13/ Kreise und Herzen
13/ Kreise und Herzen
15/ Stefanie Hoster, 70, Moderatorin, im Polizeikessel nach Besetzung der Frankfurter Allee.
Als Moderatorin hat sie Sendungen zu Klimathemen gemacht.
16/ Regina Stephan von der Letzten Generation wird von Polizisten unter Zufügung von Schmerzen zur Personalienaufnahme getragen. Ihre Arme sind hinter dem Körper mit Handschellen gefesselt. Ihr gesamtes Körpergewicht lastet auf den nach hinten gedrehten Schultergelenken. Sie schreit vor Schmerzen. Nach Blockade der Frankfurter Allee.
17/ Hier sieht man die #Handschellen. Mir ist es echt unklar, warum man jemanden, der schon gefesselt ist, so tragen muss. Sie haben praktisch beide Schultergelenke mit dem gesamten Körpergewicht belastet.
18/ Regine Stephan von der #LetzteGeneration mit hochrotem Gesicht und Träne im Gesicht, nachdem sie mit verrenkten Armen an den Schultergelenken getragen wurde.
Sie wird von anderen Aktivist*innen getröstet.
Ich war mir nicht sicher, ob die Rötung nicht vom Sonnenbrand kommt, aber auf den Bildern von 16:23 ist sie nicht rot. Scheint also durch die Schmerzen hervorgerufen worden zu sein. Mediziner*innen?
Als ich diese Bilder gemacht habe, kam eine entrüstete Frau von außerhalb des Kessels zu mir und wollte mich davon abhalten zu fotografieren. Ich habe Ihr erklärt, dass die LG-Menschen prinzipiell immer damit einverstanden sind, fotografiert zu werden. Ein Polizist hat mich beschützt und der Frau erklärt, dass sie mich meine Arbeit machen lassen solle.
Das muss man auch sagen. Es tut mir Leid, dass ich das dem Einsatzleiter nach der Demo nicht gesagt habe.
19/ Für diese Nachricht ist Wolfgang Metzeler-Kick, 49, bereit zu sterben. Er ist den 38. Tag im Hungerstreik.
WMK ist Ingenieur für Technischen Umweltschutz. Siehe anderen Thread zu seiner Motivation und Entschlossenheit.
Neben ihm seine Partnerin.
#Hungerstreik
#Hungerstreik2024
#HungernBisIhrEhrlichSeid
#LetzteGeneration
#ungehorsameVersammlung
20/ „Wer wollen wir gewesen sein?“
Beugehebel an der Hand. Griff unter den Kiefer.
#Schmerzgriff
#Hungerstreik
#Hungerstreik2024
#HungernBisIhrEhrlichSeid
#LetzteGeneration
#ungehorsameVersammlung
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22/ Die Polizei hatte ihn fast geschafft. Kurz vor der Ohnmacht.
WMK am 38. Tag im Hungerstreik nach Polizeigewalt im Gesicht.
Im Hintergrund wird ein Filmteam, das WMK begleitet, am Drehen gehindert.
#Hungerstreik
#Hungerstreik2024
#HungernBisIhrEhrlichSeid
#LetzteGeneration
#ungehorsameVersammlung
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23/ Der Mann ist nur noch ein Objekt. Kein Polizist würde so nah an einen Aktivisten rangehen, wenn noch Leben in ihm wäre.
#Hungerstreik
#Hungerstreik2024
#HungernBisIhrEhrlichSeid
#LetzteGeneration
#ungehorsameVersammlung
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25/ #Ohnmacht
WMK am 38. Tag im Hungerstreik nach #Polizeigewalt im Gesicht und Beugehebeln. #Schmerzgriff
Filmteam filmt wieder.
#Hungerstreik
#Hungerstreik2024
#HungernBisIhrEhrlichSeid
#LetzteGeneration
#ungehorsameVersammlung
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26/ Ich dachte erst, WMK hat Sonnenbrand und Hautteile an der Nase beginnen sich zu lösen. Aber die Nase war vor und nach diesem Bild in Ordnung. Was hier zu sehen ist, ist Talg, der durch die Anwendung von Gewalt gegen die #Nase aus den Poren gedrückt wurde.
#Hungerstreik
#Hungerstreik2024
#HungernBisIhrEhrlichSeid
#LetzteGeneration
#ungehorsameVersammlung
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28/ Angemeldete Mahnwache der #LetzteGeneration. Kind malt Bild. Das war wohl der ursprüngliche Plan: eine Art Straßenfest. #UngehorsameVersammlung
Überall in anderen Städten im Land läuft das wohl so. In Berlin geht es nicht.
Ich verstehe weder die Letzte Generation noch die Polizei.
Was ist das Ziel solcher Einsätze? Und es war ja jetzt der zweite. Von gleicher Qualität.
Die Polizei sperrt über Stunden einen wichtigen Fußweg. An der Warschauer Brücke waren die Fußwege und Radwege auf beiden Seiten blockiert.
Hier Fußweg komplett und Radweg und eine Autospur auf einer Seite.
Es gab einmal eine #Massenblockade auf der Straße des 17. Junis. Die Polizei hat nichts gemacht. Die Menschen haben getanzt. Sie haben sich nicht festgeklebt und sind nach ein paar Stunden gegangen.
Was wird erreicht, wenn man 30–50 Menschen quält? Die #Klimachaoten hören deshalb nicht auf. Ich bin mir da relativ sicher. Und die Blockade (durch die Polizei) betrifft dann Menschen im Rollstuhl und andere eingeschränkte und uneingeschränkte Menschen, die zu Fuß weite Umwege machen müssen.
30/ Einer erklärt. Drei finden's lustig. Vielleicht auch nicht.
31/ Er hier hatte Schwimmflügel an. Ich habe ihn gefragt, ob er die wegen der Extremwetterereignisse anhat und dachte, ich mache einen grandiosen Scherz.
Aber genau so ist es gemeint. Extremwetter + Warnfarbe.
32/ Ja, und so kanns gehen:
33/ Und Eure Autos können auch kaputt gehen!!!! Da helfen Schwimmflügel nicht!
34/ „Bis bald“
#HeinerMüller hat mal gesagt: „Der Text ist klüger als der Autor.“
Das ist für nicht-triviale Texte auf jeden Fall richtig.
Bei mir scheinen die Bilder immer klüger als der Fotograf zu sein. Das kann daran liegen, dass ich nicht besonders schlau bin, oder daran, dass die Bilder nicht-trivial sind.
Na, ich glaub, ich habe mich gerade verrannt.
Jedenfalls steckt eine Botschaft in diesem Bild. Auf diese wird noch zurückzukommen sein.
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35/ Übrigens: #HeinerMüller. Als normale Menschen noch demonstrieren gingen (2019), waren auch die vom BE dabei. Sie hielten Zitate von Müller und Brecht hoch. Dieses hier ist von Müller: „#Optimismus ist nur ein Mangel an Information.“
Inzwischen haben wir mehr Information.
36/ Manchmal waren die Polizist*innen etwas pushy.
37/ Manchmal halfen sie aber auch, die Plakate zu halten.
38/ Manchmal waren die Fingerzeige der Polizisten widersprüchlich. In solchen Situationen ist es wohl besser, da zu bleiben, wo man ist. Damit man nichts falsch macht.
Denn: Wer nichts macht, macht nichts verkehrt.
39/ Aber auch dieses Verhalten kann falsch sein und Menschen verärgern.
Man kann es halt nie allen recht machen.
40/ Dann haben sie sie mitgenommen. Zum Glück waren sie sich da dann über die Richtung einig.
41/ Es ging zur Personalienfeststellung. Komisch, denn eigentlich war das Ziel ja Mahnwache gewesen. Vielleicht hatte die Aktivistin da doch irgendwas falsch gemacht.
Das Bild zeigt auch die Einschränkung der #Pressefreiheit. Die Journalist*innen waren durch eine extra Absperrung weit von den Aktivist*innen entfernt.
42/ Das ist der gesamte Satz Bilder. Ich tröte aber auch noch ein bisschen zur Erklärung weiter.
https://www.flickr.com/photos/stefan-mueller-climate/albums/72177720316208038/
Explore this photo album by Stefan Müller (climate stuff, 5 Mio views) on Flickr!
43/ Polizei sperrt immer weitere Bereiche ab. Auch Stellen, die weit weg vom Kessel und der Bearbeitungsstellen sind. Die Arbeit der Presse wird eingeschränkt. Ein Journalist regt sich auf.
46/ Er war lustig. Er verteilte auf dem Fußweg Flyer. Ein Polizist fand das doof und wollte ihn wegschicken. Er ließ sich aber nicht wegschicken. Der Polizist: „Dann kriegen Sie ne Ordnungswidrigkeit!“. Aktivist so: „OK.“
Hätte ich jetzt irgendwie anders gemacht, aber hey, wer bin ich denn? Ich guck eh nur zu.
Jedenfalls war er ganz bescheiden. Ich hab gewunken, damit er mal in die Kamera schaut, und er war ganz erstaunt, dass ich ihn meinte.
Na, nun gibt es ein Bild von ihm mit Strahlenkranz.
48/ Huch, da kam sie ja schon wieder! Aber diesmal in der anderen Richtung.
Na, vielleicht wie in der Kindererziehung: Einmal umentscheiden darf man.
Vielleicht ist sie dann doch U-Bahn gefahren.
50/ Wieder da!
WMK diskutierte dann mit den Beamten, wohin er gehen würde. Nach Westen wollte er nicht und setzte sich wieder hin. Dann ging es in Richtung U-Bahn. Vorher wollte er aber noch mal ins Ring-Center auf Toilette. Er ging dann mit Polizeibegleitung und Partnerin hinein, aber drinnen gab es keine Toiletten (Wasn das fürn Schuppen?). So waren sie bald: „Wieder da!“
Siehe auch „Bis bald“ bei 34/.
52/ Noch einer wurde nach hause gebracht. 14:26. Ich hatte auch genug und machte mich auf den Weg Richtung Heimat.
Und wie es weiterging, erfahrt Ihr dann morgen. Was denkt Ihr?
Gute Nacht.
53/ Also ich fuhr da so nach hause und kam an einem Platz vorbei. Da sah ich eine Gruppe Eltern auf dem Spielplatz mit einen riesigen Teddy. Die Gruppe war auffällig. Sie hielten keine Pappbecher mit Kaffee in der Hand. Sie war für eine Elterngruppe viel zu groß. Und ich dachte mir, wenn das mal nicht eine marodierende Horde von #Klimachaoten ist! Und siehe da, an einer Ecke des Platzes standen auch drei Polizisten und einige der Eltern kamen mir auch bekannt vor. Also nicht aus dem Buddelkasten, war ja nicht mein Kiez hier. Wie hat man eigentlich früher gesagt? Stadtbezirk?
Na, egal. Jedenfalls hatte ich vor einigen Wochen gelernt: Vorbei isses, wenn es vorbei ist, weshalb ich einfach wieder zurück zur Frankfurter Allee fuhr. Dort setzte ich mich unter die blühenden Kirschbäume und las ein paar Aufsätze. Dann sprach ich mit drei Studentinnen. Doch wirklich! Die kamen gerade von Humana, wo sie Second-Hand-Sachen gekauft hatten. Vorbildliche Studentinnen! Auf dem Hinweg hatten sie die Blockade der Polizei weiträumig umlaufen müssen. Sie waren froh, dass alles vorbei war und wünschten mir einen schönen Abend. Auch die Polizei zog nach und nach ab. Den Räumpanzer nahmen sie auch mit. Mir wurde langsam langweilig, aber ich dachte: Vorbei isses, wenn es vorbei ist.
Nur wann ist es vorbei? Auf der anderen Straßenseite war jedenfalls immer noch Mahnwache.
54/ Und dann, so schnell konnt ick ja nich kieken, saßen da wieda welche. Auf der anderen Straßenseite. Ich hinjerannt. Sieht man ja auch aufm Video in 8/. Dann wurde ich überfahren und danach habe ich normal weiterfotografiert.
Auf dem Bild ist Klaus zu sehen. Ich hatte mal einfach den Namen Klaus für alle aggressiven Autofahrer erfunden. Der Hashtag dazu ist #KlausRastetAus.
Ein anderer Journalist meinte: Endlich mal wieder echtes Blockadefeeling. Wegen des Überfahrenwerdens war ich nicht so begeistert und mir wären weniger Kläuse und weniger Blockadefeeling recht gewesen.
55/ #KlausRastetAus, aber dann war ziemlich schnell die Polizei da.
57/ Ja doch. Auch Frauen können Beugehebel. Wäre ja jetzt doof, wenn sie irgendwas anders machten. #Gleichberechtigung
Übrigens war die Prügelstrafe für Eltern im Westen bis 2000 nicht verboten. Auch Lehrer durften bis 1957 prügeln. Die DDR hatte das bereits 1949 abgeschafft. Die Prügelerlaubnis galt aber nicht für Frauen. 1957 wurde ihnen das auch gestattet. Endlich Gleichberechtigung! Nur falls Euch mal wieder jemand was über #Gewalt im #Osten erzählen will.
https://so-isser-der-ossi.de/2023/10/16/gewalterfahrungen-und-1968-fuer-den-osten/
Sorry. Dozent schweift ab.
So, nun gibt es etwas Neues. Die Ossis bräuchten doch mal ein 1968, um mit ihren Eltern darüber zu reden, was die so während der DDR-Zeit gemacht hätten. 1968 wird auch immer wieder im Zusammenhang mit der Aufarbeitung des Faschismus … Weiterlesen →
58/ Es war aber nicht so, dass nicht genug Polizist*innen zum Tragen dagewesen wären.
Irgendwie waren die zurückgekommen. Wahrscheinlich waren sie noch nicht weit gefahren und sind umgekehrt.
59/ Ich sag ja immer, Ihr sollt nicht glauben, was Ihr auf Bildern seht. Außer auf meinen Bildern. Aber hier ist auch was falsch. Ich glaube, die Abgebildeten sind nicht alle Frankfurter. Wahrscheinlich kennen die wenigsten, die Stadt zu der die Straße führt.
Merke: Frankfurt liegt im Osten Berlins. Also das hier relevante. Es ist eine Grenzstadt und liegt an der #Oder.
Merke 2: Weil Frankfurt so groß ist, drum teilt man es ein in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
Schlaft gut. Den Rest Gewalt heb ich mir für morgen auf.
60/ Das ist Daniel. Er ist 16. Man sieht ihn auch auf dem Bild 56/.
Ich habe ihn letztes Jahr zum ersten Mal fotografiert und dann immer mal wieder, ohne mitzukriegen, dass es dieselbe Person ist. Damals hatte ich mit ihm gesprochen und er hatte mir seinen Namen gesagt. Am Sonnabend habe ich gehört, wie er seinen Namen und sein Alter in einem Interview genannt hat. Während er weggetragen wurde. Dann konnte ich die Bilder zuordnen. Ich habe viele Bilder mit Schmerzgriffen von ihm. Es gibt absurde Szenen von der Elsenbrücke.
61/ Vier Polizisten umringen einen 16jährigen Aktivisten. Ich weiß nicht, was er gesagt oder getan hat. Jedenfalls schreit er auf diesem Bild schon.
62/ #Drucktechnik gegen das Ohr. Das war gegen 16:01. Die meisten Aktivisten hatten die Gegend verlassen. Es war ein massives Polizeiaufgebot zurückgekehrt. Siehe 58/. Vielleicht zehn Aktivist*innen mussten noch einmal polizeilich behandelt werden. Es gab keinen Grund für irgendeine Form von #Polizeigewalt. Die gibt es natürlich sonst auch nicht, aber hier war es jetzt besonders krass. Der Einsatz von Druck gegen das Ohr hat ja nichts mit dem Wegtragen oder Beugehebeln zur Sicherung eines Transports zu tun. Es ist einfach glatte, pure #Folter. Dazu da, Menschen zu brechen. Nicht für den Moment, denn den Kleinen (Er ist 16 Jahre alt.) hätten die vier einfach wegtragen können, sondern für später. Es ist aber nicht die Aufgabe der Polizei, Menschen zu bestrafen. Das ist die Aufgabe von Gerichten.
Übrigens habe ich gehört, dass die Polizei Aktivist*innen einsperren wollte und die Bereitschaftsrichter*innen das abgelehnt haben, denn das Vergehen wahr wohl zu gering. Die Aktivist*innen waren ja nur jeweils sehr kurz auf der Straße.
Wenn einsperren schon zu stark als Maßnahme war, was ist dann körperliche Gewalt? Mal ganz abgesehen davon, dass das in unserem Land ohnehin nicht zu den verfügbaren Strafen zählt.
63/ @fragdenstaat hat schon früher mal nachgefragt, wie denn die Ausbildung der Polizei bzgl. Schmerzgriffen so verläuft. Teile des als Verschlusssache gekennzeichneten Handbuches sind nun öffentlich.
https://fragdenstaat.de/blog/2023/08/31/so-lernt-die-berliner-polizei-schmerzgriffe/
Der abgebildete #Druckpunkt ist allerdings unterhalb des Ohrs. Der Polizist hier in 62/ drückt aber von hinten gegen das Ohr. Wenn jemand zu dieser Technik noch weitere Information hat, hätte ich die gerne. #Schmerztechnik #Schmerzgriff #Polizeigewalt #fragDenStaat
64/ Hier aus den Dokumenten von #fragDenStaat zum Einsatz der Techniken:
„2 Ziele
(1) Vorrangiges Ziel aller Bestrebungen im Bereich des Einsatztrainings ist es, die
Gefährdung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch des Bürgers bei der Bewältigung von Einsatzlagen soweit als möglich zu vermeiden bzw. zu minimieren“
Soweit ich das einschätzen kann, gab es noch nie in der Zeit der Existenz der #LetzteGeneration irgendeine Gefährdung von Polizist*innen oder Bürger*innen im Sinne dieser Einsatzanweisung. Gefährdet sind höchstens die Aktivist*innen. Wegen #KlausRastetAus.
„und dadurch auch die Akzeptanz polizeilicher Maßnahmen in der Öffentlichkeit durch eine größere Handlungssicherheit und verbesserte Handlungsstrategien zu erhöhen. Das Training soll helfen, Konfliktsituationen rechtzeitig zu erkennen, zu entspannen und zu überwinden.“
Größere Akzeptanz? Durch Gewalt gegen Frauen und Jugendliche und Gewalt überhaupt? Nun ja, nun ja.
„(2) Durch die Vorgabe von Standards in dieser Geschäftsanweisung soll unter dem Aspekt der Qualitätssicherung und Rechtssicherheit (Gleichmäßigkeit des Verwaltungshandelns) ein behördenweit einheitliches einsatzbezogenes Einsatztraining verbindlich gewährleistet werden.“
Find ich gut, wenn einheitlich gefoltert wird. Auch wenn immer bestimmte Techniken angewendet werden, dann weiß man wenigstens, was wahrscheinlich kaputt gegangen ist. /sarkasmus
„3 Rolle des Vorgesetzten
(1) Der Polizeiberuf ist zunehmend mit erheblichen Gefahren für Leib und Leben der Beschäftigten verbunden, die sich aus ganz alltäglichen Einsatzsituationen ergeben können. Vorgesetzte haben im Rahmen ihrer Führungsaufgaben auch in Zeiten Seite 3 von 15 “
Leider ist Seite 4 nicht bei den Dateien dabei. Vielleicht kann @fragdenstaat ja noch mal den Staat fragen. Jedenfalls dürfte von Gymnasiasten, die sich irgendwo hinsetzen bzw. irgendwo unter ner Brücke in einer polizeilichen Maßnahme rumstehen keine Gefahr für Leib und Leben von Polizist*innen ausgehen. Also ich möchte doch schon mal wissen, wie diese #Polizeigewalt gerechtfertigt werden kann.
66/ Ach, die #Träne nach der #Polizeigewalt habe ich noch vergessen.
67/ Man soll ja immer mit was Positivem enden. Nun ja, das geht nicht immer, wenn man chronologisch vorgeht, aber in diesem Fall geht es fast auf.
Links seht Ihr eine Aktivistin der #LetzteGeneration und rechts eine junge Frau. Die Aktivistin hilft ihr über die Straße. Ich fand das so schön! Nach all dieser Gewalt.
Die Frau hat mich etwas misstrauisch gefragt, für welche Zeitung ich arbeite. Ich habe ihr gesagt, dass ich für alle Zeitungen arbeite, für eine Bildagentur und eine große Dokumentation, so dass die Bilder auch im Internet sind. Dann war es ok.
Sie hat mir erzählt, dass sie schon mal gestürzt sei bei dieser Straße und sich die Nase gebrochen habe und dass es ganz toll sei, dass die junge Frau ihr jetzt hilft.
Im Hintergrund sieht man noch ein Polizeiauto.
69/ Uff, das war gerade noch rechtzeitig. Jemand, der meine Gemütslage kennt, hat mir diese #Medizin besorgt. Sie stellt das Vertrauen in die Menschheit wieder her.
Das brauche ich dringend, nach dem verlorenen #Volksentscheid Klima, nach den verlorenen Wahlen, nach der #Polizeigewalt.
Dass der Volksentscheid zur Klimaneutralität Berlins evtl. verloren gehen würde, war klar. Nur hatte ich gedacht, dass die Menschen einfach nicht hingehen. Aber dass so viele hingehen und gegen ihr eigene Zukunft stimmen, dass hätte ich nicht gedacht. Dass die Berliner*innen in einem Auto-Wahlkampf die #CDU wählen würden. Samt Verkehrspolitik, die wir ja auch bekommen haben, hätte ich nicht für möglich gehalten. Wegen der #Polizeigewalt vor einer Woche bin ich immer noch fassungslos.
Die Medizin scheint irgendwo vom Laster gefallen zu sein oder aus einer großen Charge für eine Praxis entnommen worden zu sein. Ich habe jedenfalls keine Dosierungsanleitung. Bei der Corona-Impfung waren da immer fünf bis sechs Dosen drin. Ich würde Euch gern was abgeben. Also nur denen, die hier auch immer liken und teilen. (Obwohl ich mich auch über die anderen freue, aber die Ressourcen sind begrenzt. 🤷🏻♂️ ) Nur weiß ich eben nicht, wie hoch eine Dosis sein muss.
Und was wenn ich zu viel oder zu wenig nehmen? Bei zu wenig wird wahrscheinlich alles nur noch schlimmer und ich zerstöre meine Abwehrkräfte. Bei zu viel, ja, man wagt es sich kaum auszudenken! Würde ich dann in Fällen motorisierter Gewalt wie in 8/ einfach stehen bleiben. Im Vertrauen darauf, dass der Aggressor mich schon nicht umfahren würde?
70/ Dann bin ich wieder nach hause gefahren und an diesem Platz standen wieder Aktivist*innen rum. Diesmal ohne Teddy aber dafür mit Polizei nah dabei.
Auf dem Bild sieht man Regina Stephan mit ihrer normalen Gesichtsfarbe. Das hochrote Gesicht nach der schmerzhaften Verrenkung ihrer Schultergelenke war also kein Sonnenbrand.
Sie sprach mit den Polizisten über eine Möglichkeit zur Mahnwache zu gelangen, die ja angemeldet war. Ich weiß nicht, ob sie einen Platzverweis hatte oder nicht. Ohne Platzverweis hätte sie wahrscheinlich einfach dorthin zurückkehren können.
#LetzteGeneration
#ungehorsameVersammlung
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71/ Letztes Bild im Thread. Die Aktivist*innen, die sich an einem Platz gesammelt hatten. Ich bin dann aber nach hause gefahren. Weiß nicht, ob dann noch mehr passiert ist.
Zusammenfassung:
1) Polizei hat wahrscheinlich #Versammlungsrecht gebrochen.
2) Polizei hat über mindesten vier Stunden den Fußgängerverkehr auf einer Seite der Frankfurter Allee blockiert, so dass behinderte Fußgänger*innen nur mit großen Umwegen ihr Ziel erreichen konnten.
3) Polizei hat #Pressefreiheit massiv eingeschränkt. So etwas habe ich nie vorher erlebt.
4) Polizei hat Aktivist*innen massiver #Gewalt ausgesetzt, die auch unabhängig von Transportaufgaben war und einfach dazu diente Menschen zu brechen. Das fällt wahrscheinlich unter #Folter.
Soweit ich das sehen kann, läuft das in anderen Städten anders.
Ich bin immer noch entsetzt.
Was die Strategie der Letzten Generation angeht, so scheint das irgendwie nicht zu funktionieren. Es wäre für sie wohl entspannter, sich festzukleben und dann nach mehreren Durchsagen lösen zu lassen, als vier Stunden lang nicht die Straße zu blockieren und bei jedem neuen Versuch, auf die Straße zu gelangen, gefoltert zu werden. Und inzwischen blockiert die Polizei die Straße halb mit ihren Einsatzwagen und den Fußweg ganz mit den polizeilichen Maßnahmen.
Vielleicht war Abschreckung durch Gewalt die Idee der Polizei. Und dabei braucht man ja auch keine Presse als Zuschauer.
#LetzteGeneration
#ungehorsameVersammlung
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Wenn nur endlich mal jemand die Einhaltung der internationalen Anti-Folter-Konvention einklagte!
Ist denn das alles schon zur Anzeige gebracht worden? Neben Körperverletzung etc sind das alles als Amtsdelikte Offizialdelikte.
Mir fällt da Verfolgung von und Vollstreckung gegen Unschuldige ein.
Okay, ich werde nie wieder über den Fakt hinweg kommen, dass Krahs Mutter "Sonderschullehrerin" war. Ich brauch jemand aus dem Osten, der mir sagen kann, wie das lief in der DDR mit körperlich und geistig behinderten Schüler:innen.