Ich bin jetzt auch offiziell neugierig und zukunftslustig! đ
@ChristianWKaiser & @jrobes Eure Begeisterung beim #CLCamp26 war einfach ansteckend đ
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#LINKSDERWOCHE | 10/2025: ProduktivitÀt, Lean, Agile, Management und Leadership
Photo by Pixabay on Pexels.comPRODUKTIVITĂT
Unsicherheit | Voranschreiten, Erkennen was klar ist und Herantasten an das Unbekannte
Ein gesunder Umgang mit dem Unbekannten ist eine Kernkompetenz. Wir leben in einer komplexen Welt. Unsicherheit ist daher der Normalzustand. Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Das bedeutet, dass wir uns, wie Dan Rockwell es ausdrĂŒckt, âim Nebel bewegenâ. Mehrdeutigkeit ist daher in vielen FĂ€llen normal. Anstatt in Schockstarre zu verfallen, sollten wir mutig voranschreiten, das erkennen, was klar ist, und uns mutig an das Unklare herantasten.
https://leadershipfreak.blog/2026/03/02/forging-clarity-in-the-fog/
Fokus | Wie Fokus uns voranbringt
Fokus hilft. Keine Frage. Da hat Lars Bobach den Nagel auf den Kopf getroffen. Gerade in unserer ĂŒberladenen Welt und angesichts des Dauerfeuers an Möglichkeiten ist es jedoch auch die zentrale Herausforderung, den Fokus zu finden und sich auf wenige Dinge zu reduzieren. Ich versuche derzeit auch, wieder fokussierter zu agieren. Das ist mitunter eine Herausforderung. Es gibt zu viele spannende Themen, denen ich stĂ€ndig begegne. Und doch ist es wichtig, sich zu verdeutlichen, dass man, wenn man fokussiert und auf das Wesentliche zentriert ist, mehr erreicht. Das Prinzip der Limitierung paralleler Arbeit, wie es in Kanban praktiziert wird, bedient sich dieser Idee. Mit Fokus sind wir konzentrierter auf eine Aufgabe und klarer unterwegs. Fokus bedeutet, Nein zu sagen und weniger (gleichzeitig) erreichen zu wollen. Es setzt eine bewusste Entscheidung voraus. Und zu dieser kommen wir erst, wenn wir uns bewusst gemacht haben, weshalb und wozu etwas wichtig ist. Zu verstehen, weshalb Fokus uns hilft, ist der erste Schritt.
https://larsbobach.de/warum-fokus-die-welt-veraendert/?cn-reloaded=1#close
Markdown | Markdowns lassen sich jetzt in LibreOffice direkt verarbeiten
Wie Thomas Mathoi in seinem Blog schreibt, ist es mit der neuesten Version von LibreOffice nun möglich, Markdown zu verarbeiten. Er hat es bereits erfolgreich getestet. Ich hatte noch nicht die Gelegenheit dazu. Das ist zum Beispiel fĂŒr alle diejenigen interessant, die Obsidian im Wissensmanagement nutzen und dort gespeicherte Informationen in Texten weiterverarbeiten wollen. Da ich privat sogar LibreOffice nutze, ist das eine Information, die mir sehr gelegen kommt.
https://www.mathoi.at/2026/03/06/markdown-dateien-in-libreoffice-bearbeiten/
Zeitmangel | Zeit hat man nicht, man nimmt sie sich
âZeit hat man nicht, man nimmt sie sich.â Dieser Satz ist irgendwann einmal bei mir hĂ€ngen geblieben. Er klingt einleuchtend. In der Umsetzung ist es jedoch nicht immer ganz so trivial, denn dazu muss man wissen, was einem wichtig ist und weshalb, und was man dafĂŒr bleiben lassen kann. Da wir nur Menschen sind und uns gerne selbst im Weg stehen ⊠Ihr wisst, was ich meine. Auch das ist nicht ganz so einfach umzusetzen. Und doch ist es möglich. Daran erinnert mich Anna Koschinski. Wir haben es in der Hand. Wir entscheiden. Punkt. Wir mĂŒssen es nur tun. Das ist ĂŒbrigens â schön bei Ivan Blatter nachzuhören, der immer wieder auch hier in den âLinks der Wocheâ auftaucht â keine Frage der Disziplin, sondern der bewussten Entscheidung auf Basis eines klaren âWeshalbâ. Et voilĂ â manchmal werden Dinge möglich. Da muss ich aber auch noch selbst besser werden.
https://anna-livia.de/geschenkte-zeit/
LEAN
Interner Kunden | Weshalb das Konstrukt des internen Kunden in die Irre fĂŒhrt
Tim Themann wirft in einem Blogartikel mit dem aussagekrĂ€ftigen Titel âInterne Kunden? So etwas gibt es nicht.â Seine Kritik hat Charme. Das Konstrukt der âinternen Kundenâ lenkt vom eigentlichen Zweck der Organisation ab. Es verstellt den ganzheitlichen Blick auf das Gesamtergebnis, das wir fĂŒr jemanden erzeugen. Am Ende zĂ€hlt nicht, ob Abteilung X Abteilung Y ein Zwischenergebnis bereitstellt, sondern ob wir als Organisation unseren Abnehmern ein qualitativ hochwertiges Ergebnis liefern, das einen echten Nutzen und eine echte Wirkung erzeugt. Aber genau diese Betrachtung findet, gerade in groĂen Organisationen, viel zu selten statt.
https://die-computermaler.de/interne-kunden-so-etwas-gibt-es-nicht/
Routine | Die Macht der Routine nutzen
Götz MĂŒller betont in seinem Blogartikel die Macht der Routine beim Aufbau organisatorischer Gewohnheiten. Was fĂŒr das Individuum gilt, passt auch auf Organisationen. Problematische âGewohnheitenâ löst man ab, indem man bessere âGewohnheitenâ als Routine etabliert. Das setzt voraus, dass man die Muster versteht und âneu codiertâ, damit die VerĂ€nderung greifen kann.
https://www.geemco.de/artikel/warum-routine-immer-gewinnt
AGILE
Working Agreement | Das Implizite explizit machen ist Voraussetzung
In der Rubrik âManagement und Leadershipâ Ă€uĂere ich mich zwar kritisch ĂŒber die Psychologisierung der FĂŒhrungsarbeit und betone die Bedeutung von Strukturen fĂŒr die Arbeit. Zu diesen Strukturen gehört auch, dass die impliziten Regeln der Zusammenarbeit explizit gemacht werden. Zum Beispiel in Form einer Teamvereinbarung. Denn nur, wenn Implizites explizit wird, können wir ausreichend reflektieren, was wir verbessern mĂŒssen. Die Ăberbetonung psychologischer Effekte und GrĂŒnde im Beitrag von Ilia Pavlichenko ist mir persönlich etwas zu viel, auch wenn einiges Gutes enthalten ist. Was mir fehlt, ist die Frage: âWeshalb tun wir das?â Und das tun wir nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil wir Ergebnisse in hoher QualitĂ€t erzeugen wollen. HierfĂŒr braucht es die FĂ€higkeit, die Gelingensbedingungen zu identifizieren und zu reflektieren, damit wir diese im Sinne von Kaizen weiterentwickeln können. Damit bin ich wieder beim Punkt, Implizites explizit zu machen â durch eine geeignete Teamvereinbarung, die wie ein lebendiger Standard bestĂ€ndig weiterentwickelt und angepasst wird.
https://www.scrum.org/resources/blog/working-agreements-super-teams
KI (1) | Sinnvoll als âUnterstĂŒtzungâ genutzt macht es Sinn
Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich die an KI gestellten Erwartungen in Teilen fĂŒr ĂŒbertrieben halte und eher skeptisch bin. Gleichzeitig bin ich mir bewusst, dass wir eine technologische UmwĂ€lzung erleben, weil viele Dinge durch KI leichter geworden sind, die frĂŒher aufwendiger waren. Was meine KI-Nutzung betrifft, stehe ich noch am Anfang. Das liegt unter anderem auch daran, dass ich in meinen aktuell laufenden Projekten keine Möglichkeit habe, sie tatsĂ€chlich einzusetzen. Zwischendurch probiere ich verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Aufgaben aus und taste mich nach wie vor heran. Dabei stĂŒtze ich mich unter anderem auf das A3-Framework, das ich ĂŒber Stefan Wolpers kennengelernt habe. KI ist gekommen, um zu bleiben. Einen vernĂŒnftigen Umgang mit gesunder Skepsis halte ich fĂŒr angebracht, ganz so, wie es hier beschrieben wird. Das gilt auch fĂŒr mich als Agilist, der gerade wegen der KI und ihrer Möglichkeiten fest davon ĂŒberzeugt ist, dass das soziale Element unserer Arbeit deutlich mehr Gewicht gewinnen wird.
https://www.scrum.org/resources/blog/wie-ich-lernte-das-llm-agile-zu-lieben
KI (2) | Weshalb Agilisten trotz KI gefragt sein werden
Und noch einmal möchte ich auf einen Artikel von Stefan Wolpers verweisen, der gut zu dem passt, was ich bereits zu vermitteln versucht habe. Die KI ist da. Sie wird bleiben. Was wir aus ihr machen, liegt bei uns. Als Agilisten ist es unsere Aufgabe, Organisationen dabei zu begleiten, die neuen Möglichkeiten sinnvoll zu nutzen und zu integrieren. Das ist ein Lernprozess. Ein Lernprozess, der darin besteht, Hypothesen aufzustellen, sie zu testen, zu ĂŒberprĂŒfen und weiterzuentwickeln. Das ist fĂŒr mich schon immer das Wesen der AgilitĂ€t gewesen. Das bestĂ€ndige Lernen und Weiterentwickeln neuer Möglichkeiten und Optionen als Organisation, um âbessereâ Wege zu finden, gute Ergebnisse zu erzeugen. Daher hat AgilitĂ€t nicht ausgedient. Daher haben wir Agilisten nicht ausgedient. Wir sind diejenigen, die â wenn wir unsere Rolle ernst nehmen â dabei unterstĂŒtzen, den bestĂ€ndigen Wandel zu begleiten. Auch wenn es nicht immer einfach ist. Es geht um organisationelles Lernen und Weiterentwicklung im Sinne einer adaptiven, abhĂ€ngigen Organisation, die vor neue Herausforderungen gestellt wird.
https://www.scrum.org/resources/blog/why-agile-practitioners-should-be-optimistic-2026-part-2
Neuiger | Voraussetzung fĂŒr lebendige Organisation
Zum Thema bestĂ€ndigen Wandels passt sehr gut, was Maik Seyfert ĂŒber die Kosten fehlender Neugier in Organisationen schreibt. Das bestĂ€ndige Hinterfragen sowie die Offenheit fĂŒr neue Ideen und AnsĂ€tze sind die Voraussetzungen fĂŒr eine lebendige Organisation. Eine solche Organisation erstarrt nicht in den Erfolgen der Vergangenheit und Gegenwart, sondern ist stets auf der Suche nach Weiterentwicklung. Das ist wahre AgilitĂ€t, das ist der Geist von Kaizen. Denn alles ist bestĂ€ndig im Fluss, und lebendige Organisationen entwickeln sich bestĂ€ndig weiter. Sonst bleibt ihnen irgendwann nur der radikale und disruptive Kahlschlag mit massiven AufwĂ€nden und Schmerzen â oder der Tod.
https://www.lostconsultants.com/2026/03/02/the-cost-of-not-being-curious/
KI (3) | KI senkt die technischen Anpassungs- und VerÀnderungskosten (in Teilen)
Ich habe bereits mehrfach betont, dass die Erwartungen die an KI gesetzt werden in Teilen viel zu hochgegriffen halte. Was ich allerdings sehe, ist dass die KI als UnterstĂŒtzungswerkzeug viele Dinge deutlich vereinfacht und sinnvoll genutzt an den richtigen Stellen dazu beitrĂ€gt, Dinge schneller und leichter umzusetzen. Zumindest in der Softwarentwicklung. Testing und Integration können vereinfacht und erleichtert werden. Mal schnell ein Experiment wagen und schauen, ob es funktioniert, wird deutlich einfacher. Damit sinken âVerĂ€nderungskostenâ. In diesem Punkt folge ich Mike Cohen und sehe auch, dass die VerĂ€nderungskosten sinken (könnten), so dass wir schneller und einfacher Arbeitshypothesen ĂŒberprĂŒfen können. Das gelingt aber nur, wenn wir den Fokus â wie es sich fĂŒr echte Agilisten und Lean-Freaks gehört â auf die Feedbackschleifen richten. Wir wollen schneller und frĂŒher Erkenntnisse generieren, in dem wir âIdeenâ ĂŒberprĂŒfen und weiterentwickeln.
https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/the-cost-of-change-curve-is-outdated
Flow | Niedriges WiP, kleine LosgröĂen = gröĂere FlexbilitĂ€t
Das Beispiel von Benjamin Huser-Berta belegt, was wir von Kanban in Sachen Flow lernen können, nĂ€mlich dass niedrige WiP-Limits und kleine LosgröĂen die FlexibilitĂ€t im Sinne eines schnellen Lernens und Adaptierens erhöhen. Dabei tauchen weitere Elemente auf: die klare Formulierung der Hypothese und die kurzen, schnellen Feedbackzyklen. Was mir hier besonders gut gefĂ€llt, ist der Fokus auf âFlow-Metrikenâ statt aufwendiger SchĂ€tzungen. Möglichst kleine LosgröĂen ermöglichen eine radikale VerkĂŒrzung der Zykluszeiten. Durch das fokussierte Abarbeiten mit niedrigen WiP-Limits kann flexibel auf VerĂ€nderungen reagiert werden.
https://blog.letpeople.work/p/low-wip-small-features-high-freedom
MANAGEMENT AND LEADERSHIP
Strukturen schaffen | FĂŒhrungsarbeit ist Strukturarbeit
Was mir schon lange ein Dorn im Auge ist â auch bei Agile Coaches und vergleichbaren Rollen â gilt auch fĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte in der Linie: die Psychologisierung der FĂŒhrungsarbeit. In diesem Fall bin ich ganz bei Jan Fischbach. Der Fokus verrutscht zu sehr auf einen Teilaspekt, wodurch die eigentliche FĂŒhrungsarbeit aus dem Blickfeld gerĂ€t. FĂŒhrungsarbeit bedeutet primĂ€r, Strukturen zu schaffen. Strukturen, die Zusammenarbeit ermöglichen und am Ende dazu befĂ€higen, gute Ergebnisse zu erzielen. Darauf kommt es an.
https://www.teamworkblog.de/2026/03/gute-teamleitung-ist-eine-frage-der.html
#FĂŒhrung #Flow #Fokus #InternerKunde #KI #Leadership #Management #Markdown #Neugier #ProduktivitĂ€t #Strukturarbeit #StrukturenSchaffen #Unsicherheit #WorkingAgreement #ZeitmanagelCoole Sache in #kiel :
đ„ł Projekt(frage) einreichen, mit GlĂŒck 1000⏠erhalten und Projekt nebenbei mit Hilfe beforschen đ
https://youtube.com/shorts/OwtwpKgCfzs?si=z6VQmLYt1Sc87Hb4
Bewerben âïž
https://www.wissenschafftzukunft-kiel.de/de/science_comes_to_town/_engagement_projekte/co-creation.php
Interessante Veranstaltungen rund ums Forschen âčïž:
https://www.wissenschafftzukunft-kiel.de/

#LINKSDERWOCHE | 9/2026: ProduktivitÀt, Lean, Agile, Management und Leadership
PRODUKTIVITĂT
SchwÀche als StÀrke | SchwÀche ist kein Nachteil, sondern kann zu Vorteil werden
SchwĂ€che wird nach wie vor oft negativ gesehen. Nicht so bei Dan Rockwell. Er sieht in ihr sogar einen Vorteil, sofern sie bewusst reflektiert wird. Sich seiner SchwĂ€chen bewusst zu sein und die Verantwortung dafĂŒr zu ĂŒbernehmen, eröffnet laut ihm Entwicklungschancen und erdet.
https://leadershipfreak.blog/2026/02/26/the-weakness-advantage/
SelbstÀuschung vermeinden | Sieben Fragen, die uns vor SelbsttÀuschen bewahren können
Auch wenn Dan Rockwells sieben Fragen ursprĂŒnglich auf âFĂŒhrungâ abzielen, lassen sie sich auf viele andere Bereiche ĂŒbertragen. FĂŒhrung bedeutet nĂ€mlich nicht nur, andere zu fĂŒhren, sondern auch, sich selbst zu fĂŒhren. Daher passen die Fragen fĂŒr mich sogar in das Themenfeld der persönlichen ProduktivitĂ€t. Es geht darum, SelbsttĂ€uschung zu vermeiden und die eigene Entwicklung zu reflektieren. Dabei können seine Fragen einen wertvollen Beitrag leisten, wenn wir sie in der Selbstreflexion einsetzen.
https://leadershipfreak.blog/2026/02/24/7-questions-that-build-leaders/
Unsicherheit | Wie man mit der alltÀglichen Unsicherheit umgehen kann
In der folgenden Podcastfolge von Ivan Blatter geht es um den Umgang mit Unsicherheit. Unsicherheit gehört zum Leben dazu. Alles ist bestÀndig im Fluss. Unsicherheit ist somit der Normalzustand. Die Zukunft ist nicht klar vorhersehbar. Es gibt kein Patentrezept, um mit ihr umzugehen. Olaf Hinz spricht in diesem Zusammenhang vom Segeln auf Sicht, was Ivan als 20-Meter-Prinzip bezeichnet. Ein kleiner Tipp von mir: Effectuation bietet noch einige gute AnsÀtze, die sich nutzen lassen, um mit echter Unsicherheit umzugehen.
https://share.transistor.fm/s/c1626d8a
Obsidian | Arbeiten mit der Kommandozeile kommt
Ich habe ĂŒber Thomas Mathoi zur Kenntnis genommen, dass Obsidian bald auf der Kommandozeile genutzt werden kann. Mir erschlieĂt sich der Mehrwert zwar nicht, aber das bedeutet nicht, dass andere diese Funktion nicht schĂ€tzen und sich darĂŒber freuen. Daher einfach nur die Info: Da kommt was.
https://www.mathoi.at/2026/02/23/obsidian-auf-der-kommandozeile/
LEAN
Prinzipien statt Methoden | Modelle und Methoden taugen nicht viel, wenn man die Prinzipien dahinter nicht verstanden hat
Ein groĂer Fehler, der mir â egal, ob im Kontext von Lean oder Agile â immer wieder begegnet, ist das âdumpfeâ Kopieren von Methoden, ohne die zugrunde liegenden Prinzipien zu durchdringen. Es ist wie mit einem guten Standard: Er ist eine gut bestĂ€tigte Arbeitshypothese, die so lange gĂŒltig ist, bis wir eine bessere finden. Die Prinzipien bleiben bestehen, wĂ€hrend sich der Standard verĂ€ndert. Das bestĂ€ndige Hinterfragen, Weiterentwickeln und Anpassen der Hypothese ist das Prinzip. Ăhnlich verhĂ€lt es sich mit Modellen und Methoden. Auch sie sind gut bestĂ€tigte Arbeitshypothesen, die es bestĂ€ndig zu hinterfragen gilt. Prinzipien kann man leider nicht einfach kopieren wie eine Methode. Wie Götz MĂŒller zum Ausdruck bringt, tragen sie eine gewisse UnschĂ€rfe in sich, die bewusst gewollt ist. Sie bilden einen Denkrahmen, der Anpassungen im Sinne kontinuierlicher Verbesserung erlaubt.
AGILE
Neugier | Der Ausgangspunkt der VerÀnderung ist Neugier
Ich hatte bereits letzte Woche den ersten Artikel der Blogserie von Maik Seyfert in den âLinks der Wocheâ erwĂ€hnt. Diese Woche folgt der nicht minder spannende zweite Teil, in dem der Autor hervorhebt, weshalb Neugier der wahre Startpunkt der VerĂ€nderung ist. Das erinnert mich daran, dass wir â wenn wir ĂŒber ein Problem stolpern â stutzig werden sollten, wenn wir zĂŒgig auf Lösungen stoĂen. Einer der groĂen Vordenker von Lean â ich meine, es waren Taiichi Ohno oder Masaaki Imai, ich bin mir aber nicht mehr sicher â sagte sinngemĂ€Ă, dass, wenn wir zu schnell eine Lösung parat haben, die Wahrscheinlichkeit groĂ ist, dass wir das Problem noch nicht verstanden haben. Das ist ein Grund, weshalb die 5 Why entstanden sind, und aus meiner Sicht ist es ein Wesenszug von Kaizen, da das stĂ€ndige Hinterfragen der eigenen Annahmen mit dem Ziel, bessere Lösungen zu finden, gerade diese Neugier voraussetzt.
https://www.lostconsultants.com/2026/02/23/why-curiosity-is-the-real-starting-point-of-change/
Retrospektiven I | Wenn in Retros Stille herrscht âŠ
Der bewusste Bruch mit Mustern kann, das stelle ich immer wieder fest, ganz neue Perspektiven eröffnen. Obwohl ich bei Retrospektiven eher ein Freund der Routine bin, mache ich mir das Musterbrechen gelegentlich auch hier zunutze. Daher suche ich immer auch nach guten und bewĂ€hrten Formaten und bin dankbar, wenn Kolleg:innen ihre bewĂ€hrte Praxis mit der Gemeinschaft teilen, so wie Simon Flossmann. So wie hier Simon Flossmann. Allerdings bin ich bei asynchronen Retros eher skeptisch. Gerade wenn der Faktor âZeitâ sehr knapp ist, fĂ€llt das âasynchrone Kommunizierenâ oft dem Druck der vermeintlich wichtigeren Aufgaben zum Opfer. Ein fester Termin und Zeitslot hat sich aus meiner Sicht gerade deshalb bewĂ€hrt, weil damit auch eine Verpflichtung einhergeht. Allerdings zielen Simons Anregungen eher darauf ab, die stillen Zeitgenossen, von denen man in der Regel nur wenig hört, aus der Reserve zu locken. Von daher ist es auf jeden Fall einen Versuch wert, wenn man den Eindruck hat, dass in der Retro öfter mal Teammitglieder âunsichtbarâ sind.
Retrospektiven II | Retros ohne echte Wirkung sind fĂŒr die Tonne
Ein kritischer Blick auf das Themenfeld Retrospektive wird auch hier von Marc Löffler geworfen. Und das nicht ganz zu Unrecht. Eine Retrospektive ohne Wirkung ist sinnlos. Bei Retros geht es darum, echte Verbesserungen zu entwickeln, die ein Team voranbringen und Wirkung entfalten. Offensichtlich gibt es nach wie vor Bedarf, das Thema immer wieder aufzugreifen.
https://marcloeffler.eu/2026/02/24/zeit-fuer-bessere-retros/
Ergebnis statt Methodik | Lieferleistung und -qualitÀt sind es die am Ende zÀhlen
Es ist einfach, sich daran abzuarbeiten, ob ein bestimmtes Rahmenwerk gelebt wird oder nicht. Aber darum geht es am Ende des Tages nicht. Es zĂ€hlt nur, was wir am Ende tatsĂ€chlich abliefern. Als Gesamtteam. Daran wird auch die Leistung von Scrum Mastern gemessen. Daher halte ich es persönlich fĂŒr sehr wichtig, den Fokus in erster Linie darauf zu richten, welchen Mehrwert das Team erzeugt und wie gut die QualitĂ€t ist, und nicht darauf, wie gut das Team Scrum lebt. Ăhnlich wie Mary Iqbal spreche ich mich dafĂŒr aus, Verbesserungen im Team vor allem am Ergebnis und der ErgebnisqualitĂ€t sichtbar zu machen. Das ist jedoch kein leichtes Unterfangen, weil gerade das oft nicht klar ist. Insbesondere dann, wenn die Distanz zu echten Nutzern sehr groĂ ist. Das wiederum kommt öfter vor, als man denkt. Leider. Dies ist jedoch ein eigenes Thema.
https://www.rebelscrum.site/post/scrum-is-a-tool-not-the-goal
Agile und KI | Weshalb echte Agilisten auch in Zukunft noch gefragt sein werden
Dieser SchlĂŒsselsatz aus dem Blogartikel von Stefan Wolpers bringt â unabhĂ€ngig vom Thema KI, das der eigentliche Treiber des Artikels ist â zum Ausdruck, weshalb ich immer noch von AgilitĂ€t ĂŒberzeugt bin: âDie oben skizzierte Chance steht jedoch nur agilen Praktikern offen, die aufhören, sich ĂŒber die Frameworks zu definieren, die sie praktizieren, und anfangen, sich ĂŒber die organisatorischen Probleme zu definieren, die sie lösen.â Es steckt nĂ€mlich alles drin, worum es eigentlich geht. Es geht nicht um Frameworks, sondern darum, Probleme und Hindernisse aufzulösen, damit am Ende qualitativ hochwertige Ergebnisse entstehen. Ja, wir stehen vor erheblichen VerĂ€nderungen durch KI, was die Technologie betrifft. Das eigentliche Kernproblem aller Organisationen bleibt davon jedoch unberĂŒhrt: Organisationen mĂŒssen sich bestĂ€ndig âneu erfindenâ und weiterentwickeln. Echten Agilisten â anders als Agileologen â geht es genau darum.
https://www.scrum.org/resources/blog/warum-agile-praktiker-fur-2026-optimistisch-sein-sollten-teil-1
Kritischer Umgang mit Theorien | Vermeintlich wissenschaftlichen Theorien kritisch hinterfragen
Jetzt, liebe Leser:innen, heiĂt es, sich kurz hinzusetzen. In seinem Blogartikel rĂ€umt Felix Stein mit âpseudowissenschaftlichenâ Erkenntnissen auf, die wir â da bin ich mir sicher â fast alle schon irgendwo gehört, gelesen und vermutlich sogar selbst verwendet haben. Die Rede ist unter anderem von den Dunbar-Zahlen, den Tuckman-Phasen und einigen anderen Dingen. Ich nehme mich da nicht aus und gebe zu, auch schon in diese Falle getappt zu sein. Es geht nicht darum, dass all das âBlödsinnâ ist, sondern darum, Erkenntnisse aus Theorien kritisch reflektierend auf unsere Arbeit zu ĂŒbertragen. Das ist nicht immer ganz einfach, da wir im TagesgeschĂ€ft oft genug ordentlich unter Dampf stehen. Es lohnt sich allerdings. Es geht primĂ€r um ein vertiefendes VerstĂ€ndnis, das erforderlich ist, um zu erkennen, ob Theorien und Erkenntnisse tatsĂ€chlich noch aktuell sind und in unserem jeweiligen Kontext zielfĂŒhrend ĂŒbertragen werden können.
https://www.lean-agility.de/2026/02/pseudo-wissenschaft-im-projektmanagement.html
Design Thinking Methode | A Day in Life â nicht nur fĂŒr das Produktmanagement geeignet
Wenn ich als Team- bzw. Agile Coach in ein neues Team komme, möchte ich zunĂ€chst verstehen, wie es dort lĂ€uft. DafĂŒr beobachte ich zunĂ€chst einmal, um ein GespĂŒr fĂŒr die AblĂ€ufe zu entwickeln. Dabei greife ich auf etwas Ăhnliches zurĂŒck, das Lars Richter im Hinblick auf Design-Thinking-Techniken fĂŒr die Produktentwicklung beschreibt. âA Day in the Lifeâ. Es geht um Verstehen. Erst wenn wir etwas verstanden haben, können wir âneueâ Impulse geben, die wirklich zielfördernd sind..
https://scamper.blog/a-day-in-the-life/
LEADERSHIP UND MANAGEMENT
Erwartungsfalle | Wenn FĂŒhrung mit Erwartungen ĂŒberladen wird
FĂŒhrung bedeutet auch, Erwartungen zu managen â und zwar auf verschiedenen Ebenen. Dies gilt sowohl fĂŒr die FĂŒhrenden als auch fĂŒr die GefĂŒhrten. Am Ende des Tages braucht es auch schonungslose Transparenz darĂŒber, was machbar und möglich ist. Viel zu oft wird die âFĂŒhrungâ mit Dingen ĂŒberladen, die auĂerhalb ihres Einflussbereichs liegen. FĂŒhrung ist nicht von der FĂŒhrungskraft abhĂ€ngig, sondern vom Zusammenspiel unterschiedlichster Faktoren. Wer den Blick zu starr auf die FĂŒhrungskraft verengt und dabei Kontext, System, Aufgabenstellung, GefĂŒhrte usw. auĂer Acht lĂ€sst, darf sich nicht wundern, wenn ein âSuperheldâ nach dem anderen in der Burnout-Klinik landet. In diesem Sinne sollte der Artikel von Daniel Dubbel dem einen oder anderen gute Impulse liefern, wie wichtig Offenheit und Klarheit fĂŒr das Erwartungsmanagement im Kontext von FĂŒhrung sind.
https://www.inspectandadapt.de/mythos-guter-fuehrung-wenn-erwartungen-zur-falle-werden/
KulturlĂŒcke | Wenn RealitĂ€t und Anspruch zu sehr auseinanderklaffen
Belinda Weibel spricht von der hĂ€ufig beobachtbaren KulturlĂŒcke zwischen dem nach auĂen postulierten Anspruch und der gelebten RealitĂ€t in Organisationen. Wenn ich mir Ausschreibungen anschaue, mĂŒsste man meinen, dass in den meisten Organisationen das reinste âArbeitsparadiesâ mit einer unglaublich offenen Kultur, geprĂ€gt von Transparenz und KreativitĂ€t, herrscht, von dem wir alle trĂ€umen. Die gelebte RealitĂ€t sieht jedoch oft anders aus. Im Sinne eines guten Erwartungsmanagements â Marketing hin oder her â sollten der postulierte Anspruch nach auĂen und die gelebte RealitĂ€t einigermaĂen ĂŒbereinstimmen, sonst gibt es am Ende nur lange Gesichter, weil unrealistische Erwartungen geweckt werden, die nicht erfĂŒllt werden können. Das kann auch teuer werden, wenn immer wieder gute Mitarbeitende innerhalb kĂŒrzester Zeit abspringen. Ihr Fazit: Konsistenz schlĂ€gt Perfektion. Lieber etwas mehr Ehrlichkeit als perfektes Personalmarketing. Mit anderen Worten: AuthentizitĂ€t erhöht auch hier die GlaubwĂŒrdigkeit dauerhaft ungemein.
https://t2informatik.de/blog/willkommen-im-culture-gap/
#Agile #Agilisten #Change #DesignThinking #Ergebnis #Erwartungsfalle #KI #KulturlĂŒcke #Leadership #Lean #Management #Methoden #Neugier #Obsidian #Prinzipien #ProduktivitĂ€t #Retrospektiven #Scrum #ScrumMaster #SelbsttĂ€uschung #StĂ€rke #Theorie #Unsicherheit #VerĂ€nderung #Wissenschaft#LINKSDERWOCHE | 8/2027: ProduktivitĂ€t, Lean, Agile, Management und Leadership
PRODUKTIVITĂT
2-Sekunden-Pause | Kurze Innehalte und dann erst reagieren
Oh, der Impuls von Dan Rockwell passt wie die Faust aufs Auge zu meinen Selbstreflexionen der letzten Tage. Mehrfach war ich versucht, sofort zu reagieren, statt innezuhalten. Ich bilde mir zwar ein, die meiste Zeit dem Impuls widerstanden zu haben, aber leider nicht jedes Mal. Dem ersten Impuls nachzugeben, kann sehr schnell nach hinten losgehen. Gerade, wenn einen etwas triggert. Und jeder Mensch hat seine Triggerpunkte. Ich habe so einige davon. Wer genau diese erwischt, kann so manches vermeidbare MissverstĂ€ndnis auslösen. Genau deshalb ist es wichtig, kurz innezuhalten und erst zu denken, dann zu reden. In Anbetracht der tĂ€glichen Aufgeregtheit auf vielen KanĂ€len ist es vielleicht wichtiger denn je. Das Schöne ist: Man kann es trainieren und unterstĂŒtzen. Die Liste von Dan Rockwell enthĂ€lt einige gute AnsĂ€tze.
https://leadershipfreak.blog/2026/02/16/a-simple-two-second-pause/
Beeinflussen vs. Kontrolle | Fokus auf was wir beeinflussen können
Eine der Lektionen, die ich aus der Stoa mitgenommen habe und leider nicht immer konsequent umsetze, lautet: Fokussiere dich auf die Dinge, die du beeinflussen kannst. Es klingt simpel. âBeeinflussenâ bedeutet ĂŒbrigens nicht âkontrollierenâ. Dan Rockwell hat mich mit seinem folgenden Artikel mal wieder daran erinnert, auch wenn ich die Stierkampf-Metapher etwas unglĂŒcklich gewĂ€hlt finde. Was wir kontrollieren können, ist unsere Reaktion auf die Dinge, die passieren. Wir können die Grenzen dessen akzeptieren, was wir beeinflussen können, und aktiv Verantwortung fĂŒr die Dinge ĂŒbernehmen, die wir beeinflussen können.
https://leadershipfreak.blog/2026/02/18/control-the-cape/
Aufschieben | Bewusstes Aufschieben vs. Aufschieberitits
Die Unterscheidung zwischen bewussten Aufschieben und Aufschieberitis zeigt, dass Aufschieben an sich nichts Schlechtes sein muss. Vorausgesetzt, es ist eine bewusste und reflektierte Entscheidung. Genau darum geht es bei Claudia Kauscheders Gedankenexperiment zum Thema Aufschieben. Wenn wir Dinge bewusst erledigen, erzeugen wir eine gewisse VerlĂ€sslichkeit und damit Vertrauen. Zudem reduzieren wir den selbst erzeugten Stress. Sich dies bewusst zu machen, ist dabei die hohe Kunst. Gerade unter âStressâ ist es oft schwierig, reflektiert zu handeln, weil man hĂ€ufig in einen reaktiven Modus verfĂ€llt. In diesen FĂ€llen kann es helfen, sich selbst daran zu erinnern, dass es keine gute Idee ist, und aus dem reaktiven Modus auszubrechen, um den Stress abzufedern. Andernfalls verstĂ€rken wir ihn sogar noch.
https://abenteuerhomeoffice.at/aufschieberitis-experiment/
Meetings | Lean durch den Besprechungsmarathon
Zum Thema Meetings/Besprechungen ist die Reflexion zu Tim Themanns Beitrag ĂŒber Lean Meetings sehr interessant. Lean im Sinne der Vermeidung unnötiger Dinge, die nicht zum Ergebnis beitragen â also Muda vermeiden â finde ich sehr interessant. Dem Kritikpunkt von Tim folge ich. Das Postulat im Ursprungsbeitrag, âunreflektiertâ von einer Timebox von 12 Minuten auszugehen, halte ich persönlich nicht unbedingt fĂŒr âleanâ. Auch aus Ă€hnlichen GrĂŒnden, wie im Artikel genannt. Hinzu kommt, dass ich gelernt habe, dass es im japanischen Lean-VerstĂ€ndnis eher um âgesundâ als um âschlankâ geht. Das ist jedoch ein anderes Thema, das ich hier nicht vertiefen möchte. Es sind auf jeden Fall viele sehr gute Ideen dabei, die hervorragend passen.
https://die-computermaler.de/lean-meetings/
Klarheit und Neugier | Weshalb Neugier fĂŒr Klarheit wichtig ist
Der Blogartikel von Maik Seyfert ist sehr interessant und fast schon philosophisch angehaucht. Der Ruf nach Klarheit ist verstĂ€ndlich, denn sie schafft Sicherheit und StabilitĂ€t. Aber Klarheit wird kontraproduktiv, wenn sie die Neugier behindert. Zudem ist das, was wir als Klarheit definieren, immer nur eine Momentaufnahme. Auf dieser bauen wir auf und wagen den nĂ€chsten Schritt ins Unbekannte, da aus Klarheit sonst Starrheit wird. Klarheit ohne Neugier mĂŒndet zu schnell im Stillstand. Der Beitrag ist wohl erst der Auftakt zu einer ganzen Artikelserie, daher bin ich neugierig, was als NĂ€chstes kommt. đ
https://www.lostconsultants.com/2026/02/16/before-clarity-comes-curiosity/
LEAN
Das Paradoxe an Lean | Weshalb Lean vermeintlich paradox erscheint und weshalb es zu MissverstĂ€ndnissen fĂŒhrt
Lean ist in der Tat paradox, zumindest so, wie Götz MĂŒller es beschreibt. Und ich glaube, genau hier liegt auch die Herausforderung begraben, weshalb oft âLeanâ darĂŒber steht, aber nicht wirklich Lean stattfindet. Der Umgang mit der vermeintlichen Paradoxie fĂŒhrt nĂ€mlich hĂ€ufig zu MissverstĂ€ndnissen. Standardisierung ist kein Selbstzweck, sondern ermöglicht durch das Erkennen von Abweichungen erst das Lernen darĂŒber, wie sich Standards weiterentwickeln können. Nur um ein Beispiel zu nennen. Ich denke, hier liegt der SchlĂŒssel zum VerstĂ€ndnis von Lean. Erst wenn man das âWozuâ und âWeshalbâ durchdrungen hat, lĂ€sst es sich auch wirklich anwenden. Das gilt ĂŒbrigens auch fĂŒr Agile.
https://www.geemco.de/artikel/lean-ist-so-paradox-das-kann-nicht-funktionieren/
AGILE
Fly on the Wall | Beobachten ohne aktiv zu fragen
Im Blog von Lars Richter (Scamper) bin ich auf den methodischen Ansatz âFly on the Wallâ aus dem Design Thinking gestoĂen. Wie eine Fliege an der Wand, die niemand wirklich wahrnimmt, gilt es, als stiller Beobachter zu agieren, statt Fragen zu stellen. Das ist sicherlich nicht nur in der Produktentwicklung, sondern auch im Teamcoaching interessant. Ich handhabe es zum Beispiel Ă€hnlich, wenn ich in ein neues Projekt komme und verstehen möchte, wie ein Team zusammenarbeitet. Ich bin stiller Zuhörer und beobachte zuerst.
https://scamper.blog/fly-on-the-wall/
Hofnarren der Organisation | Den Spiegel der Organisation vorhalten
Die Idee des âHofnarrenâ in der Organisation war schon lange kein Teil der âLinks der Wocheâ mehr. Schade eigentlich. Es wird Zeit, mal wieder einen Spot darauf auszurichten. Dazu passt, dass Felix Stein das Thema aufgreift. TatsĂ€chlich glaube ich, dass sich diese Funktion oft in Scrum Master:innen, Agile Coachs oder vergleichbaren Rollen widerspiegelt. Die Aufgabe besteht darin, der Organisation als konstruktive Störer den Spiegel vorzuhalten. Das hat mitunter einen Preis, der â wie ich persönlich finde â fĂŒr mich verschmerzbar ist. Hinzu kommt, dass ich in der Regel, zumindest derzeit, als Externer ohnehin nur begrenzte Entscheidungsmacht in Organisationen habe. Man wird geholt, um bewusst zu stören und den Finger in die Wunde zu legen. Zumindest wenn es gut lĂ€uft. Es gibt auch noch das âRegenmacher-PhĂ€nomenâ (Stefan KĂŒhl). Das ist jedoch ein anderes Thema. đ
https://www.lean-agility.de/2026/02/moderne-hofnarren.html
Product Owner | 3 Horizonte als strategischer Rahmen
Die Produktwerker bringen das 3-Horizonte-Modell in Bezug auf POs aufs Tableau. Dabei geht es um drei zeitliche Horizonte, die das aktuelle TagesgeschĂ€ft sowie aufkommende und mögliche GeschĂ€ftsfelder abbilden. Insofern ist es auch interessant, weil es dabei auch um den Grad der Unsicherheit geht, mit dem wir umgehen mĂŒssen. Gerade der dritte Horizont wĂ€re ein Feld, das gut zu Effectuation passen könnte, wenn ich mich nicht tĂ€usche, da wir es hier mit echter Unsicherheit zu tun haben. Jeder dieser drei Horizonte hat seine Herausforderungen, denen wir uns stellen mĂŒssen, denn nichts ist so bestĂ€ndig wie Wandel und VerĂ€nderung. FĂŒr mich klingt es nach einem sehr praktikablen Modell fĂŒr die strategische Arbeit, das nicht nur POs kennen sollten.
https://produktwerker.de/product-owner-im-3-horizonte-modell/
Scrum Master | Weshalb die KI gute Scrum Master:innen nicht ersetzen kann
Es gibt durchaus Menschen, die der Meinung sind, dass KIs die Rolle eines Scrum Masters ersetzen könnten (ĂŒbrigens auch FĂŒhrungskrĂ€fte, nur mal so). Wenn man die Aufgabe eines Scrum Masters auf Teamassistenz und die Rolle eines Managers auf Verwalten reduziert, dĂŒrfte dies durchaus möglich sein. Aber dann bekomme ich nur âMittelmaĂâ und keine âLeaderâ, die ihren Job gut bis sehr gut machen. Insofern trifft Reiches Visocky den Nagel auf den Kopf. Mir fehlt noch etwas, das KI nicht kann. Es sind die feinen Nuancen im Zusammenspiel verschiedener Faktoren, in denen die menschliche âIntuitionâ unschlagbar ist und die bei vielen Problemen in komplexen Gemengelagen oft das ausschlaggebende Element sind. Dazu kommt, und davon bin ich fest ĂŒberzeugt: KI kann als Werkzeug zwar vieles erleichtern, aber sie wird nicht die Verantwortung fĂŒr Entscheidungen ĂŒbernehmen â und das sollte sie auch nicht. Von daher bin ich ĂŒberzeugt, dass die Rolle des Scrum Masters wieder aufgewertet wird und Leadership im Sinne von Empowerment mehr gewĂŒrdigt wird.
https://www.scrum.org/resources/blog/why-ai-wont-replace-good-scrum-master
Warteschlangen | Weshalb es sich lohnt Warteschlangen aufzuspĂŒren
Wenn ich den Blogartikel von Jan Fischbach ĂŒber Warteschlangen rekapituliere, fĂŒhle ich mich irgendwie an die sieben Arten nicht wertschöpfender Arbeit (Muda) erinnert. Was in Produktionsbetrieben oft sehr schnell sichtbar wird, ist in vielen anderen Arbeitsbereichen nach wie vor ein vernachlĂ€ssigtes Thema. Das ist ĂŒbrigens auch ein Grund, weshalb ich mich schon sehr lange mit Kanban beschĂ€ftige, denn damit lassen sich die von Jan beschriebenen Warteschlangen und EngpĂ€sse gut erkennen, visualisieren und sogar leichter steuern. Durch die Visualisierung wird erst die Möglichkeit geschaffen, sie zu entzerren. Es lohnt sich also, sich nicht nur mit Scrum, sondern auch mit Kanban auseinanderzusetzen. đ
https://www.teamworkblog.de/2026/02/die-unsichtbaren-warteschlangen.html
LEADERSHIP UND MANAGEMENT
Portfolio und FĂŒhrung | Damit FĂŒhrung wirksam ist
Dieter Strasser beschĂ€ftigt sich mit den Themen Klarheit und FĂŒhrung. Ein gutes Portfolio-Management ist das Mittel dazu. Am besten noch visuell unterstĂŒtzt. Damit trifft er fĂŒr mich einen groĂen Nerv. Ich erlebe schon lange und zu oft Organisationen, die keine Klarheit in der FĂŒhrung haben, weil sie versuchen, alles gleichzeitig anzustreben. Nein, auch eine Organisation braucht ein WiP-Limit. Ein Portfolio-Management sorgt fĂŒr die notwendige Klarheit, wohin sich das Augenmerk der Organisation richten sollte. Meine Erfahrung ist: Die Visualisierung hilft ungemein, den Ăberblick zu behalten, was wichtig ist, um eine strategische Ausrichtung zu ermöglichen, die die FĂŒhrung erst wirksam macht.
Ăberlastung von FĂŒhrungskrĂ€ften | Wenn der Organisation die Klarheit fehlt
Rolf Dindorf thematisiert sehr schön, wohin fehlende Klarheit am Ende fĂŒhrt. Denn was er dort beschreibt, ist fehlende Klarheit ĂŒber Fokus, Rahmenbedingungen und Entscheidungsrahmen. Am Ende landen wir in der RĂŒckdelegationsfalle, bei der am Ende jemand erklĂ€rt, meine Leute können nicht priorisieren. Und das können sie in der Tat nicht, denn es fehlt ihnen die Klarheit, wonach sie priorisieren sollen.
Kommunikation in der Krise | Wie Storytelling auch in Krisenzeit hilft
Olaf Hinz trifft den Nagel auf den Kopf. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist Wandel nicht nur notwendig, sondern es braucht auch eine Kommunikation, die Vertrauen erzeugt. Mit âStorytellingâ können wir Transparenz schaffen, Orientierung bieten, Optionen eröffnen und Handlungsorientierung ermöglichen. Je gröĂer der Druck, desto wichtiger wird es, genau diese Dinge bereitzustellen.
https://www.hinz-wirkt.de/lotsenblog/artikel/6565-change-unter-kostendruck-iii-storytelling/
Neu in der Rolle | Wenn FĂŒhrungskrĂ€fte ins kalte Wasser geworfen werden
Wow, da hat Bernd Geropp aber einen Nerv getroffen. Ja, genau diese Erfahrung bzw. Beobachtung mache ich schon seit sehr langer Zeit. Man befördert gute Mitarbeiter:innen in FĂŒhrungspositionen und vergisst dabei, dass sie darauf auch vorbereitet werden sollten. Man wirft die Leute ins âkalte Wasserâ und zwingt sie, den Freischwimmer zu machen. Und rumms, es geht schief. Kurz gesagt, es liegt nicht unbedingt an der Person. Gute FĂŒhrung fĂ€llt nicht vom Himmel, sondern muss entwickelt werden.
https://www.mehr-fuehren.de/fuehrungskraefte-schnell-wirkam-machen/
Die 4 Ohren der FĂŒhrung | Weshalb wir die 4 Ebenen des Hörens kennen sollten
Marc Widmann bezieht sich auf den Klassiker, das 4-Ohren-Modell nach Friedemann Schulz von Thun, und setzt es im Kontext von FĂŒhrung ein. Spannend dabei finde ich, dass jeder einen unterschiedlich ausgeprĂ€gten âWahrnehmungsfokusâ haben kann, was durchaus zu MissverstĂ€ndnissen fĂŒhrt. Je nachdem, welche âTypenâ aufeinandertreffen, können diese Probleme eher verstĂ€rken. Das hat insbesondere im Kontext der FĂŒhrung eine nicht zu unterschĂ€tzende Wirkung, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung bestĂ€tigen kann. Da es auch einen kleinen Selbsttest zur EinschĂ€tzung gibt (wobei diese Tests alle mit einer gewissen Vorsicht zu genieĂen sind), lohnt sich fĂŒr den einen oder anderen eventuell ein Blick auf den Beitrag.
https://marc-widmann.de/wer-fuehrt-muss-hoeren-koennen-das-4-ohren-modell-in-der-praxis
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#DaVinciCode #RobertLangdon #Informationsflut #Infodemie #BestÀtigungsfehler #Neugier #Medienkompetenz #KritischesDenken #DigitaleGesellschaft
Lesen: https://www.matthiaszehnder.ch/wochenkommentar/tiger-im-gehirn/
Hören: https://www.buzzsprout.com/1788913/episodes/18718638
Schauen: https://youtu.be/ZWfJ4gW8xjI