Doki Doki On Air Drama Series

https://macintoshgarden.org/games/doki-doki-air-drama-series

Drama CD story, featuring interviews with the voice actors and two minigames.

#macgarden #VisualNovels #1998 #BottomUp

@angeldruckt

Ja, #TopDown (von oben nach unten) ist ein stehender Begriff fĂŒr die Pyramidenform des Geldflusses in der Rentierstaatstheorie (Politikwissenschaft) bzw. dem Ressourcenfluch (Volkswirtschaftslehre). Hier 👇 gezeigt am Beispiel Venezuela. Das GegenstĂŒck wĂ€re #BottomUp durch die reine Steuerfinanzierung. Vgl. den Ruf der US-Revolution gegen die Monarchie in Großbritannien: „No Taxation without Representation!“ - Keine Besteuerung ohne Parlament!

#Politikwissenschaft #VWL #Rentierstaatstheorie #Ressourcenfluch #Pyramide #Venezuela #USA #Großbritannien

@SebastianGallehr @AwetTesfaiesus

https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fossiler-ressourcenfluch-verschwoerungsmythen-auch-venezuela-bestaetigt-die-these/

Fossiler Ressourcenfluch & Verschwörungsmythen - Auch Venezuela bestÀtigt die These

Dr. Michael Blume weist darauf hin, dass sich die These vom fossilen Ressourcenfluch weltweit und auch in Venezuela bestÀtigt.

Natur des Glaubens

I'm excited to see more people join the process to build up the Democratic Tech Fund. Many of us are fed up by the @DigitalCoup, and we know that there are so many communities already working on bits and pieces of the solution.

We need to do this #bottomup, based on solidarity and commons economics and organising. Let's weave the tech communities with the social movements and the social and solidarity economy. Together we can do this.
#opensource #freelibre #SSE #commoning #collectivefundind #dtf

My #AltProcess #Kallitype development/printmaking journey is already showing strong parallels to my software dev experience, i.e. a preference for avoiding monolithic frameworks and building more granular, reliable, understandable & controllable tooling myself, and get much better & more predictable results (as a result)...

In darkroom terms, using a "framework" here would be an off-the-shelf kit/set of premixed chemicals, which I found has only ever produced rather lackluster outcomes for me, even after a lot of systematic experimentation (within the narrow confines of what these frameworks/kits allow, i.e. mostly limited to adjusting the duration of the various processing steps). Now that I've been preparing the (almost) full set of my own solutions (incl. partial solutions as "building blocks") over the past months, I can already much better control the overall process and have full access to tweak concentrations and use additional ingredients to refine hue, tone, contrast etc.

I think there's a lesson/pattern somewhere in there...It also feels like yet another example of bottom-up design to build up a larger creation process (and results) from smaller parts...

Below is one of the latest trial prints (plus its untoned test sheet). Very happy about where this is going...

#Photography #SoftwareDev #Frameworks #BottomUp #BlackAndWhite #FineArt

Klimaschutz in Zeiten der Blockkonfrontation

10 Jahre danach: den Weg von Paris weiter gehen

Das Übereinkommen von Paris mit dem 1,5 Grad Ziel war ein Meilenstein des Internationalen Klimaschutzes. In Zeiten der Blockkonfrontation zwischen Petrostaaten und Elektrostaaten gilt es selbstbewusst den Weg von Paris weiter zu gehen. Wo, wenn nicht auf den COPs wird die Zukunft der Welt verhandelt? Meine Rede vor der Katholischen Akademie am 11.12.25 in Freiburg

Lieber Josef Mackert, lieber Reiner Lewelling
Lieber Georg Ehring, lieber Karsten,
Meine Damen und Herren,

Vielen Dank fĂŒr die Einladung, heute hier in Freiburg sprechen zu können.

1 Nach BelĂšm

Hinter uns liegt die COP 30 in BelĂšm. Und wie nach jeder COP tobt der Streit darĂŒber, ob das Glas halb voll oder halb leer ist. Ich habe wenige Klimakonferenzen erlebt, nach denen das nicht so war.

Bei BelĂšm steht auf der Habenseite die Verdreifachung der Mittel fĂŒr Anpassung, der Just Transition Fonds sowie der neue Regenwaldfonds TFFF. 122 LĂ€nder haben ihre aktualisierten KlimabeitrĂ€ge eingereicht. Die EU hat aber nur mit zĂ€her VerspĂ€tung ihr Klimaziel nachgereicht.

BelĂšm war gut in der Umsetzung des Pariser Abkommens.

Doch auch BelĂšm hat die LĂŒcke zur Erreichung des Pariser Ziels, die globale ErwĂ€rmung bis zum Ende des Jahrhunderts auf 1,5 Grad zu begrenzen, nicht geschlossen.

In BelĂšm scheiterte ein verbindlicher Plan, aus fossilen Energien, aus Kohle, Öl und Gas auszusteigen. PrĂ€sident Lula da Silva hatte dies in seiner Rede vorgeschlagen.

Ein solcher Fahrplan ist notwendig:

Wollen wir das 1,5 Grad Ziel erreichen, mĂŒssen Vier-FĂŒnftel der heute bekannten fossilen Ressourcen unter der Erde bleiben.

Das gilt vor den KĂŒsten Brasiliens ebenso wie vor Borkum.

Dennoch war es klug, dass die ĂŒber 80 Pro-Staaten, darunter Europa und Deutschland, die COP 30 daran nicht scheitern ließen. Sie haben sich fĂŒr einen Prozess „Transitioning away from Fossil Fuels“ entschieden. Dieses in einer neue COP durchzusetzen, wird die Aufgabe kommender Jahre sein. Gerade wegen des Widerstands aus den Öl und Gas produzierenden LĂ€ndern ist die Fortsetzung des multilateralen Klimaprozesses im Rahmen der Vereinten Nationen richtig gewesen.

BelĂšm hat die Dynamik des internationalen Klimaprozesses fortgeschrieben.

Doch Globaler Klimaschutz ist mehr als der Kölner Schlager: „Die Karawane zieht weiter, der Sultan hat Durst“.

Nehmen wir das 1,5 Grad Ziel ernst, ist eine Bilanz nach zehn Jahren Abkommen von Paris notwendig.

2 Die Bilanz von Paris

Anders als 2025 in BelÚm zweifelte am 12.12.2015 niemand: Mit der Annahme des Textes von 195 Staaten durch PrÀsident Laurent Fabius galt die COP 21 als riesiger Erfolg.

Paris, das 1,5 Ziel ist ein Meilenstein des internationalen Klimaschutzes.

Es hatte Folgen. International aber vor allem in den LĂ€ndern.

Vier Jahre spĂ€ter – 2019 – brachte KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen den Green Deal der EuropĂ€ischen Union auf den Weg. Europa sollte 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden. Ein ganzes, von Frans Timmermanns durchgesetztes, Gesetzespaket unterlegte diese AbsichtserklĂ€rung mit Maßnahmen – von der Ausweitung des Emissionshandels ĂŒber die EinfĂŒhrung des Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), neuer Ziele fĂŒr den Ausbau Erneuerbarer bis zum Verbot nach 2035 fossile Verbrenner zuzulassen.

In seinem Urteil zur Verfassungswidrigkeit des damals geltenden deutschen Klimaschutzgesetzes vom 24.03.2021 berief sich das Bundesverfassungsgericht bereits in Ziffer 3 auf das Pariser Abkommen. Seine Nichteinhaltung drohe die Rechte kĂŒnftiger Generationen in verfassungswidriger Weise einzuschrĂ€nken.

In Folge des Urteils kam es zu einem neuen Klimaschutzgesetz, in dem nicht nur ein Einstieg in den Emissionshandel 2 geschaffen wurde. BestĂ€tigt fĂŒhlen konnten sich Ziele fĂŒr einzelnen Sektoren von Energie ĂŒber Verkehr, GebĂ€ude, Industrie bis zur Landwirtschaft. CDU/CSU und SPD setzten eine Frist, bis zu der alte Gasheizungen durch neue ersetzt werden durften. Damit Europa bis 2050 klimaneutral werden konnte, sollte der grĂ¶ĂŸte Emittent Deutschland bereits 2045 klimaneutral werden.

Die schwarz-rote Koalition in Deutschland wurde nicht allein vom Pariser Abkommen bewegt. Auch die EU-Kommission, -Rat und -Parlament kam nicht von selbst in die Puschen. Es bedurfte des Drucks der Straße. Seit 2019 mobilisierte Fridays for Future immer mehr Menschen. Sie forderten die Einhaltung des 1,5 Grad Ziels ein.

Paris hat eine enorme politische, soziale und wirtschaftliche Dynamik in den Gesellschaften ausgelöst.

Hat sich das alles in globalen Emissionsminderungen niedergeschlagen? Nein.

Zwar sanken in Deutschland die Treibhausgasemissionen von gut 900 auf 649 Mio. Tonnen. 1990 waren es noch 1252 Mio. Tonnen gewesen.

Global aber sieht es anders aus. Die Konzentration von CO₂ in der AtmosphĂ€re ist im letzten Jahrzehnt (2015-2024) durchschnittlich um 2,6 ppm pro Jahr gestiegen. Weltweit stiegen die Emissionen weiter an. Von 34,72 in 2015 auf 37,78 Mio. Tonnen in 2024.

FĂŒr dieses Jahr prognostiziert das Global Carbon Project sogar eine Steigerung von 1,1 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 38,1 Mrd. Tonnen Treibhausgase.

Sollte diese Prognose Wirklichkeit werden, wÀre es mit 1,1 Prozent der höchste Zuwachs seit Langem. In den zehn Jahren nach Paris hatte diese im Schnitt 0,3 Prozent pro Jahr betragen. Im Jahrzehnt davor waren es jÀhrlich noch 1,9 Prozent.

Paris hat die Treibhausgasemissionen noch nicht gesenkt, aber ihren Aufwuchs verlangsamt.

Entscheidender ist die von Paris und einer Reihe von Vorreitern ausgelöste Dynamik. Mir wurde bei EinfĂŒhrung des Emissionshandels in Deutschland Anfang der 2000er noch vorgeworfen, ich wĂŒrde Deutschland damit auf einen Sonderweg fĂŒhren. Allerdings war dies schon damals ein europĂ€ischer Weg.

Aber heute haben 38 Staaten Emissionshandelssysteme implementiert, darunter China. 20 weitere wollen dies tun. Brasilien hat eine Open Coalition for Compliance Carbon Markets gegrĂŒndet – in BelĂšm.

Waren Klimakonferenzen vor Paris immer davon geprÀgt, dass sich China hinter den kleinen Inselstaaten und den armen G 77 versteckte (und Indien hinter China), so hatte China in Paris zugesagt, seine Emissionen bis 2030 steigen zu lassen. 2060 wollte es klimaneutral sein.

2025 scheint es, als wĂ€re der Peak der chinesischen Emissionen bereits jetzt erreicht. Dies verdankt China einer konsequenten Elektrifizierungsstrategie. Sie ließ trotz mehr Autos die Verkehrsemissionen um 5% sinken.

China, der grĂ¶ĂŸte Emittent der Welt, verantwortlich fĂŒr die zweithöchste Menge an historischen CO2-EintrĂ€gen in die AtmosphĂ€re ist auf dem Weg zur Dekarbonisierung.

Chinas Weg in die Dekarbonisierung wurde mit Paris eingeleitet.

Wie konnte der Erfolg von Paris gelingen, und warum ist er heute in Gefahr?

3 Die Vorgeschichte von Paris

Zur Vorgeschichte gehören die 20 COPs zuvor. Hierzu gehörte auch das Scheitern der COP 15 2009 in Kopenhagen. Der Versuch, durch die Anwesenheit vor allem von Staats- und Regierungschefs Fortschritt zu erreichen, hatte zur Blockade gefĂŒhrt.

Zur Vorgeschichte gehörte auch der besondere Charakter von Klimakonferenzen. Auf der Seite Profiles of Paris heißt es dazu:

„Rather, over several years, thousands of individuals and organizations came together to contribute to the moment where 195 countries unanimously adopted the text.“

Klimakonferenzen waren nie die DomĂ€ne bloß staatlicher Akteure, von Diplomaten und Beamten. NatĂŒrlich ging nichts ohne Beamte wie Karsten Sach, die auch nach der dritten durchverhandelten Nacht in Bonn noch mit dem Kopf an der Heizung schlafen konnten. So wurde Kyoto ratifizierbar. Aber das war nicht alles.

Klimakonferenzen aber waren immer Treffen der Gesellschaften – der Zivilgesellschaft wie der Lobbys. Da treffen Greenpeace und Germanwatch auf Esso und RWE, Oxfam auf Shell und BP. Jennifer Morgan verhandelte fĂŒr kleine Inselstaaten im Pazifik und hoch bezahlte New Yorker AnwĂ€lte fĂŒr Saudi-Arabien. Klimakonferenzen sind Verhandlungsorte zwischen Gesellschaften im Globalen SĂŒden und dem Globalen Norden. Paris hat nicht nur die Zivilgesellschaft gestĂ€rkt.

Der Druck der Zivilgesellschaft hat Paris möglich gemacht.

Es kam etwas Weiteres hinzu. Bisherige Klimakonferenzen gehorchtem einem Top-Down-Prinzip. Dieser unterschied streng zwischen Annex 1 Staaten, die nach dem Prinzip der „geteilten aber gemeinsamen Verantwortung“ als Hauptverursacher Klimakrise ihre Emissionen senken sollten. Dieses System war schon 2005 bei der Ratifizierung von Kyoto an seine Grenzen gekommen.

2015 aber war eines der Nicht-Annex-1-Staaten zu einem der grĂ¶ĂŸten Emittenten von Treibhausgasen geworden – China. Dass China nicht von Verpflichtungen betroffen sein sollte, war nicht nur in der Sache ein Problem. Es lieferte manchen Annex-1-Staaten bequeme Ausreden, nichts zu tun.

Das Abkommen von Paris schuf nun einen Ansatz, der die SouverĂ€nitĂ€t von Staaten in globaler Verantwortung respektiert. Das Abkommen stĂŒtzt sich auf Selbstverpflichtungen der Staaten, die sich einem internationalen Monitoring unterziehen. Klimakonferenzen kontrollieren, ob diese eingehalten werden und ob sie ausreichen, dass 1,5 Gad Ziel zu erreichen.

Paris wurde ein Erfolg, weil es Top-Down durch Bottom-Up ersetzte.

Das allein wĂ€re nicht ausreichend gewesen. 2009 war Barack Obama schon im Amt und hatte weltweit Hoffnung ausgelöst. Doch die COP 15 scheiterte gerade an den WidersprĂŒchen zwischen den USA und China.

Das war 2015 anders. Schon im Vorfeld hatte es zwischen China und den USA intensive GesprĂ€che gegeben. Obamas Special Envoy John Podesta und Chinas Chefklimaverhandler Xie Zhenhua hatten es geschafft, die unselige Blockade ĂŒber die Annex 1 Frage zu lockern.

Paris wurde möglich, weil sich die USA und China entschieden, beim Klimaschutz zu kooperieren.

Die USA, Europa und China sind die drei grĂ¶ĂŸten Verursacher von Treibhausgasen. Europa hatte schon begonnen, sich auf dem Weg zum Klimaschutz zu machen. In Paris kamen die USA und China hinzu. In den USA wurde unter Joe Biden mit dem Inflation Reduction Act eines der grĂ¶ĂŸten Klimaschutzprogramme der Welt aufgelegt.

4 Petro- versus Elektrostaaten

Dieses geopolitische Umfeld hat sich massiv verĂ€ndert. Das hat einschneidende Wirkungen fĂŒr den internationalen Klimaschutzprozess mit Folgen fĂŒr kĂŒnftige Klimakonferenzen.

Heute ist Klimaschutz in vielen Gesellschaften kein Konsensthema mehr. Mobilisiert von rechts polarisiert es die Gesellschaften. Die EuropÀische Union verschiebt den Emissionshandel. Deutschland will das Verbrennerverbot aufweichen und sich wieder verstÀrkt von Gas abhÀngig machen. In den USA regiert erneut Donald Trump.

Besonders in den USA erleben wir ein fossiles Rollback.

Die USA sind zum zweiten Mal aus dem Pariser Abkommen ausgetreten. Der IRA ist gestoppt. Klimaforschern werden die Mittel gestrichen, Treibhausgase der Regulierung entzogen. Wind- und Solarparks sind zur Gefahr fĂŒr die nationale Sicherheit erklĂ€rt. Kohle wird subventioniert.

Die wirtschaftlichen Vorteile der fossilen Industrie im ersten Jahr Trump werden auf 45 Mrd. Dollar geschĂ€tzt. 450 Millionen hatten Öl und Gas-Konzerne fĂŒr Trumps Wahlkampagne gespendet – gut investiertes Geld.

Global aber verschieben sich die Investitionsströme.

Nach einem Report der Internationalen Energie Agentur ist der Vorsprung der Erneuerbaren in den Investitionen im Clean Tech Bereich gewachsen. Er ist mit 2,2 Billionen Dollar doppelt so hoch wie im fossilen.

Der jÀhrliche Zubau erneuerbarer Energien stieg von 152 GW in 2015 auf 666 GW in 2024. Im gleichen Zeitraum wuchs der fossile Zubau nur moderat von 84 GW auf 89 GW. Erneuerbare Energien dominieren mittlerweile den Neubau.

Betrachten wir die neu installierten KapazitÀten zur Stromerzeugung, so gingen im letzten Jahr gut 585 GW Erneuerbare ans Netz. Das waren 92,5% der neu installierten Leistung. Bei Neuanlagen werden Kohle und Gaskraftwerke ebenso wie Atomkraftwerke zu einer Nischentechnologie.

Etwa die HĂ€lfte dieser Investitionen wurde in China getĂ€tigt. China investiert inzwischen in erneuerbare EnergiekapazitĂ€ten so viel wie die USA und Europa zusammen. Indien holt mĂ€chtig auf. Es hat in der erneuerbaren Stromerzeugung inzwischen Europa ĂŒberholt.

Es geht nicht nur um Stromerzeugung. Binnen 5 Jahren hat China die USA, Japan und Deutschland als Autoexporteur ĂŒberholt. Das RĂŒckgrat seiner Autoindustrie sind E-Autos.

Kohle, Öl, Gas und Uran sind nicht mehr wettbewerbsfĂ€hig.

Trump sieht das. Es droht America weak again. Deshalb sollen die Deutschen zu Kohle, Gas und Atom zurĂŒckkehren. Deshalb soll die EU mit Zöllen gezwungen werden fĂŒr eine Dreiviertel Billion Frackinggas zu kaufen.

Trump wollte fĂŒr „einen Tag Diktator sein“ um zu „bohren, Baby, bohren“. Die USA wie Russland grĂŒnden einen Teil ihrer geopolitischen Macht auf fossile Energien.

Trump will die Energiedominanz der USA zurĂŒckgewinnen.

Energiedominanz ist eine zentrale „Strategische Doktrin“ der Trump-Administration. In der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie (NSS) der USA heißt es dazu:

„Restoring American energy dominance (in oil,gas, coal, and nuclear) and reshoring the necessary key energy components is a top strategic priority. 

Expanding our net energy exports will also deepen relationships with allies while curtailing the influence of adversaries, protect our ability to defend our shores, and—when and where necessary—enables us to project power. We reject the disastrous “climate change” and “Net Zero” ideologies that have so greatly harmed Europe, threaten the United States, and subsidize our adversaries.“

Das ist eine Kampfansage an alle Klimakonferenzen. Die Welt steht vor einer neuen Blockkonfrontation. Es ist weniger die Auseinandersetzung zwischen Autokratie und Demokratie – auch wenn die Gefahr des Umschlags von Demokratien in Autokratien wĂ€chst – wie in den USA.

Doch die Teilung der Welt vollzieht sich heute entlang der Linie Fossil gegen Erneuerbare.

Heute geht es um Petrostaaten gegen Elektrostaaten.

Auf der einen Seite stehen die Staaten, die seit Jahrzehnten mit der Förderung und dem Export fossiler Energien ihr Geld verdienen, von der arabischen Halbinsel ĂŒber Russland bis zu den USA. Bei den USA kommt noch die FĂ€higkeit hinzu, neben dem Export durch ihre Rolle als Swing Producer in einer Weise die Preise bestimmen zu können, von dem die zerstrittene OPEC+ nur trĂ€umt.

Auf der anderen Seite stehen die Staaten, die ĂŒber Jahrzehnte in ihrer Wertschöpfung auf fossile Energien angewiesen und von Importen abhĂ€ngig waren. Das deutsche Industriemodell beruhte wesentlich auf dem Import billigen russischen Gases. Europa war zur Deckung seiner Energieversorgung 2023 noch zu 58 Prozent auf Importe angewiesen.

Es waren schon einmal ĂŒber 70 Prozent. Das deutsche EEG aber schaffte „einen frĂŒhen Markt fĂŒr aufstrebende Technologien, der inzwischen auf der ganzen Welt floriert“ wie es John Kerry einmal formulierte. Der Ausbau Erneuerbarer hat Europas ImportabhĂ€ngigkeit reduziert – und kann sie weiter reduzieren.

Profitiert und genutzt haben diese Entwicklung etwa China und Indien wie die aktuellen Zahlen zeigen. Dies schwÀcht das geopolitische Gewicht der USA wie Russlands.

Die Antwort der USA darauf ist klar. Besonders Europa soll gedrĂ€ngt werden seinen Kurs zu verĂ€ndern, sich Russland annĂ€hern. Es soll die EU zurĂŒckbauen zugunsten von Nationalstaaten, die sich besser gegeneinander ausspielen lassen. – nachzulesen in der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie. Prompt hat Russland Trumps Strategie begrĂŒĂŸt.

Die NSS ist eine offene FeinderklĂ€rung. Das Land, welches 1945 Deutschland vom Faschismus befreit hat, kĂŒndigt heute öffentlich an, Faschisten gegen die Europa demokratische Institutionen zu unterstĂŒtzen. Europas Außenbeauftragte Kaja Kallas hinderte das nicht, die USA zu unserem „grĂ¶ĂŸten VerbĂŒndeten“ zu erklĂ€ren.

TatsÀchlich stehen heute Russland und die USA auf der einen Seite und Indien, China, Brasilien zusammen mit vielen Staaten auf der anderen. Wo stehen wir?

Europa steht vor einer Entscheidung: Elektrostaat oder Opfer.

Mangels eigener Ressourcen wird Europa kein Petrostaat werden können. Wir haben nur die Wahl ein Elektrostaat zu werden – oder uns weiter von Autokraten wie Putin oder Trump erpressen zu lassen.

Ein souverĂ€nes, ein freies Europa muss mehr in Erneuerbare investieren. Es muss sich von fossiler AbhĂ€ngigkeit befreien. Es muss sich durch Elektrifizierung dekarbonisieren. Wir mĂŒssen Europas Industrie resilient und wettbewerbsfĂ€hig machen. Europa muss auf Klimaschutz setzen.

Kurz, wir mĂŒssen den Weg von Paris weitergehen.

5 Klima Governance

Wie können wir Klimaschutz in Zeiten der Blockkonfrontation durchsetzen? Gegen Russland? Gegen die USA?

Klimakonferenzen werden nicht einfacher werden. Die Klimarahmenkonvention lebt vom Konsens. Konsens in Zeiten der Blockkonfrontation hat es schwer. Die Absenz eines der grĂ¶ĂŸten Emittenten macht es nicht einfacher. Wichtige Petrostaaten mit am Tisch zu haben, macht es schwerer.

Klimakonferenzen werden weniger multilateral als plurilateral werden. Das ist kein Grund auf sie zu verzichten. Vor allem

Das ist kein Grund, das 1,5 Grad Ziel aufzugeben.

Die Klimakrise ist real. Auch Klimaleugner bleiben nicht von den Folgen der Klimakrise verschont. Hurrikans, Überschwemmungen, DĂŒrren, Massenfluchten werden auch sie treffen.

Das ist kein Grund fĂŒr Pessimismus. Denn wahr bleibt:

→ Eine Mehrheit von Staaten will und kann handeln.

→ Klimaschutz und Erneuerbare schaffen UnabhĂ€ngigkeit und Wertschöpfung.

→ Fossile verlieren das Rennen gegen Erneuerbare.

Das Abkommen von Paris hat diese Dynamik beschleunigt. Klimakonferenzen sind heute eines der wenigen verbliebenen Formate Globaler Governance. Sie sind Foren des Austausches zwischen den Menschen des Globalen SĂŒden und des Globalen Norden.

Wo, wenn nicht auf den COPs wird die Zukunft der Welt verhandelt?

Deshalb gilt nach zehn Jahren:

Wir mĂŒssen den Weg von Paris weiter gehen.

Vielen Dank.

Dieser Beitrag ist eine Übernahme von der Homepage des Autors, mit seiner freundlichen Genehmigung. Einige Links wurden nachtrĂ€glich eingefĂŒgt.

Klimaschutz in Zeiten der Blockkonfrontation – Beueler-Extradienst

Interesting 25min documentary about the many glaring conceptual/environmental/social issues of "The Line", the monstrous, 180km long, dystopian megacity being planned/built in Saudi Arabia...

https://www.youtube.com/watch?v=c-jtIRvmbsk

(Some minor argumentative/perspective issues re: traditional cities, i.e. urban sprawl and traffic problems are only indirectly a result of century old organic growth, but also caused by things which could be changed for the better with sufficient political/cultural will, like updating zoning laws, limiting real estate speculation, limiting privatized spaces, investing in decent public transport/infrastructure, supporting working from home etc. — none of it new...)

If I learned one thing from working with generative design for years, nature always wins, in the end... One can try to impose artificial constraints for some temporary, local improvements, but top-down designed solutions (usually by a small group of people who think they know it all) hardly ever stand the test of time, or the test of chaos and unpredictable events... Natural systems and those designed to be (or rather assembled) bottom-up are much more amenable to these forces of change... In the case of projects like "The Line", it's just upsetting how many resources & lives will literally be wasted for these kinds of vanity projects... Ozymandias says hi!

#Architecture #TheLine #UrbanDesign #TopDown #BottomUp

Life Inside "THE LINE" - Why Saudi Arabia’s Glass Megacity Will Fail (An Architectural Analysis)

YouTube

Governance, the mess of AI tech-fix path

DRAFT Seminar Reflection: Philosophy, AI, and Innovation – Week 6Topic: AI Deliberation at ScaleSpeakers: Chris Summerfield (Oxford & AI Safety Institute), MH Tessler (Google DeepMind)Key texts: JĂŒrgen Habermas, The Structural Transformation of the Public Sphere (excerpt) Summerfield et al., “AI Can Help Humans Find Common Ground in Democratic Deliberation” This week's seminar focus on scaling democratic deliberation via AI. The example proposal? Build tools like The [
]

https://hamishcampbell.com/governance-the-mess-of-ai-tech-fix-path/

Governance, the mess of AI tech-fix path – Hamish Campbell

Kiezblock statt Blechlawine: Im Reichenberger #Kiez zeigen NachbarĂŻnnen, wie #BottomUp-Initiativen #Berlin grĂŒner und lebenswerter machen – trotz politischem Gegenwind. Wie aus Spielstraßen Stadtwandel-Projekte werden: Zum #TagderNachbarschaft #archiv https://www.riffreporter.de/de/umwelt/berlin-nachbarn-bottom-up-kiezblocks-klimawandel-klimachutz-nachhaltige-stadt-autoverkehr
Wie Berliner:innen ihre Stadt lebenswerter machen wollen – und klimaneutral

Jeder darf und soll mitmachen. Immer mehr Projekte setzen weltweit auf das Engagement von Menschen vor Ort, die ihr öffentliches Umfeld begrĂŒnen und verschönen – auch in Berlin. Ein ewiger Streitpunkt: das Auto.

RiffReporter

@digitalrechte Inwiefern wird hier Aktivismus gefördert? Das klingt fĂŒr mich eher wie eine Top-down, als eine Bottom-Up-Strategie, oder? Zivilgesellschaftliche Vernetzung sollte doch auch auf die Einbeziehung und Vernetzung gleichberechtigter "einfacher BĂŒrger*innen" zielen.... Oder?

#digitalrechte #vernetzung #bottomup #Zivilgesellschaft #fordem