RE: https://blog.tib.eu/2026/03/11/erster-fdm-kurs-fuer-betreuende-von-qualifizierungsarbeiten-an-der-hsh-durchgefuehrt/

Das Joint Lab Future Libraries & Research Data an der Schnittstelle von #TIB und der #HochschuleHannover kann einen neuen Meilenstein verzeichnen: Der erste Basiskurs im #Forschungsdatenmanagement-Kurs für Betreuende von Qualifizierungsarbeiten an der #HsH fand Ende Januar das erste Mal statt und war ein voller Erfolg.

Mehr dazu im #TIBBlog von unseren Kolleginnen @franzial und #NinaDüvel: https://blog.tib.eu/2026/03/12/erster-fdm-kurs-fuer-betreuende-von-qualifizierungsarbeiten-an-der-hsh

Erster FDM-Kurs für Betreuende von Qualifizierungsarbeiten an der HsH

Das Joint Lab Future Libraries & Research Data an der Schnittstelle von TIB und der Hochschule Hannover (HsH) kann einen neuen Meilenstein verzeichnen: Der Basiskurs im Forschungsdatenmanagement (FDM), den die Mitarbeiterinnen des Labs mit dem Data Steward der HsH, Sebastian Lehmann, zusammen vorbereitet hatten, fand Ende Januar das erste Mal statt und war ein voller Erfolg.

Der vierstündige Präsenzworkshop richtet sich gezielt an Lehrende, die Studierende und Promovierende bei ihren Qualifizierungsarbeiten betreuen, und vermittelt praxisnahe Tipps, um bereits Studierenden den Umgang mit Forschungsdaten näherzubringen. Durch Input und interaktive Übungen im Wechsel sowie Raum für kleinere Diskussionen wurde ein direkter Bezug zur täglichen Betreuungspraxis hergestellt. Details zur Konzeption und Entstehung dieses Formats können in unserem Blogbeitrag „Gute Datenpraxis weitergeben – ein Basiskurs entsteht“ nachgelesen werden. Der erste Workshop fand am 29. Januar 2026 am Expo Plaza der Hochschule Hannover statt und wurde von zwölf Teilnehmer:innen aus Fakultät 3 und dem Institut Data|H der HsH besucht.

Kursmaterial als Open Educational Resource veröffentlicht

Das Kursmaterial wurde veröffentlicht und steht interessierten Personen als Open Educational Resource (OER) zur  Verfügung. Es wurde in dem niedersächsischen Repositorium GRO.data publiziert und ist auch über twillo und Zenodo abrufbar.

Das Material umfasst neben dem kommentiertem Folienmaterial in zwei Formaten auch umfangreiches Begleitmaterial. Das Kurshandbuch bietet Lehrenden eine Orientierung zu den Folien und zeigt auf, welche Lernziele je Abschnitt verfolgt werden. Bei der Konzeption des Kurses wurde für die Formulierung der Lernziele auf die Lernzielmatrix zum Themenbereich Forschungsdatenmanagement zurückgegriffen, an deren dritten Version die beiden Mitarbeiterinnen des Joint Labs beteiligt waren (siehe Blogbeitrag). Zudem wird im Handbuch auf weiterführende, kommentierte Literaturempfehlungen verwiesen. Neben dem Handbuch stehen alle Abbildungen, die in den Kursfolien genutzt werden, mit jeweiligen Lizenzierungsinformationen zum Download bereit.

Eine Miro-Board-Vorlage für die Übungen des Kurses sowie ergänzendes Material zum Ausdrucken werden ebenfalls zur Verfügung gestellt, sodass die Übungen einfach in eigene Formate eingebaut werden können. Abgerundet wird die Sammlung durch ergänzende hilfreiche Dokumente mit jeweiligen Lizenzierungsinformationen: Dateibenennungskonventionen, Creative-Commons-Lizenzen, Forschungsdaten in Abschlussarbeiten, Team-Documentation-Sheet, 5S-Comic, erweiterte Version der Lernzielmatrix zum Forschungsdatenmanagement mit markierten, im Kurs verfolgten und weiteren neu formulierten Lernzielen.

Feedback der Teilnehmer:innen

Die Rückmeldungen der Teilnehmer:innen nach Kursende unterstreichen, dass der Kurs wertvolle Impulse setzte und neue Inspirationen für die Lehre und Betreuung von Abschlussarbeiten bot. Besonders positiv bewerteten die Teilnehmer:innen die praxisnahen Handlungsempfehlungen sowie die Tool- und Webseiten-Tipps, die sich auch über die Lehre hinaus für die eigene Forschungsarbeit als hilfreich erweisen.

Das Feedback wird in die Überarbeitung für eine geplante zweite Durchführung des Kurses im Sommer 2026 einfließen. So wird die Kursdauer beispielsweise ausgeweitet: von vier Stunden mit kleineren Pausen hin zu einem Format, das sechs Stunden mit einer gemeinsamen Mittagspause vorsieht und dadurch mehr Raum für den wichtigen Erfahrungsaustausch untereinander bietet.

Entwicklung eines FDM-OER-Angebots von Studierenden für Studierende

Nachdem durch den Basiskurs ein Angebot für die Zielgruppe der Betreuenden geschaffen wurde, rückt in einem nächsten Schritt nun der wissenschaftliche Nachwuchs in den Fokus. Durch die Stärkung von FDM-Kompetenzen bereits im Studium wird das Fundament für nachhaltiges Datenmanagement und eine offene Wissenschaftskultur gelegt.

Basierend auf dem Basiskurs für Betreuer:innen entwickeln Studierende des Bachelorstudiengangs Informationsmanagement der Hochschule Hannover im Rahmen ihres Semesterprojekts zukunftsorientierte Lehr- und Lernangebote zum FDM. Unter der fachlichen Begleitung durch das Team des Joint Labs unter der Leitung von Prof. Dr. Ina Blümel arbeiten die Studierenden an zwei zentralen Bausteinen, die eine Etablierung von FDM an der Hochschule weiter voranbringen:

  • a) Selbstlernkurs für Studierende
    Studierende entwickeln einen modular aufgebauten Selbstlernkurs zum FDM, der Lernen in Eigenregie fördert.
  • b) Seminarplanung und Zusatzmaterial für Lehrende
    Parallel dazu erstellen Studierende ein flexibles Seminarpaket, das Lehrende in ihre Lehrveranstaltungen integrieren können.

Die Ergebnisse des Semesterprojekts werden unter anderem auf der BiblioCon 2026 in Berlin durch die Studierenden vorgestellt.

Kontakt

Joint Lab Future Libraries & Research Data

Dr. Nina Düvel, Hochschule Hannover: [email protected]

Franziska Altemeier, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek: [email protected]

Prof. Dr. Ina Blümel, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek sowie Hochschule Hannover: [email protected]

Joint Lab Future Libraries & Research Data

#FDM #Forschungsdatenmanagement #HochschuleHannover #JointLabFutureLibrariesAndResearchData #LizenzCCBY40INT #OER #Schulung
Unsere Blogreihe „Frauen in der Wissenschaft“ stellt #TIB-Kolleginnen vor, die Einblicke in ihre Wege und ihre persönlichen Erfahrungen in der Wissenschaft geben. Prof. Dr. @inablu studierte Architektur in Braunschweig, Mailand und Helsinki und promovierte an der @HumboldtUni. Heute ist sie Leiterin des Joint Labs Future Libraries and Research Data sowie Co-Leiterin des @tibosl und Professorin an der #HochschuleHannover.
Hier gehts zum Interview: https://blog.tib.eu/2026/03/08/frauen-in-der-wissenschaft-prof-dr-ina-bluemel

Frauen in der Wissenschaft: Prof. Dr. Ina Blümel

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Die Blogreihe „Frauen in der Wissenschaft“ stellt Frauen aus der TIB vor, die Einblicke in ihre Wege und ihre persönlichen Erfahrungen in der Wissenschaft geben.

Prof. Dr. Ina Blümel // Foto: TIB/C. Bierwagen

Dieses Mal: Prof. Dr. Ina Blümel. Sie studierte Architektur in Braunschweig, Mailand und Helsinki und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft.

Heute ist sie Leiterin des Joint Labs Future Libraries and Research Data sowie Co-Leiterin des Open Science Labs an der TIB und Professorin an der Fakultät III – Medien, Information und Design der Hochschule Hannover.

Im Interview spricht sie darüber, wie sie mit ihrer Arbeit Dinge gemeinsam mit anderen sichtbar machen kann, dass Wege in der Wissenschaft nicht gradlinig sein müssen und dass von offener, vernetzter und fairer Forschung am Ende alle profitieren.

Was fasziniert dich an der Arbeit in der Wissenschaft?

Mich fasziniert, dass ich mit Forschung Dinge in Bewegung bringen kann, die sonst unsichtbar bleiben: Daten, Modelle, Bilder, Videos – all das wird unter anderem durch gute Metadaten, Linked Data und offene Infrastrukturen auffindbar und nachnutzbar.

Ich komme ursprünglich aus der Architektur und habe mich früh für digitale Werkzeuge und den Sprung von 2D zu 3D interessiert. Heute reizt mich genau diese Schnittstelle aus Technik, Kultur und Wissen besonders. Mir ist dabei wichtig, dass Forschung nicht im Elfenbeinturm stattfindet, sondern gemeinsam mit und in Communities – zum Beispiel rund um Wikimedia – intuitiv bedienbare Werkzeuge, Workflows und offene Ressourcen entstehen.

Was hättest du als Frau in der Wissenschaft gerne früher gewusst?

Ich hätte gern früher gewusst, wie normal Umwege sind – und dass interdisziplinäre Biografien keine Abweichung, sondern oft ein Vorteil sind. Außerdem: Man darf und sollte sich Verbündete suchen, sichtbar Netzwerke aufbauen und Mentoring aktiv einfordern – das ist kein Luxus, sondern Teil professioneller Arbeit. Und ich hätte mir früher öfter erlaubt, prototypisch zu arbeiten: Mutig Dinge zu testen, auch wenn sie noch nicht perfekt sind.

Welchen Rat würdest du Mädchen und jungen Frauen geben, die eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben?

Sucht euch Themen, die euch wirklich packen – dann trägt euch die Neugier durch Phasen, in denen es zäh wird. Lernt, eure Arbeit sichtbar zu machen – auch in offenen Formaten. Übt früh, klar über Ressourcen zu sprechen: Zeit, Geld, Zugang, Betreuung. Traut euch, in Communitys zu gehen: Wissenschaft wird besser, wenn wir sie vernetzt und offen denken und wenn unterschiedliche Perspektiven aktiv in die Gestaltung einfließen.

Ein Wunsch für die Zukunft von Frauen und Mädchen in der Wissenschaft …

Ich wünsche mir eine Wissenschaft, in der Zugehörigkeit nicht erklärt werden muss: gleiche Chancen, gleiche Sicherheit, gleiche Sichtbarkeit – unabhängig vom Geschlecht. Und ich wünsche mir Strukturen, die Kooperation, Offenheit und nachhaltige Entwicklungen belohnen, statt nur kurzfristige Leuchttürme zu produzieren. Wenn wir Forschung offener, vernetzter und fairer organisieren, profitieren am Ende alle – und besonders jene, die heute noch zu oft ausgebremst werden.

Frauen in der Wissenschaft – eine Blogreihe

In der Blogreihe „Frauen in der Wissenschaft“ werden Frauen an der TIB vorgestellt, die Einblicke in ihre wissenschaftlichen Wege, Rollenbilder und ihre Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag geben. Sie alle teilen ihre Perspektive und ihre Wünsche für die Zukunft der Wissenschaft und ermutigen andere Frauen, ihren Platz selbstbewusst einzunehmen.

#FrauenAnDerTIB #FrauenInDerWissenschaft #HochschuleHannover #LizenzCCBY40INT #OpenScience #OpenScienceLab

Die E-Mails der Hochschule gehen mir mal wieder auf die Nerven.
Nicht nur liegt das Ganze bei Microsoft und man muss sich einmal pro Woche neu anmelden. Es wird auch nur die Thunderbird Client-ID zugelassen.

1. Die dauernde neue Anmeldung führt dazu, dass Nutzende schwächere Passwörter nehmen.
2. Ich muss entweder meinen E-Mail-Client mit Thunderbird ID selbst kompilieren oder einen OAuth2-Proxy verwenden.

https://github.com/simonrob/email-oauth2-proxy

Das ist pure Scheinsicherheit.

#HochschuleHannover #Studium

GitHub - simonrob/email-oauth2-proxy: An IMAP/POP/SMTP proxy that transparently adds OAuth 2.0 authentication for email clients that don't support this method. Keep legacy email clients working with Exchange Online, Gmail and other providers.

An IMAP/POP/SMTP proxy that transparently adds OAuth 2.0 authentication for email clients that don't support this method. Keep legacy email clients working with Exchange Online, Gmail and other...

GitHub

Wie geht Interview?

Handreichung für einen Journalismus mit Anstand

Ich hole etwas aus, weil es vielsagend und vielleicht auch ein wenig unterhaltsam ist. Kürzlich tauschte ich mich mit einem Aufsichtsgremiumsmitglied einer öffentlichen Medienanstalt über das gelungene Handwerk von Frau Siham El-Maimouni aus. Wir stimmten überein: das Problem ist, dass die Branche das für “besonders” hält. Es fiel das polemische Wort “Erstes Semester Journalistik”. Im folgenden geht es ein paar Semester weiter. Versprochen.

Jüngst ärgerte ich mich über den embedded PR-Journalismus für den Fussballkonzern aus dem westfälischen Raum. Wenn die kritischsten Spielberichte in einem BVB-Fanblog erscheinen – was sagt das über die Profimedien?

U.a. tauschte ich mich darüber mit dem Kollegen und Freund Uli Leitholdt aus. Zu seiner aktiven Zeit war er ein Reporterurgestein des WDR, zu besseren Zeiten dieses flachgespülten Senders. Das erste Mal trafen wir uns in den 80ern, als er vor der Wattenscheider NPD-Zentrale zusammen mit seinem Kollegen Wolfgang Kapust eine Live-Reportage für WDR2 moderierte, und sie mich interviewten. Ich war sehr stolz auf die Fanbasis meiner Borussia. Uli dagegen ist heute bekennender Fan von “Eisern Union”. Da verbindet uns Vieles, u.a. unsere Verehrung für Hans Meyer.

Mich an all das erinnernd fragte ich mich und mein Tablet: was macht eigentlich Wolfgang Kapust? Einer aus der Zeit, als es in den Sendern noch Fachleute gab. Kapust hat seit damals in Wattenscheid nie aufgehört, das Treiben deutscher Faschist*inn*en zu beobachten, zu analysieren und zu “verstehen” – denn nur so sind sie wirkungsvoll zu bekämpfen. Solche Mitarbeiter sind Juwelen für jede Redaktion und Sendeanstalt. Aber sie sind schwierig zu führen. Sie sind nicht für alles verwendbar und geben mitunter fachlich grundierte Widerworte gegen Führungskräfte. Und sind ganz sicher nicht durch KI zu ersetzen 😉

Und bei der Suche nach “was macht eigentlich Wolfgang Kapust?” entdeckte ich diese “Masterabeit vorgelegt von Ramona Lengert zur Erlangung des Grades Master of Arts an der Hochschule Hannover (University of Applied Science and Arts)” mit dem sperrigen Titel:

“Zwischen rechtspopulistisch und rechtsextremistisch – Wie Politik-journalist*innen Fernsehinterviews mit AfD-Politiker*innen führen”.

Die Autorin hat für diese Arbeit, die nun schon sechs Jahre alt ist, u.a. Wolfgang Kapust für ein Interview gesucht und gefunden (in den Anlagen ihrer Arbeit vorbiildlich transkribiert).

Pflichtlektüre für alle TV-Millionär*inne*e*n

Was soll mann dazu sagen? Die Mehrheit der heute vor der Kamera dilettierenden Star-Moderator*inn*en kennen diese Arbeit offenbar nicht. Ich stelle mir nun vor, ich sei eine Führungskraft in einer der uns allen gehörenden öffentlichen Sendeanstalten und hätte einen (oder mehrere) millionenschwere Produktionsaufträge an die Firmen zu vergeben, die heute politische Diskussionen in Massenmedien inszenieren.

Meine Mindestanforderung wäre: diese Arbeit zu lesen und zu verstehen! Früher, als noch seriös gearbeitet wurde, wurden zur Probe “Nullnummern” produziert, um zu testen, ob die, die es machen sollen, es auch können. Frau Lengert aus Hannover wenigstens weiss was davon. Und Wolfgang Kapust schon sehr, sehr lange.

Also bitte: macht eure Arbeit! Und macht sie besser!

Wie geht Interview? – Beueler-Extradienst

I am looking forward to the Kurt Schwitters Symposium this Thursday and Friday at #hochschulehannover. Under this year's title "Machen - Doing", the contrast between theory and practice should be relaxed. At the intersection of art, design and science, we will discuss arts-based research.

In my contribution, I will provide an insight into my current artistic work.

6–7 November 2025
Hochschule Hannover Fakultät III
Expo Plaza 2
30539 #Hanover
@kurtschwitterssymposien
https://kurt-schwitters-symposien.de

Machen – Doing

Machen – Doing

Open Science mit Mini-Budget: Wie kleine Einrichtungen Großes bewirken können

Open Science an kleinen Einrichtungen ist doch eh zum Scheitern verurteilt? Oder etwa doch nicht? Besonders kleine Einrichtungen haben einen großen Nachteil beim Implementieren von neuen Services: Ressourcen. Es beginnt beim fehlenden Personal, geht über die Ausstattung der Einrichtung und endet im leidigen Thema Finanzierung.

Doch die fortschreitende Digitalisierung der Wissenschaft hat weitreichende Auswirkungen auf Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Im Kontext von Open Science gewinnen insbesondere die Teilbereiche Open Source, FAIR Data und Open Educational Resources (OER) zunehmend an Relevanz. Und diese Konzepte bergen ein erhebliches Potenzial für Bildungseinrichtungen, insbesondere für Bibliotheken. Doch wie genau sieht die Umsetzung aus, wenn die Ressourcen begrenzt sind?

Eine klare Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die eine ressourcensparende Umsetzung erleichtern. Im Rahmen von Interviews wurde ein Best-Practice-Leitfaden (Best Practice für Open Educational Resources, Open Source und Open Data an Hochschulen der angewandten Wissenschaften in Nordrhein-Westfalen) entwickelt, der die Integration der Aspekte erleichtern soll.

In diesem Zusammenhang gibt es vier Maßnahmen, die Einrichtungen kostengünstig umsetzen können, um die Implementierung von Open Science zu erleichtern.

1. Kommunikation

Klare Kommunikationsstrukturen sind dringend erforderlich. Der oftmals interne, informelle Austausch in der Kaffeeküche kann durch regelmäßige, strukturierte Meetings ergänzt werden. Hier sollten alle Personen zusammenfinden, die an der Institution mit der Thematik Open Science arbeiten, über Abteilungsgrenzen hinweg.

Eine verbesserte interne Kommunikation und Koordination zwischen den Abteilungen können den Informationsfluss fördern und strukturelle Hürden abzubauen. Zentral dabei ist die Etablierung effektiver Kommunikationskanäle. Regelmäßige Meetings, Workshops und gemeinsame Plattformen erleichtern den Austausch und stärken die Zusammenarbeit. Oftmals kann eine informelle Einladung zu einem gemeinsamen Kaffee die Türen zu einer Zusammenarbeit öffnen.

Zusätzlich dazu sollte der Blick über die Institutionsgrenzen hinweg nicht vernachlässigt werden. Gibt es in der Region Bibliotheken die vor ähnlichen Herausforderungen stehen? Eine Kooperation mit regionalen Netzwerken kann hierbei Synergieeffekte schaffen.

2. Interne Koordination

In diesem Zusammenhang bildet eine institutionelle Koordinationsstelle den zentralen Dreh- und Angelpunkt: Sie bündelt alle Open-Science-Aktivitäten, stärkt die interne Kommunikation und agiert als Schnittstelle zu externen Partnern. Sie schafft Transparenz und fördert den Austausch.

3. Communities

Bibliotheken sollten zudem institutionsweite Diskussionen zu Open Science aktiv fördern. Nur wenn alle Fachbereiche eingebunden sind, kann eine breite Akzeptanz entstehen. Eine aktive Mitgestaltung der Policies beispielsweise, kann die Akzeptanz erhöhen. Das Stichwort hier: Partizipation. Der Austausch auf Augenhöhe und die dadurch entstehende Ausrichtung der Services auf die Bedarfe der Wissenschaft kann fördernd für die Implantierung von Open Science sein. Auch hier stellt sich die Frage nach dem wie. Doch auch hier kann es keine allgemeine Antwort geben. Bei einigen Einrichtungen funktionieren Mailinglisten, bei anderen sind es Soziale Medien wie LinkedIn und wieder andere profitieren von der intrinsischen Motivation einzelner. In diesem Zusammenhang spielt auch der nächste Aspekt eine wichtige Rolle.

4. Forschungsevaluation

Institutionen sollten transparente und nachvollziehbare Verfahren zur Bewertung wissenschaftlicher Leistungen einführen. Das stärkt das Vertrauen in die Forschungsarbeit und reduziert Unsicherheiten, die sich negativ auf die Qualität auswirken können.

Herrmann, Katharina (2025). Best Practice für Open Educational Resources, Open Source und Open Data an Hochschulen der angewandten Wissenschaften in Nordrhein-Westfalen. Bachelorarbeit, Hochschule Hannover. https://doi.org/10.25968/opus-3632

#HochschuleHannover #openness #LizenzCCBY40INT #OpenScienceLab #OpenScience

Gute Neuigkeiten! Unser Kartenspiel "Research Master -Tool it Like a Pro" ist jetzt zum kostenlosen Download auf Zenodo verfügbar.
https:\\zenodo.org/records/15991741

Ziel ist es, die Vielfalt von Recherche-Tools kennen zu lernen.
Zielgruppe sind Schüler:innen, Studierende und andere Interessierte.
Bekannt vom #freiraum der diesjährigen #bibliocon2025

#researchmaster #HochschuleHannover #informationskompetenz

Eine Kooperation zwischen der #Hochschulehannover und uns – der #TIB – schafft einen praxisnahen Überblick zum #Forschungsdatenmanagement / #FDM mit einem Fokus auf Lehrende, die Studierende und Promovierende bei ihren Qualifikationsarbeiten betreuen.

Mehr dazu: https://blog.tib.eu/2025/07/21/gute-datenpraxis-weitergeben-ein-basiskurs-entsteht

Gute Datenpraxis weitergeben: ein Basiskurs entsteht - TIB-Blog

Die Hochschule Hannover und die TIB schaffen einen praxisnahen Überblick zum Forschungsdatenmanagement (FDM) für Lehrende, die Studierende und Promovierende bei ihren Qualifikationsarbeiten betreuen. FDM ist ein zentraler Bestandteil wissenschaftlichen Arbeitens und der guten wissenschaftlichen Praxis, wozu etwa die Planung, Speicherung, Dokumentation, Auswertung, Archivierung und gegebenenfalls die Publikation der erarbeiteten Daten gehören. Betreuer:innen von Abschlusskandidat:innen sind beim Umgang mit FDM fachliche Begleitpersonen und prägen das Verständnis für Datenqualität, Nachvollziehbarkeit und Transparenz – und haben damit Einfluss auf die Datenkompetenz der Forschenden von morgen.

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