte Partei Japans Regierung aufmischt

124 Millionen Menschen leben in Japan, nur drei Prozent davon sind Ausländer. Trotzdem hat eine rassistische Partei fast aus dem Stand 15 Sitze bei den Oberhaus-Wahlen geholt. Fragen an einen Experten.

Der Tagesspiegel
@BlumeEvolution Ich frage mich wer das sein soll, der das nicht wahrnehmen möchte. Gibt es solche Menschen wirklich. Wie gesagt, die einfache Lösung dafür liegt halt auf der Hand und deshalb widmet man sich komplizierteren Problemen. Das ist zumindest mein Eindruck. Das ist doch keine Tabuisierung allenfalls fehlendes Problembewusstsein. Kann schon sein, dass Zuwanderung das nicht nachhaltig löst.

Du, @giggls - sinnigerweise drücken Deine Posts gegen die vertiefte Wahrnehmung von #Demografie das Problem m.E. besser aus, als ich es beschreiben könnte. 💁‍♂️☕️🤭

Danke, wirklich! 🙏👍

@BlumeEvolution Bevölkerungsrückgang wird doch gar nicht als etwas negatives wahrgenommen. Ich sag ja fehlendes Problembewusstsein.
@giggls
Sämtliche Aussagen von Demographie-Fachleuten der letzten Jahre sagen, dass Einwanderung den Rückgang der Geburtenrate nicht ausgleichen kann. Wir müssen jetzt durch das Tal durch.
Das wäre auch nicht weiter schlimm, wenn man davon wegkommen würde, dass nur das in die Sozialsysteme einbezahlt wird, was andere Menschen erwirtschaften. Es fließen zwar auch Steuern rein. Aber wer zahlt die ...
Das System muss sich anpassen, dann geht es.
@BlumeEvolution
@giggls @BlumeEvolution
Ich vermute dass der Bürger kein Vertrauen in eine gerechte & effiziente Problemlösung des Demografieproblems hat.
Weil, manchmal ist die Demokratie ein leichte Mädchen, das sich jenen anbiedert, von denen Sie sich Stimmen verspricht.
& so siegt bei der Wahl zwischen unbequemer Problemlösung & Prokrastination meistens das Zweite. Nicht weil man etwas ignoriert sondern weil man glaubt, sonst als erster auf der finanziellen Schlachtbank zu landen.
@BlumeEvolution @giggls
Danke für das Stichwort
"Anthropodizee wäre somit eine Rechtfertigung der Hervorbringung neuer Menschen im Wissen um bevorstehendes Leid, welches Menschen zugemutet wird, wenn Menschen hervorgebracht werden. "
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Anthropodizee
Darf ich diesen Gedanken mit allgemeiner Depression in Verbindung bringen?
Leid ist selbstverständlicher Bestandteil jedes Lebens. (Imho)
P S.: Wenn depressive Menschen zeitweise auf den Kinderwunsch verzichten, habe ich kein Problem damit.
Anthropodizee – Wikipedia

@mattze

"Leid ist selbstverständlicher Bestandteil jedes Lebens."

Wenn das so ist, und auch in Zukunft so sein wird, mit welchem Recht, mit welcher rationalen Begründung bringen wird dann neue Menschen in die Welt? Deren Leid wäre leicht zu verhindern, indem sie gar nicht erst gezeugt werden.

#Anthropodizee

@BlumeEvolution @giggls

So ist es auch nach meiner Einschätzung, @HansZauner : Kein #System kann sich aus sich selbst heraus begründen, das säkulare Leben keine überindividuell verbindliche Antwort auf die #Anthropodizee formulieren.

Wer dies einmal verstanden hat, versteht die auch demografische Macht der #Religion. #Systemtheorie #Demografie

@mattze @giggls

https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-oder-weniger-kinder-in-die-welt-setzen-anthropodizee-systemtheorie-religionsdemografie/

Mehr oder weniger Kinder in die Welt setzen? Anthropodizee, Systemtheorie & Religionsdemografie

Kein System kann sich aus sich selbst heraus begründen. Das gilt auch für das menschliche Leben. Daher sei der Antinatalismus – die Ablehnung weiterer Geburten von Menschen – geboten. Dies zumindest behauptete etwa Karim Akerma …

Natur des Glaubens

@BlumeEvolution

Ich habe gerade einen sehr guten Artikel über den #Antinatalismus gefunden - der auch der Frage nachgeht, ob diese auf den ersten Blick randständige Philosophie zunehmend mit der Lebenseinstellung der jungen Generation übereinstimmt.

https://www.artefactmagazine.com/2024/12/12/antinatalism-could-this-be-the-fringe-philosophy-behind-falling-birthrates/

@mattze @giggls

Antinatalism: could this be the fringe philosophy behind falling birthrates? — Artefact

Young people cite financial, ethical, and environmental concerns for falling birthrates with some embracing the growing philosophy of antinatalism. This trend raises questions about the future of society.

Artefact
@HansZauner @mattze @BlumeEvolution @giggls Freude ist genauso Bestandteil (fast) jedes Lebens. Kann man es verantworten, nicht so viel Leben wie möglich in die Welt zu setzen?
Beides Quatsch, weil es keine verbindliche Gewichtung gibt

@henningbuddenbaum

Benatar untersucht dieses Argument und entgegnet, dass man Freude und Leid nicht in dieser Weise gleichsetzen kann (er nennt das "Existenzasymmetrie"):
Es ist gut, künftiges Leid zu verhindern. Aber jemandem künftige Freude vorzuenthalten (dadurch, dass man den Menschen, der Freude empfinden könnte, erst gar nicht hervorbringt) ist nicht schlecht - es ist ethisch neutral.

https://www.tabularasamagazin.de/vom-schaden-des-existenzbeginns/


@mattze @BlumeEvolution @giggls

Vom Schaden des Existenzbeginns

David Benatar, BETTER NEVER TO HAVE BEEN.THE HARM OF COMING INTO EXISTENCE,Oxford University Press 2006, ISBN 0-19-929642-1, 237 Seiten„Er

Tabula Rasa Magazin
@HansZauner @henningbuddenbaum @BlumeEvolution @giggls
Danke @ Hans
Ich habe im Link gelesen, glaube zu verstehen, was der Autor meint, stimme dem Autor aber nicht zu.
Nach mattze ist die Sehnsucht nach Leben ein Naturgesetz. Eventuell ist sogar die Entstehung von Leben ein Naturgesetz.
Dass für Menschen fühlen wichtiger als Leidvermeidung ist, zeigt doch dass Benatar eine Kopftotgeburt erzeugt hat.
Man darf jeden Gedanken in seiner Konsequenz durchdenken. Aber am Schluss ist man oft falsch.

@mattze

"... ist die Sehnsucht nach Leben ein Naturgesetz": Da steckt ein naturalistischer Fehlschluss - nur weil etwas "natürlich" ist, bedeutet es nicht, dass es auch automatisch gut ist. Und ein Natur"gesetz" ist die Prokreation jedenfalls nicht, wir können da frei entscheiden.

"Dass für Menschen fühlen wichtiger als Leidvermeidung ist.." - da greift wieder das Argument von oben (Existenzasymmetrie!).

@henningbuddenbaum @BlumeEvolution @giggls

@HansZauner @henningbuddenbaum @BlumeEvolution @giggls
Zur Sehnsucht nach Leben...
Ich fühle so. Ich sehe so.
Auch wenn die Blume ohne Wasser verdorrt, gib dem Samenkorn was es braucht und es will keimen & wachsen.

@HansZauner Falls die Frage wörtlich gemeint ist, ist die Antwort trivial: mit dem Recht des Stärkeren und mit der Begründung, daß das Leid des anderen uns nicht die Bohne schert, wenn es um die Erfüllung unsere Wünsche geht.

(Bei der Theodize ist diese Antwort nicht möglich, da die von einem wohlwollenden Gott ausgeht.)

@giggls @BlumeEvolution Tabuisierung würde ich hier weiter fassen. Auf der linken Seite des Spektrum wird die Alterung der Gesellschaft nicht als Problem gesehen. Die gegenwärtige Finanzierung unserer Sozialsysteme baut aber darauf auf, dass es mehr Zahler als Empfänger gibt. Und mit der demografischen Entwicklung geht diese Rechnung (man könnte es zynisch Schneeballsystem nennen) nicht auf.

Auch die kosmetischen Korrekturen, wie mehr Arbeitnehmergruppen in die Finanzierung hineinzunehmen, ändert am fundamentalen Problem und Konstruktionsfehler nichts. Immer mehr alte Leute stehen immer weniger jungen gegenüber (die zudem nicht mehr die konstanten Erwerbsbiografien haben, wie das System sie als gegeben voraussetzt)

@BlumeEvolution
Hmm, eine sehr theoretische Kopfgeburt.
Könnte sein oder auch nur ein zufälliges Zusammentreffen schräger Fakten?
Da bin ich draußen.

@mattze

Nun ja, ich habe über #Religionsdemografie jahrelang gearbeitet & viel publiziert.

Habe aber schon geahnt, dass das Thema hier auf #Mastodon auf emotionale Abwehr stößt. Den Versuch war es aber wert.

@BlumeEvolution
Sorry, ich habe die Religionsdemographie als ihr persönliches Steckenpferd registriert.
Das steht Ihnen zu. Mir sind da zu viele paradoxe Regeln unterwegs.
Z.B.: Wenn Menschen in Krieg & Not viel Nachwuchs zeugen. Dagegen mit steigendem Wohlstand die Geburtenrate abnimmt, sind dann religiöse Menschen unglücklich?
@BlumeEvolution
P.S.: Dürfen Männer über 50 noch über Demografie schreiben, ohne sich endpeinlich darzustellen?
(Prinzip Beifahrerweisheit)

@mattze

Falls echtes Interesse bestünde, hier eine Studie zu #Religion & #Glück , mithin auch zu „Not lehrt beten“: https://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/BGAEUReligionGlueckBlume.pdf

@BlumeEvolution
Danke!!!
Du hast "Allgemeinwissen" über Religion präzise gesammelt 👍
Zitat: "weisen die vorliegenden Daten darauf hin, dass der Rückzug aus religiösen Gemeinschaften von einem generellen Rückzug aus Gemeinschaftsbezügen wie Dorf- oder Stadtteilgemeinschaften, Vereinen, Parteien und auch Familien begleitet
wird (Inglehart & Norris 2004). Am sichtbarsten zeigen sich die Nebenfolgen dieser Entwicklung im rapiden Rückgang der Geburtenraten nichtreligiöser Populationen"
@BlumeEvolution
Meine bei weitem nicht so schön ausformulierte Kritik:
1. Behaupte ich dass das Pferd von hinten aufgezäumt wurde, wenn man den Erfolg einer Gemeinschaft an der Geburtenrate festmacht.
2. Bin ich der Meinung, dass gewisse intellektuelle Schichten gerne die Geburtenrate zu ihrem Vorteil benutzen.
3. Höre ich von Geburtenratenbeschwerden seit der vierten Klasse. Mal geht die Welt unter wegen zu vielen Kinder dann schreddert die Zivilisation wegen zu wenig Kinder.
@BlumeEvolution
Da kommt leider schon einiges zusammen.
Aber abgesehen von der demographischen Problematik (polemisch gesagt: mehr Ewiggestrige und Reaktanz) ist vieles mal wieder das Finanzielle. Die Jungen bekommen insgesamt nicht mehr genug Geld, um Rente, Gesundheitssystem usw. zu finanzieren und selbst über die Runden zu kommen. Von Medien, Kultur, Integration usw. ganz zu schweigen. Und selbst die Firmen werden irgendwann nicht genug Kunden für ihr erwünschtes Dauerwachstum haben.
Aus meiner Sicht höchste Zeit, mal zu überlegen, wie man das System auch ohne ewiges Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum nachhaltiger machen kann. Und das auch ohne die Menschen zu kommunismustauglichen Wesen umzuprogrammieren oder Diktaturen (egal mit welchem politischen Label) einzuführen.

Vielen Dank, @mort - ich hatte kaum noch auf dialogische Posts hier gehofft. 🙏

Den meisten hier ist das Thema #Demografie & Folgen erkennbar unangenehm - war man(n) doch über Jahrzehnte auf eine angebliche #Überbevölkerung geprimed worden. Stattdessen implodieren jetzt weltweit die Bevölkerungen, gerade auch in #Europa. Dass das verwirrt, ja ärgert, verstehe ich schon…

@BlumeEvolution
Auch wenn sich mit besserer Ressourcennutzung sicher noch etwas mehr Menschen versorgen ließen, fände ich weniger Menschen generell schon besser für die Mitwelt.
Aber man muss damit eben auch umgehen können - gerade in Systemen, die auf Dauerwachstum angelegt sind. Mit gelegentlichen "Resets" durch Kriege, Seuchen, Naturkatastrophen usw., die wir ja auch gerne vermeiden würden.
@mort @BlumeEvolution
Kann theoretisch sein, aber ich vermute dass es ohne fröhliche Kinder und liebende Mütter nicht schön ist, auf unserer Erde.
Solange wir zuerst an zwei Zielen arbeiten, glückliche Kinder und gesund altern. Dann wird das schon.
@BlumeEvolution @mort Ich weiß nicht aus welchen Posts von mir du meinst rauslesen zu können dass mir das Thema unangenehm ist. Deshalb zum glaub ich jetzt dritten mal: Mir fehlt da halt vollkommen das Problembewusstsein und ich denke das geht auch anderen so. Es ist am Ende doch gut wenn die Weltbevölkerung nicht weiter steigt.

@BlumeEvolution
Bei uns in D altern die Menschen langsam. Viele werden fast 100 Jahre alt. Manche verereben bereits Geerbtes und machen Erben noch vermögender, was tatsächlich Demokratie gefährdet. Denn worin diese Erben investieren, spielt eine Rolle. Doch das ist nicht einzuschätzen.

Nach meiner Erfahrung, ist es vllt. wichtig, denen die gierig ausbeuten wollen und deshalb wirksam rechts(radikale) Medien finanzieren, etwas zu geben, das sie ausbeuten können ohne allzuviel Schaden anzurichten. Dazu macht es auch m.E. Sinn, weiterhin die digitale und datenschutzausgerichtete Souveränität zu verfolgen,wie es inzw. bereits durch Trump-Regime in EU ausgelöst wurde.
Das Zeitalter der Aufklärung war Grundlage für heute wichtige Enwicklungen. Offenbar müssen wir eine 2.Aufklärung vorbereiten.

@BlumeEvolution Hier mein Tipp: Wer sich über solch ein Thema seriös, umfassend und differenziert informieren möchte, ist bei der Bundeszentrale für politische Bildung immer gut aufgehoben. Zum Thema hier ein Basisartikel mit vielen Querverweisen am Ende: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/demografischer-wandel-350/507788/die-ursachen-der-geburtenentwicklung/
Auf dieser Grundlage lässt sich diskutieren.
Die Ursachen der Geburtenentwicklung

Entscheidungen für oder gegen Kinder – und die aus diesen resultierende Geburtenentwicklung – werden von verschiedenen individuellen, gesellschaftlichen und politischen Faktoren beeinflusst.

bpb.de

@BlumeEvolution Klarer Fall von ›müsst ich drüber nachdenken‹.

Als Vermutung kann ich nur anbieten, dass bei uns der Riss im Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur immer klarer wird (Globalisierung schwappt zurück). Lausigkeit unseres Uterotoptes (Menschen-hervorbringenden Raumes) wie allgemein der sozialen Reproduktion fällt immer mehr auf — grad bei allem, was Pflege- & Sorgearbeit jenseits des Profits betrifft.

Privater Reichtum oder BIP ≠ öffentlicher Wohlstand. Siehe Lauderdale-Paradox.

@BlumeEvolution Die Sache mit dem #Demografie|Problem. Wenn das durch Sex perpetuierte Leben sich zurückzieht, dann wohl, weil die Lebensbedingungen nur Vergewaltigern halbwegs taugen.

Zu lange wurde die Kunst der Naturbeherrschung überschätzt. Statt auf Verteilen des Leides wurde sich auf Raffen von Reichtum konzentriert; statt zu lernen, wie gutes Leben gedeiht, zu lang versucht, sich gefügige Massen zurechtzukneten.

@BlumeEvolution

Es gibt in Deutschland 9 Billionen Euro privates Geldvermögen.
Am Geld liegt es also nicht, wenn das Problem nicht gelöst wird. Insbesondere, wenn man sich ansieht, wie sich große Vermögen über die Zeit im Verhältnis zu im Zusammenhang mit realistischen Ansprüchen stehenden Vermögen entwickeln.

Auf Basis des bestehenden Systems ohne Änderung auf eine sinnvolle Lösung zu hoffen, ist magisches Denken.

@BlumeEvolution
Die Unwilligkeit sich mit unserer Demographie u ihren Folgen zu befassen bestehend mE rechts wie links.
Einfache Lösungen "Da müssen unsere Leute wieder Kinder kriegen!" u "Da brauchen wir eben Zuwanderung!" tragen beide nicht durch.

Mein Schlüsselerlebnis war meine Einschulung 1972 der Rektor sagte: "Ihr seid der letzte geburtenstarke Jahrgang. Nach euch wird es endlich besser."
Da war der Anfang, den man bejubelte; gleichzeitig die Stigmatisierung "kinderreicher Familien".

@angeldruckt @BlumeEvolution

Interessant finde ich die klaffende Lücke zwischen "Kinderwunsch" (durchschnittlich ca. 1.8 pro Frau und Mann) und tatsächlicher Geburtenrate (1.35).

Grund für diese Lücke sind offenbar v.a. mangelnde soziale Sicherheit, unzureichende Kinderbetreuung, zu hohe Mieten ... also Themen, die beim traditionell "linken" Parteispektrum im Vordergrund stehen.

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/kinderwunsch-100.html

Trotz Geburtenrückgang: Lust auf Nachwuchs bleibt groß

Die Geburtenrate ist gesunken, aber eine Studie zeigt: Eigentlich sind junge Erwachsene weiter daran interessiert, eine Familie zu gründen. Doch schieben viele die Pläne vor sich her. Bevölkerungsforscher sehen die Politik in der Pflicht.

tagesschau.de

@HansZauner @BlumeEvolution
Ja, eine verknöcherte "Mütter an den Herd"-Politik schreckt Frauen und Männer ab.
Jahrzehnten lang hat man aber in D erklärt, die Leute sollten sich vorher überlegen, ob u wie viele Kinder sie sich leisten können.

Vereinbarkeit, verlässliche Betreuung, Reduzierung d Armutsrisikos, Offenheit für alle Familienmodelle, Wohnraum, Bildungserfolg unabhängig von den Eltern … das alles als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begreifen.
Dann ist eine demografische Wende möglich.

@angeldruckt @HansZauner

Danke & schaut auch mal auf die Zustimmungswerte zur Wiedereinführung der #Wehrpflicht. Oft sind es die gleichen Semester, die an der fossilen #Finanzierung von #Putin, #Iran & Co. festhalten wollen & zugleich die Wiedereinführung des Armeedienstes nur für junge Menschen fordern...

"Während in der Altersgruppe zwischen 18 und 29 nur jeder Dritte (35 Prozent) dafür ist, sind es bei den über 70-Jährigen zwei Drittel der Befragten (66 Prozent)." https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/umfrage-so-viele-deutsche-sind-fuer-wehrpflicht-48879671

Umfrage: So viele Deutsche sind für Wehrpflicht

Rückkehr zur Wehrpflicht? Die Union will schnell Klarheit. In der Bevölkerung gibt es eine deutliche Präferenz.

noz.de
@BlumeEvolution @angeldruckt @HansZauner Eine hundsmiserable Interpretation der Umfrage.
@Ema inwiefern?
@jabgoe2089 Korrekt wäre: Die, die ran müssten, haben mehrheitlich keine Lust. Gell?
@Michael Blume immerhin erwähnt der noz-artikel einen der hauptgründe für die aussetzung der wehrpflicht: mangelnde einhaltung der wehrgerechtigkeit. das problem wird nicht weggehen. wenn nicht alle möglichen kandidaten eingezogen werden , dann wird es einer neuen wehrpflicht vielleicht so gehen, wie der vermögenssteuer ....

@angeldruckt

"Jahrzehnten lang hat man aber in D erklärt, die Leute sollten sich vorher überlegen, ob u wie viele Kinder sie sich leisten können."

Und da kommt eine religiöse/weltanschauliche Komponente rein. Denn wenn man bei der Frage "Familie gründen JA/NEIN" rein nach (ökonomischer und weltpolitischer) Faktenlage entscheidet, spricht bei vielen jungen Menschen wenig dafür - das war aber schon immer so.

Es gehört wohl auch ein gewisses Grundvertrauen dazu.

@BlumeEvolution

@HansZauner @angeldruckt @BlumeEvolution Tja, nach der Schröderisierung ist nicht mehr viel übriggeblieben davon. Warum es für diese Bedürfnisse aber scheinbar keine Mehrheiten mehr in diesem Land gibt, wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben. Stattdessen ist blaubraun stärkste Kraft. 🤷🏻‍♂️ Ergebnis von 10 Jahren Putin-Propaganda?
@HansZauner
Ergänzende Gründe für die Lücke:
Es braucht auch eine Beziehung, in der ein solcher Kinderwunsch geteilt wird ("persönliche Rahmenbedingungen") – passte bei mir auch lange nicht.
Dann kenne ich auch noch einige Menschen, bei denen es aus gesundheitlichen Gründen nicht funktioniert hat.

@angeldruckt @BlumeEvolution Wie so oft wird es DIE Lösung auch hier nicht geben.

Letztendlich wird man sich mit der Frage befassen müssen, wie die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen zu ändern sind, dass sie auch mit einer schrumpfenden Bevölkerung funktionieren können.

@Glorrion @BlumeEvolution
Ja, einerseits sich u die Gesellschaft an die veränderten Bedingungen anpassen (sonst werden wir angepasst) und andererseits überlegen, wie man dem Trend entgegen wirkt oder ihn wenigstens nicht noch beschleunigt.

Wie beim Klimakollaps geschieht beides nur sehr zaghaft und unentschlossen statt energisch und richtungsweisend.

@Glorrion

Dummerweise verweigern Rechtskonservative und Konservative wie CDU und SPD diese Anpassungen sehr nachdrücklich und wollen so weiter machen, als ob nix wäre. Das ist seit Blüms Lüge "Die Rente ist sicher!" so und wir haben in Sachen Rente gerade erst wieder gesehen, dass sich die SPD immer noch einen in die Tasche lügt und keine dringend überfälligen Reformen anstoßen will.

@angeldruckt @BlumeEvolution

@phantanews @angeldruckt @BlumeEvolution Tja, bei einer #Civilisation Partie wäre vermutlich die beste Option, ein neues Spiel zu starten. 🤷

@BlumeEvolution Als nächstes heisst es moch die Antibabypille sei Schuld!

Schuld ist die Globalisierung.
Die Idee hat die Innovation in Asien gefördert

@BlumeEvolution

Die Demografieentwicklung!
Auch der reproduktions-medizinische Gesichtspunkt in den sogenannten reichen überproduktionsgesteuerten Industriegesellschaften darf nicht aus dem Blickfeld geraten!
Die Häufung aller möglichen Schadstoffe im Umfeld unserer #Mitwelt. Natürlich in eingehaltenen Grenzwerten!

Nein, mal im Ernst, selbst die, die mehr Kinder haben möchten, stehen unter Umständen vor, aus o.g. Gründen getriggerten Problemen.

@BlumeEvolution Ich sehe in dem Rückgang des Bevölkerungswachstums eher eine Chance: Auch wenn wir bei besserer Ressourcenverteilung noch mehr Menschen ernären könnten, sorgt der menschliche Egoismus dafür, dass genau das nicht passieren wird. Die reichen Nationen profitieren weiter auf Kosten der Armen und der Umwelt. Ein demografischer Rückschritt trifft jedoch eher die Industrienationen und zwingt die zu ihrem eigenen Wohl zum Handeln, die es auch können.
@BlumeEvolution ich bin immer wieder auf's neue erstaunt, dass Leute glauben es brauche mehr Kinder zur Sicherung der Rente. Kinderarbeit ist in Deutschland verboten und Kinder zahlen wohl eher selten in die Rentenkasse ein. Kinder kosten i.d.R. den Staat erstmal sogar viel Geld bevor sie (hoffentlich) in Deutschland in die Rentenversicherung einzahlen.
Attraktive Arbeitsplätze (gerade auch für Migrationswillige!) sind m.E. für unsere Sozialsysteme viel hilfreichrer als der Fokus auf möglicherweise dann doch auswandernde Kinder.

@stevE

Diese #Reduktion meines Hinweises auf die Bedeutung von #Demografie auf "die Rentenversicherung" finde ich wirklich interessant! Denn ich habe diese bewusst gar nicht erwähnt, sehe darin nur einen Aspekt.

Andere sind: Veränderndes Wahl- und Investitionsverhalten, weniger Kontakte zu neuen, kulturellen Entwicklungen, weniger Interesse am #Klima & mehr #Reaktanz. Meine Kinder leben nicht für die #Rente anderer, sondern für die gemeinsame #Zukunft!

Danke für das Aufzeigen des Problems!🙌