Wir @Datenpunks freuen uns auf den Besuch und den Vortrag von @Katika in #Bielefeld! Zauberhafte KI-Welt? Energie und Arbeit der KI und was sie mit Gesellschaften macht

Kommt zahlreich, sagt es weiter und bringt eure (angemeldeten) Freund:innen mit!  

📍 Buchhandlung Eulenspiegel in Bielefeld
⏰ Do, 21.05., 19:30 Uhr

Infos und Anmeldung: https://datenpunks.de/event/zauberhafte-ki-welt-energie-und-arbeit-der-ki-und-was-sie-mit-gesellschaften-macht/

#KI #AI #Datenpunks #AISlop #OWL #Ostewestfalen #Technofaschismus #KIKritik #Faschismus

OpenStreetMap Landkarte

OpenStreetMap ist eine frei editierbare Weltkarte, erstellt von einer globalen Community - offen, kostenlos, fĂŒr alle.

Ist generative »KI« die neue Zwangsreligion, eine kollektive Wahnvorstellung oder das trojanische Pferd des aufziehenden Technofaschismus? Oder alles zugleich?

Solche Fragen gehen mir durch den Kopf, seit ich den Vortrag »Zauberhafte KI-Welt« von @Katika online sah.

Am kommenden Donnerstag ist Katika KĂŒhnreich in Bielefeld, wo sie ab 19:30 Uhr eine aktualisierte Fassung dieses Vortrags halten wird. Wir @Datenpunks haben sie eingeladen und laden euch ein, dazuzukommen:

Wann? Do., 21.05.2026
Wo? Buchladen Eulenspiegel, Hagenbruchstraße 7, 33602 Bielefeld

Wer einen Sitzplatz will, sollte sich anmelden (gern pseudonym): https://datenpunks.de/event/zauberhafte-ki-welt-energie-und-arbeit-der-ki-und-was-sie-mit-gesellschaften-macht/

#kiKritik #KatikaKĂŒhnreich #Bielefeld #OWL #Ostwestfalen #Veranstaltung #Vortrag #genai #antifa #Technofaschismus

Video zum Vortrag „Zauberhafte KI-Welt?“ – Katika KĂŒhnreich

Opa oder KI? Opa, klarer Sieger!

Auf dem Sofa unter diesem Bild: Ich war klein und ging meinem Opa auf den Keks mit meiner ewigen Fragerei: "Warum, Opa?"
Opa erklÀrte.
NĂ€chste Frage aus Kindermund: "Warum?"
Opa wurde ungeduldig: " Warum, warum, warum ." Aber er antwortete - richtig. Opa war der Schlauste.

Heute im (Zeit)Alter von KI:
"Warum?" Die KI erklÀrt - sanft, nicht so ruppig wie Opa.
Dann ich: " Warum? Aber, das stimmt doch gar nicht. .."

#Opa #Neugier #Warum #KI #KIKritik

Die KI kommt nun langsam auch in den populÀren Medien unter Kritik. Nun dies mMn rel. schneller als gedacht, doch wann kommen wir mit der KI in Fase-3?

«So sterben KI-Ambitionen: KĂŒnstliche Intelligenz (e)skaliert Ihr „Garbage in, Garbage out“-Problem schneller, als Sie es beheben können.»
📰 https://www.computerwoche.de/article/4162376/so-sterben-ki-ambitionen.html

«Kognitive Überlastung durch KI — Brain Fry: Warum KI-Nutzung zum Burnout-Risiko wird»
📰 https://www.it-daily.net/thought-leadership/brain-fry-ki-nutzung-burnout

#ki #kikritik #aislop #Fase3 #garbage #brainfry #ambition #brainout

So sterben KI-Ambitionen

KĂŒnstliche Intelligenz (e)skaliert Ihr „Garbage in, Garbage out“-Problem schneller, als Sie es beheben können.

Computerwoche

Laut einer Studie von Michael Gerlich (2025) von der Swiss Business School kann die FĂ€higkeit zum kritischen Denken durch die Nutzung von KI beeintrĂ€chtigt werden. 
Je mehr man der KI vertraut, desto weniger denkt man kritisch nach – besonders wenn man jung ist.

campus-schulmanagement.de/magazin/chatgpt-als-gedankenbremse-wie-ki-das-lernen-erschweren-kann

#kikritik
#digitalebildung
#schule
In English see below.

«KI macht kaputt — Ein Dutzend Beispiele dafĂŒr, wie der KI-Hype alles erstickt. BeflĂŒgelt von KI?
Wir erleben gerade die grĂ¶ĂŸte technologische Disruption aller Zeiten – und wenn nicht die grĂ¶ĂŸte, dann sicherlich die schnellste. Enorme ProduktivitĂ€tssteigerungen, wissenschaftliche DurchbrĂŒche. Sie kennen das Narrativ.»

Gibt es ĂŒber die KI auch positive Artikel die fachlich und keine Werbungen sind?

đŸ€” https://www.computerwoche.de/article/4137800/ki-macht-kaputt.html

#kikritik #kihype #ki #kritik #hype #aihype #aicriticism #aislop #tech

KI macht kaputt

Ein Dutzend Beispiele dafĂŒr, wie der KI-Hype alles erstickt.

Computerwoche

"AI doomerism" und AGI-Horrorgeschichten lenken von der berechtigten und dringend notwendigen Kritik am aktuellen AI-Hype ab. AI-Startups verwenden die Horrorgeschichten paradoxerweise sogar als Werbung. Man muss also höllisch aufpassen, welcher Kritik man sich anschließt.

Sehr gut auseinanderklamĂŒsert bekommen das @emilymbender und @alex in ihrem extrem wichtigen Buch The AI Con, von dem es leider noch keine deutsche Übersetzung gibt.

Im Deutschen empfehle ich das exzellente schmale ReclambĂ€ndchen von @RainerMuehlhoff: KĂŒnstliche Intelligenz und der neue Faschismus.

Wer lieber zuhört, kann sich ein großartiges GesprĂ€ch anhören, das @kattascha mit Prof. MĂŒhlhoff fĂŒr ihren Podcast gefĂŒhrt hat: https://www.denkangebot.org/allgemein/rainer-muehlhoff-ueber-ki-und-autoritaere-sehnsuechte-im-silicon-valley/ – Audio-Download: https://www.denkangebot.org/podlove/file/52/s/feed/c/mp3/DA046-1.mp3

#aislop #aihype #aidoomerism #kikritik

Rainer MĂŒhlhoff ĂŒber KI und autoritĂ€re SehnsĂŒchte im Silicon Valley

Peter Thiel meint allen Ernstes, KI-Regulierung und das Erscheinen des Antichristen gingen Hand in Hand. MĂŒssen wir uns Sorgen machen? Der Hype um kĂŒnstliche Intelligenz ist allgegenwĂ€rtig. Donald Trump postet KI-generierte Videos, in denen er sich wahlweise als Rockstar oder Kampfjetpilot inszeniert. Und Elon Musk prahlte öffentlich, dass in seinem "Department of Government Efficiency" (DOGE) der soziale Kahlschlag mit UnterstĂŒtzung KĂŒnstlicher Intelligenz vorangetrieben wird. Rainer MĂŒhlhoff ist Professor fĂŒr Ethik und kritische Theorien der KĂŒnstlichen Intelligenz an der UniversitĂ€t OsnabrĂŒck. In seinem kĂŒrzlich erschienenen Buch "KĂŒnstliche Intelligenz und der neue Faschismus" setzt er sich kritisch mit dem KI-Hype auseinander. Und er erklĂ€rt, welche toxischen Ideologien zentraler Akteure aus dem Silicon Valley Menschen empfĂ€nglich fĂŒr autoritĂ€re Gesellschaftsbilder machen. Diesen Podcast unterstĂŒtzen IBAN: DE84100500001066335547 BIC: BELADEBEXXX (Katharina Nocun) Paypal: https://www.paypal.me/kattascha KO-FI: https://ko-fi.com/kattascha Dauerauftrag einrichten ĂŒber Steady: https://steadyhq.com/de/kattascha

Denkangebot Podcast

Musikproduktion – lohnt sich das eigentlich noch?

Ich habe mir vor kurzem mit nem Freund per Whatsapp eigene Songs und KI-generiertes Zeug hin und her geschickt. Fast immer wirkte das KI-Zeug technisch perfekter und maximal wahrscheinlich. Nicht unbedingt besser, weil wir halt beide wussten, dass es KI war. Dennoch: Im Grunde haben wir als Producer das musikalisch ein wenig herabgewĂŒrdigt, weil wir halt wussten, dass keine 2-3 Wochen Arbeit in dem Song steckten, sondern eben „nur“ das formulieren eines Prompts. NatĂŒrlich fragt man sich als KĂŒnstler da: WofĂŒr brauchen die mich eigentlich noch?

NatĂŒrlich fragt man sich als KĂŒnstler da: WofĂŒr brauchen die mich eigentlich noch?

Fotografie

Gehen wir mal in das Jahr 1800 zurĂŒck und betrachten dann mal die vielen Jahrzehnte vor circa. dem Jahr 1839. Wie entstanden da eigentlich Fotografien? Ich will gar nicht groß spoilern, aber tatsĂ€chlich wurde bis dahin weltweit nicht fotografiert. Wenn man ein Bild haben wollte, musste man jemanden beauftragen, der dieses Bild malt. Man wandte sich an Leute wie Jean-Auguste-Dominique Ingres, die in der Lage waren, relativ genaue Abbildungen von echten Menschen zu machen. Ich wĂ€hlte genau diesen Maler, weil er parallel zu der Zeit der sogenannten Daguerreotypie gelebt hat. Das war die erste kommerzielle Verwertung von Fotografie im Jahr 1839. Jetzt könnte man ja davon ausgehen, dass die Malerei von Landschaften oder Portraits im Grunde damit obsolet wĂ€re. Und tatsĂ€chlich ist es das auch: Ingres konnte mit seinen GemĂ€lden die RealitĂ€t abbilden. Das war geil, weil es sonst keine Möglichkeit gab, das zu machen. Wenn du jetzt als Maler noch immer gegen die Fotografie gewinnen willst, musst du Dinge malen können, die ĂŒber die RealitĂ€t hinausgehen. Erfasse in einem Portrait einer Person die Emotionen, die du ĂŒber ein GesprĂ€ch oder eine Analyse der Person gewonnen hast. Das kannst du dann kĂŒnstlerisch interpretieren. Die Person leidet zum Beispiel an GefĂŒhlswallungen, wie Depressionen und das soll in dem Bild dargestellt werden? Als professioneller Maler könntest du die GefĂŒhlswelt der Person in Form von abstrakten Objekten, wie schmilzenden Uhren oder einem Effekt, der sich durch das angucken des Bildes aus einem bestimmten Bildes ergibt, erreichen.

Und was ist jetzt mit Musik? Ein Song ist ein Song ist ein Song

Damals am Hofe des Grafen betrat ein junger Pianist und Komponist den Raum. Er blickte sich um und der Graf bat das junge Talent, das er extra aus Österreich hat einreisen lassen an das Cembalo. Dort spielte das junge Genie die erste Version seines neusten StĂŒck dem Grafen vor und dieser klatschte begeistert in die HĂ€nde. „Möge der junge Herr dieses StĂŒck doch um ein paar Violinen und Cellisten erweitern, zu unserer aller Freude!“

Und genau das tat das junge musikalische Genie dann auch. Er selbst konnte diese Instrumente zwar nicht spielen, aber er kannte Leute, die das konnten und lud sie bei Hofe ein. Sie ĂŒbten das StĂŒck, schrieben die Noten auf, verbesserten gemeinsam ein paar Passagen, ĂŒbten weiter, erschufen neue Melodien speziell fĂŒr die FĂ€higkeiten des Bassisten, der Flötistin und der Harfenspielerin. NatĂŒrlich durfte die Trommlerin und der Lautenspieler nicht zu kurz kommen. Das Arrangement wuchs und eine große Menge verschiedener Talente glĂ€nzten auf der BĂŒhne und spielten diverse Interpretationen des originalen StĂŒckes. Der Graf ist begeistert.

Sequencer?!

UngefĂ€hr 300 Jahre spĂ€ter saßen eine Drummerin, ein Bassist, ein Typ mit einer E-Gitarre und jemand, der richtig gut im Takt auf eine Kuhglocke hĂ€mmern kann gemeinsam in einer abgeranzten Bude in einer US-Arbeiterstadt. Sie haben noch einen Keyboarder dabei, der kann zwar gut, aber nicht so schnell spielen. Deshalb sind die Songs alle ein wenig langsamer arrangiert, als eigentlich geplant. Der Keyboarder latscht nun zufĂ€llig an einem ComputergeschĂ€ft vorbei. Dort sieht er im Schaufenster einen ATARI ST. Das Teil hat diese neue MIDI-Schnittstelle, die auch an dem alten Keyboard von ihm dran ist. Was wĂ€re, wenn er seine Passagen nun in den ATARI einspeichert und dann einfach schneller wieder abspielt? Gesagt getan: Die Band kann die Songs nun endlich im vorgegebenen Tempo abspielen. In den letzten Jahrzehnten war das einfach nicht möglich. Dieses MIDI ist echt krass!

Einige Jahre vergehen: Die Band ist mit den MIDI-Noten des Keyboarders ĂŒber viele Jahre erfolgreich gewesen. Doch Sex, Drugs and Rock and Roll haben den SĂ€nger zu einer Farce gemacht. TatsĂ€chlich hat der Keyboarder die letzten 3 Konzerte in Vertretung sogar selbst gesungen. Die Drummerin ist nur noch besoffen und hĂ€lt die Takte kaum noch. Der Keyboarder hat sich aber vor kurzem ein GerĂ€t namens „Sampler“ gekauft. Das Ding spielt das Schlagzeug ausreichend gut ab. Es kann sogar Bass-Töne, die man vorher gesamplet hat. Gut, Gitarre klingt extrem kĂŒnstlich, aber alles andere ist ein total neuer Sound. Der Keyboarder beschließt, alles am Sequencer zu machen und tritt aus der Band aus. Er nennt seine Musik nun „elektronisch“, weil sie auf elektronischen GerĂ€ten sequenziert wird. Ha! Scheiss auf Bands. Der Keyboarder hat nun auch eine komplett andere Fanbasis, als die Band vorher und das beste ist: Alle Fans gehörem ihm allein.

Nach Entzug und ein paar gefloppten Alben kaufen sich die verbliebenen Bandmitglieder einen noch krasseren Computer, der den Keyboarder komplett ersetzen kann und sogar Echtzeit-Effekte auf die Gitarre legen kann. Der Sound wird noch brachialer und anders. Die Band ist auf einmal wieder da. Sie machen nun auch noch was mit gesampelten Schallplatten und nennen das neue Zeug „Nu Metal“.

Ach ja: Das Orchester lĂ€sst sich ein paar Jahre spĂ€ter auch komplett synthetisch erzeugen. Trotzdem gibt’s noch immer Leute, die sich echte Musiker in einem echten Konzertsaal angucken wollen.

AI-Kunst

Schreibe einen Hardstylebanger, der das Thema Drachen und Atombomben hat. Nustyle, Kickdrum, dunkle Strings


 bitte warte noch 10 sekunden
 KI-System ist fertig. [Song anhören]

Oha, cool. Schreibe das noch um in den Style von Mozart und einer abgeranzten Rockband


 bitte warte noch 10 sekunden 
 KI hat deinen epischen Mozart-Song erstellt. [Song anhören]

Das Ergebnis heutiger Systeme wie Suno, Udio oder Producer.Ai kann teilweise selbst von Profis nicht mehr von „handgemachter“ oder meinetwegen auch am PC sequenzierter Musik nicht mehr unterschieden werden. Zumindest nicht ohne den Song nochmal in seine Bestandteile zu legen. Dazu spĂ€ter mehr.

Das ist ein Fakt. Es gibt noch Faktoren, an denen man ganz klar ein KI-Bild erkennt (und ich meine NICHT die falsche Anzahl von Fingern). Wenn du zum Beispiel ein Demonstrantenbild generierst, wo jemand Schilder hochhĂ€lt, tauchen in der Menschenmasse ĂŒberdurchschnittlich oft Ă€hnliche Frisuren oder Haarfarben auf. Noch zumindest. Man erkennt KI-Videos in der Regel noch immer sehr gut an der sehr kurzen LĂ€nge und mangelnder KontinuitĂ€t. Außerdem sind aktuelle KI-Videos doch noch eher „random“, um es mal in Jugendsprache auszudrĂŒcken. Die Resultate der Prompts sind, je lĂ€nger die Szene wird, noch immer nicht vorauszusehen.

Bis Anfang 2024 war es beim Erstellen von KI-Musik auch noch so, dass man im Grunde einen kurzen Clip bekommen hat, den man immer wieder erweitert hat. Das hat manchmal ganz gut geklappt, zwischendurch aber wurde aus dem Countrysong auf einmal eine K-Pop-Ballade, weil die KI sich auf einmal umentschieden hat. Diese Kinderkrankheiten gibt es nicht mehr. Bis zu 5 Minuten Musik ist von der KontinuitÀt her komplett okay, selbst die Lyrics sind nicht mehr ganz so hohl, wie noch vor 12 Monaten.

RĂŒckreise durch die Zeit

Gehen wir nochmal zu dem Beispiel mit dem Knilch aus der Renaissance zurĂŒck, den Typen mit dem Kammerorchester. Er ist mittlerweile seit vielen Jahren tot, aber seine Musik wird noch immer von Orchestern gespielt. Oder auch von gesampleten Orchestern. Aber nicht von der AI. Die AI kann interpretieren, sie darf aber nicht komplett kopieren, das ist explizit ausprogrammiert worden. Gehen wir nun nochmal zu der Band zurĂŒck, damals noch mit Keyboarder. Diese Band tritt auch heute noch auf. Zwar „nur“ im ZDF-Fernsehgarten, aber die Fans wollen die Band noch immer sehen. Und die Fans gucken tatsĂ€chlich sogar neue Bands an. Sie kaufen deren Merch, die Stadien und Clubs sind ausverkauft. Gehen wir nun zu dem Keyboarder zurĂŒck. Der hat angefangen, ein kleines Setup aus dem Studio auf die BĂŒhne zu nehmen. Er tritt Solo auf und macht dabei so Lichtshows. Auf den LeinwĂ€nden laufen sogar Animationen, die er direkt bei einem befreundeten CGI-Artist beauftragt hat.

Was genau macht den Song denn jetzt als Ereignis besser?

Warum treten diese Leute noch auf und wurden nicht von der KI ersetzt? Es liegt nicht an der Produktion des Songs an sich. Jede KI kann einen Song produzieren, Musik ist vermutlich die mathematischste Kunstform der Welt. Aber die Art, wie der Song an einer bestimmten Stelle klingt, das ist das kleine unscheinbare Detail, das dem Hörer in die WirbelsĂ€ule kriecht und diese angenehme GĂ€nsehaut verursacht. Wenn die Stimme des SĂ€ngers auf der Platte auf eine bestimmte Art und Weise kratzig klingt, ist das das Ergebnis einer echten, menschlichen Emotion und vermutlich hat der SĂ€nger oder Produzent genau an dieser Songstelle an die verflossene Liebe gedacht. Beim Hörenden erinnert genau diese Stelle an den ersten großen Liebeskummer, einfach weil der Artist an dieser Stelle so klingt. Ein faktisches Beispiel: Smells like teen Spirit ist – nach allen bekannten Standards fĂŒr Musikproduktion eigentlich ein miserabel aufgenommener Song. Es war aber eine bewusste Entscheidung von Cobain und Co, die ersten paar Töne am Limiter schrabbeln zu lassen, damit das Ergebnis genau so klang, wie es eben klang. Klar hat das im Nachhinein das Genre „Grunge“ irgendwo neu definiert, aber KI kann dieses Verfahren nur replizieren, nicht erfinden.

Fazit

Kunst ist nicht die Tatsache, dass man den perfekten Song macht oder das perfekte Foto. KI arbeitet maßgeblich auf Basis von Wahrscheinlichkeiten. Das sorgt dafĂŒr, dass ein KI-Song tatsĂ€chlich ‚besser‘ wirkt, als alles, was ein Mensch erschaffen könnte, denn er ist maximal sicher und erwartbar. Die KI kann uns perfekt imitieren, aber sie imitiert immer den Durchschnitt des Erlaubten.

Die KI kann den Stil von Hans Zimmer kopieren, aber sie wird niemals einen Akkord anders setzen, als es das erlernte Muster verlangt. Der Mensch hingegen hat den Willen zur Abweichung. Als ‚Marcel‘ kann ich mich bewusst gegen das ‚Bessere‘ entscheiden, weil ich einen Moment erschaffen will, der besser als perfekt ist – nĂ€mlich einzigartig. Ich kann den Limiter schrabbeln lassen, weil ich will, dass sich die emotionale Wut des Songs im physischen Klang ausdrĂŒckt.

Der Unterschied ist nicht die Perfektion, sondern die Absicht: KI liefert die bestmögliche Antwort. Der KĂŒnstler liefert die unwahrscheinlichste Frage. Unser Wert liegt nicht mehr in der FĂ€higkeit, die Regeln zu beherrschen, sondern in der Entschlossenheit, sie zu brechen.

#ki #kiKritik #kunst #musiker #musikproduktion

kleindatenverein - Die Berliner Parzelle des kleindatenvereins trifft sich kommenden

Dienstag, 21.10., um 18 Uhr

bei den sehr guten  @topio in der  in der Arminius-Markthalle in #Moabit.

Wir werden uns mit internen Planungen fĂŒr die Website, den #39C3 und so beschĂ€ftigen, aber natĂŒrlich auch wieder mit #KIKritik, #Datenschutz-VorfĂ€llen der letzten Wochen, dem Kampf gegen den #TechFaschismus, der UnterstĂŒtzung von #EndOf10 und was sonst so drĂ€ngt.

Kommt gern dazu. Es werden Cookies und Einhörner gereicht.

https://umap.openstreetmap.de/de/map/topio-ev-marktstand_100610#17/52.52683/13.33868

#berlin #DatenzwergeGegenPalantir

Topio e.V. - Marktstand

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